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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 2.488

16.07.2022 12:38
Die Sonntagsfrau (1975) Zitat · Antworten

DIE SONNTAGSFRAU - (LA DONNA DELLA DOMENICA)
Italien/Frankreich (1975) - R: Luigi Comencini - DE: 20.8.1976 - FSK 16 - V: Centfox
Darsteller: Marcello Mastroianni, Jacqueline Bisset, Jean-Louis Trintignant, Aldo Reggiani, Pino Caruso, Claudio Gora, Omero Antonutti, Antonio Orlando



Der Architekt Garrone, ein alternder Lüstling, wird mit zertrümmertem Schädel in seinem Büro aufgefunden. Als Mordwaffe diente ein Phallus aus Marmorstein. Durch das Auftauchen eines belastenden Briefes steht zunächst die Industriellengattin Anna Carla Dosio unter Tatverdacht. Es stellt sich jedoch heraus, dass auch ihr Ehemann, ihr Freund Massimo Campi und weitere Personen aus ihrem Umfeld in den Mordfall verstrickt sein könnten. Kommissar Santamaria, der die Vernehmungen in der Turiner High Society durchführt, erhielt zwar von seinem Vorgesetzten den Befehl, dabei diskret und mit Samthandschuhen vorzugehen, sieht aber keine Veranlassung, sich daran zu halten. Für die von ihrem Luxusleben gelangweilte Singnora Dosio ist die Mordaffäre eine willkommene Abwechslung und so unterstützt sie den Kommissar bei seinen Ermittlungen. Bei der Beschattung von Massimo Campi stellt sich heraus, dass er heimlich eine homosexuelle Beziehung zu dem jungen Lello unterhält. Dieser versucht, die Unschuld seines Freundes zu beweisen und stellt auf eigene Faust Nachforschungen an. Dann wird auch er tot aufgefunden.

Ausgangspunkt des stilvoll inszenierten Films ist zwar eine Mordgeschichte, dennoch handelt es sich nicht um einen Thriller, sondern mehr um eine Mischung aus Kriminalkomödie und Gesellschaftssatire. Statt Spannung gibt es ein paar skurrile Situationen und viel Geschwätz. Hinzu kommt, dass die letztendlich unbefriedigende Auflösung des Falls wie aus dem Ärmel gezaubert wirkt. Auf der Habenseite punktet der Film mit der Musik von Maestro Morricone und der erlesenen Kamera-Arbeit von Luciano Tovoli, der das sommerliche Turin wundervoll ins Bild gesetzt hat. Sehenswert machen das Ganze natürlich auch die Schauspieler, allen voran Marcello Mastroianni als Santamaria, Jacqueline Bisset als Signora Dosio und Jean-Louis Trintignant als Massimo Campi. Seinen Freund Lello spielt Aldo Reggiani, der sein Leinwand-Debüt in Dario Argentos "Die neunschwänzige Katze" gab.

"Der undurchsichtige Kriminalfall dient als Aufhänger, um ein dekadentes Großbürgertum boshaft-satirisch zu kritisieren. Der elegant inszenierte Film bleibt jedoch an der Oberfläche und verliert sich häufig in Nebensächlichkeiten." (Filmdienst)

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Italien: Platz 31 der 100 erfolgreichsten Filme (Saison 1975/76)

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