Sieht extrem unprofessionell und fragwürdig aus... https://publish.bookmundo.de/shop/index....q=Edgar+Wallace Bei Amazon gibt es tlw. einen "Blick ins Buch". Der Übersetzungsleistung nach hat da jemand die ja mittlerweile oft frei verfügbaren englischen Texte https://gutenberg.net.au/ebooks09/0900651h.html in ein Übersetzungsprogramm kopiert, es auf amateurhafte Weise in Buchform gesetzt und bietet es jetzt zu horrenden Preisen als "Print-on-Demand"-Publikation an.
Derartiges macht die Chance für ernstgemeinte Neuveröffentlichungen nur noch kleiner.
Das ist auf jeden Fall schon mal sehr, sehr cool. Die Kennerfrage, ob es sich um eine unbearbeitete Erstübersetzung handeln wird, ist wohl noch nicht ganz zu beantworten. Beim Frosch gibt es ja ohnehin nicht die "Gregor-Müller-Thematik", ganz im Gegenteil: Es kam - vermutlich zum Gedenken an Alma Johann König, die im KZ starb, nie zu Neuübersetzungen. Ob aber bzgl. einzelner Formulierungen der "Modernisierungs-Korrekturstift" angesetzt wurde, müsste man prüfen. Ich dürfte im Keller ein Goldmann-TB aus den 50er oder 60er als auch ein Weltbild-Buch haben, allerdings nicht griffbereit. Neuere "Jubiläums"-Fassungen habe ich vom Frosch, glaube ich, nicht. Aber das wird sich ja herausfinden.
Wäre toll, wenn da Weiteres in Erstausgabe-Qualität folgt...
Ich mußte heute in der Buchhandlung meines Vertrauens einfach zugreifen...
Sehr angenehmer Schriftsatz (dafür knapp 400 Seiten stark) und immer noch die klassische Übersetzung von Alma Johanna König. Im Impressum findet sich folgende Info:
"Durchgesehene Neuausgabe Mai 2022. Orthographie und Interpunktion wurden den Regeln der neuen deutschen Rechtschreibung angepasst. Die behutsame sprachliche Überarbeitung übernahm Susanne Bartel."
Leider beinhaltete diese Überarbeitung keine Vervollständigung der Übersetzung, denn der Prolog (und was sonst noch so fehlt, gibt's da eigentlich einen "Schnittbericht"?) glänzt auch hier durch Abwesenheit. Aber immerhin sind die Kapitelüberschriften noch enthalten. Anlaß der Herausgabe war übrigens "100 Jahre Goldmann".
Erstes Fazit: Haptisch sehr ansprechende und angenehm zu lesende Neuausgabe. In der Aufmachung würde ich auch gerne noch weitere Titel sehen...
Auch dieser Tage mehrfach in großen Buchhandlungen gesichtet. Es ist eigentlich das erste und einzige Mal, dass ich einen WALLACE nicht irgendwo auf dem Grabbeltisch sehe, sondern in den prominenten Auslagen. Es scheint seine Früchte zu tragen, dass der Verlag dem FROSCH zum Taschenbuch-Jubiläum eine gewisse Rolle im Verlagsprogramm hat zukommen lassen.
Und diesmal wohl tatsächlich ungekürzt, die deutsche Erstübersetzung von Alma Johanna König wurde komplett mit dem Original abgeglichen und die fehlenden Passagen ergänzt. Tja, und was sind schon 25€ - bei dem Gegenwert?
DAS INDISCHE TUCH wird auch für Mitte des Jahres angekündigt. Hoffentlich finden sich genügend Käufer, damit die Serie fortgesetzt wird. Ich jedenfalls bin dabei, obwohl ich die deutsche Erstausgabe, die 50er Jahre-Goldmann-Ausgabe, die 82er Jubiläumsedition und die Weltbild-Ausgabe besitze.
Wobei ich hoffe, daß man beim "Tuch" tatsächlich auf eine Vorkriegsausgabe als Grundlage zurückgegriffen und nicht einfach die Gregor Müller-Verstümmelung mit der Scherz-Übersetzung aufgefüllt hat. Der "Frosch" wurde ja glücklicherweise nie ein Opfer dieser Barbarei und war nur minimal gekürzt.
Das ist echt was für Freaks , aber der "Frosch" wäre es mir wert. Die Heyne-Übersetzung hat schon die eine oder andere Abweichung zu Goldmann gezeigt. Besonders prägnant der fehlende Prolog in der König-Übersetzung, und auch die Erklärung für Mr. Johnsons nächtlichen Besucher im Mittelteil. Ansonsten schießt ein Lakai des Frosches mit einer leeren Patrone auf Johnson, bei Heyne holt Elk die Kugel (die es eigentlich gar nicht gibt)?) aus einer Mauer? Wie ich es sehe, ist es bei Cloppenrath auch nicht die Original-Übersetzung von Alma Johanna König aus den zwanziger Jahren (wie bei Weltbild), sondern die etwas glattere der Neuauflage nach dem Krieg. Man kann nur hoffen, dass die neu hinzu gekommenen Passagen auch in der altmodischen Art und Weise übersetzt sind. In einer Beispielseite: "Er steht auf sie", dachte Elk... - hätte das im Original auch so gestanden? Naja, wie auch immer, ich werde mir den Prachtband wohl besorgen.
Es gibt doch tatsächlich einen neu veröffentlichten Wallace-Roman, der zuvor noch nie ins Deutsche übersetzt worden ist: "Der andere Mann" (erschienen bei crime berlin Verlag). Das ist die erste deutsche Übersetzung von "The Other Man", erschienen in den USA als überarbeitete Ausgabe der britischen "The Nine Bears" Veröffentlichung. Habe den Roman gerade ausgelesen und muss schon sagen - wirklich richtig gut. Edgar Wallace haut hier so richtig auf die Kacke. Eine Elite-Bande namens NHC nimmt es letztendlich mit allen wichtigen Wirtschaftsnationen der gesamten Welt auf. Tolle Story! Mir ist vollkommen unklar, warum dieser geniale Stoff nicht schon früher mal auf Deutsch übersetzt wurde. Und der Verlag hat ein richtig gutes Buchcover fabriziert. Respekt!
Ja, die Vorkriegsausgaben sind generell stärker. Allerdings gibt es bei den Hits oftmals arge Kürzungen und angebliche Verbesserungen. Schrecklich! Ganz neu und meines Wissens ganz nah dran am Original ist "Der andere Mann" aus dem crime berlin Verlag. Das Original erschien 1911 in den USA ("The Other Man") - eine komplette Neubearbeitung von Wallace zu den 1910 in London erschienen "Nine Bears". Ich habe beide Versionen vor etlichen Jahren auf Englisch gelesen. Die US-Variante fand ich wesentlich stärker. Und die ist nun verdammt gut auf Deutsch rausgekommen. Den Verlag kannte ich bislang überhaupt nicht - ist wohl relativ neu auf dem Krimi-Markt. Jedenfalls mein Respekt, sich an diesen vergessenen Stoff ranzutrauen. Ich wünsche dem Verlag gute Umsätze.