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Dieses Thema hat 18 Antworten
und wurde 1.628 mal aufgerufen
 Schauspieler/-innen
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HorstFrank Offline



Beiträge: 697

01.03.2006 13:34
Hubert von Meyerinck Zitat · antworten

Er spielte in den Filme

· Neues vom Hexer
· Der Bucklige von Soho
· Im Banne des Unheimlichen
· Der Gorilla von Soho
· Der Mann mit dem Glasauge

in den letzten drei genannten immer als Yard-Chef Sir Arthur, die er exzellent spielte. Ebenfalls eine sehr gute Rolle hatte er als
General Perkins in "Der Bucklige von Soho". Die Rolle in "Neues vom Hexer" fällt sehr kurz aus. Ein toller Darsteller, den man
hätte häufiger einsetzen können.

HorstFrank Offline



Beiträge: 697

01.03.2006 17:49
#2  Zitat · antworten

ewok2003 Offline




Beiträge: 1.290

02.03.2006 20:21
#3 RE: Zitat · antworten

Es ist schwierig, Hubert von Meyerinck zu bewerten, da er immer im Schatten von Schürenberg steht und mit ihm verglichen wird. Somit hätte ich in seinen meisten Rollen doch lieber Schürenberg statt Meyerinck gesehen.
Seinen besten Auftritt hatte er für mich wohl doch im "Buckligen von Soho" als Hauptverbrecher.

Warum hat Meyerinck eigentlich Schürenberg ab 1968 ersetzt?

Gruß, Ewok

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.279

02.03.2006 20:57
#4 RE: RE: Zitat · antworten

Angeblich wollte Schürenberg mehr Geld von Wendlandt, was dieser nicht zahlen wollte. So kam es zum Zerwürfnis. 1971 durfte jedoch "Sir John" wieder ran - im besten Spät-Wallace: DIE TOTE AUS DER THEMSE

Peitschenmönch Offline




Beiträge: 534

02.03.2006 22:39
#5 RE: RE: Zitat · antworten
Ich fand ihn im "Buckligen von Soho" als Hauptverbrecher, ehrlich gesagt, sehr unglaubwürdig. Er bekam den Bogen zwischen skuriller Wirkung und Hintergründigkeit der Figur, meines Erachtens, nicht. Die Figur wirkt wie ein seniler, dummer Ewig-Gestriger, dem man die Austüftelung des vorliegenden Plans ebensowenig abnimmt, wie die Tatsache, dass ihm etliche krasse Schurken, wie z.B. Pinkas Braun, der Bucklige selbst oder der hier pseudo-harte Eddi Arent unterstehen. Auch die Beziehung zu Agnes Windeck kommt nicht rüber, auch nicht die Distanz, es ist einfach ein riesen Haufen Nichts.
Bis zur Auflösung fand ich den Part als Parodie recht gelungen, aber dann hörte es auf und wurde unsinnig.
Am besten fand ich ihn bei Wallace wirklich als Sir Arthur, wenngleich der Humor im Vergleich zu Schürenbergs nuanciertem Spiel doch sehr brachial war und heute wesentlich altbackener wirkt, als Sir Johns sympathische Hart-Naivität. Auch Sir John wird hardcore-moderne Zuschauer heute oft an ihre Grenzen bringen, aber er toppt Sir Arthur nie auch nur im Ansatz, da das Spiel dafür einfach zu ausgefeilt ist und auch der Humor selbst bzw. wie Schürenberg ihn interpretierte.
Von Meyerincks Zusammenspiel mit Ilse Pagé hat mir aber auf jeden Fall sehr gut gefallen, so deppert die Figuren auch auf Dauer waren... und als großsspurigen, anklagenden Richter in "Neues vom Hexer" fand ich ihn im Rahmen der Kürze der Rolle (etwas zu kurz) auch sehr eingängig und durch Stimme, Spiel und optisch recht aussdrucksstark.
Meiner Meinung nach wurde kein Schauspieler bei Wallace so zu seinem eigenen Negativen verheizt wie Hubert von Meyerinck. Wenn Leute wie Werner Peters x-mal einen Gangster nach gleichem Schema spielten, aber darin vollends überzeugten, dann kommt das an und stört im Allgemeinen wenig, da der "Durchschnittszuschauer" das irgendwo auch gerne sehen will... aber sich mindestens 3mal in erster Linie lächerlich machen zu müssen finde ich mit Blick auf den Produzenten verwerflich. Die unbeholfen-einfach gestricke Figur im "Buckligen von Soho" verkauft von Meyerinck auch unter wert.
Armes Opfer von Drehbuchschreibern! Etliches vom Missglücktesten, das bei Wallace von der Feder auf Papier und dann auf Zelluloid floss, blieb echt an Hubert von Meyerinck hängen.
In "Geheimge Wege" und "Das Mädchen Rosemarie" gefiel er mir sehr gut, chargierte aber auch da - da aber auch zum Positiven. Jemandem wie von Meyerinck, der einen gewissen Hang zum Chargieren hatte, hätte man in restloser Ausreizung dessen nicht auch noch Rollen wie Sir Arthur "auf den Leib schneidern" dürfen, da der Topf dann überkocht. Eine weitere Bestätigung dafür, dass Wallace wirklich auch Heimat für harte Klischees war. Wo hört Kult auf und wo fangen Grenzfälle an, Herr Produzent?

fritz k Offline



Beiträge: 243

05.03.2006 01:03
#6 RE: RE: Zitat · antworten

Den letzten Absatz von Peitschenmönch kann ich nur unterschreiben.
Hubert von Meyerinck als Scotland Yard Chef ist meiner Meinung nach eine der größten Fehlbesetzungen der Wallace-Serie. Wo Schürenbergs Spiel liebevolle Satire auf ältere, eitle, konservative, ewig gestrige Herren ist, ist bei Meyerinck nur noch alberner Klamauk. Humor ist etwas anderes.
Allerdings fand ich Hubert von Meyerinck in "Der Bucklige von Soho" ideal besetzt. Daß ein groteskes Ausmaß haarsträubender Verbrechen schließlich zu einer grotesken Figur führt, ist dramaturgisch nur konsequent, geradezu unheimlich auch in Hinsicht auf Logik. Meiner Ansicht nach einer der besten "Haupttäter" bei Wallace.

Tom Offline



Beiträge: 739

05.03.2006 10:58
#7 RE: RE: Zitat · antworten

Klar gegen Schürenberg kam von Meyerinck nich an, aber ihn als "eine der grössten Fehlbesetzungen" zu bezeichnen find ich doch etwas übertrieben. Mir hat die Darstellung seiner Figuren immer gefallen. Man kann die beiden (Schürenberg und von Meyerinck) auch nicht wirklich miteinander vergleichen. Zwei total unter-
schiedliche Schauspieler halt.
Und zu seiner Rolle in "Der Bucklige von Soho" möchte ich nur soviel sagen, als Chef von Scotland Yard hat er mir immer besser gefallen, als in dieser Rolle.

KlausS Offline



Beiträge: 278

05.03.2006 11:10
#8 RE: RE: Zitat · antworten

"Hubsi" ist tatsächlich das Synonym für den gesamten Abgang der Serie zu dieser Zeit.

Seine schauspielerische Heimat waren eher die leichten Komödien der 50-er und 60-er, zu deren Klamauk sein Auftreten und Gehabe sicherlich deutlich besser passten, als zu einer Rolle in einer Krimi-Serie. Lediglich einmal, in der Kriminalmuseum-Folge "Fünf Fotos", konnte er für mich auch in diesem Genre überzeugen bzw. passte sein Natruell zu dem Genre.

"Spannung erzeugen" ist sicherlich bedeutend einfacher als Humor. Humor ist immer ein Balanceakt, unter dem schon Eddi Arent leiden musste. Im Gegensatz zu Hubsi, ist es Arent aber meist immer gelungen, nicht "nervig" zu sein.

Besonders die unterschiedlichen Facetten von Humor bzw. das Verständnis von Humor auf Seiten der Zuschauer sind so breit gefächert, dass der Schuss meist nach Hinten losgeht. Hubsi's Darstellung von Sir Arthur ist ein eben solcher. Für mich einfach nur nervig und, gelinde gesagt, dämlich. Ebenso die Pseudo-Komiker Uwe Friedrichsen und Stephan Behrens.

Viele Grüße
KlausS

Mike Pierce ( gelöscht )
Beiträge:

28.07.2008 10:44
#9 RE: RE: Zitat · antworten
Hubert von Meyerinck (Hubsi) hatte für mich seinen besten Auftritt als Sir Arthur (dieser zum ersten Mal im Einsatz) in
"Im Banne des Unheimlichen".
Obwohl hier schon etwas klamaukig, wirkt er diesbezüglich dezenter. Er konnte für einige gute Humoreinlagen sorgen.


Seine weiteren Auftritte als Sir Arthur in "Der Gorilla von Soho" und "Der Mann mit dem Glasauge" wirkten zu anzüglich, übertrieben und somit lächerlich.

Das lag aber mit Sicherheit nicht an Hubsi, sondern an der Verflachung der Rolle.

Im schlechten "Neues vom Hexer" sah man ihn leider zu kurz und in "Der Bucklige von Soho" war er als
Hauptverbrecher völlig unglaubwürdig mal eben schnell aus dem Hut gezaubert worden.
Somit wirkte er im letztgenannten Film für mich nicht gerade überzeugend.

Eigentlich schade, man hätte ihn in den Edgar Wallace-Filmen viel wirkungsvoller einsetzen können.


Aber man kennt Hubsi eigentlich von ganz anderen Filmen.
Ein Jeder weiß, dass er in seinen sovielen Filmen schauspielerisch ein Profi war.

Alleine, wie er oft Militäristen, Beamte oder Adlige spielte, ist einfach göttlich und sorgt für lustige Unterhaltung.
Er spielte diese Rollen so präzise, dass es einfach nur Spaß macht:

"Ein Mann geht durch die Wand" (als Pickler), "Das Nachtgespenst" (Hoteldirektor), "Ferien auf Immenhof" (Dr. Westkamp)
usw.



Seine oft militärische Art, zu spielen, gefällt mir sehr und lässt mich immer wieder schmunzeln.




Für mich war und ist Hubert von Meyerinck ein Profischauspieler, der es verstand, seinen Rollen Profil durch Präzision zu verleihen und somit für den Deutschen Film mehr als Großes geleistet hat.



Viele ganz tolle Fotos unter
Http://film.virtual-history.com/person.php?personid=1032







Gruß
Mike
Edgar007 Offline




Beiträge: 2.279

28.07.2008 14:18
#10 RE: RE: Zitat · antworten

Ich fand "Hubsi" am Besten in DER BUCKLIGE VON SOHO! Ich finde, daß er diese Rolle sehr gut interpretiert hat. Für mich sowieso einer der besten Farb-Wallace-Filme.

Jan Offline




Beiträge: 1.232

28.07.2008 16:53
#11 RE: RE: Zitat · antworten

Von Meyerinck ist für mich vor allem deswegen sehenswert, weil er zu der Gattung Darsteller gehörte, die sich selbst kein Stück wichtig nahm. Das trifft auf nahezu alle mir bekannten Rollen zu, in denen Hubsi zu sehen war. Dass er bei Wallace nun nerviger auftrat als Eddi Arent beispielsweise in DIE GRUFT MIT DEM RÄTSELSCHLOSS oder DER SCHWARZE ABT, kann ich nicht finden. Angesichts des heutigen (und evtl. bei dem ein oder anderen auch des damaligen) Humoverständnisses können solche Rollen, wie sie von Meyerinck darstellte, natürlich nicht mehr überzeugen. Seinen besten Wallace-Auftritt würde ich IM BANNE DES UNHEIMLICHEN zuschreiben. Die Rolle des Sir Arthur finde ich, mit der nötigen Distanz betrachtet, generell recht ulkig. "Sein" Sir Arthur ist ja mehr krachlederne Veralberung der Serie als "ernstgemeint" humoristisches Schauspiel.
Vor dem Hintergrund der Filme, die ich mit ihm kenne, würde ich meinen, dass EINS, ZWEI DREI wohl sein bester Auftritt war. Kunststück, bei dem grandiosen Film. Einige rührseelige oder vermeintlich humoristische Filme der 50er Jahre hat er überdies überhaupt erst erträglich gemacht!

Gruß
Jan

Kleine Offline




Beiträge: 77

29.07.2008 17:32
#12 Hubsi Zitat · antworten

Sicherlich war Hubsi ein großer Schauspieler, der einige Rollen peferkt spielte. Ich habe ihn im "Das Spukschloss im Spessert" gesehen (glaube das es der Film war), der Film war gut und seine Rolle ganz ok. Im Buckligen habe ich ihn gesehen, die Rolle war da besser. Allerdings die Rolle des Sir Arthur ziemlich schlecht, ich fand diesen Humor etwas nüchtern. Die Rolle wirkte "unecht" gerade zu lächerlich. Ihr habt Recht das er nicht an Siegfried Schürenberg dran kommt. In allen gefällt mir S.S. in der Rolle des Yard Chef´s immer noch am besten.

Wie gesagt über wetere Filme mit Hubsi kann ich nichts sagen, er erinnert mich sehr an meinen alten chef.

Sei der, der du selbst glaubst zu sein.
Either one hates him, or one loves him. I prefer the second possibility.:-D

Count Villain Online



Beiträge: 3.866

09.12.2008 01:01
#13 RE: Hubsi Zitat · antworten

Wer Hubert von Meyerinck einmal in jüngeren Jahren sehen möchte, dem würde ich mal Münchhausen mit Hans Albers empfehlen. Da spielt er den Prinzen von Braunschweig.

An Sir Arthur stört mich am meisten die scheinbare Notgeilheit. Aber das ist wohl eher den Autoren anzulasten. Im Buckligen wird er von Arent und Braun leider etwas überschattet. Seine Rolle in Neues vom Hexer ist kurz, aber prägnant. So etwas hätte er eigentlich öfter verdient.

horatio Offline




Beiträge: 577

24.04.2009 15:52
#14 RE: Hubsi Zitat · antworten

ich war immer ganz begeistert,wenn ich in irgendwo im fernsehen sah..

allein schon seine stimme,und wie er bestimmte sätze rausgehauen hat,seine fabelhafte mimik...klasse

ich hab ihn bei e.w. zuerst als sir arthur gesehen und die rolle im gorilla fand ich jetzt nicht so toll..besonderes die szenen mit:"gehn wir nun arthur,oder gehn wir nicht?"-das fand ich schon überflüssig

auch als general perkins fand ich ihn fabelhaft,zumal ich bis zum schluß dachte,nicht er,sondern lady perkins
wäre der "haupttäter".

persönliches fazit:ich finde,er kann sich durchaus neben siegfried schürenberg als scotland yard chef sehen lassen

Fräulein Janine Offline




Beiträge: 124

16.11.2016 00:24
#15 RE: Hubsi Zitat · antworten

Seine letzte Rolle spielte er 1971, 74 jährig unmittelbar vor seinem Tod
bei "Dem Täter auf der Spur- Tod am Steuer"
Er ist bezaubernd in der Rolle eines alten und müden russischen Taxifahrers.
Er war ein toller Schauspieler, der den deutschen Film mitgeprägt hat.

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