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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 1.902

21.05.2020 16:23
Rififi in Paris (1966) Zitat · Antworten

RIFIFI IN PARIS (DU RIFIFI A PANAME)
F/D/I (1966) - R: Denys de la Patelliére - DE: 23.7.1966 - FSK 16 - V: Gloria
Prod.: Copernic,Paris (60%)- Gloria-Film, München (20%) - Fida, Rom (20%)
Darsteller: Jean Gabin, Gert Fröbe, Nadja Tiller, Claudio Brook, George Raft, Mireille Darc, Marcel Bozzufi, Claude Brasseur, Daniel Ceccaldi, Claude Cerval, Franco Ressel, Christa Lang



Paul Berger, genannt "Diamanten-Paul", gilt als König der Pariser Unterwelt. Nach außen präsentiert er sich als ehrenwerter Inhaber diverser gutgehenden Lokale, doch nebenbei betätigt er sich als Gold- und Waffenschmuggler. Dass einer seiner Kuriere als Agent für die amerikanische Finanzbehörde arbeitet, ahnt er nicht. Er hat andere Sorgen, denn ein Verbrechersyndikat aus Chicago will bei seinen lukrativen Nebengeschäften mitmischen. Als Paul ablehnt, rücken die US-Gangster in Paris an und stellen ihm ein Ultimatum.

Dieser mit großem Aufwand inszenierte Gangsterkrimi kann mit einem internationalen Staraufgebot punkten, doch leider fehlt es ihm an Spannung und Raffinesse. So ist es denn auch vor allem die exquisite Besetzung, die darüber hinwegsehen lässt, dass der Film nichts wirklich originelles zu bieten hat und ein paar Längen aufweist. Jean Gabin glänzt in einer maßgeschneiderten Rolle, die aber nur den altbekannten Schablonen folgt. Gert Fröbe, der kurz vorher den legendären Bond-Bösewicht "Goldfinger" verkörperte, ist hier als Antiquitätenhändler zu sehen, der nicht nur Pauls bester Freund und Ratgeber ist, sondern auch als "the Brain" dessen krumme Geschäfte organisiert. Seine Frau Irene, die einst die Geliebte von Paul war, wird von Nadja Tiller gespielt, die schon 1958 in "Im Mantel der Nacht" an der Seite von Jean Gabin zu sehen war. Der eigentliche Star des Films ist der weniger bekannte Claudio Brook, der als Agent Mike Coppolano Paul das Handwerk legen will. Dabei arbeitet er eng mit Kommissar Noel (Daniel Ceccaldi) zusammen. George Raft, der bereits in zahlreichen Hollywood-Krimis der 1930er Jahre mitwirkte, kann hier als Chef der amerikanischen Gangsterbande auftrumpfen. Marcel Bozzufi ist Pauls Bodyguard während Mireille Darc als Animiermädchen in einem der Clubs von Paul arbeitet, wo sie dem angeblichen Journalisten Coppolano schöne Augen macht.

"Der mit seiner internationalen Besetzung gut zu vermarktende Film hat neben der sauberen Routinearbeit in der thematischen und optischen Behandlung großartige Höhepunkte und weiß die Spannung bis zum Schluss stetig zu steigern. Während man Gert Fröbe den Großgauner vom ersten doppelschichtigen Augenaufschlag an glaubt, hat der kultivierte Jean Gabin natürlich Mühe, das Publikum von seiner schwarzen Seele unter der graumelierten Gepflegtheit des Grandseigneurs zu überzeugen und die Härte seiner Uppercuts glaubhaft zu machen. Der Dritte im Bunde der Herren der Unterwelt ist George Raft mit aalglatter Gaunerfratze. Die Kamera gewinnt mit dem Fortlauf der zunächst ziemlich verzahnten Handlung Farbe, Perspektive und sichere Stellungnahme. Die Sorgfalt und der Reichtum des Dekors sind zu loben." (Film-Echo)

Film-Echo-Note: 3,6 (51 Meldungen) / Erstnote: 3,1
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