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  • Vier gegen die Bank (1976, TV)Datum20.04.2019 09:36

    Den solltet ihr nicht verpassen

  • Das ist mal ein toller Tipp, danke

  • Eure Bryan Edgar Wallace-RanglisteDatum03.06.2017 01:21

    Platz 1 : Das Phantom von Soho
    Platz 2: Der Henker von London

    Die anderen Plätze lass ich frei um Gubanov zu ärgern

  • ich finde auch, dass die Storys nicht immer überzeugen und die Akteure recht stereotyp sind, aber der 60er Jahre- Flair entschädigt dafür.

    Ich finde die Serie ist ein echter Augenschmaus.

  • Lukas Ammann gestorbenDatum09.05.2017 15:18
    Foren-Beitrag von Fräulein Janine im Thema Lukas Ammann gestorben

    Unfassbar, Lukas Amman war immer schon alt!!!
    Ich hatte geglaubt, er wäre schon seit Jahrzehnten nicht mehr unter uns!
    So kann man sich irren.
    Ich hab ihn, als Inkarnation des vollendeten Herren, auf jeden Fall immer gern gesehen.

  • Rosen für den Staatsanwalt (1959)Datum28.04.2017 19:22

    Für mich ist "Rosen für den Staatsanwalt" einer der ganz großen Würfe des Nachkriegskinos. Martin Held und Walter Giller füllen ihre Rollen perfekt aus. Auch nach dem x-ten Mal sehe ich mir diesen Film immer wieder zu gerne an.

  • Edgar-Wallace-Fantreffen 2017Datum24.04.2017 22:44

    Da hab ich wohl am Samstag richtig was verpasst

  • Besondere FilmvorführungenDatum23.04.2017 19:44

    Im Aachener Capitol- Kino läuft im Rahmen von Capitol - Klassik, die Reihe "Meisterwerke der 60er Jahre"
    mit
    Tanz der Vampire
    Wer die Nachtigall stört
    Die Reifeprüfung
    Charade
    und Psycho.
    Genaue Termine könnt ihr hier entnehmen:
    http://www.capitol-aachen.de/capitol-classics.php

  • Edgar-Wallace-Fantreffen 2017Datum10.04.2017 20:58

    Mensch Daniel, wenn das nicht mal ein paar dufte Schaukastenfotos sind.
    Klasse!

  • Das sieht auf jeden Falls hochinteressant aus!

  • Oh habe ich heute gar nicht gehört. Sie hatte etwas so alterslos und war immer sehr sie selbst.
    Ich fand sie toll im Film "Out of Rosenheim", auch da hat sie ihr komödiantisches Talent zeigen können.

  • Mord im Fahrpreis inbegriffenDatum18.03.2017 22:32

    Ich hab den Film diese Woche auch auf ARTE gesehen, und war ganz begeistert.
    Da spielt ja wirklich alles mit, was im Französischen Kino Rang und Namen hatte.
    Das Catherine Allegrette die Tochter der Signoret ist, wusste ich zwar nicht, aber ich habe es vermutet.
    Sie sieht ihr wirklich sehr ähnlich.
    Michel Piccoli fand ich im übrigen ganz hervorragend.

  • Thema von Fräulein Janine im Forum Off-Topic

    Keinen Buchtipp sondern einen Magazin- Tipp möchte ich euch ans Herz legen.
    Da in diesem Forum augenscheinlich noch mehr bekloppte Filmfreunde unterwegs sind, dürfte die "RETRO- unsere Stars gestern und heute" vielleicht was für den ein oder anderen sein.
    Die Zeitschrift erscheint alle zwei Monate. In der aktuellen Ausgabe finden sich unter anderem eine 1978er Homestory von Kuth Maria Kubiitschek,
    Grit Boettcher öffnet ihr Fotoalbum, es gibt eine Doppelseite zu den besten Straßenfegern der 60er, eine Hommage an deutsche Komikerinnen von Liesl Karlstadt, über Trude Herr bis zu Gisela Schlüter und und und.
    Ich hab die Zeitschrift zufällig an einer Tankstelle gefunden und bin begeistert.
    So was schönes buntes hab ich nicht mehr in Händen gehabt, seit ich aufgehört habe die BRAVO zu lesen.

  • Die GoodTimes Kult find ich auch ganz gut.
    Mir genügt es aber, mich manchmal auch ganz flach mit schönen bunten Bildern unterhalten zu lassen.

  • Besondere FilmvorführungenDatum15.03.2017 15:28

    Die modernen Zeiten sind natürlich schon ziemlich lange her, aber ich finde Chaplin geht immer.
    Im Stadttheater Aachen findet am Fr. 24. und Sa 25. März die Chaplin Filmnacht statt.
    Es soll tatsächlich noch einige Karten geben.
    Gezeigt wird "Modern Times", Chaplins grandiose Filmmusik wird intoniert vom Sinfonieorchester Aachen.
    Für die, denen das geographisch entgegenkommt ist das bestimmt eine schöne Veranstaltung.
    Ich auf jeden Fall freu mich schon drauf.

  • Keinen Buchtipp sondern einen Magazin- Tipp möchte ich euch ans Herz legen.
    Da in diesem Forum augenscheinlich noch mehr bekloppte Filmfreunde unterwegs sind, dürfte die "RETRO- unsere Stars gestern und heute" vielleicht was für den ein oder anderen sein.
    Die Zeitschrift erscheint alle zwei Monate. In der aktuellen Ausgabe finden sich unter anderem eine 1978er Homestory von Kuth Maria Kubiitschek,
    Grit Boettcher öffnet ihr Fotoalbum, es gibt eine Doppelseite zu den besten Straßenfegern der 60er, eine Hommage an deutsche Komikerinnen von Liesl Karlstadt, über Trude Herr bis zu Gisela Schlüter und und und.
    Ich hab die Zeitschrift zufällig an einer Tankstelle gefunden und bin begeistert.
    So was schönes buntes hab ich nicht mehr in Händen gehabt, seit ich aufgehört habe die BRAVO zu lesen.

  • Selbstverständlich


  • „Straße der Verheißung“, Deutschland 1962



    Mario Adorf, Karin Baal, Johanna von Koczian, Wolfgang Völz, Lotte Ledl, Wolfgang Wahl,
    Gretl Schörg, Amedeo Nazzari und andere mehr

    Regie: Imo Moszkowicz
    Kamera: Klaus von Rautenfeld
    Musik: Martin Böttcher
    Produzent: Luggi Waldleitner
    „Straße der Verheißung“ ist erschienen bei FILMJUWELEN, Laufzeit 93 min.





    Das zentrale Thema dieses Filmes ist das Schicksal. In „Straße der Verheißung“ wird der Frage nachgehgegangen, ob und wie weit, der Mensch sein Schicksal in Händen hält, und was wäre, wenn er andere Entscheidungen getroffen hätte.

    Der Mann, an dem sich diese Frage festmacht ist Joe (Mario Adorf) ein Seemann auf Landgang, der in Neapel sein nächtliches Vergnügen sucht.
    Nachdem er einige Zeit durch die Straßen gestreift ist, überlässt er dem Schicksal den weiteren Fortgang des Abends.
    Er wirft eine Münze, um zu entscheiden, ob ihn sein Weg nach rechts oder links führen soll.


    Bilder zum Vergrößern anklicken

    Der Weg führt nach links in die Paradiso Bar. Einer Kaschemme mit exotischen Tänzerinnen. Nina (Karin Baal), eine der Tänzerinnen weckt Joes Interesse.
    Er geht ihr nach Kneipenschluss nach, spricht sie an und sie nimmt ihn mit nach Hause in ihre erbärmliche Bruchbude,
    die sie sehr kindlich mit naiven Wandbildern geschmückt hat. Abgeschminkt in diesem Zimmer, wirkt Nina ganz anders. Aus dem sündigen Weib, ist ein verletzliches Mädchen geworden, das erschöpft von der Arbeit einschläft, noch bevor es auch nur zu einem Kuss hat kommen können. Doch grade diese Zerbrechlichkeit ist es, die Joe anzieht. Er schläft auf dem Boden und besorgt Nina am nächsten Morgen Frühstück.
    Nina, die keinen Menschen hat, fühlt sich zum ersten Mal umsorgt. Die beiden verlieben sich ineinander. Nina ist glücklich und will für immer bei Joe bleiben. Sie verbringen einen ausgelassenen Tag, doch schon am Abend ziehen erste Wolken auf, denn Joe will nicht mehr, dass Nina vor fremden Männern tanzen soll. Sie kann aber, auf Grund ihres Vertrages, nicht von heute auf Morgen aufhören. Joe ist rasend eifersüchtig, genau genommen sogar auf sich selber, denn er wirft ihr vor, wie leicht sie es ihm gemacht hat und zieht daraus Rückschlüsse auf ihre Verfügbarkeit für Männer.



    Joe muss noch am selben Abend zurück auf sein Schiff, doch die Eifersucht treibt ihn zurück. Er nimmt fälschlicherweise an,
    dass Nina mit einem anderen Mann mitgeht und lässt sich, Quartalssäufer der er ist, besinnungslos vollaufen.
    Er wird verhaftet und muss eine Gefängnisstrafe absitzen. Nina, die ihn besucht, wird von ihm beschimpft und bespuckt,
    dennoch will sie ihn nicht aufgeben.
    Am Tag seiner Entlassung besäuft sich Joe wieder, zertrümmert Ninas Zimmer und bedroht sie auf beängstigende Art und Weise.
    Besoffen schläft er über seiner Raserei ein. Am nächsten Morgen nimmt er war, wie rührend Nina alles zu seinem Empfang vorbereitet hat.
    Nina verzeiht ihm ohne viele Worte, ein Zeugnis für ihre Einsamkeit und vielleicht auch dafür, dass solch ein Verhalten für sie nichts Neues ist.
    Joe fährt wieder zur See. Nina bekommt ein Kind von ihm.
    Die Zukunft zeigt beide als verheiratetes Paar in einem kleinen Haus mit einem bezaubernden Sohn.
    Joe jedoch ist nicht ganz glücklich, denn ihn lässt der Gedanke nicht los, was gewesen wäre, wenn die Münze ihn nach rechts hätte gehen lassen.


    Fast Rewind!
    Joe, ist wieder an der Straßengabelung und die Münze führt ihn nach rechts.
    Es wird ein feucht- fröhlicher Abend und Joe wacht im Zimmer eines Saufkumpanen auf, der Dienstbote in einem herrschaftlichen Haus ist.
    Die Dame des Hauses, Valentina (Johanna von Koczian) tritt an Joe heran und trägt ihm auch ihr Radio zu reparieren.
    Valentina ist eine mondäne, verwöhnte Frau, die um ihre Reize weiß und Joe verführt. Der ist offensichtlich bereit sich zu verlieben,
    denn es bleibt auch diesmal für ihn nicht bei einem belanglosen Abenteuer.
    Joe der sich vorkommt wie im Schlaraffenland, verbringt nun mit Valentina einen unbeschwerten Abend. Unbeschwert zumindest für ihn.
    Sie umgibt eine unbestimmte Melancholie. Beide gehen Abends in die Paradiso Bar, wo Joe Ninas Auftritt jedoch gar nicht wahrnimmt.
    Nina bringt Joe zum Schiff. Sie will auf ihn warten und ihn abholen, wenn er wieder kommt.
    Nina, die vorgegeben hat bei ihrem Onkel zu wohnen, wird von dem Abends schon erwartet.
    Der „Onkel“ (Amedeo Nazzari) misshandelt Nina, die augenscheinlich seine rechtlose Mätresse ist.
    Als Nina Joe, nach dessen erneuter Ankunft in Neapel abholt, stellt sie ihm den „Onkel“ vor, der unverblümt zur Sache kommt.
    Er hätte Nina großgezogen, aber auch die Frau in ihr gesehen. Er will wissen, ob Valentina für Joe nur ein Abenteuer ist oder er sie heiraten will.



    Valentina sei verwöhnt und niemals mit der Heuer eines einfachen Seemanns zufrieden zustellen.
    Valentina gibt dies zu und eröffnet Joe, dass sie nicht will, dass er weiter zur See fährt.
    Der „Onkel“ setzt Joe die Pistole auf die Brust. Wenn er Valentina heiraten wolle, müsse er für sie sorgen können.
    Er könne ihm dabei helfen. Er verspricht Joe 1000 Dollar im Monat, wenn dieser für ihn arbeiten will.
    Joe soll sein Schiff sabotieren, damit es nicht rechtzeitig auslaufen kann.
    Joe ist verwirrt und kommt in Versuchung, doch entscheidet sich dafür, auf Valentina zu verzichten und anständig zu bleiben.
    Er verlässt das Schiff, lässt sich vollaufen, und veranstaltet im Haus des „Onkels“ einen ordentlichen Budenzauber.
    Er kommt über Nacht ins Gefängnis und geht nach seiner Entlassung ins Paradiso, wo ihm Nina begegnet, die ihn mit nach Hause nimmt......







    Im Trailer des Films wird damit geworben, dass es eine solche Thematik im Film noch nie gegeben habe.
    Tatsächlich ist das Gedankenspiel um Vor- und Selbstbestimmung spannend und gut erzählt.
    Es gibt einen sehr guten Film mit Gwyneth Paltrow und dem Titel „Sliding doors“ der 1998 das Schicksal in ähnlicher Weise zum Thema macht.

    Der Film „Straße der Verheißung“ , dessen Außenaufnahmen tatsächlich in Neapel gedreht worden sind, hat einiges zu bieten.
    Neben den großartigen und stimmungsvollen Aufnahmen der Stadt, und den guten Studiokulissen (gäbe es die Paradiso Bar, so würde ich dort gerne einmal hingehen) besticht der Film mit guter Musik, erneut von Martin Böttcher, einem guten Titelsong, schön vorgetragen von der Sängerin Olive Moorfield, die in den 50er und 60er Jahren häufig in deutschen Filmen zu sehen war, und guten Schauspielern,
    die auch in kleinen Rollen glänzen. So Lotte Ledl und Gretl Schörg als Tänzerinnen in der Paradiso Bar.
    Die drei Hauptdarsteller, vor allem Karin Baal und Mario Adorf sind brillant.


    Karin Baal spielt die Nina auf eine nie kitschige aber zutiefst zu Herzen gehend Weise.
    Johanna von Koczian, stellt ein unselbständiges, verstörtes Geschöpf dar, dass nicht vermag, sein Leben in die eigene Hand zu nehmen.
    Mario Adorf zeigt alle Facetten eines im Kern anständigen, doch impulsgestörten Trinkers auf erschreckend realistische und dichte Art und Weise.
    Seine Darstellung ist hervorragend.

    Es geht in diesem Film, jedoch nicht nur um Schicksal, es geht auch um Liebe und um Sex in seinen vielfältigen Erscheinungsformen.
    Sex wird im Film nicht gezeigt, aber durch sehr sinnliche Art und Weise angedeutet.
    Durch die schönen Hauptdarstellerinnen und den sehr maskulinen Mario Adorf wird „Straße der Verheißung“ zu einem Film voll knisternder Erotik.
    Durch die Thematisierung käuflicher Liebe und der Andeutung der Pädophilie
    zeigt er aber auch die dunkle, freudlose Seite des Sex. Dennoch setzt mich auch diesmal die FSK 16 in Erstaunen.




    Mein Fazit: „Straße der Verheißung“ ist ein außergewöhnlicher Film, mit hervorragenden Aufnahmen, guter Musik und tollem Ensemble.
    Er zeichnet sich durch ein interessantes Thema aus und nicht zuletzt durch die sinnlichen Lippen von Mario Adorf ;-)
    Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten.

  • Besondere FilmvorführungenDatum11.03.2017 16:49

    Das ist ein toller Tipp.
    Das "Eheinstitut Aurora" am Sonntag ist auch nicht schlecht.
    Wäre ein netter Grund für einen Sonntagsbeuch in Köln.
    Gruß aus Aachen
    Fräulein Janine

  • ... und sowas nennt sich Leben 1961

    Karin Baal., Michael Hinz, Elke Sommer, Wolfgang Lukschy,
    Heli Finkenzeller, Klaus Wilke, Alfred Balthoff u.a.m.

    Regie: Géza von Radványi
    Musik: Martin Böttcher
    Produzent: Artur Brauner

    „... und so was nennt sich Leben“ ist erschienen bei Pidax Film- Klassiker, Laufzeit 93 min.






    Bilder zum Vergrößern anklicken



    „,,, und so was nennt sich Leben“ ist eigentlich ein Hybrid, eine Mischung aus Sittendrama, Halbstarkenthematik und erotischem Film.
    Der Film, eindeutig gedreht in Berlin, spielt in Frankfurt, das seit dem Fall Rosemarie Nitribitt hinreichend als bundesdeutsches Sündenbabel bekannt war.
    Die Protagonisten sind eine Handvoll Jugendlicher und junger Erwachsener, die ein zweites Zuhause in der Jazzkneipe „Rabennest“ gefunden haben, die von dem ebenfalls noch sehr jungen Mario (Claus Wilke) betrieben wird.
    Die Schlüsselfigur ist Irene Dierks (Karin Baal), die Tochter eines verwitweten Anwalts (Alfred Balthoff), die mehr noch als ihre Bekannten keine Gelegenheit zu unverbindlichen sexuellen Abenteuern auslässt. Gelegenheiten die zu nichts verpflichten und von denen nicht mehr erwartet wird als Zeitvertreib und Bestätigung.
    Die Reihe ihrer Liebhaber ist lang, einzig der verträumte und in dieser Gesellschaft wie ein Fremdkörper wirkende Martin (Michael Hinz), Musikstudent und Sohn des Bauunternehmers Berger (Wolfgang Lukschy), ist ehrlich in Irene verliebt.
    Sie jedoch spielt nur mit ihm, benutzt ihn und erhört ihn nicht.
    Irenes Freundin aus Kindertagen, Britta (Elke Sommer) kommt nach Frankfurt um das zu machen, was ein Mädchen machen kann, das nichts kann.
    Irene macht sie mit Mario bekannt, der ihr hilft als Mannequin Fuß zu fassen.
    Als Irene merkt, dass Britta Interesse an Martin zeigt, verstärkt sie ihre Spielchen mit ihm. Sie macht ihm Hoffnungen, zieht ihn zu sich heran um ihn dann um so herzloser wieder von sich wegzustoßen.
    Ihr temporäres Interesse jedoch gehört dem grobschlächtigen Bob (Klaus Otto Alberty).
    Sie bewegt Martin dazu, mit Bob einen Boxkampf auszutragen, den der unmöglich gewinnen kann. Bob veranlasst sie dazu, den Kampf zu verlieren und bietet sich ihm als Trophäe an.
    Sie stürzt Martin vollends in Verzweiflung, als sie ihm lachend die Wahrheit über diesen Kampf berichtet, was ihn so in Rage bringt, dass er Irene würgt, was die wiederum mit einem Lachen quittiert.



    Martin, am Ende seiner Kräfte, bitten seien Vater um Rat, denn obwohl er Irene mit all ihren dunklen Seiten kennt, kann er nicht aufhören sie zu lieben. Der Vater reagiert mit Unverständnis und Verachtung, die er seinen schwachen Sohn deutlich fühlen lässt.
    Er sucht Irene Dierks auf, um ihr zu verbieten weiterhin Kontakt zu seinem Sohn zu pflegen und wird doch selber ihr nächster Liebhaber.
    Irene indes wird schwanger. Sie glaubt, dass das Kind von Bob ist und erwartet, dass er nun zu ihr steht, was Bob keineswegs vorhat.
    Irene muss feststellen, dass die Macht, die sie über Männer zu haben geglaubt hat, eine Illusion war.
    Bob der zynisch feststellt, das wohl ein halbes Dutzend anderer genauso gut als Vater in Frage kämen, stellt ihr seinen Verlobte vor, eine wohlhabende junge Frau, die er wegen des Geldes heiraten wird.
    Irene wendet sich nun an Berger und verlangt von ihm das Geld für eine Abtreibung, da sie anderenfalls ihre Affäre publik machen würde.
    Berger zeigt sich unbeeindruckt und wirft sie raus.
    Ihrem Vater, der von ihr das Bild des unschuldigen Mädchens hat, will Irene nicht die Wahrheit sagen, sie verfällt auf den Plan nun Martin zur Heirat zu bewegen.
    Es gelingt ihr recht mühelos, Martin davon zu überzeugen, dass sie ihn wirklich liebt und mit ihm ein besserer Mensch werden könnte.
    Martin will Irene heiraten, auch gegen den Willen der Eltern, als er jedoch seinem Vater davon erzählt, eröffnet der ihm seine Affäre mit Irene und die Tatsache, dass sie ein Kind erwartet.
    Irene, die ihre Felle davonschwimmen sieht, greift zu einem letzten verzweifelten Trick. Ihre Bekannte Ulla (Hannelore Elsner) hatte diesen Trick angewandt, um von ihren Eltern einen Wagen zu erpressen. Sie hat, die Verzweifelte mimend, Schlaftabletten geschluckt und sich selbstverständlich rechtzeitig finden lassen.
    Irene schluckt nun im Beisein von Martin Luminaltabletten, in der Erwartung, dass er Hilfe holen wird.
    Er tut es nicht. Irene merkt zu spät, dass ihr Spiel aus dem Ruder läuft, sie schafft es nicht mehr selber einen Notarzt zu rufen und stirbt.
    Martin hat sie sterben lassen, umgebracht, so seine Meinung, haben sie die anderen, die aus ihr machten, was sie war.
    Er will sich der Polizei stellen, doch seine Eltern beschwören ihn, dies nicht zu tun. Sein Vater ist entsetzt, was würde das für die Firma bedeuten.
    Ein echter Mann, macht so was mit sich selber aus. Eine durchaus opportune Meinung der Kriegsgeneration.
    Martin besteigt das Dach eines Hochhauses, Man darf annehmen, dass er springen wird.




    Die Geschichte wird aus der Perspektive einer hedonistischen, aller Vorbilder beraubten Jugend erzählt.
    Tatsächlich legen die Erwachsenen kein identifikationsstiftendes Verhalten an den Tag.
    Schon in der Eingangsszene im „Rabennest“ wird der erste Vertreter der Elterngeneration, der in diesem Jazzschuppen auf der Suche nach einem Abenteuer zu sein scheint, als recht mieser Charakter enttarnt.
    Er spricht ein angetrunkenes Mädchen am Tresen an und will ihr, da er grade seine „soziale Ader“ hat, einen Drink spendieren. Ihren Freund Wim (Klaus Dahlen), kanzelt er auf hochmütig, impertinente Art und Weise ab, als dieser seine Freundin zum Tanz auffordert. Er stellt Besitzansprüche an die junge, ihm unbekannte Frau, nur auf Grund seines Alters und seines Status und ohrfeigt den jungen Mann, der ihm rhetorisch überlegen ist sogar.
    Rausschmiss und Keile, die er sich einfängt sind verdient und folgerichtig.

    Die Doppelmoral der etablierten und saturierten Elterngeneration manifestiert sich vor allem im Ehepaar Berger. Vater Berger, der ein Verhältnis mit der 20jährigen Freundin seiner Tochter unterhält, betrügt nicht nur seine Frau (Heli Finkenzeller) schamlos sondern hat auch ein gänzlich frauenverachtendes Weltbild. Er ist mit sich ganz im Reinen, denn schließlich ist er ein Macher, ein Wirtschaftswunderboss. Seine Frau zieht es, angesichts ihres schönen Heimes und der sozialen Stellung, vor diese Tatsachen nicht zur Kenntnis zu nehmen.
    Frau Schlösser (Tilly Lauenstein), die Betreiberin des Modesalons, in dem Britta eine Anstellung gefunden hat, entlässt diese, als sie sieht, dass ihr Sohn Britta sexuell bedrängt. Sie weiß, das Britta das Opfer und nicht die Schuldige ist, aber das ist ihr gleich. Ihren Sohn wird sie nicht einmal rügen, das Mädchen ist es, dass ihren Salon in Unruhe versetzt.
    Vater Dierks schließlich, ein sanfter und gutmütiger Mann, versteht es die Augen vor der Realität zu verschließen und nichts wahrzunehmen, dass seinen Seelenfrieden gefährden könnte. Er ist der Prototyp des Mitläufers, der von allem keine Ahnung hat und doch immer nur das Beste wollte.



    Aufgewachsen in einer Gesellschaft, die Doppelmoral und materiell motiviertes Handeln zu obersten Maximen erkoren haben, darf man von der Jugend eigentlich nicht mehr erwarten.
    Das zumindest ist die Quintessenz des Films.
    Auch den jungen Erwachsenen geht es, außer um Vergnügungen, vorrangig um Geld und Ansehen, dass sie in höchst egoistischer und skrupelloser Weise zu erlangen suchen.
    In dieser Geschichte täuschen fast alle, sie betrügen, sie lügen, sie hintergehen und spielen sogar mit ihrem Leben.
    Manche tun es versteckt, manche offen, so wie Britta, die Mario, als Dank für seine Hilfe erlaubt, in der Gruppe seinen Ruf als Casanova aufrecht zu erhalten, indem er mit ihr als neuer Eroberung renommieren darf, was er, obgleich zwischen den Beiden nicht läuft, auch tut. Dennoch ist Britta vielleicht die integerste Person in dieser Geschichte. Sie hat feste Grundsätze, und zwar ihre eigenen.
    Elke Sommer gibt hier nicht, wie so oft den Vamp, sondern ein bodenständiges Mädchen, das gleichermaßen Sexappeal als auch Skrupel hat.
    Einzig Martin ist zur Täuschung nicht fähig, folglich muss er auf der Strecke bleiben, auch weil er seinen eigenen moralischer Ansprüchen am Ende nicht standhält.
    Michael Hinz spielt diesen nervösen und naiven jungen Mann sehr glaubhaft.

    Irene, Schöne und Biest in Personalunion, zeigt alle Merkmale einer dissozialen Persönlichkeitsstörung. Unfähig zur Empathie und zum Aufrecherhalten von Beziehungen, mit Neigung zu aggressivem und autoaggressivem Verhalten, ohne jedes Schuldbewusstsein, lehnt sie jedwede Normen, Verpflichtungen und Regeln menschlichen Miteinanders ab. Sie ist eine Grenzgängerin, die einzig noch zu ihrem Vater, den sie tatsächlich zärtlich liebt, eine emotionale Bindung hat.
    Aber ihr Vater darf sie nicht kennen, er darf nicht um ihr wahres Wesen wissen.
    Sie will ihren Vater nicht enttäuschen und das ist absolut nachvollziehbar!
    Alfred Balthoff spielt den Vater so zerbrechlich. Er wirkt mit seinen sorgsam über die Glatze angeklatschten Haaren gleichermaßen lächerlich als auch rührend.
    Man will diesen Mann beschützen.



    Überhaupt Alfred Balthoff! Er adelt durch seine schauspielerische Präsenz und seine unter die Haut gehende Stimme ( Er synchronisierte unter anderen Fernandel als Don Camillo) jede Rolle. Leider ist er nicht oft im Film zu sehen gewesen.
    Seine Darstellung ist großartig.

    Karin Baal läuft zu Höchstform auf. Seit den Halbstarken auf das problematische Bad Girl abonniert, versteht sie es der Irene Tiefe zu geben, sie ist begehenswert, verachtenswert und bemitleidenswert zugleich.

    Claus Wilke, in „die Wahrheit über Rosemarie“ noch als Milchreisbubi vom Dienst besetzt, darf hier den verwegenen Playboy spielen, was er ganz gut und auch sympathisch macht. Er trägt hier noch nicht so dick auf wie später als Percy Stuart.

    Karl Otto Alberty in seiner ersten Rolle als Bob, spielt das was er am besten kann, den plumpen, dumpfen Unsympathen.

    Eigentlich sind alle Rollen, auch die kleinsten, ausnehmend gut besetzt und gut gespielt.
    Die Kameraführung ist Klasse, einer der Kameramänner war Richard Angst, der unter anderem auch in „der Henker von London“ und „Der schwarze Abt“ für das Bild verantwortlich war.
    Die coole Jazzmusik von Martin Böttcher, der auch die Filmmusik für „Die Halbstarken“ und für " Winnetou" schrieb, ist klasse und vermittelt das Lebensgefühl der Jugend sehr gut.




    Ist dieser Film nun ein erotischer Film?
    Vor allem geht es in diesem Film um „das Eine“. Auch wenn Sex nur angedeutet wird, werden genug Nuditäten und Reizwäsche präsentiert um Neugierde und Voyeurismus des Publikums zu befriedigen, zumindest den des männlichen Publikums, denn der Milchbubi Hinz, der ältliche Lukschy und der tumbe Alberty sind nicht dazu angetan, Frauen zum Schwärmen zu bringen.
    Wahre Leidenschaft ist nicht das Thema des Films, sie kommt gar nicht vor, genauso wenig wie Liebe oder Sinnlichkeit.
    Der Film der mit dem Slogan „Schicksalsbild einer Hemmungslosen warb“ und eine Altersfreigabe ab 18 hatte, hat auch heute noch eine FSK 16 (!!!),
    was sich meinem Verständnis entzieht.
    Die Frage ob und wie erotisch der Film ist, soll sich jeder Zuseher am Besten selbst beantworten.

    Mein Fazit:"--- und sowas nennt sich Leben" mag ein etwas überzeichnetes Sittenbild seiner Zeit sein, aber aus heutiger Sicht auch sehr interessant. Darstellung, Regie, Kamera und Musik sind spitze. Ein sehenswerter Film. Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

Inhalte des Mitglieds Fräulein Janine
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