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Dieses Thema hat 38 Antworten
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 Filmbewertungen
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Gubanov Offline




Beiträge: 14.943

30.12.2016 19:35
#31 RE: Bewertet: Mabuse - "Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse" (6) Zitat · antworten

Zitat von Ray im Beitrag #30
So muss man insgesamt konstatieren, dass die Dr. Mabuse-Reihe der CCC zwar mit "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse" stark anfing, im Übrigen aber nur durchschnittliche Genre-Kost ablieferte. Selbst den Vergleich zur hauseigenen Bryan Edgar Wallace-Konkurrenz verliert man.

Hui, starker Tobak. Dieser Behauptung würde ich glatt die gegenteilige These entgegenstellen. Jedenfalls im Zeitraum, in dem die beiden Serien parallel liefen, finde ich bei Mabuse drei sehr gute Filme, bei BEW nur einen.

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.279

30.12.2016 19:42
#32 RE: Bewertet: Mabuse - "Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse" (6) Zitat · antworten

Die Story ist sicher etwas zerfahren, aber die Musik ist wahrscheindlich die beste der Serie.

DanielL Offline




Beiträge: 3.700

30.12.2016 22:52
#33 RE: Bewertet: Mabuse - "Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse" (6) Zitat · antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #31
Zitat von Ray im Beitrag #30
So muss man insgesamt konstatieren, dass die Dr. Mabuse-Reihe der CCC zwar mit "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse" stark anfing, im Übrigen aber nur durchschnittliche Genre-Kost ablieferte. Selbst den Vergleich zur hauseigenen Bryan Edgar Wallace-Konkurrenz verliert man.

Hui, starker Tobak. Dieser Behauptung würde ich glatt die gegenteilige These entgegenstellen. Jedenfalls im Zeitraum, in dem die beiden Serien parallel liefen, finde ich bei Mabuse drei sehr gute Filme, bei BEW nur einen.


Obwohl ich auf das fast gleiche Mabuse-Ranking gekommen bin, war mein erster Gedanke auch: Das kann doch nicht stimmen. Da Mabuse aufgefrischt ist, die letzte BEW-Komplettsichtung aber auch schon wieder Jahre zurückliegt hilft aber nur eine baldige Anschlusssichtung für die absolute Gewissheit. Die ersten Programmwochen für 2017 scheinen sich zu füllen. Oder doch noch etwas warten und dann mal eine chronologische EW-BEW-Gesamtsichtung???

Gruß,
Daniel

Ray Offline



Beiträge: 829

30.12.2016 23:49
#34 RE: Bewertet: Mabuse - "Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse" (6) Zitat · antworten

Zitat von DanielL im Beitrag #33
Zitat von Gubanov im Beitrag #31
Zitat von Ray im Beitrag #30
So muss man insgesamt konstatieren, dass die Dr. Mabuse-Reihe der CCC zwar mit "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse" stark anfing, im Übrigen aber nur durchschnittliche Genre-Kost ablieferte. Selbst den Vergleich zur hauseigenen Bryan Edgar Wallace-Konkurrenz verliert man.

Hui, starker Tobak. Dieser Behauptung würde ich glatt die gegenteilige These entgegenstellen. Jedenfalls im Zeitraum, in dem die beiden Serien parallel liefen, finde ich bei Mabuse drei sehr gute Filme, bei BEW nur einen.


Obwohl ich auf das fast gleiche Mabuse-Ranking gekommen bin, war mein erster Gedanke auch: Das kann doch nicht stimmen. Da Mabuse aufgefrischt ist, die letzte BEW-Komplettsichtung aber auch schon wieder Jahre zurückliegt hilft aber nur eine baldige Anschlusssichtung für die absolute Gewissheit. Die ersten Programmwochen für 2017 scheinen sich zu füllen. Oder doch noch etwas warten und dann mal eine chronologische EW-BEW-Gesamtsichtung???



Am besten Letzteres, quasi als guter Vorsatz fürs neue Jahr.

@Gubanov: Bei mir ist es genau umgekehrt: drei sehr gute BEW, nur ein sehr guter Mabuse.

Wie denken denn andere darüber? Einen Quervergleich Mabuse/BEW habe ich hier noch nicht gefunden.

Count Villain Offline



Beiträge: 3.865

31.12.2016 10:12
#35 RE: Bewertet: Mabuse - "Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse" (6) Zitat · antworten

Zitat von Ray im Beitrag #34
Wie denken denn andere darüber? Einen Quervergleich Mabuse/BEW habe ich hier noch nicht gefunden.


Welche Produktionen stehen sich denn da genau gegenüber? Oder meinst du jetzt de Gesamtvergleich der Reihen an sich?

Ray Offline



Beiträge: 829

02.01.2017 18:31
#36 RE: Bewertet: Mabuse - "Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse" (6) Zitat · antworten

Zitat von Count Villain im Beitrag #35
Zitat von Ray im Beitrag #34
Wie denken denn andere darüber? Einen Quervergleich Mabuse/BEW habe ich hier noch nicht gefunden.


Welche Produktionen stehen sich denn da genau gegenüber? Oder meinst du jetzt de Gesamtvergleich der Reihen an sich?



BEW vs. Mabuse, wobei ich vor allem jeweils die 6 Filme aus der ersten Hälfte der 1960er-Jahre im Auge hatte, weil die sich am besten vergleichen lassen.

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.412

17.04.2017 13:38
#37 RE: Bewertet: Mabuse - "Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse" (6) Zitat · antworten

BEWERTET: "Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse" (I raggi mortali del dottor Mabuse) (Deutschland/ Frankreich/ Italien 1964)
mit: Peter van Eyck, O.E. Hasse, Yvonne Furneaux, Rika Dialina, Valéry Inkijinoff, Dieter Eppler, Claudio Gora, Gustavo Rojo, Massimo Pietrobon, Walter Rilla, Yoko Tani, Charles Fawcett, Leo Genn, Ernst Schröder u.a. | Drehbuch: Ladislas Fodor, Alexander Welbat nach Motiven der Figur von Norbert Jacques | Regie: Hugo Fregonese

Major Bob Anders vom britischen Geheimdienst besucht Professor Pohland in der Klinik, in der er seit seiner Verhaftung in der Causa Dr. Mabuse untergebracht ist. Mithilfe eines Elektroschocks soll er Informationen über die Pläne des toten Verbrechers bekannt geben. Während eines Stromausfalls wird Pohland entführt. Major Anders erhält den Auftrag, sich auf Malta im Labor von Professor Larsen umzusehen, der an einer lebensbedrohlichen Erfindung, den sogenannten Todesstrahlen arbeitet. Diese sind in der Lage, binnen Sekunden jeden gewünschten Ort auf der Erde völlig auszulöschen. In den Händen eines Machtbesessenen wie Mabuse hätte die Erfindung fatale Folgen für die Menschheit....



Nach altem Strickmuster, jedoch an die Voraussetzungen einer Dreiländer-Zusammenarbeit angepasst, präsentiert sich der sechste und letzte Film der klassischen CCC-Reihe als actiongeladenes Abenteuer eines Einzelkämpfers im Stil eines Helden wie des legendären 007. Wie sein berühmter Kollege umgibt sich auch Major Anders mit schönen Frauen und gebrandmarkten Schurken, ständig im Zweifel, wem er trauen kann. Mabuse ist tot und sein legitimer Nachfolger nicht mehr als eine stammelnde Marionette. Die Filmschaffenden waren sich bewusst, dass dieses Phantom nicht mehr länger künstlich beatmet werden konnten, sahen jedoch gleichzeitig das finanzielle Potenzial, das die Figur Mabuse immer noch in sich barg. Die wohligen Schauer, die dem Publikum bei der Nennung seines Namens über den Rücken liefen, waren schließlich bare Münze wert. So versuchte man, beide Seiten - das internationale Publikum, das einen Action-Reißer erwartete, sowie den heimischen Zuschauer, der auf den unheimlichen Schatten spekulierte - zufriedenzustellen. Solche Gratwanderungen gelingen selten, ermöglichen aber oft ganz spezielle Produktionen, die ein aufgeschlossenes und vorurteilsfreies Publikum ansprechen und ihren eigenen Reiz entfalten. Das Grundthema der tödlichen Gefahr für den Erdball, die Vernichtung ganzer Städte und die Jagd nach der Herrschaft über diese fatale Errungenschaft der Technik bilden den selben Nervenkitzel wie ähnlich geartete Bedrohungen aus dem Kosmos eines James Bond. Die Insignien der Macht sind zu allen Zeiten die gleichen: abschreckende Waffen und attraktive Damen; beides Symbole, welche die Virilität der selbst meist wenig anziehenden Männer betonen sollen. So erweisen sich fast alle Beteiligten im Spiel um den Zugang zum roten Knopf als körperlich beeinträchtigt oder intellektuell fragwürdig.

Peter van Eyck absolviert seinen dritten Auftritt innerhalb der Serie, wobei er in der Rolle des Bob Anders teilweise ein wenig hölzern wirkt. So liegen ihm die Liebesszenen nicht besonders und es ist gut, dass diese nicht zu ausführlich inszeniert wurden. Besser zu Gesicht stehen ihm seine Szenen, in denen er sich in tödlicher Gefahr befindet und er die eine oder andere Prügelei absolvieren muss. Sein nüchterner Charakter eignet sich vor allem für Sequenzen, in denen er die finsteren Pläne seiner Gegner zu analysieren versucht. Von den Damen gefällt vor allem Yvonne Fourneaux, deren Direktheit sie zur interessanten Geheimnisträgerin macht und weitaus mehr Stil besitzt als Rika Dialina, die sich mangels Aufgabe vor allem gepflegt langweilen darf. Das Klischee der willigen Blondine wurde parallel auch in den Verfilmungen von Ian Flemings Romanen ausgiebig bedient; anscheinend braucht es solche Rollen für die humoreske Auflockerung der Handlung. Spannende Abwechslung bieten die verschiedenen Schauplätze, die sich angenehm ins Ganze fügen, so der alte Friedhof, die aufgelassene Kapelle, der Glockenturm oder das sterile unterirdische Labor mit seiner schweren Panzertür und den unheimlichen akustischen Signalen der Apparaturen. Nach einem Durchhänger im ersten Drittel des Films nimmt das Geschehen zunehmend an Fahrt auf, wobei der Showdown mangels eines charismatischen Schurken erwartungsgemäß ins Leere läuft und so Platz für Spekulationen lässt. Schade, dass nicht geklärt wurde, was mit dem entführten Professor Pohland geschah und welche Schritte Professor Larsen nun unternehmen wird. Im Vergleich mit der italienischen Langfassung schneidet das Schlussbild mit dem enttäuschten Schäferhund jedoch besser ab als ein Aufflammen des Techtelmechtels von Bob und Judy im Flugzeug.

Wer sich einen traditionellen Mabuse erwartet, wird enttäuscht, tritt der gute Doktor dem Zuschauer doch nur als Alibi für gierige Froschmänner und ihre Auftraggeber gegenüber. Wer jedoch Gefallen an einem temporeichen Krimi unter südlicher Sonne findet und sich unbefangen gut unterhalten will, erhält mit den "Todesstrahlen" einen exotischen Blick auf das treudeutsche Thema, das wie die Phantasien eines Wahnsinnigen aus dem Ruder läuft. 3,5 von 5 Punkten

Count Villain Offline



Beiträge: 3.865

01.09.2017 22:29
#38 RE: Bewertet: Mabuse - "Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse" (6) Zitat · antworten

So, am Ende angelangt.

Ich würde ja jetzt zu gerne sagen: Was für ein Schund! Aber dafür sind die Todesstrahlen handwerklich zu gut gemacht. In sehr guten Momenten zeigt sich der Film visionär (Unterwasserkampf), in guten Momenten herrlich selbstironisch bzw. parodistisch (Judy! Solche Frauentypen gab es bei James Bond mit Tiffany Case und Mary Goodnight erst in den 70ern; auch Leo Genn zeigt eher Spielfreude denn eine ernsthafte Rollenauslegung) und in schlechten wie dreiste Kopisten (Mercedes ist 1 zu 1 Miss Taro aus Dr. No, der Protagonist hätte auch James Bond heißen können, etc.). Fast schon Fremdschämen muss man sich allerdings für das zu durchsichtige Bemühen, falsche Fährten zu legen, sowie für den hanebüchenen, sinnentleerten Plot. Wir haben da einen intelligenten Wissenschaftler, dem die Gefährlichkeit seiner Erfindung so bewusst ist, dass er sie sogar vor sich selber schützt (und allein das steht auf sehr wackligen Beinen). Warum vernichtet er sie nicht direkt? Ihm muss doch klar sein, dass die Todesstrahlen immer böse Menschen anlocken werden, selbst wenn er die Erfindung in gute Hände verkauft hätte. O. E. Hasse spielt fast schon brillant dagegen an, aber das ist noch naiver als es eine Vorzeige-Blondine je sein könnte (einen ähnlich naiven Wissenschaftler gibt es bei James Bond auch erst in einem 70er-Film und dort - zum Glück - nur als kleine Nebenrolle und nicht als Dreh- und Angelpunkt des Geschehens). Da ist mir der charmant verkaufte Unfug in "Scotland Yard jagt Dr. Mabuse" tausendmal lieber. Die "Todesstrahlen" nehmen sich dafür einfach selbst noch viel zu ernst.

Und ein Mabuse-Film sind die Todesstrahlen auch nicht. Was bei "Scotland Yard" durch die Präsenz von Walter Rillas im "Testament" eingeführten Prof. Pohland noch funktioniert hat (das Aufstülpen des "Mabuse-Siegels" auf fremde Stoffe), entfaltet hier nicht wirklich Wirkung. Man entferne den Anfang und den Schluss und man hat einfach einen x-beliebigen Agentenfilm. Was der Schluss mit Botani, Pohland und dem Hund überhaupt ausdrücken soll, ist mir nach wie vor ein Rätsel. Oder nein ... ich hab 's! Das schlägt die Brücke zu den "Tausend Augen"! Das ist natürlich der (Blinden-)Hund von Professor Jordan/Cornelius! So lange Dr. Mabuse von Botani Besitz ergriffen hatte, waren die beiden unzertrennlich, aber als der Geist am Ende hinausgefahren ist, wird der "Wirtskörper" für den Hund wieder uninteressant! Das gibt dem Ganzen ja fast schon Tiefe!

Trotzdem, irgendwie bezweifle ich, dass das die tatsächliche Intention hinter der Szene war. Deshalb bleibt eigentlich nur ein B-Movie-Agentenfilm mit D-Movie-Plot und einer gewissen Unentschlossenheit zwischen Ernsthaftigkeit und Überzeichnung übrig.

Dass man sich im Finale etwas mehr Zeit hätte nehmen und Mario Monta On-Screen in einer spannenden Sequenz töten können, ist dann letztendlich auch nur noch eine Randnotiz.

Auf jeden Fall zeigt sich die gesamte Mabuse-Serie als qualitativ ordentlich bis hochwertig und stilistisch facettenreich. Ich möchte sie nicht missen.

Gubanov Offline




Beiträge: 14.943

12.09.2017 06:04
#39 RE: Bewertet: "Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse" (1964, Mabuse 6) Zitat · antworten

„Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse“ belegt im Edgar-Wallace-Epigonen-Grandprix 2017 Platz 35 von 48. Der Film erhielt von den Teilnehmern im Durchschnitt eine Bewertung von 3,34 von 5 Punkten.

zugrundeliegende Wertungen: 16 von 17 (13x „gut bekannt“, 3x „länger her“)
Top-10-Tipps: 0 von 8
Auswahlrunde: vorqualifiziert (Dr.-Mabuse-Film)


mit 3,69 Pkt. Platz 33 in der Kategorie Schauspieler (+ 2)
mit 3,14 Pkt. Platz 36 in der Kategorie Inszenierung / Spannung (– 1)
mit 2,36 Pkt. Platz 48 in der Kategorie Drehbuch / Logik (– 13)
mit 3,64 Pkt. Platz 29 in der Kategorie Ausstattung / Wertigkeit (+ 6)
mit 3,91 Pkt. Platz 19 in der Kategorie Musik (+ 16)
mit 3,43 Pkt. Platz 28 in der Kategorie Epigonenfaktor (+ 7)
mit 3,22 Pkt. Platz 32 in der Kategorie freie Wertung (+ 3)

Edgar-Wallace-Epigonen-Grandprix 2017: Ergebnisse (#171) (12)

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