Nun ist sie da, die angekündigte Jahresrückblicks-Folge. Hier sprechen wir wie gewohnt über die Themen, die sonst nicht ins Programm passen, u.a. berichtet Daniel von seinem Besuch in den Cinecittà-Studios und ich von einem kurzen Kaffee-Abstecher ins "Hotel Royal" aus dem titelgebenden Fernsehkrimi mit Blacky Fuchsberger.
Die neue Staffel startet dann im neuen Jahr mit einer Kästner-Verfilmung von Kurt Hoffmann.
Allen Forumsmitgliedern erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Jahresrückblick 2025 vom 18.12.2025
Zum Jahresende wagen wir einen persönlichen Rückblick aufs Jahr 2025 und sprechen dabei über Neu- und Wiederentdeckungen, besondere Kinoerlebnisse, die Arbeit der Labels und TV-Sender und teilen unsere cineastischen Wünsche fürs neue Jahr. Darüber hinaus gedenken wir Verstorbenen aus der Filmwelt, berichten über filmspezifische Reiseerlebnisse und klären offen gebliebene Fragen aus der zurückliegenden „Rückblende”-Staffel. Außerdem beantworten wir Hörerfragen und verraten, mit welchem Film es in der neuen Staffel weitergeht.
Es geht weiter mit unserer neuen Staffel! Schon einige Tage online ist unsere Besprechung zur großartigen 1955er-Kästner-Verfilmung "Drei Männer im Schnee".
Drei Männer im Schnee vom 15.01.2026
Die österreichische Adaption des gleichnamigen Romans von Erich Kästner (auch Drehbuchautor) von 1955 um einen im Herzen jung gebliebenen Großindustriellen, der für allerlei Verwicklungen in einem mondänen Grand Hotel in den Alpen sorgt, darf als die gelungenste bezeichnet werden. Dies verdankt sie dem fantastischen Dialogwitz und dem famos aufspielenden Darstellerensemble um Hauptdarsteller Paul Dahlke.
Ganz frisch draußen ist zudem die Folge zum mehrfach Oscar-prämierten Polizeithriller "Brennpunkt Brooklyn - French Connection".
Brennpunkt Brooklyn - French Connection vom 29.01.2026
Die auf realen Ermittlungen beruhende Jagd zweier New Yorker Drogenfahnder auf den internationalen Heroinring „French Connection“ bildet die Grundlage für diesen rauen Polizeithriller, der durch seine nahezu dokumentarische Inszenierung und die kompromisslose Darstellung von Polizeiarbeit jenseits herkömmlicher Heldenbilder besticht. Dies ist nicht zuletzt dem intensiven Spiel von Gene Hackman als obsessivem „Popeye“ Doyle sowie dessen Partner Buddy Russo, dargestellt von Roy Scheider, zu verdanken.
Die Verfilmung von 1955 hate es aucb meinem Kleinen angetan, wir hatten Claus Biederstaedt kurz vor seinem Tode noch jeweils am Phone zu seinem Geburtstag gtatuliert.
Gruss
Havi17
Die Wahrheit ist wie Wasser, sie dringt durch jede noch so kleine Öffnung ans Licht
Anlässlich der aktuell laufenden Winter-Olympiade in Cortina d'Ampezzo begleiten wir Roger Moore in eine weitere "tödliche Mission". In der kommenden Folge geht es dann um einen wegweisenden Film aus dem New Black Cinema.
Folge 73: James Bond 007 - In tödlicher Mission vom 12.02.2026
Mit “In tödlicher Mission” startet die James-Bond-Reihe nach dem Ausflug ins Weltall in “Moonraker” betont bodenständig in die 1980er-Jahre. Dennoch erlebt der britische Geheimagent - u.a. im Olympia-Austragungsort Cortina d’Ampezzo - natürlich wieder einmal waghalsige Abenteuer.
Zitat von Ray im Beitrag #212Es geht weiter mit unserer neuen Staffel! Schon einige Tage online ist unsere Besprechung zur großartigen 1955er-Kästner-Verfilmung "Drei Männer im Schnee".
Drei Männer im Schnee vom 15.01.2026
Die österreichische Adaption des gleichnamigen Romans von Erich Kästner (auch Drehbuchautor) von 1955 um einen im Herzen jung gebliebenen Großindustriellen, der für allerlei Verwicklungen in einem mondänen Grand Hotel in den Alpen sorgt, darf als die gelungenste bezeichnet werden. Dies verdankt sie dem fantastischen Dialogwitz und dem famos aufspielenden Darstellerensemble um Hauptdarsteller Paul Dahlke.
Vielen Dank für die tolle Besprechung eines wunderbaren Wohlfühlfilms! Ihr habt die Stärken sehr gut herausgearbeitet. Der Film ist auch einer meiner Alltime Favorites. Leichte Unterhaltung wird von Kritikern ja gerne mal verschmäht, aber gut gemacht hat es auf jeden Fall seinen Platz in Film und Fernsehen. Zumal die Vorlage von Kästner auch schon dafür sorgt, dass es nicht zu seicht wird. Das Gesamtpaket stimmt eben und die Figuren erhalten gerade durch ihre Zuspitzungen (der naive Hagedorn, der exzentrische Schlüter, der treue Kesselhut, die lasziven Damen, die besorgte Tochter, die altjüngferliche Kunkel) ihr wirklich eigenes Profil und Wiedererkennungswert.
Ich könnte mir auch in keiner Rolle andere Schauspieler vorstellen. Die Besetzung ist auf den Punkt. Wahrscheinlich auch deshalb für mich meine liebste Kästner-Verfilmung. Und mit allen sind Kindheitserinnerungen verbunden. Auch die Schwazrweiß-Filme "Pünktchen und Anton" und "Das doppelte Lottchen" habe ich noch sehr präsent im Kopf, obwohl ich sie schon lange nicht mehr gesehen habe. Beim "Das fliegende Klassenzimmer" ist es bei mir ebenso, wie von euch gesagt, da kannte ich die Fuchsbergerversion vor der Schwarzweißfassung und spontan könnte ich nicht sagen, welche ich vorziehen würde.
Ich kenne sie auch nicht; aber Ingo Tornow steigert sich in seinem Buch "Erich Kästner und der Film" von 1998 in wahre Schimpforgien hinein, als er auf diese zu sprechen kommt.
In Bezug auf die Verfilmung von 1955 erweckt er den Eindruck, diese sei als Weihnachtsfilm omnipräsent; tatsächlich scheint sie nach 1992 fast 20 Jahre nicht mehr im deutschen Free-TV gelaufen zu sein.
Ich habe meine Erinnerung jetzt mal aufgefrischt. Ich hätte es aber auch bleiben lassen können. Der Film hat seine Momente und auch einige der Gags zünden (ich liebe den Satz mit dem "Informationsdefizit"), aber alles bleibt oberflächlich, schablonenhaft und zumindest bei mir bleibt das Gefühl, dass man zwar versucht hat, absurde Komik zu erzeugen, sich dabei aber selbst im Weg stand und dann irgendwie doch den Zwängen der Vorlage unterwarf. Da ziehe ich tatsächlich einige Gottlieb-Klamotten vor, da weiß ich im Vorfeld dass ich mein Hirn ausschalten kann, darf und sollte. Und als Hauptfigur bekommen wir statt eines liebenswerten Exzentrikers einen egozentrischen Psychopathen.
Vielen Dank für die tolle Besprechung eines wunderbaren Wohlfühlfilms! Ihr habt die Stärken sehr gut herausgearbeitet. Der Film ist auch einer meiner Alltime Favorites. Leichte Unterhaltung wird von Kritikern ja gerne mal verschmäht, aber gut gemacht hat es auf jeden Fall seinen Platz in Film und Fernsehen. Zumal die Vorlage von Kästner auch schon dafür sorgt, dass es nicht zu seicht wird. Das Gesamtpaket stimmt eben und die Figuren erhalten gerade durch ihre Zuspitzungen (der naive Hagedorn, der exzentrische Schlüter, der treue Kesselhut, die lasziven Damen, die besorgte Tochter, die altjüngferliche Kunkel) ihr wirklich eigenes Profil und Wiedererkennungswert.
Ich könnte mir auch in keiner Rolle andere Schauspieler vorstellen. Die Besetzung ist auf den Punkt. Wahrscheinlich auch deshalb für mich meine liebste Kästner-Verfilmung. Und mit allen sind Kindheitserinnerungen verbunden. Auch die Schwazrweiß-Filme "Pünktchen und Anton" und "Das doppelte Lottchen" habe ich noch sehr präsent im Kopf, obwohl ich sie schon lange nicht mehr gesehen habe. Beim "Das fliegende Klassenzimmer" ist es bei mir ebenso, wie von euch gesagt, da kannte ich die Fuchsbergerversion vor der Schwarzweißfassung und spontan könnte ich nicht sagen, welche ich vorziehen würde.
Das freut uns, dass die Besprechung dir so gut gefallen hat, vielen Dank fürs Feedback! Bei mir sind die Adaptionen von "Pünktchen und Anton" und "Das doppelte Lottchen" aus der Zeit tatsächlich weniger präsent; müsste ich bei Gelegenheit einmal auffrischen. Jenseits von den "drei Männern" und dem "Klassenzimmer" ist bei mir die "Emil und die Detektive"-Version aus den 1950ern auch noch recht präsent - mit einigen markanten Berlin-Aufnahmen aus der Nachkriegszeit. Wenngleich der früheren Version allgemein die höhere Qualität bescheinigt wird.
In Bezug auf die Verfilmung von 1955 erweckt er den Eindruck, diese sei als Weihnachtsfilm omnipräsent; tatsächlich scheint sie nach 1992 fast 20 Jahre nicht mehr im deutschen Free-TV gelaufen zu sein.
Darauf geht Daniel zu Anfang der Besprechung ein. Hing wohl mit dem damaligen Rechteinhaber zusammen.
Zitat von Ray im Beitrag #220Jenseits von den "drei Männern" und dem "Klassenzimmer" ist bei mir die "Emil und die Detektive"-Version aus den 1950ern auch noch recht präsent - mit einigen markanten Berlin-Aufnahmen aus der Nachkriegszeit. Wenngleich der früheren Version allgemein die höhere Qualität bescheinigt wird.
Interessant, dass diese Verfilmung bei dir "recht präsent" ist, obwohl sie nach meinem Eindruck in den letzten Jahrzehnten (jenseits vom Pay-TV) relativ selten zu sehen war - besomnders natürlich im Vergleich mit dem Film von 1931. Aber als Zeitdokumente des jeweils damaligen Berlins haben beide natürlich aus heutiger Sicht ihren eigenen Wert.
Zitat von Ray im Beitrag #220Jenseits von den "drei Männern" und dem "Klassenzimmer" ist bei mir die "Emil und die Detektive"-Version aus den 1950ern auch noch recht präsent - mit einigen markanten Berlin-Aufnahmen aus der Nachkriegszeit. Wenngleich der früheren Version allgemein die höhere Qualität bescheinigt wird.
Interessant, dass diese Verfilmung bei dir "recht präsent" ist, obwohl sie nach meinem Eindruck in den letzten Jahrzehnten (jenseits vom Pay-TV) relativ selten zu sehen war - besomnders natürlich im Vergleich mit dem Film von 1931. Aber als Zeitdokumente des jeweils damaligen Berlins haben beide natürlich aus heutiger Sicht ihren eigenen Wert.
Die Version aus den 1950ern lief die letzten Jahre mehrfach an den Feiertagen in den Regionalsendern der ARD - in einer sehr schön reatsurierten Fassung, die der DVD-Veröffentlichung noch nicht zugrunde lag.
Zitat von Count Villain im Beitrag #222Ich glaube von "Emil und die Detektive" habe ich noch überhaupt keine Verfilmung gesehen. Nur das Buch gelesen.
Bei mir ist es umgekehrt - alle Filme gesehen (die 2001er-Version seinerzeit auch im Kino), das Buch jedoch nicht gelesen.
Zitat von Ray im Beitrag #223Die Version aus den 1950ern lief die letzten Jahre mehrfach an den Feiertagen in den Regionalsendern der ARD - in einer sehr schön restaurierten Fassung, die der DVD-Veröffentlichung noch nicht zugrunde lag.
Dass es seit 2019 wieder öfter Ausstrahlungen gab, ist mir bewusst. Aber in den Jahren davor (auf die sich die Aussage "in den letzten Jahrzehnten" in erster Linie bezog) lief diese Verfilmung meistens im Pay-TV.
Zitat von Ray im Beitrag #223Bei mir ist es umgekehrt - alle Filme gesehen (die 2001er-Version seinerzeit auch im Kino), das Buch jedoch nicht gelesen.
Falls du irgendwann dazu kommen solltest, würde es sich sicher lohnen.
Kästner-Bücher haben einen Großteil meiner Kinderlektüre ausgemacht. Bis es dann zu Sherlock Holmes überging und von dort nach Christie und Wallace.
Ich habe jetzt auch mal eure Besprechung von Bloodsport nachgeholt. Den Film selbst kenne ich noch nicht, aber was ihr da zu der Figurenüberzeichnung und Herausstellung einzelner Nationalitäten gesagt habt, hat mich doch stark an "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" erinnert. Wenn mal wieder etwas in Richtung Komödie dran ist, wäre das bestimmt auch mal eine Besprechung wert. Oder "It's a mad, mad, mad, mad world".