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Dieses Thema hat 39 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker international
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Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

23.07.2010 20:29
#31 RE: Bewertet : Die Verdammten der blauen Berge Zitat · antworten

In diesem Troubel haben wir einen besonders guten Towers-Film vergessen: BLONDE FRACHT FÜR SANSIBAR - kann inhaltlich, inszenarisch und mit hervorragendem Tempo beiden vorgenannten Filmen das Wasser reichen.

Joachim.
*Filme und Bücher werden niemals alt!*

kaeuflin Offline




Beiträge: 1.259

26.07.2010 21:30
#32 RE: Bewertet : Die Verdammten der blauen Berge Zitat · antworten

Für mich ist "Die Verdammten der blauen Berge" einfach ein wunderbarer (im positiven altmodischer)Abendheuer-Krimi...

Gute Schauspieler, stielsichere Inzenierung und schöne Drehorte kombiniert mit einer ordentlichen Story... Der Film darf ruhig "langsam" sein, das gehört zum "Feeling"


BLONDE FRACHT FÜR SANSIBAR hab ich leider noch nie gesehen ... gibt so viel ich weis auch kein DVD Releas bisher (auch keins mit englishem Ton)

Don't think twice, it's all right ...
Bob Dylan

Happiness IS the road ! (Marillion)

HorstFrank Offline



Beiträge: 697

29.08.2011 19:21
#33 RE: Stilverwandte- "Die Verdammten der blauen Berge" Zitat · antworten

So, bin nun endlich auch dazu gekommen, diesen Film zu sehen:

Der Soundtrack ist ganz großartig. Wunderbar. Hier hat Johnny Douglas wieder ganze Arbeit geleistet.
Der Film ist sehr schön, wunderbare Aufnahmen (z,B. Höhle), tolle Ideen (z.B. "Strausenangriff") und eine gute Besetzung. Lex Barker und Ann Smyrner sind ein gutes Paar. Dietmar Schönherr hat wieder eine brillante Rolle. Besonders gut ist aber Ronald Fraser als Inspektor mit "Weibergeschichten". Superb!
Lex Barker wird hier leider nicht von seinem Stammsprecher Gert Günther Hoffmann gesprochen, was das Vergnügen etwas schmälert. Statt GGH ist hier Holger Hagen zu hören. Ann Smyrner wird von der Marylin-Monroe-Stammsprecherin Margot Leonard synchronisiert und für Dietmar Schönherr spricht (wie auch in "Blonde Fracht für Sansibar") Klaus Kindler - eine Kombi, die ich überaus gelungen finde! Walter Rilla ist glücklicherweise mit seiner eigenen Stimme zu hören!

Alles in allem ein gelungenes Krimiabenteuer!

Drei Freunde brauchst du im Leben: Verstand, Glück und 'n Kaugummi!
(Helmo Kindermann für Horst Frank in "Das Geheimnis der chinesischen Nelke")

athurmilton Offline



Beiträge: 1.073

31.08.2011 12:01
#34 RE: Stilverwandte- "Die Verdammten der blauen Berge" Zitat · antworten

Der Film bietet eine Vielzahl sehr guter Elemente - kreative Action (Straußenstampede, Steilwand-Finale), viele, tolle Locations (Straßenkarneval/Neujahr, die riesige Höhle, Unterwasser), gute Ausstattung (Kostüme, Autos, ...), charmante Gags (Stichwort Tarzan und Inspektor Frauenheld) und eine Reihe bekannter und beliebter Schauspieler, die ordentlich spielen.

Trotz all dem vermisse ich den richtigen Fluß und Spannungsaufbau. Als ich ihn vor ein paar Tage nochmal gesehen habe, wurde mir erst am Schluß bewußt, dass ich ihn bereits einmal gesehen, aber wieder vergessen habe - anscheinend wenig beeindruckend und weit weg von meinen Lieblingsfilmen, auch wenn einige der Schauspieler das hätten vermuten lassen. Die Geschichte ist in viele kleine Kapitel zerlegt und berührt mich auf keinem Level, auch agieren einige der Darsteller immer wieder nebeneinander her statt miteinander.

Für mich ist der Film leider ein Beleg, dass auch eine Vielzahl hervorragender Zutaten auch zu einem nur mäßig begeisternden Werk führen kann.

Mr Keeney Offline




Beiträge: 1.326

31.07.2012 13:02
#35 RE: Stilverwandte- "Die Verdammten der blauen Berge" Zitat · antworten

Ich bin kein ausgesprochener Freund von Abenteuerkrimis an exotischen Schauplätzen, doch wenn sich die Chance bietet, einen solchen Film in Kino-Atmosphäre genießen können wie just letztes Wochenende, so lasse ich mir diese natürlich nicht nehmen und verlasse für knapp 1,5 Stunden auch mal mein mir vertrautes und geliebtes Mitteleuropa.

Vielleicht ist es meiner relativ niedrigen Erwartungshaltung geschuldet, dass mich dieser Film, den ich vorher noch nicht kannte, im Kino so positiv überrascht und mitgerissen hat.

Die Story und der Film sind zwar sicherlich nicht erstklassig, und entspricht in vielem den typischen Abenteuerfilm-Klischees, doch wird so vieles meines Erachtens auf eine äußerst löbliche unangestrengte, ziemlich überraschende und lockere Art gelöst. Schon die Grundkonstellation des „private eye“ (Barker), der einen Auftrag eines eiskalt am Pool seines herrschaftlichen und gut gesicherten Anwesens in den Bergen sitzenden reichen alten Patriarchen (Rilla) mitsamt einiger Leichen im Keller und gespannten Familienverhältnissen (sexhungriges Töchterchen inklusive) annimmt, nahm mich wiederum für den Film ein, und hat in mir Assoziationen an typische Raymond Chandler Grundsettings geweckt, die mich auch für die komplette Spieldauer nicht verließen.

Nur dass dieser Film eben nicht düster ist, sondern diese Situation zur Abwechslung mit Humor und Leichtigkeit auflöst. Somit wird das Anfangsversprechen des Filmes, der Mord und die Abgründe einer Mordsgeschichte ganz sanft neben die kontrastierenden lebensfrohen und gut eingefangenen Bilder vom Straßenkarneval in Kapstadt stellt, also tatsächlich voll eingelöst. Sehr gelungen und auch nicht unbedingt so zu erwarten, ist insbesondere auch der kameradschaftliche und augenzwinkernd-humorvolle Umgang und die Zusammenarbeit des Privatdetektivs mit dem Polizeiinspektor mit Dauerbrise auf permanenten „easy-living“-Kurs. Man fühlte sich tatsächlich gut unterhalten und, ähm, ja, doch, amüsiert. Vom Film, ganz freiwillig sogar!

Der Tafelberg ist natürlich im Kino eine grandiose Kulisse (vor allem für die von mir sehr begrüßen Autofahrten und Verfolgungsjagden) und auch so prominent und Präsenz ausstrahlend immer wieder im Bild und hinter Köpfen, dass der Titel (wenn auch nur bedingt der dort verwendete Plural) irgendwie doch angemessen und gerechtfertigt ist. Jedenfalls trugen die (blauen) Berge die mir willkommene Chandler-Assoziation ein ganz gehöriges Stück mit!

Sicherlich gibt es einige Längen, vor allem bei der Unterwassersequenz mit dem "gefährlichen" Hai , aber da der Film doch recht viele in unterschiedlichen Bereichen und Schauplätzen angesiedelte und ausgestaltete Bereiche und Kapitel zu bieten hat und dadurch an sich immens kurzweilig ist, verzeiht man eine leichte Überdimensionierung einzelner Bausteine des Filmgebäudes doch mit links. Auch die Auflösung ist jetzt nicht gerade grandios gelöst, aber bis dahin hat der Film sein Unterhaltungs-Soll ohnehin schon leicht und luftig gefüllt.

Ohne Frage wird geraume Zeit vergehen, sollte ich mir diesen Film auch noch mal im Fernsehen angucken (schon um die schönen Kino-Eindrücke nicht vorzeitig zu dezimieren) und es ist alles in allem natürlich kein spektakuläres Meisterwerk, aber 3,5 von 5 Punkten würde ich locker springen lassen. Bei einer reinen „Abenteuerfilmwertung“ würde ich sogar 4 Punkte geben.

Mark Paxton Offline




Beiträge: 341

21.08.2012 22:26
#36 RE: Stilverwandte- "Die Verdammten der blauen Berge" Zitat · antworten

Weiß jemand, warum bei sämtlichen TV-Ausstrahlungen des Films der (wohl existente) deutsche Originalvorspann offensichtlich durch einen neuen computergenerierten Vorspann ersetzt wurde? Existiert noch ein Original mit dem dt. Kinovorspann?

Janek Offline




Beiträge: 1.852

22.08.2012 08:51
#37 RE: Stilverwandte- "Die Verdammten der blauen Berge" Zitat · antworten

Da, der Film im Rahmen des Foren Treffens gezeigt wurde, müssten die, die den Film gesehen haben, diese Frage klären können, obwohl ich schon glaube, dass es einen Orginal Vorspann gibt, es wäre Unsinnig davor einen neuen Computer Vorspann zuschalten, oder hat es rechtliche Gründe ? Ist der Orginal Vorspann zu lang, sodass man einen neuen angefertigt, hat, der besser ins TV Programm passt ?

Gruß,

Janek

DanielL Offline




Beiträge: 3.697

23.08.2012 01:00
#38 RE: Stilverwandte- "Die Verdammten der blauen Berge" Zitat · antworten

Ja, wie bereits im Forentreffen-Thread geschrieben, konnten wir den Film in der originalen Kinofassung zeigen. Die TV-Fassung wurde bearbeitet mit neuen Titeln. Merkbar länger ist der Originalvorspann auch nicht, allerdings durch die typische Schrift natürlich viel stimmungsvoller als die nüchterne Schrift im TV-Master. Die genauen Gründe hierzu sind mir nicht bekannt. Allerdings kam das bei der Erstellung von TV-Mastern ja öfter vor. Auch diverse Wallace-Filme hatten bei den älteren Fernsehfassungen und bei den alten Kaufvideos bearbeitete Fassungen. Bei DVD-Auswertung und neueren TV-Mastern hat man aber zum Glück hier wieder die korrekten Titel hergenommen.

Gruß,
Daniel

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.275

23.08.2012 08:32
#39 RE: Stilverwandte- "Die Verdammten der blauen Berge" Zitat · antworten

Zitat von DanielL im Beitrag #38
Auch diverse Wallace-Filme hatten bei den älteren Fernsehfassungen und bei den alten Kaufvideos bearbeitete Fassungen.

M.W. war dies aber nur bei Filmen der Fall, die ihre TV-Premiere im ZDF hatten. Dies sind auch die Wallace-Filme, die am meisten gekürzt wurden. Toll, ZDF! (auch die mit dem "Nostalgie-Rahmen" verstümmelten alten TV-Serien laufen ja euf einem ZDF-Kanal...)

Ray Offline



Beiträge: 732

25.09.2017 19:05
#40 RE: Stilverwandte- "Die Verdammten der blauen Berge" Zitat · antworten

Die Verdammten der blauen Berge (Victim Five) (GB 1965)

Regie: Robert Lynn

Darsteller: Lex Barker, Ann Smyrner, Walter Rilla, Dietmar Schönherr, Véronique Vendell u.a.



Wexler, ein wohlhabender Bergbaubetreiber, beauftragt Privatdetektiv Steve Martin, um den Mord an einem Mitarbeiter aufzuklären, da er nunmehr selbst um sein Leben fürchtet. Und tatsächlich geraten sowohl Wexler als auch Martin alsbald in größte Gefahr...


Nach einigen Hartwig-Abenteuer-Krimis nun mal einer aus dem Hause von Harry Alan Towers. Dieser versammelte eine gute Besetzung um Lex Barker, Walter Rilla, Ann Smyrner und Dietmar Schönherr und eine Crew voller Leute, die später noch lange gut im Geschäft sein sollten (als Kameramann fungierte etwa Nicholas Roeg) an Originalschauplätzen in Südafrika. Die Story ist nicht neu, aber für einen derartigen Film allemal solide, Whodunit inklusive. Umrahmt von prächtigen Landschaftsaufnahmen und der stimmungsvollen Musik unterhält der Streifen rund 80 Minuten gut. Lex Barker präsentiert sich nochmal besser als bei seinem Hartwig-Ausflug, Ann Smyrner, der Frau mit den sympathischen Grübchen, kommt die Synchronisation durchaus zugute. Ein absoluter Trumpf für eine solche B-Produktion ist natürlich ein famoser Akteur wie Walter Rilla, der das Geschehen unmittelbar an sich reißt, sobald er erscheint. Seine Darstellung wertet den Film weiter auf. Trotzdem ist auch für unfreiwillige Komik gesorgt: so werden Barker und Smyrner um ein Haar Opfer einer „wilden“ Straußenbande.

Die DVD von Filmjuwelen bietet den Film im Original-Breitbild-Format und mit wirklich guter Bildqualität. Dazu gibt es als Bonus entfallene Szenen, ein rund halbstündiges Interview mit Harry Alan Towers sowie das obligate Booklet, welches Hintergrundinfos zu Cast und Crew bereithält.


Durchaus ansehnlicher Abenteuerstreifen aus dem Hause Towers. 3,5 von 5 Punkten.

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