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Dieses Thema hat 25 Antworten
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Cora Ann Milton Offline



Beiträge: 5.110

02.02.2014 19:27
#16 RE: Zitate, Sprüche und Anekdoten Zitat · Antworten

Mitten in einer Theatervorstellung unterbricht sich Sir Ralph Richardson und tritt nach vorn an die Rampe. "Entschuldigung, aber ist ein Arzt anwesend?" ruft er ins Publikum. Ein Herr meldet sich. Richardson erkundigt sich absolut gelassen: "Finden Sie dieses Stück nicht auch schrecklich, Herr Doktor?"

"Das ganze ist eine Sache der Vorstellungskraft. Phantasie."
(Heinz Drache in "Der Hexer")

Peter Offline




Beiträge: 2.845

21.09.2015 23:16
#17 RE: Zitate, Sprüche und Anekdoten Zitat · Antworten

Hallo zusammen,
gern möchte ich diese Sammlung noch einmal verdichten auf die Wallace-Filme mitsamt Epigonen.
Hier also einige Zitate mit den Schwerpunkten Sarkasmus & Zynismus, die mir persönlich in der Vergangenheit als besonders gelungen aufgefallen sind - oder jetzt noch spontan einfallen. Ergänzungen ausdrücklich erwünscht...:

"Ha, du Narr... Dann macht´s eben ein anderer..." Jochen Brockmann in "Der Frosch mit der Maske"

"Aber Inspektor, man kann sich doch wandeln." - "Was haben Sie gesagt? Wandeln? Am Abgrund, Brady, am Abgrund..." Reinhard Kolldehoff und Siegfried Lowitz in "Der Frosch mit der Maske"

"Sympathisch war der mir nie." Siegfried Lowitz in "Der Frosch mit der Maske"

"Hahahahaha, der rote Kreis. Dass ich nicht zur Polizei gehe, heißt noch lange nicht, dass ich Angst habe. Angst vor dem roten Kreis." Alfred Schlageter in "Der rote Kreis"

"...dann wissen Sie auch, daß wir Sie aufhängen werden." - "Aufhängen? Mich?" - "Haben Sie geglaubt, Sie kriegen einen Orden?" Karl-Georg Saebisch, Panos Papadopoulos und Klausjürgen Wussow in "Der rote Kreis"

"Und wenn der Strick reißt?" - "Dann nehmen wir einen neuen." Klausjürgen Wussow und Eddi Arent in "Der rote Kreis"

"Möge Gott mir vergeben." - "Da muß Gott sich aber beeilen, Freund; sonst kommt ihm die Galgenhand zuvor!" Josef Dahmen und Otto Collin in "Die Bande des Schreckens"

"Hokuspokus fidibus, aus dem Hörer fällt ein Schuss." Alf Marholm in "Die Bande des Schreckens"

"Der berühmte Druck auf den Knopf - ich hätt´s getan!" Wolfgang Preiss in "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse"

"Ich denke, es ist mir gelungen, das Heim in jeder Hinsicht zu säubern." Dieter Borsche in "Die toten Augen von London"

"Ich sag´s ja immer: Keine Liebe mehr unter den Menschen." Harry Wüstenhagen in "Die toten Augen von London"

"Nur der Tod kann das Geschwätz des Narren auslöschen." Christopher Lee in "Das Geheimnis der gelben Narzissen"

"Es ist aus mit Ihnen... Aus." Klaus Kinski in "Die seltsame Gräfin"

"...und wenn man zupackt, holt man sich klebrige Finger." - "Sie müssen eben die Spinne packen, nicht das Netz!" Gert Fröbe und Fausto Tozzi in "Im Stahlnetz des Dr. Mabuse"

"Woll´n´se jetz´n bißchen heulen?" Heinz Drache in "Die Tür mit den sieben Schlössern"

"Ihre Methoden gefallen mir nicht. Sie sind mir zu unwissenschaftlich." Pinkas Braun in "Die Tür mit den sieben Schlössern"

"Und dann? Was ist dann? Willst du mich ersäufen? Oder erschießen? Oder was?" Jan Hendriks in "Die Tür mit den sieben Schlössern"

"Wann schlafen Sie eigentlich?" - "Ja, das frage ich mich auch manchmal." Joachim Fuchsberger und Richard Münch in "Das Gasthaus an der Themse"

"Der drückt sich nicht mit jungen Mädchen im Kohlenkeller ´rum, so wie Sie, Mr. Wade!" Elisabeth Flickenschildt in "Das Gasthaus an der Themse"

"....Wer leben will, muss schweigen können." Klaus Kinski in "Das Gasthaus an der Themse"

"....Der Feigling stirbt tausendmal, bevor der Tod ihn küsst." Klaus Kinski in "Das Gasthaus an der Themse"

"Das ist dein Ende, Zinker!" Siegfried Wischnewski in "Der Zinker"

"Es steht nicht jedem ins Gesicht geschrieben, ob er ein Mörder ist." Werner Peters in "Der schwarze Abt"

"Und wenn einer hier stirbt?" - "Dann hat er Pech gehabt..." Klaus Kinski und Heinz Drache in "Das indische Tuch"

"Glauben Sie, ich mach´ hier ´ne Modenschau?" Hans Nielsen in "Das indische Tuch"

"Ich werde erst wieder glücklich sein, wenn du am Galgen hängst!" Gisela Uhlen in "Das indische Tuch"

"Ich pflege meine Morde prinzipiell selbst zu begehen." Klaus Kinski in "Das indische Tuch"

"Das (Rasiermesser) haben wir bei ihm gefunden." - "Ich trag´s nur bei mir, damit´s nicht in unrechte Hände kommt." Kurd Pieritz und Hans Clarin in "Zimmer 13"

"Jetzt fürcht´ ich allerdings, wird sich der Hexer keines sehr langen Lebens mehr erfreuen." Jochen Brockmann in "Der Hexer"

"Können Sie mit Hunden umgehen?" - "Ja. Aber die nicht mit mir!" Joachim Fuchsberger und Siegfried Lowitz in "Der Hexer"

"Hopkins hier. Geben Sie mir Mister Messer." - "Der kann Ihnen jetzt auch nicht mehr helfen." Carl Lange und Heinz Drache in "Der Hexer"

Peter Offline




Beiträge: 2.845

17.10.2015 09:07
#18 RE: Zitate, Sprüche und Anekdoten Zitat · Antworten

"... denn schließlich bin ich O. W. Fischer...!"

"Das bist du in Deutschland, Otto. Aber was bist du im Ausland? Da hält man dich für eine Zahnpasta."


O. W. Fischer und Géza von Radványi während der Dreharbeiten zu "Das Riesenrad" (1961)

Cora Ann Milton Offline



Beiträge: 5.110

17.10.2015 11:40
#19 RE: Zitate, Sprüche und Anekdoten Zitat · Antworten

"Das macht Freude!" verkündet Eddi Arent in "Die Bande des Schreckens". Deshalb hier einige Ergänzungen.

“Leichen sind nicht erbberechtigt.”
(Heinz Drache in “Das indische Tuch”)

“Reverend Hastings frühstückt nicht, Mylady.”
“Oh! Fühlt er sich nicht wohl?”
“Das entzieht sich meiner Kenntnis, Mylady. Er ist tot.”
(Eddi Arent und Elisabeth Flickenschildt in “Das indische Tuch”)

“In welcher Welt lebst du eigentlich?”
“In meiner, Mama ...”
(Elisabeth Flickenschildt und Hans Clarin in “Das indische Tuch”)

“Na Ross, wo haben Sie denn die Tücher?”
“Das wird nicht verraten. Die brauche ich noch für die anderen.”
(Heinz Drache und Klaus Kinski in “Das indische Tuch”)

“Sind Mörder eigentlich erbberechtigt?”
(Siegfried Schürenberg in “Das indische Tuch”)

“Ein frühes Dolce Vita, wenn ich mir diese Bemerkung erlauben darf.”
“Muss ja ‘n ziemlich starker Verkehr geherrscht haben, was?”
(Eddi Arent und Heinz Drache in “Das indische Tuch”)

“Vier Erben sind noch am Leben. Einer davon ist der Mörder. Das steht fest. Und der wird jetzt natürlich versuchen, auch noch die anderen drei zu ... Na, Sie wissen schon.”
“Warum soll er auch mittendrin aufhören.”
(Heinz Drache und Corny Collins in “Das indische Tuch”)

“Sie Schwein, Sie! Ich sollte mir das Genick brechen, was?”
“Kommt noch!”
(Klaus Kinski und Heinz Drache in “Das indische Tuch”)

“Also Warren, bringen Sie mir den Hexer. Tot oder lebendig.”
“Ich werde Arthur Milton fragen, wie es ihm recht wäre, Sir.”
(Siegfried Schürenberg und Siegfried Lowitz in “Der Hexer”)

“Man sagt, wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.”
(Margot Trooger in “Der Hexer”)

“Stellen Sie sich vor, ich wollte Cora Ann besuchen und sie sagte Arthur zu mir ...”
(Siegfried Lowitz in “Der Hexer”)

“Ich will wissen, wie Sie hier reingekommen sind!”
“Fallschirm!”
(Joachim Fuchsberger und Heinz Drache in “Der Hexer”)

“Was fehlt ihm denn?”
“Nichts mehr, Sir!”
(Siegfried Schürenberg und Siegfried Lowitz in “Der Hexer”)

“Ist das ein Verhör?”
“Noch nicht, aber es könnte vielleicht eins werden.”
(Brigitte Horney und Heinz Drache in “Neues vom Hexer”)

“Lady Curtain wurde ermordet.”
“Oh, das ist aber sehr unangenehm.”
“Besonders für Lady Curtain.”
(Heinz Drache, Siegfried Schürenberg und Barbara Rütting in “Neues vom Hexer”)

“Archie Moore ...”
“Und mausetot, Sir John.”
(Siegfried Schürenberg und Heinz Drache in “Neues vom Hexer”)

“Wissen Sie eigentlich, dass Sie in Lebensgefahr sind?”
“Das ist man von Geburt an, Inspektor.”
(Heinz Drache und Barbara Rütting in “Neues vom Hexer”)

“Sie sehen reizend aus, wenn Sie leben!”
(Heinz Drache in “Neues vom Hexer”)

Die Leiche von Butler Edwards fällt aus dem Speisenaufzug.
“Und das bei dem heutigen Personalmangel!”
(Eddi Arent in “Neues vom Hexer”)

“Nanu? Was ist denn das? Ich komme hier vorbei, wollte nur mal schnell Guten Tag sagen und wen finde ich? Mr. Baldwin. Wissen Sie, er wohnt im Zimmer neben mir im Old Inn, und er kam nicht nach Hause. Oh, ist er tot?”
(Heinz Drache in “Der Hund von Blackwood Castle”)

“Es geht ihm nicht besonders, er ist tot.”
(Siegfried Schürenberg in “Der Hund von Blackwood Castle”)

“Solange ich bei Scotland Yard bin, ist es noch nie bei einem bescheidenen Toten geblieben.”
(Siegfried Schürenberg in “Der Hund von Blackwood Castle”)

“Archie, ich bin wirklich ganz außer mir. Die Menschen sterben hier wie die Fliegen.”
(Agnes Windeck in “Der Hund von Blackwood Castle”)

“Ach, und schließen Sie Ihre Tür gut ab. Man kann doch nie wissen, was so einem Zinker alles einfällt.”
(Agnes Windeck in “Der Zinker”)

“Man müsste ihn mit einer kleinen Laubsäge ...”
(Agnes Windeck in “Der Zinker”)

“Wenn man Angst hat, gehen alle Uhren nach. Ist ja auch kein angenehmes Gefühl, darauf zu warten, dass man abgemurkst wird.”
(Agnes Windeck in “Der Zinker”)

“Kein leichter Tod - das Gift der schwarzen Mamba.”
(Agnes Windeck in “Der Zinker”)

“Noch 24 Stunden, Sutton, dann sterben Sie! - Tja, das sind keine erfreulichen Aussichten für Sie, Mr. Sutton.”
(Heinz Drache in “Der Zinker”)

“Pathologen haben ja immer das letzte Wort.”
(Heinz Drache in “Der Zinker”)

“Sitzen werdet ihr - und nicht zu knapp, es sei denn ihr findet einen Richter, dem ihr mit eurer Story das Herz brecht!”
(Heinz Drache in “Der Zinker”)

“Ich weiß nicht, was ich von Ihnen halten soll, Mr. Bourke. Sie geben mir immer neue Rätsel auf.”
“Man tut, was man kann.”
(Karin Dor und Siegfried Lowitz in “Der Fälscher von London”)

“Ich denke wie der Eingeborene in dem Gedicht, ich glaube, es ist, glaube ich, von Kipling: ‘Kommt es einmal zum Gemetzel, ist keine Zeit für Brezel.”
(Siegfried Lowitz in “Der Fälscher von London”)

“Wen wollen Sie denn heute Nacht niedermetzeln?”
“Ach wissen Sie, das weiß ich leider noch nicht, aber es wird sich wohl schon jemand finden.”
(Viktor de Kowa und Siegfried Lowitz in “Der Fälscher von London”)

“Manche Männer hüpfen wie die Frösche, und eines Tages brechen sie das Genick.”
(Siegfried Lowitz in “Der Frosch mit der Maske”)

“Die meisten Menschen sind ihr Leben lang blind. Geben Sie mir ein paar Streichhölzer, vielleicht geht mir dann ‘n Licht auf.”
(Siegfried Lowitz in “Der Frosch mit der Maske”)

“Schade, Balder! Sie sind der Einzige, den Nummer Sieben nicht befreien kann.”
(Siegfried Lowitz in “Der Frosch mit der Maske”)

“Na, vielleicht fällt’s euch dann ein, bevor ihr hängt.”
(Siegfried Lowitz in “Der Frosch mit der Maske”)

“Na, fassen Sie sich, Mann. Sie sind ja nicht ermordet worden.”
(Siegfried Lowitz in “Der Frosch mit der Maske”)

Peter Offline




Beiträge: 2.845

19.10.2015 11:38
#20 RE: Zitate, Sprüche und Anekdoten Zitat · Antworten

"Da ist kein Schwanz lebend rausgekommen."

Kurt Waitzmann in "Der Hexer"

Cora Ann Milton Offline



Beiträge: 5.110

21.10.2015 15:03
#21 RE: Zitate, Sprüche und Anekdoten Zitat · Antworten

"Wir können uns den Luxus unangebrachter Sentimentalitäten einfach nicht leisten, mein Schatz. Und in diesem Fall ist der Tod die einfachste und deshalb beste Lösung."

(Gisela Uhlen in "Die Tür mit den sieben Schlössern")

Peter Offline




Beiträge: 2.845

02.01.2016 12:23
#22 RE: Zitate, Sprüche und Anekdoten Zitat · Antworten

Na denn, Prost Neujahr!

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"Wat Krupp in Essen, bin ick in Trinken." Hans Albers

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Heinrich George war, wie fast die ganze Generation der 'schweren' Charakterhelden jener Zeit, dem Alkohol nicht abgeneigt. Man erzählt, er habe einmal während einer Vorstellung sechs Pullen Schampus geschluckt.
Eines Abends, so berichtet die Legende, hätte George - damals Intendant des Schiller-Theaters - eine seiner großen Rollen, den 'Richter von Zalamea', spielen sollen. Zum üblichen Zeitpunkt, eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung, war er jedoch nicht in seiner Garderobe. Der persönliche Garderobier Georges, ein kleiner gewitzter Berliner, ließ durch den Bühnenpförtner in der Intendanz nachfragen. Nein, der Chef war nicht da. Auch in der Kantine war er nicht gesehen worden. Er musste wohl vergessen haben, dass er Vorstellung hatte. Man rief bei ihm zu Hause an. Auch dort war er nicht. Da beschlich den Garderobier ein schlimmer Verdacht. Er verließ das Theater, ging um zwei Ecken herum und stand bald vor der Kneipe, die nach der Vorstellung häufig von Schauspielern des Theaters aufgesucht wurde. Er hörte lautes Lachen, bald auch die mächtige Stimme seines Herrn, und stieg die wenigen Stufen hinunter. Unten im Kellerlokal erblickte er George mitten in einer Runde fröhlicher Zecher, voll wie tausend Mann, als dieser gerade dabei war, eine Geschichte zu erzählen, die mit Lachen und Applaus seiner Bewunderer belohnt wurde. Plötzlich bemerkte George seinen Garderobier, der in der Nähe des Eingangs stehen geblieben war und nicht gewagt hatte, den Chef, wie er ihn nannte, zu unterbrechen. Der schaute den kleinen Mann an und sagte: "Dich kenn ich doch, bist du nich..." - "Ihr Garderobier, Chef", erklärte der, vorsichtig die Achseln hebend. "Wat, wat, wat, wat? Wat suchst du denn hier?" - "Ihnen such ick, Chef, Sie haben doch Vorstellung. Die Leute sitzen schon." - "Wat, wat, wat, wat?" - "Aber wissense wat, Chef? Ick sag im Theater, ick habe Ihn´n nich jefunden. SO können Sie ja nich spielen." - "Wat, wat, wat? Ick kann nich???", fragte George. "Ick kann!!!", brüllte er mit Löwenstimme. Er wuchtete sich vom Stuhl hoch, wankte zur Tür und ging ächzend die Stufen hoch, wobei er sich auf den kleinen Garderobier stützte, der fast zusammenbrach. So schleppte er sich bis zum Bühneneingang des Theaters. Dort sah ihn der Portier, stürzte aus seiner Loge, stützte nun seinerseits den schweren Mann und sagte: "Wissen Sie wat, Chef? Ick rufe Ihnen ein Taxi, denn Sie können ja nich spielen!"
"Wat!?", schrie George, "ick kann nich??? Ick kann!!!" Er riss sich los und betrat das Theater. Da kam ihm der Abendregisseur entgegen. "Ich habe vor dem Vorhang schon angesagt, dass Sie krank sind, Herr Intendant, und wenn Sie wollen, gehe ich nochmals raus und sage an, dass Sie tatsächlich nicht spielen können." - "Ick kann nich???", schrie George wieder, "ick kann!!!" und schlug den Weg zu seiner Garderobe ein. Auf den Garderobier, den Portier und den Abendregisseur gestützt, kam er dort an und fiel auf den Schminkstuhl. Sie machten sich daran, ihn zu entkleiden, dann ihm seine Beinkleider, sein ledernes Wams anzulegen und die hohen Stiefel anzuziehen, während sich der Maskenbildner an seinem Gesicht zu schaffen machte, einen Bart anklebte, was bei dem schwitzenden Koloss nicht einfach war. Schließlich hievten vier Männer den Schauspieler vom Stuhl und schoben ihn den Gang entlang zur Bühne, unterwegs versuchte ihm ein befreundeter Kollege vorsichtig klarzumachen: "Heinrich, mach keine Sachen, so kannst du doch nicht spielen!", während der wieder sein "Ick kann nich? Ick kann!" brüllte. Schließlich setzte man ihn zum Stückbeginn auf der Bühne auf einen Schemel. Es wurde dunkel, der Vorhang hob sich, langsam wurden die auf den Schauspieler gerichteten Scheinwerfer heller und heller, nach einer langen Pause, in der das Publikum ihn gebannt anstarrte, öffnete sich der Mund des Mimen, er atmete ein paarmal schwer und röchelte schließlich: "Ick kann doch nich!"
Mario Adorf in "Schauen Sie mal böse. Geschichten aus meinem Schauspielerleben"

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"Herr Lieffen, Sie müssen sich allmählich entscheiden, ob Sie doch noch Schauspieler werden - oder Ihr Leben als Silvesterscherz verbringen wollen."
Fritz Kortner bei Proben zu Karl Lieffen (in Wahrheit freundschaftlich, was Kortner allerdings bei seinen Bemerkungen nur selten erkennen ließ)

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Peter Offline




Beiträge: 2.845

05.01.2016 09:46
#23 RE: Zitate, Sprüche und Anekdoten Zitat · Antworten

Fritz Kortner bei den Proben zu Hebbels 'Herodes und Marianne' mit Siegfried Lowitz als Achab....:
Lowitz hat den Satz zu sagen: "Man spricht von einer Jungfau Maria."
Kortner: "Nicht, nicht, Lowitz, Lowitz. Von einer Jungfrau Maria. Es ist doch nicht alltäglich, dass eine Jungfrau ein Kind gebiert."
Lowitz: "Man spricht von einer Jungfrau Maria."
Kortner: "Nicht, nicht, nicht, Lowitz..."
Der kann es Kortner nach einer halben Stunde immer noch nicht recht machen und hat plötzlich die gefährliche Idee, Kortners nasale Sprechweise zu imitieren.
Lowitz (durch die Nase): "Man spricht von einer Jungfau Maria!"
Kortner: "Ja, Lowitz. Das ist es doch. Da haben Sie´s ja! Warum nicht gleich so? Aber, Lowitz, bitte, rümpfen Sie bei der Jungfrau nicht die Nase, sonst denkt man, die Jungfrau stinkt, und das wird dann wieder mir in die Schuhe geschoben."

Mario Adorf in "Schauen Sie mal böse. Geschichten aus meinem Schauspielerleben"

Peter Offline




Beiträge: 2.845

06.06.2016 14:07
#24 RE: Zitate, Sprüche und Anekdoten Zitat · Antworten

Die "100 GREATEST MOVIE QUOTES OF ALL TIME" des American Film Institute sollen hier nicht fehlen. Sehr schöne und interessante Ergänzungen dabei, auch wenn nicht wirklich alles TOP-würdig ist. Und: Wie immer betrachten die Amerikaner nur sich selbst als komplette Welt...


1. "Frankly, my dear, I don't give a damn!". Gone With The Wind. 1939.

2. "I'm going to make him an offer he can't refuse. The Godfather. 1972.

3. "You don't understand! I coulda had class. I coulda been a contender. I could've been somebody, instead of a bum, which is what I am." On the Waterfront. 1954.

4. "Toto, I've got a feeling we're not in Kansas anymore." The Wizard of OZ. 1939.

5. "Here's looking at you, kid." Casablanca. 1942.

6. "Go ahead, make my day." Sudden Impact. 1983.

7. "All right, Mr. DeMille, I'm ready for my close-up." Sunset Boulevard. 1950.

8. "May the Force be with you." Star Wars. 1977.

9. "Fasten your seatbelts. It's going to be a bumpy night." All about Eve. 1950.

10. "You talking to me?" Taxi Driver. 1976.

11. "What we've got here is failure to communicate." Cool Hand Luke. 1967.

12. "I love the smell of napalm in the morning." Apocalypse Now. 1979.

13. "Love means never having to say you're sorry." Love Story. 1970.

14. "The stuff that dreams are made of." The Maltese Falcon. 1941.

15. "E.T. phone home." E.T. - The Extra-Terrestrial. 1982.

16. "They call me Mister Tibbs!" In the Heat of the Night. 1967.

17. "Rosebud." Citizen Kane. 1941.

18. "Made it, Ma! Top of the world!" White Heat. 1949.

19. "I'm as mad as hell, and I'm not going to take this anymore!" Network. 1976.

20. "Louis, I think this is the beginning of a beautiful friendship." Casablanca. 1942.

21. "A census taker once tried to test me. I ate his liver with some fava beans and a nice Chianti." The Silence of the Lambs. 1991.

22. "Bond. James Bond." Dr. No. 1962.

23. "There's no place like home." The Wizard of OZ. 1939.

24. "I am big! It's the pictures that got small." Sunset Blvd. 1950.

25. "Show me the money!" Jerry Maguire. 1996.

26. "Why don't you come up sometime and see me?" She Done him Wrong. 1933.

27. "I'm walking here! I'm walking here!" Midnight Cowboy. 1969.

28. "Play it, Sam. Play 'As Time Goes By.'" Casablanca. 1942.

29. "You can't handle the truth!" A few good men. 1992.

30. "I want to be alone." Grand Hotel. 1932.

31. "After all, tomorrow is another day!" Gone with the wind. 1939.

32. "Round up the usual suspects." Casablanca. 1942.

33. "I'll have what she's having." When Harry met Sally. 1989.

34. "You know how to whistle, don't you, Steve? You just put your lips together and blow." To Have and Have not. 1944.

35. "You're gonna need a bigger boat." Jaws. 1975.

36. "Badges? We ain't got no badges! We don't need no badges! I don't have to show you any stinking badges!" The Treasure of the Sierra Madre. 1948.

37. "I'll be back." The Terminator. 1984.

38. "Today, I consider myself the luckiest man on the face of the earth." The Pride of the Yankees. 1942.

39. "If you build it, he will come." Field of Dreams. 1989.

40. "Mama always said life was like a box of chocolates. You never know what you're gonna get." Forrest Gump. 1994.

41. "We rob banks." Bonnie and Clyde. 1967.

42. "Plastics." The Graduate. 1967.

43. "We'll always have Paris." Casablanca. 1942.

44. "I see dead people." Aus: The Sixth Sense. 1999.

45. "Stella! Hey, Stella!" A Streetcar namend Desire. 1951.

46. "Oh, Jerry, don't let's ask for the moon. We have the stars." Now, Voyager. 1942.

47. "Shane. Shane. Come back!" Shane. 1953.

48. "Well, nobody's perfect." Some like it hot. 1959.

49. "It's alive! It's alive!" Frankenstein. 1931.

50. "Houston, we have a problem." Apollo 13. 1995.

51. "You've got to ask yourself one question: 'Do I feel lucky?' Well, do ya, punk?" Dirty Harry. 1971.

52. "You had me at hello." Jerry Maguire. 1996.

53. "One morning I shot an elephant in my pajamas. How he got in my pajamas, I don't know." Animal Crackers. 1930.

54. "There's no crying in baseball!" A League of their own. 1992.

55. "La-dee-da, la-dee-da." Annie Hall. 1977.

56. "A boy's best friend is his mother." Psycho. 1960.

57. "Greed, for lack of a better word, is good." Wall Street. 1987.

58. "Keep your friends close, but your enemies closer." The Godfather II. 1974.

59. "As God is my witness, I'll never be hungry again." Gone with the wind. 1939.

60. "Well, here's another nice mess you've gotten me into!" Sons of the desert. 1933.

61. "Say "hello" to my little friend!" Scarface. 1983.

62. "What a dump." Beyond the forest. 1949.

63. "Mrs. Robinson, you're trying to seduce me. Aren't you?" The Graduate. 1967.

64. "Gentlemen, you can't fight in here! This is the War Room!" Dr. Strangelove. 1964.

65. "Elementary, my dear Watson." The Adventures of Sherlock Holmes. 1929.

66. "Get your stinking paws off me, you damned dirty ape." Planet of the Apes. 1968.

67. "Of all the gin joints in all the towns in all the world, she walks into mine." Casablanca. 1942.

68. "Here's Johnny!" The Shining. 1980.

69. "They're here!" Poltergeist. 1982.

70. "Is it safe?" Marathon Man. 1976.

71. "Wait a minute, wait a minute. You ain't heard nothin' yet!" The Jazz Singer. 1927.

72. "No wire hangers, ever!" Mommie Dearest. 1981.

73. "Mother of mercy, is this the end of Rico?" Little Caesar. 1930.

74. "Forget it, Jake, it's Chinatown." Chinatown. 1974.

75. "I have always depended on the kindness of strangers." A Streetcar named Desire. 1951.

76. "Hasta la vista, baby." Terminator 2: Judgement Day. 1991.

77. "Soylent Green is people!" Soylent Green. 1973.

78. "Open the pod bay doors, HAL." 2001: A Space Odyssey. 1968.

79. "Striker: Surely you can't be serious. Rumack: I am serious...and don't call me Shirley." Airplane! 1980.

80. "Yo, Adrian!" Rocky. 1976.

81. "Hello, gorgeous." Funny Girl. 1968.

82. "Toga! Toga!" National Lampoon's Animal House. 1978.

83. "Listen to them. Children of the night. What music they make." Dracula. 1931.

84. "Oh, no, it wasn't the airplanes. It was Beauty killed the Beast." King Kong. 1933.

85. "My precious." The Lord of the rings: Two Towers. 2002.

86. "Attica! Attica!" Dog Day Afternoon. 1975.

87. "Sawyer, you're going out a youngster, but you've got to come back a star!" 42nd Street. 1933.

88. "Listen to me, mister. You're my knight in shining armor. Don't you forget it. You're going to get back on that horse, and I'm going to be right behind you, holding on tight, and away we're gonna go, go, go!" On Golden Pond. 1981.

89. "Tell 'em to go out there with all they got and win just one for the Gipper." Knute rockne all american. 1940.

90. "A martini. Shaken, not stirred." Goldfinger. 1964.

91. "Who's on first." The naughty nineties. 1945.

92. "Cinderella story. Outta nowhere. A former greenskeeper, now, about to become the Masters champion. It looks like a mirac...It's in the hole! It's in the hole! It's in the hole!" Caddyshack. 1980.

93. "Life is a banquet, and most poor suckers are starving to death!" Auntie Mame. 1958.

94. "I feel the need - the need for speed!" Top Gun. 1986.

95. "Carpe diem. Seize the day, boys. Make your lives extraordinary." Dead Poets society. 1989.

96. "Snap out of it!" Moonstruck. 1987.

97. "My mother thanks you. My father thanks you. My sister thanks you. And I thank you." Yankee Doodle Dandy. 1942.

98. "Nobody puts Baby in a corner." Dirty Dancing. 1987.

99. "I'll get you, my pretty, and your little dog, too!" The Wizard of OZ. 1939.

100. "I'm king of the world!" Titanic. 1997.

Peter Offline




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10.07.2016 16:33
#25 RE: Zitate, Sprüche und Anekdoten Zitat · Antworten

Danach befragt, wie er sich den 'runden Tisch', die ideale Gemeinschaft der europäischen Filmemacher vorstellen würde, antwortete
Krzysztof Kieślowski
: "In Berlin, bei der ersten Verleihung des Europäischen Filmpreises, hatte ich eine Blasenentzündung, ich musste dauernd aufs Klo rennen. Dort traf ich Mastroianni, der es keine zehn Minuten ohne Zigarette aushielt. Außerdem kam permanent Wim Wenders herein, um sich die Hände zu waschen. Ich am Pissoir, Marcello mit seiner Zigarette und Wenders über dem Waschbecken - es ist der Tisch, von dem du träumst."

Peter Offline




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30.10.2016 18:55
#26 RE: Zitate, Sprüche und Anekdoten Zitat · Antworten

Von Helmuth Lohner wird berichtet, dass er mit exzellentem Gedächtnis seine Rollentexte in kürzester Zeit lernen konnte. Notfalls auch zwischen Proben am Morgen und der Vorstellung eines anderen Stückes am Abend. Nur in seltenen Fällen überforderte ihn das Multitasking in seinem Spielplan.
Als er einmal doch ohne Textsicherheit zu einer Premiere musste, akzeptierte er den anstehenden Improvisationszwang und kommentierte die Lage recht trocken. Das Stück begann mit einer Szene mit Lohner und Christiane Hörbiger in einem Bett. Kurz bevor sich der erste Vorhang erhob, stand Lohner noch einmal auf, ging zum Souffleurkasten, hielt den Kopf schräg und sprach hinunter:
"Also, in deiner Haut möchte ich heute nicht stecken."

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