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Dieses Thema hat 8 Antworten
und wurde 1.286 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker national
Janek Offline




Beiträge: 1.852

17.04.2011 14:02
Die Rote Hand (1960) Zitat · Antworten

Weiß jemand mehr über diesen Film? Gibt es ihn auf DVD? Ist er spannend und wo spielt dieser Film, ist es vieleicht eine deutsch-spanische Koproduktion?
Danke für eure Anworten.

MfG
Janek

Josh Offline




Beiträge: 7.928

17.04.2011 14:09
#2 RE: Die Rote Hand (1960) Zitat · Antworten

Ich kenne den Film auch nicht, ist aber wohl eine deutsch-italienische Co-Produktion. Der Film ist wohl weder auf Video noch auf DVD erschienen.

Gruß, Josh

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.589

17.04.2011 14:12
#3 RE: Die Rote Hand (1960) Zitat · Antworten

"Die rote Hand" (Deutschland / Italien 1960)
Genre: Drama / Krimi
Regie: Kurt Meisel
Constantin Film
mit: Paul Hubschmid, Eleonora Rossi-Drago, Kurt Waitzmann, Susanne von Almassy, Rainer Brandt, Hannes Messemer, Willi Rose u.a.

Prisma Offline




Beiträge: 7.566

17.04.2011 14:15
#4 RE: Die Rote Hand (1960) Zitat · Antworten

Oh, mit Eleonora Rossi-Drago.
Das klingt ja schon einmal hochinteressant!

waberl Offline




Beiträge: 238

18.04.2011 09:25
#5 RE: Die Rote Hand (1960) Zitat · Antworten

"Die Rote Hand" ist ein ganz gut gemachter Agentenkrimi. Hier ein kurzer Handlungsabriss:

Die Geheimorganisation "Rote Hand" verdirbt schon seit Längeren das Geschäft einschlägiger Waffenhändler und schreckt auch vor Mord nicht zurück. Die Sängerin Violette Scotoni (Eleonore Rossi-Drago) und deren Freund Mahora Khan (Hannes Messemer) stehen im besonderen Verdacht, die eigentlichen Drahtzieher der skrupellosen Bande zu sein. Johnny Zamaris (Paul Hubschmid), ein Agent des Bundesschutzes klärt den Fall. Doch am Ende kommt es zu dramatischen Ereignissen ...

Premiere war am 26. Oktober 1960 in den deutschen Kinos. Von Constantin Film erschienen damals dazu noch drei verschiedene aussagekräftige Filmplakate.

Georg Online




Beiträge: 3.217

14.11.2015 09:58
#6 RE: Die Rote Hand (1960) Zitat · Antworten

DIE ROTE HAND
Kriminalfilm, BRD 1960

Mit Paul Hubschmid, Hannes Messemer, Eleonora Rossi-Drago, Susanne von Almassy, Rainer Brandt, Kurt Waitzmann, Willi Rose, Fritz Rémond, Kurt Meisel

Buch und Produktion: Ernst Neubach
Kamera: Georg Bruckbauer
Musik: Harald Böhmelt
Regie: Kurt Meisel

Wer steckt hinter der "Roten Hand"? Waffenhändler in der ganzen Welt zittern vor ihr, denn die geheime Organisation schreckt auch vor Mord nicht zurück. Immer wieder fliegen Händler in Autobomben in die Luft. Gefährlich sind auch Pakete, die als Buch getarnt ihre Adressaten erreichen. Darin befindet sich nämlich auch jedes Mal ein Sprengsatz. Johnny Zamaris, Agent des Bundesschutzes, wird zunächst unter dem Verdacht festgenommen, selbst ein beteiligter der Organisation zu sein. In Wahrheit ist er ein BND-Agent, der mit der Bekämpfung der "Roten Hand" beauftragt ist.

Nach dem stark an Edgar-Wallace-Filme jener Jahre erinnernden Vorspann erfahren wir, dass die Handlung auf tatsächlichen Ereignissen beruht, der Autor sich jedoch die Freiheit nahm, neue Personen dazu zu erfinden.
Regisseur Kurt Meisel (der auch eine Nebenrolle übernimmt (sein Auftreten ist wie immer grandios und einprägsam!)) liefert einen etwas unausgegorenen Kriminalfilm ab, der durch Gesangsnummern und eine Liebesromanze aufgebrochen wird und zeitweise auch an Folgen der Fernsehserie "Die fünfte Kolonne" erinnert. Das große Plus dieser Produktion sind zweifellos die Darsteller. Mit Paul Hubschmid als eine Art früher James Bond und Hannes Messemer als dessen Gegenspieler hatte der Regisseur zweifellos zwei fähige Leute in den Hauptrollen zur Verfügung. Aber auch in den Nebenrollen erfreuen beliebte Gesichter: etwa Kurt Waitzmann und Willi Rose als Ermittler, Rainer Brandt, Susanne von Almassy oder eben Kurt Meisel selbst. Die weibliche Hauptrolle wird gut von Eleonora Rossi-Drago verkörpert.
Der Film selbst lässt mich etwas unzufrieden zurück. Hätte man auf eine reine Kriminalhandlung gesetzt, wäre er sicher wirksamer gewesen. Das Ende überrascht ein wenig.
Das Lexikon des internationalen Films meinte, es handle sich dabei um eine "langweilige Krimi-Klamotte", ausführlicher urteilte der Spiegel (47/ 1960): "Ernst Neubach darf getrost wieder allein spazierengehen: Seine "Enthüllungen" über die Praktiken der Waffenhändler sind - im Gegensatz zu den von Neubach geäußerten Befürchtungen - schwerlich dazu angetan, die Geschäftemacher etwa zu einem Anschlag auf den Filmmann zu provozieren. Im Gegenteil, sie und die Beamten der einschlägigen Polizeidezernate dürften die einzigen sein, denen das Opus (Regie: Kurt Meisel) ein gewisses, wenn auch unbeabsichtigtes Amüsement bereiten könnte. Irgendwelcher Aufschluß über das im Titel verheißene Thema ist in den wirren Ereignissen um obskure Instanzen ("Bundesschutz") und phantasievoll benannte Agenten anonymer Mächte ebensowenig zu finden wie solide Kinospannung. Wirklichkeitsferne und Langeweile gehen eine perfekte Synthese ein."

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

26.06.2016 13:25
#7 RE: Die Rote Hand (1960) Zitat · Antworten



Die Rote Hand

Spionagekrimi, BRD 1960. Regie: Kurt Meisel. Drehbuch und Buchvorlage: Ernst Neubach. Mit: Paul Hubschmid (Johnny Zamaris), Hannes Messemer (Mahora Khan), Eleonora Rossi Drago (Violetta Scotoni), Susanne von Almassy (Maria Gomez), Rainer Brandt (Carnetti), Fritz Rémond jr. (Theaterdirektor Jif), Willi Rose (Inspektor Auer), Kurt Waitzmann (Inspektor Wolff), Klaus Becker (Rolando), Toni Herbert (Attermann) u.a. Uraufführung: 25. Oktober 1960. Eine Produktion der Ernst-Neubach-Filmproduktion München im Constantin-Filmverleih München.

Zitat von Die Rote Hand
Die Presse spricht von der „Roten Hand“, wenn sie immer neue Sensationsberichte über Bombenattentate auf Waffenhändler abdruckt. Während Polizei und Bundesschutz fieberhaft nach den Drahtziehern jener Organisation suchen, die ein gefährliches Geschäft noch blutiger machen, gerät die Chansonniere Violetta unfreiwillig in die Verstrickungen der internationalen Verbrecherkonkurrenz. Die zwei Männer, zwischen denen sie steht, scheinen beide nicht unbeteiligt an den Geschäften der „Roten Hand“ zu sein ...

Zitat von Georg im Beitrag #6
„Wirklichkeitsferne und Langeweile gehen eine perfekte Synthese ein.“

„Der Spiegel“ trifft mit diesem beißenden Urteil leider den Nagel auf den Kopf. Was durchaus Stoff zu einem aufrüttelnden und kompromisslosen Actionthriller gehabt hätte, bleibt in den semiprofessionellen Händen Meisels und Neubachs ein bloßes Zerrbild, das sich Lieschen Müller in Groschenromanstimmung von den Gefahren der internationalen Unterwelt macht. Man könnte „Die Rote Hand“ als losen Vorgänger der Jerry-Cotton-Reihe betrachten; allerdings wirkt selbst der in Fankreisen als eher unausgegoren kritisierte erste Cotton-Reißer weniger konstruiert und unglaubwürdig als die hier vorgestellte Agenten-Märchenwelt (das verbindende Element ist das Gewehr im Geigenkasten). Die explodierenden Pakete und paktierenden Ganoven, deren Wege sich zufällig im Wohnzimmer der kubanischen Sängerin kreuzen, entbehren jeder Glaubwürdigkeit.



Namhafte Schauspieler versuchen, dieses Manko zu kitten, kommen aber nicht gegen die naiven und oberflächlichen Dialoge sowie die häufig unausgereift wirkenden Szenen an, die ihnen abverlangt werden. Am angenehmsten zusehen lässt sich noch Hannes Messemer, dessen fremdländischer Konsul von Anfang an als Schlüsselfigur des Falls zu erkennen ist. Seine Stellung zur Hauptakteurin ändert sich mehrfach im Laufe des Films, was der Produktion regelmäßig neue Dynamiken verleiht. Wäre die Synchronisation der Rossi-Drago glaubhafter gelungen und ihr Privatleben nicht voller Belanglosigkeiten, hätte aus dieser gescheiterten Beziehung ein spannendes Duell und ein wirksames Finale hervorgehen können. Leider verschenkte Meisel jeden Schock- und Mitfiebereffekt zugunsten romantisch geprägter Biederkeit.

Vielsagend vor allem jene Szene, in der Violetta Scotoni den gerade erst kennengelernten Johnny Zamaris aus gutgläubiger Barmherzigkeit auf ihrer Couch schlafen lässt, woraus der Film eine in aller Ausführlichkeit ausgespielte Anstandskomödie macht, die der eigentlichen Filmstimmung konträr entgegensteht. Paul Hubschmid ergötzt sich dabei sichtlich an den verqueren humoristischen Tendenzen seiner Figur und bringt sogar Slapstick-Elemente ein. Ein Beweis dafür, dass „Die Rote Hand“ nicht weiß, worauf sie sich konzentrieren und welche Richtung sie einschlagen soll. Von Waffenhändlerverhandlungen über Tausende Tote gegen Bargeld bis hin zur tugendhaften Screwball-Variante ist alles dabei ... außer einem Ziel, das der Film konsequent verfolgt.

Wäre „Die Rote Hand“ ein Gemälde, würde man es als naive Kunst klassifizieren. Die wenig durchdachte und oberflächliche Agentenstory soll den Zuschauer berühren, lässt ihn aber aufgrund ihrer qualitativen Unzulänglichkeiten kalt. Den Schauspielern ist es am wenigsten anzulasten – gleichsam sollte man sich auch auf deren Terrain keine Höhenflüge erwarten, werden sie doch kaum gefordert. 2 von 5 Punkten.

Ray Offline



Beiträge: 1.846

26.06.2016 14:01
#8 RE: Die Rote Hand (1960) Zitat · Antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #7
Man könnte „Die Rote Hand“ als losen Vorgänger der Jerry-Cotton-Reihe betrachten; allerdings wirkt selbst der in Fankreisen als eher unausgegoren kritisierte erste Cotton-Reißer weniger konstruiert und unglaubwürdig als die hier vorgestellte Agenten-Märchenwelt (das verbindende Element ist das Gewehr im Geigenkasten). Die explodierenden Pakete und paktierenden Ganoven, deren Wege sich zufällig im Wohnzimmer der kubanischen Sängerin kreuzen, entbehren jeder Glaubwürdigkeit.

Darf man daraus schließen, dass du schon in die Cotton-Filme reingeschaut hast? Wenn ja, wie haben sie dir gefallen?

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

26.06.2016 14:18
#9 RE: Die Rote Hand (1960) Zitat · Antworten

Ich habe "Schüsse aus dem Geigenkasten" angetestet, der mir, wie aus der Passage hervorgeht, recht gut gefallen hat. Nun natürlich zu sagen, dass "Geigenkasten" großartig im Vergleich zu "Die Rote Hand" ist, heißt, die Messlatte extrem niedrig anzusetzen. Wenn ich wieder in Cotton-Stimmung bin, äußere ich mich im zugehörigen Thread dann detaillierter, wobei ich in die Bredouille komme, dass schon viel Ordentliches zu JC geschrieben wurde, sodass ich wenig zu ergänzen habe.

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