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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 203 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker international
Ray Offline



Beiträge: 1.645

05.01.2021 19:29
Slaughter (USA 1972) Zitat · Antworten

Slaughter (Slaughter, USA 1972)

Regie: Jack Starrett

Darsteller: Jim Brown, Stella Stevens, Rip Torn, Cameron Mitchell, Don Gordon u.a.



Nachdem sein Vater durch ein Autobombenattentat ums Leben gekommen ist, sinnt Slaughter, ehemaliger Soldat der US Army, auf Rache. Schnell tötet er einen Mann aus einer Gang, die er mit dem Mord an seinem Vater in Verbindung bringt. Daraufhin wird er selbst wegen Mordverdachts festgenommen. Doch der Inspektor des Schatzamtes schlägt ihm einen Deal vor: Wenn er die Hintermänner der Gang, die auch die Polizeibehörden schon länger beschäftigen, dingfest macht, wird seine Mordanklage fallen gelassen. Slaughter begibt sich daher nach Südamerika und macht schnell Bekanntschaft mit der Geliebten eines ranghohen Gang-Mitglieds...

„Slaughter“ legt gleich in den ersten Minuten ein unheimliches Tempo vor - bereits in der ersten Szene geschieht das Attentat. Danach bleibt für den Titelhelden nicht viel Zeit zur Trauer, da er selbst in die „Action“ mit hineingezogen wird. Nach rund 20 Minuten kommt er schon in Südamerika an, um dort in etwas gemäßigterem Tempo den Fall zu lösen. „Slaughter“ ist einer jener Filme des Subgenres „Blaxploitation“, das im Zuge des großen Erfolgs von „Shaft“ Anfang der 1970er-Jahre ins Leben gerufen wurde und erstmals vermehrt Afroamerikanern die Möglichkeit bot, Hauptrollen in populären amerikanischen Filmen zu übernehmen. In die Rolle des Slaughter schlüpfte der Ex-Footballer Jim Brown, der zuvor schon etwa in „Das dreckige Dutzend“ oder in dem Western „100 Gewehre“ an der Seite von Raquel Welch und Burt Reynolds erste Erfolge erzielte. Als Ann Cooper, Geliebte des von Rip Torn gespielten Gegenspielers, ist Stella Stevens („Leise flüstern die Pistolen“, „Die Höllenfahrt der Poseidon“) zu sehen. Der von Jack Starrett inszenierte Streifen bietet kurzweilige, gut konsumierbare Action-Unterhaltung. Anders als für das Blaxploitation-Genre typisch spielt der Film nicht hauptsächlich in den Straßen einer amerikanischen Großstadt, sondern in Südamerika (gedreht wurde in Mexiko). Dort zeigt Brown, dass er nicht nur in Actionszenen, sondern auch im Smoking eine gute Figur macht. Auch das schwache Geschlecht in Form von Stella Stevens erliegt seinem Charme hoffnungslos, wodurch zwischendrin ein wenig „Bond-Feeling“ aufkommt. Die reichlich dargebotenen Actionszenen überzeugen durch Browns physische Präsenz und interessante Kameraperspektiven. Nicht unerwähnt bleiben soll der soulig-funkige Soundtrack, der den Film noch weiter aufwertet. Der eingängige Titelsong wurde von Quentin Tarantino in „Inglorious Basterds“ wiederverwendet. In Summe macht der Film definitiv Lust auf die Fortsetzung, die im folgenden Jahr unter dem deutschen Titel „Der Sohn des Mandingo“ erschien.

„Slaughter“ ist #1 der von Wicked Vision neu ins Leben gerufenen „Black Cinema Collection" (als #2 erschien parallel „Zehn Stunden Zeit für Virgil Tibbs“ mit Sidney Poitier). Die Blu-Ray enthält eine hochinteressante selbst produzierte Featurette zum Thema Blaxploitation, seinen Wurzeln und dem Fortleben in späteren Filmen. Außerdem gibt es ein ebenso informatives Booklet, das sich noch mehr dem Film selbst widmet, einen Audiokommentar, Bildergalerie und den Originaltrailer. Als besonderes Extra gibt es noch einen schick gestalteten Sammelschuber, in dem auch die weiteren der Teile (ist auf zehn angelegt) Platz finden. Sehr zu empfehlen!


Perle des Blaxploitation-Kinos mit einem überzeugenden Hauptdarsteller, die äußerst kurzweilige Action-Unterhaltung bietet. 4,5 von 5 Punkten.

Der Mönch mit der Peitsche Offline



Beiträge: 476

06.01.2021 01:29
#2 RE: Slaughter (USA 1972) Zitat · Antworten

Ein sehr spannender und sehr guter "Blaxploitation"-Film ist "Blacula" ( der schwarze Dracula ) mit dem genialen William Marshall ( + 2003 ) in der Hauptrolle!!!.

Habe ihn auf DVD und er ist immer ein gern gesehener Gast in einem DVD-Recorder!!!.

Ray Offline



Beiträge: 1.645

09.01.2021 00:45
#3 RE: Slaughter (USA 1972) Zitat · Antworten

Den kenne ich zwar vom Titel, hab ihn aber noch nicht gesehen. Lief glaube ich mal vor Jahren im Rahmen der SchleFaZ von Oliver Kalkofe auf Tele5. Ist natürlich eher nicht einer der "typischen" Blaxploitation-Film, die mich mich eher interessieren.

Nach den Motiven auf dem Schuber wird innerhalb der "Black Cinema Collection" auch "Straße zum Jenseits" mit Yaphet Kotto und Anthony Quinn. Der interssiert mich besonders, schon alleine wegen des genialen Titelliedes "Across 110th Street" von Bobby Womack, das ja später auch in "Jackie Brown" und "American Gangster" verwendet wurde.

Der Mönch mit der Peitsche Offline



Beiträge: 476

09.01.2021 05:52
#4 RE: Slaughter (USA 1972) Zitat · Antworten

Er wird aber immer, wenn das Wort "Blaxploitation-Film" erwähnt wird, darunter genannt!!!.

Ray Offline



Beiträge: 1.645

09.01.2021 09:54
#5 RE: Slaughter (USA 1972) Zitat · Antworten

Das weiß ich und wollte das auch gar nicht in Abrede stellen. Aber "Blaxploitation" betrifft ja verschiedene Subgenres. Da sind Krimininal-, Gangster- und Actionfilme deutlich in der Mehrzahl, wenn ich mich nicht irre. Und "Dracula"-Filme sind nicht so meine "Spielwiese", auch wenn ich Vonetta McGee immer sehr gerne sehe (sehr gute Auftritte in "Leichen pflastern seinen Weg", "Im Auftrag des Drachen" und "Shaft in Afrika"). Wenn er also nochmal im TV liefe (Tele 5 oder ggf. auch Arte wären wohl die Kandidaten), würde ich sicher mal reinschauen. Aber sonst interessieren mich die "typischeren" Blaxploitation-Filme einfach mehr.

Der Mönch mit der Peitsche Offline



Beiträge: 476

09.01.2021 19:34
#6 RE: Slaughter (USA 1972) Zitat · Antworten

Ich finde die "Dracula"-Filme, egal wovon und mit wem...einfach klasse!!!.

Vonetta McGee finde ich auch toll, sie spielte ja auch in dem Film, "Ich, die Nonne und die Schweinehunde" mit, der sehr selten im Fernsehen gezeigt wird, ich hatte ihn in den 90 ern mal auf VHS aufgenommen und habe den Film immer noch...er ist auch so ein schräger Kandidat, aber sehr unterhaltsam!!!.

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