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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 1.822

06.09.2019 15:08
L - der Lautlose (1965) Zitat · Antworten

L - DER LAUTLOSE (THE LIQUIDATOR)

GB 1965 - R: Jack Cardiff - DE: 30.9.1966 - FSK 16 - V: MGM
Darsteller: Rod Taylor, Trevor Howard, Jill St.John, Wilfrid Hyde White, Akim Tamiroff, David Tomlinson, Erik Sykes, Gabriella Licudi, Suzy Kendall, Daniel Emilfork, Henri Cogan



Colonel Mostyn vom britischen Geheimdienst wird beauftragt, einen Mann zu finden, der im Namen Ihrer Majestät als sogenannter "Liquidator" staatsgefährdende Elemente unauffällig eliminieren soll. Mostyn erinnert sich an Boysie Oakes, der ihm im Krieg das Leben rettete. Er ködert ihn mit einem Luxus-Apartment samt Sportwagen und attraktiven Damen. Erst als Boysie den Vertrag unterzeichnet hat, erfährt er, was man konkret von ihm erwartet. Boysie ist zwar ein kräftiger und zupackender Typ, ansonsten aber friedliebend und harmlos. Dennoch unterzieht er sich einem Spezial-Training, doch gleich bei seinem ersten Auftrag versagt er kläglich. Deshalb heuert er seinerseits einen Profi-Killer an, der von nun an für ihn die Arbeit erledigt.

"The Liquidator" wird zwar allgemein als Agenten-Parodie bezeichnet, doch handelt es sich eher um eine schwarze Komödie mit typisch britischem Flair. Leider ist zu bemängeln, dass hier einiges an Potenzial verschenkt wurde, denn aus vorhandenen Ideen hätte man deutlich mehr herausholen können. Immerhin besitzt der Film einen bombastischen Titelsong in bester Bond-Tradition, gesungen von Shirley Bassey. Und auch die Besetzung lässt über manche Schwächen hinwegsehen. Nachdem Richard Harris zugunsten eines anderen Angebots abgelehnt hatte, übernahm Rod Taylor den Part des Boysie Oakes. Für ihn war es die erste große komödiantische Rolle. Trevor Howard, damals schon eine Kino-Legende ("Der dritte Mann", "Meuterei auf der Bounty") ist als Colonel Mostyn sein Boss und Mentor. Dessen Sekretärin Iris, in die sich unser "Held wider Willen" verliebt, spielt Jill St.John. Als russischen Bösewicht sieht man Akim Tamiroff und leider erst in den letzten Minuten des Films taucht Suzy Kendall auf. Dass außerdem die in Frankreich beheimateten Film-Gangster Henri Cogan und Daniel Emilfork mitwirken, ergibt sich daraus, dass die zweite Filmhälfte an der Cote d´Azur angesiedelt ist.

"Im Kielwasser der Agentenfilme tummeln sich die Agentenparodien. Mit einer Clownerie versucht sich auch Jack Cardiff. Von der Idee her recht vielversprechend schleppt sich der Film leider nur mühsam über die Runden. Es wurde kaum eine Gelegenheit ausgelassen, wenn es galt, einen Gag zu vergeben. Wieviele Chancen prächtiger Gaudi sind allein bei der granitharten Geheimdienstausbildung des braven Kerlchens vertan! Die Schauspieler können nichts für die Misere. Rod Taylor in der Titelrolle wäre durchaus der Mann für einen Regisseur und ein Drehbuch mit Einfällen." (Film-Echo, Okt. 1966)

Film-Echo-Note: 3,8 bei 21 Meldungen (Erstnote: 3,6)
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