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Dieses Thema hat 19 Antworten
und wurde 723 mal aufgerufen
 James-Bond-007-Forum
Seiten 1 | 2
Jan Offline




Beiträge: 1.217

16.09.2015 15:00
#16 RE: Bewertet: "Der Morgen stirbt nie" (18/1997) Zitat · antworten

Interessant, wie sehr sich die Meinungen ändern. Nicht bezogen auf Einzelne hier, eher bezogen auf meinen generellen Eindruck. Was ist nicht alles über Daniel Craig ausgegossen worden an Häme und Spott. Was sind die Produzenten verflucht worden ob des neuen Weges, Bond ins Kino zu bringen. Langsam aber sicher jedoch ackert sich der gute Daniel Craig meinem Eindruck zufolge spätestens seit Skyfall immer weiter nach vorne in der Gunst der Fans. Liegt's an guten Büchern, welche der oftmals blassen Connery-Kopie Brosnan häufig verwehrt blieben? Hat sich der Zuschauer an den neuen Typ Bond gewöhnt und verbindet ihn gelungen mit Daniel Craig? Ich weiß es nicht, bin jedoch froh, dass es so gekommen ist. Wenngleich er Roger Moore natürlich nie wird das Wasser reichen können. Selbstverständlich.

Gruß
Jan

Josh Offline




Beiträge: 7.841

16.09.2015 20:26
#17 RE: Bewertet: "Der Morgen stirbt nie" (18/1997) Zitat · antworten

Zitat von Edgar007 im Beitrag #14
EIN QUANTUM TROST zählt sicher zum schlechtesten Drittel der Bondfilme. SKYFALL ist für mich durch das kitschige Ende nur gutes Mittelmaß. CASINO ROYALE zählt sicher zu den 5 besten Bondfilmen.

Quantum ist für mich der beste Bond von Craig, gefolgt von Skyfall. Casino Royale bildet bei mir das Schlusslicht, den fand ich aber auch klasse.

patrick Offline




Beiträge: 2.763

16.09.2015 20:59
#18 RE: Bewertet: "Der Morgen stirbt nie" (18/1997) Zitat · antworten

Ich finde "Casino" und "Skyfall" beide klasse, Skyfall sogar noch etwas besser. Für mich hat er eine wahnsinnig abwechslungsreiche und abenteuerliche Handlung und einen sehr guten Bösewicht. Außerdem gefällt mir, wie dort alle typischen Bond-Figuren neu-definiert werden. Vor allem Ralph Finnes als M finde ich sehr gut besetzt. Beide Filme werden sich voraussichtlich in meinen Top-10 finden, oder höchstens einer von ihnen sie um Haaresbreite verfehlen. Quantum wird bei meinem Gesamt-Ranking allerdings am anderen Ende zu finden sein.In der Tat war Craig für mich anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Als er in den Medien präsentiert wurde, dachte ich mir, das ist doch kein Bond, da er mich auf den ersten Blick optisch ganz und gar nicht ansprach. Das gute Drehbuch von "Casino" und sein "toughes" und maskulines Auftreten haben mich dann aber mehr und mehr eines besseren belehrt.

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.275

15.04.2017 08:17
#19 RE: Bewertet: "Der Morgen stirbt nie" (18/1997) Zitat · antworten

Gestern im Rahmen meiner chronologischen Sichtung wieder mal gesehen. Obwohl der Film einerseits völliger Quatsch ist, ist er andererseits nie langweilig und sogar sehr unterhaltsam. Elliot Carver ist jedoch der mit Abstand lächerlichste "Bösewicht" aller James Bond-Filme und für mich absolut unglaubwürdig. Die deutsche Synchronstimme passt da perfekt. Man hätte sie vielleicht noch durch die von Spongebob toppen können...

Ray Offline



Beiträge: 730

10.08.2017 21:51
#20 RE: Bewertet: "Der Morgen stirbt nie" (18/1997) Zitat · antworten

James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie (Tomorrow never dies) (GB 1997)

Regie: Roger Spottiswoode

Darsteller: Pierce Brosnan, Jonathan Pryce, Michelle Yeoh, Teri Hatcher, Götz Otto, Ricky Jay, Joe Don Baker, Judi Dench, Samantha Bond, Desmond Llewelyn u.a.



Nachdem in finazieller Hinsicht großen Erfolg des Brosnan-Debüts verlor man keine Zeit und kehrte sofort in den alten Zwei-Jahres-Rhythmus zwischen den Filmen zurück. Ganz offenbar hatte man mit Pierce Brosnan einen Darsteller gefunden, den das Kinopublikum der 1990er annahm.

"Der Morgen stirbt nie" ist in vielerlei Hinsicht besser als der erste Brosnan-Film "GoldenEye", dennoch auf die ganze Reihe bezogen immer noch unterdurchschnittlich. Die Action ist bis auf den eher öden Showdown durchaus gelungen. Die Pre-Title-Sequenz ist kurz und knackig, die Motorradfahrt, bei der Bond und die von Michelle Yeoh verkörperte chinesische Agentin durch das fiktive Saigon jagen und sogar über Dächer springen, macht Spaß. Die Sache mit dem ferngesteuerten Auto ist sicher grenzwertig, aber immer noch amüsant.

Da ist man gleich beim richtigen Stichwort, denn Platz für unfreiwilliges Amüsement ist wie immer in der Ära Brosnan reichlich vorhanden. Ob die völlig überzogene und einem Rumpelstilzchen ähnelnde Darstellung Jonathan Pryce´ als übergeschnappter Medienmogul oder die eher vergeblichen Bemühungen, durch die Beziehung Paris-Bond emotionale Tiefe in die Materialschlacht zu bringen, seien nur beispielhaft erwähnt. Generell lässt die schauspielerische Performance zu wünschen übrig. Dass Götz Otto mit seinem überschaubar anspruchsvollen Part bereits an Grenzen stößt, ist offensichtlich. Auch Teri Hatcher macht in darstellerischer Hinsicht keine besonders glückliche Figur. Michelle Yeoh holte man wohl eher wegen ihrer Popularität in Fernost, blöd nur, dass sie ihre originären Talente, nämlich die persönliche Vornahme spektakulärer Stunts und Fights, aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht zeigen durfte. So verpufft auch ihr Engagement weitgehend. Pierce Brosnan zeigt sich etwas verbessert, bleibt aber insgesamt klischee- und schablonenhaft in der Rolle des Doppelnullagenten.

Die Story ist im Ansatz nicht uninteressant und auch heute noch von Relevanz, schießt aber letztlich ebenso übers Ziel hinaus wie Jonathan Pryce mit seiner Darbietung des Elliot Carver. Schon jetzt beginnen die überlebensgroßen Missionen der Brosnan-Ära zu ermüden. Scheinbar war man zu dieser Zeit (mal wieder) der festen Überzeugung, das Publikum würde Bond nur gutheißen, wenn man den geliebten Agenten auf storytechnisch dünnem Eis durch die Welt hetzen lässt.

Enttäuschend "neumodisch" fallen die Titelcredits aus, hier wird die Klasse Maurice Binders schmerzlich vermisst. David Arnold zeigt sich erstmals für die Musik verantwortlich. Der Titelsong Sheryl Crows passt sich dem Niveau des Films an, im Vergleich zu vorangegangen Liedern erreicht man wenn überhaupt durchschnittliches Niveau. Ansonsten fällt auf, dass Arnold in den Szenen, die in Deutschland verortet sind, "typisch deutsch" auf elektrolastige Untermalung setzt.

Alles in allem unterhält der Film bei alllen Schwächen über weite Strecken ordentlich, fürs Finale hätte man sich aber etwas kreativeres ausdenken dürfen. Diese heruntergekurbelte Materialschlacht beeindruckt zumindest heute keinen mehr.


Solide unterhaltendes Bond-Abenteuer mit gutem Tempo, teilweise starker Action, aber Schwächen in puncto Story und schauspielerischem Niveau. 3 von 5 Punkten.

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