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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 224 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker national
Giacco Offline



Beiträge: 2.157

19.02.2021 12:59
Lebensborn (1961) Zitat · Antworten

LEBENSBORN
BRD (1961) - R: Werner Klingler - DE: 13.1.61 - FSK 18 - V: DFG
Prod.: Alfa (Artur Brauner, Wolf Brauner)
Darsteller: Maria Perschy, Joachim Hansen, Harry Meyen, Emmerich Schrenk, Joachim Mock, Hellmut Lange, Marisa Mell, Gert Günther Hoffmann, Rosemarie Kirstein, Horst Keitel, Renate Küster, Birgit Bergen

Der Verein "Lebensborn e.V.", begründet von SS-Reichsführer Himmler, sollte u.a. dazu dienen, im Sinne der nationalsozialistischen Rassenlehre "genetisch einwandfreie" Nachkommen zu zeugen. Zu diesem Zwecke wurden gesunde "arische" Frauen mit verdienten Kriegshelden und ausgesuchten Wehrmachtssoldaten zusammengebracht, um den Geschlechtsakt zu vollziehen. Die Kinder wurden gleich nach der Geburt von den Müttern getrennt und wuchsen in Heimen auf. Sie konnten von parteitreuen deutschen Familien adoptiert werden.



Oberleutnant Klaus Steinbach, der wegen regimekritischer Äußerungen dem Feldgericht überstellt werden soll, erhält durch einen Partisanenüberfall die Möglichkeit, seine Papiere mit denen des dabei getöteten Ritterkreuzträgers Adameit zu vertauschen. Dieser war unterwegs zu Schloß Sternberg im Warthegau, um sich dort der Aktion "Lebensborn" zur Verfügung zu stellen. Seinen Platz nimmt nun Klaus Steinbach ein. Er trifft dort auf Doris Korff, die eine Gruppe von BDM-Mädchen betreut, mit denen sie gemeinsam an dem Prpjekt teilnimmt. Sie durchschaut sein Täuschungsmanöver, doch als er ihr ohne zu zögern die Wahrheit gesteht und ihr klarzumachen versucht, welche menschenverachtenden Greuel sich unter dem Deckmantel des Krieges abspielen, erwachen in ihr Zweifel an ihrer bisherigen Einstellung. Da sich zwischen den beiden eine gegenseitige Sympathie entwickelt hat, verrät sie ihn nicht. Der fanatische SS-Arzt Dr. Hagen zeigt mehr als nur oberflächliches Interesse an Doris und hat sie durch Manipulation zu seiner "Paarungspartnerin" gemacht. Ihm ist nicht entgangen, dass sich Doris heimlich mit Steinbach trifft.



Anfang Oktober 1960 begannen in Berlin-Spandau und im Bereich des Schlosses Berlin-Glienicke die Aufnahmen zu der Alfa-Produktion "Lebensborn", die sich auf den Illustriertenbericht von Will Berthold stützt. Der Film versucht, Tatsachen und Fiktion unter einen Hut zu bringen, was bei einem so brisanten Stoff schwierig ist, hier aber größtenteils funktioniert. Das Drehbuch, das mehrfach umgeschrieben wurde, folgt den damals gängigen Mustern und Klinglers Inszenierung ist leider etwas brav und bieder. So ist der Film zwar durchaus unterhaltsam, vermag aber kaum zu fesseln, wobei das bedrückende Ende immerhin für eine nachhaltige Wirkung sorgt. Nicht zuletzt sind es die gut ausgewählten Darsteller, unter denen besonders Harry Meyen als verblendeter SS-Arzt hervorsticht, die trotz kleinerer Schwächen zu einem positiven Gesamteindruck beitragen. In Nebenrollen sieht man u.a. Hellmut Lange, Horst Keitel und den mehr als Synchronsprecher bekannten Gert Günther Hoffmann, der damals noch häufiger auf der Kinoleinwand zu sehen war.

Dokumente über die Aktion "Lebensborn" befinden sich im Besitz des amerikanischen Documentary-Center in Berlin Dahlem. Sie sind Privatpersonen kaum zugänglich. Irgendwelche offiziellen Hinweise auf die Vorgänge in den Lebensborn-Heimen gibt es nicht. Was hier geschah, verhüllte die SS mit dem Schleier des Staatsgeheimnisses. Sie erreichte es, dass bis Kriegsende nur wenige Unbeteiligte überhaupt von der Existenz der Lebensborn-Häuser erfuhren." (Film-Echo 1960)

"Was Millionen nicht wussten, enthüllt dieser Film - ein Film, der in aller Munde sein wird:
Die Sensation der Saison 1960/61 !" - so wurde "Lebensborn" angekündigt. Zur "Sensation" reichte es nicht ganz, aber man kann durchaus von einem großen Publikumserfolg sprechen.

Film-Echo-Note: 3,3 (71 Meldungen) / Erstnote:2,7
Frankreich: 649.441 Besucher

https://www.pidax-film.de/Historien-Klas...born::1952.html

Jan Offline




Beiträge: 1.624

19.02.2021 13:11
#2 RE: Lebensborn (1961) Zitat · Antworten

Um den Film schleiche ich auch schon etwas länger herum. Grundsätzlich ist das Sujet nicht wirklich meins, aber Werner Klingler hat wie ich finde durchaus einige gute Arbeiten abgeliefert, sodass ich da jetzt angeregt durch Deinen Thread doch zugegriffen habe. Ich bin gespannt...

Gruß
Jan

Giacco Offline



Beiträge: 2.157

19.02.2021 14:31
#3 RE: Lebensborn (1961) Zitat · Antworten

Zitat von Jan im Beitrag #2
Um den Film schleiche ich auch schon etwas länger herum. Grundsätzlich ist das Sujet nicht wirklich meins, aber Werner Klingler hat wie ich finde durchaus einige gute Arbeiten abgeliefert, sodass ich da jetzt angeregt durch Deinen Thread doch zugegriffen habe. Ich bin gespannt...



Mein Sujet ist es auch nicht unbedingt. Aber nach Klinglers "Blitzmädels an die Front" wollte ich auch "Lebensborn" eine Chance geben. Allerdings hat mir "Blitzmädels" besser gefallen.

Der Mönch mit der Peitsche Offline



Beiträge: 476

19.02.2021 16:11
#4 RE: Lebensborn (1961) Zitat · Antworten

Zitat von Giacco im Beitrag #1
LEBENSBORN
BRD (1961) - R: Werner Klingler - DE: 13.1.61 - FSK 18 - V: DFG
Prod.: Alfa (Artur Brauner, Wolf Brauner)
Darsteller: Maria Perschy, Joachim Hansen, Harry Meyen, Emmerich Schrenk, Joachim Mock, Hellmut Lange, Marisa Mell, Gert Günther Hoffmann, Rosemarie Kirstein, Horst Keitel, Renate Küster, Birgit Bergen

Der Verein "Lebensborn e.V.", begründet von SS-Reichsführer Himmler, sollte u.a. dazu dienen, im Sinne der nationalsozialistischen Rassenlehre "genetisch einwandfreie" Nachkommen zu zeugen. Zu diesem Zwecke wurden gesunde "arische" Frauen mit verdienten Kriegshelden und ausgesuchten Wehrmachtssoldaten zusammengebracht, um den Geschlechtsakt zu vollziehen. Die Kinder wurden gleich nach der Geburt von den Müttern getrennt und wuchsen in Heimen auf. Sie konnten von parteitreuen deutschen Familien adoptiert werden.



Oberleutnant Klaus Steinbach, der wegen regimekritischer Äußerungen dem Feldgericht überstellt werden soll, erhält durch einen Partisanenüberfall die Möglichkeit, seine Papiere mit denen des dabei getöteten Ritterkreuzträgers Adameit zu vertauschen. Dieser war unterwegs zu Schloß Sternberg im Warthegau, um sich dort der Aktion "Lebensborn" zur Verfügung zu stellen. Seinen Platz nimmt nun Klaus Steinbach ein. Er trifft dort auf Doris Korff, die eine Gruppe von BDM-Mädchen betreut, mit denen sie gemeinsam an dem Prpjekt teilnimmt. Sie durchschaut sein Täuschungsmanöver, doch als er ihr ohne zu zögern die Wahrheit gesteht und ihr klarzumachen versucht, welche menschenverachtenden Greuel sich unter dem Deckmantel des Krieges abspielen, erwachen in ihr Zweifel an ihrer bisherigen Einstellung. Da sich zwischen den beiden eine gegenseitige Sympathie entwickelt hat, verrät sie ihn nicht. Der fanatische SS-Arzt Dr. Hagen zeigt mehr als nur oberflächliches Interesse an Doris und hat sie durch Manipulation zu seiner "Paarungspartnerin" gemacht. Ihm ist nicht entgangen, dass sich Doris heimlich mit Steinbach trifft.



Anfang Oktober 1960 begannen in Berlin-Spandau und im Bereich des Schlosses Berlin-Glienicke die Aufnahmen zu der Alfa-Produktion "Lebensborn", die sich auf den Illustriertenbericht von Will Berthold stützt. Der Film versucht, Tatsachen und Fiktion unter einen Hut zu bringen, was bei einem so brisanten Stoff schwierig ist, hier aber größtenteils funktioniert. Das Drehbuch, das mehrfach umgeschrieben wurde, folgt den damals gängigen Mustern und Klinglers Inszenierung ist leider etwas brav und bieder. So ist der Film zwar durchaus unterhaltsam, vermag aber kaum zu fesseln, wobei das bedrückende Ende immerhin für eine nachhaltige Wirkung sorgt. Nicht zuletzt sind es die gut ausgewählten Darsteller, unter denen besonders Harry Meyen als verblendeter SS-Arzt hervorsticht, die trotz kleinerer Schwächen zu einem positiven Gesamteindruck beitragen. In Nebenrollen sieht man u.a. Hellmut Lange, Horst Keitel und den mehr als Synchronsprecher bekannten Gert Günther Hoffmann, der damals noch häufiger auf der Kinoleinwand zu sehen war.

Dokumente über die Aktion "Lebensborn" befinden sich im Besitz des amerikanischen Documentary-Center in Berlin Dahlem. Sie sind Privatpersonen kaum zugänglich. Irgendwelche offiziellen Hinweise auf die Vorgänge in den Lebensborn-Heimen gibt es nicht. Was hier geschah, verhüllte die SS mit dem Schleier des Staatsgeheimnisses. Sie erreichte es, dass bis Kriegsende nur wenige Unbeteiligte überhaupt von der Existenz der Lebensborn-Häuser erfuhren." (Film-Echo 1960)

"Was Millionen nicht wussten, enthüllt dieser Film - ein Film, der in aller Munde sein wird:
Die Sensation der Saison 1960/61 !" - so wurde "Lebensborn" angekündigt. Zur "Sensation" reichte es nicht ganz, aber man kann durchaus von einem großen Publikumserfolg sprechen.

Film-Echo-Note: 3,3 (71 Meldungen) / Erstnote:2,7
Frankreich: 649.441 Besucher

https://www.pidax-film.de/Historien-Klas...born::1952.html










klingt sehr interessant und ist mit Maria Perschy, Joachim Hansen, Harry Meyen, Hellmut Lange, Marisa Mell und Gert Günther Hoffmann auch entsprechend, ansprechend hochkarätig besetzt!!!.

Froschmaske Offline



Beiträge: 25

21.02.2021 13:00
#5 RE: Lebensborn (1961) Zitat · Antworten

Interessante Story und ein klasse Besetzung machen den CCC-Film unbedingt sehenswert.
Meyen spielt den Obersturmführer überzeugend, Maria Perschy strahlt wie immer.
Der Film erschien letztes Jahr auf DVD bei Pidax in guter Bild und Ton Qualität.

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