KOMMISSAR X - IN DEN KLAUEN DES GOLDENEN DRACHEN Ein Film der Parnass (München/Wien) und Cinesecolo (Mailand) in Zusammenarbeit mit Avala (Belgrad) und Cathay (Singapur). Produziert von Theo Maria Werner & Hans Pflüger. Regie: Gianfranco Parolini - Deutsch.Erstaufführung: 30.9.1966 - FSK 16 - Verleih: Constantin Darsteller: Tony Kendall, Brad Harris, Barbara Frey, Ernst Fritz Fürbringer, Gisela Hahn, Luisa Rivelli, Pino Mattei, Jacques Bezard, Carlo Tamberlani
Professor Akron hat einen Filter für Laserstrahl-Geräte entwickelt, der die Strahlungsintensität ins Unermessliche steigert. Um ihn und seine Tochter zu schützen, begeben sich Jo Walker und Captain Rowland nach Singapur, denn der Geheimbund "Goldener Drache" will den Filter an sich bringen und schreckt dabei vor keinem Verbrechen zurück. Am Ende geraten auch unsere beiden Helden in die Hände der Gangster, deren Chef sich für Kommissar X eine besonders perfide Todesfolter ausgesucht hat.
Der dritte Kommissar X-Film kam noch im selben Jahr wie seine beiden Vorgänger in die Kinos. Den Vertrieb übernahm jedoch erstmals der Constantin Verleih, der mit einer Titelbild-Werbung im Fachblatt "Film-Echo" der Produktion die Aufmerksamkeit der Kinobesitzer verschaffte. Nachdem für den vorangegangenen Film Ceylon den Schauplatz bildete, drehte man nun in Singapur erneut vor exotischer Kulisse. Die Regie übernahm Gianfranco Parolini, der bereits den ersten Film der Serie inszeniert hatte. Die Story um den Laserstrahl-Filter dient im Grunde nur als roter Faden, um den herum in ständigem Wechsel diverse Verfolgungsjagden, Prügeleien, Mordanschläge, Explosionen und sonstiger Feuerzauber drapiert wurde, abgerundet durch abwechslungsreiche Locations und attraktive Weiblichkeit. Dem Part von Brad Harris wurde diesmal mehr Gewicht verliehen. Er steht hier nicht mehr im Schatten von Tony Kendall, sondern agiert fast als ebenbürtiger Partner. Ja, er legt sogar eine kesse Sohle aufs Parkett, wobei sein Tanz-Stil als ziemlich eigenwillig bezeichnet werden kann. Beim Kinopublikum dürfte seine Performance seinerzeit Begeisterung ausgelöst haben.. "In den Klauen des Goldenen Drachen ist somit eine gelungene Fortsetzung der Reihe. Während der Dreharbeiten meldete das Film-Echo":"Nach mehrwöchigen Aufnahmen in Singapur siedelte das Team nach Belgrad über, wo auf dem Freigelände des Avala-Studios eine der aufwändigsten Szenen des Films gedreht wird: Die Sprengung eines Chinesenviertels."
Aus der Film-Echo-Kritik: "Das Gespann Tony Kendall und Brad Harris erweist sich einmal mehr als guter Griff in den einschlägigen Darsteller-Fundus. Die Kontrastierung der Beiden - cleverer Beau und schlagkräftiger Herkules - scheint so recht nach dem Geschmack der Menge. Eine Garde praller Weiblichkeit zeigt zum Teil auch im Umgang mit Maschinenpistolen keine Hemmungen."
Den Vertrieb übernahm jedoch erstmals der Constantin Verleih, der mit einer Titelbild-Werbung im Fachblatt "Film-Echo" der Produktion die Aufmerksamkeit der Kinobesitzer verschaffte.
Ist eigentlich bekannt, warum bei der "Kommissar X"-Reihe nach zwei Filmen der Verleih wechselte? Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass Gloria an der Reihe kein Interesse mehr hatte.
Wenn ich mich recht erinnere, bezogen sich die vertraglichen Vereinbarungen zwischen Parnass-Produzent Theo M.Werner und dem Gloria-Verleih zunächst nur auf die ersten beiden Filme, weil man ja noch nicht wusste, wie sie beim Publikum ankommen. Anschließend kam es zum Wechsel, weil Constantin mit günstigeren Konditionen lockte. Ausschlaggeben dafür war natürlich der Erfolg der beiden Filme. Andererseits befürchtete man bei Constantin aber auch, dass Konkurrent Gloria die nächsten KX-Filme zeitgleich mit den Jerry-Cotton-Filmen herausbringen könnte, was man - auch im Interesse der Kinogänger - vermeiden wollte.
Zitat von Giacco im Beitrag #4Andererseits befürchtete man bei Constantin aber auch, dass Konkurrent Gloria die nächsten KX-Filme zeitgleich mit den Jerry-Cotton-Filmen herausbringen könnte, was man - auch im Interesse der Kinogänger - vermeiden wollte.
Das klingt schlüssig. Das Gleiche war ja 1961/62 mit Edgar Wallace und Dr. Mabuse der Fall, die ja in diesen Jahren beide von Constantin verliehen wurden. Da hat Constantin ja ebenfalls die Kinostarttermine zwischen beiden Reihen abgestimmt, um sich mit zwei Filmreihen nicht selbst Konkurrenz zu machen.