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Dieses Thema hat 20 Antworten
und wurde 2.152 mal aufgerufen
 Filmbewertungen
Seiten 1 | 2
DanielL Offline




Beiträge: 3.909

26.01.2007 09:34
#16 RE: Bewertet Stilverwandte: "Das Geheimnis der gelben Mönche" Zitat · Antworten

Es hat ja niemand behauptet, dass STECKNADEL und HALBMOND von ihrer Machart her Wallace-Filme sind. Sie wurden aber von Wendlandt koproduziert und eben als Wallace vermarktet und gehören daher letztendlich fest zur Reihe.
WIE TÖTET MAN EINE DAME mag den ein oder anderen Wallace-Einfluss haben, doch ich finde es ist ein klarer Agentenfilm. Auch wenn die Story um die Erbschaft eher auf Wallace hindeutet, bemerkt man beim Anschauen doch ganz klar einen anderen Charakter:
- Granger spielt einen Agenten, keinen Inspektor, Kommissar, etc.
- Es gibt kein London, kein Nebel, keine "Grusel- Motive"
- Es gibt keinen typischen Wallace-Humor. Eher ein paar flotte Sprüche wie bei Bond.
- Der Antagonist ist Agentenfilmtypisch ein machtbesessener Krimineller mit Weltherrschaftsplänen, einem großen Gefolge und einer beachtlichen Festung.
Bei Wallace gibt es idR Kriminelle mit bescheidenem Unterschlupf und höchstens einer Hand voll Kompliezen.

Gruß,
Daniel

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

25.02.2007 15:11
#17 RE: Bewertet Stilverwandte: "Das Geheimnis der gelben Mönche" Zitat · Antworten

Viele "nette" Darsteller in exotischer Atmosphäre.
Aber ein Drehbuch, das zum filmabgewöhnen gepriesen werden muß.
Für mich einer der schlimmsten 60er-Jahre Filme. Leider. Denn man hätte mehr daraus machen können.

Joachim.

Mike Pierce ( gelöscht )
Beiträge:

13.01.2008 14:43
#18 RE: Bewertet Stilverwandte: "Das Geheimnis der gelben Mönche" Zitat · Antworten
Dem stimme ich zu.

Der Film hat ein großes Staraufgebot an Darstellern vorzuweisen.
Stewart Granger spielt ähnlich wie "Das Geheimnis der weisse Nonne",cool und ironisch.
Karin Dor gut wie immer. Das betrifft auch Klaus Kinski,Rupert Davies,Adolfo Celi und Curd Jürgens.

Die Musik finde ich nicht so passend. Die Action geht in Ordnung.

Ich würde den Film auch eher als Agenten-Abenteuerfilm sehen,der aber trotzdem Wallace-Elemente hat.

Wie Joachim schon sagte,man hätte viel mehr aus dem Film machen können. Vielleicht hätte man auch einen anderen Regisseur o. einen anderen Drehbuchautor nehmen sollen. Die paar Filme (Agent 505-Todesfalle Beirut/Der Fluch des schwarzen Rubin/Ein Sarg aus Hongkong) von Manfred R. Köhler hätten alle auch besser werden können.

Trotzdem schaut man sich den Film immer wieder mal an. Der Film an sich ist schon in Ordnung. Aber zu einem ganz guten Film fehlt hier doch einiges.
Peitschenmönch Offline




Beiträge: 536

05.10.2008 14:51
#19 RE: Bewertet Stilverwandte: "Das Geheimnis der gelben Mönche" Zitat · Antworten
Sehr gut gespielter, angenehm wenig betulicher Trash-Film, in dem auch mal ein bisschen Blut spritzt usw. usf.
Granger spielt seine Rolle in seiner markanten, ironischen Art wundervoll. Weniger ironisch hätte man die Ermittlerrolle in einem solchen Film auch nicht spielen sollen. Ich bin froh, dass man hier nicht Heinz Drache, geschweige denn Fuchsberger besetzt hat.
Die Schurkenseite wird durch die Präsenz der international renommierten Curd Jürgens und Adolfo Celi sehr aufgewertet, aber auch die Performances von Demeter Bitenc oder der den Sexappeal des Films enorm steigernden, schön verspielt agierenden Scilla Gabel verleihen dem Ganzen zusätzlich Style.
Das schwächste Glied in diesem Film ist, meiner Meinung nach, Karin Dor, die ich selten so ausdruckslos erlebt habe. Sie ist erstens zu alt für die Rolle der 25-jährigen Erbin und spielt zweitens weder mitreißend noch lustig. Der Schrei, als sie die Leiche im Wandschrank entdeckt ist eine der unfreiwillig komischsten Sequenzen, die ich je in einem solchen Deutsch-Krimi gesehen habe.
Der Film als gesamter krankt gegen Ende vor allem daran, dass er nicht zum Punkt kommt, ist gut und gerne 10 Minuten, vielleicht sogar eine Viertelstunde zu lang.

Fazit: Was die internationale Besetzung angeht ist dies ein überdurchschnittlich gutes Projekt. Die Story ist der reinste Trash, aber als solche gut umgesetzt. Es gibt gegen Ende Probleme mit dem Timing, aber ansonsten ist das Ganze doch ziemlich inspiriert gemacht. Sollte Köhler hier wirklich selbst die Zügel in der Hand gehabt haben, kann man ihm attestieren, dass er doch nicht so schlecht war, wie ihn Horst Frank darstellte. "Ein Sarg aus Hongkong" war auch mehr als in Ordnung...insofern...

3,5 von 5 Punkten - wenn die Handlung nicht so absolut idiotisch wäre, würde es 4 Punkte geben

PS: Stewart Granger schreibt sich mit "t" im Vornamen. Nur weils auf dem Cover falsch steht, wird's nicht richtiger...
Mamba91 Offline



Beiträge: 745

11.11.2013 18:34
#20 RE: Bewertet Stilverwandte: "Das Geheimnis der gelben Mönche" Zitat · Antworten

Nun habe ich mir dieses "Werk" auch mal angesehen und muss sagen: So schlecht ist er doch gar nicht. Ich hatte einen Film im Stil von DER TODESRÄCHER VON SOHO trifft auf DER WÜRGER VOM TOWER erwartet.
Der Plot ist Mist, aber handwerklich ist das was man hier zu sehen bekommt akzeptabel- obwohl der schon öfter genannte Gewehrlauf ziemlich peinlich ist.

Die Schauspieler machen ihre Sache ganz gut. Überrascht hat mich Karin Dor, die in den Szenen im Flugzeug recht kindisch wirkt. Ob das gut oder schlecht ist? Stewart Granger und Curd Jürgens spielen vielleicht ein bisschen zu nüchtern. Das Highlight ist Klaus Kinski mit einem Kurzauftritt. Was er hier abliefert ist schon unfassbar. Da holt er einfach mal ohne Zusammenhang eine Schachtel Zigaretten zwischen Frauenbeinen hervor oder starrt irre in die weit winklige Kamera.
Angeblich soll der Regisseur Manfred R.Köhler nur selten bei den Dreharbeiten dabei gewesen sein, so das die Schauspieler irgendwann ihre Parts selbst inszeniert haben. Ich finde das merkt man dem Film nicht unbedingt an. Sobald Kinski hier allerdings in Bild kommt, wird es schon abgedrehter.

DAS GEHEIMNIS DER GELBEN MÖNCHE macht in gewisser Weise Spaß, auch wenn der gesamte Film 08/15 ist.

2,5 von 5 Punkten.

Meine DVD von MCP scheint allerdings eine Macke zu haben. Das Bildformat ist als 16:9, also doch wohl anamorph, angegeben, wird aber in 4:3 abgeliefert. Auch für 4,99 dürfte man sowas wohl erwarten.

Giacco Offline



Beiträge: 1.969

01.09.2020 12:37
#21 RE: Bewertet Stilverwandte: "Das Geheimnis der gelben Mönche" Zitat · Antworten

DAS GEHEIMNIS DER GELBEN MÖNCHE - (AT: WIE TÖTET MAN EINE DAME)
Österreich/Italien (1966) - R: Manfred R.Köhler - DE: 30.9.1966 - FSK 18 - V: Nora
Produktion: Intercontinental, Wien / P.E.A., Rom
Darsteller: Stewart Granger, Karin Dor, Curd Jürgens, Rupert Davies, Klaus Kinski, Scilla Gabel, Adolfo Celi, Demeter Bitenc, Erika Remberg, Molly Peters, Luis Induni, Allen Pinson



Auf die zukünftige Millionen-Erbin Sandra Perkins werden mehrere Mordanschläge verübt. Zum Glück findet sie in dem Geheimagenten James Vine einen zuverlässigen Beschützer, der herausfindet, dass ein Gangster-Syndikat, das in einem Kloster residiert und dessen Chef ein gewisser Mr.Giant ist, beauftragt wurde, die junge Frau aus dem Weg zu räumen. Am Ende verfolgt der Gangsterboss seine eigenen Pläne. Er lässt Sandra Perkins entführen, um sie durch eine Hypnose-Elektroschock-Behandlung dazu zu bringen, das geerbte Vermögen freiwillig seiner Organisation zukommen zu lassen.

Die Dreharbeiten begannen Ende April 1966 im jugoslawischen Seebad Portoroz. Nach seiner Fertigstellung sollte der Film bereits Ende August in die Kinos kommen. Probleme mit der FSK, die eine Freigabe ab 16 Jahren verweigerte, führten dazu, dass der Filmstart um 4 Wochen verschoben werden musste. Der ursprüngliche Titel "Wie tötet man eine Dame" wurde nur wenig später durch "Das Geheimnis der gelben Mönche" ersetzt.
Thematisch hat der Film nicht viel neues zu bieten. Außergewöhnlich dürfte dagegen die Anzahl namhafter Darsteller sein. Internationale Stars aus Wallace- und Bond-Filmen formieren sich hier zu einem publikumswirksamen Ensemble. Karin Dor ist zwar hübsch anzusehen, doch als Sandra Perkins wirkt sie hier nicht so natürlich, wie man das von ihren Wallace-Auftritten gewohnt ist. Stewart Granger kaschiert mit seinem lockeren und selbstironischem Spiel so manche Drehbuchschwäche und hat offensichtlich Vergnügen an seiner Rolle als Held der Story, dem außerdem ein Happy-end winkt. Sein Gegenspieler Curd Jürgens wirkt als Gangsterboss im weißen Anzug zwar wie ein Gentleman, erweist sich aber als skrupelloser Schurke, dem ein Menschenleben nichts bedeutet. Scilla Gabel ist als seine Vertraute "La Tigra" nicht nur äußerst sexy, sondern hat auch großen Spaß an grausamen Spielchen. Leider kaum Möglichkeiten, sich besonders in Szene zu setzen, erhielt Adolfo Celi als zwielichtiger Onkel von Sandra Perkins, dem hungrige Ratten zum Verhängnis werden. Rupert Davies, der als "Kommissar Maigret" Fernsehruhm erlangte, folgt als Polizeichef Saadi auch hier seiner Spürnase, um der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen. Klaus Kinski gibt wie gewohnt den Killer. Zur Gangster-Fraktion gehören ferner Erika Remberg, Bond-Girl Molly Peters sowie Luis Induni als Hypnose-Spezialist Dr.Yang. Auch wenn es sich bei dem Film trotz des Staraufgebots letztlich nur um Durchschnittsware handelt, bleibt positiv anzumerken, dass die dürftige Story ordentlich umgesetzt wurde und dass akzeptable Unterhaltung ohne Längen geboten wird.

"Die krampfhaft zusammen gestoppelte Handlung rettet sich von einer Unwahrscheinlichkeit in die andere und vermeidet dabei sorgfältig, die unglaubwürdige Story durch Witz, Ironie oder Tempo zu einem Phantasieprodukt zu machen, das seine Glaubwürdigkeit in sich selbst findet und allein durch die Machart Freude bereitet. Hier wird gründlich Langeweile verbreitet. Daran ändern auch kleine sadistische Einblendungen nichts. Die Dialoge sind fad, bei den Action-Szenen sieht man deutlich, wie die Helden aneinander vorbeiprügeln. Die Art, wie der Regisseur Spannung zu erzeugen versucht, legt den Verdacht nahe, dass er sich früher wohl eher mit mehr lyrischen Themen befasst hat." (Film-Echo)

Film-Echo-Note: 3,6 (41 Meldungen) / Erstnote: 3,3
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