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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 1.616

26.04.2018 18:26
Der Chef schickt seinen besten Mann (1966) Zitat · antworten

DER CHEF SCHICKT SEINEN BESTEN MANN
(Requiem per un agente segreto)
Italien/Spanien/Deutschland (1966)
Regie: Sergio Sollima - Deutsche Erstaufführung: 14.4.1967 - FSK: 16 - Verleih: Constantin
Deutscher Produzent: Constantin - Musik: Piero Umiliani
Darsteller:
Stewart Granger, Peter van Eyck, Daniela Bianchi, Wolf Hillinger, Giorgia Moll, Maria Granada, Franco Andrei



Die Verbrecherorganisation "Grüner Stern" ist im Besitz von brisanten Raketenplänen. Um zu verhindern, dass diese in falsche Hände geraten, hat der Secret Service schon 3 Agenten nach Marokko beordert, die jedoch unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen. Deshalb schickt der Chef nun den besten Mann, Jimmy Merrill, nach Nordafrika. Merrill ist ein mit allen Wassern gewaschener Privatagent, der seine Dienste nur gegen entsprechende Bezahlung zur Verfügung stellt.

Regisseur Sergio Sollima hatte zuvor bereits 2 erfolgreiche Eurospy-Filme mit dem von ihm kreiierten Helden "Agent 3S3" inszeniert. Diesmal, so verrät es das Programmheft, wollte er zeigen, dass Spionage ein schmutziges Geschäft ist. So ist Jimmy Merrill kein edler Held, sondern ein Mann, der nur aus purer Gewinnsucht und Geldgier handelt. Im Grunde sind er und der Gangsterboss aus demselben Holz geschnitzt. Sie stehen nur auf unterschiedlichen Seiten.



Durch die erheblichen Kürzungen, die Constantin-Film vornahm, fehlt in der deutschen Fassung so einiges, was dem Publikum die Absichten des Regisseurs verdeutlicht hätte. Außerdem verfügt Stewart Granger, der diesmal von Harald Leipnitz synchronisiert wird, über eine sympathische Ausstrahlung und einen gewissen Gentleman-Charme, durch die die negativen Charaktereigenschaften des von ihm verkörperten Jimmy Merrill abgeschwächt werden. Sein Gegenspieler ist Peter van Eyck als Rubeck, nach außen ein ehrenwerter Kaufmann, in Wahrheit aber ein Gangsterboss, der mit dem "Grünen Stern" Geschäfte macht. Der in München geborene, aber überwiegend in Italien arbeitende Wolf Hillinger steht als Alexeij in Rubecks Diensten. Er gibt sich als dessen Sekretär aus, ist aber ein eiskalter Profikiller.
Die Reihe der obligaten Schönen wird angeführt von der Italienerin Daniela Bianchi, bekannt aus dem Bond-Film "From Russia - with Love". Ebenfalls aus Italien stammt Giorgia Moll, die als Love-Interest des Agenten herhalten muss. Dritte im Bunde ist die Spanierin Maria Granada, die als Bar-Tänzerin ein bißchen Haut zeigen darf.

Die auf 83 Minuten gekürzte deutsche Fassung (Original: 102 Min.) blendet einige politische Hintergründe und Anspielungen aus, hat dadurch aber ein zügigeres Erzähltempo. Wenig überzeugend wirkt das Happy-end, auf das man besser verzichtet hätte.
Mit der Note 3,6 und ordentlichen 37 Meldungen (Großstadtnote: 3,2) konnte sich der Film im oberen Mittelfeld der Erfolgsrangliste platzieren.

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