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 Film- und Fernsehklassiker national
Giacco Offline



Beiträge: 1.825

27.09.2019 14:23
Gefährdete Mädchen (1958) Zitat · Antworten

GEFÄHRDETE MÄDCHEN
BRD (1958) - R: Wolfgang Glück - DE: 7.3.1958 - FSK 18 - V: Union
Produktion: Rex Film Bloemer & Co., Berlin - Außenaufnahmen: Wien, Hamburg
Darsteller: Gerlinde Locker, Wolf Albach-Retty, Sigrid Marquardt, Heinz Drache, Edith Elmay, Emmerich Schrenk, Marina Petrowa, Horst Beck, Robert Meyn, Raoul Retzer



Eine junge Tänzerin aus Wien wird im Hamburg tot aufgefunden. Alles deutet auf einen Unfall hin, doch die Polizei schließt ein Verbrechen nicht aus, denn man ist einer Mädchenhändler-Bande auf der Spur. Die Hintermänner sind bekannt, doch es fehlen die Beweise. Die zur Unterstützung der Hamburger Kollegen angereiste Wiener Kommissarin Christa Ritter schafft es, durch die Vermittlung des Fotografen Heinz Sanders, dem sie zuvor bei einer Miss-Wahl über den Weg lief, einen Job als Bardame im Amüsier-Lokal "Garten Eden" zu bekommen. Dort erhalten die Mädchen eine Tanzausbildung, bevor sie per Schiff ins Ausland transportiert werden. Auch Erika und Sonja, die beide aus Wien stammen, befinden sich darunter und die Chefs der Bande gehen dort ein und aus. Nachdem Draga, eine der Tänzerinnen, durchblicken läßt, dass sie mehr weiß, als gewissen Leuten lieb sein dürfte, verschwindet sie spurlos. Schon bald überschlagen sich die Ereignisse.



Es handelt sich zwar um eine deutsche Produktion, doch außer Heinz Drache, Horst Beck, Robert Meyn und Marina Petrowa wirken fast nur österreichische Schauspieler mit. Selbst der Regisseur Wolfgang Glück stammt aus Wien. Mit "Das Nachtlokal zum Silbermond" und "Mädchen für die Mambo-Bar" drehte er anschließend noch zwei weitere "Sex-Krimis", die in ähnlichen Milieus spielen und in denen teilweise auch dieselben Darsteller zu sehen sind. Beide wurden ebenfalls von Rex-Film produziert. Ganz offensichtlich war das Thema Mädchenhandel damals ein interessanter Leinwandstoff. Um dem vorliegenden Film einen seriösen bzw. dokumentarischen Anstrich zu geben, darf die Wiener Kommissarin in einer Szene ihrem Vorgesetzten mit wissenschaftlichen Studien zum Thema versorgen, wobei sogar eine Rede der damaligen Bundestagsabgeordneten Annemarie Renger Erwähnung findet.
Der Film wurde handwerklich gekonnt inszeniert. Was nackte Haut anbelangt, ging Wolfgang Glück bis an die Grenzen des damals möglichen. Zwar reiht das Drehbuch wieder mal die üblichen Klischees aneinander, doch 1958 war das Publikum in dieser Hinsicht sicher noch nicht besonders verwöhnt. Außerdem gleichen die soliden Darstellerleistungen sonstige kleine Schwächen aus. Gerlinde Locker ist als junge Verkäuferin Erika naiv und unbedarft und verliebt sich in einen Herrn mit grauen Schläfen, der ihre Unerfahrenheit für seine Zwecke ausnutzt. Ihn spielt Wolf Albach-Retty, der Vater von Romy Schneider. Üblicherweise auf der Leinwand als ehrenwerter und charmanter Liebhaber und Gentleman unterwegs, entpuppt er sich hier mal als Bösewicht. Allerdings macht er sich als Dr.Jensen nie selbst die Hände schmutzig. Das erledigt für ihn Emmerich Schrenk als sein gewissenloser Partner Mario Cortez, der selbst vor Mord nicht zurückschreckt. Sigrid Marquardt spielt die taffe Kommissarin, die sich auch als Barfrau gut verkauft und sogar Eindruck auf Dr. Bender macht. Heinz Drache steht als zwielichtiger Fotograf in den Diensten der Mädchenhändler, wobei zunächst offen bleibt, in welchem Maße er in deren schmutzige Geschäfte involviert ist. Edith Elmay ist als Erikas Freundin Sonja bei weitem nicht so anständig und gutgläubig wie diese. Marina Petrowa spielt die Tänzerin Draga, die zuviel weiß. Horst Beck ist der schmierige Betreiber des Amüsierlokals.

"Anläßlich einer Schönheitskonkurrenz gerät eine arglose Verkäuferin in die Fänge einer Bande von internationalen Mädchenhändlern. Kriminalschund aus dem Halb- und Unterweltsmilieu - unrealistisch, kritiklos und mit einer verlogenen Liebesgeschichte angereichert."(Filmdienst)

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