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Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 2.574 mal aufgerufen
 Filmbewertungen
Peitschenmönch Offline




Beiträge: 536

26.03.2006 17:52
Bewertet: "Das Geheimnis von Lismore Castle" (1986, Außer der Reihe, TV) Zitat · Antworten

Klingt als 80er-Projekt und von Besetzung und Stab her vielversprechend...
Was haltet ihr von dem Film? Lohnt er sich, wodurch zeichnet er sich aus?

fritz k Offline



Beiträge: 243

26.03.2006 18:41
#2 RE: Bewertet: "Das Geheimnis von Lismore Castle" (Außer der Reihe) Zitat · Antworten

Ich habe den Film nur damals bei der Erstausstrahlung gesehen und empfand ihn als akzeptable Fernsehunterhaltung statt Tatort. Carl-Heinz Schroth ist schon ein super Schauspieler.
Wer der Mörder war, habe ich leider vergessen...

Count Villain Offline




Beiträge: 4.248

29.03.2009 22:50
#3 RE: Bewertet: "Das Geheimnis von Lismore Castle" (Außer der Reihe) Zitat · Antworten

Gibt es irgendeine Möglichkeit an diesen Film dran zu kommen?

Mr. Wooler Offline




Beiträge: 441

03.04.2009 15:44
#4 RE: Bewertet: "Das Geheimnis von Lismore Castle" (Außer der Reihe) Zitat · Antworten

Würde mich auch interessieren. Ich habe ihn damals bei der Erstausstrahlung ebenfalls gesehen und fand ihn so lala. Habe damals aber auch den Fehler gemacht, ihn mit den Rialto-Wallaces zu vergleichen und das kann ja nur schiefgehen. Außer Carl-Heinz Schroth waren noch Vera Tschechowa als seine Frau und Hans Clarin in einer kleinen Rolle zu sehen. Wenn ich mich nicht irre, basiert das Ganze auf dem Wallace-Stoff "Der Mann, der seinen Namen änderte". Der Film ist, soweit mir bekannt, nie wiederholt worden..

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

03.04.2009 18:00
#5 RE: Bewertet: "Das Geheimnis von Lismore Castle" (Außer der Reihe) Zitat · Antworten

Zitat von Mr. Wooler
Würde mich auch interessieren. Ich habe ihn damals bei der Erstausstrahlung ebenfalls gesehen und fand ihn so lala. Habe damals aber auch den Fehler gemacht, ihn mit den Rialto-Wallaces zu vergleichen und das kann ja nur schiefgehen. Außer Carl-Heinz Schroth waren noch Vera Tschechowa als seine Frau und Hans Clarin in einer kleinen Rolle zu sehen. Wenn ich mich nicht irre, basiert das Ganze auf dem Wallace-Stoff "Der Mann, der seinen Namen änderte". Der Film ist, soweit mir bekannt, nie wiederholt worden..

Der Film basiert auf dem Wallace-Stoff: "The Man Who Changed His Name", der jedoch inhaltlich nichts mit dem dt. Wallace-Stoff "Der Mann, der seinen Namen änderte" zu tun har. Der Stoff "The Man Who Changed His Name" wurde bisher nicht ins Deutsache übersetzt. Angeblich wäre er in der DDR übersetzt worden und wäre auch dort erschienen. Bisher gibt's dafür jedoch keine 100%ige Beweise. Der Film selber ist tatsächlich so lala wie ich es noch so in Erinnerung habe - habe damals daher auch die Aufnahme gelöscht.

Joachim.

Havi17 Offline




Beiträge: 3.155

03.04.2009 19:05
#6 RE: Bewertet: "Das Geheimnis von Lismore Castle" (Außer der Reihe) Zitat · Antworten

Der Film ist eher ein Kammerspiel und stark auf Carl-Heinz Schroth zugeschnitten.
Ich habe den Film damals auf Video2000 aufgezeichnet, jedoch seitdem erst einmal
wieder angesehen.

Gruss
Havi17

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.338

04.04.2009 10:44
#7 RE: Bewertet: "Das Geheimnis von Lismore Castle" (Außer der Reihe) Zitat · Antworten

Ich hab den "Film" damals auch im ZDF verfolgt und nach nicht mal der Hälfte wieder abgeschaltet. Ich glaube, da sind die 95er und 98er Filme spannender.

HorstFrank Offline



Beiträge: 697

04.04.2009 14:00
#8 RE: Bewertet: "Das Geheimnis von Lismore Castle" (Außer der Reihe) Zitat · Antworten

Der Film ist wirklich enorm langweilig und unspektakulär. Einzig wegen der Schauspieler interessant, so agieren die Wallace-Stars Hans Clarin, Günter Meisner, Vera Tscheschowa und Tilly Lauenstein neben Carl Heinz Schroth, Christian Wolff und Henning Schlüter.

DjangoSpencer Offline



Beiträge: 3

05.06.2009 14:27
#9 RE: Bewertet: "Das Geheimnis von Lismore Castle" (Außer der Reihe) Zitat · Antworten

Also ich habe von den Film die ZDF Erstausstrahlung & und fand den schon etwas gut ! (Leider Leider fehlen die 10 lezten Minuten )

Bevor der auch angefangen hat gab auch eine TV Ansage von Birgit Schrowange

Gubanov Offline




Beiträge: 16.096

26.01.2014 20:07
#10 RE: Bewertet: "Das Geheimnis von Lismore Castle" (Außer der Reihe) Zitat · Antworten



Das Geheimnis von Lismore Castle

TV-Kriminalfilm, BRD 1986. Regie und Drehbuch: Franz Josef Gottlieb (Vorlage „The Man Who Changed His Name“, 1928: Edgar Wallace). Mit: Carl Heinz Schroth (Selby Cliff), Vera Tschechowa (Anita Cliff, seine Frau), Christian Wolff (Frank O’Ryan), Tilly Lauenstein (Kirsty McHarr, Haushälterin), Hans Clarin (Lane, Butler), Günter Meisner (Sir Ralph Whitecombe), Henning Schlüter (Jerry Miller, Notar), Hermann Ebeling (Sergeant Berry), Monica Gruber (Telefonistin), Peter Lehwald (Portier) u.a. Erstsendung (ZDF): 18. Mai 1986.

Zitat von Das Geheimnis von Lismore Castle
Selby Cliff findet heraus, dass seine Frau ihn mit dem Mann betrügt, mit dem er beinahe einen geschäftlichen Vertrag abgeschlossen hätte. Nach einer Reise Anita Cliffs treffen beide Liebhaber beinahe zeitgleich auf Lismore Castle ein und von diesem Moment an geschehen merkwürdige Dinge. Selby lässt sich nichts anmerken, aber immer klarer wird der Verdacht, dass er schon einmal eine Frau getötet hat und das vielleicht wieder zu tun gedenkt …


Paradoxerweise handelt es sich bei diesem für die meisten wohl ziemlich unbekannten Stoff um eines der am häufigsten verfilmten Edgar-Wallace-Stücke überhaupt. Insgesamt entstanden fünf Filme auf der Grundlage des Theaterstücks „The Man Who Changed His Name“ (dessen Inhalt aber nicht mit dem Roman „Der Mann, der seinen Namen änderte“ identisch ist): zwei britische Adaptionen 1928 und 1934 sowie drei deutsche TV-Umsetzungen aus den Jahren 1956 (DDR), 1958 (eine Produktion des NWRV) und eben 1986 als „Das Geheimnis von Lismore Castle“. Die Hauptrollen übernahmen in den deutschen Versionen Karl Kendzia, Fritz Tillmann und Carl Heinz Schroth, wobei man trotz des Alters und der Popularität der Vorlage meinen möchte, dass die Rolle Schroth und seiner häufig durchscheinenden gönnerhaften Ader auf den Leib geschrieben ist. Auch wenn Schroth über weite Strecken als verschlagener Verbrecher präsentiert wird, so legt er doch nie die väterliche Art ab, die ihm in der Verkörperung eigentlich aller seiner Rollen eigen war.

Das Fernsehspiel orientiert sich an seinen klassischen Vorbildern in jeder Hinsicht. Man mag es zwar ob des späten Produktionsjahres nicht vermuten, aber man bekommt tatsächlich ein echtes Kammerspiel mit Theateratmosphäre serviert, an dem auch die alibihaft eingestreuten Szenen im Freien (die genauso gut in einem der Räume von Lismore Castle stattfinden könnten) nichts ändern. Die Stimmung ist dennoch angenehm und gelungen, weil der Schauplatz schottisch-urig und die Studiokulisse echt wallace-like erscheint. Es ist schon offensichtlich, dass viele der Darsteller und einige der Stabmitglieder über teilweise umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet des (Wallace-)Krimis verfügen.

Vera Tschechowa bildet die klare Identifikationsfigur des Films und steht zwischen Carl Heinz Schroth und Christian Wolff. Intuitiv neigt man dazu, ihr eine glückliche Zukunft mit Wolff fernab des dunklen Lismore Castle und eines Ehemanns, der ihr Vater sein könnte, zu wünschen, doch Wallace baut – wenn schon keine Leichen – einige Überraschungen ein, die an der ersten Einschätzung der Charaktere zweifeln lassen. Die Hausangestellten werden von Hans Clarin und Tilly Lauenstein göttlich zum Leben erweckt und erinnern an den hochtrabenden Ton Eddi Arents und die rauhe Offenheit der Flickenschildt. Nicht oder nicht in der Form gebraucht hätte es Günter Meisner als komödiantischen Volltrottel und Trunkenbold, denn der Butler und die Haushälterin bringen bereits genug charmanten Humor ins Geschehen.

Der Film bedient sich einer stimmungsvollen Musikuntermalung mit klassischen Tönen, die u.a. das erste Klavierkonzert Tschaikowskis umfasst. Über die Leistung Franz Josef Gottliebs ist zu sagen, dass er sich den bei seinen Rialtos erhobenen Vorwurf, auf ausreichende Spannungserzeugung verzichtet zu haben, hier wieder machen muss, aber dieses Manko – auch das kennt man von seinen Arbeiten – mit einer ganzen Portion angenehmen Flairs wiedergutmachte. Auch sind die Schreckmomente, wenn sie denn vorkommen, wirklich ansprechend in Szene gesetzt. Die typische Gottlieb-Handschrift also.

Erstklassig besetzter Theaterkrimi mit den limitierten Möglichkeiten seiner Herkunft, einer Prise gepflegter britischer Langeweile, aber viel rauher nordischer und dennoch gemütlicher Atmosphäre. 4 von 5 Punkten.

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.586

26.01.2014 20:22
#11 RE: Bewertet: "Das Geheimnis von Lismore Castle" (Außer der Reihe) Zitat · Antworten



BEWERTET: "Das Geheimnis von Lismore Castle" (Deutschland 1986)
mit: Carl-Heinz Schroth, Vera Tschechowa, Christian Wolff, Tilly Lauenstein, Hans Clarin, Günter Meisner, Henning Schlüter, Karl-W. Schaper u.a. | Drehbuch: Franz Josef Gottlieb nach dem Roman "The Man Who Changed His Name" von Edgar Wallace | Regie: Franz Josef Gottlieb

Selby Cliff lebt in zweiter Ehe mit seiner Frau Anita auf dem abgelegen Lismore Castle. Er besitzt in seiner alten Heimat Kanada noch Grundstücke, die er nun veräußern möchte und hat deshalb einen Mann namens Frank O'Ryan eingeladen, um mit ihm zu verhandeln. Was er nicht weiß: Frank ist die Jugendliebe von Anita und hat sich erst wenige Tage vor seiner Anreise mit ihr in einem Hotel getroffen. Bald nach seiner Ankunft auf dem Schloss geschehen seltsame Dinge und Mrs. Cliff und O'Ryan entgehen mehrmals knapp dem Tod. Als der Kriminalschriftsteller Sir Ralph Whitecombe den Fall Dennis Sanderley für seinen neuen Roman verwenden will, wird Selby Cliff nervös. Sanderley verschwand vor dreißig Jahren, nachdem er zwei Menschen getötet hatte. Frank O'Ryan beschleicht ein furchtbarer Verdacht: Handelt es sich bei dem gesuchten Mörder um Selby Cliff und plant dieser nun, seine Frau zu ermorden, um die hohe Lebensversicherung zu kassieren?

Seit Jahren schon gilt "Das Geheimnis von Lismore Castle" als Empfehlung unter Wallace-Freunden, die sich mit einem Stoff des Autors auseinandersetzen möchten, der nicht innerhalb der populären Rialto-Serie verfilmt worden ist. Völlig zu unrecht haftet ihm das Image an, es handele sich um eine langweilige Fernsehproduktion ohne Höhepunkte. Vielmehr kann man erkennen, was möglich ist, wenn ein Regisseur mit Herzblut und Engagement an ein Projekt herangeht, für das nur ein begrenztes Budget zur Verfügung steht. Der Wille von Gottlieb, die Geschichte durch Außenaufnahmen aufzufrischen und die wild-romantische Kulisse als Stolperstein für die handelnden Personen zu nutzen, verleiht dem Film eine Lebendigkeit, die ihn zeitlos erscheinen lässt. Wie Verschworene ziehen alle am gleichen Strang. Das Auge des Regisseurs ruht liebevoll auf der Produktion und belohnt den Zuseher mit einem Gespür für Details. Durch eine suggestive Erzählweise wird man gleich zu Beginn für das junge Paar eingenommen, kommt aber nicht umhin, anzuerkennen, mit welcher Güte und Ruhe der siebzigjährige Selby das Haus führt und seine Frau, sein Personal und seine Gäste behandelt. Er erhebt nie seine Stimme und trägt vielmehr einen geheimen Schmerz in sich, den er zu verbergen sucht. Für den Zuseher stellt sich die Frage, ob er eine dunkle, kriminelle Vergangenheit verschweigt oder ob sich ein Komplett gegen ihn zusammenbraut.

Carl-Heinz Schroth stattet seine Rolle mit der ihm eigenen Schrulligkeit aus, bewahrt jedoch seine Contenance und erscheint im Zwielicht des Verdachts durchaus nicht unbescholten. Die zierliche Vera Tschechowa ringt überzeugend mit der Versuchung, die sie in die Arme ihres Jugendfreundes treibt. Der gesetzte Ehemann, das eintönige Leben fernab gesellschaftlicher Pflichten und das Misstrauen, das ihr die langgedienten Hausangestellten entgegen bringen, fördern die Sehnsucht nach einem Neuanfang mit einem Mann, der zusätzlich Zweifel an der Lauterkeit ihres Gatten weckt. Es ist nicht schwer zu verstehen, dass der fesche Christian Wolff genau der Richtige ist, um Unruhe in das bedächtige Leben von Anita zu bringen. Er ist charmant, einfallsreich und gleichzeitig entschlossen genug, unbequeme Denkweisen zu verfolgen und sich gegen Widerstände aufzulehnen. Er übernimmt die Rolle des 'Ermittlers' und durchbricht Anitas Routine, die auf ihrem Bedürfnis nach Sicherheit und Berechenbarkeit aufbaut. Unverhohlen gibt er zu erkennen, dass er beides möchte: finanziellen Zugewinn und die Liebe der Frau, die er vor achtzehn Jahren zum ersten Mal begehrte. Tilly Lauenstein und Hans Clarin geben zu erkennen, dass sie sich durch Starrsinn und Anpassungsfähigkeit in ihrem Beruf als treue Diener ihres Herrn unentbehrlich gemacht haben, was meist eine Gefahr für eine neue Angetraute bedeutet. Henning Schlüter als polternder Anwalt und Günter Meisner als trinkfreudiger Gast runden das Ensemble ab, in dem selbst der Produktionsleiter in seiner Rolle als Messerschleifer zu überzeugen weiß.

Die Schauplätze stellen einen enormen Mehrwert dar, sorgen sie doch für Fluchtmomente aus der erdrückenden Atmosphäre des düsteren Hauses, in dem Gefahren lauern und böse Ahnungen gepflegt werden. Die gedämpft-diskrete Umgebung des Hotels, das eine verbotene Verlockung darstellt; das von einer Mauer mit Zinnen eingerahmte Wirtschaftsgebäude des Selby-Anwesens und die Weite der Wälder und der Klippen harmonieren als Gesamtbild und lassen in keiner Weise erahnen, wie mühsam und knapp bemessen die Drehtage in Schottland waren. Ohne klassischen Grusel zu bemühen, gelingt es durch die Wirkung, die die originelle Ausstattung und die 'Unfälle' entfalten, den schlimmen Verdacht zu untermauern, dass die Auslöschung zweier Menschenleben geplant sei.

Eine nostalgische Reminiszenz an Edgar Wallace, die das Potenzial zu einem Dreiteiler gehabt hätte. Gerne wäre man noch länger bei Anita und Frank, bei Selby und Lane und an ihrem Kamin verweilt. Obwohl am Ende noch einige Fragen offen bleiben, vergebe ich 5 von 5 Punkten.

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