Zitat von Mr Keeney im Beitrag #50@Georg : Weiß man eigentlich, warum zwischen Dreh (1977 und 1978) und Ausstrahlung (ich meine ab Ende 1979) der Serie so verhältnismäßig viel Zeit verging? So ganz günstig dürften die Auslandsdrehs mit den teilweisen renommierten Darstellern ja auch nicht gewesen sein, so dass man doch schon von einem gewissen Prestigeprojekt sprechen könnte. Zudem hätte man ja auch mit der Ausstrahlung zeitnäher an die zu Ende gegangene Kommissar-Serie anknüpfen können. Gibt es hierzu Aufschlüsse?
Leider keine Ahnung! Auch bei Polizeiinspektion 1 wurden die ersten Folgen bereits 1975 gedreht, die Erstausstrahlung erfolgte aber erst im Oktober 1977 - und das trotz der viel prominenteren Episodenbesetzung, wie bei Ringelmann üblich. Es kann vielleicht mit der Programmstruktur von damals zu tun gehabt haben, eventuell waren zu viele Produktionen in der Pipeline. Andererseits wurden die ARD-Serien ja auch in jedem Regionalfenster zu einem anderen Zeitpunkt - oft mit jahrelangem Abstand - ausgestrahlt. Ich weiß noch, dass die Recherche zu den Sendedaten zu "Sonne, Wein ..." extrem schwierig war. Die Sendedaten auf der Homepage (vor über 20 Jahren zusammengetragen) müssen sich auch nicht auf den WDR/WWF beziehen, damals fand ich nur die Daten, ohne Sender. Die von Dir gesehene Episode mit dem Rennrad lief z. B. schon am 19.6.1978 im Regionalfenster des SFB. Anzunehmen daher, dass auch andere Regionalfenster die Serie schon eher zeigten.
Ich fand die zweite Staffel wesentlich besser, weil die Episoden kompakter waren und nur mehr 25 Minuten Lauflänge hatten. Ende der 70er hatte man leider die unmögliche Idee, Serienformate auf 50 Minuten zu strecken und dazwischen Werbung zu senden. Die Unsitte der Teilung in Teil 1 und Teil 2 diente dann dazu, dass die Leute dranblieben und die Werbung über sich ergehen lassen mussten. Da man damals Filme nicht unterbrechen durfte, war das eine geschickte Umgehungsstrategie. Machte man ja leider auch bei Graf Yoster und Wanninger so, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Im ursprünglichen "Sonne"-Drehbuch war diese Teilung samt der Zusammenfassung schon vorgesehen.
"Sonne, Wein und harte Nüsse" lebt von den Darstellern und der Landschaft. Wie Horst Pillau mir sagte, wollte man möglichst liebenswerte Geschichten erzählen, keine großen Krimis, in denen Leute sterben. Es sollte "Urlaubsfeeling" verbreitet werden. Unglaublich auch, dass damals noch der Darsteller den Autor aussuchen konnte (in dem Fall Erik Ode Horst Pillau) und der Autor dann Episoden schreiben konnte, wo er schon während des Schreibens an bestimmte Darsteller dachte und ihnen diese Folgen auf den Leib schrieb. Er konnte dann dem Produzenten/Regisseur die Darsteller vorschlagen und diese waren einverstanden. So zum Beispiel in der Folge "Die Sache mit der klassischen Bildung" mit Edith Hancke, die Pillau für sie geschrieben hat. Außerdem war der Autor bei den Dreharbeiten mit dabei, um gegebenenfalls Änderungen vorzunehmen, falls die Szenerie nicht passte. [Heute alles nicht mehr möglich, die meisten Autoren erkennen ihre Bücher nicht wieder.]
Praxis war damals, das Livespiel während der Ausstrahlung mit einer Filmkamera von einem Monitor abzufilmen. Ampex gab es noch nicht. Auf diese Art wurde z. B. auch der 1956er-Hexer konserviert.
Jetzt als ungekürzte Neuübersetzung mit zahlreichen Hintergrundinfos erschienen:
Band 45: Tim Frazer III: Das Melynfforest-Rätsel
(=Die Geschichte (allerdings mit anderem Ende) ist der Ursprung für den TV-Mehrteiler DAS MESSER - Dieser Band enthält 90 Seiten Infos zur Produktionsgeschichte!)
Tim Frazer erhält einen neuen Auftrag: Dieser führt ihn in das beschauliche Melynfforest in Wales, wo die Polizei den Mord an Elaine Belton untersucht. Charles Ross informiert seinen Mitarbeiter zunächst darüber, dass die Ermordete eigentlich Thackeray hieß und für seine Auslandsabteilung in Hongkong arbeitete. Aber was tat sie in Wales und warum wurde sie ermordet? Die Spuren führen in eine Pension namens St. Bride. Miss Belton (oder besser gesagt: Miss Thackeray) verbrachte dort die letzten Tage ihres Urlaubs. Im Verlauf der Ermittlungen spielen ein Dolch, ein walisisches Volkslied und ein verschwundener deutscher Wissenschaftler eine wesentliche Rolle. Die meisten Verdächtigen sind außerdem im Umkreis von Mrs. Chrichtons Hotel zu finden.
Dieser Kriminalroman war fast vierzig Jahre lang vergriffen und erscheint nun erstmals ungekürzt in einer Neuübersetzung. Das Buch enthält auch auf rund 90 Seiten alle Hintergrundinfos zur englischen Originalverfilmung sowie zu der deutschen Adaption „Das Messer“, die Francis Durbridge wesentlich – bis hin zum Finale – überarbeitete.
(=Die Geschichte (allerdings mit anderem Ende) ist der Ursprung für den TV-Mehrteiler DAS MESSER - Dieser Band enthält 90 Seiten Infos zur Produktionsgeschichte!)
Tim Frazer erhält einen neuen Auftrag: Dieser führt ihn in das beschauliche Melynfforest in Wales, wo die Polizei den Mord an Elaine Belton untersucht. Charles Ross informiert seinen Mitarbeiter zunächst darüber, dass die Ermordete eigentlich Thackeray hieß und für seine Auslandsabteilung in Hongkong arbeitete. Aber was tat sie in Wales und warum wurde sie ermordet? Die Spuren führen in eine Pension namens St. Bride. Miss Belton (oder besser gesagt: Miss Thackeray) verbrachte dort die letzten Tage ihres Urlaubs. Im Verlauf der Ermittlungen spielen ein Dolch, ein walisisches Volkslied und ein verschwundener deutscher Wissenschaftler eine wesentliche Rolle. Die meisten Verdächtigen sind außerdem im Umkreis von Mrs. Chrichtons Hotel zu finden.
Dieser Kriminalroman war fast vierzig Jahre lang vergriffen und erscheint nun erstmals ungekürzt in einer Neuübersetzung. Das Buch enthält auch auf rund 90 Seiten alle Hintergrundinfos zur englischen Originalverfilmung sowie zu der deutschen Adaption „Das Messer“, die Francis Durbridge wesentlich – bis hin zum Finale – überarbeitete.
Eine junge Frau verschwindet und wird vier Wochen später tot aus dem Wasser gezogen. Sie wurde erwürgt. Bei ihr findet sich eine Nachricht, auf der »Mit den besten Empfehlungen von Mr. Gregory« steht. Dieser Mr. Gregory hält Scotland Yard in Atem, denn hinter dem Pseudonym versteckt sich ein gefährlicher Verbrecher. Paul Temple und seine Frau Steve ermitteln gemeinsam mit Sir Graham Forbes und Chefinspektor Vosper. Eine Spur führt in ein Dorf an der Küste, eine weitere in einen Londoner Nachtclub namens›Madrid‹. Weitere Morde geschehen, es gibt unzählige Verdächtige und der gefährliche Anführer einer kriminellen Organisation treibt sein perfides Spiel mit allen Mitteln. Ein kniffliger Fall für Paul und Steve …
Paul Temple und die Affaire Gregory war 1949/50 das erste Hörspiel der beliebten Serie mit René Deltgen. Da es nicht überlebt, war es Fans bisher nicht möglich, die komplette Handlung zu verfolgen. Dies ändert sich mit diesem Band, in dem der legendäre Fall in einer Neuübersetzung des Originalhörspielmanuskripts erstmals komplett nachzulesen ist. Der Krimi ist so etwas wie die Quintessenz aller Temple-Hörspiele, da hier auch erstmals alle bekannten Figuren gemeinsam auftauchen: Paul, Steve, Sir Graham, Charlie und Vosper. In einem umfangreichen Vor- und Nachwort wird auf die Geschichte des Hörspiels und seine zwölf Versionen eingegangen.
Ganz England wird von einer großen kriminellen Organisation tyrannisiert, die mit ihrem Rauschgifthandel und -schmuggel die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt. Scotland Yard kommt nicht weiter, denn obwohl man die Hintermänner kennt, gelingt es nicht, sie zu überführen. Der Innenminister persönlich fordert daher Johnny Cordell an: Dem FBI-Mann aus Washington ist vor wenigen Jahren das gelungen, was Sir Ian Grant und seinen Kriminalbeamten in London bisher versagt blieb. Cordell, der acht Jahre in Cambridge studiert hat, arbeitete für die Staatsanwaltschaft in New York und war 1939 sogar als Präsidentschaftskandidat im Gespräch. Nun ist er für sechs Wochen nach England gekommen, um mit seinen unorthodoxen Methoden alle sechs Mitglieder der Rauschgiftorganisation zu überführen.
Das Manuskript zu diesem sechsteiligen Hörspielkrimi von Francis Durbridge aus dem Jahr 1941 erscheint erstmals auf Deutsch. Der Autor beschrieb den Protagonisten als jungen Amerikaner à la James Stewart. In der Geschichte geht es nicht um den großen Hintermann, sondern darum, wie es dem Mann aus Washington mit seinen ungewöhnlichen Methoden gelingt, die Mitglieder der Verbrecherbande zu überführen – darin besteht der besondere Reiz dieser charmanten und doch recht spannenden Geschichten, die auch Whodunits sind.
Lohnend wären ja auch die anderen nicht vertonten Manuskripte, die alle übersetzt vorliegen. So eine Produktion ist leider sehr teuer - und wenn man keinen Sender mit an Bord hat, schwierig. Bei den Sendern wiederum wird auf Jahre geplant - und es ist dann für sie auch einfacher (und viiiiel billiger!), fertige Produktionen einzukaufen, wie es Radio Bremen mit "Valentine" und "Westfield" gemacht hat ...
Bei den Übersetzungen ist das so eine Sache. Bei dem von Dir genannten "Tim Frazer weiß Bescheid" - erscheint in wenigen Wochen übrigens als Neuübersetzung unter dem Titel TIM FRAZER III: DAS MELYNFFOREST-RÄTSEL - war in der alten Übersetzung doch auch von einem "Brieföffner" die Rede, obwohl es sich im Original um einen asiatischen Dolch handelte. Auch das "Halstuch" ist ja falsch übersetzt, es müsste korrekt "Der Schal" heißen.
Die Pigtail-Murder-Geschichte hat mich persönlich als Roman nie so vom Hocker gerissen, interessanterweise war das beim Originaldrehbuch anders. Dort passte das "filmische" Ende auch viel besser. Und ja, diesen von Dir angesprochenen Logikfehler gibt es ...
Doch, ist als DER ZOPFMORD geplant. Der Roman THE PIG-TAIL MURDER (dt. IM SCHATTEN VON SOHO) ist die Verschriftlichung des Drehbuchs SCHRITT INS DUNKEL (als Buch bei Williams & Whiting 2022 erschienen), das Durbridge den dt. Produzenten verkaufte und die daraus ohne sein Wissen PICCADILLY NULL UHR ZWÖLF machten, in dem aber bis auf 4 Namen nichts übrigblieb. Ist alles im umfangreichen Vorwort zu SCHRITT INS DUNKEL nachzulesen.
Das schwache Ende resultiert im Roman daraus, dass es für einen optischen Showdown im Film gedacht war, der natürlich im Buch nicht so wirken kann.
Im Übrigen schlug Durbridges Übersetzerin dem Autor um 1966 vor, daraus einen deutschen TV-Film zu machen. In großen Buchstaben hat Durbridge auf ihren Brief NO geschrieben.
+++ PAUL TEMPLE UND DIE GREGORY-AFFÄRE +++ Das Originalmanuskript erstmals in deutscher Übersetzung!
Im deutschen Sprachraum ist dieser Stoff fast sagenumwoben, da die Aufnahme aus den Jahren 1949/50 nicht mehr existiert! Nun kann das ganze zehnteilige Abenteuer erstmals in voller Länge auf Deutsch nachgelesen werden! Mit zahlreichen Hintergrundinfos!!! Einer der spannendsten Fälle - wenn nicht die Quintessenz aller Temple-Abenteuer!
Eine junge Frau verschwindet und wird vier Wochen später tot aus dem Wasser gezogen. Sie wurde erwürgt. Bei ihr findet sich eine Nachricht, auf der »Mit den besten Empfehlungen von Mr. Gregory« steht. Dieser Mr. Gregory hält Scotland Yard in Atem, denn hinter dem Pseudonym versteckt sich ein gefährlicher Verbrecher. Paul Temple und seine Frau Steve ermitteln gemeinsam mit Sir Graham Forbes und Chefinspektor Vosper. Eine Spur führt in ein Dorf an der Küste, eine weitere in einen Londoner Nachtclub namens›Madrid‹. Weitere Morde geschehen, es gibt unzählige Verdächtige und der gefährliche Anführer einer kriminellen Organisation treibt sein perfides Spiel mit allen Mitteln. Ein kniffliger Fall für Paul und Steve …
Paul Temple und die Affaire Gregory war 1949/50 das erste Hörspiel der beliebten Serie mit René Deltgen. Da es nicht überlebt, war es Fans bisher nicht möglich, die komplette Handlung zu verfolgen. Dies ändert sich mit diesem Band, in dem der legendäre Fall in einer Neuübersetzung des Originalhörspielmanuskripts erstmals komplett nachzulesen ist. Der Krimi ist so etwas wie die Quintessenz aller Temple-Hörspiele, da hier auch erstmals alle bekannten Figuren gemeinsam auftauchen: Paul, Steve, Sir Graham, Charlie und Vosper. In einem umfangreichen Vor- und Nachwort wird auf die Geschichte des Hörspiels und seine zwölf Versionen eingegangen.
Ich denke, dass man das so pauschal nicht sagen kann.
Nehmen wir zum Beispiel mal Karl Spiehs, der immer ein Gespür für das hatte, was das Publikum (nicht die Kritiker) sehen wollte - daher auch seine Biographie mit dem Titel "Die Supernase". Sicherlich, Spiehs hat Zoten und Sexkomödien produziert, aber auch viele Filme von hoher Qualität: seine Maigret-Verfilmung mit Heinz Rühmann zum Beispiel sehe ich qualitativ viel hochwertiger als Rialtos "Gorilla", bei dem jede Entscheidung etwas im Vergleich zum Original zu ändern, m. E. falsch war. Viele erfolgreiche und beim Publikum extrem beliebte Komödien stammen aus dem Hause Lisa-Film, wie beispielsweise "Wer zuletzt lacht, lacht am besten" (Regie: Harald Reinl) und "Hochwürden drückt ein Auge zu" (beide mit Uschi Glas & Roy Black). Darüber hinaus hat Spiehs auch hochwertige Literaturverfilmungen wie "Reigen" oder "Keiner stirbt für sich allein" (mit Hildegard Knef unter Vohrers Regie) produziert und später viele Kassenschlager wie "Supernasen", "Zärtliche Chaoten" usw., die handwerklich alle besser waren, als etwa Brauners Jess-Franco-Beiträge, selbst so Zoten wie "Sunshine Reggae auf Ibizia" waren handwerklich (nicht inhaltlich) solide. Brauner wiederum hat viele große Filme produziert, aber auch viel Schrott, mit dem er seine großen "Filme gegen das Vergessen" gegenfinanzierte. Neben den Jess-Franco-Filmen waren da auch noch so Filmchen wie "Jungfrauenreport" oder "Hochzeitsnachtreport", die aus dem Hause cCc stammen. Aber wie gesagt, verständlich, wenn man im Hinterkopf hat, wofür (Filme gegen das Vergessen) er sie produzierte. Spiehs wiederum produzierte ab den 90ern einen Quotenhit nach dem anderen: "Ein Schloss am Wörthersee" (in über 40 Länder exportiert, darunter China), "Tierärztin Christine" (mit Uschi Glas, meistgesehener Fernsehfilm des Jahres), "Klinik unter Palmen" und zum Schluss "Das Traumhotel", alle mit beliebten Schauspielern. Demgegenüber hatte Rialto in den 90ern und 00er-Jahren wenig zu bieten: Die TV-Wallaces (vor allem die 2. Staffel) waren sehr mittelmäßig. Was ich damit sagen will: Ich denke, man kann nicht generell sagen, wer in welche Klasse gehört. Bei Wendlandt sehe ich tatsächlich am meisten hochwertige Produktionen: neben Wallace und May z. B. auch die letzten drei Erhardt-Filme, die Otto- und Loriot-Filme, daher würde ich ihn ganz oben einreihen. Waldleitner hatte sicherlich auch viele qualitätsvolle Produktionen wie die Simmels, "Sternsteinhof", tat sich aber auch in den 80ern mit Karl Spiehs zusammen, um gemeinsam Filme mit Gottschalk und/oder Krüger wie "Seitenstechen", "Zärtliche Chaoten" oder "Mama mia" zu produzieren.
Tim Frazer wird beauftragt, nach Amsterdam zu fahren, um dort den mysteriösen Tod des Agenten Leo Salinger zu untersuchen. Salinger war ein Mitarbeiter in Charles Ross’ geheimer Regierungsabteilung und soll beim Überqueren einer Straße von einer gewissen Barbara Day versehentlich überfahren worden sein. Schnell macht Frazer die Bekanntschaft der attraktiven jungen Frau. Als er zurück in London ist und Barbara besuchen will, findet er eine Leiche in ihrer Wohnung. Daneben steht ein tickendes Metronom, das im Laufe der Ermittlungen gemeinsam mit einem Tulpenzwiebelkatalog noch entscheidend sein wird. Frazer findet heraus, dass hinter allem ein mysteriöser Mann namens Ericson steht, dessen wahres Gesicht niemand kennt …
Dieser Kriminalroman war fast vierzig Jahre lang vergriffen und erscheint nun erstmals ungekürzt in einer Neuübersetzung. Das Buch enthält auch alle Hintergrundinfos zur englischen Originalverfilmung sowie zur deutschen Adaption mit Max Eckard aus dem Jahr 1963 und zur französischen Fassung aus den 1970ern. Neben Einblicken in Durbridges Privatkorrespondenz enthält diese Ausgabe auch Ausschnitte aus dem Originaldrehbuch und ein langes, verschollenes Interview mit dem deutschen Tim-Frazer-Darsteller Max Eckard aus dem Jahr 1964.
Der Roman ist jetzt ungekürzt und neu übersetzt unter dem Titel TIM FRAZER II: DIE SALINGER-AFFÄRE erschienen:
Es handelt sich um Band 44 der Durbridge-Edition von Williams & Whiting und er enthält - so wie auch die Bände über die anderen TV-Mehrteiler - auf über 80 Seiten Infos zur Verfilmung auf Basis der Originalkorrespondenz, Tagebucheinträgen und Unterlagen von Francis Durbridge, damaligen Zeitungsberichten und Interviews. Enthalten sind auch zwei verschollene Interviews mit Max Eckard über Tim Frazer und mit Konrad Georg dazu.
Darüber habe ich nie nachgedacht, aber dass Rialto auch die Rechte an Vertonungen hielt, ist durchaus denkbar, zumal es tatsächlich sonderbar ist, dass alle großen Autoren vertont wurden, aber Wallace nicht! Interessate Theorie!
Ihr habt mich jetzt neugierig gemacht. Der Smaragd ist tatsächlich eines jener Bücher, das ich nie gelesen habe. Nahm es eben aus dem Regal und da war nach Kapitel 3 ein Zettel drin, dass ich es im Oktober 1995 bis dorthin gelesen habe und dann nicht weiter. Wird demnächst nachgeholt, im Augenblick lese ich noch ein Wallace-Buch, das ich noch nicht kannte, DER MANN, DER SEINEN NAMEM ÄNDERTE, das nichts mit dem gleichnamigen Theaterstück von Wallace zu tun hat. Gefällt mir auch ganz gut, obwohl kein Whodunit.
Ich denke, man darf einen Faktor nicht vergessen, der auch in der Literatur oft nicht berücksichtigt wird: Das Fernsehen! Seit 1963 gab es auch das ZDF und das lieferte ständig spannende Krimis fürs TV: "Die fünfte Kolonne", "Das Kriminalmuseum" und viele weitere Einzelstücke. Hinzu kommt, dass es in ARD/ZDF im Jahr ca. jeden 3. Tag einen eigenproduzierten TV-Krimi gab, Filme wie "Freitag muss es sein" mit Brigitte Grothum und Günther Ungeheuer oder "Hinter diesen Mauern" mit Fritz Wepper und Max Eckard wurden sogar an Originalschauplätzen in London gedreht (auch mit Spielhandlung) und vermittelten mehr Brit-Flair, als die Wallace-Krimis im Kino. Von Durbridge & Co. brauchen wir nicht zu sprechen. Und im Vorabend ermittelten "Kommissar Freytag" & Co. Andererseits ist Artur Brauner auch ab 1963 auf die TV-Schiene aufgesprungen und hat mit seiner CCC Television GmbH zahllose TV-Filme produziert, die bei den Kosten wohl weitaus günstiger waren als seine Kinofilme, aber mit Sicherheit auch ein gleich großes Publikum erreichten: Tanz- und Musikfilme, Komödien, Verfilmungen damals erfolgreicher Theaterstücke wie "Der Kaiser vom Alexanderplatz" mit Rudolf Platte (Regie: Erik Ode) oder eben auch TV-Krimis wie "Doppelspiel" oder R. A. Stemmles historische Kriminalfälle à la "Der Fall Rohrbach", "Der Fall Jakubowski" usw.
Ich habe an die 10 im Regal stehen und die meisten gelesen. Waren okay, wenngleich zumindest bei denen, die ich gelesen habe, kein Topptitel dabei war. Aber nette Britkrimis. Sind ja oft auch mit dem Ermittler Solo Malcolm und können als Serie gelesen werden.
Wer übrigens wirklich gute britische Krimis lesen will, dem sei D. M. Devine/Dominic Devine ans Herz gelegt. Er hat nur 13 Romane gelesen, aber alle sind ausgezeichnete, schöne, klassische Whodunits, die in den 60ern/70ern spielen. 11 Romane sind auch auf Deutsch übersetzt worden. Auf "Das fünfte Seil"/"The Fifth Cord" beruht auch der über weiter strecken romantreue Giallo EIN SCHWARZER TAG FÜR DEN WIDDER beruht.
Der Roman ist heute ungekürzt und neu übersetzt bei Williams & Whiting erschienen. + 80 Seiten Zusatz über die Produktionsgeschichte!
Band 43: Tim Frazer I: Der Fall Denston
Tim Frazers Kompagnon Harry Denston verschwindet spurlos. Tim begibt sich nach Henton, nachdem er von Harry ein Telegramm erhalten hat, ihn dort zu treffen. Doch Harry erscheint in dem idyllischen Fischerdorf an der Ostküste nicht. Stattdessen stirbt in Frazers Hotel ein russischer Matrose namens Anstrov, der im Todeskampf ständig nach jemandem namens Anya ruft. Außerdem wird Tims Brieftasche gestohlen. Zurück in London erfährt er, dass er für eine Abteilung der Regierung Harry Denston finden soll. Frazer, dem Denston auch eine Menge Geld schuldet, nimmt den Auftrag an. Bei seinen Nachforschungen wird ihm sein Freund und Kompagnon immer fremder. Was weiß dessen Verlobte Helen Baker? Was hat es mit einer Reihe von Schiffsmodellen der »North Star« auf sich? Und weshalb bietet ein zwielichtiger Autohändler eine horrende, völlig überzogene Summe für Harrys Wagen?
Dieser Kriminalroman war fast vierzig Jahre lang vergriffen und erscheint nun erstmals ungekürzt in einer Neuübersetzung. Das Buch enthält auch alle Hintergrundinfos zur englischen Originalverfilmung sowie zu der deutschen Adaption mit Max Eckard aus dem Jahr 1962 und zur italienischen Fassung aus den 1970ern. Auf Basis der Korrespondenz und von Tagebucheintragungen des Autors wird die spannende Geschichte der Mehrteiler rekonstruiert. Damalige Zeitungsberichte und Kritiken bereichern das Buch ebenso, wie ein Drehbuchausschnitt einer entfallenen Szene in der deutschen Fassung und ein Interview mit einer Darstellerin von damals.
Tim Frazers Kompagnon Harry Denston verschwindet spurlos. Tim begibt sich nach Henton, nachdem er von Harry ein Telegramm erhalten hat, ihn dort zu treffen. Doch Harry erscheint in dem idyllischen Fischerdorf an der Ostküste nicht. Stattdessen stirbt in Frazers Hotel ein russischer Matrose namens Anstrov, der im Todeskampf ständig nach jemandem namens Anya ruft. Außerdem wird Tims Brieftasche gestohlen. Zurück in London erfährt er, dass er für eine Abteilung der Regierung Harry Denston finden soll. Frazer, dem Denston auch eine Menge Geld schuldet, nimmt den Auftrag an. Bei seinen Nachforschungen wird ihm sein Freund und Kompagnon immer fremder. Was weiß dessen Verlobte Helen Baker? Was hat es mit einer Reihe von Schiffsmodellen der »North Star« auf sich? Und weshalb bietet ein zwielichtiger Autohändler eine horrende, völlig überzogene Summe für Harrys Wagen?
Dieser Kriminalroman war fast vierzig Jahre lang vergriffen und erscheint nun erstmals ungekürzt in einer Neuübersetzung. Das Buch enthält auch alle Hintergrundinfos zur englischen Originalverfilmung sowie zu der deutschen Adaption mit Max Eckard aus dem Jahr 1962 und zur italienischen Fassung aus den 1970ern. Auf Basis der Korrespondenz und von Tagebucheintragungen des Autors wird die spannende Geschichte der Mehrteiler rekonstruiert. Damalige Zeitungsberichte und Kritiken bereichern das Buch ebenso, wie ein Drehbuchausschnitt einer entfallenen Szene in der deutschen Fassung und ein Interview mit einer Darstellerin von damals.