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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 2.488

28.03.2023 12:35
Ein Kind war Zeuge (1952) Zitat · Antworten

EIN KIND WAR ZEUGE - (HUNTED)
GB (1952) - R: Charles Crichton - DE: 10/1952 - FSK 12 - V: Rank
Darsteller: Dirk Bogarde, Jon Whiteley, Elizabeth Sellars, Frederick Piper, Kay Walsh, Geoffrey Keen, Julian Somers



Als sich der sechsjährige Robbie im Keller eines ausgebombten Gebäudes verstecken will, trifft er dort auf Chris Lloyd, der gerade den Liebhaber seiner Frau getötet hat. Im ersten Schreck flüchtet Chris und nimmt den Jungen mit. Er wird ihn aber nicht mehr los, da Robbie nicht zu seinen strengen Adoptiveltern zurück will. Bald ist ihnen die Polizei auf den Fersen. Deshalb lassen sie die Stadt hinter sich, um im schottischen Hochland bei Jack, dem Bruder von Chris, Unterschlupf zu finden. Doch länger als eine Nacht können sie dort nicht bleiben. Als sie nach Tagen endlich die Küste erreichen, bietet sich ihnen eine letzte Möglichkeit, die Flucht mit einem kleinen Fischkutter fortzusetzen. Doch die vielen Strapazen haben Robbie körperlich zugesetzt und er erkrankt schwer. Chris ist gezwungen, eine Entscheidung zu treffen.

Crichtons Inszenierung lässt keine Zeit verstreichen und zieht den Zuschauer von jetzt auf gleich mitten hinein in die Handlung, die auch nach dem rasanten Auftakt temporeich vorangetrieben wird. Der Kriminalfall dient dabei nur als Einstieg und spielt dann eine eher untergeordnete Rolle. Mehr und mehr konzentriert sich der Film auf die beiden Protagonisten Chris und Robbie. Zwei Außenseiter, die sich langsam einander annähern. Je mehr Schwierigkeiten sich vor ihnen auftürmen, desto enger wird ihre Verbindung. Neben dem überzeugenden Spiel der beiden Hauptdarsteller gehören vor allem die expressionistischen Schwarzweiß-Aufnahmen zu den Stärken des Films. Die Story mag nicht immer glaubwürdig sein, schafft es aber, den Zuschauer zu berühren. Außerdem geben die Bilder von Großbritannien und seinen Einwohnern in der Nachkriegszeit dem Ganzen einen realistischen Anstrich.
Andreas von der Meden stand damals im Alter von 9 Jahren als deutsche Stimme für den etwas jüngeren Jon Whiteley erstmals im Synchronstudio. Er blieb neben seiner Schauspieltätigkeit der Filmsynchronisation treu, lieh seine Stimme später bekannten Stars und arbeitete auch als Dialogregisseur.

"Sympathisch gespielter Kriminalfilm mit großer Spannung und starker emotionaler Wirkung." (Filmdienst)

Beim Internationalen Filmfestival in Locarno wurde der Film mit dem "Goldenen Leopard" ausgezeichnet.

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