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 Film- und Fernsehklassiker national
Giacco Offline



Beiträge: 2.297

27.07.2022 12:51
Bis zum Ende aller Tage (1961) Zitat · Antworten

BIS ZUM ENDE ALLER TAGE
BRD (1961) - R: Franz Peter Wirth - DE: 29.8.1961 - FSK 16 - V: Bavaria
Prod.: Nero-Film /Seymour Nebenzal) / NDF (Wolf Schwarz)
Darsteller: Helmut Griem, Hanns Lothar, Akiko, Peter Carsten, Carl Lange, Ursula Lillig, Eva Pflug, Carla Hagen, Klaus Kindler, Hela Gruel, Peter Thom, Karl Heinz Kreienbaum, Helga Feddersen, Li Min



Bei einem Landgang in Hongkong trifft der Matrose Glen Dierks im Amüsierviertel auf das Tanzmädchen Anna Suh. Beide verlieben sich Hals über Kopf ineinander und Glen nimmt sie mit auf die kleine Nordseeinsel Olesund, wo er zuhause ist. Die Bewohner begegnen der Fremden aber eher ablehnend, vor allem, als sie von ihrer leichtlebigen Vergangenheit erfahren. Trotzdem wollen Glen und Anna heiraten. Doch als Glen von einer Reise nach Husum zurückkehrt, kurieren unter den Inselbewohnern Gerüchte, die ihn an der Treue seiner Braut während seiner Abwesenheit zweifeln lassen.

"Bis zum Ende aller Tage" gilt als einer der ersten deutschen Spielfilme, die sich ernsthaft mit dem Thema Fremdenfeindlichkeit befassen. Gedreht wurde im Frühjahr 1961 in Hongkong, Hamburg und auf der nordfriesischen Insel Pellworm. Als literarische Vorlage diente der Roman "Brackwasser" von Heinrich Hauser.
Die Rolle der Chinesin Anna Suh wurde mit der aus Tokio stammenden Japanerin Akiko besetzt. Es handelt sich um Akiko Wakabayashi, die später durch die Rolle der Aki in dem Bond-Film "Man lebt nur zweimal" international bekannt wurde. Sie hielt sich 1961 gerade in Rom auf, wo sie für einen italienischen Film vor der Kamera stand. Regisseur Franz Peter Wirth war auf Anhieb begeistert von ihr, doch sie sprach kein Wort deutsch. Das Problem löste man dadurch, dass die japanische Ehefrau des Schauspielers Viktor de Kowa während der Dreharbeiten als Dolmetscherin anwesend war. Der deutsch-amerikanische Produzent Seymour Nebenzal starb überraschend etwa 3 Wochen nach der Premiere des Films.

Der Rezensent des Film-Echo geht auf die Beanstandungen in der Kritik der Tagespresse ein (Sentimentalitäten, Nähe zur Kolportage), um dann fortzufahren:
"Alle Einwände werden aber durch zwei Pluspunkte des Films mehr als ausgeglichen. Erstens durch die Tatsache, dass Regisseur Franz Peter Wirth und sein Kameramann Klaus von Rautenfeld mit den Schauplätzen, dem bunten Gewimmel im fernen Hongkong ebenso wie mit der herben Landschaft des Inseldorfes, wirklich etwas anzufangen wussten. Und zweitens durch die Hauptdarstellerin Akiko, deren Liebreiz und deren schauspielerisches Können bemerkenswert sind. Franz Peter Wirth gibt dem Film auch sonst ein beachtliches darstellerisches Niveau. Helmut Griem macht in der Liebhaber-Rolle, die ihre Klippen und Kanten hat, eine recht gute Figur. Hanns Lothar wartet diesmal mit einer nicht minder ausgezeichneten Leistung in einer heiteren Rolle auf und erfreut das Publikum mit echt Hamburger Tonfall. Auch die Debütantin Ursula Lillig ist als Jugendfreundin des Matrosen, die so schwer mit ihrer Enttäuschung fertig wird, gut geführt. Es ist zu wünschen, dass der als Gesamtleistung durchaus beachtliche Film sein Publikum finden wird.

Film-Echo-Note: 3,2 (66 Meldungen) / Erstnote: 2,9

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