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 Film- und Fernsehklassiker international
Giacco Offline



Beiträge: 2.488

09.12.2022 12:10
Expresso Bongo (1959) Zitat · Antworten

EXPRESSO BONGO
GB (1959) - R: Val Guest - DE: 6.1.1961 - FSK 16 - V: Rank
D: Laurence Harvey, Sylvia Syms, Cliff Richard, Yolanda Donlan, Eric Pohlmann, Susan Hampshire, Patrick Cargill, Burt Kwouk



Der kleine Möchtegern-Manager Johnny Jackson, ein ehemaliger Jazz-Schlagzeuger, hält in den Bars und Kneipen von Soho Ausschau nach jungen Talenten. Als er mit seiner Freundin Maisie eine neueröffnete Espresso-Bar besucht, wird er auf den Bongospieler und Sänger Burt Rudge aufmerksam. Er verpasst ihm den Künstlernamen Bongo Herbert und schließt mit ihm einen Managervertrag ab, der ihm 50% aller Einnahmen seines neuen Schützlings sichert. Nachdem er ihm einen Plattenvertrag besorgt hat, gelingt es ihm, Bongo Herbert in der TV-Show der amerikanischen Diva Dixie Collins auftreten zu lassen. Dadurch kommt der junge Sänger groß raus. Johnnys Pech ist es, dass der Managervertrag von dem noch minderjährigen Bongo Herbert selbst statt von dessen Eltern unterzeichnet wurde und somit ungültig ist.

Val Guests Satire auf die britische Musikindustrie der 50er Jahre basiert auf dem gleichnamigen Musical, das 1958 uraufgeführt wurde. Der Film kommt mit einer originellen Eingangssequenz daher und ist zugleich ein interessantes Zeitdokument, da auch vor Ort in Soho mit all seinen Strip-Lokalen und Espressobars gedreht wurde. Die hier gezeigten Teenager sind allerdings brav und unschuldig und denken nicht im entferntesten an Rebellion.
Der windige Manager mit der großen Klappe wird von Laurence Harvey glaubwürdig verkörpert. Sylvia Syms ist seine verständnisvolle Freundin, die in einer Strip-Show arbeitet. Cliff Richard, der heute als einer der erfolgreichsten britischen Gesangsstars gilt, war 18 Jahre alt, als er die Rolle des Bongo Herbert übernahm. Er hatte damals bereits zweimal den Spitzenplatz der britischen Charts erobern können und erreichte mit dem in diesem Film präsentierten Song "A Voice In The Wilderness" immerhin Rang 2. Eric Pohlmann (man kennt ihn u.a. als "Kerky Minelli") spielt den Inhaber einer Espresso-Bar. In kleineren Rollen sind die aus der "Weißen Nonne" bekannte Susan Hampshire und Burt Kwouk, der Chinese aus den Inspektor-Clouseau-Filmen, zu sehen.

"Der Film beobachtet das Milieu und seine oft grotesk-komischen Auswüchse mit treffsicherer Ironie und liefert ein aufschlußreiches Bild des damaligen britischen Musikgeschäfts. Das parodistische Element nützt sich allerdings im Laufe der etwas breit ausgewalzten Geschichte merklich ab." (Filmdienst)

"Dieser englische Film ist eine freche Satire auf das Schallplatten- und Fersehgeschäft, gestaltet aus den Gegebenheiten des Londoner Marktes, aber in vieler Hinsicht auch gültig für die deutschen Zustände. Ein Jüngling wird zum Star gemacht, weil seine Stimme die Herzen und die Geldbörsen der Teenager öffnet. Ein hemdsärmeliger Manager wird zum betrogenen Betrüger, eine alternde Diva stürzt in den Abgrund des Vergessens. Val Guest vermag den Wort- und Bildwitz seines Films bis zur wohlvobereiteten Schlusspointe zu steigern. Sein Spott ist bisweilen ätzend, mitunter mischt er aber in das turbulente Spiel auch besinnliche Töne. Die Liebe zwischen dem quirligen Manager (die Quadratschnauze von Laurence Harvay wurde gut eingedeutscht) und einer kreuzbraven Striptänzerin enthält bei aller Burschikosität des Umgangstons einen Hauch von Poesie. Cliff Richard, goldener Schallplattenstar, sieht genauso aus, wie es die Rolle des Teenager-Idols erfordert. Es wäre schade, wenn der Film wegen seines nichtssagenden Titels um den verdienten Erfolg gebracht würde." (Film-Echo)

Beim Film-Echo gingen damals weniger als 10 Meldungen ein.

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