Zitat von Lord Low im Beitrag #19 Fälscher ist schon ein sehr ungewöhnlicher Wallace-Film, auch wenn ich ihn gerne mag.
Nach meinem Empfinden sind die Bücher, die ja auch angeschnitten wurden hier, in ihrer Atmosphäre und Machart (um nicht zu sagen Schema) sich etwas ähnlicher als die Filme - altmodischer, unspektakulärer. Und das trotz der großen Menge an Bänden. Das Buch zumindest reiht sich ganz gut ein in die Reihe, den Film finde ich jetzt auch nicht so fremd. Da fielen mir eher die Narzissen ein.
Zitat von Lord Low im Beitrag #17Eine solche Einteilung ist mir dann doch zu kleinteilig, zumal es dann noch immer genügend Filme gibt, die nicht so in diese Phasen passen, wie eben der erste Mönch, der Abt, der Fälscher oder die deutsch-britischen Koproduktionen.
"Der unheimliche Mönch", "Der Mönch mit der Peitsche", "Die blaue Hand" und "Im Banne des Unheimlichen" sind ja wiederum keine Filme, wo man (bei Entfernung des "Wallace"-Siegels") eine Verwandtschaft zu "Der Hexer", "Die seltsame Gräfin" oder "Der Fälscher von London" sehen würde. Es gibt nicht den einen exemplarischen Wallace-Film. Es gibt kein einziges Element, was sich durch alle Filme zieht - es gibt nur zahlreiche Faktoren, die in unterschiedlicher Ausprägung in allen Filmen in unterschiedlicher Zusammenstellung auftauchen und sie somit (mehr oder weniger) als Reihe erscheinen lassen, selbst, wenn man sich Marken wie die "Schüsse" oder die immer recht ähnlich gestalteten Filmplakate wegdenkt.
Das verbindende Element ist für mich der große Unbekannte, der unheimlich und mächtig im Hintergrund agiert und meist recht spektakulär enttarnt wird.
Zitat von KRIMI! THE MAGAZINE im Beitrag #25Falls Euch dieses Thema interessiert, wird Euch mit Sicherheit die nächste Ausgabe von KRIMI! (ab 30. September auf amazon) interessieren. Wir waren in den Archiven und konnten folgendes zu diesen Themen dokumentieren:
1. DER MANN MIT DEM GLASAUGE ist ein Bryan Edgar Wallace Film, der dann von RIALTO unter dem lukrativeren Edgar Wallace Banner gedrecht und herausgebracht wurde 2. Es wurden Storyelemente von BRYAN EDGAR WALLACEs Original-Treatment zu PHANTOM VON SOHO in SCHWARZE HANDSCHUHE übernommen und eingearbeitet. 3. CCC war definitiv an der Produktion von DIE NEUNSCHWÄNZIGE KATZE beteiligt 4. CCC und Argento haben darüber hinaus weitere Projekte besprochen und abgeglichen. Da es ausdrücklich mehrere Projekte waren, kommen nur VIER FLIEGEN und mindestens ein weiterer, unbekannter Film in Frage. 5. Jede Verwendung des Namens von Bryan Edgar Wallace musste einzeln von ihm abgesegnet werden und es musste auch immer eine entsprechende, substantielle Gegenleistung durch ihn erfolgen. 6. Mit dem Tod Bryan Edgar Wallaces Ende 1971 gibt es diese Möglichkeit nicht mehr, so dass dann die darauf erscheinenden Filme, abgesehen von Ankündigungen (Fliegen, Gelbes Grab) nicht mehr als Bryan E Wallace Filme vermarktet werden konnten, obwohl er wohl in der Vorproduktion beteiligt war. Deswegen ist sein Name zwar beim Gelben Grab genannt, aber eben nur im Film selber, nicht in der Vermarktung (bis zur DVD-Auswertung).
Wir hoffen, damit einige Unklarheiten und Fragen beseitigt zu haben, und hoffen, dass Ihr trotzdem noch am 30. September zugreifen werdet (es lohnt sich).
Ohne wirkliche Beweise sind mir die Thesen etwas zu steil.
Was 1.) angeht glaube ich persönlich eher an die Version, die bei Wikipedia steht: "[...] Nach dem gleichen Muster wollte man nun auch mit Fodors zweitem Drehbuch Die grausame Puppe verfahren. Hengges Überarbeitung erhielt schließlich den Titel Der Mann mit dem Glasauge. Artur Brauners CCC-Film hatte unter diesem Filmtitel bereits 1963 im Fachblatt Filmecho/Filmwoche einen Bryan-Edgar-Wallace-Film angekündigt. Die Vermutung liegt nahe, dass aus diesem Vorhaben der 1964 fertiggestellte Film Das Phantom von Soho hervorging. Möglicherweise wurde dessen Treatment oder Originaldrehbuch, das ebenfalls aus der Feder von Ladislas Fodor stammt, später an Rialto Film verkauft.[...]"
Sicherlich war Gottlieb technisch kein Stümper, aber ich kenne nicht einen einzigen wirklich guten Film von ihm. Er war effizient und routiniert - aber für mich eben nicht mehr. Im Vergleich mit Reinl oder den frühen Vohrer-Filmen fallen seine EW-Filme bzw. Epigonen doch deutlich ab. Über die späteren Filme von ihm sollte eh ein Mantel des Schweigens gebreitet werden.
Meine Güte, im Zweifel sollte man es mit Ockham's Razor halten und die offensichtliche Lösung ist oft die richtige:
1.) Monaco = München auf italienisch - auch ein Standardwerk kann sich ja mal irren, vor allem, wenn der Autor kein deutsch kann. 2.) Es gab eine Monachia-Film GmbH in München (Karlsplatz 24). Nachzuschauen übrigens im Internet Archive in der Ausgabe des "Kinematograph" von 1920
Kann man da nicht einfach mal zugeben, dass man unrecht hatte?
Zitat von brutus im Beitrag #1Anlässlich des 100. Geburtstages von Heinz Drache zeigt der RBB am Montag den 06.02.2023 um 22:00 Uhr nochmal den Tatort Tod macht erfinderisch, den ersten Einsatz von Heinz Drache als Berliner Kommissar Bülow.
Interessant aber die Infos auf der ARD-Programm Seite:
"Das rbb Fernsehen sendet diesen Tatort anlässlich des 100. Geburtstag von Heinz Drache, der von 1985 bis 1989 sechs Mal als Tatort-Kommissar Bülow ermittelte. Einem breiten Fernsehpublikum wurde Drache in den 1960er Jahren als Kriminalinspektor Yates in dem mehrteiligen Durbridge-Krimi "Das Halstuch" bekannt. Höhepunkt seiner Popularität erreichte er mit seiner Rolle des Londoner Inspektors in etwa 20 Edgar-Wallace-Filmen."
Holla, 20 Edgar-Wallace-Filme mit Heinz Drache? Da werden uns entweder seit Jahren mehr als die Hälfte davon vorenthalten, oder die Recherche-Truppe des RBB ist den Spar-Wirren des Senders zum Opfer gefallen. Wahrscheinlich hat der verantwortliche Redakteur noch gar nicht gelebt, als diese Filme gedreht wurden.
Ich habe 9 gezählt - das sind ja ungefähr 20 Die Frage ist für mich, warum man ausgerechnet diesen Film gewählt hat... die Tatorte mit Drache waren ja nie so beliebt (vielleicht auch zu recht), aber zumindest "Keine Tricks, Herr Bülow!" ist um Längen besser und im Vergleich auch wirklich qualitativ hochwertiger.
Zitat von Havi17 im Beitrag #6Danke für Diesen Beitrag. Mich würde noch interessieren wie alt das Publikum war (von ... bis und wie circa die Verteilung). Auch würde mich die Stimmung dabei noch mehr interessieren.
Das Publikum war - wen wundert es - eher älter, d.h. den Durchschnitt würde ich auf >60 schätzen. Ein paar Jüngere waren schon dabei, aber auch recht viele um die 70-80. Die Stimmung war gut, man merkte direkt, wenn ein Star der damaligen Zeit zum ersten Male ins Bild kam - z.B. Karin Dor - dass geradezu ein Raunen durch den Raum ging, weil man sich freute Ich glaube, viele haben in Erinnerung geschwelgt, weil sie den Film schon damals im Kino gesehen haben.
Zitat von Dr.Mangrove im Beitrag #5Heute wurde der "Fälscher von London" gezeigt. Das Kino war erstaunlich gut gefüllt und es war schön, den Film mal auf großer Leinwand zu sehen - übrigens in perfekter Bildqualität. Frage als Laie: Weiß jemand der Experten zufällig, ob dort digitale Medien gezeigt werden (also werfen die eine BluRay in den Player?) - oder wird "richtiger" analoger Film verwendet, der restauriert wurde?
Das Kino ist sowieso sehr zu empfehlen - und war auch gut geheizt :-)
Weder noch, vermute ich. Entweder ist es analoger Film, dann aber eher eine damalige Kinokopie, die dann auch entsprechende Altersspuren zeigt, oder aber es ist eine DCP, also ein speziell für Kinos produziertes Containerformat, dass die Kinos vom Verleiher zur Verfügung gestellt bekommen. Das ist dann die 4K-Abtastung, also quasi das, was dann für die Blu-Ray herunterkonvertiert wurde.
Danke, ich freue mich immer, wenn es hier ein paar technische Infos gibt.
Heute wurde der "Fälscher von London" gezeigt. Das Kino war erstaunlich gut gefüllt und es war schön, den Film mal auf großer Leinwand zu sehen - übrigens in perfekter Bildqualität. Frage als Laie: Weiß jemand der Experten zufällig, ob dort digitale Medien gezeigt werden (also werfen die eine BluRay in den Player?) - oder wird "richtiger" analoger Film verwendet, der restauriert wurde?
Das Kino ist sowieso sehr zu empfehlen - und war auch gut geheizt :-)
Habe mir jetzt mal ein paar Folgen angehört, so schwer es fiel, und bin echt verärgert, wie ignorant man sein kann. Was ist überhaupt der Sinn so eines Podcasts, wenn man nicht in der Lage oder bereit ist, sich wenigstens minimales Hintergrundwissen anzueignen? Alleine in der Folge über die toten Augen von London, die über zwei Stunden geht (!) wird so viel Unsinn verzapft. Die drei können sich auch null in die 60er-Jahre versetzen und rätseln da sich was zurecht, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Dazu besteht der Inhalt zu 90% aus langweiligem Nacherzählen der jeweiligen Szenen. Man erfährt kaum etwas über Hintergründe zu Schauspielern, Film etc. Dass sie auch noch sprechen wie Pubertierende, rundet das Bild ab. Unglaublich nervig und dilettantisch.
DIE TOTEN AUGEN VON LONDON - für mich generell einer der unheimlichsten Filme, aber besonders die Szene, in der der (tote) blinde Jack auf der Müllkippe abgeladen wird und man in seine Augen blickt
DIE TÜR MIT DEN 7 SCHLÖSSERN - als in der Gruft der mumifizierte Leichnam gezeigt wird
DIE BLAUE HAND - das gruselige Zimmer mit den hängenden Puppen
ZIMMER 13 - die Klänge, wenn die Morde geschehen - eher eine Art Zwitschern
Die 1000 Augen waren doch der erste Teil der Serie. Wusste da überhaupt jemand VORHER, dass Mabuse tatsächlich von Preiss gespielt wird? Es war doch noch nicht mal ganz klar, ob Mabuse überhaupt lebt - oder nur irgendjemand Verbrechen begeht in dessen Stil. Daher finde ich den "Mummenschanz" gar nicht so schlimm. Natürlich wirkt es albern, wenn man den Film schon kennt - aber wenn man ihn zum ersten Male sieht, könnte es trotzdem funktionieren, dass man nicht sofort denkt: der Hellseher ist doch Mabuse!
Thema von Dr.Mangrove im Forum Film- und Fernsehklass...
Wie die Überschrift vermuten lässt, würde ich mich freuen über die eurer Meinung nach unheimlichsten Krimifolgen, z.B. von Derrick, Der Alte, Der Kommissar etc. D.h. sie sollten nicht nur mehr oder weniger spannend sein, sondern eben auch etwas gruselig und mysteriös - gerne auch an Wallace oder einen Giallo erinnern.
Beim Kommissar fällt mir sofort ein: "Traum eines Wahnsinnigen", beim "Alten" z.B. "Verena und Annabelle", beim Polizeiruf "Sumpfgebiete".
Thema von Dr.Mangrove im Forum Film- und Fernsehklass...
Wie der Titel es andeutet, suche ich deutsche Filme und Episoden von Fernsehserien, welche eine Winter-Atmosphäre gekonnt rüberbringen - bei denen vielleicht sogar das Wintrer-Schnee-Thema Teil der Geschichte ist. Spontan fallen mir ein: Drei Männer im Schnee oder auch Der Zinker. Ich freue mich über jede Idee!
Laut Filmart kommt der Film jetzt endlich auf BluRay! Voraussichtlicher Liefertermin ist der 17.12.2021 - und da FSK 16 auch bei den üblichen Händlern bestellbar.
Ich habe nach der Hälfte entnervt aufgegeben - selten eine Serie mit so pointenlosen und langweiligen Geschichten gesehen. Dazu die teilweise wirklich schlechten Darsteller - kein Highlight und schade ums Geld.
Thema von Dr.Mangrove im Forum Edgar-Wallace-Forum
Vor ein paar Jahren hatte ich aus alten Filmprogrammen eine große EW-Collage erstellt und auf ein altes IKEA-Bild geklebt als Rahmen (140 x 100 cm) Hier zu sehen
Da ich zu wenig Platz an den Wänden habe, würde ich das Bild gerne - KOSTENFREI - abgeben. Aufgrund der Größe kommt nur eine Abholung in Berlin in Frage.
Zitat von Fabi88 im Beitrag #997 Die Frage ist, in welcher Form man das wirklich "belegen" könnte. Rein wissenschaftlich hat man bei einer Blu-Ray ja immer 1920x1080 Pixel - ob nun von SD aufskaliert, native 1080p oder herunterskaliertes 4K. Soll heißen: nur anhand der technischen Daten und Zahlen des Endergebnisses kann man nicht sagen, ob ein Film auf einer Blu-Ray nur in SD und anschließend hochskaliert oder in 1080p oder gar 4K abgetastet wurde. Beim Bildeindruck (der natürlich sujektiv ist, bzw. immer einen Vergleich benötigt) sieht es da aber ganz anders aus. Die Wirkung ist hier in allen drei Fällen mehr oder weniger auch für Laien im direkten Vergleich offensichtlich. Wir erinnern uns: analoger Film hat keine regelmäßig gerasterten Pixel, sondern Korn, welches unregelmäßig verteilt ist. Ein Abtaster (egal ob SD, 1080p oder 4K) geht da ja nun mit seinem regelmäßigen Raster dran, weil Auflösung digital eben nur so dargestellt werden kann. Dass bei 4K um so mehr Nuancen eingefangen werden können, weil das Raster filigraner ist, dürfte einleuchten. Bei SD wurde viel Korn "geschluckt", bei 1080p wirkt es oft recht grob (sofern es nicht ohnehin anschließend komplett weggeglättet wurde) und bei 4K ist man dann in dem Bereich, wo es recht genau abgebildet werden kann. Ähnlich, wie schon DVDs auf Basis von 1080p25 oder 1080i50-Mastern (die Wallace-DVDs lassen grüßen) besser aussehen als DVDs, deren Master nur in 576i abgetastet wurden (Stichwort alte MAZen), hilft auch ein 4K-Master dem Endergebnis, selbst wenn es am Ende "nur" auf Blu-Ray landet. Man hat hier ganz simpel einen Zugewinn an Schärfe, da beim Herunterskalieren (auch hier grob formuliert) jeder Pixel aus mehreren Pixeln zusammengesetzt wird, anstatt nur 1:1 abgebildet zu werden. Aus ähnlichen Gründen produzieren auch viele Medienproduktionen ihre Projekte in 4K, selbst wenn von Beginn an klar ist, dass der Kunde nur 1080p als Endergebnis wünscht, bzw. erhalten soll. Es spielt zwar auch eine Rolle, dass man auf diese Weise noch den Bildausschnitt anpassen kann, fehlende alternative Einstellungen (Ransprünge) durch Einzoomen schaffen kann und Ähnliches, aber auch der Zugewinn an Schärfe ist ein wichtiger Aspekt. Bei 4K-Abtastungen geht es aber nicht (nur) um die Auflösung (4096x3072, 4096x×2160, 3840x2160,...), sondern auch um Aspekte wie Farbtiefe und Bitrate. Da dürfte mittlerweile überall mindestens mit 12Bit abgetastet werden anstatt 8 oder maximal 10Bit in früheren Zeiten, was (grob formuliert) in feineren Farb- und Kontrastabstufungen resultiert. Selbst, wenn der Dynamikumfang dann für die Blu-Ray mittels Stauchung wieder auf 8Bit reduziert werden muss, kann der Eindruck bei guter Bearbeitung zumindest weitestgehend gewahrt werden. Wird jedoch direkt in 8Bit abgetastet, sind bestimmte Bereiche von Beginn an "gekappt" und nicht wiederherstellbar. Einschränkungen gibt es natürlich, wenn schon das Ursprungsmaterial nicht so viel hergibt. Diese Problematik gibt es ja bei vielen europäischen (bzw. vor allem italienischen) Filmen, die in Techniscope oder vergleichbaren Formaten gedreht wurden. Das Negativ hat hier nur ein Format von 22x9,47mm, anstatt 22x18,6mm oder 22x16mm - die Auflösung ist in der Höhe quasi halbiert, womit kaum genug Informationen vorhanden sind, um 4K wirklich glänzen zu lassen. Darüber streiten sich die Geister aber ja noch. Oft wird gesagt, erst bei 8k werden alle Informationen aus einem 35mm-Film abgebildet, in sofern dürfte 4K bei diesen Filmen noch ausgereizt werden. Bei Edgar Wallace betrifft dies aber ohnehin höchstens die späten Gialli, weil zuvor bei den Breitwand-Filmen Ultrascope zum Einsatz kam.
Danke auch von mir für diese - für mich als Laien verständlichen - Erklärungen. Ich liebe solche interessanten Posts wirklich, gerne öfter!
Ich habe diesen Film endlich auch mal gesehen - mich hat der Name Zehetgruber immer abgeschreckt... Demzufolge hatte ich nichts erwartet, und wurde positiv überrascht:
Ja, ein Harald Reinl hätte mit seinem Gespür für Timing und Schauspielerführung wesentlich mehr daraus gemacht. Vieles ist natürlich an den Haaren herbeigezogen. Aber es war zumindest interessant, mal Eppler und Fernau als Ermittler zu sehen - beide spielen ja sonst eher Schurkenrollen. Hanns Lothar (viel zu früh verstorben) hätte ich gerne öfter gesehen in solchen Filmen.
Auch die Rollen an sich waren mal nicht so nach Schema F wie bei anderen Epigonen. Insgesamt sicherlich kein Meisterwerk aber mehr als die meisten Filme, die auf der Wallace-Welle mitschwimmen wollten, allemal.
Zitat von Havi17 im Beitrag #97Ich bin immer wieder erstaunt, daß Colombo ohne WhoDoneIt so einen Zuspruch erfährt, wobei man heftige Kritik an Wallace Filme geübt hat, diese gar als langweilig deklarierte, wenn dies nicht der Fall war.
Das scheint zunächst merkwürdig, da die meisten Krimis auf dem "Whodunit" basieren. Bei Derrick wurde es ja auch früh umgestellt.
Das Besondere bei Columbo war aber eben - und das hat keine andere Serie so überzeugend hinbekommen - nicht am Ende zu erfahren, wer es war und wie, sondern Columbo (der schon von Anfang an immer weiß, wer es war) zu begleiten auf dem Weg der Entlarvung des Täters - die Widersprüche, in der die Täter verwickelt werden, die Verunsicherung, wenn sich der harmlose trottelige Inspektor als echter Terrier entpuppt usw.
Natürlich gibt es trotzdem immer auch eine Überraschung am Schluss - etwas, was man als Zuschauer eben nicht als Beweis vorher gesehen hat - das muss sein für den Knalleffekt.