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Dieses Thema hat 20 Antworten
und wurde 938 mal aufgerufen
 James-Bond-007-Forum
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Ray Offline



Beiträge: 1.833

02.10.2021 14:14
Bewertet: "Keine Zeit zu sterben" (GB 2021) Zitat · Antworten

Seit ein paar Tagen läuft nach diversen Verlegungen mit "Keine Zeit zu sterben" der letzte Bond-Film der Craig-Ära im Kino. Bei mir wird es wahrscheinlich noch was dauern, bis ich den Film sehe, aber vielleicht hat der ein oder andere den Film schon gesehen oder macht dies in den kommenden Tagen und hat vielleicht Lust, zu berichten, wie der Film gefallen hat? Die Kritiken im Allgemeinen sind ja durchaus positiv.

TV-1967 Offline



Beiträge: 583

03.10.2021 12:42
#2 RE: Bewertet: "Keine Zeit zu sterben" (GB 2021) Zitat · Antworten

Endlich mal wieder ein richtig guter "Bond-Soundtrack". Diesmal von Hans Zimmer eingespielt und einer Verneigung vor John Barry.

Tarzan Offline



Beiträge: 999

03.10.2021 20:31
#3 RE: Bewertet: "Keine Zeit zu sterben" (GB 2021) Zitat · Antworten

Ein würdiger Abschluss für Craig! Dazu ein schwacher Hauptschurke und eine kubanische Überraschung. Ja, die Musikuntermalung ist diesmal wieder ein Pluspunkt. Sollte man sich auf der großen Leinwand anschauen... alleine schon, um die Kinos zu unterstützen!

Josh Offline




Beiträge: 7.928

04.10.2021 13:28
#4 RE: Bewertet: "Keine Zeit zu sterben" (GB 2021) Zitat · Antworten

Ich fand das auch einen würdigen Abschiedsfilm für Daniel Craig, der allerdings die Fangemeinde spalten wird.

Kult-Kriminalist Offline




Beiträge: 11

04.10.2021 18:09
#5 RE: Bewertet: "Keine Zeit zu sterben" (GB 2021) Zitat · Antworten

"Keine Zeit zu sterben" - Famoser Abschied des wandlungsfähigsten Nullnullsieben

Der neue Bondfilm ist ein echtes Meisterwerk. Es handelt sich gewiss um einen der drei besten Bondfilme überhaupt. Ich kann da meinen Vorrednern nur zustimmen, dass es ein absolut würdiger Abschluss für Daniel Craig ist. Nachdem "Quantum" und "Spectre" etwas weniger gelungen waren, liegt der neue Film auf dem Niveau von "Casino Royale" und "Skyfall" und übertrifft diese sogar.

Und eins hat Craig in jedem Fall geschafft: Er hat die mageren Dalton- und Brosnan-Jahre vergessen gemacht und jede Menge Dynamik auf der Höhe der Zeit und frischen Input geliefert. Sein fünfter Film beschließt seine Ära fulminant. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. Hoffentlich findet man schnell ein passenden Darsteller, der dann Bond auf eine ähnlich innovative Weise umkrempelt und mit lebendiger Spielfreude up-to-date hält.

Chapeau, Mr. Craig! Die Zuschauer und 007-Freunde werden Sie schon sehr bald vermissen...

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.543

09.10.2021 07:36
#6 RE: Bewertet: "Keine Zeit zu sterben" (GB 2021) Zitat · Antworten

Da ich mir den Film gestern Abend angesehen habe, kann ich nun auch mitdiskutieren.

Der Soundtrack ist wirklich gut, allerdings auch kein Wunder, da viel "altes" wiederverwendet wurde. Obwohl der Film sehr lange läuft wurde er doch nie so wirklich langweilig; es geschieht sehr viel, vor allem unvorhersehbares. Auch der Humor kam nicht zu kurz. Es waren ein paar richtig gute Sprüche mit dabei. Leider bin ich nun schon fertig mit den positiven Nachrichten. Der Film war leider, wie von mir erwartet: schwach! Ich gehöre nicht zu der Fraktion, die jeden neuen Bond-Film gleich super und "am besten" finden und zähle diesen zu den schwächsten Filmen der Serie, wie die meisten der letzten 10 Bond-Filme. Große Ausnahme: CASINO ROYALE, der für mich zu den besten Bond-Filmen gehört.

Havi17 Offline




Beiträge: 3.600

09.10.2021 09:42
#7 RE: Bewertet: "Keine Zeit zu sterben" (GB 2021) Zitat · Antworten

Vielleicht muß man seinen Geschmack dem "Trend der Zeit" anpassen :-)

Gruss
Havi17

Tarzan Offline



Beiträge: 999

09.10.2021 10:09
#8 RE: Bewertet: "Keine Zeit zu sterben" (GB 2021) Zitat · Antworten

Mit Herrn Moore kann es Herr Craig lange aufnehmen, auch was die Filme betrifft. Soviel zum Zeitgeist!

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.543

09.10.2021 10:23
#9 RE: Bewertet: "Keine Zeit zu sterben" (GB 2021) Zitat · Antworten

Zitat von Havi17 im Beitrag #7
Vielleicht muß man seinen Geschmack dem "Trend der Zeit" anpassen :-)

Nein. Das muss man ganz sicher nicht. Ich stehe zu meiner Meinung und werde mich sicher nicht dem Mainstream unterwerfen.
Zitat von Tarzan im Beitrag #8
Mit Herrn Moore kann es Herr Craig lange aufnehmen, auch was die Filme betrifft. Soviel zum Zeitgeist!

Dazu habe ich eine völlig andere Meinung. Der einzige, der es nicht mit Craig "aufnehmen" kann, ist Timothy Dalton

Tarzan Offline



Beiträge: 999

09.10.2021 10:37
#10 RE: Bewertet: "Keine Zeit zu sterben" (GB 2021) Zitat · Antworten

Andere Meinungen zu haben, ist ok... Da ich mit Dalton quasi "aufgewachsen" bin bei 007, habe ich wiederum eine ganz andere Meinung und sehe den (und seine Filme) klar vor Moore. Insbesondere "Lizenz zum Töten", wo Bond auch schon mal seine Lizenz verlor, ist ein Top-Bond-Film. So einen Abtaucher wie "Im Angesicht des Todes" hat Dalton nie hinbekommen, da war er schauspielerisch sowieso viel besser als Moore. Und was diese Floskel "nicht dem Mainstream unterwerfen" betrifft: Damit kann man Craigs Bonds nun wirklich nicht abtun. Bei Craig ist die Figur, nach dem nun wirklich schlechtesten Bond (Brosnan), wieder in die richtige Richtung gegangen. Bond ist nunmal (auch) "Mainstream", zum Glück immer noch eine Marke. Die "woke Duftnote" tut ihm noch nicht einmal weh, da steht 007 drüber. Am Schluss ist die Dame sowieso nur noch Zuschauerin und hat nichts zu melden!

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.543

09.10.2021 12:19
#11 RE: Bewertet: "Keine Zeit zu sterben" (GB 2021) Zitat · Antworten

Das kann jeder sehen wie er will. Mit "James Bond" hat dieser Film nicht wirklich viel zu tun. Ich mag das ganze Geballere und Psycho-Gequatsche einfach nicht. Aber anscheinend gibt's ja genug, denen das gefällt. Und damit ist es gut so.

Havi17 Offline




Beiträge: 3.600

09.10.2021 13:08
#12 RE: Bewertet: "Keine Zeit zu sterben" (GB 2021) Zitat · Antworten

So ist halt der Teend, nicht nur im Kino und was viel schlimmer ist, die junge Generation wächst damit auf und
bildet dann erst recht diesen neuen Geschmack, wie auch anders. Da können auch dann nach den Wallace Streifen
die "Action-Bonds" irgendwann nicht mehr mithalten.

Gruss
Havi17

Tarzan Offline



Beiträge: 999

09.10.2021 15:53
#13 RE: Bewertet: "Keine Zeit zu sterben" (GB 2021) Zitat · Antworten

Roger Moore hat auch schon mit „James Bond“ nichts zu tun gehabt. Insofern kann das auch kein Maßstab sein!

DanielL Offline




Beiträge: 4.127

16.10.2021 19:55
#14 RE: Bewertet: "Keine Zeit zu sterben" (GB 2021) Zitat · Antworten

Gestern habe ich den Film gesehen, mein erster Kinobesuch seit Beginn der Pandemie und insgesamt wohl seit rd. 2 Jahren. Der Film hat tolle Locations, Momente und Action-Sequenzen, die im Kino voll zur Geltung kamen. Was die Schauplätze betrifft, konnte ich lediglich den norwegischen Wald als plötzlichen 'Abenteuerdschungel' nicht so ganz abkaufen. Aber im Großen und Ganzen war das ein Erlebnis und ein gelungener Abend. Das ist ja schon mal was Wert.

Es ist ja grundsätzlich fraglich, ob die Sichtweise von Bond-Traditionalisten für den Erfolg der Serie so entscheidend ist. Im Allgemeinen sind die Craig-Filme nun ein Erfolg gewesen, es ist gelungen die Bond-Reihe weitere 15 Jahre am Puls der Zeit zu halten - allen gesellschaftlichen und weltpolitischen Umbrüchen zum Trotz. Ein werkgetreuer Bond, der aus der Zeit fällt und keine Kinotickets mehr verkauft, hilft auch nicht. Insofern kann man die Produzenten beglückwünschen. Erste Tendenzen scheint es zu geben, dass sich der Film bei den Meinungen Vieler hinter CASINO ROYALE und SKYFALL, aber vor QUANTUM und SPECTRE einordnet. Wenn man den Unterhaltungswert und die Craig-Filme isoliert betrachtet, kann ich da wohl mitgehen, auch wenn ich für meine genauere Einordnung wohl noch etwas Abstand brauche.

Das nach Brosnan kein Bond kommen würde, der einfach nur den "Dienst" mit ein wenig neuer Note übernimmt, war wohl nötig. Gleichzeitig hatte ich nach "Casino Royale" die Befürchtung geäußert, dass man dem Mythos Bond nun zugunsten der persönlich motivierten Geschichte, der nahbaren Erzählweise ein Stück weit entzaubert. War der Mensch James Bond bisher immer ein Mysterium, von dem es immer nur vage Andeutungen gab, wie er zu dem wurde, was er ist, so war es nun wesentlicher Teil der Geschichte. Der erste Film war Bond "Episode I". "Skyfall", atmosphärisch und spannend zwar, präsentiert uns dann schließlich die ganze Kindheitsgeschichte von Bond, "Spectre" verbindet ihn gar familiär mit seinen Gegnern - wohlgemerkt ganz schön konstruiert.

"Keine Zeit zu sterben" setzt das jetzt wie zu erwarten war fort und begeht die nächsten "Tabubrüche des Auserzählens".

Wie es nun weitergeht, fraglich. Was war es da doch herrlich unkompliziert, als Roger Moore als Bond übernahm, Schlaghosen und Witzchen im Gepäck hatte, aber sich in der Erzählung einfach nur als Bond in die Arbeit stürzte. Es ist wohl wahrscheinlicher, dass nun das Prinzip "Spiderman" droht. Es wird nicht mehr forterzählt, sondern mit jedem Hauptdarsteller von Neu. Regisseure und Autoren erzählen Figuren nicht mehr fort, sondern sollen sie gleich immer neu erfinden. Eine neue Geschichte, wie "Young Bond" den Doppelnullstatus erhält, klingt mir derzeit wenig schmackhaft.


Die Bond Traditionalisten wähnt man wohl mit all den Retro-Elementen zufrieden. Das kann einen aber nur oberflächlich begeistern. Mir reichen die obligatorischen Markenzeichen und Running-Gags (Gunbarrel; Bond. James Bond; Geschüttelt, nicht gerührt). Schön waren auch die subtilen Referenzen, visuell konnte man auch einige "Dr.No"-Verweise finden. Natürlich ist auch es nett, den halben "OHMSS"-Soundtrack wiederaufgelegt in Dolby Sound zu hören. Aber das geht mir dann zu weit. Außer dem tollen Titelsong kann so beim Soundtrack dann natürlich auch nichts hängenbleiben, außer eben die Selbstreferenzen. Neue Klassiker können so natürlich nicht entstehen. Überhaupt: Selbst wenn der DB5 den Geist aufgibt, holt Craig den nächsten Referenz-Aston-Martin von 1987 aus der Garage.

Das was der Film dagegen Neues bringt bzw. bringen soll: Spionage und Terrorabwehr in einem vollständig digitalen Zeitalter - hier nun mit der Herausforderung biologischer Waffen - ist zwar hochaktuell, bleibt aber letztlich umständlich mit dem "Bond im Einsatz"-Thema verbunden. So Recht weiß man eigentlich nicht, warum es ausgerechnet Bond sein soll, der hier verfolgt wird oder selbst verfolgt. Dazu auch interessante Gedanken bei Deutschlandfunk Kultur
https://www.deutschlandfunkkultur.de/can...ticle_id=503587. Das kann man natürlich auch ausblenden, und sich einfach berieseln lassen.

Bond ist in "Keine Zeit zu sterben" Teamworker. Unterwegs mit Felix Leiter, dann ein Einsatz mit der CIA-Agentin Paloma (die wohl am ehesten das klassische "Bond-Girl" ist, ohne jedoch die zeitgemäße Selbstständigkeit vermissen zu lassen), Q und der MI6 ständig "auf dem Ohr" und dann gesellt sich die Doppelnullagentin Nomi für einen nicht unwesentlichen Part dazu. Die Medien loben die erste schwarze Doppelnullagentin. Sie loben die ernstzunehmende "Bond-Frau". Ist die Zeit reif für solche eine Figur? Himmel, ja. Selbstverständlich. Aber wenn eine solche Figur dann den Anschein erweckt, in das Bond-Universum verbastelt zu werden, hilft es dem Film wenig.

Wäre es nicht viel ehrlicher und konsequenter, dann etwas Neues zu erfinden und zu Erfolg zu bringen, wo eine solche Figur ihren uneingeschränkten Leadactor-Platz bekommt? Der Agentenfilm hat doch auch neben Bond schon erfolgreiche Sachen hervorgebracht: Die Harry-Palmer-Filme, diese Triple-X-Actionfilme, die Jason-Bourne-Reihe,... Wo bleiben denn da die guten Ideen für eine eigenständige Heldin, die dem Genre einen neuen Anstrich gibt? So spielt Lashana Lynch gut auf, es gibt Szenen und Momente, die durchaus amüsant sind, aber letztlich wirkt es so, als habe man später selbst nicht so recht gewusst, wohin mit der Figur.

Zwischenfazit: "Keine Zeit zu sterben" liefert gelungene Abendunterhaltung - und schlaflose Nächte für Bond-Fans dazu.

Gruß,
Daniel

Old Rascal Offline



Beiträge: 85

20.10.2021 09:17
#15 RE: Bewertet: "Keine Zeit zu sterben" (GB 2021) Zitat · Antworten

Ehrlich gesagt macht ihr mich schon ein bisschen neugierig. Die Zeiten als ich ein Kino besuchte sind lange um (von gaaaanz wenigen Ausnahmen einmal abgesehen). Bei den heutigen Auflagen reizt mich das schon doppelt nicht mehr. Ich durfte ja noch den inzwischen seeligen Sean Connery im Kino erleben und habe Bond weiter verfolgt, wenn auch mit deutlich abnehmender Begeisterung. Irgendwie wäre es schade, mit der Doppelnull zu brechen, nachdem ich ja jeden Film mindestens einmal gesehen habe. Das fortgeschrittene Lebensalter ist auch nicht unbedingt ein Grund, lange zu warten. Ich hoffe der Film ist bald anderweitig verfügbar, dann kann ich ihn in kleinere leichtverdaulichere Teile zerlegen :)

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