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Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 541 mal aufgerufen
 Off-Topic
Seiten 1 | 2
DanielL Offline




Beiträge: 4.142

09.07.2007 18:46
Wehrpflicht- Noch zeitgemäß? Zitat · Antworten

Nachdem hier in den letzten Wochen ja einige Off-Topic Themen diskutiert worden sind, würde ich gerne das Thema Wehrpflicht zur Diskussion stellen. Es gibt ja viele junge User hier, die davon noch betroffen sind. Aber auch die Meinung von älteren Generationen würde mich sehr interessieren.

So sieht der aktuelle Stand der Dinge aus: Grundsätzlich ist man noch bis zum 23. Lebensjahr wehrpflichtig. Die Einberufung ist nur noch bei Personen möglich, die nach der Musterung die Eignungsstufe „T1“ oder „T2“ aufgedrückt bekommen haben. Ich (22) wurde als Brillenträger „T2“ gemustert.

Von den geschätzten 400.000 jungen Männern pro Jahrgang werden jedoch nur noch 51.000 eingezogen. Das sind 15% oder anders gesagt: Gerademal jeder Fünfte! Da kann man von Wehrgerechtigkeit nicht mehr sprechen. Zwar war es schon immer so, das nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden musste, doch wenn z.b. zwei Personen einer ganzen Schulklasse zum Grundwehrdienst einberufen werden, während alle Anderen schon ihre berufliche Zukunft gestalten dürfen, ist man einer Willkür ausgesetzt, die man nur als Ungerecht bezeichnen kann.

Schlimmer finde ich aber, das das Glück scheinbar nach den neuen Regelungen von 2004 mit dem Untüchtigen ist. Ich stehe nun vor folgender Situation: Ich (22) bin 2003 erstmals zurückgestellt worden, damit ich mein Fachabitur machen konnte. Danach bin ich erneut zurückgestellt worden, damit ich meine Erstausbildung vollenden kann. Deswegen greift bei mir im nächsten Jahr folgende Regelung: Da ich dann bis zu meinem 23. Lebensjahr zurückgestellt worden bin, verlängert sich meine Wehrpflicht automatisch bis zum 25. Lebensjahr. Auf den ersten Blick mag das nach einer Art Ausgleich klingen doch praktisch sieht es so aus: Wer sich um einen weiterführenden Schulabschluss bemüht, fleißig sein Abitur macht, sich engagiert um direkt im Anschluss an die Schule einen Ausbildungsplatz zu bekommen, hat das nachsehen und wird dann ggf. bis zum 25. Lebensjahr zu dem Dienst gezwungen, während letztes Jahr 150.000 Schulabgänger ohne Lehrstelle waren, rund 50.000 ohne irgendeine Tätigkeit (Praktika, Förderprogramme etc.). Es gibt ja wirklich Viele, die sich fleißig um eine Stelle bemühen und hunderte Bewerbungen schreiben ohne eine positive Rückmeldung. Aber es gibt auch Einige, die den Arsch auf gut deutsch nicht hochbekommen und Interesse an gar nichts zeigen. Aber da ja nur noch 15% überhaupt zum Bund müssen, machen die meisten dieser Gattung weiterhin gar nichts, sind mit 23. dann aus dem Schneider während die „Verhinderten“ dann noch bis 25 bibbern müssen.

Schließlich ist der Grundwehrdienst bei den wenigsten noch gewünscht. Denn heute macht man mit ca. 19 oder 20 Jahren sein Abitur. Im Maximalfall ist man dann, wenn man eine Lehre macht und später noch ein Studium macht, auf dem Weg zur 30 bevor es mal ans Geldverdienen geht. Wer will da schon freiwillig noch ein Jahr verlieren? Und wann bitte soll man dann noch Kinder bekommen?

Alles wäre aber halb so schlimm, wenn einem die Bundeswehr noch einen triftigen Grund für den ganzen Aufwand plausibel machen könnte. Nach eigener Aussage rechnen sich die Wehrpflichtigen ja kaum, da man lieber über Jahre ausgebildete Fachkräfte an den mittlerweile hoch technisierten Geräten hat. Mit Ausnahme des 3-monatigen Grundwehrdienstes, leisten die Wehrdienstler dadurch dann meistens Büroarbeit oder langweilen sich, weil sie kaum Aufgaben haben.

Deswegen meine ich: Wehrpflicht ist nicht mehr zeitgemäß. Die Holländer gehen mit gutem Beispiel vorran!

Gruß,
Daniel

Hexer38 Offline




Beiträge: 220

09.07.2007 19:07
#2 RE: Wehrpflicht- Noch zeitgemäß? Zitat · Antworten

Das ist ein gutes Diskussionsthema! Also wir haben dieses Thema bereits ausführlich im GK (Gemeinschaftskunde oder auch [G/W/R] für Gemeinschaftskunde/Rechts-und Wirtschaftskunder oder so ähnlich)!
Ich habe das Glück jetzt erstmal eine Lehre machen zu dürfen (für 3 Jahre). Danach bin ich aber "erst" 20 und habe damit immer noch drei Jahre bis zur Grenze. Wenn ich das Glück habe übernommen zu werden hat sich das Problem gelöst, wenn nicht dann eben nicht! Ein Freund von mir hat jetzt auch das Glück zur Bundeswehr gehen zu dürfen, aber wenn er Pech hat darf er dafür noch ein paar Hundertkilometer fahren, um seiner Wehrpflicht nachzugehen! Als Alternative bleibt aber immernoch der Zivildienst, wobei viele den Wehrdienst dann doch bevorzugen! Aber die Dauer des Wehrdienstes ist gewaltig runter gefahren worden. Anfänglich waren wir mal bei 18 Monaten, was ja doch schon ganz schön heftig ist! Es gibt aber sicherlich wieder welche, die für sie ausreichende Argumente für die Wehrpflicht finden und damit das Ziel der Abschaffung der Wehrpflicht in weite Ferne rücken! Ich finde es langsam auch n icht mehr zeitgemäß! Soweit ich weiß sind es noch einige Länder mehr die da mit gutem Beispiel vorran gehen!

Denn erstens kommt es anders - und zweitens als man denkt! J. Fuchsberger

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.839

09.07.2007 19:14
#3 RE: Wehrpflicht- Noch zeitgemäß? Zitat · Antworten

Auch ich bin gegen die Wehrpflicht, nicht nur weil ich gerade gemustert wurde. Habe extra meine Bedarfs-Brille (die ich nie benutze) mitgenommen, hat aber auch nur zu T2 gereicht, erst später habe ich bemerkt, dass es T3 wohl nicht mehr gibt. Da ich gleich zu Beginn verweigert habe, "darf" ich jetzt wohl noch Zivildienst machen, dabei habe ich durch Sitzenbleiben in der 9. Klasse bereits ein Jahr verloren. Hätte ich gewusst, dass nur noch 15 Prozent genommen werden, hätte ich sicher nicht verweigert, ich ging noch davon aus, jeder Zweite werde genommen...
Auf jeden Fall verursacht die Wehrpflicht nur Kosten, es wäre besser, diejenigen Wehrdienst machen zu lassen, die auch wollen, da gibt es noch genug um die 15 Prozent vollzubekommen. Quasi bei der Musterung fragen:
[ ] Möchte auf keinen Fall Wehrdienst leisten
[ ] Wehrdienst könnte geleistet werden
[ ] Möchte auf jeden Fall Wehrdienst leisten
Dann dürften erstgenannte Zivildienst machen (so viele Stellen gibt es schließlich auch nicht), die zweite Kategorie muss mit etwas Glück (genug Meldungen bei 3.) keinen Wehrdienst oder Zivildienst ableisten...

---
http://www.euro-spy-trash.de.ms
Bunte Agentenabenteuer der 60er

http://fabi88.blogspot.com
Mein Blögchen

DanielL Offline




Beiträge: 4.142

09.07.2007 19:22
#4 RE: Wehrpflicht- Noch zeitgemäß? Zitat · Antworten
Zunächst mal zwei Korrekturen.
- Soweit mir bekannt ist, nutzt dir (Hexer38) das reine Angebot eines Arbeitsvertrages (also NACH der Ausbildung) durch deinen Ausbildungsbetrieb in Bezug auf den Wehrdienst nichts. Da müsste dein Chef dir schon eine Unablässlichkeitserklärung ausstellen und vorweisen können, das die ganze Firma ohne dich den Bach runter geht.

- "T3" gibt es noch. Allerdings wird nur unter "T1" und "T2" ausgelost. Alles über "T2" entspricht vorerst einer Ausmusterung. (Kann sich ändern)

Natürlich gibt es noch den Zivildienst. Ich wollte aber bewußt nicht auf die Gewissensfrage hinaus, ob man nun den einen oder den anderen Dienst ableistet, sondern auf die politische Notwendigkeit bzw. politische Gerechtigkeit. Im übrigen, wie Fabi88 schon schrieb, ergibt sich die weitere Unfairness, das der Zivildienst in jedem Fall geleistet werden muss während sich ja beim Bund eben die 1 zu X Quote besteht. Die Zahlen varieren in der Presse. Mal ist es jeder 4, mal jeder 5 der gezogen wird...

Gruß,
Daniel

Daniel86 Offline



Beiträge: 709

09.07.2007 19:39
#5 RE: Wehrpflicht- Noch zeitgemäß? Zitat · Antworten

Ich hatte von Anfang an vor, Zivildienst zu machen - ganz einfach weil ich der Meinung war, dass ich dort mehr Erfahrungen für's spätere Leben machen könnte als beim Bund.
Letztendlich habe ich keine tolle Stelle für Zivi gefunden und habe dann ein FSJ gemacht, was ich mir anrechnen lassen konnte. Das hatte den Vorteil, dass ich zwölf Monate sicheres Geld hatte und nicht nochmal so viel (nervigen) Leerlauf wie zwischen Abi und FSJ-Beginn.
(Im Übrigen werden FSJler oft lieber genommen als Zivis, weil die eben nicht nach neun Monaten wieder abhauen. Auf der anderen Seite werden aber viele Zivis danach noch für drei Monate übernommen und dann wesentlich besser bezahlt.)



--------------------------------------------------
Ahnenforschung:
http://www.teuteberg-ahnenforschung.de.vu
http://gw0.geneanet.org/index.php3?b=danielteuteberg

DVDs:
http://www.intervocative.com/dvdcollection.aspx/Wixxer

Fadecounter Offline




Beiträge: 2.081

09.07.2007 20:02
#6 RE: Wehrpflicht- Noch zeitgemäß? Zitat · Antworten

Ich bin der festen Überzeugung, das die Bundesregierungen längst die
Wehrpflicht abgeschafft hätten und ein Berufsheer installiert hätten,
wenn es nicht den Zivildienst gäbe.

Ein Berufsheer hätte den Vorteil, besser ausgebildete Soldaten zu haben,
die auch mit dem technischen Know Howbesser umgehen könnten,
als die ständig wechselnden Pflichtsoldaten.
Das wäre auch effizienter bei den Auslandseinsätzen.
Denn längst wurde ja wieder die Devise ausgegeben: Germans to the Front.
Endlich dürfen wir wieder mitmischen und dann auch noch auf der Siegerseite.
Oder wie es der Ex-Verteidigungsminister Struck ausgedrückt hat:
Deutschland wird am Hindukusch verteidigt.
Spätestens bei dem Spruch hätte man ihn für unzurechnungsfähig erklären müssen.

Aber das ist nur eine Seite der Medaille:
Der Zivildienst ist notwendig und fest einkalkuliert, denn sonst würden Teile unseres
Gesundheitssystems zusammenbrechen.
Es wäre für jeden erkenntlich, das in Krankenhäuser zu wenig Pflegepersonal vorhanden ist,
das zumal ja auch noch bezahlt werden müßte und zwar mehr, als der Zivildienstleistende bekommt.
Also kann man die Wehrpflicht nicht abschaffen, will man sich nicht gleichzeitig um die billigen Arbeitskräfte im Gesundheitswesen bringen.
Allein der Terminus Zivildienstleistender hat früher anders geklungen.
In den 60ern hießen sie noch Kriegsdienstverweigerer,
dann Wehrdienstverweigerer und jetzt ( wie human )
Zivildienstleistender.
Also müßt ihr Euch dem System weiter beugen, denn es ist leichter,
im öffentlichen Dienst pro Jahr 60 - 70 Milliarden Euro zu verschwenden
( so wie es der Bundesrechnungshof jedes Jahr veröffentlicht ),
als ein funktionierendes Gesundheitssystem auf die Beine zu stellen.

Gruß Fadecounter

DanielL Offline




Beiträge: 4.142

09.07.2007 21:04
#7 RE: Wehrpflicht- Noch zeitgemäß? Zitat · Antworten
Es wäre ja auch nichts dagegen zu sagen, wenn jeder einen kurzen Dienst ableisten müsste. Wenn man die Wehrpflicht öffnen würde, dafür aber einen Dienst von sagen wir 3 Monaten vorschreibt. Unter freier Wahl ob man beim Bund zb. eine Grundausbildung macht, oder in einer sozialen Einrichtung hilft. Wenn in einem Bereich alle Stellen vergeben sind, eben auf den anderen Sektor ausweichen. Man könnte auch weitere Bereiche dazu nehmen, um allen etwas anbieten zu können. Etwa eigene soziale/ öffentliche Engagements fördern. Das wäre chancengleich, der Zivildienst bliebe in ähnlicher Form bestehen und man würde außerdem als Nebeneffekt die "Null-Bock-Fraktion" nach der Schule direkt in einen geregelten Tagesablauf einführen.

Nun weiß ich schon: Jetzt kommt der Einwand "In 3 Monaten lernt man so wenig- da kann mans auch sein lassen!" oder "Das lohnt sich nicht". Aber das ist das einzige Modell was für mich fair und zeitgerecht ist.

3 Monate könnte man locker zwischen Schule und Studium, sogar bis zum Wintersemester ableisten. Und auch die Ausbildungsbetriebe könnten entsprechend reagieren und die Plätze jeweils ab Herbst anbieten...

Gruß,
Daniel

Havi17 Offline




Beiträge: 3.698

10.07.2007 08:43
#8 RE: Wehrpflicht- Noch zeitgemäß? Zitat · Antworten

@Fadecounter :

In Antwort auf:
Allein der Terminus Zivildienstleistender hat früher anders geklungen. In den 60ern hießen sie noch Kriegsdienstverweigerer, dann Wehrdienstverweigerer und jetzt ( wie human ) Zivildienstleistender.
Leben wir nicht in einer Zeit in der alles so human klingt, daß es den Anschein hat alles sei nicht nur geduldet sondern wird ethisch/moralisch nicht angeprangert. Früher hörte man auch mal "Scheiße" oder andere polarisierende Statements. Heute nur noch von Größen wie Fuchsberger & Co.

Zum Thema : Ich sehe das genauso wie Fadecounter. Das Gesundheitssystem ist ein Meilenstein in der Entscheidung Zivildienst ja/nein.
Ich bin der Meinung, daß derjenigen, der keinen Wehrdienst machen möchte die Möglichkeit hat dafür Zivildienst zu leisten. Sollte man z.B. nachweislich studieren, so sollte eine Regelung gefunden werden diesen Zivildienst in den Semesterferien oder ggf. auch Abends leisten zu können. Auch sollte es dafür eine angemessene Entlohnung geben gerade bei den heutigen Studiengebühren. Da Wehrdienstleistende folglich benachteiligt sein würden, also einen Zeitnachteil haben, diesen aber die Industrie einen ... interessiert, sollte hier über staatliche Steuervergünstigungen bei der Einstellung und dem Einkommen nachgedacht werden.

Nichtsdestotrotz ist eine Berufsarmee aus den von Fadecouter genannten Gründen unerläßlich.

Gruss
Havi17

Tom Offline



Beiträge: 739

11.07.2007 10:09
#9 RE: Wehrpflicht- Noch zeitgemäß? Zitat · Antworten

Wehrpflicht macht aus meiner sicht - der ich inzwischen seit 20 Jahren bei der "Firma" Bundeswehr bin - keinen Sinn mehr - weil ich in der kürze der Zeit den jungen Leuten das wissen welches ich früher in 15 Monaten vermitteln konnte - heute unmöglich in 9 Monaten vermitteln kann. Und was sollte eine schlecht ausgebildetet Wehrpflichtarmee also bringen. Aber wie in einem Beitrag vorher schon mal geschrieben wurde, ich kann die Wehrpflicht nicht abschaffen, solange ich den Zivildienst brauche. Und das es in einigen Bereichen ohne Zivi's sehr schlecht aussehen würde, ist ja wohl unbestritten.

@ Daniel

Es gibt ja wirklich Viele, die sich fleißig um eine Stelle bemühen und hunderte Bewerbungen schreiben ohne eine positive Rückmeldung. Aber es gibt auch Einige, die den Arsch auf gut deutsch nicht hochbekommen und Interesse an gar nichts zeigen.

In einem Beitrag hast Du die obigen drei Zeilen geschrieben. Dazu möchte ich folgendes anmerken.

Glaubst Du, dass junge Leute die - auf deutsch gesagt - Ihren Arsch nicht hochbekommen wirklich das richtige für die Bundeswehr sind? Weil die Zeiten wo man angeblich Jungen Leuten Anstand und was auch immer bei der Bundeswehr beigebracht hat sind längst vorbei.
In dem Fall kann ich nur sagen, was Eltern verpasst haben Ihren Kindern bei zu bringen - kann weder in der Schule noch bei der Bundeswehr nachgeholt werden.

DanielL Offline




Beiträge: 4.142

11.07.2007 12:14
#10 RE: Wehrpflicht- Noch zeitgemäß? Zitat · Antworten

Hallo Tom.

Ich meinte auch nicht das der Bund hier erzieherisch wirken sollte oder könnte. Es ist nur einfach ungerecht, wenn einige garnichts tun während Andere ihre Karriere unterbrechen müssen um beim Bund zu dienen.

Letztlich kann der Zivildienst nicht als Begründung für die Wehrpflicht gelten. Dann muss man hier andere Regelungen treffen!

Gruß,
Daniel

Fadecounter Offline




Beiträge: 2.081

11.07.2007 12:30
#11 RE: Wehrpflicht- Noch zeitgemäß? Zitat · Antworten

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Letztlich kann der Zivildienst nicht als Begründung für die Wehrpflicht gelten.
Dann muss man hier andere Regelungen treffen!
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Daniel, dann würde ich doch mal mit Deinen Abgeordneten vor Ort sprechen.
Da wirst Du außer salbungsvolle Sonntagsreden nichts hören, denn die wissen ganz
genau, dass der Zivildienst unerläßlich ist, um das Gesundheitswesen
einigermaßen am Laufen zu halten.
Welche Alternativvorschläge ( die auch finanzierbar sein müssen ) hättest Du denn

Gruß Fadecounter

Havi17 Offline




Beiträge: 3.698

11.07.2007 13:09
#12 RE: Wehrpflicht- Noch zeitgemäß? Zitat · Antworten

Auch wenn ich mich unbeliebt mache

Mittlerweile geht es leider bei Entscheidungen nur darum, daß finazielle Gesichtspunkte
nicht Recht, Gleichberechtigung und Gesetz die Rolle spielen. Betrachtet man Dinge zuerst
unter dem Gesichtspunkt der Finanzierung sind Entscheidungen/Gesetze leicht nachvollziehbar.

Dieses Thema ist auch nur die Spitze des Eisbergs, letztlich ist unser Staat Pleite und
Querdenker haben dies schon vor vielen Jahren erkannt, aber dies wurde als Verschwörungstheorie
abgetan. Macht man heute Leute über diese Tatsache und die damit verbundenen Auswirkungen, welche
dann direkt spürbar würden aufmerksam, erntet man Deinteresse gar Unverständnis. Erst wenn
einzelne betroffen sind, wie hier geschehen, machen sich diese Gedanken über die Auswirkung, aber
noch immer nicht über die eigentlichen Ursachen. Auf diese Weise ändern sich Dinge im Rahmen der
Globalisierung, ohne daß gemeinsam deren Ursachen in der Entstehung bereits angegangen werden.

Eine weitere Tatsache die i.d.R. gilt und die ich hier anbringen möchte lautet. Erst Europa, dann
Deutschland und seine Bürger.

Gruss
Havi17

Fadecounter Offline




Beiträge: 2.081

11.07.2007 20:14
#13 RE: Wehrpflicht- Noch zeitgemäß? Zitat · Antworten

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Erst Europa, dann Deutschland und seine Bürger.
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Havi, hier möchte ich etwas korrigierend eingreifen:

Erst das Kapital, dann das Kapital und ganz zum Schluss das Kapital.

Gruß Fadecounter

Havi17 Offline




Beiträge: 3.698

12.07.2007 06:49
#14 RE: Wehrpflicht- Noch zeitgemäß? Zitat · Antworten
Da stimme ich Dir voll zu, doch es gibt danach noch eine Steigerung.
Die Geschichte hat mich gelehrt, daß das Macht ist.

Falls Du das Buch noch nicht kennst, es wurde Anfang 1970! geschrieben,
liefert einen Einstieg in das Thema in die Werkzeuge der Manipulation
(Regeln, Inzenierungen) und zeigt auf, welche Ziele tlw. heute bereits
erreicht sind. Wie singt schon Hape Kerkeling - Das ganze Leben ist ein
Quiz und wir sind ...

http://www.amazon.de/Die-Insider-Bd-1-Ga...n/dp/3922367003

Gruss
Havi17

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

22.07.2007 17:55
#15 RE: Wehrpflicht- Noch zeitgemäß? Zitat · Antworten

Meiner Meinung nach gab es nie eine richtige Wehrgerechtigkeit. Ich gehöre zu den Jahrgängen, die damals von der Reduzierung der Wehrpflicht auf 15 Monate resultierten. Aber wenn ich bedenke wieviele ich kenne, die sich tatsächlich damals "drückten" wird mir heute noch übel. Das waren damals weder echte Kranke noch echte Kriegdienstverweigerer - sie hatten halt nur gute Beziehungen - und hatten dadurch finanziell keinen Verlust.
Alles in allem kann ich heute (nach über 30 Jahren) dennoch sagen, dass ich diese 15 Monate nicht missen möchte - die Zeit (acht Wochen in Leipheim, zwei Wochen in Cochem /?? und der Rest in Cochem/ Büchel) war schon toll, zumal ich ab der 11.Woche im Offizierheim war und alles in allem von den 15 Monaten nur acht Monate effektiv "diente".

FAZIT: Wer nicht bei der Bundeswehr war - dem fehlt irgendetwas im Leben.

Joachim.

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