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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 2.271

15.07.2021 12:26
Sie pfiff - und die Kerle kuschten (1960) Zitat · Antworten

SIE PFIFF UND DIE KERLE KUSCHTEN - THE CHALLENGE (GB)/IT TAKES A THIEF (US)
GB (1960) - R: John Gilling - DE: 12.1.1961 - FSK 18 - V: Rank
Darsteller: Jayne Mansfield, Antony Quayle, Carl Möhner, Peter Reynolds, Edward Judd, Peter Pike



Jim Maxton, verwitwet und Vater eines kleinen Jungen, lasst sich von der verführerischen Billie dazu überreden, bei einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter mitzumachen, da er lediglich mit der Beute fliehen und sie vergraben soll. Dass Billie die Chefin einer Gangsterbande ist, ahnt er nicht. Der Coup gelingt, doch die Polizei erhält einen anonymen Hinweis und nimmt Maxton fest. Als er nach fünf Jahren aus der Haft entlassen wird, nimmt ihn Billie in Empfang, denn nur er kennt das Versteck des Geldes. Er weigert sich jedoch, es preizugeben, da er nichts mehr mit der Sache zu tun haben will. Daraufhin entführen die Gangster seinen Sohn. Bald sieht Maxton keinen anderen Ausweg mehr, als sich dem Willen der Bande zu beugen. Doch dort, wo er das Geld vergraben hatte, ist mittlerweile eine Sondermüll-Deponie errichtet worden.

Britischer Kriminalfilm, dessen Vorzüge vor allem in der noir-artig atmosphärischen Schwarzweiß-Fotografie und der energiegeladenen Regie John Gillings liegen. Aber auch die Darstellerleistungen sind positiv hervorzuheben. Anthony Quayle als Maxton verleiht seinem Charakter die nötige Tiefe und funktioniert als Symathieträger. Sein Gegenspieler ist Carl Möhner. Der Österreicher, der durch den Leinwandklassiker "Rififi" international bekannt wurde, ist als rücksichtsloser Gangster Kristy zu sehen. Abgesehen davon, dass die Handlung in einigen Punkten absolut unglaubwürdig konstruiert ist und dass man sich für einen bescheuerten deutschen Titel entschieden hat, ist es die Besetzung der Hauptrolle mit Busenstar Jayne Mansfield, die einen zwiespältigen Eindruck hinterlässt. Für die Rolle der Billie fehlt ihr das schauspielerische Können. Dass sie in jeder Szene ihr Outfit wechselt und somit im Laufe des Films eine umfangreiche Modekollektion präsentiert, zeigt, dass sie wohl mehr wegen ihres Glamour- und Star-Appeals gecastet wurde. Insgesamt macht sie aber nicht einmal eine schlechte Figur und trägt durchaus zum Unterhaltungswert des Films bei.

"Jayne Mansfield, anfangs schwarz und später blond gelockt, spielt hier eine Bandenchefin, die im Verlaufe des Geschehens erheblich an Autorität bei ihren brutalen Kumpanen verliert. Sie wagt ihr Leben, um das eines als Geisel entführten Kindes zu retten und beendet den Film mit reeller Aussicht auf kleinbürgerliches Eheglück. Von dem noch unbeglichenen Schuldkonto der Dame wird nicht mehr gesprochen. Trotz vieler turbulenter Auftritte reicht das Hauptthema, der Ganovenstreit um eine nicht mehr vorhandene Diebesbeute, nicht aus, um das Interesse bis zum Schluß wachzuhalten. Solche Stoffe müssen mit harter Hand angepackt werden. Wenn man sie mit Sentimentalität und Happy-End-Effekten belastet, enttäuscht man nur das Stammpublikum dieser Filme." (film-Echo)

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