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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 570 mal aufgerufen
 Edgar-Wallace-Forum
Blacky81 Offline



Beiträge: 36

29.07.2023 13:38
Große Pause bei den BEW-Filmen Zitat · Antworten

Ich frage mich ja warum Artur Brauner die BEW-Reihe nach 6 Filmen urplötzlich pausiert hat. Waren die Zuschauerzahlen so stark rückläufig? Wollte der alte Fuchs erstmal die Entwicklungen bei der Rialto-Reihe abwarten bevor er über weitere Filme nachdenkt?

Savini Offline



Beiträge: 769

29.07.2023 17:13
#2 RE: Große Pause bei den BEW-Filmen Zitat · Antworten

Die Antwort dürfte so enfach wie logisch sein: "Das 7. Opfer" lief so schlecht, dass eine Fortsetzung der Reihe nicht sinnvoll erschien.
Nachdem "Winnetou und sein Freund Old Firehand" durchgefallen war war das Thema Karl May bei der Rialto ja auch abgehakt.

TV-1967 Offline



Beiträge: 652

31.07.2023 21:32
#3 RE: Große Pause bei den BEW-Filmen Zitat · Antworten

Der war aber auch so schlecht....zu viel Berliner Luft ...

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.922

07.08.2023 16:49
#4 RE: Große Pause bei den BEW-Filmen Zitat · Antworten

Da dürfte es mehrere Gründe gegeben haben, die zu dieser Entscheidung führten.
Natürlich ohne jetzt Einblick in irgendwelche Unterlagen der CCC zu haben, würde ich auf folgende tippen:
1. Das nicht berauschende Einspielergebnis von "Das siebente Opfer" und die zeitgleich steigende Konkurrenz durch andere Epigonen wie "Das Wirthaus von Dartmoor" oder "Wartezimmer zum Jenseits" (beide ebenfalls 1964)
2. Die ebenfalls sinkenden Zuschauerzahlen bei den Rialto-Wallace-Filmen samt der Ankündigung, dass "Der unheimliche Mönch" der letzte Schwarz-Weiß-Wallace sein würde - auch Brauner hätte auf Farbfilm umsteigen müssen, was einfach teurer gewesen wäre
3. Der endgültige Aufstieg von James Bond - mit "Das Geheimnis der chinesischen Nelke" wandelte sich beispielsweise die Weinert-Wilton-Reihe mit dem letzten Teil vom Wallace-Epigonen zum Eurospy, Brauner selbst ging auch mit der Mabuse-Reihe 1964 endgültig in diese Richtung und produzierte "Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse" mit internationalerem Stab (und somit wohl auch höheren Kosten)
4. Das hohe Budget anderer CCC-Projekt - Mit "Old Shatterhand" und "Der Schut" kamen 1964 gleich zwei Karl May-Filme der CCC ins Kino, dazu setzte die CCC ab 1964 (auch) auf große (Co-)Produktionen - den Beginn machte "Dschingis Khan", später folgten "Die Nibelungen" (1966) oder "Kampf um Rom" (1968) - woraus folgte, dass für weitere BEW-Filme wohl weder Geld noch Energie und Zeit bei CCC, bzw. Brauner vorhanden war
und
5. Das ZDF war seit ihrer Gründung ein wichtiger Partner, produzierte jedoch zunehmend weniger auf dem CCC-Gelände, weil die eigenen Studios wuchsen, so dass wichtige Einnahmen wegfielen. Auch die beginnende Krise beim deutschen Film sorgte für weniger Auslastung der Studios durch andere Produktionsfirmen

Spätestens ab 1968 war die CCC-Film kaum noch selbstständiger Produzent, sondern steuerte nur bei zahlreichen Filmen aus aller Welt Gelder als Co-Produzent bei, durfte dafür ein wenig mitreden und die Auswertung in Deutschland übernehmen. Dass für "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" die BEW-Marke noch einmal wiederbelebt wurde, war wohl nur ein cleverer Schachzug, weil man die Rechte ohnehin noch hatte. Sprich, man wollte nicht einen weiteren Wallace produzieren, sondern es fiel Brauner schlichtweg ein Film in die Hände, der sich so vermarkten ließ.

Savini Offline



Beiträge: 769

08.08.2023 10:11
#5 RE: Große Pause bei den BEW-Filmen Zitat · Antworten

Danke für diesen Einblick in weitere Aspekte, die aus Sicht der CCC sicher eine Rolle spielten (andere aufwendige Produktionen, zunehmende Zusammenarbeit mit ausländischen Filmgesellschaften, Wandel beim Publikumsgeschmack)!

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