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Dieses Thema hat 35 Antworten
und wurde 3.580 mal aufgerufen
 Francis Durbridge
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Edgar007 Offline




Beiträge: 2.279

29.08.2013 07:28
#31 RE: Bewertet: Stilverwandte - "Piccadilly null Uhr zwölf" (5) Zitat · antworten

Zitat von Clifton Morris im Beitrag #30
Dann könnte man auch sagen, der Käufer eines mittelmäßigen Romans mache sich "schuldig", dass kein besserer geschrieben und veröffentlicht wird.

Sorry, aber diese Behauptung ist völiger Quatsch. Wir diskutieren ja nicht über die Qualität des Films selbst, sondern um die Qualität der Veröffentlichung. Hier geht es im Prinzip um den Vergleich "billige und gekürzte Taschenbuchausgabe" gegen "hochwertige, ungekürzte, gebundenen Ausgabe".

Der Film Picccadilly ist m.E. ein eher schwacher und langweiliger Krimi. Eine gute (ungekürzt, korrektes Bildformat) DVD oder BD würde ich mir, als Liebahber alter, deutscher Krimis, aber denoch kaufen.

Clifton Morris Offline



Beiträge: 104

08.03.2014 10:22
#32 RE: Bewertet: Stilverwandte - "Piccadilly null Uhr zwölf" (5) Zitat · antworten

Den Film würde ich ebenfalls als soliden Durchschnitt bezeichnen. Sehr gut gefallen hat auch mir Ann Smyrner als bezaubender Blickfang. Helmut Wildt macht seine Sache gut, H. Lothar und Pinkas Braun sind gewohnt stark. Aber als "Durbridge"-Film fehlen natürlich die seriellen Cliffhanger, plötzlich auftauchende Gegenstände als verwirrende Hinweise bzw. Warnung. Die Auflösung erahnt man früh an der Stimme des Schauspielers, weniger an der Maske. Ein ungewöhnlicher Ansatz, zwei doch gebeutelte Figuren in den Mittelpunkt zu stellen (entlassener Sträfling bzw. gescheiterter, alkoholkranker Ex-Ermittler). Das kann man, wenn auch nur bedingt, mit G. Stolls Part in Melissa vergleichen.

Marmstorfer Offline




Beiträge: 7.313

08.06.2014 12:08
#33 RE: Bewertet: Stilverwandte - "Piccadilly null Uhr zwölf" (5) Zitat · antworten

Über "Piccadilly Null Uhr Zwölf" muss man gar nicht viele Worte verlieren. Ein Zehetgruber-Film, wie er im Buche steht - verworren, langatmig und ohne Gespür für Timing und Atmosphäre inszeniert. Die Darsteller können einem Leid tun - immerhin sorgen Pinkas Braun und Klaus Kinski mit ihrer dämonischen Ausstrahlung für einige lichte Momente. Ein letztklassiger "Wällis"-Epigone, dem es an so gut wie allem fehlt, was einen gelungenen 60er-Jahre-Krimi ausmacht.

Ray Online



Beiträge: 783

29.06.2017 18:38
#34 RE: Bewertet: Stilverwandte - "Piccadilly null Uhr zwölf" (5) Zitat · antworten

Piccadilly null Uhr zwölf (BRD 1963)

Regie: Rudolf Zehetgruber

Darsteller: Hanns Lothar, Helmut Wildt, Ann Smyrner, Pinkas Braun, Klaus Kinski, Karl Lieffen, Rudolf Fernau, Dieter Eppler, Stanislav Ledinek, Albert Bessler, Ilja Richter u.a.



Knapp vier Jahre nach der Einzel-DVD-Auswertung mal wieder gesehen und kann dem Film diesmal ein wenig mehr abgewinnen, vielleicht, weil meine Erwartungen nicht besonders hoch waren.

Klar, der Name Durbridge und die Liste der Darsteller versprechen viel. Wer aber vor der Sichtung weiß, dass das Ganze mit Durbridge nichts zu tun hat und "nur" einen Zehetgruber erwartet (der in meinen Augen immer zumindest für durchschnittliche Kost gut war, woran freilich in aller Regel die Darsteller den größeren Anteil hatten), wird m.E. akzeptabel unterhalten.

Zugegeben, der Film kommt nicht besonders gut in die Gänge, die Story bleibt ein wenig verworren (aufgrund der Rache-Story wird der verdaddelte Whodunit irgendwie zur Nebensache) und die ganz großen Höhepunkte bleiben Mangelware. Dennoch schaut man dem überwiegend gut besetzten Cast rund 90 Minuten lang gut und gerne zu. Hanns Lothar brilliert einmal mehr in der Rolle des Anti-Helden und Pinkas Braun sowie Klaus Kinski machen mit ihrer dämonischen Aura einfach großen Spaß. Selbst Ann Smyrner fällt - anders als etwa in "Das 7.Opfer" - nicht sonderlich negativ auf. Hauptdarsteller Wildt ist mir weithin unbekannt. Er macht sein Ding ganz ordentlich, nur hätte ich mir bei diesem Cast in der zentralen Rolle einen prominenteren Namen gewünscht, Harald Leipnitz etwa hätte man sich in der Rolle sehr gut vorstellen können. Rudolf Fernau wird in seiner schablonenhaften Polizistenrolle leider völlig verschenkt, auch Dieter Eppler kann kaum Akzente setzen. Karl Lieffen zieht gegenüber Braun und Kinski klar den Kürzeren, aber das würde wohl den allermeisten so gehen.

Hätte man sich für eine stringentere Story entschieden, indem man z.B. den in der Form überflüssigen Whodunit weggelassen hätte, das Ganze prägnanter inszeniert und mit einprägsamerer Musik untermalt, hätte ein wirklich guter Krimi herauskommen können. So bekommt der Zuschauer letztlich Durchschnittsware, die man sich aber wegen der Darsteller alle paar Jahre mal anschauen kann.

Die DVD präsentiert den Film zwar offenbar nicht im richtigen Format, mit Zoom bekommt man aber doch ein ordentliches Seherlebnis, denn das Bild selber ist ohne Makel. Die DVD von ARD-Video scheint aber inzwischen vergriffen zu sein.



Trotz inszenatorischer und inhaltlicher Mängel annehmbarer Kriminalfilm mit sehr guter Besetzung. Mit ein wenig Wohlwollen gerade noch 3,5 von 5 Punkten.

Georg Online




Beiträge: 2.779

01.08.2017 12:24
#35 RE: Bewertet: Stilverwandte - "Piccadilly null Uhr zwölf" (5) Zitat · antworten

Ich erhielt vor kurzem Einsicht in das minutiös geführte Kassenbuch von Francis Durbridge, in dem der Autor detailreich auflistet, wann er welche Summe für welche Produktion erhielt. Dieses Buch brachte einige Überraschungen zu Tage, u.a. Geschichten, von denen niemand wusste oder auch Beteiligung an Filmen, in denen er im Vorspann nicht mehr genannt wurde. Dazu vielleicht ein anderes Mal.
Aus dem Buch geht jedoch auch hervor, dass der Autor weder für PICCADILLY noch für TIM FRAZER JAGT ... MR X eine Geldsumme erhalten hat, was die Vermutung seiner Familie bestätigt, dass es sich letztlich hier um von ihm am Ende nicht lizenzierte Produktionen handelt.

Gubanov Offline




Beiträge: 14.862

11.09.2017 07:39
#36 RE: Bewertet Kino: "Piccadilly null Uhr zwölf" (1963, BRD) Zitat · antworten

„Piccadilly null Uhr zwölf“ belegt im Edgar-Wallace-Epigonen-Grandprix 2017 Platz 39 von 48. Der Film erhielt von den Teilnehmern im Durchschnitt eine Bewertung von 3,23 von 5 Punkten.

zugrundeliegende Wertungen: 12 von 17 (6x „gut bekannt“, 6x „länger her“)
Top-10-Tipps: 0 von 8
Auswahlrunde: Platz 10 von 28 (10,1 Punkte)


mit 3,67 Pkt. Platz 34 in der Kategorie Schauspieler (+ 5)
mit 2,72 Pkt. Platz 45 in der Kategorie Inszenierung / Spannung (– 6)
mit 2,94 Pkt. Platz 39 in der Kategorie Drehbuch / Logik (~ 0)
mit 3,14 Pkt. Platz 39 in der Kategorie Ausstattung / Wertigkeit (~ 0)
mit 3,06 Pkt. Platz 43 in der Kategorie Musik (– 4)
mit 3,89 Pkt. Platz 20 in der Kategorie Epigonenfaktor (+ 19)
mit 3,19 Pkt. Platz 36 in der Kategorie freie Wertung (+ 3)

Edgar-Wallace-Epigonen-Grandprix 2017: Ergebnisse (#157) (11)

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