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Dieses Thema hat 8 Antworten
und wurde 1.306 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker international
Peter Offline




Beiträge: 2.886

16.12.2013 19:42
Französische Filme: All-Time-Top-100 Zitat · Antworten

Nun also die Filmklassiker Frankreichs. Schwierige Auswahl, daher sind es - wie immer bei mir - "hundert-plus-kleines-x". Aber solange kein erster Stein geflogen kommt....:

- Ein andalusischer Hund (Bunuel 1928)
- Die große Illusion (Renoir 1937)
- Pépé le Moko - Im Dunkel von Algier (Duvivier 1937)
- Hafen im Nebel (Carné 1938)
- Bestie Mensch (Renoir 1938)
- Die Spielregel (Renoir 1939)
- Der Rabe (Clouzot 1943)
- Kinder des Olymp (Carné 1945)
- Der Reigen (Ophüls 1950)
- Der Pakt mit dem Teufel (Clair 1950)
- Don Camillo und Peppone (Duvivier 1951)
- Die Ferien des Monsieur Hulot (Tati 1951)
- Goldhelm (J. Becker 1951)
- Lohn der Angst (Clouzot 1952)
- Don Camillos Rückkehr (Duvivier 1953)
- Wenn es Nacht wird in Paris (J. Becker 1954)
- Die Teuflischen (Clouzot 1954)
- Der Hammel mit den fünf Beinen (Verneuil 1954)
- Lola Montez (Ophüls 1955)
- Rififi (Dassin 1956)
- Fahrstuhl zum Schafott (Malle 1957)
- Mein Onkel (Tati 1958)
- Sie küßten und sie schlugen ihn (Truffaut 1959)
- Außer Atem (Godard 1959)
- Nur die Sonne war Zeuge (Clément 1959)
- Das Loch (J. Becker 1959)
- Das Testament des Dr. Cordelier (Renoir 1959)
- Der Panther wird gehetzt (Sautet 1959)
- Orfeu Negro (M. Camus 1959)
- Zazie in der Metro (Malle 1960)
- Schießen Sie auf den Pianisten (Truffaut 1960)
- Taxi nach Tobruk (de la Patellière 1960)
- Jules und Jim (Truffaut 1961)
- Die Karabinieri (Godard 1962)
- Der Teufel mit der weißen Weste (Melville 1962)
- Sonntage mit Sybill (Bourguignon 1962)
- Der Mörder (Autant-Lara 1962)
- Die Millionen eines Gehetzten (Melville 1963)
- Die Verachtung (Godard 1963)
- Das Irrlicht (Malle 1963)
- Abenteuer in Rio (deBroca 1963)
- Die süße Haut (Truffaut 1964)
- Der Gendarm von St. Tropez (Girault 1964)
- Mord im Fahrpreis inbegriffen (Costa-Gavras 1965)
- Der zweite Atem (Melville 1966)
- Der Krieg ist vorbei (Resnais 1966)
- Belle de Jour (Bunuel 1966)
- Brennt Paris? (Clément 1966)
- Die Braut trug Schwarz (Truffaut 1967)
- Oscar (Molinaro 1967)
- Z (Costa-Gavras 1968)
- Armee im Schatten (Melville 1969)
- Das Geständnis (Costa-Gavras 1969)
- Der Clan der Sizilianer (Verneuil 1969)
- Der Wolfsjunge (Truffaut 1969)
- Das Biest muß sterben (Chabrol 1969)
- Der Schlachter (Chabrol 1070)
- Vier im roten Kreis (Melville 1970)
- Das Mädchen und der Kommissar (Sautet 1970)
- Die Katze (Granier-Deferre 1970)
- Trafic (Tati 1971)
- Jo (Girault 1971)
- Der diskrete Charme der Bourgeoisie (Bunuel 1972)
- Der Chef (Melville 1972)
- Das Attentat (Boisset 1972)
- Lacombe Lucien (Malle 1973)
- Die Filzlaus (Molinaro 1973)
- Die Affäre Dominici (Bernard-Aubert 1973)
- Angst über der Stadt (Verneuil 1975)
- Monsieur Klein (Losey 1976)
- Der Mieter (Polanski 1976)
- Brust oder Keule (Zidi 1976)
- Der Fall Serrano (Lautner 1977)
- Molière (Mnouchkine 1978)
- I - wie Ikarus (Verneuil 1979)
- Die letzte Metro (Truffaut 1980)
- Das Verhör (C. Miller 1982)
- Die Frau nebenan (Truffaut 1981)
- Flucht nach Varennes (Scola 1981)
- Die Fantome des Hutmachers (Chabrol 1982)
- Danton (Wajda 1982)
- Der Maulwurf (Boisset 1982)
- Eine merkwürdige Geschichte (Granier-Deferre 1982)
- Die Spaziergängerin von Sans-Souci (Rouffio 1982)
- Vogelfrei (Varda 1985)
- Auf Wiedersehen Kinder (Malle 1987)
- Chronik eines angekündigten Todes (Rosi 1987)
- Frantic (Polanski 1988)
- Camille Claudel (Nuytten 1988)
- Eine Komödie im Mai (Malle 1989)
- Uranus (Berri 1990)
- Die schöne Querulantin (Rivette 1991)
- Indochina (Wargnier 1992)
- Wintermärchen (Rohmer 1992)
- Drei Farben (Kieslowski ab 1993)
- Germinal (Berri 1993)
- Léon - Der Profi (Besson 1994)
- Underground (Kusturica 1995)
- Die neun Pforten (Polanski 1999)
- Balzac (Dayan 1999)
- Die fabelhafte Welt der Amélie (Jeunet 2001)
- Rembrandt (Matton 2001)
- Der Pianist (Polanski 2002)
- Der Stellvertreter (Costa-Gavras 2002)
- Napoléon (Simoneau 2002)
- Paris, je t´aime (Episodenfilm 2006)
- Der Ghostwriter (Polanski 2009)
- Welcome (Lioret 2009)
- Carlos - Der Schakal (Assayas 2010)
- Ziemlich beste Freunde (Nakache, Toledano 2011)
- The Artist (Hazanavicius 2011)
- Der Gott des Gemetzels (Polanski 2011)
- Liebe (Haneke 2012)

Blinde Jack Offline




Beiträge: 2.000

16.12.2013 20:13
#2 RE: Französische Filme: All-Time-Top-100 Zitat · Antworten

Neben einigen Filmen deiner Liste, wie beispielsweise die "andalusischen Hunde" oder "Les Intouchables", würde ich noch "Holy Motors" und "99 francs" (deutscher Titel 39,90) einwerfen.
Zwei unbedingt sehenswerte Filme.

Peter Offline




Beiträge: 2.886

23.10.2014 10:18
#3 RE: Französische Filme: All-Time-Top-100 Zitat · Antworten

Als kleines Update würde ich meine Liste inzwischen gern um den Film "Hass - La Haine" von Mathieu Kassovitz aus dem Jahr 1995 erweitern.

Peter Offline




Beiträge: 2.886

01.01.2015 10:54
#4 RE: Französische Filme: All-Time-Top-100 Zitat · Antworten

In diesen Tagen gesehen und als Ergänzung für gut befunden...:
Die Karte meiner Träume (Jean-Pierre Jeunet, FRA / CAN 2013).

Peter Offline




Beiträge: 2.886

31.01.2015 13:59
#5 RE: Französische Filme: All-Time-Top-100 Zitat · Antworten

Direkt aus Frankreich, kürzlich im Zentrum der weltweiten Wirren um wirre Gedanken gedankenarmer Wirrköpfe, eine versöhnliche kulturübergreifende Komödie.

Monsieur Claude und seine Töchter

Nur der Witz sollte radikal sein...!

patrick Offline




Beiträge: 3.245

31.01.2015 16:14
#6 RE: Französische Filme: All-Time-Top-100 Zitat · Antworten

"Pakt der Wölfe" fehlt mir hier

Georg Offline




Beiträge: 3.266

31.01.2015 16:54
#7 RE: Französische Filme: All-Time-Top-100 Zitat · Antworten

... und eine der besten Komödien überhaupt:

Le dîner des cons mit Thierry Lhermitte, Jacques Villeret, Francis Huster, Buch & Regie: Francis Veber.
Noch nie auf Deutsch gesehen, vermutlich auch nicht wirklich gut synchronisierbar, aber in Endlosschleife sehbar.

Peter Offline




Beiträge: 2.886

07.02.2015 11:29
#8 RE: Französische Filme: All-Time-Top-100 Zitat · Antworten

L'Auberge Espagnole (Cédric Klapisch, FRA/ESP 2002), Kultkomödie aller Studenten, jedenfalls solcher, die Erfahrung mit WG und/oder Austausch haben (der ehrwürdige Erasmus taucht sogar persönlich auf). Meine WG-Erinnerungen waren ja schon etwas eingerostet, haben aber die ein oder andere nette Auffrischung erhalten. Der Film spielt amüsant und sehr gekonnt mit allen Klischees, und dies höchst international.

Peter Offline




Beiträge: 2.886

05.11.2016 12:11
#9 RE: Französische Filme: All-Time-Top-100 Zitat · Antworten

Marie-Octobre


Frankreich 1959. Regie: Julien Duvivier. Darsteller: Danielle Darrieux, Paul Meurisse, Bernard Blier, Lino Ventura, Serge Reggiani, Noël Roquevert, Robert Dalban, Paul Frankeur, Antoine Rougier, Paul Guers, Daniel Ivernel, Jeanne Fusier-Gir. Drehbuch: Julien Duvivier & Jacques Robert nach seinem gleichnamigen Roman (1948). Musik Jean Yatove. Kamera: Robert Lefebvre. Länge: 96 Min.



Zu meinen Top-Filmen aus Frankreich möchte ich unbedingt diesen spannenden, historisch interessanten und denkwürdig besetzten Kammerspiel-Whodunit ergänzen – gedreht von Julien Duvivier („Don Camillo“, „Im Dunkel von Algier“) mit Danielle Darrieux in der Titelrolle als ehemalige Widerstandskämpferin.

Im Saal eines Herrenhauses kommt es zum ersten Treffen ehemaliger Widerstandskämpfer seit 15 Jahren und zu einer Situation, die von Marie-Hélène und ihrem Geschäftspartner vorbereitet wurde. In diesem Haus, dem Anwesen des früheren Résistance-Anführers Castille, hatte sich das Zentrum einer hochrangigen Widerstandsgruppe gegen die deutschen Besatzer befunden.
Der gemeinsame Abend beginnt mit einem harmonischen Essen, man plaudert über die aktuelle Lebenslage und unterhält sich natürlich auch gern über die ‚alten Zeiten‘. Pikant ist der Umstand, dass Castille in diesem selben Raum, kurz vor der Befreiung durch die Alliierten, von der Gestapo erschossen worden war. Alle anderen Gruppenmitglieder konnten fliehen und bis zum Verschwinden der Nazis erfolgreich untertauchen. Das Netz der Résistance war allerdings zusammengebrochen.
Auf diese Wiederbegegnung haben Marie-Hélène (Darrieux), die unter dem Decknamen Marie-Octobre einst die treibende Kraft des Widerstandes war und Castille geliebt hatte, und der heutige Besitzer des Anwesens, Renaud-Picart (Meurisse), gedrängt, weil es für das Treffen eine brisante Information eines deutschen ehemaligen Geheimdienstlers gab, dass das damalige Treffen verraten wurde. Dieser Deutsche konnte sich aber nicht mehr an den Namen des Verräters erinnern. So dient nun also der gemütliche Abend nur einem einzigen Zweck: Diejenige Person, die einst den Chef des Widerstandes an die Deutschen verraten hatte, zu entlarven. Und mit dem Tod zu bestrafen…..

Dieses Drama um Widerstand und Verrat in deren Reihen basiert auf einer in der Realität unaufgeklärten Geschichte.
Kaum sind die freundlichen Phrasen und die neuen Fronten geklärt, beginnt ein an die Substanz der Beteiligten gehendes Katz-und-Maus-Spiel der alten Freunde. Fast jeder mauert plötzlich, nicht wenige der Anwesenden scheinen größere Geheimnisse zu haben, andere wiederum biegen sich ihre Wahrheiten zurecht. Ganz flott aus dem Bauchgefühl der Beteiligten heraus ist der von Bernard Blier („Jo“, „Der Fremde“, „Der siebte Geschworene“) gespielte Karrierist als Hauptverdächtiger ausgemacht. Doch genauso schnell wird klar, dass einige der Ex-Widerständler aus verschiedenen Gründen ebenfalls für den Verrat in Frage kommen: Die Motivsammlung ist ein Blumenstrauß aus Gier, Feigheit, Eifersucht und alter Empathie für den Faschismus. Selbst die Kollaboration für die schnöde Vorteilnahme von Kleinigkeiten vom einstigen Feind erweist sich als tragfähig genug, hehre Grundsätze temporär zu vergessen…..
Verrat und Kollaboration war in der direkten Nachkriegszeit ein in Frankreichs Öffentlichkeit umgangenes Thema. Vergangenheitsbewältigung fand ja generell nur sehr dezent statt in den 50er Jahren. Das kennt man aus Deutschland, wo sich ja auch viele Gründe für das Mitläufertum gefunden hatten, an die man in Zeiten des Wirtschaftswunders nicht mehr so gern erinnert wurde.

Marie-Octobre ist ein wunderbares Filmerlebnis, garantiert unvergesslich. Herrlich, dass man so etwas noch als ‚Neuentdeckung‘ finden kann. Ein auf scharfen Dialogen und hoher Schauspielkunst basierendes Krimi-Drama.
Mir hat auch der Umgang mit dem historischen Kontext gefallen, der mal nicht so plakativ ausfiel, sondern sehr subtil, fesselnd und mit Anspruch an die Fantasie des Betrachters behandelt wurde.
Sehr geschickt, wie die Verdachtsmomente und vermeintlichen Beweise hin- und her- und wieder hingeschoben wurden.
Wer glaubt, den Schuldigen durch Kombination und langjährige Krimierfahrung zuverlässig erraten zu können, sollte dies getrost vergessen - oder sich aufs Glück verlassen. Und dies, obwohl der Zuschauer dabei starke Hilfe erhält:
Da wäre zunächst Antoine Rougier (Serge Reggiani) als der einzige echte 'Augenzeuge'. Reggiani war ja spätestens seit „Goldhelm“ ein berühmter vielschichtiger Allrounder im französischen Film.
Dann der große Lino Ventura (der in den 50ern sogar noch mit seiner Ringer-Karriere kokettierte) und Paul Meurisse (später bei Melville wieder Résistance-Experte in „Armee im Schatten“), die hier als treibende Kräfte der Aufklärung (Ventura emotional, Meurisse sachlich) total unverdächtig erscheinen. Genau wie die Heldin Marie / Darrieux, die immer wieder im Mittelpunkt rückt...... Tja, wenn neben den Verdächtigen doch nicht alle Unverdächtigen so verdächtig unverdächtig wären...
Kurzum: Dieser Film steigt in meinem virtuellen Duvivier-Ranking gleich mal richtig weit oben ein…..

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