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Dieses Thema hat 25 Antworten
und wurde 1.742 mal aufgerufen
 Giallo Forum
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kaeuflin Offline




Beiträge: 1.252

24.01.2008 12:55
Rosso – Die Farbe des Todes / Deep Red (1975) Zitat · antworten

Profondo Rosso

Inhalt:
Eine telepathisch begabte Frau spürt bei einem Kongress die Anwesenheit eines Mörders. Sie verkündet dies laut und wird anschließend zu Hause ermordet. Marcus Daly ist Zeuge des Mordes, kann den Mörder aber nicht identifizieren. Er weiß nur, dass er etwas gesehen hat. Zusammen mit der Journalistin Gianna und Professor Giordani versucht er, den Mord aufzukären. Immer, wenn er denkt, er hätte eine Spur entdeckt, findet er ein neues Opfer.

Als Marcus in seiner eigenen Wohnung bedroht wird, hört er die seltsame Melodie eines Kinderlieds. Ein Kollege des Professors erzählt von einer Geschichte über ein verlassenes Haus, in welchem man ein Kinderlied hörte. Die Autorin des Artikels ist das nächste Opfer, trotzdem kann Marcus das Haus zu finden. Hier kommt er scheinbar der Lösung auf die Spur, doch so einfach liegt der Fall nicht ...

Fazit:
Für viele ist dies Argentos bester Film. Darüber kann man geteilter Meinung sein - ich mag "Phenomena" und "Suspiria" lieber. Aber es ist wohl einer der besten Gialli, die jemals gedreht wurden! Starke Schauspieler, tolle Kammerafahrten, sehr bedrohliche Stimmung, gute Musik (Goblin) und ein für einen Giallo sehr gutes Drehbuch.

Einzig die etwas übertriebene Parapsychologie-Szene am Anfang stört den Geamteindruck, wobei hier auch die Synchro das Hauptproblem ist!

Inzwischen ist die DVD auch zu einem vernünftigen Preis erhältlich (Beyond Media) und sollte in keiner Sammlung fehlen!

Peter

Happiness IS the road! (Marillion)

Fabrizio Maurizio Offline



Beiträge: 53

24.02.2008 21:50
#2 RE: Rosso – Die Farbe des Todes / Deep Red (1975) Zitat · antworten

Hallo,

nach langer Zeit, habe ich mich mal wieder neu registriert, da ich länger nicht mehr hier war, und hoffe, jetzt mehr Zeit fürs Forum zu haben.

Habe mir den Film heute angesehen und mein erster Eindruck war, dass die "Handschuhe" für diesen Streifen Pate gestanden haben. Leider habe ich die unterirdische Fassung (qualitätsmäßig) von Laser Paradise - Red Edition. Wenn ich nach "Deep Red" suche, kriege ich als Label Dragon angezeigt, von Beyond Media keine Spur. Auf welche Scheibe findet sich denn qualitativ die beste Fassung?

Gruß
Dirk

StefanK Offline



Beiträge: 896

24.02.2008 22:22
#3 RE: Rosso – Die Farbe des Todes / Deep Red (1975) Zitat · antworten

Die LP-DVD ist wirklich ein Fall für die Tonne. Ich gehe mal davon aus, dass @kaeuflin die DVD von Dragon meint, die u.a. auch bei Beyond Media (österreichischer Mailorder) erhältlich ist. Dort kostet die DVD momentan nur 9,99 EUR plus Porto.

Fabrizio Maurizio Offline



Beiträge: 53

24.02.2008 23:13
#4 RE: Rosso – Die Farbe des Todes / Deep Red (1975) Zitat · antworten

Hi Stefan,

danke für den Tipp, schon geordert. Bei der LP-DVD dachte ich erst, ich hätte was an den Augen und den Ohren: Der Ton wurde lauter und leiser und manchmal wurde er ganz "verschluckt".

Gruß
Dirk

Mike Pierce ( gelöscht )
Beiträge:

27.02.2008 11:46
#5 RE: Rosso – Die Farbe des Todes / Deep Red (1975) Zitat · antworten

Meine Lieblinge bei Argento sind "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe", "Vier Fliegen auf grauem Samt", "Die neunschwänzige Katze" und "Rosso - Die Farbe des Todes". Letzterer ist spannend und ähnlich aufgebaut wie "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe". Die Musik von Goblin ist hier besser. Es gibt eine schöne Kameraführung von Luigi Kuveiller. Im Gegensatz zu vielen Kritikern finde ich auch David Hemmings ("Blow Up") in der Hauptrolle ganz okay.

Die Morde sind sehr brutal. Dies auch, als der Mörder am Ende das Zeitliche segnet. Bestimmt nicht jedermanns Geschmack.

Was bleibt, ist schon ein guter Giallo.

MfG
Mike

argento92 Offline



Beiträge: 80

11.06.2009 16:07
#6 RE: Rosso – Die Farbe des Todes / Deep Red (1975) Zitat · antworten

Deep Red

"Deep Red" hat an sich eine gute Story und natürlich eine traumhafte Umsetzung. Musik ist nicht mehr so wie bei Morricone, welche ich persönlich spannender und nervenzerrender empfinde als die von Goblin. Das soll nicht bedeuten, dass Sie schlecht ist. Ich ziehe nur Morricone vor.

Der Film selbst lebt von seiner Spannung und typischen Giallo-Elementen, auch wenn nur wenige Morde geschehen. Manche empfinden den Film auch als etwas zu lang. Ich finde das auch. Man hätte einige Szenen, in denen Daria Nicolodi und der Hauptdarsteller (Name weiß ich gerade nicht) herumalbern, einfach weglassen können.

Bewertung: 9/10

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

11.06.2009 16:23
#7 RE: Rosso – Die Farbe des Todes / Deep Red (1975) Zitat · antworten

Der Hauptdarsteller ist David Hemmings, der durch Antonionis BLOW UP berühmt wurde! Ansonsten stimme ich Dir vor allem bei der Musik zu.

Joachim.

argento92 Offline



Beiträge: 80

11.06.2009 16:28
#8 RE: Rosso – Die Farbe des Todes / Deep Red (1975) Zitat · antworten

Okay, danke, es fiel mir auf Anhieb nicht ein.

Gruß
argento92

Janek Offline




Beiträge: 1.852

22.01.2011 21:42
#9 RE: Rosso – Die Farbe des Todes / Deep Red (1975) Zitat · antworten

Spoiler!

Habt ihr die Mörderin am Anfang in der Galerie entdeckt? Ich schon. Wenn man auf Zeitlupe bei YouTube "Deep Red Death Scenes" ansieht, kann man sie erkennen! Ich meinte, einer hätte hier im Forum mal gesagt, dass bei Argentos Streifen die Lösung zu finden unmöglich sei, weil am Anfang keine Hinweise gegeben würden, egal wie oft man den Streifen ansieht. Ich habe sie gefunden, ihr auch?

MfG
Janek

Sir Oliver Offline




Beiträge: 2.007

24.01.2011 08:15
#10 RE: Rosso – Die Farbe des Todes / Deep Red (1975) Zitat · antworten

Spoiler!

Ich habe es mir im Nachgang nochmal angeschaut und es auch gesehen. Allerdings hat man in der normalen Geschwindigkeit des Film wohl kaum eine Chance dazu ...

Janek Offline




Beiträge: 1.852

24.01.2011 15:05
#11 RE: Rosso – Die Farbe des Todes / Deep Red (1975) Zitat · antworten

Spoiler!

Das stimmt, es wirkt dann eher wie ein Gemälde!

MfG
Janek

Janek Offline




Beiträge: 1.852

24.02.2012 21:38
#12 RE: Rosso – Die Farbe des Todes / Deep Red (1975) Zitat · antworten

Deep Red a.k.a. Profondo Rosso (1975)

Der Film gehört zwar zur Giallo-Oberliga und ich finde, er macht wirklich Spaß, trotzdessen halte ich "Deep Red" für überbewertet.

Im Gegensatz zu dem "Geheimnis der schwarzen Handschuhe" hat der Film wesentlich mehr optische Schmankerl zu bieten. Auch wenn ein Gebäude mehrmals im Film vorkommt, schafft es Argento immer wieder, neue Perpektiven und Winkel zu wählen um das Ganze optisch ansprechend darzustellen.

Auch schafft es Argento, die Mordszenen gezielt einzubauen und somit zwischen den Ermittlungen den Film "aufzulockern". Vor allem der Mord an dem Professor ist Argento, wie ich finde, meisterlich gelungen: erst diese fiese Puppe, die wie von Geisterhand durch den Raum läuft, und danach der Mörder, der durch den Vorhang hervorschießt. Argento schafft in diesen Szenen eine perfekte Symbiose mit der Musik von Goblin, die die Morde noch temporeicher macht.

Auch die Komikeinlagen zwischen Hemmings und Nicolodi entfand ich keinesfalls als unpassend. Ich konnte wirklich an vielen stellen herzhaft lachen, vor allem die Szenen mit dem kleinen schrottigen Fiat machen wirklich Spaß.

Das wären die positiven Aspekte - jetzt zu den teilweise negativen Punkten. Was mich ein bisschen an dem Film stört, ist, dass es Argento nicht mehr schafft, wie im "Geheimnis der schwarzen Handschuhe" ein wirklich bedrohliches Mordmysterium aufzubauen. Natürlich: Die Morde sind garstiger als im "Geheimnis der schwarzen Handschuhe". Jedoch macht der Killer in "Deep Red" auf mich weitaus weniger Eindruck als in den "Handschuhen" - vermutlich auch, weil Hemmings und Nicolodi in dem Film gar nicht so persönlich von dem Mörder bedroht werden wie in Handschuhe. Somit zittert man nicht mit den Akteuren. Was mir ein bisschen fehlt, sind so intensive Szenen wie der Einbruch im Haus, als der Mörder die liebe Suzy bedroht, oder allein die Eröffnungssequenz in der Kunstgalerie. An solchen stellen hinkt "Deep Red" vom Tempo her deutlich im Gegensatz zu den "Handschuhen".

Ein weiteres Problem ist, dass fast alle Morde in hellen Räumen stattfinden. Man könnte natürlich sagen "Aber 'Tenebre' ist doch noch viel steriler und heller als 'Deep Red'!". Ich würde das verneinen: Auch "Tenebre" finde ich bedrohlicher als "Deep Red".

Was mich vermutlich bei "Deep Red" am meisten stört, ist dieses Vorbereitete und Kalte, was "Handschuhe" sowie "Tenebre" haben (dass die Mörder ihre Opfer fotografieren, bei den "Handschuhen" der Mörder seine Waffen bereit legt und diese schönen flüsternden fiesen Stimmen). Viele werden sagen, ich vergleiche den Film zu oft mit den "Handschuhen", aber da "Handschuhe" eine so perfekte Vorlage für Argentos Gialli und damit auch für "Deep Red" ist, tue ich das und halte "Handschuhe" einfach für den besseren Film.

Insgesamt finde ich "Deep Red" nach mehrmaligem Sehen immer noch schwer zu bewerten. Einerseits ist der Film bei den Gialli (über 100, die ich bis jetzt sah) in der Oberliga. Andererseits habe ich trotz dessen den oben beschriebenen Zwiespalt. Vieleicht war ich auch ein bisschen enttäuscht, da "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" eine wärmere und wohligere Atmosphäre hat. Das ist sowieso bei der Tier-Trilogie so, optisch sind die Filme wärmer als Argentos spätere Werke.

Fazit:

Der Film hat Spannung bis zum Schluss, auf den Mörder kommt man nur schwer, die Kameraarbeit ist allererste Sahne, der Humor ist gut eingebaut worden, die Morde sind Filme-im-Film und somit kleine Kabinettstückchen. Allerdings ist die Täterfigur mir zu schwach gezeichnet und zu wenig präsent. Der Film hat zudem kein solches Wohlfühlfeeling wie jeder Film der Tier-Trilogie. Meine Punktwertung: 8 von 10.

Gruß,
Janek

Gubanov Online




Beiträge: 14.498

15.09.2013 12:53
#13 RE: Rosso – Die Farbe des Todes / Deep Red (1975) Zitat · antworten

„Rosso – Die Farbe des Todes“ / „Deep Red“ belegt mit 64,86 von 70 Punkten Platz 02 von 35 im Giallo-Grandprix 2013. Der Film wurde also mit durchschnittlich 4,63 Punkten pro Person bewertet. Unter zwölf Teilnehmern erhielt er fünf Top-Ten-Nominierungen.

Anzahl der abgegebenen Bewertungen: 7
mit 70,00 Punkten auf Platz 01 in der Kategorie Stil (Inszenierung und Bild)
mit 65,00 Punkten auf Platz 02 in der Kategorie Schock und Provokation
mit 64,00 Punkten auf Platz 03 in der Kategorie Plot und Spannung
mit 57,00 Punkten auf Platz 17 in der Kategorie Darsteller
mit 66,00 Punkten auf Platz 04 in der Kategorie Musik
mit 69,00 Punkten auf Platz 02 in der Kategorie Giallo-Faktor
mit 63,00 Punkten auf Platz 03 in der Kategorie Freie Wertung
Gehe zum IMDb-Eintrag / OFDb-Eintrag

Georg Offline




Beiträge: 2.751

10.07.2014 12:24
#14 RE: Rosso – Die Farbe des Todes / Deep Red (1975) Zitat · antworten

Nachdem ich diesen Film nun erstmals gesehen habe, muss ich sagen: Ich bin enttäuscht. Für mich eine der überbewertetsten Giallo-Produktionen. Abgesehen von der (in meinen Augen völlig unnötigen) Gewaltorgie gibt es viele in die Länge gezogene Dialoge und Szenen, in denen einfach nur "gegangen" wird. Weniger ist oft mehr. Der Humor, mit dem Argento wohl an den Erfolg der damals populären "commedie all'italiana" anknüpfen will, passt überhaupt nicht zur Stimmung des Films. Dafür sind einige Szenen leicht komisch anmutend, die wohl nicht so beabsichtigt waren.

Etwas entschädigt wurde ich von der Auflösung und dem Detail, das den Protagonisten an den Killer erinnert (Stichwort: Spiegel). Unter dem künstlerischem Aspekt sind Kamera und Musik außerdem sicherlich positiv hervorzuhoben. Ansonsten ziehe ich L'uccello dalle piume di cristallo / Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (und zahllose andere Gialli) dieser Produktion eindeutig vor. Von einem "Meilenstein" kann in meinen Augen hier wahrlich nicht gesprochen werden.

Für mich sind außerdem einige Dinge unklar: Die Frau, die in ihrem Badezimmer ermordet wird, schreibt etwas an die Wand. Später ist das Wort ESTAT... zu lesen. Was soll das? Darauf wird überhaupt nicht eingegangen. Wollte sie möglicherweise estate schreiben, auf Deutsch also Sommer? Wenn ja, warum? Oder - was mir gerade einfällt, è stato ("es war"?). Wenn ja, dann würde eine im Todeskampf befindliche Person ihre letzten Kräfte wohl kaum dazu verwenden, einen grammatikalisch vollständigen Satz zu verfassen und doch wohl einfach nur den Namen des Täters schreiben, oder? Dabei fällt mir erneut ein: Es ist nur è stat zu lesen: Hätte sie weitergeschrieben, würde sie durch die nächste Endung einen Hinweis darauf geben, ob es sich um einen männlichen oder weiblichen Täter handelt (è stato = ein Mann, è stata = eine Frau).

Bei Wikipedia ist außerdem zu lesen, dass es in der deutschen Fassung offensichtlich widersprüchliche Angaben zur Nationalität der Seherin am Beginn gibt. Ich habe die italienische Originalfassung gesehen und hier ist immer nur die Rede davon, dass sie Deutsche ist (sie spricht auch Deutsch, allerdings hat die Darstellerin einen Akzent).

Die Täterin, die Mutter Carlos, scheint wohl kaum stark genug zu sein, um all die brutalen Taten ausgeführt zu haben. Das ist in meinen Augen ziemlich unglaubwürdig.

Ray Offline



Beiträge: 595

19.03.2016 17:17
#15 RE: Rosso – Die Farbe des Todes / Deep Red (1975) Zitat · antworten

Rosso - Farbe des Todes (Deep Red / Profondo Rosso) (I 1975)

Regie: Dario Argento
Darsteller: David Hemmings, Daria Nicolodi, Gabriele Lavia u.a.


Ein Medium wird von einem behandschuhten Killer getöter. Augenzeuge Marcus stellt mit Unterstützung von Journalistin Gianna eigene Ermittlungen an ...

Zunächst möchte ich den Anmerkungen von @Georg voll und ganz zustimmen. Auch wenn ich den Film in der um einige Sekunden gekürzten Fassung sah, empfand ich den Film an einigen Stellen als unnötig brutal. Überhaupt mangelt es dem Film an Balance. Die überharten Mordszenen auf der einen und die zahlreichen Längen in der Zwischenzeit ergeben kein stimmiges Ganzes. Überdies bemüht Argento oft arg plakative Effekte (Puppe, Spukhaus) und zeigt sich psychologisch spekulativ. Untermalt wird das Ganze von der zwar prägnanten, aber auch recht billigen Musik von Goblin. Bei "Opera" wurde auf dem Gebiet wesentlich besser gearbeitet. Die Szene mit dem Medium zu Anfang sowie die Auflösung geraten unfreiwillig komisch, weil völlig unglaubwürdig. Dass dem Zuschauer so viele Unstimmigkeiten auffallen, liegt aber nur daran, dass ihm zu viel Zeit dazu gegeben wird. Eine reflektierte Postproduktion hätte das Werk gut und gerne 30 Minuten straffer werden lassen. Die Humor-Einlagen regen bestenfalls zum Schmunzeln an. Hemmings ist sicher keine Idealbesetzung, Nicolodi spielt mitunter überkandidelt. Die Figur des mampfenden Polizisten wirkt aufgesetzt. Überhaupt mangelt es dem Werk an einem Sympathieträger, dessen Schicksal den Zuschauer wirklich berührt, wie das bei Tony Musante in Argentos Erstling oder eben Cristina Marsillach in "Opera" der Fall war.

Die Art und Weise, wie die Hauptfigur den Täter entlarvt und der Zuschauer ihn gar theoretisch zu Anfang identifizieren kann (netter Aha-Effekt, schreit nach nochmaligem, genauerem Hinsehen), ist einmal mehr verblüffend. Außerdem ist der leitmotivische Einsatz der roten Farbe interessant zu beobachten und die Kameraarbeit gewohnt auf hohem Niveau, wenngleich auch da schon Besseres abgeliefert wurde.

Insgesamt aber in Relation zum Stellenwert, den der Film genießt, in der Tat viel zu wenig, so dass man mit guten Gründen "enttäuscht" sein darf. Alles Gute war vor- oder nachher mehrfach einfach wesentlich besser.

Plakativ, spekulativ, überlang: Argento hat vor und nach "Profondo Rosso" wesentlich stimmigere Werke präsentieren können. Gute Kameraarbeit und eine zumindest optisch verblüffende Auflösung können die vielen Schwächen nur ansatzweise ausgleichen. Ob der Beachtung, die dem Werk verbreitet zukommt, ist mit diesem umso strenger ins Gericht zu gehen. 2,5/5 Punkten.

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