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 Film- und Fernsehklassiker national
Giacco Offline



Beiträge: 1.957

20.02.2020 13:00
Kommissar X - Drei goldene Schlangen (1968) Zitat · Antworten

KOMMISSAR X - DREI GOLDENE SCHLANGEN
Ein Film der Parnass (München) & G.I.A. (Rom) in Zusammenarbeit mit Thai-Tri Mitr (Thailand)
Deutschland/Italien (1968) - DE: 18.4.1969 - FSK 16 - V: Constantin
Produktion: Theo Maria Werner & Ralph Zucker
Darsteller: Tony Kendall, Brad Harris, Hansi Linder, Loni Heuser, Monika Pardo, Rotraud de Néve, Walter Brandi, Herbert Fux, Pino Mattei, Carlos de Castro



In Bangkok verschwinden immer wieder junge Touristinnen. Als auch die amerikanische Millionärstochter Phyllis Leighton gekidnappt wird, bittet ihre Mutter Captain Tom Rowland um Hilfe, der sich anläßlich eines internationalen Kriminologen-Treffens dort aufhält. Weil er aber in Thailand keine polizeilichen Befugnisse hat, engagiert sie zusätzlich den Privatdetektiv Jo Walker. Die Beiden finden heraus, dass die entführten Mädchen auf einer Insel gefangen gehalten werden, wo man sie unter Drogen setzt und sie zwingt, zahlungskräftigen Kunden ihre Liebesdienste anzubieten. Und weil manches darauf hindeutet, dass die als Wohltäterin hochangesehene Madame Kim Soo in die schmutzigen Geschäfte verwickelt ist, gerät auch sie ins Visier von Kommissar X.



Die Dreharbeiten zum 6. Kommissar X-Film fanden im Frühjahr 1968 wieder vor fernöstlicher Kulisse statt. Man drehte an Originalschauplätzen in Thailand. Da Gianfranco Parolini aus Termingründen nicht als Regisseur zur Verfügung stand, verpflichtete man Roberto Mauri, der weder davor noch danach durch besondere Regie-Talente aufgefallen ist. Die titelgebenden "3 goldenen Schlangen" sind der Name eines Geheimbundes und zugleich als Tätowierung das Erkennungszeichen seiner Mitglieder. Bereits im Sommer 1968 befand sich der Film im Schnitt und sollte am 11.Oktober in die Kinos kommen. Dann verschob man den Start auf den 28. Februar 1969 und verlegte ihn kurzfristig nochmals auf einen späteren Zeitpunkt, den 18.4.1969.
Tony Kendall und Brad Harris agieren wie in den vorherigen Filmen als gut eingespieltes Team und sorgen wie gewohnt mit lockeren Sprüchen und gut choreografierter Action für die KX-typische Atmosphäre. Und doch machen sich diesmal leichte Abnutzungserscheinungen breit, was vor allem daran liegt, dass die Story nach altbekannten Mustern zusammengebastelt wurde und zu vorhersehbar geraten ist. Echte Spannung will sich nicht so recht einstellen, dafür ist der Film aber durchaus abwechslungsreich: Es gibt Mordanschläge u.a. mit einer Kobra, mit Giftgas oder einem Flammenwerfer, dazu wilde Verfolgungsjagden zu Land und zu Wasser und den großangelegten Einsatz von Fallschirmspringern, die versuchen, das Hauptquartier der Gangster zu stürmen. Leider müssen unsere beiden Helden diesmal auf markante Gegenspieler verzichten. Ohnehin weist die Besetzungsliste nur wenige bekannte Namen auf. Vertraute Gesichter sind die von Herbert Fux und Pino Mattei, die wie üblich als Handlanger der Bösewichte ihr Unwesen treiben. Hansi Linder (die Schwester der KX-erprobten Christa) hat als entführte Phyllis einiges zu erleiden, Loni Heuser ist ihre Mutter. Rotraut de Néve, Siegerin des großen LUX-Nachwuchswettbewerbs, gibt ihr Leinwand-Debüt. Ihr gelingt die Flucht von der "Liebesinsel". Rainer Brandt, der das Dialogbuch für die deutsche Synchro schrieb, ist einmal mehr für ein paar überflüssige Kalauer verantwortlich. Dass man eine Szene aus dem Vorgänger in den Film hineinkopierte, zeigt außerdem, dass man alles nicht mehr so genau nimmt. Insgesamt handelt es sich also um einen schwächeren Beitrag der Reihe, der auch kommerziell gesehen nicht mehr die Durchschlagskraft der früheren Filme besaß.

"Der Film bewegt sich auf ausgetretenen Pfaden seines Genres und bietet außer attraktiven Außenaufnahmen aus Thailand nichts, was nicht schon besser und spannender serviert wurde." (Hamburger Abendblatt, 1969)

Film-Echo-Note: 3,9 (28)

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