Nachdem dieser Thread wieder aufgetaucht ist, greife ich einen Beitrag von 2020 auf:
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #32Rex Stout (1886 – 1975) (...) Leseempfehlungen:
Der rote Bulle (Original: Some Buried Caesar – Erstveröffentlichung: 1938) (...)
Sogar in den besten Familien (Original: In The Best Families – Erstveröffentlichung: 1950) (...) Per Adresse Mörder X (Original: The Doorbell Rang – Erstveröffentlichung: 1965) (...) Buchbesprechung: Die goldenen Spinnen
Originaltitel: The Golden Spiders Erstveröffentlichung: 1953 (...) Leseexemplar:
Goldmann-Verlag ; 1999 ; ca. 220 Seiten
Übersetzt wurde der Roman von Peter Fischer in der Erstauflage 1967. Auch bei den Rex-Stout-Büchern sollen regelrechte Umdichtungen erfolgt sein, der Text erscheint im vorliegenden Buch auch ab und an flapsiger als es eventuell im Original gewesen sein könnte, aber das ist nur eine Vermutung. Auf alle Fälle liest sich die humorvolle Erzählung sehr gut.
Der deutschsprachige Wikipedia-Artikel enthält einige Beispiele dafür, wie sehr manche der älteren Übersetzungen mit Albernheiten und Geschwätzigkeiten aufgebläht wurden:https://de.wikipedia.org/wiki/Rex_Stout#...und_Deutschland Weitere Details kann man in einem in den Fußnoten erwähnten Buch von Josef Quack nachlesen: "Die Grenzen des Menschlichen. Über Georges Simenon, Rex Stout, Friedrich Glauser, Graham Greene" 2017 begann der Verlag Klett-Cotta damit, Stouts Romane in einer dem Original eher entsprechenden Neuübersetzung herauszubringen. Es blieb bei lediglich sechs Titeln, aber darunter befanden sich immerhin die vier von dir aufgezählten:https://www.klett-cotta.de/personen/rex-stout-p-1190
Da du so empfindlich in Sachen Spoiler bist, schreibe ich lieber erstmal nichts in inhaltlicher Hinsicht zu den Filmen/Büchern. Nur noch diese Kleinigkeit: Sowohl beim "Frosch" als auch beim "Tuch" scheint sich der Verlag Coppenrath viel Mühe gemacht zu haben. https://www.spiegelburg-shop.de/kleine-s...der-maske/65323 https://www.hammett-krimis.de/krimis/kri...s-indische-Tuch Ich habe mir übrigens jetzt auch Exemplare dieser Editionen bestellt und bin sehr gespannt! Auch wenn es sicher noch etwas dauern wird, bis genügend Zeit zum Lesen ist (gerade beim doch sehr langen "Frosch").
Zitat von Nicki im Beitrag #30Ich hab gerade mal rein geschaut. Und hier lese ich auch wieder, dass die Bücher in der Übersetzung wohl stark verändert wurden und es sogar mehrere Varianten gibt.
Wobei beim "Tuch" neulich eine Art "ultimative" Romanfassung erschien (einige Monate zuvor war eine ähnliche vom "Frosch" erschienen).
Zitat von Nicki im Beitrag #30Wenn du einen Gesprächspartner suchst, um das Trauma zu verarbeiten, dass das Buch diesen Film, den man doch eigentlich mal so geliebt hat, total zerstört, gerne! Lass uns rüber gehen und drüber reden! 😅
So extrem ging es mir eigentlich noch nicht, zumal Buch und Film für mich eher zwei Welten sind. Aber dafür gab es einige Fälle, bei denen die Buchvorlage durch kleine Eingriffe verbessert wurde, speziell bei den Drehbüchern, an denen Hanns Wiedmann beteiligt war; Genaueres dazu habe ich in den Threads über die entsprechenden Filme ("Fälscher", "Tür", "Abt") geschrieben.
Zitat von Nicki im Beitrag #30Ansonsten habe ich meinen eigenen Mitteilungsbedarf zum "indischen Tuch" ja schon ein wenig in meinem Kommentar zum "Zimmer 13"-Podcast auf YouTube gestillt. (...) Beim "indischen Tuch" ist mein Empfinden da anders. Aber das will ich hier jetzt nicht auch noch offtopic ausführen. Kurz gesagt: ich mag den Film nicht mehr. (...) Weißt du, ich kann inzwischen selber kein einziges gutes Haar mehr an diesem Film lassen. Dinge, die ich vorher so gefeiert hab, kann ich jetzt nur noch verabscheuen. Auf YouTube habe ich an einigen Beispielen spoilerfrei erklärt, warum. Aber was die sich da raus picken und wie sie es ausschlachten und wie dumm sie damit umgehen, das verdient selbst dieser Film nicht. Und schon gar nicht, wenn man das Buch eigentlich gar nicht gelesen hat!
Gerade für solche Diskussionen wäre doch dieses Forum der ideale Ort (dann natürlich im Thread über den entsprechenden Film)!
Zitat von Nicki im Beitrag #30Übrigens auch geil, als der eine Typ sagt, er wollte doch schon länger mal recherchieren, ob es solche Mädchenheime tatsächlich gab. Nur mal so nebenbei, es ist wirklich nicht sehr schwierig, das herauszufinden. Das sollte sogar die KI mal eben schnell hinkriegen, denn das ist geschichtliches Basiswissen.
Vor einigen Jahren meinte Dr. Oberzohn im Thread über den "Buckligen", dass die Darstellung des Heims für "gefallene Mädchen" möglicherweise gar nicht so weit von der damaligen Realität entfern gewesen seien.
Zitat von Nicki im Beitrag #30Da hat er sich schön rar gemacht.
Zum Teil lag es natürlich daran, dass im Bereich der Epigonen die BEW-Filme der CCC sicher die wichtigste Rolle spielten; und dort hatte die Rialto ja eine Beteiligung "ihrer" wichtigsten Stars verhindert. Bei der "Spinne" oder dem "Teppich" dagegen sah es etwas anders aus, da die Filme nach LWW ja von der Constantin verliehen wurden.
Zitat von Nicki im Beitrag #30"Hotel der toten Gäste" gefällt mir da schon um Längen besser. Ich glaube, sein größtes Manko ist, dass der sich anfühlt wie ein Fernsehfilm.
Selbiges könnte man aber auch in Bezug auf den "Hexer" kritisieren (siehe die Besprechung bei "deutscher-tonfilm").
Zitat von Nicki im Beitrag #30"Der Bucklige von Soho" hat irgendwie noch am meisten von den Schwarzweißfilmen. Ich feiere Eddi Arent auch total in dem Film. Und eigentlich hätte Fuchsberger ja den Inspector spielen sollen, aber der hatte keine Zeit. Ich schätze, er wäre wohl die bessere Besetzung gewesen. Günther Stoll ist gefühlt unsichtbar in dem Film.
In den ersten zwei Dritteln hat er tatsächlich überraschend wenige Szenen und wird erst danach so richtig aktiv. Aber das zeichnet den Film auch wieder etwas aus, dass er keine wirkliche Hauptfigur hat.
Zitat von Nicki im Beitrag #30Ich kann für mich sagen, dass ich zwar manchmal sehr lachen und mich auch über das eine oder andere freuen kann, aber dann sind da auch immer wieder die Szenen, wo ich gaaaaar keinen Bock drauf hab und die einfach nur falsch sind.
Auch dazu kannst du gerne in den Threads über die entsprechenden Filme etwas mehr schreiben!
Zitat von Nicki im Beitrag #30Ich glaube, wenn du unter Nerds bist, wirken leicht mal Leute älter als sie sind.
Oh, ja! In dem Forum gab es mal ein Mitglied, dass mich früher (vor etwa 20 Jahren) dadurch beeindruckte, dass ihm diverse teilweise damals schwer zugängliche Filmfassungen vorlagen; er trat bei der Auseinandersetzung mit anderen aus dem Forum auch mitunter sehr auftrumpfend auf. Später erfuhr ich, dass er zu dieser Zeit erst 18/19 war.
Zitat von Nicki im Beitrag #30"Neues vom Hexer" ist für mich der schlechteste Schwarzweißfilm, hauptsächlich weil der einfach langweilig ist. Und da fehlt mir auch ganz viel. Und das ist dann schon eher so ein Kandidat, den ich einfach nicht gerne gucken möchte. Und da spielen Arent, Kinski und Drache mit, also an der Besetzung liegt es nicht.
Findest du ihn noch langweiliger als "Das Verrätertor"? Der hat zwar immerhin Arent und Kinski, aber dafür von der Handlung her noch weniger typische Wallace-Elemente.
Zitat von Nicki im Beitrag #30Wie ist das denn mit dem "Rätsel des silbernen Dreieck"? Den hab ich überhaupt noch nicht gesehen. Aber der ist doch auch auf Englisch in Farbe und auf Deutsch in schwarz-weiß, oder? Kann man den noch in beiden Fassungen finden?
In dieser Hinsicht empfehle ich die Veröffentlichung von "Filmjuwelen", die den Film in verschiedenen Fassung auf einer Scheibe anbietet.
Zitat von Nicki im Beitrag #30Als sich das eine Kind mal beschwert hat, dass wir dauernd schwarz-weiß gucken, hab ich die Filme mal beide an gemacht, nachdem es "Die toten Augen von London" bereits kannte. Da war die Neugier auf die Farbfilme dann ganz schnell verschwunden. Wir haben auch bis jetzt noch keinen zusammen gesehen.
Aber das ist auch wieder so interessant, wie es auf "Die toten Augen von London" reagiert hat. Es hat sich ja sehnlichst gewünscht, dass Eddi Arent diesmal das Mädchen bekommt. Aber davor hat es schon direkt die Augen verdreht, als sich der Inspector und das Mädchen zum ersten Mal begegnen. Und überhaupt hat der sowieso alles falsch gemacht in den Augen meines Kindes. Das würde ja mit dem Eddi alles viel besser passen. Ich glaube, mein Kind sollte da wirklich mal eine Szene-für-Szene-Analyse im Stil des Podcasts machen.
Hat es ihm dann wenigstens gefallen, dass beim "Gorilla" der an Arent angelegte Sergeant Pepper diese Funktion einnahm (worüber Oliver Kalkofe sich im Rahmen einer "SchleFaZ-Ausstrahlung mokierte)? In der "seltsamen Gräfin" kann man es im Film zumindest erahnen, dass Lord Selwyn und Lizzy am Ende zusammenkommen (in der Buchvorlage ist es natürlich viel deutlicher). Immerhin darf Arent am Ende der "Augen" der Retter in der Not sein.
Zitat von Nicki im Beitrag #30So, dann will ich das hier mal endlich abschicken. Ich hoffe, ihr lebt nach dieser langen Nachricht alle noch. 🤣
Ich zumindest schon! Dein langer Beitrag war wieder sehr anregend. Mal sehen, ob es demnächst auch mit dem Verschicken kürzerer Sachen klappt; dann musst du nicht mehr so viel am Stück tippen.
Zitat von Edgar007 im Beitrag #23Übrigens, dass Du DER BUCKLIGE VON SOHO als besten Farbfilm nennst, kann ich absolut nachvollziehen. Ich wüsste jetzt auf Anhieb auch keinen, der mir besser gefällt.
Ich sehe ihn mir auch gerne an, allerdings eher wegen des enormen Trash-Faktors, sowohl in inhaltlicher als auch in stilistischer Hinsicht. Ob er irgendwann auch noch bei SchleFaZ laufen wird?
Zitat von Nicki im Beitrag #20In "The Gaunt Stranger" kommt aber Gwenda Milton doch gar nicht vor, oder? Sie wird also "The Ringer" gelesen haben.
Ich bin mir jetzt zwar nicht sicher, aber ich glaube, dass Gwenda Milton in den Büchern überhaupt nicht vorkommt. Aber es ist ja auch schon wieder eine Zeit her, seit ich die Romane gelesen habe.
Zumindest in der bekannten Version des Romans (Goldmann/Heyne) wurde Gwenda Miltons Leiche ebenfalls in der Themse treibend gefunden. Allerdings wurde sie dort nicht ermordet, sondern hat Selbstmord begangen, nachdem sie von Messer geschwängert wurde. Letzteres schreibt der Autor (durch die Entstehungszeit bedingt) natürlich nur "codiert".
Zitat von Nicki im Beitrag #18"Zimmer 13", "Das indische Tuch" und "Der Hexer" sind die drei Filme, zu denen ich auch die Bücher schon gelesen habe.
Beim "Tuch" gibt es einen eigenen Thread, der ausführlich auf den Roman eingeht; daneben existieren neben der Rialto-Version auch zwei britische Verfilmungen von 1940 bzw. 1983, die sich deutlich enger an die Buchvorlage halten und die hierzulande beide verfügbar sind. Und es gibt auch eine Hörspiel-Fassung von Titania. Falls du zu diesem Thema also gerne noch woanders etwas beisteuern möchtest, gäbe es genügend Möglichkeiten ...
Zitat von Nicki im Beitrag #18Warum man z.B. ausgerechnet dieses schreckliche "Wartezimmer zum Jenseits" in die Wallace-Box packen musste, will mir einfach nicht in den Kopf. Na gut, es ist eben auch ein Rialto. Aber was hat der in einer Wallace-Box zu suchen? Da gibt es ja wirklich Schöneres wie "Das Wirtshaus im Dartmoor" oder "Die weiße Spinne", aber auch nichts für die Wallace-Box, weil kein Rialto und eben auch kein Wallace.
Neben der Rialto als Produktionsfirma spielte vielleicht auch eine Rolle, dass Alfred Vohrer Regie führte.
Zitat von Nicki im Beitrag #18Aber ganz viele Epigonen habe ich auch bis jetzt noch nicht gesehen und hoffe, mich da noch auf das eine oder andere Schätzchen freuen zu können, auch wenn ich wohl leider auf nichts mehr stoßen werde, wo Blacky nochmal auf fragwürdige Weise am Ende das Mädchen kriegt. 🤣
Da Blacky im Bereich der Epigonene aus Vertragsrechten kaum vertreten war (neben der "weißen Spinne" wären allenfalls der "Teppich des Grauens" und das "Hotel der toten Gäste" Beispiele dafür) besteht dieses Risiko kaum.
Zitat von Nicki im Beitrag #18den aus meiner Sicht beste Farbfilm "Der Bucklige von Soho"
Oh, das dürfte Wirklichkeit Stoff für Diskussionen sein!
Zitat von Nicki im Beitrag #18Aber ist das generell so, dass man hier scheinbar nur 2 Nachrichten am Tag schreiben kann? Oder gilt das nur für neue User? Deswegen antworte ich nämlich jetzt erst so spät auf deine Vorposter, weil ich nicht konnte, als ich wollte, aber dann nicht mehr dazu kam.
Komisch! Ich kann mich nicht erinnern, dass solche Probleme bei meinem Einstieg vor ein paar Jahre aufgetreten wären.
Zitat von Nicki im Beitrag #18In einem anderen Forum? Auch über Wallace?
Nein, dem "Synchron-Forum" Aber es gibt schon einige Mitglieder, die dort und hier eingeloggt waren/sind, teilweise sogar unter demselben Namen. Aber der Betreffende war hier (soweit mir bekannt) nie aktiv.
Zitat von Nicki im Beitrag #18Und bei keinem der drei konnte ich mich später, als ich sie alle im Streaming gucken konnte, noch ansatzweise an die Handlung oder überhaupt an irgendwas erinnern.
Zitat von Edgar007 im Beitrag #16[quote=SaviniErst später auf Sat1 liefen dann die weitern Farbfilme und Filme wie ZIMMER 13, DER UNHEIMLICHE MÖNCH usw.
Ich kann mich noch erinnern, dass "Das Verrätertor" und "Der schwarze Abt" im Frühjahr 1993 von Sat1 ausgestrahlt wurden. Und dass "Der Mönch mit der Peitsche" im Dezember 1993 auf Pro 7 lief, wurde hier ja schon vor einiger Zeit erwähnt. Demnach gebührt wohl wirklich Kabel1 die Ehre, die Reihe zuerst komplett ausgestrahlt zu haben.
Ich schließe mich den Willkommensgrüßen ebenfalls an! Falls du die Absicht haben solltest, im Forum etwas zu verweilen: Hättest du eventuell Lust, zu dem einen oder anderen Thread etwas beizusteuern?
Was die Generationenfrage betrifft, so dürften die in den 80ern Geborenen nach meinem Eindruck in diesem Forum besonders stark vertreten sein. Bei einigen der aktivsten Mitgliedern steht es so im Profil, bei anderen geht es aus ihren Beiträgen hervor. Ob es hierbei eine Rolle spielte, dass Kabel 1 (bzw. anfangs noch der "Kabelkanal") 1994 begann, alle Rialto-Filme plus den Rächer und das "silberne Dreieck" auszustrahlen und dies danach über viele Jahre hinweg noch regelmäßig tat? Soweit ich weiß, liefen im ZDF überwiegend (oder sogar ausschließlich?) die s/w-Filme, während die in Farbe meist erst ab den 80ern von Privatsendern gezeigt wurden. So hatte man ab 1994 die Möglichkeit, praktisch alle Filme kennenzulernen (nur der "Fluch der gelben Schlange" lief nie auf diesem Sender).
Übrigens: In einem anderen Forum gab es mal ein Mitglied des Jahrgans 1975, das zunächst überzeugt war, dort zu den "jüngsten" zu gehören und mit Erstaunen erfuhr, dass manche der "Alteingesessenen" zehn oder noch mehr Jahre jünger waren.
Nun liegt der Film vor, ich konnte ihn neulich sichten. Interessant, hier ein filmisches Wallace-Erlebnis zu haben, dass stilistisch zwar weit von der Rialto-Reihe entfernt, dafür aber deutlich näher an der Welt und Atmosphäre der Romane ist. Nicht nur in inhaltlicher Hinsicht (die wesentlichen Punkte der Geschichte wurden übernommen), sondern auch zeitlich, da der Roman 1932 erschien und die Verfilmung 1940 entstand. Natürlich merkt man auch hier, dass Wallace das "Tuch" zuerst als Theaterstück geschrieben hat; aber trotzdem wurde es nicht einfach statisch abgefilmt, sondern Musik und Kamera kamen sinnvoll zum Einsatz, so dass das Ergebnis etwas "filmischer" wirkt. In einem anderen Forum wurde vermutet, dass Vohrer und/oder seine Drehbuchautoren diese Verfilmung gekannt haben könnten, da der junge Lord auch hier leidenschaftlicher Klavierspieler ist und sich durch eine Aufzeichnung (in diesem Fall auf einer Schallplatte) ein Alibi für seine Morde verschafft. Was die Optik angeht, so ist Felix Aylmer als Dr. Amersham natürlich ein ganz anderer Typ als Richard Häussler (durch die Kombination von Glatze und Monokel erinnert er an manche Preußen-Karikaturen); Hele Haye ist zwar eine weniger Ehrfurcht gebietende Erscheinung als Elisabeth Flickenschildt, tritt aber ähnlich gebieterisch auf. George Merritt ist ein ganz anderer Ermittler-Typ als man es von Rialto her gewohnt ist; aber wie in einem anderen Thread erwähnt, trifft das auch im Roman auf Tanner zu, wenn man ihn mit anderen Wallace-Inspektoren vergleicht. Ronald Shiner als Totty erinnert leider unangenehm an Arents nervigste Auftritte bzw. an manche Arent-Kopien aus dem Epigonen-Bereich. Neben der Sache mit den Klavierspiel war eine weitere interessante Abweichung, dass der Mörder hier nicht Schritt für Schritt im Dialog überführt, sondern von Tanner auf frischer Tat ertappt wird, worauf dann das Gespräch der beiden folgt (so wirkt es weniger theaterhaft). Das Ende kam danach allerdings SEHR plötzlich. Ein kleiner Bezug zu Rialto ist übrigens dadurch vorhanden, dass in der (wenige Jahre nach dem Krieg in Hamburg entstandenen) Synchronfassung George Merritt von Rudolf Fenner gesprochen wird. Übrigens: Auch wenn in der Handlung und im Dialog nichts darauf hindeutet, dass sich das Land zum Zeitpunkt der Dreharbeiten im Krieg befand, kann man doch einen kleinen optischen Hinweis entdecken, da in einer Szene ein "Victory"-Aufkleber an einer Telefonzelle klebt.
In der Abschlussfolge der letzten "Kein Mucks!"-Staffel kommentierte Bastian Pastewka ausführlich ein "Maigret"-Hörspiel von 1961 und geht dabei auf verschiedene Beteiligte ein:https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard...6777ad1d7f6077/ Bei 01:01:57-01:09:07 widmet er sich Ulrich Beiger und hat einiges zu dessen Schauspielstil und Filmkarriere (auch jenseits von Edgar Wallace) zu sagen.
Zitat von DanielL im Beitrag #236Reinl scheint es mindestens nicht gestört zu haben, auch drastische Szenen anzugehen. Neben dem "Frosch" gibt es auch in der "Bande" und im "Zimmer 13" durchaus düstere und harte Momente. "Zimmer 13" hatte es ja dann sogar erstmalig mit einer FSK-18-Freigabe "getroffen", da die Schnittauflagen nicht ohne Anschlussfehler umsetzbar gewesen wären. Und das machte sich prompt am Einspielergebnis bemerkbar. Deshalb galt es eigentlich immer, die Grenzen einer FSK-16-Berurteilung auszureizen (bei May FSK 12, um die Familien nicht zu verlieren).
Natürlich wäre eine FSK-Einstufung "ab 16" (oder gar darüber) bei Karl May tödlich gewesen, da es die wesentliche Zielgruppe ausgeschlossen hätte. Gerade deswegen ist es auffallend, dass Reinl selbst hier eine relativ heftige Darstellung eingeplant hatte und vom Produzenten zurückgepfiffen werden musste. Bei "Zimmer 13" wäre es wohl mit Kürzungen nicht genug gewesen, sondern hätte inhaltliche Änderungen erfordert, da es die Auflösung der Geschichte betraf (siehe das von Joachim Kramp zitierte FSK-Gutachten).
Zitat von DanielL im Beitrag #236Trotzdem Reinl auch bei den EW-Filmen nicht mit Härte geizte, würde ich auch sagen, dass die BEW-Filme in Summe und Tendenz noch eine Schippe düsterer daherkommen, eben v.a. durch den "Würger" bedingt. Die Mörderfigur kommt (mal losgelöst vom Plot) für Wallace-Verhältnisse sehr realistisch rüber. So könnte auch der vermummte Mörder bei "XY" gekleidet sein. Die recht drastisch ausgekosteten Attacken mischen sich dann noch in zahlreiche Nachtsszenen mit der kompromisslosen Effekt-Musik, wo ja doch sonst ein bisschen verträumte Atmosphäre oder lässiger Groove mitschwingt. Die "Comic Relief"-Momente sind auch eher rar bzw. mit und durch Giller auch etwas dezenter platziert. Und schließlich rechnen sich in den EW-Schnitt Krimis wie "Bogenschütze" oder "Tuch", die sich fast als Selbstparaodie zelebrieren. Bei "BEW" bleibt das eher aus, wenn auch nicht alle vorgenannten Aspekte eine durchgehende Konstante bleiben.
Natürlich sind Würgeszenen tendenziell eine heftigere Sache. Aber Vohrer blieb bei solchen Stellen im "Tuch", den "toten Augen", der "Tür" und selbst dem ansonsten sehr reißerischen "Buckligen" geradezu dezent, wenn man es mit den krassen Darstellungen durch Reinl im "Würger" oder der "Spinne" vergleicht.
Entschuldigung für den kleinen Exkurs, für den sich eigentlich ein anderer Thread viel besser eignen würde!
Zitat von Ray im Beitrag #232So überrascht der Harald-Reinl-Film mit einigen Härten und einem besonders experimentellen Soundtrack.
Interessanterweise einen ihn diese Härten mit dem "Frosch", auch Reinls Erstling. Bin schon gespannt, was ihr zum "Würger" alles zu sagen habt. Ich werde zum Wochenende mal in die Folge herein hören.
Das mit dem "Frosch" ist auf jeden Fall richtig, darauf hätte man noch hinweisen können (das nehme ich schon mal vorweg). Davon ab waren seine EW-Filme aber in der Tendenz eher zahmer als "Würger" oder auch "Spinne", würde ich sagen.
Wie früher mal erwähnt, hatte ich vor vielen Jahren einen Austausch mit jemandem der meinte, Wendlandt habe Reinl möglicherweise gebremst, wenn es um Gewaltdarstellungen ging. Bei Krimis für andere Produzenten habe er dagegen eine auffallende Tendenz zu für diese Zeit sehr heftigen und teilweise fast sadistisch wirkenden Gewaltdarstellungen gehabt. Das 2024 erschienene Buch über die Entstehung und Dreharbeiten von "Winnetou I" könnte diesen Verdacht unterstützen, da dort mittels Szenenfotos und Produktionsunterlagen belegt wird, dass die Folterszene zu Beginn ursprünglich deutlich grausamer gefilmt und danach auf Drängen Wendlandts durch eine entschärfte Version ersetzt wurde.
Zitat von Mr Keeney im Beitrag #3Das liegt sicher daran, dass ihn unter anderen Siegfried „Sir John“ Schürenberg so kongenial deutsch vertonte…😉
Wenn ihn jemand "kongenial deutsch vertonte", dann wohl eher Erich Fiedler. Siegfried Schürenberg war in den "tollkühnen Männern in ihren fliegenden Kisten" zwar auch nicht schlecht, aber Fiedler war für mich einfach die Idealstimme.
Zitat von Havi17 im Beitrag #2Ich kenne keinen weiteren Wallace Film. Irgendwie hatte ich immer den Eindruck, daß Morley Deutsch sprach, doch das scheint falsch zu sein. Jedenfalls ist er mir irgendwie als "Deutscher" in Erinnerung.
Ein kurioser Eindruck, da Morley für mich eigentlich eine "ur-britische" Erscheinung war und im Film meist eine Variante des "John Bull" verkörperte - die Karikatur eines aufgeblasenen, dicklichen und oft auch dümmlichen Engländers. Mütterlicherseits hatte er zwar deutsche (und burische) Vorfahren, sprach und verstand aber (laut der von seinem Sohn Sheridan Morley verfassten Biographie) kein Deutsch.
Zitat von Fabi88 im Beitrag #283Bei den 12 Edgar Wallace-Hörspielen ist auf jeden Fall extrem viel Carsten Bohn-Musik drin. Die neuen Fassungen kenne ich daher gar nicht und kann nicht beurteilen, was für Musik da nun zum Einsatz kommt und ob die Stimmung noch annähernd die selbe ist (was ich aber bezweifle).(...) Ich habe gerade spaßeshalber in "Die toten Augen von London" reingehört, bzw. der "Spaß" dauerte nicht lang... das ist mir schon nach den ersten 2-3 Szenenwechseln zu grausam!
Die Seite "Hörspielforscher" dokumentiert nicht nur Besetzungen, sondern auch (gerade bei Produktionen des Labels Europa) die einzelnen Musikstücke, die in einem Hörspiel eingesetzt wurden. Da viele Stücke komplett oder teilweise auch auf Youtube oder in anderen Hörspielen zu hören sind, kann man sich so einen ganz guten Eindruck verschaffen. Hier wären beispielhaft Listen zur alten und neuen Abmischung der "toten Augen":https://hoerspielforscher.de/kartei/hoer...musik#page-main https://hoerspielforscher.de/kartei/hoer...musik#page-main
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #14Teufel noch Mal, da hatte man doch gedacht, dass die rabenschwarze Seele des Machredschs von Mossul nach seinem tiefen Fall jetzt in der untersten Etage der Dschehenna schmachten muss. Dabei hat der Finsterling glatt und unbeschadet überlebt. Nur mit den genreüblichen Gummiknochen ist das alles nicht zu erklären, die anderen Organe müssen auch eine immense Verschleißfestigkeit aufzuweisen gehabt haben.
Erklären kann ich mir das eigentlich nur damit, dass er sich an irgendetwas (einem Zweig oder Felsvorsprung) festhalten konnte, da er nicht einmal eirgendeine ernsthafte Verletzung zu haben scheint.
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #14doch der Machredsch zieht gerade einen schlauen Coup durch. Er wirft sich dem alten Padischah zu Füßen, schiebt alle Schuld der Vergangenheit auf den ungläubigen Allemannen und schwört alle Eide, die dem zweifelnden Oberhaupt der Gläubigen gerade einfallen. Letzterer ist wohl doch ein wankelmütiger Geselle oder er hat einfach einen schlechten Tag, jedenfalls kann der Machredsch jetzt wieder in vollen Amt und Würden und blitzblanker neuer Uniform an der Spitze einer Reiterschar Soldaten von dannen reiten. „Nur wer die Tiefe kennt, weiß die Höhe zu schätzen.“, gibt der alte weise Gebieter dem in jeder Hinsicht gefallenen Manne noch mit auf den Weg, aber bei dem sind ja solche Reden komplett verschwendet ! Seine Handlung ist es nun, seinen Erzfeind Kara Ben Nemsi von Zedar ausliefern lassen und zum Padischah zurück zu schleppen. Kara ist böse in der Klemme, aber ein Gottesurteil, das Allah, der Unfehlbare, zugunsten des deutschen Musterhelden ausfallen lässt, bringt wieder eine Wende, die alten Verhältnisse von Gut und Böse sind wiederhergestellt. Kara darf jetzt wieder offiziell seinen ewigen Widersacher jagen.
Über diesen Handlungsstrang muss ich immer wieder den Kopf schütteln: Dass der Padischah sich durch Zeugenaussagen von der Schlechtigkeit des Mahredsch überzeugen lässt, diesen entmachtet und sogar "zu Tode peitschen lassen" will - in Ordnung. Aber dass er sich danach allein (!) durch dessen Beteuerungen vom Gegenteil überzeugt, den Degradierten vollständig rehabilitiert und sich gegen seinen früheren Freund Kara Ben Nemsi wendet, ohne auf die Idee zu kommen, das Urteil anderer Personen einzuholen, lässt doch an seiner Menschenkenntnis und Urteilsfähigkeit zweifeln. Ähnliche Beispiele im Bereich der Karl-May-Filme wären der Richter in "Unter Geiern" und der alte Häuptling im "Ölprinzen".
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #15Der wie aus dem Nichts auftauchende räuberische Abu Seif, gespielt von Sieghard Rupp, ist eine gelungene Bereicherung, der fast das Zeug hat, dem Machretsch die Show zu stehlen.
Tja, wenn es zwei in Sachen Rollenumfang und Charakterlosigkeit ungefähr gleichwertige Schurken gibt, muss natürlich einer von beiden vor dem "eigentlichen" Showdown ins Gras beißen - so wie bei der "Pyramide". Trotzdem interessant, dass man sich nicht mit dem Mahretsch allein begnügte: Einsicht, dass es ansonsten etwas zu eintönig werden könnte?
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #15Schlechte Kerle gibt es auch noch andere, den als die rechte Hand des Machretsch‘ dienenden Durek zum Beispiel, der sich auch aus dem Kurdistan-Film herübergerettet hat und nun die gefangene Ingdscha im Auftrag seines düsterblickenden Herrn und Meisters bewachen soll. „Wir sind hier auf arabischem Gebiet. Hier sagt nur der Mann etwas, die Frau schweigt.“, fasst Durek für heutige Zeiten politisch vollkommen unkorrekt die Verhältnisse im dortigen Ländle zusammen, woran sich seine kratzbürstige Geisel natürlich nicht halten will. Kurz darauf gibt sie ihm bei erstbester Gelegenheit eins über die Rübe und flüchtet, nur um dem um die nächste Ecke kommenden Abu Seif in die Arme zu reiten. Falls es Durek gelingen sollte, ohne sein geklautes Pferd aus der kargen Steppe zu kommen, dürfte er einer der wenigen größeren Schurken sein, die auch mal einen Karl-May-Film überleben, jedenfalls hört man nichts mehr von ihm. Solche Nebendetails fallen einem nur auf, wenn man mal drauf achtet.
Bei der erneuten Sichtung neulich fiel mir das auch auf: Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass Abu Seif Durek ebenfalls aufgelesen hätte (die erneute Gefangennahme Ingdscha erfolgte ja nicht so wet entfernt) und war überrascht, dass die vorherige rechte Hand des Mahretschs gar nicht mehr vorkam. Oder sollte er in der Wüste verdurstet sein? Das wäre eigentlich ziemlich hart. Eine kleine Kuriosität: Durek wird (wie viele andere Bösewichter im Karl-May-Universum) von Rainer Brandt synchronisiert, Ingdscha von Ursula Heyer, mit der er damals verheiratet war und es bis zu seinem Tod 2024 blieb. Bei hörte man auch im "Schut" (für Rik Battaglia und wieder Marie Versini) und im ertsen "Winnetou" (für Mario Adorf und Dunja Rajter). Tja, solche "Szenen einer Ehe" können vorkommen, wenn der Mann in dieser Reihe meist entweder den Oberschurken oder einen von dessen Leuten synchronisiert und die Frau ebenfalls in der Branche tätig ist! Da wir beim Thema "Synchronisation" sind, wollte ich eine kleine Kuriosität erwähnen: Der uns allen wohlbekannte Wolfgang Lukschy wurde in "Kurdistan" von einem anderen Sprecher (Joachim Nottke) synchronisiert (er war wohl gerade verhindert). Im "Löwen" spielte er nicht mit, war dafür dort akustisch vertreten: aus dem Mund von Antonio Casas
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #15Bei ihrem Marsch etwa durch die Salzwüste haben Kara und seine Mannen auch noch einen gefangenen Räuber bei sich, der aber nach dem Überfall plötzlich verschwunden ist. Haben die den armen Kerl einfach zurückgelassen, Gauner hin oder her? Wäre gar nicht so edel wie sonst immer.
In den letzten Minuten von "Feuerball" scheinen Bond und Domino ja auch den Physiker Kutze völlig vergessen zu haben, obwohl sie beide ohne dessen (selbstloses!) Eingreifen nicht überlebt hätten.
Insgesamt würde ich den "Schut" zwar vorziehen, aber eine Stärke hat der "Kurdistan"-Zweiteiler im Vergleich immerhin: Die Szenen bei Nacht und in der Dämmerung fallen diesmal deutlich überzeugender aus!
Und wieder eine schöne Besprechung eines schön trashigen Films!
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #12und nochmal taucht ein alter Freund vom Kara auf, der Chef des Stammes
Beeindruckend, wie viele Freunde er selbst in den entlegensten Gegenden zu haben scheint!
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #12Die Abfolge von Gefangennahmen, Befreiungen, Überfällen und Wiedergefangennahmen ist schon beachtlich, einen roten Faden hierbei im Gedächtnis zu behalten gar nicht so einfach.
Aber wenn das (und das heimliche Belauschen von Plänen nicht echt "Karl May" ist - was dann?
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #12Der Bursche scheint sich nicht alle Weisungen des Propheten zu Herzen zu nehmen, seine maßlose Trunksucht
Er scheint über eine immens wichtige Position zu verfügen und dieser auch sehr sicher zu sein, da er nicht einmal versucht, seinen Alkoholismus vor irgendjemandem zu verheimlichen!
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #12Die sich auch hier wieder unglaublich dämlich anstellen, wie konnten die wohl ein so großes Reich erobern, wenn sie sich von nur drei beherzten Burschen ihren wichtigen Gefangenen vom Schafott weg entführen lassen?
Gleiches könnte man sich z. B. auch über die Franzosen im Azteken-Zweiteiler fragen; oder in Bezug auf die trotz ihrer Dämlichkeit so gefürchteten Aladschy-Brüder im "Schut" (siehe einen früheren Beitrag).
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #12das anfängliche Auftreten der beiden Helden im Schottenrock, wobei sie doch stets als „Engländer“ bezeichnet werden
Abgesehen vielleicht von Halef im "Schut", der Archie an einer Stelle als "Sohn eines geizigen Schotten" bezeichnet. Aber auch hier scheint man sich nicht entscheiden zu können, ob Lindsay ein "Lord" oder "Sir" ist; selbst wenn er über beide Adelstitel verfügen sollte, wäre es sicher anstößig, ihn mit dem niedrigeren anzusprechen.
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #12Hätte man sich nun wirklich schenken können, die sehr billig wirkenden Trickaufnahmen machen den Quatsch auch nicht besser.
Hier merkt man wieder deutlich, dass man sich in einem Film der CCC befindet! Bekanntlich wurden die Szenen mit dem Ballon auf dem Teufelsberg in Berlin gedreht.
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #12Rosenbergers Filmmusik ist auch so was, was man unter „Geschmackssache“ verbuchen kann.
Ähnlich wie BEI Ortolanis Kompositionen zu "Old Shatterhand" würde man auch hier vom bloßen Hören wohl nie darauf kommen, dass diese zu einem Karl-May-Film gehört.
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #12Der Film an sich ist ganz unterhaltsam, aber meiner Ansicht nach kein Vergleich zu den meisten Winnetou-Streifen.
Aber dafür eignet er sich bestens zur Unterhaltung an einem verregneten Wochenende, wenn man nichts Besseres vorhat (so wie neulich in meinem Fall). Nachzutragen wäre vielleicht noch, dass der Film immerhin auf Feindseligkeiten unter den verschiedenen Ethnien des osmanischen Reiches eingeht. Das Thema Romantik kommt speziell im Vergleich zu den ersten beiden "Winnetou"-Teilen sehr kurz, was aber kein Nachteil ist.
Mal sehen, wie die Besprechung des Nachfolgers ausfallen wird!