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Dieses Thema hat 7 Antworten
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 James-Bond-007-Forum
Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

09.02.2007 10:46
Bewertet "James Bond 007 - In tödlicher Mission" (12) Zitat · antworten
Zurück zu den Ursprüngen lautete 1981 die Devise zum Start des 12. Bondfilms. Nach den Spekateln "Der Spion, der mich liebte" & "Moonraker - Streng geheim" wollte man mit diesem neuen Bond zu Beginn der 80er an die Filme "Liebesgrüsse aus Moskau" und "Im Geheimdienst ihrer Majestät" anknüpfen. Und "In tödlicher Mission" wurde Moore's "Im Geheimdienst ihrer Majestät". Wie damals eine ausgeklügelte Story mit hervorragenden Schauplätzen und mit John Glen ein neuer Regisseur aber Altmeister im Bond-Team. Der Film ist stimmungsvoll inzeniert und die Musik inkl. Titelsong gehört zu den besten innerhalb der Serie. Für mich einziger Wehrmutstropfen ist die Hauptdarstellerin, die nicht 100%ig überzeugt. Faztit: Der beste Bond der Broocoli Alleinära.

Joachim.
Edgar007 Offline




Beiträge: 2.274

09.02.2007 12:30
#2 RE: Bewertet "James Bond 007 - In tödlicher Mission" Zitat · antworten

Einer meiner Lieblingsfilme. War auch der erste Bond, den ich gesehen hab - damals noch auf Video 2000! Werd ihn mir demnächst im Rahmen meiner "Wallace- und Bond-Film-Wochen" wieder mal ansehen. Die Hauptdarstellerin fand ich im übrigen gar nicht so schlecht. Sie sieht außerdem noch ganz hübsch aus.

SpikeHolland Offline




Beiträge: 160

09.02.2007 20:19
#3 RE: Bewertet "James Bond 007 - In tödlicher Mission" Zitat · antworten

"In tödlicher Mission" zählt seit seiner Premiere unverändert zu meinen Lieblings-Bonds. Während sich meine Meinung und mein Eindruck von anderen Filmen der Reihe im Laufe der Jahre in Einzelfällen durchaus geändert hat (man wird halt älter ... ), habe ich von "In tödlicher Mission" immer noch dieselbe hohe Meinung.
An dem Film passt einfach alles - Story, Action, Humor stehen in perfekt ausgewogenem Verhältnis zueinander -, und er wirkte zum Zeitpunkt seines Erscheinens tatsächlich moderner, zeitgemäßer als sein unmittelbarer Vorgänger (obgleich sich dessen Finale ganz SF-mäßig im Weltall abspielte!). Diese Wirkung liegt sicher daran, dass man sich eine (nach "Moonraker" auch nötige!) "Back to the roots"-Kur verordnet hatte, wodurch "In tödlicher Mission" zum "Liebesgrüße aus Moskau" der Moore-Ära wurde.
Beigetragen hat zu diesem meinem persönlichen Eindruck aber auch die Musik von Bill Conti, die sich ja gravierend von John Barrys unterschied und eine willkommene Abwechslung bot.

SpikeHolland Offline




Beiträge: 160

07.08.2009 08:30
#4 RE: Bewertet "James Bond 007 - In tödlicher Mission" Zitat · antworten

Ein später Nachklapp zu meiner Rezension von anno dunnemals, aber aus aktuellem Anlass: Ich habe mir "For Your Eyes Only" gerade wieder einmal angeschaut, wenn ich mich nicht irre, erstmals im englischen Original, und da liefert das Bond-Girl Melina eine ganz schauderhafte Leistung ab, zum Fremdschämen schlecht. Da hat die deutsche Synchronisation seinerzeit etwas drüber hinweggetäuscht.
Und: Dem Film fehlt eigentlich ein bisschen das spektakuläre, ich nenn's mal "Schluss-Duell". Die Prügelei mit dem ostzonalen Biathlet-Bösen im Kloster ist zwar recht knackig, aber sein Abgang bzw. -sturz dann doch etwas beiläufig, zumal ja zuvor schon einer von den schlimmen Fingern vom Berg gefallen ist. Das hat man schon besser gesehen, vorher und nachher. Und auch den Chef-Schurken Kristatos ereilt ein eher lapidares Ende, im Vergleich etwa zu Mr. Big in "Leben und sterben lassen" (sah zwar kacke aus, wie der geplatzt ist, war aber zumindest vom Gedanken her originell).
Ich schau mir die Filme derzeit übrigens mit einem Neu-Bond-Fan an, meinem Sohn, neun Jahre jung - ein gutes Alter, jedenfalls für die Moore-Bonds. Für Connery und Lazenby könnte ich ihn wahrscheinlich (noch?) nicht begeistern.

"Hätte der liebe Gott Farbe gewollt, hätte er die Bibel bunt gedruckt."

Tremor Offline



Beiträge: 105

08.08.2009 07:22
#5 RE: Bewertet "James Bond 007 - In tödlicher Mission" Zitat · antworten

@ SpikeHolland:

Dem stimme ich teilweise zu.
Das Finale im Kloster ist dramaturgisch tatsächlich etwas enttäuschend.
Doch Kristatos' Todesart hat mir gut gefallen:
Ein skrupelloser Verräter bekommt von einem ehemaligen Freund (den er zuvor ans Messer liefern wollte) quasi einen "Dolch" in den Rücken.
Das ist überaus angemessen.
Nur dass Largo in "Feuerball" zurvor schon auf recht ähnliche Weise ums Leben gekommen ist, stört mich diesbezüglich etwas.

Die absurde Todesszene des Dr. Kananga fand ich hingegen immer nur albern.

Doch zum Thema:

"In tödlicher Mission" (dessen Orignaltitel einfach nur genial ist), machte mich erst richtig zum Bond-Fan.
Zwei Jahre zuvor hatte ich "Moonraker" im Kino gesehen, war von der Schönheit und dem Einfallsreichtum dieses Films begeistert (nicht aber vom Plot).

Doch dann kam "Mission" und vollzog einen radikalen und ungemein erfrischenden Wechsel:

Eine relativ logische, einfallsreiche Handlung, (auch musikalische) Rasanz, viel Humor, Charme und sehr gute schauspielerische Leistungen (vor allem von Roger Moore, Julian Glover und Topol) ergaben einen vorzüglichen Bondfilm, der nicht nur mich begeistert hat.

Es ist nur schade, dass bislang weder Sheena Easton noch Bill Conti oder Topol Gelegenheit zu einem weiteren Einsatz bei Bond hatten.
Doch vielleicht wäre das auch der falsche Zeitpunkt.
Denn die bisherigen Daniel-Craig-Bonds lassen (von den noch immer tadellosen Darstellern mal abgesehen) all das vermissen, was mich 1981 so erfreut hat.

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.274

08.08.2009 09:51
#6 RE: Bewertet "James Bond 007 - In tödlicher Mission" Zitat · antworten

Zitat von Tremor
Denn die bisherigen Daniel-Craig-Bonds lassen (von den noch immer tadellosen Darstellern mal abgesehen) all das vermissen, was mich 1981 so erfreut hat.

Da geb ich Dir irgendwie Recht. Aber die Zeit ist eben nicht stehen geblieben...

patrick Online




Beiträge: 2.749

20.06.2015 08:50
#7 RE: Bewertet "James Bond 007 - In tödlicher Mission" Zitat · antworten

For Your Eyes Only (In tödlicher Mission)



Filmdaten
Deutscher Titel: James Bond 007 – In tödlicher Mission
Originaltitel: For Your Eyes Only
Produktionsland: Vereinigtes Königreich
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 1981
Länge: 127 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Stab:
Regie: John Glen
Drehbuch: Richard Maibaum
Michael G. Wilson
nach Ian Fleming
Produktion: Albert R. Broccoli
Musik: Bill Conti
Titelsong: Sheena Easton
Kamera: Alan Hume
Schnitt: John Grover

Besetzung.

Roger Moore: James Bond, Carole Bouquet: Melina Havelock, Topol: Milos Columbo, Lynn-Holly Johnson: Bibi Dahl, Julian Glover: Aristoteles Kristatos
Cassandra Harris: Contessa Lisl von Schlaf, Jill Bennett: Jacoba Brink, Michael Gothard: Emile Leopold Locque, John Wyman: Erich Kriegler, Jack Hedley: Sir Timothy Havelock, Lois Maxwell: Miss Moneypenny, Desmond Llewelyn: Q, Geoffrey Keen: Sir Frederick Gray, Walter Gotell: General Gogol, James Villiers: Bill Tanner, Stefan Kalipha: Hector Gonzales, John Moreno: Ferrara, Charles Dance: Claus, John Wells: Denis Thatcher, Janet Brown: Premierministerin, Eva Rueber-Staier: Rubelvitch, Gogol's Assistentin


Handlung:

Der in vielerlei Geschäften beteiligte Grieche Aristoteles Kristatos zerstört im Ionischen Meer ein britisches Spionageboot, das ein kostbares ATAC-Gerät (Automatic Targeting Attack Communicator) an Bord hat, um dieses anschließend zu bergen und den Russen zu verkaufen. Allerdings wird das Wrack von dem Archäologen Sir Timothy Havelock entdeckt, weshalb dieser, zusammen mit seiner Frau, sterben muss. Der Doppelmord wird von Hector Gonzales verübt und geschieht vor den Augen der geschockten Tochter Melina. Bond wird eingeschalten und begibt sich auf die Spur des, dem MI6 mittlerweile bekannten, Hector Gonzales nach Spanien, der jedoch von Melina mit einem gezielten Armbrust-Schuss aus Rache in Bonds Anwesenheit getötet wird. Melina flüchtet anschließend, zusammen mit Bond, in einer wilden Auto-Verfolgungsjagd vor dessen Männern. Später gibt Bond Q eine Beschreibung über den Mann, der Gonzales bezahlt hat. Diese wird in ein Identifikations-Gerät (Identigraph) eingespeist und als amtsbekannter Krimineller Locque ausgemacht. Bond nimmt sofort dessen Fährte auf, die ihn nach Cortina führt, wo er Kristatos persönlich kennenlernt, allerdings noch nicht ahnt, dass er der Drahtzieher in der Angelegenheit ist. Es gelingt dem Griechen, Bond zu täuschen und diesen gegen seinen Erzfeind, den Schmuggler Columbo, aufzuhetzen, den er bereits seit ihrer gemeinsamen Zeit bei der griechischen Resistance während des zweiten Weltkriegs kennt. Bond trifft erneut Melina, die ebenfalls nach Cortina gereist ist, und fällt in die Hände von Columbo, welchem es gelingt, ihn von der Wahrheit über Kristatos zu überzeugen. Schließlich kann 007 Locque töten und zusammen mit Melina das ATAC-Gerät bergen, doch wird es ihnen von Kristatos wieder abgenommen, nachdem sie von ihm gefangen genommen werden. Als dieser sie mit einem Seil an sein Boot fesselt und durch Hai-verseuchtes Gewässer zieht, können sie sich befreien und begeben sich zu dessen Versteck in einem, auf einem Berg gelegenen, Kloster, wo die Übergabe des ATAC-Geräts an die Russen stattfinden sollte…

Plot:

Nach dem schwer verdaulichen und weit unterdurchschnittlichen Klamaukfilm „Moonraker“ orientiert sich „For Your Eyes Only“ zu meiner großen Freude doch tatsächlich wieder an den Bond-Filmen der 60er-Jahre, bleibt auf der Erde und ist auch sonst handlungsmäßig wieder recht bodenständig. Der Humor wird Gott sei Dank auf ein erträgliches Maß zurückgeschraubt und die Agentengeschichte kann ernst genommen werden. Es geht hier um den Besitz eines Steuerungscomputers, der die Atomraketen eines jeden britischen U-Boots starten kann und damit den Russen im kalten Krieg immense Macht verleihen würde.

Die Prätitelsequenz zeigt übrigens Bonds späte Rache an Blofeld, nachdem er diesem zuerst in einem, von ihm ferngesteuerten, Hubschrauber ausgeliefert scheint, dabei aber das Blatt zu wenden vermag und seinen Erzfeind ein für allemal in einem riesigen Kamin entsorgt. Auch sieht man Bond zuvor andächtig vor dem Grabstein seiner Frau stehen, welchen folgende Inschrift ziert: "Teresa Bond, 1943-1969, Beloved wife of James Bond. We have all the time in the world." Diese Szene erinnert wieder an deren tragisches Ende in "On Her Majesty's Secret Service".



Bösewichter:

Julian Glover (geb.1935) ist als Aristoteles Kristatos ein sehr durchschnittlicher Schurke und wenig einprägsam. Auch sein durchtrainierter Handlanger John Wyman als Erich Kriegler zeigt nicht einmal den Schatten der Präsenz eines Robert Shaw in „From Russia with Love“. Michael Gothard (1939-1992) als schweigsamer Emile Leopold Locque fällt ebenfalls nicht sonderlich auf.



Bondgirls:

Die Armbrust schießende, wunderschöne, fast puppenhafte, Französin Carole Bouquet (geb.1957) gehört zu meinen Lieblings-Bondgirls überhaupt.

Die professionelle Eiskunstläuferin Lynn-Holly Johnson (geb.1958) als aufgeweckte, mannstolle und etwas naive Bibi Dahl ist recht süß, wirkt allerdings, trotz ihrer damals 22 Jahre, noch ziemlich kindlich, was aber der Rolle entspricht.

Cassandra Harris (1948-1991) als Contessa Lisl von Schlaf ist nicht wirklich erwähnenswert.



Titellied:

„For Your Eyes Only“ wird von Sheena Easton interpretiert, die sogar im Vorspann singend zu sehen ist. Einmal mehr bekommt man einen sehr angenehmen Ohrwurm zu hören, der mittlerweile den Status eines Evergreen hat.



Schauplätze:

Gedreht wurde in Großbritannien, Cortina d’Ampezzo, den Dolomiten und vor allem dem traumhaften Griechenland (hauptsächlich Korfu), wo ganz besonders schöne Aufnahmen gelungen sind.

Das Auge kann sich sowohl an den Ski-Szenen, als auch an den zahlreichen Unterwasser-Aufnahmen weiden, die allesamt wunderbar anzusehen sind. Besonders attraktiv sind die versunkenen griechischen Tempel-Säulen. Ich möchte noch betonen, dass gerade in Griechenland, wegen des Denkmalschutzes, an sehr vielen Plätzen das Sporttauchen verboten ist, was den Szenen einen zusätzlichen Reiz verleiht.

In Cortina wird eine richtige Action-Show geboten, die den, sich auf Skiern fortbewegenden, Bond in einer wilden Verfolgungsjagd zeigt, die nicht nur über steile Hänge, sondern auch einen Eiskanal und eine Sprungschanze führt. Er wird dabei u.a. von dem durchtrainierten Killer Erich auf Skiern und auf dem mit Spike-Reifen versehenen Motorrad verfolgt.

Zum dritten und letzten Mal wird der Running-Gag mit dem Alkohol konsumierenden Touristen gezeigt, der ständig Zeuge von Bonds bemerkenswerten Aktionen ist. In „The Spy who Loved Me“ sieht man ihn am Strand, als Bond und Anya mit dem Lotus Esprit aus dem Wasser kommen. In „Moonraker“ sieht man ihn in Venedig, als Bond mit der Luftkissengondel aus dem Wasser kommt. Hier erscheint er, als Bond bei einer Verfolgungsjagd mit Skieren auf einen Tisch springt und drüber fährt.

Man kann dem Film zwar ankreiden, dass er zahlreiche Anleihen bei seinen älteren Vorgängern nimmt und daraus einen Mischmasch präsentiert; allerdings kann dies in der doch schon recht fortgeschrittenen Phase der Bond-Verfilmungen nicht mehr so leicht vermieden werden und stört auch nicht wirklich. Jedenfalls ist mir Bond so 1000 mal lieber als in dem vorangegangenen Moonraker-Spektakel.



Gadgets:

Der weiße Lotus Esprit Turbo aus "The Spy Who Loved Me" kommt erneut zum Einsatz, wird aber recht rasch durch ein rotes Modell ersetzt, nachdem er, verursacht durch eine explosive Diebstahlsicherung, in die Luft fliegt.

Der findige Q präsentiert einen Identifikationscomputer (Identigraph) in den eine Personenbeschreibung eingegeben werden kann, woraufhin er die Identität der am ehesten entsprechenden Person preisgibt.

Bonds Verfolger im Schnee haben, mit Maschinenpistolen ausgestattete, Motorräder.

Bei der Bergung des ATAC-Gerätes unter Wasser muss Bond einen Handlanger überwinden, der sich in einer, mit Beißzangen versehenen, Unterwasser-Rüstung befindet.

Weiters verwendet Bond eine Armbanduhr mit Telefonverbindung.



Sonstige Anmerkungen:

"For Your Eyes Only" markiert Bonds Eintritt in die 80er-Jahre. Mit seinen 53 Jahren stellt Roger Moore bereits hier den Altersrekord unter den Bond-Darstellern auf und wirkt als Frauenschwarm nicht mehr sehr überzeugend. Sean Connery war bei seiner Rückkehr in "Never Say Never Again" 52 Jahre alt.

Die Prätitelsequenz mit Blofelds Entsorgung passt nicht in den Film. Auch finde ich es unangebracht, den gefürchteten Superverbrecher nur so nebenbei und ohne den nötigen Ernst in's Jenseits befördert zu sehen. Auch bleiben diesbezüglich einige Fragen offen. Blofeld sitzt im Rollstuhl und trägt dieselbe Halskrause wie am Ende von "On Her Majestys Secret Service", obwohl seit 1969 bereits 12 jahre vergangen sind.

Sowohl Julian Glover, als auch Topol sind Jahrgang 1935 und damit viel zu jung für ihre Rollen als 2 ehemalige Resistance-Kämpfer im 2.Weltkrieg.

Die Szene, in der Bond und Melina an einem Seil durch ein Hai-verseuchtes Gewässer gezogen werden, stammt aus dem Roman "Live and Let Die".

Regie hat hier erstmals John Glen (geb.1932), der seit "On Her Majestys Secret Service" in einigen Bond-Filmen als Cutter und Second-Unit-Regisseur tätig war. Er sollte auch bei EONs restlichen Bond-Filmen der 80er-Jahre Regie führen.

Recht unterhaltsam ist der Schlussgag mit der "eisernen Lady", die von der bekannten Thatcher-Parodistin Janet Brown (1923-2011) gespielt wird, welche dem Original wirklich täuschend ähnlich sieht.

Wortwitz:

Blofeld zu Bond, der ihm im ferngesteuerten Hubschrauber ausgeliefert ist: "You are now flying Remote Control Airways."

Bond zu dem kahlköpfigen Blofeld: "Keep your hair on."

Bond zu Melina, während der Verfolgungsjagd im 2CV: "I'm afraid we're being out-horsepowered."

Bond zu Bibi: "Don't grow up any more. The opposite sex would never survive it."

Fazit:

Schöne Reminiszenz an die Bond-Filme der 60er-Jahre. Nach „The Spy Who Loved Me“ Roger Moors bester 007-Streich, wobei diese beiden Filme seine einzigen wirklich herausragenden Beiträge zur Reihe bleiben sollten. 5 von 5.

Ray Online



Beiträge: 696

20.06.2017 16:50
#8 RE: Bewertet "James Bond 007 - In tödlicher Mission" Zitat · antworten

James Bond 007 - In tödlicher Mission (For Your Eyes Only) (GB 1981)

Regie: John Glen

Darsteller: Roger Moore, Carole Bouquet, Topol, Lynn-Holly Johnson, Julian Glover, Lois Maxwell, Desmond Llewelyn u.a.



Nach den Weltraum-Eskapaden von "Moonraker" wollten die Bond-Macher, insbesondere angetrieben von Michael G. Wilson, die Reihe wieder mehr "erden". In Konsequenz bekommt der zuschauer hier eine recht herkömmliche Spionage-Geschichte sowie einen weitgehenden Verzicht auf Gadgets und comicartige Gegenspieler präsentiert, wobei man auf für Roger Moore typischen Humor dennoch nicht ganz verzichtete. Dies belegen die Verfolgungsjagd mit der Ente oder der Kampf in der Eishockey-Halle.

So lobenswert und wahrscheinlich auch (überlebens-)wichtig dieses Umdenken für die Reihe gewesen sein mag, hundertprozentig überzeugen kann der Film gleichwohl nicht. Das liegt in erster Linie daran, dass abgesehen von Moore charismatische Darsteller Mangelware bleiben. Die Bösewichte bleiben ebenso blass wie Carole Bouquet, was bei Letzterer dazu führt, dass der Zuseher an ihrem Schicksal nicht im gleichen Maße teilnehmen will wie etwa an jenem Dominos aus "Feuerball", verkörpert von Claudine Auger. Dadurch geht ab Mitte des Films ein wenig das Interesse am weiteren Verlauf der Story verloren und es schleichen sich Längen ein, wie z.B. bei den Unterwasser-Szenen. Auch die Eröffnungssequenz, in der Bond Erzfeind Blofeld ausschaltet, kann nicht wirklich überzeugen. Man verbindet Blofeld nicht mit dem durch Moore verkörperten Bond, es fehlt insoweit schlicht der Zusammenhang. Zudem wird dem Moore-Bond hier mal wieder eine Härte untergejubelt (siehe auch später beim Heruntertreten des Wagens von der Klippe), die nicht zu seinem Typ passt. Als geradezu nervig erweist sich die Figur der aufstrebenden Eisläuferin, man kann Bonds Unbehagen in so mancher Szene deshalb sehr gut nachempfinden.

Höhepunkte sind neben der Verfolgungsjagd in der Ente die Action-Sequenzen im Schnee, einmal mehr koordiniert durch Willy Bogner, sowie die gelungene Musik von Bill Conti samt dem Titelsong-Klassiker "For Your Eyes Only". Alles in allem entgegen weit verbreiteter Auffassung kein Highlight der Moore-Ära.


Obwohl die Reihe zuletzt arg abgehoben daherkam, stimmte dort das Gesamtprodukt eher als bei diesem erdigen, aber nicht wirklich zu Moore passenden Bond-Abenteuer. 3 von 5 Punkten.

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