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Georg Offline




Beiträge: 3.049

24.12.2012 11:03
Bewertet: "Number Six" (1962, Merton Park) Zitat · Antworten

Number Six
Großbritannien 1962
Regie: Robert Tronson, Buch: Philip Mackie
Darsteller: Ivan Desny, Nadja Regin, Brian Bedford, Michael Goodlife, Joyce Blair, Leonard Sachs, Maxwell Shaw u. a.

Dem Berufsverbrecher Charles Valentine konnte bisher noch nie ein Verbrechen nachgewiesen werden, obwohl es offensichtlich ist, dass er an mehreren Morden beteiligt bzw. deren Auftraggeber war. Als der Ganove nach London kommt, stellt Scotland Yard seinen besten Mann ab, um ihn zu überwachen. Es handelt sich dabei um den Agenten Nummer 6, dessen Gesicht niemand kennt. Valentine besucht inzwischen eine Nachtbar, wo er in einem Hinterraum von einem Unbekannten mit dem Messer attackiert wird. Ein Mann namens Gale rettet ihm das Leben, tut das aber nur mit dem Hintergedanken, Valentine zu schröpfen. Der Berufsverbrecher bemerkt wenig später, dass er überwacht wird, aber wer ist dieser geheimnisvolle Agent? Während Valentine sich mit dieser Frage beschäftigt, macht er die Bekanntschaft der Millionenerbin Nadja, die er um ihr Erspartes bringen will...

Number Six ist die modernisierte Verfilmung des Romans Geheimagent Nr. 6, der in Paris spielt, aber im Großen und Ganzen inhaltlich in groben Zügen (soweit ich das noch beurteilen kann) wiedergegeben wird (die Lektüre des Romans liegt bei mir ca. 15 Jahre zurück). Erfreulich, dass hier Ivan Desny die Hauptrolle des Gentlemanganoven spielt. Von diesem Wallace-Einsatz vor Die Tote aus der Themse wusste ich bisher gar nichts. Desny agiert glaubhaft und mitunter so sympathisch, dass ihm der Zuschauer die kriminelle Vergangenheit (und Gegenwart) gar nicht abkaufen will. Dramaturgisch ist der Clou interessant, dass der Film ein atypisches Whodunit ist. Nicht die Frage, wer der Täter ist, steht im Mittelpunkt, sondern wer sich hinter dem geheimnisvollen Beobachter von Scotland Yard verbirgt. Eine interessante Alternative, die für ebensoviel Spannung und eine überraschende Auflösung (die man als geübter Krimifan freilich vorausahnen kann) sorgt. Schließlich birgt das Ende noch einen zweiten gelungenen Moment, nämlich in der Art und Weise, wie es Scotland Yard endlich gelingt, den lange gesuchten Bösewicht endlich zu überführen. Robert Tronson, den ich als Regisseur der vorzüglichen britischen Serie Thriller sehr schätze (immerhin inszenierte er mit der superspannenden Geschichte The Colour Of Blood eine meiner Lieblingsfolgen), setzt das Ganze recht zügig in Szene und sorgt dafür, dass die Identität von Nummer 6 wirklich im letzten Satz gelüftet wird.
Number Six ist sicherlich ein ganz gelungener Kriminalfilm mit toller Besetzung (u. a. ist auch Derrick Sherwin, der Produzent der Paul-Temple-TV-Serie als Sergeant zu sehen).

Noch ein wichtiger Hinweis: leider ist hier erneut vor dem Wallace-Lexikon zu warnen, das schon wieder sämtliche Wendungen und die Auflösung verrät.

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