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Dieses Thema hat 33 Antworten
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 James-Bond-007-Forum
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Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

08.08.2009 16:17
#31 RE: Timothy Dalton - Meinungen als James Bond 007 Zitat · Antworten

Zitat von Tremor
@ Joachim Kramp:

Ich habe seit 1979 jeden Bondfilm im Kino gesehen, zumeist sogar noch am Premierentag.
Und in Wiederaufführungen auch alle vorhergehenden ausser "Dr. No".

Es stimmt zwar, dass Beginn und Ende dieser Geschichte rasant sind.
Doch der Mittelteil ist es weniger.
(Ein Problem, dass "Lizenz" meiner Meinung nach mit "Feuerball" teilt.)

Ähnlich "Im Angesicht des Todes" bleibt der zweite Dalton-Bond zu stark auf den Oberschurken fokussiert und will mit einer ganzen Armada von Handlangern nur davon ablenken, dass die originellen Drehbucheinfälle ausgeblieben sind.
Dieser Film will einen Spagat zwischen bitterernster Rächer-Story und der Unbefangenheit und Ironie der Moore-Bonds schaffen.
Und das kann nicht funktionieren.

Übrigens wurde "Goldfinger" gegenüber der Fleming-Vorlage durchaus sehr verändert:
Die Drehbuchautoren fügten Humor (Geheimwaffen und Dialoge), Logik (Goldfinger will das Fort-Knox-Gold nicht rauben und Bond kann keine lesbische Frau "umpolen") und S.F.-Elemente (Laser, wieder Geheimwaffen) hinzu und strafften manche Länge (z. B. das Golfspiel).

Doch ist es nicht interessant, wieviele Parallelen es zwischen dem zweiten Moore-Bond und dem zweiten Dalton-Bond gibt?
Sogar die Oberschurken beider Filme haben dieselben Initialen...


Also verstehst Du schon den Unterschied zwischen einem Film im Kino sehen und einen Film im Fernsehen sehen.

Mit dem "Durchhänger" zwischendurch haben grundsätzlich (fast) alle (Bond-)Action-Filme zu kämpfen. Besonders stark fiel mir dies jedoch bei den Moore-Filmen "Spion", "Moonraker" und "Octopussy" auf. Wobei bei intelligenten Dialoge dies oft kaschiert wird. Zugegeben auch "Feuerball" hat dieses Problem wobei hier im Allgemeinen als wirkliche Länge die Unterwasserszene beanstandet wird. (Ursprünglich soll der Rohschnitt sogar rd. drei Stunden lang gewesen sein.)

Was ich (und bestimmt auch Edgar007) bei GOLDFINGER meinen ist, dass der Ur-Plot beibehalten wurde und daherum man Modernes aus den 60ern kreiert hat entgegen den überholten Dinge der 50er. Auch dies haben viele Bonds inzwischen gemeinsam. (Siehe z.B. hier bei Wallace "Der rote Kreis" Buch & Film sind außer dem Grundplot sehr unterschiedlich bzw. ist auch vieles wesentlich verändert worden.)

Mit dem Vergleich zweiter Moore mit zweiten Dalton-Bond hast Du natürlich recht. Sowohl die ersten beiden Moore-Bonds wie auch der zweite Dalton-Bond kommen sowohl den Connery-Bonds wie auch Ian Fleming wesentlich näher als die anderen Moore-Bonds und der erste Dalton-Bond. Im Nachhinein etwas zu analysieren ist heute wegen TV/Video/DVD wesentlich einfacher als früher als man die Filme nur im Kino sehen konnte. Hinzukommt, dass bei der Größenordnung der Filme es oft nur eine Gradwanderung ist ob die Filme ein Geschäft werden oder nicht - oder sogar hohe Renditen abwerfen. Alles in allem ein sehr risikoreiches Unterfangen.

Der erste Dalton-Bond hieß übrigens "Der Hauch des Todes". "Im Angesicht des Todes" war der letzte Moore-Bond.(Ich gehe von einem Schreibfehler Deinerseits aus.)

Joachim.
P.S. Hat der Name TREMOR etwas mit der Universal-Serie zu tun?

Tremor Offline



Beiträge: 126

08.08.2009 17:23
#32 RE: Timothy Dalton - Meinungen als James Bond 007 Zitat · Antworten

@ Joachim Kramp:

Beim "Spion", "Moonraker" und "Octopussy" habe ich im Grunde keine Durchhänger bemerkt.
Gerade der erstgenannte Film strotzt doch nur so von unterhaltsamen, einfallsreichen und witzigen Momenten, die ich ja bei "Feuerball" und "Lizenz" vermisse.

Es stimmt natürlich, dass der ursprüngliche Plot von "Goldfinger" beibehalten wurde.

Doch wurden diesem Film all jene Elemente hinzugefügt, welche die Bond-Serie erst wirklich erfolgreich gemacht haben.
Und da der dritte Bondfilm auch wesentlich lockerer, utopischer und humorvoller daher kam als die Romanvorlage (und die vorhergehenden Filme), sagt dieser plötzliche Kassenerfolg meiner Meinung nach viel darüber aus, was die Zuschauer lieber sehen wollten (um es in Kurzform zu bringen: Fleming oder Maibaum).

Die genannten Filme habe ich nicht durcheinandergebracht.
Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass der Oberschurke in "Lizenz zum Töten" ebenso aufdringlich in den Vordergrund gerückt wurde, wie im letzten Moore-Bond (und beispielsweise auch in "Der Mann mit dem goldenen Colt").
Der eigentliche Hauptbösewicht in "Der Hauch des Todes" war meiner Ansicht nach nicht Koskov sondern Whitaker - und auf DEN traf das sicher nicht zu.

PS: Mein Nick bezieht sich auf eine angeborene Nervenstörung meinerseits (laut Neurologe ein "essentieller Tremor").
Finde ich interessanter als das in Computerdingen schon recht abgenutzte "Tron".
Zudem bedeutet "Tremor" neben "Zittern" auch "Beben" - was diesem Namen einen dramatischen Touch gibt.

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

08.08.2009 21:49
#33 RE: Timothy Dalton - Meinungen als James Bond 007 Zitat · Antworten

...zumindest hat diese Diskussion mich angeregt mir wiedereinmal die beiden Dalton-Bonds anzusehen - mit dem Ergebnis das meine Meinung zu beiden Filmen bestärkt wurde.

Joachim.

waberl Offline




Beiträge: 235

09.08.2009 03:19
#34 RE: Timothy Dalton - Meinungen als James Bond 007 Zitat · Antworten

Ich bin ganz Joachims Meinung!

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