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Dieses Thema hat 44 Antworten
und wurde 1.410 mal aufgerufen
 Off-Topic
Seiten 1 | 2 | 3
patrick Offline




Beiträge: 3.194

20.08.2020 21:19
#31 RE: Qualität im TV Zitat · Antworten

Zitat von Edgar007 im Beitrag #30
Das Niveau (in der Gesellschaft) ist halt leider dramatisch gesunken. Oder will hier im Forum tatsächlich irgendjemand etwas anderes behaupten?


Von Niveau kann wohl keine Rede mehr sein - auf ziemlich allen Ebenen.

DanielL Offline




Beiträge: 3.895

20.08.2020 21:28
#32 RE: Qualität im TV Zitat · Antworten

Ich vermute mal, es sind sich schon alle einig, das man heute grundsätzlich viel anspruchslosen Schrott im Fernsehen finden kann. Ich finde ein "Früher war alles besser!" - und das suggeriert der Ausgangspost mit seinem Beitrag eindeutig - aber auch viel zu kurz gesprungen. Man kann aktuell bis zu 459 lineare Fernsehsender in Deutschland empfangen, wenn man Teleshoppingsender, regionale Kleinstsender und dergleichen herausrechnet, sind es immer noch 10 Vollprogramme, 86 Spartenkanäle und 97 Pay-TV Sender. Von VOD- und SVOD-Diensten mit eigenem Programm wollen wir erst gar nicht anfangen. Ob man nun lieber arte schaut oder RTL ZWEI. Grundsätzlich gibt es wohl erst mal mehr von Allem. Etwas interessanter wird es vielleicht, wenn man sich anschaut, was heute besonders erfolgreich im Fernsehen ist oder einen prominenten Sendeplatz hat. Daraus könnte man schließen, ob erfolgreiche Massenprogramme an Niveau, Kreativität, Professionalität oder Talent verloren haben. Aber auch das ist längst ein verschobenes Bild. In meiner Peergroup gucken zunehmend Personen überhaupt kein klassisches Fernsehen mehr an. Die Suchen sich ihr Programm über Netflix, Mediatheken, usw. Hier gibt es zahlreiche Beispiele für ambitionierte Sendungen die online gut funktionieren aber im linearen TV floppen. Wodurch natürlich die Marktanteile von vermeintlichem "Unterschichtenfernsehen" oder von Sendungen für ältere Zielgruppen steigen. Richtig ist natürlich, dass ein gewisser Drang zu Boulevardfernsehen schon mit dem werbefinanzierten Privatfernsehen einsetzte und mit den 2000er Jahren eine Welle von Reality-TV kam, das es vorher schlicht nicht als Genre gab. Was allerdings, um mal wieder das Ausgangsbeispiel zu bemühen, an einem Auftritt der Flippers bei Max Schautzer vor 30 Jahren nun viel besser gewesen sein soll, als heute ein Auftritt von Roland Kaiser im Hauptprogramm, erklärt sich mir nicht. Neben den beiden genannten Beispielen DSDS und Supertalent die in der Tat - teilweise ggf. fragwürdig - genüßlich das Nicht-Talent der Bewerber inszenieren existieren Shows wie The Voice of Germany mit ernsthafterem Anspruch oder durchaus kreative Formate wie zuletzt The Masked Singer. Hinzu kommt eine gewisse Verklärung der Vergangenheit, weil man eben in den Highlight-Schleifen stets an die besten Fernsehmomente erinnert wird. Und wohlmöglich an spannende Skandale, wo jemand im Studio nen Tisch zerkloppt. Sicher aber nicht an belanglose Gurken vom Fernsehfriedhof. Und selbst große Klassiker wie AM LAUFENDEN BAND haben ihre Längen und absolute Banalitäten, wenn man sich mal die Mühe macht, eine ganze Folge durchzusehen. 1979 hat Carrell in der Sendung Miss Germany wählen lassen (Horst Wendlandt übrigens als Juror in der Sendung!). Da durften dann 12 Damen jeweils einmal sagen wer sie sind und dann vor den Herren und dem Publikum ein paar mal in Bademode hin und herwatscheln. Das war sicher nicht so frivol wie Tutti Frutti, aber sicher nicht kreativer oder bemerkenswert anspruchsvoller. Wenn man sich mal anschaut, was der große Carrell in den 90ern bei RTL im Programm hatte, zum Beispiel in Rudis Urlaubsshow, dann hat sich das Niveau in gewissen Bereichen sogar bis heute gesteigert. Da bestand eine MAZ daraus, dass ein Reporter einfach nur zu Musik durch die Einkaufsstraße läuft und Passantinnen an die Brust fasst oder ihnen den Rock hochzieht. Die Empörung der überrumpelten Damen war dann der große Gag. Heute zu Recht völlig unvorstellbar.

Um es noch mal ganz klar zu sagen: Das ist kein Plädoyer, dass heute irgendwas anspruchsvoller und besser wäre. Mitnichten! Dafür gibt es am heutigen Programm auch viel zu viel zu bemängeln. Ich selbst schaue eigentlich nur Informationsprogramme und Dokus von TV Sendern über Mediatheken und im Prinzip nichts von all dem oben genannten. Einige aktuelle Serien über Netflix, Amazon, etc. Und für das "Klassiker-Hobby" hat das TV ja auch kaum noch was zu bieten - da muss man ebenfalls auf Netz und Home Entertainment zurückgreifen. Aber ein pauschales "Früher war alles besser!" oder in einem Atemzug eine Verklärung der Vergangenheit finde ich ein bisschen simpel.

Gruß,
Daniel

Havi17 Offline




Beiträge: 3.278

20.08.2020 23:38
#33 RE: Qualität im TV Zitat · Antworten

Klares Nein, da ein Anspruch von heute anders ist als früher, wenn das Wort überhaupt heute noch dessen eigentliche Bedeutung hat.

Gruss
Havi17

Havi17 Offline




Beiträge: 3.278

21.08.2020 07:34
#34 RE: Qualität im TV Zitat · Antworten

Sorry, hatte mich verlesen, natürlich ist das pauschal an allem gemessen nicht richtig.

Gruss
Havi17

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.634

21.08.2020 13:25
#35 RE: Qualität im TV Zitat · Antworten

Zitat von DanielL im Beitrag #32
Ich vermute mal, es sind sich schon alle einig, das man heute grundsätzlich viel anspruchslosen Schrott im Fernsehen finden kann. Ich finde ein "Früher war alles besser!" - und das suggeriert der Ausgangspost mit seinem Beitrag eindeutig - aber auch viel zu kurz gesprungen. Man kann aktuell bis zu 459 lineare Fernsehsender in Deutschland empfangen, wenn man Teleshoppingsender, regionale Kleinstsender und dergleichen herausrechnet, sind es immer noch 10 Vollprogramme, 86 Spartenkanäle und 97 Pay-TV Sender. Von VOD- und SVOD-Diensten mit eigenem Programm wollen wir erst gar nicht anfangen. Ob man nun lieber arte schaut oder RTL ZWEI. Grundsätzlich gibt es wohl erst mal mehr von Allem. Etwas interessanter wird es vielleicht, wenn man sich anschaut, was heute besonders erfolgreich im Fernsehen ist oder einen prominenten Sendeplatz hat. Daraus könnte man schließen, ob erfolgreiche Massenprogramme an Niveau, Kreativität, Professionalität oder Talent verloren haben. Aber auch das ist längst ein verschobenes Bild. In meiner Peergroup gucken zunehmend Personen überhaupt kein klassisches Fernsehen mehr an. Die Suchen sich ihr Programm über Netflix, Mediatheken, usw. Hier gibt es zahlreiche Beispiele für ambitionierte Sendungen die online gut funktionieren aber im linearen TV floppen. Wodurch natürlich die Marktanteile von vermeintlichem "Unterschichtenfernsehen" oder von Sendungen für ältere Zielgruppen steigen. Richtig ist natürlich, dass ein gewisser Drang zu Boulevardfernsehen schon mit dem werbefinanzierten Privatfernsehen einsetzte und mit den 2000er Jahren eine Welle von Reality-TV kam, das es vorher schlicht nicht als Genre gab. Was allerdings, um mal wieder das Ausgangsbeispiel zu bemühen, an einem Auftritt der Flippers bei Max Schautzer vor 30 Jahren nun viel besser gewesen sein soll, als heute ein Auftritt von Roland Kaiser im Hauptprogramm, erklärt sich mir nicht. Neben den beiden genannten Beispielen DSDS und Supertalent die in der Tat - teilweise ggf. fragwürdig - genüßlich das Nicht-Talent der Bewerber inszenieren existieren Shows wie The Voice of Germany mit ernsthafterem Anspruch oder durchaus kreative Formate wie zuletzt The Masked Singer. Hinzu kommt eine gewisse Verklärung der Vergangenheit, weil man eben in den Highlight-Schleifen stets an die besten Fernsehmomente erinnert wird. Und wohlmöglich an spannende Skandale, wo jemand im Studio nen Tisch zerkloppt. Sicher aber nicht an belanglose Gurken vom Fernsehfriedhof. Und selbst große Klassiker wie AM LAUFENDEN BAND haben ihre Längen und absolute Banalitäten, wenn man sich mal die Mühe macht, eine ganze Folge durchzusehen. 1979 hat Carrell in der Sendung Miss Germany wählen lassen (Horst Wendlandt übrigens als Juror in der Sendung!). Da durften dann 12 Damen jeweils einmal sagen wer sie sind und dann vor den Herren und dem Publikum ein paar mal in Bademode hin und herwatscheln. Das war sicher nicht so frivol wie Tutti Frutti, aber sicher nicht kreativer oder bemerkenswert anspruchsvoller. Wenn man sich mal anschaut, was der große Carrell in den 90ern bei RTL im Programm hatte, zum Beispiel in Rudis Urlaubsshow, dann hat sich das Niveau in gewissen Bereichen sogar bis heute gesteigert. Da bestand eine MAZ daraus, dass ein Reporter einfach nur zu Musik durch die Einkaufsstraße läuft und Passantinnen an die Brust fasst oder ihnen den Rock hochzieht. Die Empörung der überrumpelten Damen war dann der große Gag. Heute zu Recht völlig unvorstellbar.

Um es noch mal ganz klar zu sagen: Das ist kein Plädoyer, dass heute irgendwas anspruchsvoller und besser wäre. Mitnichten! Dafür gibt es am heutigen Programm auch viel zu viel zu bemängeln. Ich selbst schaue eigentlich nur Informationsprogramme und Dokus von TV Sendern über Mediatheken und im Prinzip nichts von all dem oben genannten. Einige aktuelle Serien über Netflix, Amazon, etc. Und für das "Klassiker-Hobby" hat das TV ja auch kaum noch was zu bieten - da muss man ebenfalls auf Netz und Home Entertainment zurückgreifen. Aber ein pauschales "Früher war alles besser!" oder in einem Atemzug eine Verklärung der Vergangenheit finde ich ein bisschen simpel.

Danke für diesen differenzierten Beitrag! Schön vor allem, dass du einzelne Beispiele gibst.
Solche Beispiele würde ich mir ja auch von denen wünschen, die nur mit kürzesten Phrasen allgemein gesunkenen Anspruch monieren.
Ja, ich habe nicht überlesen, dass DSDS und Dschungelcamp genannt wurden, aber das sind Sendungen, die von Anfang an keinen Anspruch für sich reklamieren. Dass man auf dieser Basis auch in der Vergangenheit grausame Formate finden kann, hat Daniel ja unter Beweis gestellt.
Havi17 hat zu Beginn noch damalige Schlagerstars mit heutigen wie Helene Fischer verglichen und sich somit auf einer fundierten Basis bewegt.
Dann glitt das Ganze aber leider schnell ab in Vergleiche von Frankenfeld und Co mit Dschungelcamp und Ähnlichem. Eben das ist nicht fair und verzerrt das Bild. Man kann ja auch nicht einfach damit anfangen, Andreas Rebers oder "Die Anstalt" mit Frankenfelds alten Sendungen zu vergleichen - dann wird es nämlich in Punkto Anspruch für letztgenannten auch eng. Frankenfeld hatte aber keinen satirischen Anspruch, sondern wollte die Familien vor dem Fernseher unterhalten - er muss daher also mit heutigen Medienschaffenden verglichen werden, die seinen Anspruch teilen.

Wenn wir uns nur im TV-Bereich bewegen, sprich beim linearen Fernsehen, dann wird mehr Müll gesendet - keine Frage! Es sind aber eben auch wie von Daniel genannt zig Sender dazugekommen.
Mann kann nun natürlich "komplette Vergleichbarkeit" schaffen, indem man nur Sender in den Vergleich inkludiert, die es bereits früher gab - dann sprechen wir nur über das ÖR, wo aus meiner Sicht dann Serien wie "Cliff Dexter" gegen aktuelle Serien wie "Die Rentnercops" antreten oder damalige Unterhaltungssendungen gegen die heutigen Quizsendungen mit Pilawa und Co.
Bei den Serien würde ich dann beispielsweise keinen gesunkenen Anspruch feststellen. Dass damalige Serien kurzweilig und unglaublich nostalgisch sind, steht außer Frage. Die Nostalgie darf man dann aber rausrechnen, denn die empfand man bei der Erstausstrahlung logischerweise nicht, bzw. die erhalten heutige Produktionen mit 50 Jahren "Reifezeit" wahrscheinlich auch irgendwann.
Dass in den früher produzierten kurzen Folgen wirklich überragendes Erzählen oder starkes Handwerk zu finden waren, ist dann aus heutiger Sicht klar zu verneinen. Da steht heutigen (Krimi-)Serien bei aller Oberflächlichkeit die längere Laufzeit gut zu Gesicht und es gibt viel weniger technische Schludrigkeiten - die oft auch im damaligen Kontext nicht durch "man war noch nicht so weit", sondern Nachlässigkeit und geringen Anspruch zu erklären sind.
Bei den Unterhaltungssendungen wird schlichtweg dem kleineren Publikum Rechnung getragen. Sendungen wie "Frag doch mal die Maus" sind seicht, aber nett. Das ist quasi "Wetten dass" im Kleinformat, weil sich hohe Ausgaben für so eine Sendung einfach nicht rentieren.
Dass das Format der Familien-Unterhaltungssendung mit Lagerfeuerromantik ausgestorben ist, wissen wir sicher mittlerweile alle.
Dass das aber nicht (nur) traurig ist, steht aber für mich auch fest. Im Endeffekt hat sich die Familie oftmals doch nur noch aus Alternativlosigkeit und Tradition auf's Sofa gesetzt um "Wetten dass" zu gucken. Wirklich gute Ausgaben waren im Rückblick selten.
Es wurde mit einer Sendung möglichst viel abgedeckt - die Eltern freuten sich über Interviews mit Altstars, die Kinder über Michael Jackson-Auftritte und Kinderwetten waren einfach niedlich. Im Umkehrschluss hat jedes Familienmitglied aber nur wegen "ihrer 10 Minuten" geschaut und den Rest wahlweise ertragen oder - wie bereits von mir erwähnt - mit Nebenbeschäftigungen rumgebracht.
Dieses "alle Nischen in einer großen Sendung vereinen"-Prinzip wird heutzutage ja eher noch schwieriger, weil es wirklich anschlussfähige Stars wie Michael Jackson nicht mehr gibt. Bei den meisten Künstlern, die in den Charts auf den oberen Plätzen stehen, kommen auf jeden eingefleischten Fan 2-3 Leute, die sich reflexartig Watte in die Ohren prökeln, wenn der erste Ton erklingt.

Die Globalisierung und Digitalisierung hat es möglich gemacht, an und für sich kleine Nischen gezielt zu bespielen und so kann der Familienvater nun Abends Fußballspiele der spanischen Liga, die Mutter auf Netflix die neuste romantische Komödie aus Frankreich, der Sohn die coole Actionserie auf Prime und die Tochter den Disney-Channel anschauen. Ich bin so dreist zu behaupten, dass die Leute für sich genommen nun zufriedener sind, als aufs Sofa gepfercht ein Einheitsprogramm schauen zu müssen. Dass das gemeinsame Erleben wegfällt, stimmt. Aber das ist Sache der Sozialkompetenz und Erziehung, nicht der Medien, da einen Weg zu finden. Ich kenne genug Leute, die bestimmte Serien mit der ganzen Familie schauen oder den Lagerfeuercharakter mit Gesellschaftsspielen, Kinobesuchen und Ähnlichem herstellen. Es ist doch nicht gottgegeben, dass es da eine TV-Sendung "für alle" im linearen TV geben muss?

Die Grenzen bei den Medien verschwimmen allgemein immer mehr. Das Kino musste sich ganz früher gegen das Theater durchsetzen, beides hat überlebt. Dann kam das TV dazu, dann Videospiele, Heimvideo und schlussendlich Streaming. TikTok und ähnliches Kurzweil-Entertainment würde ich sogar bereits als nächsten Schritt sehen. Ich finde es überaus positiv, dass Kino und Theater überlebt haben und auch TV existiert (vor allem für die Älteren) nach wie vor weiter.
"Fernsehen" bedeutet heute aber eben nicht mehr, das TV-Gerät einzuschalten und durch Zappen passendes Programm zu finden. Auch da wird ja bereits Vieles verklärt - wie oft habe ich Wochen im Voraus die TV-Spielfilm durchforstet und mit Rotstift mein Programm markiert und dort teilweise eine komplette Woche gar nichts gefunden oder nur 1x Nachts den Videorekorder für einen alten Film programmiert.
Ein TV steht in vielen Haushalten gar nicht mehr und bevor gezielt ein linearer Fernsehsender eingeschaltet wird, bieten sich vielerorts bereits Streaming-Dienste an und gerade Jugendliche konsumieren YouTube-Schnipsel oder TikTok-Videos. Das Alles ist in meiner Interpretation ebenfalls Fernsehen.
Eigentlich muss man also all dieses Programm mit in einen Vergleich einbeziehen. Dass dabei TikTok-Quatsch und "Let's Play" neben Dschungelcamp und Co das untere Ende verkörpern, steht außer Frage. Darüber müssen wir hier auch nicht diskutieren. Dass es aber am oberen Ende, also bei den Inhalten mit Anspruch, heute mindestens genau so viel gutes Programm gibt, wie früher, steht ebenso fest. Es läuft nur vielleicht nicht mehr dort, wo man mit einem Druck auf die Fernbedienung seines TV-Geräts aus den 90er-Jahren hinkommt. Und selbst, wenn es irgendwo mitten in der Nacht "versendet" wird - wer kluges Programm will, wird doch wohl auch selbst klug genug sein eine Mediathek aufrufen zu können?

schwarzseher Offline



Beiträge: 593

21.08.2020 18:15
#36 RE: Qualität im TV Zitat · Antworten

und was sagt uns das jetzt alles ????? das Programm ist wie immer ( nur weil mehr Programm eben auch mehr Mist )
Das einzige was sich verändert ( oder eben nicht ) sind wir.
Wenn das das Fazit ist ? kann ich mit leben . Es gibt natürlich auch heute Serien/Filme die ich mir ansehe ....aber nur ganz ( im Grunde nichts )wenig was ich mir auf DVD hole.Ich weis nicht wie ich es erklären soll ?
von Durbridge und Wallace hab ich alles auf DVD ..aktuell nichts was ich unbedingt im Schrank haben muss ( auch auf die Gefahr hin das es aus der Mediathek verschwindet )
Einfach wohl weil mich nichts mehr so bannt wie die alten Sachen.Einfach ein Generationenproblem ( für Typen wie mich )

Mal ein Beispiel was evtl. der Sache ganz nahe kommt. Bei meinem Musikgeschmack kommen die Heros auch aus den früheren Jahren ( CCR /T.REX /ACDC / ZZTop /Dr. Feelgood usw usw. ) aber wenn man die Hitparaden der Jahre durchgeht .....mein Gott ..zu 80 % "Müll" ( für mich ) nicht viel besser als heute in der breiten Masse.Aber natürlich gibt es auch heute Musik für Typen wie mich (zB Joe Bonamassa usw ) aber die findest du nicht beim zappen ( da höchstens ein Konzert von H. Fischer oder Grölemeier .

Was sagt uns das ? .....ich weis es nicht

DanielL Offline




Beiträge: 3.895

21.08.2020 21:18
#37 RE: Qualität im TV Zitat · Antworten

Wenn ich mal so direkt nachfragen darf: Wäre es dir möglich, mehr Sorgfalt in Orthographie und Interpunktion zu stecken? Oder ist das irgendwie begründet? Dann mache ich mir gerne die Mühe. Deine Beiträge sind allerdings stets schwer lesbar.

Gruß,
Daniel

schwarzseher Offline



Beiträge: 593

22.08.2020 09:31
#38 RE: Qualität im TV Zitat · Antworten

Nein vollkommen unbegründet gedankenlos dahergetippt.Quasi frei Schnauze ok ich achte da mal drauf

Havi17 Offline




Beiträge: 3.278

22.08.2020 12:09
#39 RE: Qualität im TV Zitat · Antworten

Zitat von schwarzseher im Beitrag #36
und was sagt uns das jetzt alles ?????
Das einzige was sich verändert ( oder eben nicht ) sind wir.
Wenn das das Fazit ist ? kann ich mit leben .

Du bringst es auf den Punkt, man kann damit leben und argumentiert mit Beispielen die das angeborene Weltbild bestätigen,
oder man stellt Dinge in Frage, öffnet sich, schenkt Menschen Gehör und Beachtung die sich nicht verändert haben, auch
nichts besser wissen wollen und irgendwelche Zeigefinger erheben. Albert Einstein sagte einmal "Probleme kann man niemals mit
derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."

Gruss
Havi17

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.634

22.08.2020 14:06
#40 RE: Qualität im TV Zitat · Antworten

Zitat von Havi17 im Beitrag #39
Zitat von schwarzseher im Beitrag #36
und was sagt uns das jetzt alles ?????
Das einzige was sich verändert ( oder eben nicht ) sind wir.
Wenn das das Fazit ist ? kann ich mit leben .

Du bringst es auf den Punkt, man kann damit leben und argumentiert mit Beispielen die das angeborene Weltbild bestätigen,
oder man stellt Dinge in Frage, öffnet sich, schenkt Menschen Gehör und Beachtung die sich nicht verändert haben, auch
nichts besser wissen wollen und irgendwelche Zeigefinger erheben. Albert Einstein sagte einmal "Probleme kann man niemals mit
derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."

Ich formuliere mal bewusst überspitzt, was du uns vermutlich eigentlich sagen willst:
"Ich will mich nicht verändern, man soll mir zuhören und mich beachten und mein Weltbild übernehmen. Beispiele und Argumente haben keine Chance gegen meine Emotionen."

Wenn Du noch einmal selbstkritisch zurückblickst, wirst Du bemerken, dass Du hier niemals Dinge in Frage gestellt oder Dich geöffnet hast. Bereits der erste Satz hat "Jüngeren" quasi jegliches Argumentationsrecht entzogen und des Weiteren hast Du einfach nur in den Raum gestellt, Alles heutige sei Mist und stützt dies (falls überhaupt) mit Beispielen aus der Vergangenheit und 1-2 mauen Verweisen auf Tiefpunkte des heutigen Programms. Ich habe Dich nun mehrfach darum gebeten mit aktuellen Beispielen zu argumentieren, bzw. dein Wissen mit uns zu teilen - Stichwort "quotenfreies Filmangebot" oder "Psychologie und Manipulation" - aber es kommt Nix. Stattdessen werde ich abgekanzelt, ich wüsste irgend etwas besser oder versuchte nur mein "angeborenes Weltbild" zu bestätigen.
Für jemanden Deines Alters und Deiner Erfahrung finde ich das enttäuschend. Um in deinem Geschichtsunterrichtsbild zu bleiben, wärst Du der renitente Schüler, der trotz Literatur, Besuchen von Zeitzeugen im Unterricht, guter Aufbereitung durch den Lehrer und zahlreicher konstruktiver Wortmeldungen von Mitschülern, weiter lautstark proklamiert "Mein Vater sagt aber, das war ganz anders!".
Bei mir ist gar Nichts angeboren: ich schaue nur früheres und heutiges Programm reflektiert (wenn auch zugegebenermaßen selektiv, weswegen ich zu "Sommerhaus der Stars" und Co wenig sagen kann) und bilde mir auf dieser Basis eine Meinung. Ich reagiere allgemein sehr allergisch auf Diskussionen, die mit einer klaren Stoßrichtung und in klarer Absicht gestartet werden, nur Beifall aus der Echokammer zu erheischen. Ähnlich war es ja schon bei der unangenehmen Politikdiskussion hier im Forum. Deswegen wollte ich mich eigentlich auch gar nicht wieder auf ähnlich gelagerte Kisten einlassen.
Wäre wirklich eine ergebnisoffene Diskussion gewünscht, wären wir längst bei einzelnen Formaten wie "Die Anstalt" angekommen, würden über Redaktionen oder Zuschauergewohnheiten sprechen und würden nicht diese Faustkämpfe im Nebel bestreiten.
Ich glaube, die wenigsten Menschen sind dazu bereit, Schautzer und Caterina Valente in den Himmel zu loben und als Messlatte für großartiges Fernsehen oder Entertainment anzuerkennen, wie auch heutiges Programm auf Helene Fischer und das Dschungelcamp zu reduzieren. Über Alles andere würde ich gern ergebnisoffen diskutieren, aber auf meine Argumente wird von Deiner Seite nicht eingegangen. Nicht einmal eigene Einschätzungen zu der von mir genannten Serie "Die Rentnercops" habe ich lesen dürfen.

Einstein wird leider ohnehin oft von den falschen Leuten in falschen Zusammenhängen zitiert, aber in Deinem Beitrag wirkt es schon beinahe selbstkritisch.

Damit kann man das Kapitel dann wohl auch beenden. Eine ergebnisoffene Diskussion ist offensichtlich unerwünscht und eine Schwarz-Weiß-Diskussion, entfällt mangels Vertreter der "Heute ist Alles besser"-Fraktion. Der Showkampf "Caterina Valente-Fans gegen TikTok-Jünger" wäre zumindest in meiner Vorstellung ganz lustig mitzulesen.

Havi17 Offline




Beiträge: 3.278

22.08.2020 22:25
#41 RE: Qualität im TV Zitat · Antworten

Das Problem ist und ich zitiere mal Albert Einstein : Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.
Ja, wir kommen leider nicht überein, Schade. Schwarzseher hat es ja auf den Punkt gebracht.

Gruss
Havi17

Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 382

24.08.2020 16:48
#42 RE: Qualität im TV Zitat · Antworten

Eine interessante und sicher auch notwendige, wenngleich nicht unbedingt befriedigende Diskussion.
Für die, die hier zu Recht die Qualität des TV, egal in welcher Hinsicht, kritisieren, mal die ernstgemeinte Frage: Warum überhaupt noch Fernsehen gucken ? Zumindest die hier viel gescholtene „gesetztere“ Generation sollte da vielleicht mal drüber nachdenken.
Ich habe mich schon vor Jahren, aus verschiedenen Gründen, gänzlich von der Glotze verabschiedet und bereue es wirklich nicht. (Hab mittlerweile von einigen anderen auch gehört, dass sie zumindest kaum noch TV schauen).
Ist das immer neue Einführen von Sendern, Sparten, Formaten etc. nicht vielleicht in Wirklichkeit ein letztes Aufbäumen eines Auslaufmodells, als dass es nun unbedingt eine Bereicherung ist ? Ist nicht alles schon hundertmal erzählt oder kommentiert wurden ?

Abschied vom TV ist irgendwie mehr persönliche Freiheit, wenn man mal Lust hat auf den Bildschirm, dann kann man sich mal gezielt für einen Datenträger entscheiden, den mal konsumiert, ohne penetrante Werbeunterbrechungen. Wer so was wie DSDS guckt, dem ist nun mal nicht beizukommen, ist halt eine spezielle Sicht auf das Leben. Und wem die (gelinde gesagt) etwas einseitige politische Ausrichtung der Nachrichtensendungen nicht mehr zusagt – im Internet finden sich eine Menge interessanter Kanäle, die man für wesentlich weniger Geld als für die fettgefütterte GEZ abonnieren kann, wenn man ehrlich ist. Auch hier wieder – gemäßigt, kritisch und reflektiert konsumieren. Die Zeit ohne Glotze kann man mal einfach für sich nehmen, bewusster werden und raus aus der „Matrix“ gehen. Denn die Realität ist nun mal nicht das Fernsehen, der Rundfunk oder sonst was, sondern eben die Welt da draußen oder die in uns selber.
Ich glaube, die wirklich gezielte Nutzung der vielen Informations- und Unterhaltungs-Medien ist für die Menschen generell eine große Herausforderung. Könnte man sicher noch sehr viele Gedanken beibringen.
Ob nun TV besser oder schlechter geworden ist, wichtig ist die „bewusste“ Anwendung. Wer nur tägliche Ablenkung sucht, dem wird das sinkende Niveau natürlich immer mehr aufstoßen.

DanielL Offline




Beiträge: 3.895

24.08.2020 20:14
#43 RE: Qualität im TV Zitat · Antworten

Ich wäre an einer Diskussion interessiert, die sich eher darum dreht, was sich denn genau an (deutschen?) A. Unterhaltungsproduktionen oder auch an B. fiktionalen Produktionen (Beides eigentlich schon sehr unterschiedliche Themen mit völlig unterschiedlichen Hintergründen auch bei der Programmentstehung, einer ganz anderen Szene von Medienschaffenden) über die Zeitebene hinaus positiv und negativ verändert hat. Was fehlerhafte Entwicklungen sind, was neuere Produktionen von Älteren lernen können etc. Das würde die Diskussion auch ein wenig eingrenzen.

Weniger interessant finde ich die Kanaldiskussion. Das der klassische Weg über das lineare Fernsehen nun nicht mehr groß an Relevanz gewinnen wird, ist doch klar und eine überholte Diskussion. Die Bezifferung der Spartenkanäle war ja auch kein Argument für die Relevanz des Kanals Fernsehen, sondern lediglich der Hinweis darauf, dass es für eine breit angelegte Qualitätsdiskussion nicht zielführend ist, nur das Hauptprogramm zu beachten. Oder lineares Fernsehen generell. Denn das klammert dann eine geniale, aber eben unangepasste Serie wie meinetwegen Black Mirror aus, die überhaupt keinen Free TV Platz bekommen würde. Letztlich floppen zudem zunehmend sämtliche Dramaserien mit fortlaufenden Episoden im TV und finden darüber alleine auch gar keine Finanzierung mehr. Dabei sind gerade Produktionen wie Deutschland 83 und You Are Wanted die eigentlichen Enkel der "Straßenfeger". Auch bei Streaming-Diensten ist nicht alles Gold was glänzt und dort geht es ja auch nur um gewisse Programmfarben. Aber es ist schon eine Bereicherung, wenn man an all die völlig austauschbaren Krimiserien à la SOKO Dingenskirchen denkt.

Beim Unterhaltungsfernsehen ist es dann wieder ganz anders.

Gruß,
Daniel

DanielL Offline




Beiträge: 3.895

16.09.2020 20:26
#44 RE: Qualität im TV Zitat · Antworten

Zum Thema Showmaster und Kritik: Ein Gespräch mit Gottschalk zu diesem Thema, dass ich sehr unterhaltsam fand:
https://www.ardaudiothek.de/podschalk-mi...apagei/79426622

Gruß,
Daniel

Havi17 Offline




Beiträge: 3.278

16.09.2020 23:34
#45 RE: Qualität im TV Zitat · Antworten

Bei mir funktoniert die Seite leider nicht

Gruss
Havi17

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