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Dieses Thema hat 35 Antworten
und wurde 2.577 mal aufgerufen
 Giallo Forum
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Mark Paxton Offline




Beiträge: 347

13.08.2013 11:42
#31 RE: Der Schwanz des Skorpions (1971) Zitat · Antworten

Danke, @Gubanov, für deine Erläuterungen. Über die Bildqualität habe ich mich wirklich geärgert. Dass der Film geschnitten war, hatte ich mir schon gedacht, denn an einigen Stellen (gerade bei den Morden) war die Szene oft etwas abrupt zu Ende.

Gubanov Offline




Beiträge: 16.318

14.09.2013 22:09
#32 RE: Der Schwanz des Skorpions (1971) Zitat · Antworten

„Der Schwanz des Skorpions“ belegt mit 58,67 von 70 Punkten Platz 07 von 35 im Giallo-Grandprix 2013. Der Film wurde also mit durchschnittlich 4,19 Punkten pro Person bewertet. Unter zwölf Teilnehmern erhielt er vier Top-Ten-Nominierungen, sodass er in der Stichwahl um Platz 10 antreten musste. Dort erhielt er Film 15 von 90 Punkten (Platz 1 von 6).

Anzahl der abgegebenen Bewertungen: 9
mit 59,89 Punkten auf Platz 16 in der Kategorie Stil (Inszenierung und Bild)
mit 54,44 Punkten auf Platz 21 in der Kategorie Schock und Provokation
mit 58,33 Punkten auf Platz 09 in der Kategorie Plot und Spannung
mit 59,11 Punkten auf Platz 11 in der Kategorie Darsteller
mit 59,11 Punkten auf Platz 16 in der Kategorie Musik
mit 62,22 Punkten auf Platz 11 in der Kategorie Giallo-Faktor
mit 57,56 Punkten auf Platz 16 in der Kategorie Freie Wertung
Gehe zum IMDb-Eintrag / OFDb-Eintrag

Blap Offline




Beiträge: 1.128

23.09.2013 15:10
#33 RE: Der Schwanz des Skorpions (1971) Zitat · Antworten

Ein Update zum alten Kommentar:

Der Schwanz des Skorpions (Italien, Spanien 1971, Originaltitel: La coda dello scorpione)

Anita & George im Nahkampf

Lisa Baumer (Ida Galli) verliert ihren Ehemann durch einen Flugzeugabsturz. Auf die attraktive Frau wartet ein üppiges Trostpflaster, sie erhält eine Million US-Dollar aus der Lebensversichrung ihres verschiedenen Gatten. In Athen lässt sich unsere lustige Witwe die gesamte Summe in bar aushändigen. Bald trübt sich die Stimmung deutlich ein, Lisa wird von der resolut auftretenden Lara Florakis (Janine Reynaud) massiv unter Druck gesetzt, soll die Hälfte des Geldes abliefern. Kurz darauf fällt Lisa einem brutalen Mörder zum Opfer, das Geld ist verschwunden. Versicherungsdetektiv Peter Lynch (George Hilton) arbeitet eifrig an der Aufklärung der Vorgänge, ebenso interessiert befasst sich Journalistin Cléo Dupont (Anita Strindberg) mit dem Fall. Während der zuständige Inspektor Stavros (Luigi Pistilli) Peter Lynch für verdächtig hält, mit Unterstützung des Interpol-Ermittlers und John Stanley (Alberto de Mendoza) Nachforschungen anstellt, kommen sich Peter und Cléo langsam näher. Weitere Morde geschehen, wer steckt hinter den grausamen Taten ...???

Unbestritten war die erste Hälfte der siebziger Jahre die große Zeit des Giallo. Sergio Martino gehört zu den wichtigsten Regisseuren dieser Epoche, lieferte in dieser frühen Phase seiner Karriere fünf relevante Beiträge zum Genre ab. Es folgt eine kurze Übersicht der Werke neben "Der Schwanz des Skorpions":

• Der Killer von Wien (Lo strano vizio della Signora Wardh)
• Die Farben der Nacht (Tutti i colori del buio)
• Your vice is a locked room and only I have the key (Il tuo vizio è una stanza chiusa e solo io ne ho la chiave)
• Torso - Die Säge des Teufels (I corpi presentano tracce di violenza carnale)

"Der Killer von Wien" erfeut (nicht nur) das Auge mit überschäumender Sinnlichkeit und herrlichen Wendungen. "Die Farben der Nacht" punktet mit okkult-pulsierender Schlagseite, während sich Grenzgänger "Your vice ..." -auf Poe-Fundament- in prickelnd-bedrohlicher Dreiecksbeziehungskistensuhle (und viel mehr) aalt. "Torso" lebt (teils) von boshaft-sadistischen Momenten, ist fraglos einer der wichtigsten Proto-Slasher neben Bavas "Im Blutrausch des Satans" (Reazione a catena). So mutet "Skorpion" auf den ersten Blick fast ein wenig unscheinbar an, vermeintlich fehlen ganz besondere Momente. Mit jeder Sichtung offenbart der Streifen mehr Potential! Sergio Martino beschränkt sich hier zwar auf bewährte Strickmuster, präsentiert uns diese jedoch nahezu formvollendet, garniert mit kleinen Spielereien und Höhepunkten. Martino mag kein Genie des Kalibers Mario Bava oder Dario Argento sein, ihn jedoch lediglich als geschäftstüchtigen Handwerker zu bezeichnen scheint mir unangemessen, viel Liebe zum Detail wird dem aufmerksamen Zuschauer nicht entgehen, mindestens Handwerkskunst lasse ich gelten. Freilich darf die hervorragende Kameraarbeit von Emilio Foriscot nicht unerwähnt bleiben, gleiches gilt für den grandiosen Score aus der Feder des zuverlässigen Bruno Nicolai.

Auch das Ensemble wird bei Freunden des italienischen Genrekinos für Begeisterung sorgen, nicht nur die Hauptrollen wurden mit bekannten und geschätzten Gesichtern besetzt. George Hilton darf den smarten Schnüffler geben, natürlich erliegt die weibliche Hauptrolle seinem Charme, wir dürfen Hilton und Strindberg in vielen gemeinsamen Szenen genießen, packendes Finale inklusive. Immer wieder begeistert mich die kühle Schönheit der Schwedin Anita Strindberg, hinter deren nordischer Edelfassade es verlockend brodelt. Ein Blick hier, eine Geste da, trallala. Luigi Pistilli liefert erwartungsgemäß hohe Qualität. Leider gelang dem großartigen Schauspieler nie der ganz große Durchbruch, obschon in Italien ebenso als Theaterdarsteller geschätzt, sein Leben endete 1996 durch Selbstmord. Alberto de Mendoza gibt den gönnerhaft angehauchten Interpol Mitarbeiter, Ida Galli dominiert die Aufwärmphase, Janine Reynaud sorgt für fiese Momente, unterstützt durch Luis "Fratzengeballer" Barboo. Leider bleibt nicht viel Raum für die wunderschöne Lisa Leonardi, deren Filmographie unerfreulicherweise nur wenige Einträge aufweist.

Wir bekommen einen Killer in schwarzen Klamotten und schwarzen Handschuhen zu sehen, Martino zeigt uns Morde voll blutroter Schönheit, gibt sich allerdings nicht allzu ausufernden Gewaltszenen hin, ähnliches gilt für die erotischen Momente. Unbeschwert wird Hitchcock aus der Schublade geholt, stilsicher gewählte Schauplätze sind sowieso garantiert, Einsatz von Zeitlupe und ungewöhnlichen Kameraperspektiven würzen das ohnehin schmackhafte Menü zusätzlich. Geldgier und Verdorbenheit lassen gierige Geiferlinge aus dem Boden sprießen, der Mensch ist eine Sau. Die Lösung des Falls setzt Martinos stilsicherer Inszenierung die Krone auf. "Der Schwanz des Skorpions" mag nicht mein Liebling im Giallo-Kosmos sein, er ist auch ich nicht mein Favorit aus dem Schaffen Sergio Martinos. Dennoch schaue ich mir den Film immer wieder sehr gern an, kann mich an jeder Sekunde dieser gekonnten Zielgruppenbedienung erfreuen. Bestens für Einsteiger geeignet, dicke Empfehlung!

In Deutschland erfuhr "Der Schwanz des Skorpions" bereits einige Auswertungen auf unterschiedlichen Formaten, die neue DVD von filmArt deckelt vorherige Veröffentlichungen. Im Vergleich zur DVD aus dem Hause X-Rated wurde die Bildqualität verbessert, neben der Videosynchronisation befindet sich nun auch die Kinosynchronisation an Bord. Ferner wird italienischer Ton angeboten, dazu ein interessantes Interview mit Sergio Martino, diverse Trailer, alternativer Vor- und Abspann, Vergleich zwischen 35mm und 16mm, abgerundet durch ein lesenswertes Booklet. Auch Besitzer älterer Ausgaben dürfen zugreifen, Einsteiger sowieso, klarer Kauftipp!

Es bleibt bei dicken 8/10 (sehr gut)!

Lieblingszitat:

"Im Schlafzimmer bist du besser als in der Küche."

***

Vom Ursprung her verdorben

tilomagnet Offline



Beiträge: 541

22.01.2014 19:17
#34 RE: Der Schwanz des Skorpions (1971) Zitat · Antworten

Starker Giallo. Hohe Spannung, tolle Kamera, klasse Musik, deftig inszenierte Morde und schöne Frauen. Was will man mehr?

Zwei Kritikpunkte: Die Frage, ob Baumer vielleicht tatsächlich noch lebt, wird für meine Begriffe zu wenig ausgeschöpft. Da hätte man dem Ganzen einen noch mysteriöseren Touch geben können. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass Martino beim Finale etwas die Luft ausgegangen ist. Das Ganze wirkt etwas fad nach den ungemein temporeichen 90 Minuten. Wenigstens einen schönen Abgang von der Klippe hätte man dem Versicherungsdetektiv noch gegönnt. Das trübt meinen Eindruck doch leider etwas. 4,5 von 5 Punkten gibt's trotzdem.

Ray Offline



Beiträge: 1.492

27.01.2016 22:24
#35 RE: Der Schwanz des Skorpions (1971) Zitat · Antworten

Der Schwanz des Skorpions (I 1971)

Regie: Sergio Martino
Darsteller: George Hilton, Anita Strindberg, Alberto De Mendoza u.a.


Lisa Baumers Ehemann verunglückt, während diese sich mit ihrem Liebhaber, einem Steward, vergnügt. Was sie nicht weiß: ihr Ehemann hat eine hoch dotierte Lebensversicherung abgeschlossen. Sobald diese an Lisa ausbezahlt wird, schwebt sie in größter Gefahr. Steckt hinter dem Tod Kurt Baumers etwa mehr als nur ein Unglück? Dieser Verdacht verdichtet sich, als ein behandschuhter Killer einen nach dem anderen aus Kurt Baumers Bekanntenkreis um die Strecke bringt...

Interessanterweise überkam mich während der Sichtung der gleiche Gedanke, wie Gubanov ihn hatte. Auch ich hatte die Empfindung, dass "Der Schwanz des Skorpions" den Wallace-Filmen näher kommt als der durchschnittliche Giallo. Dazu tragen nicht nur die London-Bilder zu Anfang sowie der Whodunit um Mord und Versicherungsbetrug, sondern auch der Umstand bei, dass die polizeilichen Ermittlungen im Vergleich zu sonstigen Produktionen dieses Subgenres deutlich mehr im Vordergrund stehen.

Ansonsten drängen sich natürlich angesichts der vielen Übereinstimmungen vor und hinter der Kamera Vergleiche zu "Der Killer von Wien", der von Martino ein Jahr zuvor auf die Leinwand gebracht wurde, geradezu auf. Zunächst zu den Unterschieden. George Hiltons Part ist im vorliegenden Streifen größer ausgefallen, welches die Frage "Ist er´s oder ist er´s nicht?" noch mehr befeuert und dem Film so zugutekommt. Die weibliche Hauptfigur tritt erst wesentlich später in die Handlung ein, nachdem die vermeintliche Protagonistin plötzlich von der Leinwand verschwindet. Ein netter Twist, den man so auch in "Psycho" oder "Dressed to kill" vorfindet. Eine gewisse Parallelität zeigt sich in der Auflösung, dem Umstand, dass Hilton nicht nur eifrig turteln, sondern auch schnorcheln darf und dass die Protagonistin am Ende, als alles überstanden ist, eine neue Perspektive seitens des männlichen Geschlechts eröffnet wird.

Im Übrigen seien noch die experimentellen Einstellungen Martinos hervorgehoben, als da wären:

- In einer Einstellung ist die Kamera um 90 Grad gedreht und schwenkt wie ein Pendel zwischen zwei Gesprächspartnern hin und her
- Bei einer Tötungsszene wird äußerst effektvoll gezeigt, wie das Opfer in Zeitlupe zur Tür rennt, um diese vor dem Mörder zu verbarrikadieren.
- Darüber hinaus gibt es einige Einstellungen aus der "Froschperspektive" zu beobachten.

Kuriosum am Rande: Edgar Ott ist in beiden Synchronfassungen zu hören. In der Kinosynchro spricht er Alberto De Mendoza, in der Videosynchro Luigi Pistilli.

Eine Frage hat sich mir noch aufgedrängt: beim ersten Mord sitzt der Täter an der Rezeption, kann diesen also gar nicht verübt haben. Hat diesen der Steward verübt? Oder hab ich für einen Moment nicht aufgepasst?

"Der Schwanz des Skorpions" ist ein überdurchschnittlicher Giallo mit einem netten klassischen Whodunit und London-Aufnahmen zu Anfang, wodurch eine gewisse Wallace-Nähe entsteht. Die darstellerischen Leistungen sind überwiegend gut, insbesondere Hilton überzeugt. Musik und Inszenierung runden die gute Unterhaltung ab. Netter, kleiner Thriller für zwischendurch. 4,5/5 Punkten.

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.586

21.05.2017 14:36
#36 RE: Der Schwanz des Skorpions (1971) Zitat · Antworten

BEWERTET: "Der Schwanz des Skorpions" (La coda dello scorpione) (Italien/Spanien 1971)
mit: George Hilton, Anita Strindberg, Ida Galli, Alberto de Mendoza, Luigi Pistilli, Janine Reynaud, Tom Felleghy, Annalisa Nardi, Luis Barboo, Tomas Pico u.a. | Drehbuch: Eduardo M. Brochero, Ernesto Gastaldi, Sauro Scavolini | Regie: Sergio Martino

Lisa Baumers Mann Kurt ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen und hat seiner Witwe eine Lebensversicherung in Höhe von 1 Million Dollar hinterlassen. Die junge Frau reist von London nach Athen, um sich das Geld ausbezahlen zu lassen und trifft dort auf den Agenten Peter Lynch. Bald schon wird sie von mehreren Personen bedroht und ein Mann, der sie erpressen wollte, ermordet. Wurde der Tod ihres Mannes geplant? Wer ist noch hinter dem Geld her?



Der stilvolle Giallo transportiert das Lebensgefühl von Karen Black und William Devane aus "Family Plot" (1975). Hier wie dort verkehrt sich der Fluch des Geldes, dessentwegen alle Morde geschehen, am Ende in einen augenzwinkernden Schalk. Die alte Musgrave-Losung aus Sherlock Holmes, nach der erst der Dritte die dunklen Mächte überwindet und mit dem Vermögen glücklich wird, trifft in "Der Schwanz des Skorpions" zu. Ida Galli, die hier unter dem Namen Evelyn Stewart firmiert, schreitet mit schwebendem Gang über den Cat Walk des Lebens und zeigt jene unnahbare Eleganz, die sich aus finanzieller Unabhängigkeit ergibt. Zwangsläufig folgt daraus jedoch nicht ein sorgenfreies Dasein, denn der unerwartete Vermögenszuwachs bringt neue Probleme mit sich, die sich dramatisch im Leben der weiblichen Hauptfigur niederschlagen. Wenig scheint Lisa Baumer beeindrucken zu können, kaum etwas bereitet ihr Angst; die Voraussetzungen, sich behaupten zu können, scheinen gegeben, doch die äußeren Einflüsse drängen sie immer mehr in die Ecke. Zeitgleich taucht George Hilton wie ein finsterer Bote des Schicksals auf und beansprucht gleich mehrere Rollen auf einmal. Der smarte Beschützer, der hartnäckige Schnüffler, der kooperative Verdächtige und der Abenteurer und Liebhaber. Dem Bollwerk männlicher Dominanz setzt Anita Strindberg durch souveräne Direktheit eines drauf und arbeitet sich aus der zweiten Reihe ins Licht der Aufmerksamkeit, bis sie den Zuseher ganz für sich eingenommen hat. Sie ist das Gegenteil der unnahbaren Lisa, was ihr einen Vertrauensbonus verleiht, der ihr bei verschiedenen Personen dienlich ist. Freilich bringt der auch die Pflicht mit sich, gefährliche Situationen zu meistern.

Die Schauplätze formen den Spannungsbogen, der sich anfangs rasch nach oben bewegt. Die unheilvolle Parallelmontage von der dem Tode geweihten Maschine und dem Stelldichein des geheimen Paares kündet von einer Serie verwirrender Ereignisse. Die unvermittelte Gewalt, die über alle Personen im Umkreis des Versicherungsfalles Baumer ausbricht, überschattet die Ferienatmosphäre, die durch exponierte Strände und weite Panoramaschwenks suggeriert wird. Die überraschende Milde durch die Beziehung zwischen Peter und Cléo nimmt der Handlung über Strecken ihren Schrecken. Das Genre wechselt vom Giallo zum Thriller und wendet sich vom Unberechenbaren zum Konventionellen. Dem engagierten Spiel von Hilton und Strindberg ist es zu verdanken, dass diese Änderung der Spannung keinen Abbruch tut. Im Gegenteil: sie intensiviert sich, weil plakative Motive in den Hintergrund treten, um dem psychologischen Grauen Platz zu machen. Einmal mehr dient die Wahl der Drehorte nicht nur dem optischen Aufputz, sondern wird schlüssig in die Handlung integriert, um die Grenzen der Personen auszuloten und ihren Mut unter Beweis zu stellen. Die Lösung wird mehrmals gegen Ende angedeutet, lässt aber bis zum Schluss genügend Spielraum für Feinheiten, welche die Kombinationen reizvoll machen. Die angenehme Musikuntermalung ergänzt die visuellen Eindrücke, die sich experimentell zurückhalten und sehr klassisch inszeniert wurden. Selbst die Morde benötigen Zeit, um sich zu entfalten. Bestes Beispiel dafür ist der Überfall auf Lara, der eindringlich vor Augen führt, welchen Anteil der Faktor Angst in einer Gefahrensituation hat und wie sich Nervenkitzel am effektivsten inszenieren lässt.

Der Schatten, den der Tod von Kurt Baumer wirft, führt zu vielen Fragen und einer spannenden Jagd nach dem maskierten Killer. Ida Galli besticht durch ihre unterkühlte Präsenz, während Anita Strindberg die Kartoffeln aus dem Feuer holen darf. George Hilton und Alberto de Mendoza zeigen vielschichtige Porträts scheinbar astreiner Ermittlerfiguren. 4 von 5 Punkten

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