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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 2.485

30.07.2022 12:18
Sieben dreckige Teufel (1969) Zitat · Antworten

SIEBEN DRECKIGE TEUFEL - (SETTE BASCHI ROSSI)
Italien/BRD (1969) - R: Mario Siciliano - DE: 19.3.1970 - FSK 16 - V: Gloria
Prod.: Metheus-Film, Rom (Mario Siciliano) / Lisa-Film, München (Karl Spiehs)
Darsteller: Ivan Rassimov, Sieghardt Rupp, Kirk Morris, Arthur Brauss, Serge Nubret, Dale Cummings, Pamela Tudor, Wilbert Gurley, Angelica Ott, Gino Marturano



Ein Söldnertrupp soll im Kongo geheime Kriegsdokumente wiederbeschaffen, die bei einem Überfall den Rebellen in die Hände fielen. Zum multinationalen Einsatzkommando gehören auch zwei Farbige und eine Ärztin. Als Führer wurde ein mürrischer Franzose angeheuert, der mit der Gegend vertraut ist. Schon bald erweist sich das Unternehmen als Himmelfahrtskommando, zumal die Männer, die weder Respekt noch Loyalität kennen, aus sinnloser Rivalität und gegenseitigem Hass auch untereinander für zusätzliche Konflikte und Stress sorgen.

Der italienische Produzent Mario Siciliano arbeitete mit seiner Metheus-Film ab 1964 regelmäßig mit deutschen Partnern zusammen. 1968 entstand in Co-Produktion mit der Lisa-Film GmbH von Karl Spiehs der Söldner-Film "7 dreckige Teufel", bei dem Siciliano erstmals Regie führte. Gedreht wurde in Äthiopien. Auch wenn es sich hier um eines der frühen Werke dieses Genres handelt, geht es schon ziemlich heftig zur Sache. Die Männer sind bezahlte Killer, bewaffnet mit Schnellfeuergewehren und Handgranaten. Der Umgangston ist rauh. Rassistische Sprüche sind an der Tagesordnung und auch an sexistischen Bemerkungen fehlt es nicht. Besonders mordlüstern und widerwärtig gebärdet sich Arthur Brauss, der hier als durchgeknallter Sadist richtig auf die Tube drücken darf. Und doch wurde all das nicht billig heruntergekurbelt, sondern handwerklich gekonnt ins Bild gesetzt. In Verbindung mit den beeindruckenden afrikanischen Landschaften, der effektvollen Sounduntermalung durch Gianni Marchetti und den durchweg guten Leistungen der Darsteller, verleiht das dem Film ein gewisses Gütesiegel.
Um eine FSK-Freigabe ab 16 Jahren zu erreichen, wurde die deutsche Kinofassung um ein paar Minuten gekürzt.

"Ein großer Abenteuerfilm - härter als der härteste Western - ein Film der rasanten Aktionen - so wie ihn das Publikum liebt." (Gloria-Verleih)

"Es geht um geheimnisvolle, sehr wichtige Papiere, die in den Kongowirren abhanden gekommen sind. Ein Stoßtrupp aus Söldnern wird gebildet. Auftrag: Papiere beschaffen! Von der Truppe überlebt nur ein Franzose, den man als Führer durch die Wüsten und Sümpfe anheuerte. Der brutale, recht dramatisch angelegte Film krankt an den Schnörkeln, die der Geschichte Tiefe geben sollen. Die Anprangerung von Unrecht, Rassenhass und Sadismus bleibt Klischee. Leider scheute man sich auch nicht vor etlichen Sentimentalitäten. Pluspunkt eines Abenteuerreißers mit verkorkstem Hintergrund: die Darsteller, die allesamt sehr glaubwürdig in ihren Rollen sind und die afrikanische Landschaft." (Film-Echo)

Film-Echo-Note: 4,5 (14 Meldungen)
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