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Dieses Thema hat 5 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
Cora Ann Milton Offline



Beiträge: 5.110

02.03.2013 12:54
Lobster (1976, TV) Zitat · Antworten

“Lobster”

Bundesrepublik Deutschland 1976

Idee und Regie: Hans W. Geißendörfer, Buch: Hans W. Geißendörfer, Karl-Heinz Willschrei, Peter Berneis, Klaus Baedekerl, Redaktion: Gunther Witte, Hannes Hoff, Kamera: Frank Brühne, Harald Zellner, Bauten: Hans Gailling, Musik: Eugen Thomass

Episoden:

1. “Der Einarmige”
2. “Zwei Fliegen”
3. “Stirb”
4. “Handschellen”
5. “Blut”
6. “Das Kind”

Darsteller:

Folge 1
Heinz Baumann (Lobster), Leonie Thelen (Ellen), Heinz Bennent (Franz Borsig), Elisabeth Kreuzer (Karin Schulke), Wilfried Klaus (Ferdinand Schulke), Anne Bennent (Sabine Schulke), Max Mairich (Kommissar Korn)

Folge 2
Heinz Baumann (Lobster), Leonie Thelen (Ellen), Herbert Fleischmann (Rolf Klein), Andrea Jonasson (Birgit Klein), Max Mairich (Kommissar Korn)

Folge 3
Heinz Baumann (Lobster), Leonie Thelen (Ellen), Richard Münch (Ernst Brühl), Gisela Uhlen (Hedwig Brühl), Tilli Breidenbach (Ottilie Brühl), Nico Grueneke (Klaus Brühl), Irm Hermann (Tessa Brühl), Gaby van Laak (Ute Brühl), Günther Stoll (Hugo Schiller), Max Mairich (Kommissar Korn)

Folge 4
Heinz Baumann (Lobster), Leonie Thelen (Ellen), Walter Kohut (Fred Wortmann), Gunther Malzacher (Dr. Julius), Max Mairich (Kommissar Korn)

Folge 5
Heinz Baumann (Lobster), Leonie Thelen (Ellen), Louise Martini (Corinna Wieland) Gunther Malzacher (Dr. Julius), Anna Martins (Susan Wieland) Peter Moland (Heinz Gruber), Dieter Traier (Toni), Angelika Bender (Gudrun)

Folge 6
Heinz Baumann (Lobster), Leonie Thelen (Ellen), Oliver Lentz (Nicky) Ivan Desny (Dr. Martius), Max Mairich (Kommissar Korn)



“Hummer mit Chichi”

Der Münchner Action-Regisseur Hans W. Geissendörfer hat einen neuen Serien-Typ geschaffen: den deutschen Privatdetektiv.
Klienten pflegt er, unrasiert und übellaunig, im Bett zu empfangen. Seine Frau ist nach Alaska ausgebüchst, die Tochter findet ihn mitunter "fies". und auch sein Freund, der Kommissar, macht ihn gern als "Bettnässer" madig. Doch das ficht den phlegmatischen Schnüffler nicht an.
Er ist ein Kraftkerl mit "gewaltigem Panzer". der nur heftig "gereizt" unvermutet mit "scharfen Scheren" zwackt. Der Kölner WDR hat ihn folglich nach einem artverwandten Tier benannt: "Lobster", Hummer.
Herr Hummer ist Titelheld des ersten deutschen Privatdetektiv-Serials im TV-Abendprogramm. Sechsmal - wenn's ein Hit wird, auch öfter - soll Lobster ab Mittwoch, 21.00 Uhr, im ARD-Kanal nach Mördern und Mobstern fahnden und damit auch eine "große Ambition" des Münchner Filmemachers Hans W. Geissendörfer (34) erfüllen: die "romantische Figur" des Privatdetektivs telegen "einzudeutschen". Das ist ihm auf Anhieb recht wohl gelungen.
"Lobster" ist das erste Seriengeschöpf des Augsburger Pfarrerssohns und einstigen Untergrundfilmers, der mit "leise thrillernden Melodramen" ("Marie", "Die Eltern") fürs Fernsehen und mit dem intelligenten Sex- und Horror-Kinospiel "Jonathan" das Wohlgefallen der Kritik erregte. Auch sein Detektiv-Serial hat Geissendörfer, dem die Filmerei "etwas Lustiges, Vitales" ist, mit viel Pfiff ins Bild gesetzt.
"Pathos, Dramatik, Action", unterschiedlich akzentuiert, entfalten sich in allen Episoden der Reihe - mal in knalligen Reißern, mal in sanften Sentimentalthrillern.
Dass Geissendörfer so gern die "sinnlichen Qualitäten des Kinos betont" ("Die Zeit"), offenbart sich bis ins Detail: Genüßlich schwenkt seine Kamera über exotische Interieurs -- über Jugendstil, Art-déco-Mobiliar und allerlei erlesenes Chichi.
Doch das ist so ziemlich der einzige Luxus, den er sich leisten durfte. Drei Millionen Mark, ein eher karges Budget, hatte der WDR für die 6 mal 60-Minuten-Staffel bereitgestellt. Als Geissendörfer 1973 erste Drehbuchentwürfe mit praller Lobster-Action vorlegte, wichen die zum Sparen vergatterten TV-Redakteure erschrocken zurück: Die sei "irrsinnig aufwendig".
Man kam überein, den Krimiautor Karl Heinz Willschrei anzuheuern, der sich schon durch preisgekrönte "Tatort"-Szenarien empfohlen hatte. Willschrei lieferte im Halbdutzend billiger, geriet aber mit Geissendörfer in Streit. Dessen Regie, klagte er, habe teilweise seine "Intention verfälscht". Der Regisseur wiederum, der sich bisweilen mit "halbfertigen Drehbüchern" behelfen mußte, hatte "das Gefühl, dem Autor sei alles wurscht".
Nach diesem Scharmützel ist Geissendörfer der (vorläufige) Abschied vom ungeliebten Medium Fernsehen noch leichter gefallen. In München legt er gerade letzte Hand an seinen Anzengruber-Kinofilm "Sternsteinhof".
(“DER SPIEGEL” / 23.02.1976)


"Der Einarmige"

“Morgen, Lobster! Wie ich sehe, hast du gut geschlafen und gut gefrühstückt.”
(Kommissar Korn)
“Da irrst du! Wenn ich meine Zeitung gelesen hab’, frühstücke ich zu Ende und dann schlafe ich noch ‘n bißchen.”
(Lobster)

“Ich wüßte, wie du mit einem Schlag aus deinem ganzen Schlamassel rauskommen könntest.”
(Kommissar Korn)
“Bin ich in einem Schlamassel?”
(Lobster)
“Du hast Schulden! Und zwar nicht nur bei mir!”
(Kommissar Korn)

“Du wirst morgen vor dem Gefängnis auf ihn warten und ihn nicht mehr aus den Augen lassen!”
(Kommissar Korn)
“Und das merkt er nicht?”
(Lobster)
“Das kommt darauf an, wie geschickt du bist!”
(Kommissar Korn)
“Ich könnte mich vielleicht verkleiden. Ich hab’ noch ‘ne Pappnase vom Karneval ...”
(Lobster)

“Ich kann nicht Kriminalbeamte zur Unterstützung eines stinkfaulen Privatdetektivs abkommandieren!”
(Kommissar Korn)

“Was heißt das, er sucht ‘ne Frau? Natürlich sucht er ‘ne Frau! Würdest du nach zehn Jahren Gefängnis keine Frau suchen?”
(Lobster)

“Wie wär’s, wenn du dich mal hinbemühst?”
(Kommissar Korn)
“Ich bin noch nicht angezogen. Bis ich da wäre, ist er längst wo anders ...”
(Lobster)

“Wo ist die Kneipe? Ja, ich kenne die Gegend. Sag deinen Leuten, wenn ich reingegangen bin, sollen sie abschieben.”
(Lobster)
“Eine Kneipe, und schon geht’s ...”
(Kommissar Korn)

“Ich zahl' 'nen Hunderter!”
(Lobster)
“Wofür?”
(Rocker)
“Eine Schlägerei.”
(Lobster)
“Mit wem?”
(Rocker)
“Mit jemandem, der viel schwächer ist als du.”
(Lobster)
“Warum haust du ihm nicht selbst die Hucke voll?”
(Rocker)
“Geht nicht. Ich bin das ...”
(Lobster)

“Warum hast du ihn hierher gebracht?”
(Ellen)
“Damit ich nicht länger hinter ihm her rennen muß.”
(Lobster)


Auf seinem Türschild steht “E. Lobster Privatdetektiv - Sprechstunden nur nach Vereinbarung”.
Doch so imposant dieser Mann rein äußerlich wirkt, was da in einer Münchner Altbauwohnung morgens unrasiert und ungekämmt beim Frühstück im Bett herumlungert, ist ein Lebenskünstler, den weniger Wohlmeinende einen Faulpelz nennen würden.
Radio, Telefon, Zeitung, Zigaretten und alles weitere Benötigte (wie zum Frühstück gern auch mal ein Glas Bier) in Reichweite, erhebt sich Lobster nicht einmal, um die Tür zu öffnen, selbst dafür hat er einen Mechanismus entwickelt.
Lobster geht seiner höchst ungeregelten Tätigkeit nur deshalb nach, damit er seine alles andere als glanzvolle Existenz erhalten kann.
Seine Tochter Ellen, eine aufmüpfige und eigensinnige junge Frau, lebt von Gelegen heitsjobs. Lobsters Frau Rosa scheint sich eine längere Auszeit von ihrer Ehe zu nehmen, die sie mit Freunden in Anchorage in Alaska verbringt.

Kommissar Korn unterbreitet dem in notorischer Geldverlegenheit befindlichen Lobster ein Angebot, das dieser nicht ablehnen kann.
Ein gewisser Franz Borsig hat vor zehn Jahren einen Geldtransporter überfallen und dabei eine Million Mark erbeutet. Bei einem Schußwechsel mit der Polizei verlor Borsig einen Arm und trägt seither eine Prothese. Korn brachte Borsig zwar hinter Gitter, allerdings ist das Geld seither spurlos verschwunden. Die Versicherung hat zehn Prozent der Beute für denjenigen ausgesetzt, der das Geld wieder beschafft.

Lobster soll den aus der Haft entlassenen Borsig beschatten und auf diese Weise den Verbleib der Million ermitteln. Da es ihm untauglich - und wohl auch zu anstrengend - erscheint, hinter Borsig herzulaufen, macht Lobster bei einer von ihm fingierten Kneipenschlägerei Borsigs Bekanntschaft und versucht, sein Vertrauen zu gewinnen.
Lobster hat sich auf ein höchst gefährliches Unterfangen eingelassen, an dessen Ende ein Toter stehen wird.


"Zwei Fliegen"

“Lobster, bist du eigentlich gar nicht eifersüchtig?”
(Ellen)
“Deine Mutter und ich wir hatten unsere Zeit zusammen. Nun scheint sie vorbei zu sein. Sowas passiert ...”
(Lobster)

“Tut’s dir immer noch weh?”
(Ellen)
“Einer der wenigen Vorteile des Altwerdens ist, dass man lernt, so wenig wie möglich zu leiden.”
(Lobster)
“Du meinst, man kriegt eine harte Schale.”
(Ellen)
“Wie ein Lobster ...”
(Lobster)

“Sie haben gesehen, was passiert ist?”
(Birgit Klein)
“Nein.”
(Lobster)
“Ich dachte, ein Detektiv sieht sofort, dass hier eine Bombe explodiert ist.”
(Birgit Klein)

“Sie wollen Ihren Schlaf wohl auch noch bezahlt bekommen?”
(Birgit Klein)

“Pass auf dich auf!”
(Ellen)
“Ich bin engagiert, um auf Frau Klein aufzupassen!”
(Lobster)
“Viel Vergnügen!”
(Ellen)

“Gehe ich richtig in der Annahme, dass ein Detektiv immer etwas herauszufinden hat?”
(Rolf Klein)
“Ja, im allgemeinen ist das so richtig.”
(Lobster)
“Sehen Sie, und dazu sind Sie, entschuldigen Sie, wenn ich das ganz klar ausspreche, nicht engagiert! Hier gibt es nichts herauszufinden!”
(Rolf Klein)

“Ihr Mann weiß sehr genau, was er will.”
(Lobster)
“Ich auch!”
(Birgit Klein)

“Weil es um eine dreckige Geschichte geht.”
(Lobster)
“Und du steckst mal wieder mitten drin.”
(Kriminalkommissar Korn)
“Ich hab als Kind gern im Dreck gespielt.”
(Lobster)

“War das ein Grieche?”
(Birgit Klein)
“Der Musik nach ja.”
(Lobster)

“Ich möchte nun einmal ein Spiel, in dem ich mitspiele, verstehen.”
(Lobster)
“Aber das ist doch ganz einfach. Sie brauchen doch nur zwei und zwei zusammenzählen.”
(Rolf Klein)
“Dafür bin ich zu dumm.”
(Lobster)

“Hast du Angst?”
(Birgit Klein)
“Ja, weil ich es unverantwortlich finde, was wir tun. Unverantwortlich in mehr als einer Beziehung.”
(Lobster)
“Du bist ein kleiner Spießer!”
(Birgit Klein)
“Weil es mich stört, mit der Frau eines Mannes zu schlafen, der mich bezahlt?”
(Lobster)
“Weil du bei allem und jedem an Geld denkst.”
(Birgit Klein)
“Und du? Weshalb bleibst du bei ihm?”
(Lobster)
“Weil ich ihn liebe. Und jetzt küss mich!”
(Birgit Klein)

“Ich hatte mir immer gewünscht, ein paar Tage mit dir allein zu sein. Aber ...”
(Birgit Klein)
“Und was stört dich jetzt plötzlich?”
(Lobster)
“Man kriegt nicht geschenkt, was man will.”
(Birgit Klein)

“Was hast du gefunden?”
(Birgit Klein)
“Dynamit. Genug, um damit das ganze Haus in die Luft zu jagen.”
(Lobster)


Auf den vermögenden Bauunternehmer Rolf Klein wird auf dessen Anwesen ein Sprengstoffanschlag unternommen. Birgit, Kleins attraktive und wesentlich jüngere Gattin, engagiert Lobster als Bodyguard. Sie besteht darauf, dass er in ihrer Villa Quartier bezieht, um sie vierundzwanzig Stunden am Tag zu bewachen.

Rolf Klein untersagt Lobster jegliche Ermittlungstätigkeit. Der Privatdetektiv habe sich lediglich auf den Personenschutz seiner Gattin zu konzentrieren.
Das hält Lobster selbstverständlich nicht davon ab, Nachforschungen anzustellen. Bei Kriminalkommissar Korn erfährt er, dass Klein bei seinen geschäftlichen Transaktionen äußerst rücksichtslos vorgegangen ist und sich daher etliche Feinde gemacht haben dürfte.

Lobster begleitet Birgit Klein bei ihren diversen Unternehmungen und befindet sich dabei in durchaus angeregter Stimmung, denn allein der Aufenthalt beim Coiffeur ermöglicht es ihm, vier Whisky zu vertilgen.
Beim Verlassen eines Kinos wird auf sie ein Bombenattentat verübt, das Birgit Klein und Lobster zwar unversehrt überstehen, bei dem allerdings ein Auto explodiert.

Daraufhin räumt Klein ein, dass er Arbeiter aus Griechenland schwarz für sich arbeiten lies und in erheblichem Maße Steuern hinterzogen hat. Angeblich erpresse ihn eine griechische Mafia, die ihm die Arbeiter vermittelt hat, da sie sich von Klein um eine versprochene Gewinnbeteiligung in Höhe von 600 000 Mark betrogen fühlt.

Birgit Klein, die unverblümt über ihre zahlreichen Affären mit diversen Männern - darunter auch mit einem Griechen - und die Duldung derselben durch ihren Gatten spricht, beginnt ein Verhältnis mit Lobster, an dem sie bereits seit ihrer ersten Begegnung ein eindeutiges Interesse gezeigt hat.

Eines Nachts bricht Dimitri Sakis, der Fuhrparkleiter von Kleins Firma, in die Villa seines Chef ein und wird von diesem erschossen. Lobster, der den Eindringling zuvor bereits überwältigt hatte, wird dadurch nur noch mißtrauischer.

Nachdem Klein einen anonymen Brief erhalten hat, in dem mit dem Mord an seiner Frau gedroht wird, sollte er die 600 000 Mark nicht zahlen, schickt der Unternehmer Birgit und Lobster auf eine Waldhütte in Österreich, wo es zum finalen Showdown kommt.


"Stirb"

“Und da ist noch ‘ne Entführungsgeschichte. Die Kidnapper verlangen 800 000 Mark. Glaubst du nicht, dass es den Eltern zehn Prozent davon wert wäre, wenn du dich für ihr Kind einsetzt.”
(Ellen)
“Du verwechselst mich mit James Bond, Töchterchen.”
(Lobster)

“Ernsthaft, Lobster. Wir sind blank.”
(Ellen)
“Was ist ‘n daran so ernsthaft?”
(Lobster)
“Das der Lebensmittelladen nicht mehr anschreiben läßt.”
(Ellen)
“Und wo hast du dann den Schinken her?”
(Lobster)
“Den hab ich mir aus den Rippen geschnitten.”
(Ellen)

“Könnte ich bitte Ihren Herrn Vater sprechen?”
(Ernst Brühl)
“Mein Vater ist noch im Bett, aber er wird gleich aufstehen.”
(Ellen)
“Er soll sich meinetwegen keine Umstände machen. Fragen Sie ihn doch bitte, ob es ihn stört, wenn ich zu ihm ins Schlafzimmer komme.”
(Ernst Bühl)

“Ich habe das Gefühl, er würde zu dir Vertrauen fassen.”
(Ernst Bühl)
“Warum sollte er?”
(Lobster)

“Was wollte er denn?”
(Ellen)
“Mir einen Blankoscheck bringen.”
(Lobster)
“Und du kannst eintragen, welchen Betrag du willst?
(Ellen)
“Was ich mir verdiene.”
(Lobster)

“Hedwigs Kinder sind alle ekelhaft!”
(Ottilie Brühl)

“Fahren Sie mit ihm in die Stadt und betrinken Sie sich irgendwo!”
(Ottilie Brühl)
“Ich weiß nicht, ob das eine Lösung ist.”
(Lobster)

“Ich brauche die 80 000 bis Montag. Ich weiß, was passiert ist, aber ob du nun mit zweihundert Millionen oder mit zweihundert Millionen achtzigtausend vor die Hunde gehst, glaubst du, das interessiert irgend jemand.”
(Klaus Brühl)

“Was ist denn der Unterschied zwischen Warentermingeschäften, Devisenspekulationen und Roulette? Erzähl mir das doch mal! Du hast anderer Leute Geld genauso verspielt wie ich!”
(Klaus Brühl)

“Wo haben Sie Schießen gelernt?”
(Klaus Brühl)
“Bei der deutschen Wehrmacht.”
(Lobster)
“So alt sehen Sie eigentlich gar nicht aus.”
(Klaus Brühl)
“Ich war auch erst sechzehn damals.”
(Lobster)

“Du hast jedes Verhältnis zu Geld verloren! 80 000 Mark sind nichts läppisches. Nicht für Leute, die ein Leben lang geschuftet und es auf deiner Bank gespart haben!”
(Lobster)

“Und für dieses Geld ermordet man seinen Vater? Seinen Mann?”
(Lobster)


Aus Gefälligkeit für seinen alten Freund, den Bankier Ernst Brühl, und weil er wieder einmal keinen Auftrag hat, verspricht Lobster, sich um Brühls Sohn Klaus zu kümmern, der sich mit dubiosen Unterweltlern eingelassen haben soll, denen er Geld schuldet.

Am Wochenende lernt Lobster im Landhaus der Brühls eine reichlich merkwürdige Familie kennen.
Ottilie, Brühls Mutter, ist eine verbitterte und herrische alte Frau, der niemand etwas recht machen kann. Hedwig Brühl, die elegante Gattin des Bankiers, versucht stets mit kühler Überlegenheit die Contenance zu bewahren. Brühls Tochter Ute hingegen gibt sich unkonventionell und liebt die Provokation. Ihre versponnene Schwester Tessa, das Lieblingskind Brühls, hat sich hingegen mit ihren Büchern und ihren Hunden in ihre ganz eigene Welt zurückgezogen. Der ebenso arrogante wie lebensuntüchtige Klaus ist dem Roulette verfallen und hat 80 000 Mark unterschlagen, die ihm Gangster zur Geldwäsche in der Bank seines Vaters anvertraut haben. Im Gegenzug hat man weigert sich, Lobsters Rat zu folgen und zur Polizei zu gehen, weil er lieber die Gewalt durch Verbrecher erträgt als wegen Hehlerei im Gefängnis zu sitzen.

Beim Abendessen erklärt Ernst Brühl seiner Familie, dass seine Bank aufgrund von Devisenspekulationen Konkurs anmelden muß. Brühl hat diese risikoreichen Unternehmungen zwar nicht persönlich betrieben und nicht immer gebilligt, jedoch nicht unterbunden und fühlt sich damit persönlich verantwortlich.
Da Brühl mit seinem gesamten Privatvermögen haftet, steht seine Familie nunmehr vor dem finanziellen Ruin.

Lobster, den der leichtfertige Umgang mit den Ersparnissen einfacher Leute im Hause Brühl anwidert, hat eine heftige Auseinandersetzung mit seinem alten Freund Ernst und erklärt, mit der ganzen Angelegenheit nichts mehr zu tun haben zu wollen.

Am selben Tag findet Tessa Brühl ihren Vater erschossen im Park seiner Villa auf.
Die Polizei geht von einem Suizid aus. Ottilie Brühl hingegen ist überzeugt, dass ihr Sohn ermordet wurde und engagiert Lobster, um den Fall zu klären. Im Zuge seiner Nachforschungen erfährt er, dass Ernst Brühl eine hohe Lebensversicherung zugunsten seiner Familie abgeschlossen hat und somit alle Hinterbliebenen ein Motiv für einen Mord haben.


“Handschellen”

“Hast du deinem Freund Korn mal endlich wieder die Meinung gesagt?”
(Ellen)
“Die kennt er. Er weiß, was ich von ihm halte. Er ist Polizist.”
(Lobster)
“Und du? Was bist du?”
(Ellen)
“Ein Verhaltensforscher.”
(Lobster)
“Du bist ein Faulpelz!”
(Ellen)

“Jeder Mensch ist gut und böse zugleich.”
(Lobster)

“Was macht jemand zu dem, was Korn einen Verbrecher nennt? Die Umstände. Wenn wir hungrig genug sind, stehlen wir. Wenn wir hassen, töten wir. Kommt nur darauf an, wie sehr wir hassen oder lieben.”
(Lobster)

“Siehst du, das ist der Geldbriefträger.”
(Lobster)
“Oder der Gerichtsvollzieher.”
(Ellen)

“Lass das Brötchen nicht fallen und mach den Mund zu, sonst hast du das Bett voller Krümel!”
(Fred Wortmann)

“Kannst du mir ‘n bißchen Geld leihen?”
(Lobster)
“Schon wieder?”
(Kommissar Korn)
“200 Mark würden reichen.”
(Lobster)
“Wofür?”
(Kommissar Korn)
“Fürs nötigste.”
(Lobster)
“Wie lange?”
(Kommissar Korn)
“Bis ich die Belohnung für Wortmann krieg’ ...”
(Lobster)

“Jemand will Wortmann in einem Waldstück bei Ebersberg gesehen haben. Wir fahren da raus. Willst du mitkommen?”
(Kommissar Korn)
“Nee, ich weiß wie ‘n Wald aussieht.”
(Lobster)

“Sehe ich so aus, wie jemand, dem man Geld leiht?”
(Lobster)

“Ist das klar?”
(Kommissar Korn)
“Du machst mich krank mit deinem klar!”
(Lobster)
“Willst du Ellen da raushauen oder nicht?”
(Kommissar Korn)
“Klar!”
(Lobster)


Der dreifache Mörder Fred Wortmann bricht aus dem Gefängnis aus und hinterlässt dabei zwei tote Vollzugsbeamte. Er will sich an Lobster rächen, der sich vor vier Jahren in Wortmanns Bande einschlich und ihn für 3000 Mark Belohnung bei der Polizei anzeigte.

Wortmann nimmt Lobsters Tochter Ellen als Geisel, um den Privatdetektiv dazu zu bewegen, ihn mit verschiedenen Gegenständen für seinen weiteren Fluchtweg zu versorgen.
Am einfachsten erweist sich für Lobster die Beschaffung der geforderten Handschellen, da er sie kurzerhand Kommissar Korn entwendet. Bis dahin ahnt er allerdings nicht, dass Wortmann sie für Ellen verwenden wird. Weitaus komplizierter verhält es sich hingegen mit einem gefälschten Pass und ähnlich kostspieligen Dingen.
Um sich mit Kapital für seine Flucht auszustatten, zwingt Wortmann Lobster sogar, in den Tresorraum einer Bank einzubrechen.

Jeder Versuch, sowohl von Ellens als auch von Lobsters Seite, den ebenso unberechenbaren wie gewalttätigen Wortmann, unschädlich zu machen, scheitert und zieht grausame Mißhandlungen an Ellen nach sich.
Lobster weiß keinen anderen Ausweg mehr, als sich an Kommissar Korn zu wenden.


"Blut"

“Weißt du, Töchterchen, dass man in Kanada einen Quadratmeter Land für vier Pfennig kaufen kann?”
(Lobster)
“Sehr interessant.”
(Ellen)
“Hier bietet jemand 50 000 Quadratmeter an. 50 000 mal vier Pfennig das sind
200 000 Pfennig. Das sind 2000 Mark.”
(Lobster)
“Das ist ungefähr so viel, wie wir mit der Miete im Rückstand sind.”
(Ellen)
“Deswegen denke ich ja über Kanada nach.”
(Lobster)
“Wäre es nicht sinnvoller, wenn du dir zuerst das Geld beschaffst und dir dann überlegst, ob du es für die Miete oder Kanada ausgibst?”
(Ellen)
“Als Pilot würdest du wenig taugen!”
(Lobster)
“Was soll’n das schon wieder heißen?”
(Ellen)
“Du bringst jeden Gedankenflug zum Absturz!”
(Lobster)

“Jetzt? Mitten in der Nacht?”
(Lobster)
“Es ist Viertel vor elf.”
(Ellen)
“Gut, wenn ich mit dem Frühstück fertig bin.”
(Lobster)

“Frühstücken Sie bitte schnell. Es geht möglicherweise um Leben und Tod.”
(Lobster)

“Warum gehen wir nicht zu Susans Mutter und fragen sie, was gestern abend los war?”
(Toni)
“Weil Frau Wieland lügt!”
(Lobster)

“Es ist Blut.”
(Dr. Julius)
“Das weiß ich auch, du Idiot!”
(Lobster)
“Es hätte ja auch Ketchup sein können.”
(Dr. Julius)

“Es gibt weder einen Verletzten noch eine Leiche. Nur Blut, überall Blut.”
(Lobster)

“He! Mein Geld!”
(Dr. Julius)
“Ich bin pleite. Du mußt noch ein bißchen warten.”
(Lobster)

“Etwas gibt es noch, was ich gerne finden würde.
(Lobster)
“Was?”
(Corinna Wieland)
“Eine Leiche!”
(Lobster)

“Es ist nicht Susans Blut, das hier verspritzt wurde. Es ist das Blut eines anderen Menschen.”
(Lobster)

“Wollen Sie mich erpressen?”
(Corinna Wieland)
“3000 Mark Schmiergeld reichen - fürs erste.”
(Lobster)

“Es nützt Ihnen gar nichts, wenn Sie schießen. Nicht ich bin der Zeuge, Susan ist es.”
(Lobster)


Corinna Wieland, Besitzerin eines Modehauses, engagiert Lobster um das mysteriöse Verschwinden ihrer achtzehnjährigen Tochter Susan aufzuklären. Das Mädchen leide unter Liebeskummer, sei akut selbstmordgefährdet und habe überdies ein Röhrchen Schlaftabletten bei sich. Um einen Skandal zu vermeiden, will sich Frau Wieland nicht an die Polizei wenden.
Im Zimmer von Susan entdeckt Lobster Blutspuren an der Wand sowie an einem nur notdürftig versteckten Bild.

Im Haus ihres Freundes Toni findet Lobster in einem Boot am Steg das bewußtlose Mädchen. Auf ihrer Strickjacke befinden sich Blutspuren. Allerdings handelt es sich dabei nicht um Susans Blutgruppe.

Frau Wieland bringt ihre Tochter aus dem Krankenhaus zunächst in ein Hotel und später in ein exklusives Privatsanatorium. Lobster vermutet, dass Susan Kenntnis von einem Mord hat und auf diese Weise allen Nachfragen entzogen werden soll.

Heinz Gruber, der Geschäftsführer von Frau Wieland, zahlt Lobster ein großzügiges Honorar und hofft damit, den hartnäckigen Detektiv los zu sein, doch dieser verfolgt auch weiterhin die einmal aufgenommene Spur.


"Das Kind"

“In England hat ein Mann eine Hundertpfundnote längsseits mit einer Rasierklinge in zwei Hundertpfundnoten verwandelt. Ich überlege gerade, ob man das nicht auch mit einem Hundertmarkschein machen könnte."
(Lobster)
“Du hast keinen Hundertmarkschein!”
(Ellen)
“Ein Tausendmarkschein wäre ja auch rationeller.”
(Lobster)
“Du hast auch keinen Tausendmarkschein!”
(Ellen)
“Ich könnte mir vielleicht einen borgen.”
(Lobster)
“Von wem denn? Außerdem steht auf die Herstellung von Falschgeld Gefängnis.”
(Ellen)
“Aus eins zwei zu machen, ist ein ganz normaler Prozess der Natur. Mit der Zellteilung hat es begonnen ...”
(Lobster)
“Und mit dir hat es geendet!”
(Ellen)

“Was willst du denn damit?”
(Lobster)
“Ein neues Leben anfangen!”
(Ellen)
“Mit zehn Mark?”
(Lobster)

“Du wirst sehen, ich bekomme heute einen Auftrag.”
(Lobster)
“Gestern hättest du einen haben können, hast ihn ausgeschlagen.”
(Ellen)


“Wie soll ich denn in München einen Rauhhaardackel finden?”
(Lobster)

“Ich fürchte, ich habe einen furchtbaren Fehler gemacht!”
(Lobster)
“Ach nee, ganz was Neues!”
(Kommissar Korn)

“Du hast’n Knall! Wir sind doch nicht deine Dienstboten!”
(Kommissar Korn)
“Korn, es geht vielleicht um Leben oder Tod!”
(Lobster)

“Ich werde den Mann finden, der deinen Vater erschossen hat. Das verspreche ich dir.”
(Lobster)
“Ich habe aber kein Geld, um dich zu bezahlen.”
(Nicky)
“Mach dir nichts draus. Ich habe auch keins.”
(Lobster)

“Wir haben ihn gesucht für seine Mörder.”
(Ellen)

“Wer hat dich beauftragt?”
(Kommissar Korn)
“Ein Mann, von dem ich leider den Namen nicht weiß.”
(Lobster)
“Für diese Unverschämtheit könnte ich dich verhaften!”
(Kommissar Korn)

“Das sieht ja so aus, als wären wir einer ganz großen Sache auf der Spur.”
(Dr. Martius)


Ein eleganter aber zwielichtig wirkender Herr beauftragt Lobster damit, den Aufenthaltsort eines Mannes namens Guiseppe Scaffi zu ermitteln, weil dieser angeblich als Zeuge in einem Scheidungsprozeß aussagen soll. Scaffi ist seit einigen Tagen spurlos verschwunden. Sobald Lobster ihn gefunden hat, soll er sich telefonisch mit dem Rechtsanwalt Dr. Hoffmann in Verbindung setzen.
Ein großzügiges Honorar läßt Lobster darüber hinwegsehen, dass es sein Klient vorzieht, anonym zu bleiben.

Lobster macht die Bekanntschaft von Scaffis Sohn Nicky. Der Junge weigert sich, ihm zu verraten, wo sich sein Vater befindet. Von Scaffis Frau erfährt Lobster, dass dieser mit einer gewissen Ruth Bollmann durchgebrannt ist. Lobster gelingt es Nicky zu überlisten und erfährt so, wo Scaffi sich versteckt hält.

Wie vereinbart informiert Lobster den angeblichen Rechtsanwalt Dr. Hoffmann telefonisch über Scaffis Aufenthaltsort. Als Hoffmann kurz darauf abgereist ist, kommen Lobster Bedenken, die sich nur allzuschnell bewahrheiten: Guiseppe Scaffi ist erschossen worden.

Während Lobster Nickys Vertrauen zu gewinnen sucht, erkennt der Junge Ellen wieder, die ihm kurz vor dessen Ermordung zum Versteck seines Vaters gefolgt ist.
Nicky ist nunmehr überzeugt, dass Lobster der Mörder ist. Er will seinen toten Vater rächen und unternimmt alles, um den Detektiv umzubringen.

Durch Lobsters Nachforschungen fühlt sich der Auftraggeber von Scaffis Mörder derartig behelligt, so dass er seinen Killer ebenfalls auf den Privatdetektiv ansetzt.

blofeld Offline




Beiträge: 407

20.03.2013 16:56
#2 RE: Lobster - Detektivserie mit Heinz Baumann Zitat · Antworten

Ich hatte die Serie "Lobster" damals bei der ERstausstrahlung gesehen. Einige Jahre später wurde die Serie wiederholt, mit Ausnahme der Folge mit Walter Kohut, die von der Kritik als zu brutal verrissen wurde.

Georg Offline




Beiträge: 3.081

20.03.2013 18:00
#3 RE: Lobster - Detektivserie mit Heinz Baumann Zitat · Antworten

Anfang der 90er zeigte 1PLUS die Serie nochmals komplett (alle 6 Folgen!). Ich fand die Darstellung Heinz Baumanns grandios, die Folgen an sich eher langatmig. Interessant auch das Theater rund um die Entstehung der Serie, nachzulesen auf meiner Seite.
Bald wird sie ja sicher auch auf DVD erhältlich sein.

brutus Offline




Beiträge: 12.977

20.03.2013 18:03
#4 RE: Lobster - Detektivserie mit Heinz Baumann Zitat · Antworten

Zitat von Georg im Beitrag #3
Bald wird sie ja sicher auch auf DVD erhältlich sein.

Da wäre sehr löblich. Meine TV-Aufzeichnung ist nicht gerade Top-Qualität.

Grabert Offline



Beiträge: 257

25.06.2013 09:51
#5 RE: Lobster - Detektivserie mit Heinz Baumann Zitat · Antworten

Zitat
Bald wird sie ja sicher auch auf DVD erhältlich sein.

von Georg

Am 6. September ist es soweit. ARD-Video hat nun die Veröffentlichung angekündigt: https://www.ardvideo-shop.de/70-d37131-dvd-lobster.html

Ray Offline



Beiträge: 1.492

15.02.2018 19:14
#6 RE: Lobster - Detektivserie mit Heinz Baumann Zitat · Antworten

Trotz DVD-Veröffentlichung wurde wenig über die Serie geschrieben. Nach Sichtung aller sechs Folgen kann ich dies durchaus nachvollziehen.

Heinz Baumann spielt Lobster, einen faulen Privatdetektiv, der seine Klienten regelmäßig beim Frühstück im Bett empfängt und chronisch pleite ist. Die Ehefrau ist ausgeflogen und die mit in der Wohnung lebende Tochter bringt auch nicht viel Geld ein. Indes "verirren" sich immer wieder Leute bei Lobster, die auf die die Dienste dieses eigenwilligen Detektivs zählen...

Die Grundidee ist ja durchaus nett und Heinz Baumann gibt den dem Müßiggang frönenden Schnüffler mit Wonne. Leider mangelt es oft an Inszenierung und Inhalt. So spielen etwa die Folgen "Der Einarmige" und "Handschellen" überwiegend in Lobsters Wohnung. Bieten schon die Schauplätze in jenen Folgen keine Abwechslung, so bringt auch die Regie kaum Farbe ins Spiel. Folge sind Langatmigkeit der Episoden und Desinteresse beim Zuschauer. Stark gewöhnungsbedürftig ist auch Léonie Thelen als Tochter Lobsters.


Zumindest zwei Folgen können jedoch überzeugen und mögen hier hervorgehoben werden.

Zum einen ist dies die Episode "Zwei Fliegen". Dort erhält Lobster den Auftrag, die Frau eines reichen Geschäftsmannes zu überwachen, die knapp einem Bombenanschlag in den eigenen vier Wänden entkommen ist. Die zu Beschützende wird von der wunderbaren Andrea Jonassson verkörpert, die gerne außerehelichen Aktivitäten nachgeht und so auch vor Lobster nicht lange Halt macht. Ihren Ehemann spielt der im deutschen Kriminalfilm der 1970er-Jahre omnipräsente und rein optisch die Idealbesetzung für eine Real-Verfilmung von "Kommissar Kugelblitz" darstellende Herbert Fleischmann. Nette Story, starke Gaststars - runde Sache.

Zum anderen genannt sei die Folge "Stirb!". Ein befreundeter Bankier Lobsters bittet um Mithilfe, da er Angst um seinen labilen Sohn hat. Kurz darauf wird Lobsters Freund tot aufgefunden. Zuvor hatte er der verwöhnten Familie im Beisein Lobsters noch gebeichtet, dass er vor dem Bankrott stehe. Eine Episode voller illustrer Gaststars. Richard Münch gibt den Bankier, Gisela Uhlen die opportunistische Ehefrau, Günther Stoll ihren Bruder. Generell werden die Spleens der reichen Familie sehr anschaulich dargestellt, auch wenn mitunter ein wenig übers Ziel hinaus geschossen wird. Trotzdem sehenswert.


Neben den genannten Gaststars sind in anderen Episoden noch u.a. folgende Darsteller zu sehen: Ivan Desny, Heinz Bennent, Walter Kohut, Louise Martini.


"Lobster" ist in der kurzlebigen Reihe "Straßenfeger präsentiert: Krimi Klassiker" erschienen. Die Bildqualität schwankt zwischen mäßig bis zufriedenstellend. Dazu gibt es ein Booklet mit Inhaltsangabe zu den Episoden und Hintergrundinformationen. Komischerweise halten die DVDs nicht die Ausstrahlungsreihenfolge ein, wie sie im Booklet angegeben ist. Alles in allem ist "Lobster" also nur bedingt empfehlenswert. Immerhin ist die DVD-Edition inzwischen für weniger als 10€ zu haben.

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