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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 373 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker national
Fräulein Janine Offline




Beiträge: 124

05.01.2017 01:27
"Funkstreife Gottes" Bewertung Zitat · antworten

Es ist mir gelungen, einen heute nicht mehr erhältlichen Film mit meinem Lieblingsschauspieler Günther Neutze, in einem deutschen Video- Center in Indianapolis zu finden und zu bestellen. Die deutsch/ österreichische Filmproduktion „Die Funkstreife Gottes“ unter der Regie von Hubert Frank stammt aus dem Jahr 1968, und ist auch unter dem Namen „Funkstreife XY, ich pfeif auf den Tod“ „ Cash- Das Syndikat kennt keine Gnade“ und „Cash- die Quittung zahlt der Tod“ gelaufen. Die Kernhandlung ist schnell erzählt.

Eine Passagiermaschine, die den Wiener Flughafen anfliegt, stürzt wegen eines technischen Defektes ab. Viele Passagiere sind tot oder schwer verletz, wie der „Mayor“ ein Ganove, der seinen Komplizen Schramm (Günther Neutze) und Felix (Leon Askin) den Schließfachschlüssel und das Versteck zu einer erheblichen Geldsumme, die aus einem gemeinsamen Coup stammt, übergeben bzw. benennen soll. Schramm, seine Geliebte Roma (Taina Beryll) und Felix müssen zusehen, wie das Flugzeug abstürzt. Sie können nicht mehr mit dem Mayor reden, sehen aber, das der Notfallpfarrer ihm vor seinem Ableben die Beichte abnimmt. Daraufhin entführen Schramm und Felix Kaplan Wolf (Günther Stoll) um ihm, notfalls mit Gewalt, die Informationen über die Beute zu entreißen. Doch der Kaplan, wehrt sich dagegen das Beichtgeheimnis preiszugeben. Indes konnte die Polizei die Identität des Mayors aufdecken und sucht nach den Komplizen. Sie müssen schleunigst außer Landes. Der heimliche Chef der Bande, seines Zeichens Betreiber eines Callgirlrings, versagt seine Unterstützung. Roma wendet sich von Schramm ab und Kaplan Wolf ist eher bereit zu sterben, als nur ein Wort zu verraten. Die Luft wird dünn für die Gangster....

Die Freude war groß, als der Film ankam und ich machte mich auf einen schönen Fernsehabend mit Günther Neutze und Günther Stoll gefasst, die in „dem Täter auf der Spur“ in den ersten beiden Folgen zusammen gespielt haben und, wie ich finde, gut miteinander harmoniert haben.
Allein die Freude währte nicht lang.

Der Film ist, neben den beiden Günthers, mit einigen gleichermaßen internationalen als auch belanglosen Schauspielern besetzt. Er war offensichtlich von Anfang an für den europäischen Markt gemacht worden und ist unter anderem auch in Italien gelaufen. Schon nach der ersten Minute drängt sich dem Zuseher die Frage auf, in welcher Sprache der Film gedreht worden sein mag, weil Lippenbewegungen und Ton die meiste Zeit nicht zueinander passen. Dazu kommt, dass eben nicht nur die nicht deutschsprachigen Schauspieler synchronisiert worden sind, sondern auch deutsche Kleindarsteller und Günther Stoll!!!
Warum!!!
Einzig Günther Neutze spricht mit seiner eigenen Stimme, dass ist dann auch schon das einzige Highlight des Films.

Ich habe selten einen so uninspirierten und lieblos gefertigten Streifen gesehen! Neben der Haupthandlung, die ständig ins stocken gerät, wird eine Nebenhandlung präsentiert, die so nötig ist wie eine dritte Schulter. Des Kaplans junger Bruder Jürgen (Christof Wackernagel), der auf einer wilden Party einen anderen Gast vollkommen unmotiviert erschießt, wendet sich hilfesuchend an seinen geistlichen Bruder, der ihm aber, da selber in der Hand von Geiselgangstern, nicht beistehen kann. Wolfs kleiner Bruder stirbt im Verlauf des Film, ich glaube er hat auf der Flucht vor der Polizei einen Autounfall. Was soll ich sagen, ich habe es schon vergessen. Das geht mir aber nicht allein so. Auch Kaplan Wolf, der vom Tode seines Bruders erfährt, vergisst das schnell. Dieser Handlungsstrang hat überhaupt keinen Einfluss auf Wolfs Verhalten oder den Verlauf der Geschichte, sondern verlängert nur das Leid der Zuschauer.
Man hat das Gefühl der hilflosen Inszenierung einer Laienspielgruppe zuzusehen die ohne Regisseur sehen muss wie sie klar kommt.

Der seiner Stimme beraubte Günther Stoll wirkt den ganzen Film über als wäre er sediert. Er bietet dem geneigten Zuschauer genau einen Gesichtsausdruck an, der sich auch nicht ändert, wenn er gefoltert wird, oder vom Tod seines Bruders erfährt.

In der Rolle des Berufsverbrechers Schramm hätte man Günther Neutzes viel erprobten grimmigen, kühlen Zynismus erwartet. Die Rolle hätte sogar mehr hergeben können, denn Schramm ist ein gewalttätiger Mensch, der es offensichtlich nicht vermag Traumata aus dem Krieg und seiner Zeit bei der Fremdenlegion anders zu verarbeiten. Folgerichtig beendet er sein Leben und zum Glück damit auch den Film mit einer sinnlosen, durch ausbrechenden Wahnsinn motivierten Gewalttat. Tatsächlich wirkt Günther Neutze gelangweilt bis gequält. Man gewinnt den Eindruck, Neutze habe sich auf diesen Film eingelassen weil es unbezahlte Rechnungen zu begleichen galt, und darum so unauffällig wie möglich zu agieren versucht, damit diese Peinlichkeit schnell in Vergessenheit geraten solle. Das immerhin hätte dann funktioniert.

Da die beiden Schauspieler von denen man ohne weiteres eine gute, wenn nicht gar sehr gute Leistung hätte erwarten können, ein so schwaches Bild abgeben, darf man sich über den Rest nicht wundern.



Taina Beryll, so vermute ich, hat die Rolle nicht wegen ihres Talents bekommen. Ihre vorrangige Aufgabe ist es gut und gerne auch nackt auszusehen. Angetan mit lächerlich exorbitanten Haarteilen, zieht sie sich sowohl in der Wohnung des Pfarrers aus, wo man dann ihre üppige Oberweite und ebenfalls üppige Schambehaarung bewundern kann, als auch im Hotel wo sie mit einem Gast schläft, der sich nachher als Versicherungsagent entpuppt.

Überhaupt; die nackten Tatsachen! Man merkt überdeutlich, dass die sexuelle Befreiung nun auch im Film angekommen sein will. Jahrzehnte lang war Nacktheit im Film verpönt wenn nicht gar verboten. Das ist nun anders, und das gilt es auszunutzen. Ergo stellt man zu passender oder unpassender Gelegenheit ein paar Nackte in die Landschaft. So auch beim, mit Liberace- mäßigem Make- up aufgehübschten, Big Boss. Einem Playboy und Betreiber eines Callgirlrings (Gustav Eiger) der, als Schramm ihn um Hilfe ersucht, grade eine deprimierend trostlose Orgie am Laufen hat.

Die beste Leistung im Film zeigt für mich Leon Askin, der es vermag der Rolle des Felix einen fühlbaren Pulsschlag und somit Dreidimensionalität zu verleihen.

Die Figuren selber sind alle phantasielos und klischeehaft entworfen und genau wie die Story unglaubwürdig und hohl.
Das herbeigesehnte Ende birgt dann beinah noch ein zweites Highlight. Der Schauplatz ist Wiens imposante Kalrskirche, und die ist wirklich schön anzusehen, aber vielleicht lieber doch in anderem Kontext.

Mein Fazit: Ich hätte es ahnen müssen, ein Film mit so vielen bescheuerten Titeln konnte nicht gut sein.
Mit viel Wohlwollen 1 von 5 Punkten

Prisma Offline




Beiträge: 7.468

08.01.2017 14:13
#2 Die Funkstreife Gottes (1968) Zitat · antworten



DIE FUNKSTREIFE GOTTES

● DIE FUNKSTREIFE GOTTES / FUNKSTREIFE XY, ICH PFEIF' AUF MEIN LEBEN / CASH - DIE QUITTUNG SCHREIBT DER TOD (D|A|1968)
mit Günther Stoll, Günther Neutze, Tania Béryl, Monika Zinnenberg, Leon Askin, Christof Wackernagel, Erik Frey und als Gast Erwin Strahl sowie Anthony Steel
eine Produktion der Parnass Film | WDS-Film | Danubia-Donau-Film | im Nora Filmverleih
ein Film von Hubert Frank






Unfallpfarrer Wolf (Günther Stoll) wird zum Wiener Flughafen gerufen, da dort eine Maschine verunglückt ist und er bei den Opfern Notfallseelsorge leisten soll. So auch bei einem im Sterben liegenden Ganoven, dem sogenannten Major (Gustav Elger), der bereits von seinen Komplizen Schramm (Günther Neutze) und Felix (Leon Askin) bedrängt wird. Es scheint, als wollten sie vor dem Ableben des Majors noch irgend etwas aus ihm herausbekommen, doch er verlangt nach Kaplan Wolf. Unter dem Siegel des Beichtgeheimnisses bekommt er von dem Sterbenden nun anvertraut, wo sich die Beute seines letzten Coups befindet und es geht um mehrere Millionen. Der Unfallpfarrer wird sofort von Schramm und Felix geschnappt und im Pfarrhaus festgehalten und es beginnen bedrohliche Stunden für Wolf. Wird er das Beichtgeheimnis brechen..?

Ein Film in den Händen des österreichischen Regisseurs Hubert Frank kann alles oder nichts bedeuten, aber zumindest dürfte schon im Vorfeld klar sein, dass er seine Zielgruppen wie üblich ausgiebig und fachmännisch bedienen wird. Als in den Folgejahren bekannter Experte von Erotik- und Sexfilmen, sieht man in Inszenierungen wie "Die Funkstreife Gottes" erste Spuren seines späteren Tätigkeitsfeldes, aber insgesamt bekommt man es mit einer Art Hybrid aus Kriminalfilm und unfertigem Eurospy zu tun, der seine Zuschauer gerne auf reißerischer Basis unterhalten würde. In diesem Bereich werden jedoch keine Ausrufezeichen reinster Seele gesetzt, weil die Exposition zu verhalten, die Geschichte streckenweise zu tempoarm ausgefallen, und da der wichtige Bereich der Hauptrollen absolut schwerfällig, folglich weitgehend sperrig besetzt worden ist. Die Geschichte wirkt auf den ersten und sogar den zweiten Blick recht interessant, da Kriminalität und Gewissensfragen aneinander geraten, was naturgemäß eine gewisse Brisanz mit sich bringt. Zur Hilfe eilt eine wenig plausible Nebenhandlung um den jüngeren Bruder von Kaplan Wolf, die letztlich nur aufgrund des dadurch zustande gekommenen Auftritts der großartigen Monika Zinnenberg in bleibender Erinnerung bleibt. Die Zeit wird in "Die Funkstreife Gottes" zu Beginn nicht optimal genutzt, aber im Gegenzug werden die Charaktere und deren Beziehungen untereinander ausgiebig vorgestellt. Gleich zu erwähnen ist die extravagante Kamera-Arbeit von Routinier Siegfried Hold, der im Laufe der Jahre viele Genre-Kapriolen vorweisen konnte und so gut wie immer als Bereicherung zu werten ist.

Hier zeigen sich rasante, beispielsweise auch kaleidoskopartige Einstellungen oder Karussellfahrten, und es entsteht innerhalb der recht spartanischen Ausstattung doch so etwas wie Atmosphäre und Flair. Wie erwähnt schwächelt der Film an seiner in Teilen unwirschen Besetzung. Sicherlich ist der Verlauf alleine auf dramaturgischer Basis kein Überflieger, doch wenn zusätzlich noch Interpreten am Werk sind, die beim Zuschauer wenig glaubhaft ankommen, müssen andere Bereiche stark kompensieren. Günther Stoll spult seine Rolle mehr routiniert als ambitioniert ab, der bessere Auftritt eines sogenannten Geistlichen ist definitiv an anderer Stelle zu finden. Stoll arbeitet die Zerrissenheit seiner Person und die zwickmühlenartige Situation in der er sich befindet nicht greifbar genug heraus, eher sieht man einen zu teilnahmslos agierenden Mann in den Klauen von Verbrechern, die er aufgrund seiner Position zwar in Schach halten, aber sie nicht genug positiv beeinflussen kann. Da am Ende ein vollkommen kritikloser Verlauf bezüglich Bekenntnis oder Beichtgeheimnis steht, verpufft dieser prinzipiell erfreuliche Auftritt ohne Effekt im Nichts. Seinen primären Gegenspieler stellt Günther Neutze, der möglicherweise die Fehlbesetzung des Films darstellt. Man sollte sich erst gar nicht die Frage stellen, wie Schauspieler eines gewissen Formats überhaupt in Filmen landen konnte, die nicht den konventionellen Sehgewohnheiten entsprechen, sondern spannender ist das Durchleuchten der Tatsache, dass es im Fall Neutze offensichtlich außerhalb seines Möglichkeitsbereichs liegt, den Verlauf in wünschenswerte Bahnen zu lenken, wenn er keine komplett vorgefertigten Strukturen von Regie und Drehbuch auf einem Silbertablett serviert bekommt.

Nach persönlichem Ermessen lautet das Urteil daher schwächlich, und hier sogar noch schwächer als es sich der Film erlaubt. Leon Askins Slapstick-Auftritt muss leider ohne die notwendige Situationskomik auskommen und diese Dreier-Konstellation, die dem Verlauf eigentlich einen Stempel aufdrücken müsste, bleibt konturlos und uninteressant. Daher sollten es die weiteren Rollen irgendwie richten. Tania Béryl, die darstellerisch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt bleiben sollte, da ihre Karriere nach neun Filmen beendet war, macht für ihre Verhältnisse einen überzeugenden Eindruck und füllt ihre Art Schlüsselrolle adäquat aus, genau wie Anthony Steel, den man hier in typischer Manier begleiten darf. Highlight des Films ist und bleibt die wie immer gerne gesehene und vom Prinzip her verschlagen wirkende Monika Zinnenberg, in einer ihrer obligatorischen Rollen. Im Rahmen der "Heißes Pflaster Köln"-Aufführung im Millowitsch-Theater Köln, im August 2016, berichtete Monika Zinnenberg höchstpersönlich über ihr Image als »Busen der Nation« und über die Arbeit im Synchronstudio, was angesichts der Veränderungen gerade in Hubert Franks Film für einige Ungereimtheiten sorgen will. Günther Stoll wurde entgegen seiner allseits bekannten Stimme mit der markanten Sprechweise eines Rainer Brandt unterlegt, was einfach nicht funktionieren möchte, da man eben genau den monotonen und eher weichen Tonfall Stolls gewinnbringend hätte einsetzen können. Günther Neutze synchronisierte sich beispielsweise selbst. Die Erläuterungen von Monika Zinnenberg waren in diesem Zusammenhang äußerst interessant und erklären zum Teil, warum sich viele Darsteller erst gar nicht ins Synchronstudio bemühten.

Für einen Satz in einem normalen Film soll es nach ihren Angaben 5 DM Gage gegeben haben, in Produktionen mit erotischem Inhalt, also schlüpfrigen oder sexuell aufgeladenen Dialogen, das doppelte. Aufgrund anderweitiger Verpflichtungen, Engagements oder bloßer Interessenlosigkeit stellten sich viele Darsteller daher erst gar nicht ins Studio, was nicht selten auch auf die Qualität des jeweils abgedrehten Films zurückzuführen war. Generell ist die Synchron-Arbeit in "Die Funkstreife Gottes" jedoch angemessen, auch wenn sie sich hier und da gegen persönliche Präferenzen stellt. Flotte Sprüche der Ganoven dominieren das Ganze nachhaltig und gehen in den wenigsten Fällen in die Hose, aber in vielen Sequenzen zeigt sich der Verlauf einfach zu geschwätzig, was den Weg zum anvisierten Ziel ein wenig holprig dastehen lässt. Dennoch spitzen sich die Geschehnisse erwartungsgemäß zu, ein wenig Action und Tempo wirken insbesondere zum Ende hin wahre Wunder, wenngleich eine allgemeine Vorhersehbarkeit nicht wegzudiskutieren ist. Bei "Die Funkstreife Gottes" zeigen sich insgesamt einige Unstimmigkeiten, die in bekannten Reißern deutscher Mache in dieser hohen Konzentration nicht unbedingt vorhanden waren, beziehungsweise gut durch forciertere Marschrichtungen und ausgewogenere Geschichten kompensiert werden konnten. Erschwerend kommt hinzu, dass die Hauptdarsteller sich nicht bereit zeigten, ein bisschen mehr als das Geforderte zu präsentieren, sodass der Eindruck bleibt, sie hätten den Film zusätzlich geschwächt. Daher bleibt unterm Strich ein belangloses Kind seiner Zeit zurück, welches jedoch den eindeutigen Vorteil der kurzweiligen Unterhaltung anbietet.

Fräulein Janine Offline




Beiträge: 124

10.01.2017 13:35
#3 RE: Die Funkstreife Gottes (1968) Zitat · antworten

Interessant, dass du Monika Zinnenberg als ein Highlight des Films ansiehst.
Ich fand sie so belanglos, dass ich sie nicht mal erwähnt habe.
Interessant sind auf jeden Fall auch die Informationen zur Synchronisation.
Wäre die nicht so verheerend, wäre der Film, möglicherweise ansehnlicher.

Prisma Offline




Beiträge: 7.468

22.01.2017 12:53
#4 RE: Die Funkstreife Gottes (1968) Zitat · antworten

Zitat von Fräulein Janine im Beitrag #3
Interessant, dass du Monika Zinnenberg als ein Highlight des Films ansiehst.

Eigentlich weniger interessant als selbstverständlich. Für mich stets ein großer Highlight-Faktor, die Monika Zinnenberg.
Allerdings sollte man fairerweise sagen, dass sie hier eben nicht einen ihrer fast legendären Auftritte abliefern konnte.
Die findet man definitiv in anderen, dem Empfinden nach auch wesentlich besseren Filmen.

Giacco Offline



Beiträge: 1.471

18.02.2017 18:27
#5 RE: Die Funkstreife Gottes (1968) Zitat · antworten

Ein paar Hintergrund-Informationen zu diesem doch etwas obskuren Film:

Anfangs hieß er "Lohn der Gentlemen", wobei der Titel in Verbindung mit dem Schauspieler Günther Neutze wohl eine Nähe zum erfolgreichen TV-Dreiteiler "Die Gentlemen bitten zur Kasse" suggerieren sollte. Statt Hubert Frank war ursprünglich Georg Tressler als Regisseur vorgesehen. Die Dreharbeiten waren Ende 1967 beendet. Man stand in Verhandlung mit dem Münchener CS-Filmverleih, der Interesse zeigte, ihn herauszubringen. Doch nach der Vorführung des fertigen Films winkte CS-Chef Fred Hoffmann ab. Mit einiger Verspätung brachte ihn dann der "Nora-Verleih" am 1.8.1969 mit dem Titel "Funkstreife XY - Ich pfeif auf mein Leben" in die Kinos. Doch für "Nora" kam es kurz darauf zum Zusammenbruch. Der Film fand zunächst keinen Anschluß-Verleih. Später brachte ihn der Klinger-Verleih, ein kleiner Familienbetrieb der auf Wiederaufführungen spezialisiert war, erneut heraus, diesmal mit dem Titel Cash - Die Quittung schreibt der Tod".

Fräulein Janine Offline




Beiträge: 124

19.02.2017 00:44
#6 RE: Die Funkstreife Gottes (1968) Zitat · antworten

Das Nora, beim Vertrieb solcher Pretitionen der Filmgeschichte zusammengebrochen ist, wundert mich nicht

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