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Dieses Thema hat 18 Antworten
und wurde 687 mal aufgerufen
 Off-Topic
Seiten 1 | 2
Jan Offline




Beiträge: 1.739

23.07.2022 14:25
Dieter Wedel gestorben Zitat · Antworten

Bereits am 13.07. verstarb der große deutsche Regisseur Dieter Wedel in Hamburg im Alter von 82 Jahren. Spätestens seit "Einmal im Leben - Geschichte eines Eigenheims" im Jahre 1972 zählte Wedel zu den populären Filmemachern. Wedels zunächst an der realistischen Darstellung orientierter Regiestil wandelte sich mit den Jahren immer weiter hin zur groß angelegten Familienunterhaltung von beachtlichem Anspruch, nicht selten inspiriert durch große US-amerikanische Vorbilder, die Wedel gerne zitierte, nie aber platt kopierte. Neben "Der große Bellheim" zählten "Wilder Westen inclusive", "Der Schattenmann" und "Der König von St. Pauli" zu Dieter Wedels überbordenden Publikumserfolgen, die ihn mit den Jahren zu Deutschlands Regisseur Nr. 1 machten; einem Regisseur, der dem Publikum nicht nur vom Namen her bekannt wurde. Vielmehr trat er auch als Gast in Talkshows, bei Cameo-Auftritten in seinen eigenen Filmen oder bei Fremdproduktionen in nicht selten selbstironischer Stelle vor die Kamera.

Dieter Wedels Beitrag zur deutschen Fernsehgeschichte darf getrost als weitgehend einmalig gelten. Nach dem altersbedingt vermehrten Ausscheiden der ehemaligen Kinoregisseure war es Dieter Wedel, der noch in der Lage war, ein Massenpublikum, häufig über mehrere Teile einer Miniserie hinweg, zu fesseln und zu begeistern. Mit Dieter Wedel tritt ein großer Name von der Bildfläche, sein beachtliches Lebenswerk wird bleiben!

Gruß
Jan

Havi17 Offline




Beiträge: 3.672

24.07.2022 16:17
#2 RE: Dieter Wedel gestorben Zitat · Antworten

Absolut und auch hier wedier der Fall seine Leistung durch Vorwürfe für die Zukunft zu diskreditieren

Gruss
Havi17

Marmstorfer Offline




Beiträge: 7.513

25.07.2022 04:32
#3 RE: Dieter Wedel gestorben Zitat · Antworten

Havi, das meinst du doch hoffentlich nicht ernst. Du unterstellst hier, dass die schweren Vorwürfe gegen Wedel einzig und allein erhoben wurden, um ihn künstlerisch hinzurichten. Das eine hat mit dem anderen nichts, aber auch gar nichts zu tun. Dieter Wedel war ein schwieriger Charakter; die Zusammenarbeit mit ihm war nicht immer leicht - das hat er selbst eingeräumt. Ob er sich auch in strafrechtlich relevanter Weise verhalten hat, sprich die Vergewaltigungsanschuldigungen zutreffen, bleibt nun aufgrund seines Ablebens juristisch ungeklärt. Wir wissen es nicht und können uns dementsprechend kein Urteil erlauben. Aber so wie du es hier formulierst, ist es perfide.

Zweifellos hat Wedel große Publikumserfolge feiern können. Effizientes Erzählen war seine Sache nicht; auf mich wirkten seine Mehrteiler immer etwas aufgebläht, vollgestopft mit Nebenfiguren, die es längst nicht alle brauchte, und die - so kam es mir zumindest häufig vor - nur eingebaut wurden, um möglichst viele von seinen Stamm-Schauspielern auftreten lassen zu können. Gerne angeschaut habe ich mir seine Werke trotzdem - auch die späteren wie „Gier“, die in den zahlreichen Nachrufen immer unterschlagen wurden. Wedel war ein Meister der Selbstvermarktung; ein Genie war er nicht. Die SZ hat es ganz treffend formuliert. „Seine Serien sind seriös und sorgfältig um vertraute Themen herumgearbeitet… Niemand hätte ihm je die grandiose tänzerische Leichtigkeit vorgeworfen, die Helmut Dietl ins deutsche Fernsehen brachte, vom genrebewussten Kunstwillen Dominik Grafs war er Gebührenlichtjahre entfernt…“

Havi17 Offline




Beiträge: 3.672

25.07.2022 10:17
#4 RE: Dieter Wedel gestorben Zitat · Antworten

Zitat von Marmstorfer im Beitrag #3
Bleibt nun aufgrund seines Ablebens juristisch ungeklärt.
Du bringst es auf den Punkt. Im Zweifel für den Angeklagten. Wenn sich die Medien danach richten würden, hätten wir nicht dieses Problem und diese Diskussion. Es gibt genügend Beispiele daß einer Person "ein Frau angehängt wurde", wo sich im Nachhinein juristisch die Unschuld herausstellte, doch darüber dann gibt es in vielen Beispielen keine Medienberichte mwhr, leidsr!

Gruss
Havi17

Jan Offline




Beiträge: 1.739

25.07.2022 10:19
#5 RE: Dieter Wedel gestorben Zitat · Antworten

Zitat von Marmstorfer im Beitrag #3
ein Genie war er nicht. Die SZ hat es ganz treffend formuliert. „Seine Serien sind seriös und sorgfältig um vertraute Themen herumgearbeitet… Niemand hätte ihm je die grandiose tänzerische Leichtigkeit vorgeworfen, die Helmut Dietl ins deutsche Fernsehen brachte, vom genrebewussten Kunstwillen Dominik Grafs war er Gebührenlichtjahre entfernt…“

Ein Genie war er sicher nicht; genau genommen müsste ich auch lange nachdenken, ein Regie-Genie auszumachen. Ich kenne eigentlich keins, wenn man Genie dahingehend definiert, dass das Gesamtwerk ausnahmslos von in allen Belangen überfliegender Perfektion ist. "Gier" beispielsweise habe ich nicht erwähnt, weil "Gier" für mich nicht synonym für den erfolgreichen Wedel-Mehrteiler steht. Genau genommen gab es schon bei "Der König von St. Pauli" reichlich Kritik an Wedels märchenhafter Erzählweise, die aber nun einmal beabsichtigt war. Natürlich bringen es diese Mehrteiler auch mitsich, dass Randfiguren auftreten, die auch zur Spielzeit beitragen. Auf mich wirkte das aber nie störend oder gar berechnend im Sinne von "aufpumpend", denn mit den Randfiguren und Nebenerzählungen bewahrte sich Wedel ein Stück weit seine alte Gabe, gut recherchierten Realismus einzupflegen, während die von Mario Adord, Günter Strack und Heinz Hoenig getragenen Hauptplots mehr und mehr ins Fantastische übergingen. Vergleicht man beispielsweise den Tatort "Ein ganz gewöhnlicher Mord" mit "Der große Bellheim", so findet man beispielsdweise in dem kleinen Verkäuferteam um Dominique Horwitz eben solche Charaktere, die schon den alten Tatort ausgemacht hatten. Für mich war das stets gewollte Ergänzung und weniger ein Steigbügelhalten für die große Star-Parade.

Gruß
Jan

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.831

25.07.2022 12:57
#6 RE: Dieter Wedel gestorben Zitat · Antworten

Zitat von Havi17 im Beitrag #4
Zitat von Marmstorfer im Beitrag #3
Bleibt nun aufgrund seines Ablebens juristisch ungeklärt.
Du bringst es auf den Punkt. Im Zweifel für den Angeklagten. Wenn sich die Medien danach richten würden, hätten wir nicht dieses Problem und diese Diskussion. Es gibt genügend Beispiele daß einer Person "ein Frau angehängt wurde", wo sich im Nachhinein juristisch die Unschuld herausstellte, doch darüber dann gibt es in vielen Beispielen keine Medienberichte mwhr, leidsr!


Es geht doch gar nicht um ein nachträgliches Urteil? Die Tagesschau beispielsweise hat in ihrem Nachruf gut die Waage gehalten, mit Blick auf sein Werk, aber auch mit dem Fazit, dass die Vorwürfe durch sein Ableben nun eben leider nicht mehr abschließend geklärt werden können. Ich bezweifle, dass nun seine Filme von der Staatsanwaltschaft aus den Kaufhausregalen gerissen werden und die TV-Sender die Produktion dieser Filme verleugnen.

Aber: Für Karl Dall beispielsweise mag dein Beispiel vielleicht gelten, wo eine Frau ihm tatsächlich etwas anhängen wollte. Auch habe ich einen Bekannten, bei dem die Ex-Partnerin im Kampf um das alleinige Sorgerecht für das gemeinsame Kind plötzlich Vorwürfe in Richtung körperlicher Übergriffe ins Spiel brachte, die jeder im Umfeld für unsinnig erklärte. Diese Fälle gibt es sicherlich.
Aber bei Wedel wurden die Vorwürfe von mehreren (!) Schauspielerinnen und Mitarbeitern erhoben, teils unter Eidesstatt. Sogar Kollegen und zahlreiche männliche (!) Mitarbeiter bestätigen vereinzelt diese Berichte (ähnlich wie im übrigen auch Tarantino und andere bei Weinstein). Und wenn sich da sogar namhafte Schauspieler wie Iris Berben beteiligen, die durch solche Aussagen im Zweifel eher etwas zu verlieren haben als "mal fünf Minuten im Scheinwerferlicht" zu bekommen, kann man das nicht mehr so einfach abtun. Letztendlich hat die Staatsanwaltschaft ja nach drei Jahren (!) Ermittlung Anklage erhoben und 20 Zeugen, Gutachten und Beweismittel deuten eher darauf hin, dass man das Alles andere als kurzsichtig getan hat, sondern durchaus auf solider Basis.
Sorry, es geht hier nicht darum einem Moderator die Karriere zu zerreden, weil er in einer Abend-Unterhaltungsshow in den 80ern mal einen (heute) politisch unkorrekten Spruch abgelassen hat oder sich nun daran zu stören, dass Gottschalk ständig die Beine seiner weiblichen Gäste betatscht. Es geht um mehrere (!) Vergewaltigungen sowie zahlreiche Fälle von sexueller Nötigung und einiges mehr. Selbst, wenn da eine Klägerin dabei ist, die sich erhofft noch einmal einen Karrierepush zu erlangen - was übrigens ein gern vorgebrachtes Argument ist, obwohl in der Praxis die Auswirkungen bisher eher in die andere Richtung gingen - kann man da schon Rückschlüsse auf den Menschen ziehen, der da angeklagt wird.

Dass man Werk und Autor nicht immer trennen kann, ist ja eine Diskussion, die seit Ewigkeiten geführt wird. James Brown wurde wegen Körperverletzung an seiner Ehefrau verurteilt, trotzdem höre ich seine Musik gern.
Bei Hitchcock ist ja heute auch einiges mehr in Punkto Beziehungen zu seinen Schauspielerinnen bekannt und er arbeitete in einer Zeit, wo es wohl noch weitaus schwieriger für Schauspielerinnen und Mitarbeiterinnen war, den Mund aufzumachen, dennoch bleibt er für mich ein Genie.
Aber: "Die Vögel" finde ich ohnehin nicht sonderlich gelungen und ich meine Hedren hier und in "Marnie" durchaus permanentes Unwohlsein anzumerken, was "Die Vögel" für mich wenig goutierbar macht. Bei "Marnie" ist die ganze Rolle ja ohnehin so angelegt und so verstärkt sich das (gewollt) Unangenehme noch weiter. Hier brilliert Connery ja auch als Ekel mit ständigen Grenzüberschreitungen (das ist übrigens keine moderne Lesart einer "woken Bubble", sondern schon 64 von Hitchcock genauso gedacht gewesen, nur dass es damals noch genügend Patriarchen gab, die das nicht wahrnehmen konnten/wollten). Hitchcock war das Alles bewusst und er verarbeitete ja oft eigene Ängste, Schwächen und dunkle Seiten - so wie er sich präsentierte, hielt er wohl selbst auch wenig davon Werk und Autor zu trennen.
Einem Mickey Spillane tropfte seine reaktionäre bis faschistische Weltsicht in jedem seiner Romane aus den Fingern - auch hier kann man Werk und Autor nicht trennen, ich finde die Romane jedoch trotzdem (oder gerade deswegen?) extrem unterhaltsam, weil es teils schon ins Parodistische bzw. unfreiwillig Satirische geht.

Bei Dieter Wedel kommt da ja noch mehr zusammen. Ich erinnere mich noch, wie Harald Schmidt seine ständigen Plagiate auf die Schippe nahm, nach dem Motto "Hollywood klaut bei Wedel".
Am Ende bleiben bei Wedel ja ohnehin, neben vielen Auftragsarbeiten zu "Tatort" oder "Schwarz Rot Gold", "nur" die drei großen Mehrteiler "Bellheim", "Schattenmann" und "König von St. Pauli".
"Bellheim" lebt vom großen Budget und seinen Schauspielern, ist ansonsten aber teils schon dreist aus Vorbildern wie "Wall Street" oder "Citizen Kane" zusammengebaut. Ähnliches gilt für den "Schattenmann". "Der König von St. Pauli" gleitet dann ja erst recht, wie schon erwähnt ins Märchenreich ab.
Auch ich halte Wedel nicht für das große Genie, für dessen Werk man großzügig über Verfehlungen oder gar Verbrechen hinwegsehen kann. Er war eine Erscheinung und ein guter Selbstvermarkter und wurde so zu einer Marke, die durch sein Werk nicht so recht gerechtfertigt scheint. Da ist beispielsweise ein Helmut Dietl, gerade was Mehrteiler betrifft, eine andere Liga - aber mag sein, dass das nur meine sehr eigene subjektive Wahrnehmung ist.

Zitat von Jan im Beitrag #5
Ein Genie war er sicher nicht; genau genommen müsste ich auch lange nachdenken, ein Regie-Genie auszumachen. Ich kenne eigentlich keins, wenn man Genie dahingehend definiert, dass das Gesamtwerk ausnahmslos von in allen Belangen überfliegender Perfektion ist.

Ich schrieb ja bereits, dass ich Hitchcock für ein Genie halte. Aus meiner Sicht benötigt es dafür aber eben kein lupenreines Werk, sondern das reine Vermögen Meisterwerke zu schaffen. Auch in anderen Kunstgattungen gibt es ja Genies, die Schaffenskrisen hatten oder bei gewissen Auftragsarbeiten "nicht ganz bei der Sache" waren und dennoch Geniales zu schaffen vermochten. Beim Film kommt ja noch erschwerend hinzu, dass es im Guten wie Schlechten Teamarbeit ist. So kann eine opulente Produktion, ein toller Cast und ein gelungenes Drehbuch eine schlampige oder durchwachsene Inszenierung verschleiern, aber eben auch schlechte Rahmenbedingungen einen großen Künstler einschränken. Was ein Edgar G. Ulmer oder Mario Bava mit wirklich großen Budgets und quasi uneingeschränkten Möglichkeiten gemacht hätten, werden wie ja niemals erfahren. Beide haben einige B-Movie-Highlights geschaffen, aber auch oft belangloses. Geniale Ideen hatten sie auf jeden Fall und dabei gerade geniale Ideen aus wenig sehr viel zu machen.

Tarzan Offline



Beiträge: 1.004

25.07.2022 19:51
#7 RE: Dieter Wedel gestorben Zitat · Antworten

Denk ich an Wedel, denk ich an "Wilder Westen inklusive". Aber nur wegen dem Titelsong von T. Carey.
Wedel hatte damals schon ein arg merkwürdiges Frauen- und Männerbild.
Danach wurde vieles von ihm "hochgejazzt".

Jan Offline




Beiträge: 1.739

25.07.2022 19:54
#8 RE: Dieter Wedel gestorben Zitat · Antworten

Zitat von Fabi88 im Beitrag #6
aber mag sein, dass das nur meine sehr eigene subjektive Wahrnehmung ist.


Subjektive Wahrnehmung ist ja alles! Deswegen wird man da auch niemals eine allgemeingültige Festlegung treffen können. Vielleicht ist das auch ganz gut so. Kann ich Dir in puncto "Genie" angesichts Deiner Auslegung noch zustimmen, dass Du Hitchcock für eins hälst - ich halte ihn diesbezüglich auch für eins -, so würde ich hinter Helmut Dietl klar schon ein Fragezeichen setzen. Er schuf mindestens ein Meisterwerk ("Schtonk!") und er schuf u.a. mit "Monaco Franze" und "Kir Royal" zwei famose Kurzserien, denen aber beiden gemein ist, dass sie (grob) in den Episoden 1 bis 4 wirklich meisterhaft sind, dann aber rasendschnell abfallen. Besonders im Falle "Monaco Franze" ist es überaus deutlich, dass die Figur spätestens ab Episode 5 auserzählt ist. Was dann folgt, halte ich für reinen Füllstoff, teils noch amüsant, häufig aber auch öde.

Demgegenüber fallen Wedels Mehrteiler unheimlich ausgewogen aus. Man kann das sicher nicht 1:1 vergleichen, da es sich einmal um eine Kurzserie mit einer Figur als Aufhänger und einmal um ein Mehrteiler mit einer fortlaufenden Dramaturgie handelt. Dennoch bleibt für mich unübersehbar, dass Dieter Wedels Filme in sich nie abflachten oder so bedeutungslos wurden, wie es der Münchner Franzi zum Ende hin leider wurde.

Auch stimme ich absolut nicht zu, dass Dieter Wedels Werk nur aus drei Großproduktionen bestanden haben soll, während der Rest mit der Begrifflichkeit Auftragsproduktion wohl quasi bagatellisiert werden soll. Auftragsproduktionen waren das alles ja irgendwie, denn ohne die Auftraggeber ARD oder ZDF wären diese trotz teilweiser Eigenbeteiligung an der Produktion vermutlich nicht herstellbar gewesen. "Wilder Westen inclusive" oder die Mehrteiler um die Familie Semmeling mögen angesichts des immensen Erfolges der drei von Dir genannten Mehrteiler etwas in Vergessenheit geraten sein, liefern aber gerade im Falle von "Einmal im Leben" eben jene Wedel-Qualität, die ich besonders in der guten Recherche in Verbindung mit massentauglicher Identifikationsstiftung sehen würde. Den allermeisten Filmen Wedels ist gemein, dass sich der Zuschauer in einer der (zahlreichen) Figuren wiedererkennen kann.

Dass Wedel um seine eigene Person auch einen gewissen Marketing-Coup inszenierte, ist unbenommen. Der bereits genannte Alfred Hitchcock tat dies übrigens auch, ebenso fällt mir Jürgen Roland ein und natürlich Quentin Tarrantino. Ich kann daran für einen Filmemacher auch nichts Ehrrüriges erkennen, eher wundere ich mich, dass nicht mehr Regisseure von dieser Möglichkeit Gebrauch mach(t)en.

Was den fortwährenden Vorwurf anbelangt, Dieter Wedel habe bei großen Vorbildern geklaut, so bin ich zwiegespalten. "Hollywood klaut bei Wedel" war damals tatsächlich eine ulkige Sache, ich kann mich daran noch gut erinnern. Inhaltlich halte ich das für vollkommen hanebüchen, denn geklaut ist da gar nichts. Gerade "Bellheim" (eher wurde hier damals das Grundthema aus "Die glorreichen sieben" genannt) ist völlig eigenständig. Und wer auf "Die glorreichen sieben" verwies, der musste leider auch zugestehen, dass sich schon Sturges mit seinem Western bei den Japanern bedient hatte. Kurzum: Wer die Anleihen Wedels bei anderen Vorbildern ernsthaft als Plagiat bezeichnet, der hat nicht verstanden, dass die ganze Filmindustrie mehr oder weniger aus solchen "Plagiaten" besteht. Dennoch war die Harald-Schmidt-Nummer damals durchaus witzig, letztlich aber für nichts anderes als für Schmidts Einschaltquote relevant. Wenn ich sage, dass ich zwiegespalten bin, dann lediglich deswegen, weil Wedel nicht zuletzt aufgrund seiner Selbstvermarktung mit solchen Darstellungen auf seine Kosten leben musste. Er tat mir da nun nicht eben leid, sein Werk hat es in meinen Augen aber auch kein Stück geschmälert.

Gruß
Jan

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.831

26.07.2022 18:53
#9 RE: Dieter Wedel gestorben Zitat · Antworten

Ich muss an dieser Stelle nur kurz klar stellen, dass ich Helmut Dietl an keiner Stelle als Genie bezeichnet habe.
Mit "eine andere Liga" meinte ich zwar tatsächlich "stärker als Wedel", aber zum Genie ist es noch ein ganz weiter Weg. Die erwähnten "Schtonk!" und "Kir Royal" sind in meinen Augen aber so stark wie Nichts aus Wedels Filmografie. Wobei ich da auch ehrlich gesagt früh ausgestiegen bin. Vielleicht auch wegen des von Tarzan hier erwähnten "arg merkwürdigen Frauen- und Männerbilds", dass eben auch in den Filmen unweigerlich durchschlägt.
Dass Wedel sich als Marke inszenierte, habe ich auch nicht kritisiert - ebenso wenig wie bei Hitchcock - nur ist dann eben auch eingepreist, dass Kritik an der Person dann auf das Werk übergreift.
Ich finde ganz einfach, wenn man selbst als Künstler seine eigene Person so stark mit dem Werk verwebt, darf man sich später nicht hinstellen und darüber beschweren, dass die Werke darunter leiden, dass Unruhe um die Person dahinter herrscht.
Schlussendlich muss ein Regisseur auch der Typ dafür sein, bzw. das Ganze auch irgendwo Vorteile haben. Bei Sam Peckinpah und Samuel Fuller gibt es zwar eine starke Fangemeinde (heute), aber durch ihre Selbstinszenierung (der eine mehr als der andere) sind sie ja auch eher im negativen mit Produzenten zusammengerasselt. Ein Christopher Nolan wiederum ist einfach nicht der Typ für diese Art Selbstvermarktung - er dreht einfach einen starken Film nach dem anderen und verhält sich ansonsten recht ruhig und ist mittlerweile allein durch sein Werk eine Art "Marke".

Jan Offline




Beiträge: 1.739

26.07.2022 22:44
#10 RE: Dieter Wedel gestorben Zitat · Antworten

Zitat von Fabi88 im Beitrag #9

Dass Wedel sich als Marke inszenierte, habe ich auch nicht kritisiert - ebenso wenig wie bei Hitchcock - nur ist dann eben auch eingepreist, dass Kritik an der Person dann auf das Werk übergreift.
Ich finde ganz einfach, wenn man selbst als Künstler seine eigene Person so stark mit dem Werk verwebt, darf man sich später nicht hinstellen und darüber beschweren, dass die Werke darunter leiden, dass Unruhe um die Person dahinter herrscht.

Ja, und exakt diesen Punkt konnte ich noch nie nachvollziehen! Ich stimme zu, dass Person und Werk nicht von einander trennbar sind. Allerdings scheine ich da eine andere Vorstellung zu haben, denn die Person, soweit sie denn überhaupt bekannt ist oder soweit man hinter der Selbstinszenierung den wahren Charakter denn überhaupt noch erkennen kann, kann doch bestenfalls dann als Erklärung des Werkes dienen. Wenn ich also feststellen kann, dass in Alfred-Vohrer-Filmen überaus häufig Geistliche bzw. kirchliche Ingredienzen mit akribischer Begeisterung in Misskredit gebracht werden, dann kann ich in diesem ganz speziellen Fall erklären, dass das (neben den Steilvorlagen des Buches) an elterlichem Drangsalieren mit Gott und Gebetsbuch liegt bzw. immerhin liegen könnte. Andersherum fällt mir schwer zu verstehen, wie ein Werk darunter leiden kann, dass um die Person des Machers Unruhe entsteht, wenn das Werk mit eben jener Unruhe doch rein gar nichts zu tun hat, gestern quasi noch gefeiert wurde und heute dann nichts mehr wert sein soll. Das ist für mich schwer nachvollziehbar.

Um auf Dieter Wedel zurück zu kommen: Ich konnte in seinen Filmen nie ein arg merkwürdiges Frauen- und Männerbild ausmachen. Was ist damit genau gemeint?

Gruß
Jan

Tarzan Offline



Beiträge: 1.004

27.07.2022 08:44
#11 RE: Dieter Wedel gestorben Zitat · Antworten

Mit der Figurenwelt Wedels konnte ich mich nie richtig anfreunden. Das z. B. in „Wilder Westen inklusive“ gezeigte Frauen- und Männerbild soll natürlich eine Persiflage sein, ich fand ( und finde) dieses Bild aber doch arg konstruiert und auf Dauer auch langweilig. Wedels Figuren haben mich nie wirklich berührt. Wirklich gute Frauenrollen erkenne ich in den (wenigen) Wedel-Produktionen, die ich kenne, auch nicht. Fünf „starken“ Männerrollen stehen zwei, drei Schönheiten gegenüber.

Savini Offline



Beiträge: 624

27.07.2022 11:29
#12 RE: Dieter Wedel gestorben Zitat · Antworten

Zitat von Jan im Beitrag #10
Um auf Dieter Wedel zurück zu kommen: Ich konnte in seinen Filmen nie ein arg merkwürdiges Frauen- und Männerbild ausmachen. Was ist damit genau gemeint?

Der vorherige Beitrag stammte zwar nicht von mir, aber ich nenne hier mal ein Beispiel, dass mir beim (eigentlich recht spannenden) "Schattenmann" schon öfter unangenehm aufstieß: dieser enthält gleich drei größere Frauenfiguren, deren Darstellung fragwürdig erscheint.
Barbara Sattler (Jennifer Nitsch) wirkt wie eine Verkörperung der damals verbreiteten Blondinenwitze, jedenfalls als extrem oberflächlich und "tussihaft". Als sie erfährt, dass Held (Stefan Kurt), an den sie sich herangeschmissen hat, kein reicher Mann, sondern ein Undercover-Ermittler ist, will sie nichts mehr von ihm wissen, da sie keine Lust auf Windelwechseln und Staubwischen als Lebensinhalt habe; "Hauptsache reich" sei das, worauf es ihr bei einem Mann ankomme.
Helds Frau (Julia Stemberger" wird in den Szenen, als sie vom Doppelleben ihres Mannes (einschließlich Ehebruch) erfährt, zum heulenden Jammerlappen; auch vorher und nachher ist sie eine extrem passive Figur.
Renate Sames (Christine Reinhardt) ist eine klischeehafte "Kampflesbe", bis angedeutet wird, dass ein Kollege sie "Bekehrt" (das Wort fällt tatsächlich).
Den späteren Zweiteiler "Gier" habe ich nicht gesehen, aber in einer Rezension wurde ein Dialog zitiert, der zu dem Frauenbild zu passen scheint, für das Wedel oft kritisiert wurde:
Als ein Mann aufs Pferd steigen will, meint er: "Ich krieg´ die Beine gar nicht so weit auseinander." Die Antwort lautet: "Wir Frauen sind da geübter."

Savini Offline



Beiträge: 624

27.07.2022 11:52
#13 RE: Dieter Wedel gestorben Zitat · Antworten

Zitat von Jan im Beitrag #8
Was den fortwährenden Vorwurf anbelangt, Dieter Wedel habe bei großen Vorbildern geklaut, so bin ich zwiegespalten. "Hollywood klaut bei Wedel" war damals tatsächlich eine ulkige Sache, ich kann mich daran noch gut erinnern. Inhaltlich halte ich das für vollkommen hanebüchen, denn geklaut ist da gar nichts. Gerade "Bellheim" (eher wurde hier damals das Grundthema aus "Die glorreichen sieben" genannt) ist völlig eigenständig. Und wer auf "Die glorreichen sieben" verwies, der musste leider auch zugestehen, dass sich schon Sturges mit seinem Western bei den Japanern bedient hatte. Kurzum: Wer die Anleihen Wedels bei anderen Vorbildern ernsthaft als Plagiat bezeichnet, der hat nicht verstanden, dass die ganze Filmindustrie mehr oder weniger aus solchen "Plagiaten" besteht. Dennoch war die Harald-Schmidt-Nummer damals durchaus witzig, letztlich aber für nichts anderes als für Schmidts Einschaltquote relevant.

Natürlich lässt es sich im Film (oder auch in der Literatur) nicht vermeiden, dass es irgendwelche inhaltlichen Überschneidungen zu anderen Werken gibt, gerade wenn diese zum selben Genre gehören.
Etwas anderes sind Dialoge: Wenn man einen Film gesehen hat, der stark von diesen geprägt ist, bleiben sie einem natürlich in Erinnerung; geschliffene, markante Sätze gelten als Merkenzeichen eines guten Autors. Und wenn er diese woanders dreist abgekupfert hat, lässt ihn das nicht gerade in gutem Licht erscheinen.
Neben Harald Schmidts Rubrik gibt es diesen längeren Artikel zum Thema:https://www.spiegel.de/kultur/nippes-zer...00-000008892355
Der Wikipedia-Artikel nennt hier ein weiteres Beispiel:https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Schattenmann#Kritik
Daneben sind mir auch einige Dialogstellen/Szenen aufgefallen, die Wedel in diesem Mehrteiler eingebaut hat und die aus "Extrablatt", "Der Glückspilz", "Die Spur des Falken", "JFK" oder "Citizen Kane" stammen. Als ich 2003 den Film "Der Kandidat" (von 1964) sah, fühlte ich mich bei einem Dialog zwischen Lee Tracy und Henry Fonda an eine ganz ähnliche Szene zwischen Mario Adorf und Robert Atzorn im ersten Teil der "Affäre Semmeling" denken (den Rest dieses Mehrteilers habe ich nicht mehr verfolgt).

Savini Offline



Beiträge: 624

27.07.2022 12:52
#14 RE: Dieter Wedel gestorben Zitat · Antworten

Zitat von Jan im Beitrag #10
Wenn ich also feststellen kann, dass in Alfred-Vohrer-Filmen überaus häufig Geistliche bzw. kirchliche Ingredienzen mit akribischer Begeisterung in Misskredit gebracht werden

Das war mir bisher gar nicht bewusst. Aber wo du es sagst, ist mir aufgefallen, dass in vier Filmen von Vohrer ein Geistlicher als Verbrecher entlarvt wird ("tote Augen", "Hexer", "Buckliger", "Banne"); daneben gibt es eine falsche Oberin ("Gorilla"), einen scheinheiligen, heimlich trinkenden Reverend ("Tuch") und einen Ermittler in der Maske eines Gefängnispfarrers, der Miss Finley gegenüber zudringlich wird ("Mönch").
Hier dürfte es aber eher Zufall gewesen sein, da diese Sachen durch die Romanvorlage bzw. das Drehbuch vorgegeben waren und Vohrer nicht immer als Regisseur feststand.
Daneben haben Anwälte in der Serie auch auffällig oft Dreck am Stecken, unabhängig davon, wer gerade Regie führte.

Jan Offline




Beiträge: 1.739

27.07.2022 14:30
#15 RE: Dieter Wedel gestorben Zitat · Antworten

Zitat von Tarzan im Beitrag #11
Mit der Figurenwelt Wedels konnte ich mich nie richtig anfreunden. Das z. B. in „Wilder Westen inklusive“ gezeigte Frauen- und Männerbild soll natürlich eine Persiflage sein, ich fand ( und finde) dieses Bild aber doch arg konstruiert und auf Dauer auch langweilig.

Erstes ist glaube ich die richtige Feststellung, zweites dann natürlich Geschmackssache.

Zitat von Savini im Beitrag #12
Zitat von Jan im Beitrag #10
Um auf Dieter Wedel zurück zu kommen: Ich konnte in seinen Filmen nie ein arg merkwürdiges Frauen- und Männerbild ausmachen. Was ist damit genau gemeint?

Der vorherige Beitrag stammte zwar nicht von mir, aber ich nenne hier mal ein Beispiel, dass mir beim (eigentlich recht spannenden) "Schattenmann" schon öfter unangenehm aufstieß: dieser enthält gleich drei größere Frauenfiguren, deren Darstellung fragwürdig erscheint.


Moralisierst Du da jetzt nicht etwas zu arg im folgenden? Ich stimme Dir zu, dass die Figur der Frau Held blass bleibt, habe das aber stets auf die Darstellerin Julia Stemberger geschoben, die eben keine schillernde Jet-Set-Lady verkörpern sollte. Das Konstrukt der Gegensätzlichkeiten zwischen dem (wie ich finde von Jennifer Nitsch wunderbar dargestellten) Ganovenliebchen und der bodenständigen Hausfrau hätte doch gar nicht funktioniert, wären beide Figuren nicht als Gegenpole angelegt. Ich erinner mich noch gut, wie mich gerade das Hin- und Hergerissene des Charly Held beim ersten Sehen des "Schattenmann" am meisten begeistert hat. Wären die beiden Damen inhaltlich miteinander verschmolzen, wäre der Plot an der Stelle kaputt gewesen. Wedel hat sich nie als Moralpolitiker betätigt, hat nie versucht, aktiv ein Bild zu verändern. Zumindest nicht in den Produktionen, die ich kenne. Er hat ein Abbild geschaffen, und wenn wir mal ehrlich sind, dann kennen wir jeder vermutlich eine Frau, die entweder dem Flittchen oder dem Heimchen am Herd (im übersteigerten Formulierungssin) entspricht. Wedel hat das aufgegriffen und verarbeitet. Gerade deswegen fragte ich weiter oben, wo da das arg merkwürdige Frauen- und Männerbild sein solle, denn für mich ist das purer Realismus, filmisch möglicherweise verdichtet, aber ich erkenne nichts Merkwürdiges daran. Diese Typen gibt es in Tausenden Filmen vermutlich, häufig sicher schlechter dargestellt oder entlarvender inszeniert. Es ist ja gerade Wedels Stärke, dieses Entlarvende zu umgehen, denn er gewinnt gerade den beiden genannten Damen im "Schattenmann" sowohl Positives wie Negatives ab. Davon lebt der Film an dieser Stelle ungemein.

Wenn ich zudem an Frauen in Wedel-Filmen denke, dann denke ich gerne auch an die schöne Figur der Andrea Wegener, dargestellt von Renan Demirkan in "Der große Bellheim". In ihr findet sich eigentlich das exakte Gegenteil dessen, was veremutlich diejenigen vorzufinden hoffen, die Wedel so gerne ein chauvinistisches Frauenbild anhängen wollen. Die Dekorateurin, die den Hauptcharakter ähnlich des "Schattenmannes" in Versuchung führt, ist von Wedel als starke und vielchichtige Person angelegt: keine Spur eines Flittchens ist auszumachen, keine gedgierigen Hintergedanken sind motivationsgebend. Merkwürdig daran war höchstens, dass anno 1993 diese Vielchichtigkeit eher selten anzutreffen war.

Zitat von Savini im Beitrag #12
[quote=""|p7404356]
Als ein Mann aufs Pferd steigen will, meint er: "Ich krieg´ die Beine gar nicht so weit auseinander." Die Antwort lautet: "Wir Frauen sind da geübter."

Zugegebenerweise ist das nicht pulitzerpreisverdächtig, in meinen Augen (oder besser Ohren) aber auch nichts Verwerfliches. Wir neigen leider heute dazu, alles immer auf die Goldwaage zu legen und moralisch zu werten. Darauf hat Wedel bisweilen gepfiffen, wenn es die Situation verlangt hat. Nicht anders hat das übrigens auch Martin Gies getan, um mal einen guten Drehbuchautor wahllos herauszugreifen. Das ist mir um Längen sympathischer als sich zum Steigbügelhalter der Sprachpolizei aufzuschwingen. Auch muss sicher berücksichtigt werden, dass zur Entstehung von "Gier", den ich ansonsten nicht übermäßig schätze, das sprachliche Vorfiltern noch nicht so ausgeprägt war, wie es auf mich bisweilen heute den Anschein hat.

Zitat von Savini im Beitrag #14

Das war mir bisher gar nicht bewusst. Aber wo du es sagst, ist mir aufgefallen, dass in vier Filmen von Vohrer ein Geistlicher als Verbrecher entlarvt wird ("tote Augen", "Hexer", "Buckliger", "Banne"); daneben gibt es eine falsche Oberin ("Gorilla"), einen scheinheiligen, heimlich trinkenden Reverend ("Tuch") und einen Ermittler in der Maske eines Gefängnispfarrers, der Miss Finley gegenüber zudringlich wird ("Mönch").


Viel auffälliger ist das in einer Derrick-Episode, die ich gerade namentlich nicht im Kopf habe: Hier verschmelzt Vohrer in der direkten Überblende zwei Szenen aus einer Kirche direkt in ein zumindest zwielichtiges Rotlich-Etablissement. Das war schon eine recht niederträchtige Vermischung, die nicht nur zufällig passiert ist. Dass ansonsten in den von Dir genannten Beispielen sehr zahlreich Geistliche auftreten, liegt natürlich zunächst an den Büchern. Es fällt aber eben schon auf, dass der Regisseur ihnen reichlich Aufmerksamkeit widmete. Besonders denke ich auch an die Scheinheiligkeit falscher Geistlicher wie beispielsweise Mihail Baloh in "Unter Geiern", der doch mächtig Raum einnimmt.

Gruß
Jan

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