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Dieses Thema hat 18 Antworten
und wurde 620 mal aufgerufen
 Edgar-Wallace-Forum
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Glasauge Offline




Beiträge: 1.321

12.02.2012 18:50
#16 RE: HEUTE: Flimmerkiste auf WDR4 zu Edgar Wallace Zitat · Antworten

Ich habe zwar wenig Tatort in letzter Zeit gesehen, kann mir aber nicht vorstellen, dass man Techno einbringt, schließlich hat man auch ältere Zuschauer dabei, obwohl, es kann sein, dass sich da mal Verwandte von mir über ähnliches beschwert haben... hm, mal wieder anrufen

Glasauge
Derzeitiges Projekt:
"VENUS IN SCHWARZ"

Janek Offline




Beiträge: 1.852

12.02.2012 18:54
#17 RE: HEUTE: Flimmerkiste auf WDR4 zu Edgar Wallace Zitat · Antworten

Aber vergleiche mal das Bild von Tatort Filmen, mit den von Inspektor Barnaby, findet ihr es nicht auch Kälter, als bei Inspektor Barnaby ?
Bei fast allen modernen Tatort Filmen ist das Bild sehr Steril, Kalt und Weißlastig, dass hasse ich einfach nur

Gruß,

Janek

PS: Elrktro Musik war auch eher allgemein gemeint, dass es immer weniger "Normale" Film, Serien Musik gibt.
Ich möchte nicht wissen, wie sich heutzutage die Musik zu: Mit Schirm Charme und Melone anhören würde.

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.561

12.02.2012 19:59
#18 RE: HEUTE: Flimmerkiste auf WDR4 zu Edgar Wallace Zitat · Antworten

Zuerst einmal kann man nicht alle "Tatorte" in eine Schublade stecken.
Der "Tatort" ist eine Marke unter dem die Regionalsender des ARD-Verbundes eigene, wie auch immer geartete, Kriminalfilme senden. Das kann dann auch mal so "ausarten" wie bereits in den 70ern mit den "Kressin"-Filmen des WDR, wo dem Zuschauer ein deutscher James Bond mit immensem Frauenverschleiß zu funkig-jazzigem Klaus Doldinger-Sound unübliche Ermittlungsmethoden vorführte.
Heute ist das nicht anders. Zwar gab es seit jeher eine Tendenz in "Tatorten" Sozialkritik zu üben und die, in solchen fällen meist weiblichen, Kommissare fast permanent mit erhobenem Zeigefinger agieren zu lassen, es gibt aber auch die andere Richtung. Ich möchte da nur die beiden "Murot"-Fälle mit Ulrich Tukur erwähnen, speziell „Das Dorf“ war da sehr eigen und angenehm gegen den Strich gebürstet.
Den "typischen Tatort" gibt es daher schon rein inhaltlich nicht und erst nicht technisch oder konzeptionell, da jeder Sender die Entscheidungen über umzusetzende Stoffe in der eigenen Redaktion fällt, dementsprechend verschiedene Regisseure, Kameramänner und Schauspieler engagiert und mit unterschiedlichen Budgets und unterschiedlicher Technik agiert.
Der "Tatort" der meisten Sender war daher bis vor Kurzem eine letzte Bastion des 16mm-Films.
Leider hat man auch in Köln mittlerweile auf digitale Aufnahmetechnik umgestellt. Ich persönlich finde das schade, da mir gerade das Grobkörnige des 16mm-Formats auch in HD-TV immer noch sehr gefiel. Dominik Grafs Polizeiruf 110-Beitrag „Cassandras Warnung“ rückt nicht zuletzt dadurch noch stärker in die Nähe dreckiger Beiträge des 70er Jahre Giallo-Genres.
Aber gerade weil ich nun zwei Tatort-Produktionen mitgemacht habe, kann ich die angesprochene „Kälte“ zurückweisen. Wie auch bei jedem anderen Film bringt jeder Regisseur seine eigene Handschrift in den Film. Und wenn ein Film von Menschenraub handelt und realistisch gehalten sein soll, fällt die Gestaltung dementsprechend „kühl“ aus. In Münster darf es zuweilen dann auch mal etwas bunter zugehen, Murot dagegen fast in schwarz-weiß agieren.
Zudem glaube ich noch immer, dass jedes Land seine eigene Farbgebung hat, die auch oft einfach mit den Handlungsorten zusammenhängt. Während die Franzosen gern in Pastelltönen erzählen, sind auch amerikanische Produktionen, die in Berlin spielen meist sehr grau-in-grau gehalten.
Ich verbinde mit Berlin ganz einfach keine warmen Farben.
Und zur Musik: Die Zeiten, wo ein Filmkomponist aus dem vollen Schöpfen konnte und mit einem Orchester ins Studio ging um einen pompösen Score aufzunehmen sind leider vorbei.
Vor allem bei Fernsehproduktionen muss es zudem möglichst schnell gehen, so dass eigentlich fast immer nur der Computer bleibt. Hier den „Tatort“ mit den „Edgar Wallace“-Filmen zu vergleichen ist auch nicht wirklich angemessen. Wallace-Filme waren Kino-Filme, ein „Tatort“ muss meist mit weitaus weniger Geld und wesentlich schneller abgedreht und post-produziert werden. Ausnahmen gibt es natürlich auch hier, wieder sei Dominik Graf genannt, der aber sicher auch nochmal einen anderen Stellenwert in den Redaktionen genießt und daher für seine Projekte vielleicht sogar etwas mehr Zeit und ein My mehr Geld gewährt bekommt.

Janek Offline




Beiträge: 1.852

16.02.2012 18:24
#19 RE: HEUTE: Flimmerkiste auf WDR4 zu Edgar Wallace Zitat · Antworten

Aber mit Schirm, Charme und Melone wurde auch realtiv schnell produziert, trotzdem hatte jede Folge das Musik Titel Thema, sowie jede Folge eine andere "Serien Melodie", Beispiele dafür sind Die Totengräber, Das Schottische Schloss etc.

Aber trotzdem muss man sagen, dass Filme im allgemeinen Kälter herüber kommen, Technik Colour hat viel kräftigere und Wärmere Fraben, vieleicht liegt es auch daran, dass einem nach einem Wallace, Giallo Film etc, die Tatorte sehr Kalt und Steril vorkommen.

Gruß,

Janek

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