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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 196 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker national
Giacco Offline



Beiträge: 2.233

26.12.2020 10:26
Vorsicht, Mister Dodd (1964) Zitat · Antworten

VORSICHT, MISTER DODD
BRD (1964) - R: Günter Gräwert - DE: 14.2.1964 - FSK 12 - V: Gloria
Pr.: Divina-Film, München (Utz Utermann, Claus Hardt)
Darsteller: Heinz Rühmann, Ernst Fritz Fürbringer, Maria Sebaldt, Mario Adorf, Robert Graf, Horst Keitel, Anton Diffring, Harry Wüstenhagen, Erika von Thellmann, Rudolf Rhomberg, Ah-Yue Lou



Dr.Lancelot Dodd, Direktor eines Provinz-Landschulheims, sieht einem Mann namens Marmion, der Geheimdokumente an andere Länder verkauft, zum Verwechseln ähnlich. Der Chef des britischen Geheimdienstes, Sir Gerald, kann Dodd dazu überreden, für ein Treffen mit einem gewissen Mr.Howard, das in einer Suite des Hotels Excelsior stattfinden wird, in die Rolle von Marmion zu schlüpfen. Doch eine Reihe von Verwechslungen sorgt für unvorhergesehene Verwicklungen.

Kriminalkomödie nach dem Theaterstück "Streng geheim" (Out Of Bounds) des Briten Arthur Watkyn, gedreht in den Bavaria-Ateliers in Geiselgasteig. Für Günter Gräwert war es nach "Zwei Whisky und ein Sofa" die zweite Regie-Arbeit fürs Kino. Beide Filme hatten aber trotz Starbesetzung nicht den erwarteten Erfolg beim Publikum, so dass Gräwert anschließend nur noch für das Fernsehen tätig war. In der ersten Hälfte hat der Film ein paar Längen und der Inszenierung fehlt der gewisse Pfiff, doch insgesamt bietet "Vorsicht, Mister Dodd" amüsante Unterhaltung, ein paar nette Gags und viel nostalgischen Charme. Das liegt nicht zuletzt an dem ausgezeichneten Darsteller-Ensemble. Heinz Rühmann, verschmitzt und schelmisch wie man ihn kennt, ist in einer Doppelrolle zu sehen. Den Geheimdienst-Chef Sir Gerald stellt Ernst Fritz Fürbringer dar, dem man den Spaß am komödiantischen Spiel anmerkt. Als seine Mitarbeiterin Miss Parker kann Maria Sebaldt überzeugen. Robert Graf als zwielichtiger Etagenkellner erweist sich auch in der leichten Unterhaltung als sichere Bank. Besonders hervorzuheben ist wieder einmal Mario Adorf, der als Leibwächter des ominösen Mister Howard (Anton Diffring) mit einer hinreißenden Darbietung glänzt. Daneben können sich aber auch die Darsteller der kleineren Rollen mit adäquaten Leistungen behaupten.

"Ein Studienrat bringt wider Willen und eher beiläufig einen Spionageboss nach allerlei Verwechslungen zur Strecke. Lasngatmige, nur mäßig spannende Kriminalkomödie nach britischen Vorbildern, die einen gewissen Reiz aus einer Doppelrolle für Heinz Rühmann bezieht." (Filmdienst)

Film-Echo-Note: 5,1 (35 Meldungen)

Ray Offline



Beiträge: 1.833

03.04.2022 14:36
#2 RE: Vorsicht, Mister Dodd (1964) Zitat · Antworten

Vorsicht Mister Dodd (BRD 1964)

Regie: Günter Gräwert

Darsteller: Heinz Rühmann, Maria Sebaldt, Ernst Fritz Fürbringer, Robert Graf, Anton Diffring, Mario Adorf, Harry Wüstenhagen, Horst Keitel u.a.


Internatsdirektor Dr. Lancelot Dodd soll sich aufgrund seiner verblüffenden Ähnlichkeit mit einem gewissen Ivor Marmion, der brisante Dokumente an andere Länder verkauft, im Auftrag des britischen Geheimdienstes gegenüber einem Kaufinteressenten als Marmion ausgeben. Im Zuge dessen kommt es zu diversen Verwicklungen...

Das Produzenten-Duo Claus Hardt/Utz Utermann, bereits für die Pater Brown-Filme mit Heinz Rühmann verantwortlich, steckt auch hinter dieser von Günter Gräwert inszenierten Krimikomödie mit beachtlicher Besetzung. Neben dem gewohnt sympathisch - und erneut als "Pauker" - agierenden Rühmann überzeugt vor allem Maria Sebaldt als patente Sekretärin des von Ernst Fritz Fürbringer mit sichtlicher Spielfreude verkörperten Geheimdienstleiters. Man hätte sich sie in dieser Form auch gut in einem Wallace-Film oder einem entsprechenden Konkurrenzprodukt vorstellen können. Robert Graf, Mario Adorf und Anton Diffring (die beiden Letzteren als Fieslinge) stehen ebenfalls für die enorme vertretene schaupielerische Kompentenz in diesem Film. Für weitere Auflockerung sorgen Horst Keitel in einer Eddi Arent-typischen Rolle und Harry Wüstenhagen. Der Film legt gut los, verliert dann im Mittelteil bisweilen etwas an Verve, bevor es im Finale wieder durchaus turbulent zugeht. Mehr Außenschauplätze hätten sicher nicht geschadet, in der dargebrachten Form erscheint "Mister Dodd" arg studiolastig. Auch die inszenatorische Rafinesse lässt mitunter zu wünschen übrig. Im Ganzen aber harmlos-sympathische Unterhaltung für den Sonntagnachmittag.

Der Film ist kürzlich bei Filmjuwelen auf DVD erschienen. Mangels Restauration ist die Qualität des Bildes bestenfalls durchwachsen. Extras wie gewohnt (Booklet, Trailer).


Harmlose, aber sympathische Krimikomödie mit bemerkenswerter Besetzung. Noch 4 von 5 Punkten.

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