Am letzten Freitag verstarb im Alter von 73 Jahren in Los Angeles der Chef der "Rialto-Film" Matthias Wendlandt unerwartet. Er war der Sohn von Horst Wendlandt (Wallace, Winnetou & Co) und sprach in der Wochenschau den bekannten Satz "Hallo Papi, kannst Du nicht einmal etwas anderes drehen als immer nur Edgar Wallace? Dreh doch mal Karl May...!
Ich halte es durchaus für erwähnenswert, dass er seit 1987 selbst als Produzent (seit 1992 Geschäftsführer der Rialto) und somit für Erfolge wie "Die Troublemaker", "Die Tote von Amelung", "Palmetto" oder "Samba in Mettmann" verantwortlich war - wenn sie natürlich nie an die Erfolge des Vaters herankamen. Auch bei der "Winnetou"-Neuauflage von RTL war er mit der Rialto als Co-Produzent aktiv, wenn auch seit 2002 noch sein Sohn Felix Wendlandt als neuer Geschäftsführer dazu kam und ihn nach und nach im operativen Geschäft abgelöst haben dürfte. Sohn Felix Wendlandt war zuletzt mit der Rialto-Film beispielsweise als Co-Produzent am Erfolg "Amrum" von Fatih Akin beteiligt - es steht zu hoffen, dass die Rialto Film als Produktionsfirma bestehen bleibt und nicht ausschließlich die Filme der 60er und 70er verwaltet.
Interessant auch: In "Zum Teufel mit der Penne" spielte Matthias Wendlandt mit, und zwar als Schlagzeuger auf Marion Nietnagels (Hannelore Elsner) Geburtstagsfeier. Er hat sogar einige Dialoge. Witzig in dem Zusammenhang: Eine Szene, in der er Schlagzeug spielt, ist auch im Vorspann zu sehen - und zwar genau in dem Moment, als der Name seines Vaters eingeblendet wird!