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Dieses Thema hat 32 Antworten
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 Giallo Forum
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Gubanov Offline




Beiträge: 15.455

20.06.2014 10:58
#31 RE: Malastrana / Das Todessyndrom (1971) Zitat · antworten

Hervorragende Recherchearbeit!

Georg Offline




Beiträge: 2.943

20.06.2014 12:03
#32 RE: Malastrana / Das Todessyndrom (1971) Zitat · antworten

Aldo Lado hat mich auch lange genug an der Nase herumgeführt, die Illusion ist (fast) perfekt. Über die Brücke an besagtem Platz in Ljubljana bin ich schon oft gegangen und mittlerweile war ich auch schon mehrfach in Prag, so dass ich sagen kann, dass einige Aufnahmen eindeutig nicht Malá Strana darstellen. Wenn ich das nächste Mal in Ljubljana bin (sind von mir nur 100 km), dann werde ich mich ein wenig auf Drehortsuche begeben. Allerdings scheint auch viel in Zagreb, der heutigen kroatischen Hauptstadt, gedreht worden zu sein. Mit Sicherheit die Bahnhofsszene (der Bahnhof in Prag sieht auch ganz anders aus). Dort ist auf dem Schild eine Aufschrift in Kroatisch zu lesen:



Hier das Haus mit der blauen statt der roten Hausnummer:



Die Aufschrift "Schildermaler" auf Kroatisch und / oder Slowenisch (je nachdem, wo es gedreht wurde):



Und hier der eindeutige Beweis: Jean Sorel und Ingrid Thulin unterhalten sich vor dem Prešerenplatz in Ljubljana (Laibach), heute Slowenien:

Ray Offline



Beiträge: 1.032

04.04.2016 22:22
#33 RE: Malastrana / Das Todessyndrom (1971) Zitat · antworten

Malastrana (I/BRD 1971)

Regie: Aldo Lado
Darsteller: Jean Sorel, Barbara Bach, Ingrid Thulin u.a.


Ein Mann wird vermeintlich tot aufgefunden, tatsächlich lebt er jedoch noch und kämpft im Inneren mit seinen Erinnerungen, die von dem plötzlichen Verschwinden seiner Freundin und seinen anschließenden privaten Ermittlungen erzählen. Kann er die Geschehnisse vollends rekonstruieren? Und noch wichtiger: Kann er ins Leben zurückkehren?

Ein Film, bei dem die Meinungen sicherlich überdurchschnittlich weit auseinander gehen werden. Der Ansatz der Geschichte ist hochinteressant, an der adäquaten Umsetzung mangelt es dann doch gewaltig. Nach einer längeren, aber ansehnlichen Exposition verpasst der Film schlichtweg, „den nächsten Schritt“ zu gehen. Die Suche nach Barbara Bachs Figur gibt im Verlauf des Films mehr Rätsel auf, als der Film am Ende beantwortet. Optisch ist das Werk gelungen, je weiter der Film voranschreitet, umso mehr offenbart sich jedoch, dass dahinter erschreckend wenig Substanz steckt, was bei einem Film, der von seinem Selbstverständnis einen hohen Anspruch hat, einem Knockout gleichkommt. Offenbar hatte man selber keine befriedigenden Antworten auf die aufgeworfenen Fragen oder man wollte sie nicht beantworten, jedenfalls dreht der Film zum Ende völlig ab (Stichwort: Sex-Orgie), was sich höchstens aus seinem Erscheinungsjahr heraus erklären lässt. Warum man in einer der spannendsten Szenen des Films dann ausgerechnet den „König von Mallorca“ (!) ein Liedchen zum Besten geben lassen musste, wird wohl ein Geheimnis der Verantwortlichen bleiben.

Wenn man schon auf typische Giallo-Elemente verzichtet, dann obliegt es einem im Gegenzug, eine zufriedenstellende Alternative aufzubieten. Dies gelingt dem Film letztlich nicht.

Ein Film, der über gute Ansätze nicht hinauskommt und den eigenen hoch gesteckten Ansprüchen nicht gerecht wird. 2 von 5 Punkten.

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