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  • Inzwischen bin ich mit den Folgen 13-30 (= Collector's Box 2) der Strack-Ära durch, die mir noch etwas besser gefallen haben als die ersten 12. Nur ein Ausfall dabei, dazu mit „Die große Wut des kleinen Paschirbe“ die erste Episode, die mir die volle Punktzahl wert ist. (Entgegen der ersten Vermutung nach Lektüre des Titels handelt es sich übrigens nicht um einen Reinecker-Ausflug; das Buch stammt von Horst Bosetzky.) Der Stunt am Ende der Folge, in dem Matulas Double bei voller Fahrt vom Motorrad auf die Rückbank eines Autos springt, ist für damalige TV-Krimi-Verhältnisse doch sehr beeindruckend und setzt der ohnehin schon gelungenen Folge noch die Krönung auf. Aber auch „Chemie eines Mordes“ mit den Gaststars Hansjörg Felmy und Hans Clarin oder „Totes Kapital“ haben mir sehr gut gefallen. Neben den genannten treten u.a. auch Harald Leipnitz, Wolfgang Preiss, Hannelore Elsner und Christine Wodetzky (in einer ihr absolut typischen Rolle) in den Folgen 13-30 auf. Generell ist die inhaltliche Abwechslung und die für deutsche Fernsehkrimi-Verhältnisse ungewöhnliche Berufsperspektive auf die Fälle weiterhin ein großes Plus der Serie. Im Vergleich zu „Derrick“ & Co kann man sich zudem stets ziemlich sicher sein, „handfeste“ Krimi-Unterhaltung geboten zu bekommen. So kann es gerne weiter gehen!

    Ich würde die Folgen 13-30 in folgende Reihung bringen:

    01. Die große Wut des kleinen Paschirbe 5/5
    02. Chemie eines Mordes 4,5/5
    03. Totes Kapital 4,5/5
    04. Tödliches Viereck 4,5/5
    05. Strich durch die Rechnung 4/5
    06. Der Versager 4/5
    07. Der Zeuge 4/5
    08. Auf eigene Gefahr 4/5
    09. Immer Ärger mit Ado 4/5
    10. Herr Pankraz, bitte 4/5
    11. Morgengrauen (Teil 1-3) 4/5
    12. Zuckerbrot und Peitsche 3,5/5
    13. Die verlorene Nacht 3/5
    14. Elf Jahre danach 3/5
    15. Zwielicht 2,5/5

  • Milano Kaliber 9 (1972)Datum12.06.2022 14:38
    Foren-Beitrag von Ray im Thema Milano Kaliber 9 (1972)

    Dem kann ich mich nur anschließen, der Film hat viele Elemente, die ihn extrem sehenswert machen. "Der Mafiaboss" fiel da für mich etwas ab, "Der Teufel führt Regie" steht noch aus. Die drei Filme von di Leo gehören ja zu einer losen Trilogie.

    Über "Milano Kaliber 9" haben wir auch in #6 des Rückblende-Podcasts gesprochen.

  • Rififi in Paris (1966)Datum08.06.2022 00:10
    Foren-Beitrag von Ray im Thema Rififi in Paris (1966)

    Rififi in Paris (Du rififi à Paname, F/BRD/I 1966)

    Regie: Denys de La Patellière

    Darsteller: Jean Gabin, Gert Fröbe, Nadja Tiller, George Raft, Mireille Darc u.a.



    Während Paul Berger nach außen hin die Fassade eines Lokalbetreibers zu wahren bestrebt ist, lautet sein Spitzname in Unterweltskreisen nicht umsonst „Diamanten-Paul“, ist er doch tief in Schmuggel von Edelsteinen und Waffen verstrickt. Dies bekommen auch Mitbewerber aus dem amerikanischen Ausland mit, die sich gerne an Pauls Geschäften beteiligen würden. Pauls Ablehnung mündet in eine offene Konfrontation…

    „Rififi in Paris“ basiert wie „Rififi“ (1955) auf einem Roman von Auguste Le Breton. Während rififi umgangssprachlich zunächst mal nur so viel „Krawall“ bedeutet, verband man hierzulande seit dem stilprägenden Werk von Jules Dassin eine besonders raffinierte Form eines Diebstahls. Die daraus folgende Erwartungshaltung, im Falle von „Rififi in Paris“ handele es sich um ein Heist-Movie, wird indes enttäuscht. Vielmehr geht es hier um rififi im engeren Wortsinne, also um „Krawall in Paris“. Jean Gabin gibt wie in dieser Phase seiner Karriere häufiger den Gangsterboss, der sich im Verlaufe der knallharten Konkurrenz aus den Staaten ausgesetzt sieht. Zu Anfang des Films soll dem Publikum sogleich sein Format präsentiert werden. Die Handlung hetzt geradezu von Schauplatz zu Schauplatz: Japan, London, München – und natürlich Paris. Gepaart mit der geschmackvollem Inszenierung und dem prominenten Cast hat der Film durchgängig einen edlen Touch. Wer ohne Heist-Movie-Erwartung in die Betrachtung geht, bekommt auch inhaltlich einen soliden Gangsterfilm geboten, wenngleich der rote Faden mitunter ein wenig verloren geht. Gert Fröbe und Nadja Tiller tauchen von einer kurzen Einblendung zu Anfang abgesehen erst nach etwa 30 Minuten das erste Mal auf. Fröbe kann im Laufe seines eher kleineren Auftritts Facetten seines Könnens demonstrieren, die man von ihm im Unterhaltungsfilm eher weniger gewöhnt ist. Auch Nadja Tiller spielt ihren Part der Ex-Geliebten Bergers und aktuellen Lebensgefährtin der Fröbe-Figur gut.

    Das Bild der Blu-Ray von Filmjuwelen ist wirklich gelungen. Als Bonus gibt es insbesondere Booklet und einen Audiokommentar.


    Solider Gangsterfilm mit großer Besetzung und vielen internationalen Schauplätzen, der allerdings mitunter etwas den roten Faden verliert. Vorerst 3,5 von 5 Punkten.

  • Rückblende - Der Filmklassiker-PodcastDatum06.06.2022 00:04
    Foren-Beitrag von Ray im Thema Rückblende - Der Filmklassiker-Podcast

    Kurzes Update: Auch die übrigen Folgen der 2. Staffel sind nun auf unserem YouTube-Kanal abrufbar.

    Zwar dauert es noch etwas, bis es mit der 3. Staffel weiter geht. An dieser Stelle darf aber schon verraten werden, dass sich die erste der neuen Folgen um den "rosaroten Panther" (USA 1963) von Blake Edwards mit David Niven und Peter Sellers drehen wird. Wer sich also mal wieder mit den Eskapaden Inspector Clouseaus auseinandersetzen möchte, ist herzlich eingeladen dies zu tun. Wir liefern dann die zugehörige Besprechung nach!

  • Unser Mann in Rio (1966)Datum28.05.2022 20:22
    Foren-Beitrag von Ray im Thema Unser Mann in Rio (1966)

    Unser Mann in Rio (I/USA 1966)

    Regie: Henry Levin

    Darsteller: Mike Connors, Dorothy Provine, Raf Vallone, Terry-Thomas, Margaret Lee u.a.



    Ein gewisser Mr. Ardonian verfolgt einen wahnwitzigen Plan: Mithilfe von Strahlung alle Männer zeugungsunfähig machen und im Anschluss die Welt mit gütiger wie unfreiwilliger Mithilfe hoch attraktiver Damen neu bevölkern. Verhindern kann dies nur der amerikanische Agent Kelly…

    Geschichte und Schauplatz von „Unser Mann in Rio“ weisen eine frappierende Ähnlichkeit zu dem einige Jahre später produzierten Moore-Bond „Moonraker“ auf, weshalb es nahe liegt, dass der vorliegende Eurospy mit Mike Connors in der Hauptrolle den Machern der Reihe um den britischen Doppelnullagenten nicht unbekannt geblieben ist. Gleich die ersten Minuten des von Henry Levin inszenierten Films wissen mit beeindruckenden Bildern innerhalb und auf der berühmten Christusstatue begeistern. Im Folgenden ist es der wohl temperierte Mix aus ironischen bis parodistischen Ansätzen wie Kellys Schwäche für Bananen oder spitzen Geschossen oder einem mit allerlei pfiffigen Extras ausgestatteten Rolls Royce und der nötigen Ernsthaftigkeit, um das Werk noch als glaubwürdigen Vertreter des Genres ansehen zu können, der zu überzeugen weiß. Dorothy Provine als Agentin Susan hebt sich zudem wohltuend von vielen anderen Kolleginnen ab, die in vergleichbaren Produktionen völlig blass bleiben und weiß nicht nur mit extravaganten Outfits zu überzeugen. Der Schauplatz Rio ist für Abenteuer- und Agentenfilme ohnehin eine sichere Bank, wie neben dem bereits genannten Bond-Film auch „Abenteuer in Rio“ mit Jean-Paul Belmondo oder „OSS 117: Pulverfass Bahia“ beweisen. Im Finale zeigt sich anhand der Sets, dass der Produktion von Dino De Laurentiis wesentlich mehr Geld zur Verfügung stand als so mancher Konkurrenz. Gerade im letzten Drittel hätte man sich allerdings eine etwas größere Präsenz von Kelly gewünscht, hier wird Bösewicht Ardonian, hingebungsvoll gespielt von Raf Vallone, phasenweise ein bisschen zu sehr zur Hauptfigur. Auch in Sachen Action hatte der ein oder andere Genre-Vertreter mehr zu bieten. Dennoch gehört „Unser Mann in Rio“ definitiv zu den besseren Filmen dieser Gattung.

    Das Bild der Blu-Ray von Filmjuwelen kann man angesichts der lange schwierigen Veröffentlichungslage wohl noch als solide bezeichnen, wobei die Qualität im Laufe des Films Schwankungen unterliegt. Als Bonus gibt es ein lesenswertes Booklet, einen Trailer und sogar untypisch für das Label einen Audiokommentar. Alles in allem eine lohnens- wie lobenswerte Veröffentlichung.

    Gelungener Agentencocktail vor dem reizvollen Schauplatz Rios. 4 von 5 Punkten.

  • OSS 117 - Teufelstanz in Tokio (1966)Datum01.05.2022 16:53
    Foren-Beitrag von Ray im Thema OSS 117 - Teufelstanz in Tokio (1966)

    O.S.S. 117 greift ein (1963)

    Hier wurde schon darüber diskutiert und es gab die Info, dass die Original-Synchronisation verschollen ist. Bin jetzt kein Synchro-Experte, aber das auf der DVD hörte sich für mich wahrlich nicht nach einer authentischen 1960er-Jahre Synchronisation an...

  • DVD-/Blu-Ray-WunschlisteDatum28.04.2022 11:31
    Foren-Beitrag von Ray im Thema DVD-/Blu-Ray-Wunschliste

    Wollte das Thema nochmal aufgreifen. Was mir nämlich aufgefallen ist, ist, dass einige seinerzeit sehr populäre US-Serien in Deutschland bis heute nicht vollständig auf DVD veröffentlicht wurden. In den meisten Fällen wurden durch große Labels einige wenige Staffeln veröffentlicht. Offenbar hat man sich dann bei der Auflage verspekuliert und die Veröffentlichung eingestellt, weil es sich "nicht lohnte".

    Folgende Serie sind z.B. betroffen:

    Quincy (nur Staffel 1+2 veröffentlicht)
    Die Straßen von San Francisco (nur Staffel 1+2 veröffentlicht)
    Drei Engel für Charlie (nur Staffel 1-3 veröffentlicht)
    Hart aber herzlich (nur Staffel 1+2 veröffentlicht)

    Wäre ja vielleicht auch nochmal eine Sache, derer sich ein Liebhaberlabel annehmen könnte. Bei Filmjuwelen bzw. Fernsehjuwelen sind z.B. in letzter Zeit "Ihr Auftritt, Al Mundy" und "Mini Max" vollständig veröffentlicht worden. Da dürften die o.g. Serien im Vergleich tendenziell sogar noch bekannter sein.

  • Der große Trick (The Big Fix, USA 1978)

    Regie: Jeremy Kagan

    Darsteller: Richard Dreyfuss, Susan Anspach, John Lithgow, Bonnie Bedelia u.a.



    Moses Wine verdingt sich mehr schlecht als recht als Privatdetektiv, privat lebt er getrennt von Frau und Kindern. Als eines Tages eine alte Freundin aus Studienzeiten bei ihm aufschlägt und ihm um Hilfe im Zusammenhang mit einer Verleumdungskampagne eines Politikers um Hilfe bittet, nimmt sein trister Lebensalltag wieder Fahrt auf...

    "Der große Trick" reiht sich ein in Filme um "Der Tod kennt keine Wiederkehr", die einerseits an alte Noir-Traditionen in Gestalt des Detektivfilms anknüpfen, andererseits dem Ganzen durch die Perspektive der Lebenswirklichkeit der 1970er-Jahre einen neuen Dreh geben. Richard Dreyfuss spielt den Privatdetktiv, der seine Ideale der Studentenbewegung im neuen Jahrzehnt pragmatisch zurückgestellt hat, damit längst nicht nur gut gefahren ist und nun mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert wird. Der Fall ist ganz Chandler-like ein wenig undurchschaubar, es geht um (politische) Intrigen und wie bei vielen anderen klassischen Vertretern kann man sich gewiss sein, dass man die einzelnen Zusammenhänge längst vergessen hat, wenn man den Film ein weiteres Mal schaut. Der Film ist vor allem durch Dreyfuss' unorthodoxe Interpretation des Privatschnüfflers und die angenehme 1970er-Jahre-Atmosphäre, die nicht zuletzt auch durch die gelungene Musik von "Rocky"-Komponist Bill Conti profitiert, sehenswert, wenngleich er zwischendrin bisweilen den nötigen "Zug" vermissen lässt. Neben Dreyfuss ist John Lithgow ("Cliffhanger") in einer undurchsichtigen Rolle zu sehen.

    Die DVD von Pidax bietet ein solides Bild.


    Sympathische Noir-Reminiszenz mit einem überzeugenden Richard Dreyfuss als Privatdetektiv. 4 von 5 Punkten.

  • Rückblende - Der Filmklassiker-PodcastDatum21.04.2022 13:31
    Foren-Beitrag von Ray im Thema Rückblende - Der Filmklassiker-Podcast

    Wie angekündigt nunmehr das große STAFFELFINALE mit dem Klassiker des Selbstjustiz-Thrillers "Ein Mann sieht rot" mit Charles Bronson.

    Wir legen wieder eine kleine Schaffenspause ein und melden uns dann mit der dritten Staffel zurück. Wie gewohnt wird auch der ein oder andere forenrelevante Film dabei sein. Danke fürs Zuhören in Staffel 2 und eure Beiträge hier im Thread zu den einzelnen Folgen!

    Rückblende - Episode 20 vom 21.04.2022
    Thema: Ein Mann sieht rot (USA 1974) mit Charles Bronson, Regie: Michael Winner



    Im Kontext einer stark angestiegenen Kriminalität in New York entstand 1974 der damals bis heute streitbare Selbstjustiz-Thriller von Michael Winner, der Charles Bronson endgültig auf den wortkargen Haudegen festlegte.

    Ausgewählte Podcast-Apps:
    Spotify
    Amazon Music
    Apple Podcasts
    Audio Now

    Youtube folgt später nach.

  • Keine Rosen für OSS 117 (1968)Datum18.04.2022 14:20
    Foren-Beitrag von Ray im Thema Keine Rosen für OSS 117 (1968)

    Keine Rosen für OSS 117 (Pas de Roses pour OSS 117, F/I 1968)

    Regie: Renzo Cerrato

    Darsteller: John Gavin, Curd Jürgens, Margaret Lee, Robert Hossein, Luciana Paluzzi, Rosalba Neri u.a.



    Eine Organisation rekrutiert Profikiller für Attentate mit politischem Hintergrund. Der amerikanische Geheimdienst schickt OSS 117, um das Syndikat zu infiltrieren und die Attentate zu stoppen…

    John Gavin schlüpft in die Rolle des OSS 117 anstelle von Frederick Stafford, der seinerzeit mit Karin Dor in „Topas“ zu sehen war. Gavin schlägt sich insgesamt ähnlich gut wie Stafford. Es liegt nahe, dass ihn sein Auftritt im vorliegenden Film für die Bond-Reihe empfahl, denn bekanntlich hatte Gavin schon für „Diamantenfieber“ unterschrieben, als Connery sich doch noch bereit erklärte, zurückzukehren. Ein weiterer Darsteller, der sich in „Keine Rosen für OSS 117“ für Bond empfehlen konnte, war Curd Jürgens. Denn er spielt hier einen Bösewicht in klassischer Bond-Manier. Luciana Paluzzi hingegen war bereits „Bond-erprobt“. Als „OSS 117-Girl“ fungiert Margaret Lee („Das Rätsel des silbernen Dreieck“, „Das Gesicht im Dunkeln“). Last but not least absolviert Robert Hossein seinen bereits zweiten Auftritt in der OSS 117-Reihe. Der Cast ist insgesamt sicher der bislang prominenteste, die Konstellation mit einem klassischen Bösewicht hebt den Film von den beiden vorangegangenen Filmen ab. Auch die Aufnahmen in Tunesien bieten einiges fürs Auge. In Sachen Action steht der Film allerdings hinter den letzten Filmen zurück. Außer ein paar typischen Raufereien, einem Schlusskampf auf den Dächern und einer ordentlichen Anfangsszene in Rom hat der Film insoweit eher wenig zu bieten. Unterm Strich dennoch nach „Bahia“ der bislang wohl gelungenste OSS 117-Film.


    Durchaus gelungener einmaliger Auftritt John Gavins als OSS 117, in dem Curd Jürgens als spleeniger Bösewicht schon mal für „Der Spion, der mich liebte“ üben darf. 4 von 5 Punkten.

  • Edgar Wallace - Heute vor...Datum18.04.2022 14:14
    Foren-Beitrag von Ray im Thema Edgar Wallace - Heute vor...

    Erwähnen könnte man vielleicht noch seine Mitwirkung in zahlreichen internationalen Produktionen, z.B. der "Ipcress"-Fortsetzung "Finale in Berlin", "Die Akte Odessa" oder "Brennt Paris?".

  • OSS 117 - Teufelstanz in Tokio (1966)Datum14.04.2022 19:20
    Foren-Beitrag von Ray im Thema OSS 117 - Teufelstanz in Tokio (1966)

    OSS 117 - Teufelstanz in Tokio (F/I 1966)

    Regie: Michel Boisrond

    Darsteller: Frederick Stafford, Marina Vlady, Jacques Legras u.a.



    Eine ominöse Verbrecherorganisation droht mit dem Anschlag einer neuen Raketenwaffe, wenn sie nicht 100 Million Dollar erhält. OSS 117 wird auf die „Super-Erpresser“ angesetzt. Eine erste Spur führt nach Tokio...

    Ein Jahr vor James Bond verschlägt es bereits seinen Kollegen OSS 117 in die japanische Metropole, die dem Publikum einige nette Schauwerte zu bieten hat, wenngleich der Vorgänger in Brasilien in dieser Hinsicht (noch) mehr zu offerieren wusste. Frederick Stafford macht auch bei seinem zweiten Einsatz in der Titelrolle eine sehr gute Figur, was sich wiederum insbesondere bei einigen Kampfszenen zeigt. In Sachen Action und Tempo kommt der Film allerdings nicht ganz an den Vorgänger heran, auch hinsichtlich Schurken und weiblicher Figuren zieht „Teufelstanz in Tokio“ den Kürzeren. Überdies leidet der Film an der für die DVD verwendeten VHS-Synchronisation. Unterm Strich aber gleichwohl wieder solide Eurospy-Kost, die sich immerhin noch vor den beiden Mathews-Einsätzen einreihen kann.


    Solider Eurospy mit einem erneut überzeugenden Frederick Stafford, der nicht ganz an die Qualität des Vorgängers heranreicht. 3,5 von 5 Punkten.

  • TV-Termine im April 2022Datum14.04.2022 12:53
    Thema von Ray im Forum Aktuelle Filme (DVD, K...

    15.04.2022, 11:10 Uhr & 17.04.2022, 13:40 Uhr in ONE

    Goldraub in London, I 1968

    Über den losen Zusammenhang zu Edgar Wallace wurde hier schon einmal geschrieben:

    Edgar-Wallace-Produktionen für die RAI (=italienischer Staatsfunk)

    Bewertet: "Goldraub in London" (1967, Außer der Reihe)

  • Die 100 Tage von Palermo (Cent Jours à Palerme, F/I 1984)

    Regie: Giuseppe Ferrara

    Darsteller: Lino Ventura, Giuliano de Sio, Arnoldo Foà u.a.



    Nach einer Anschlagserie an hohen Beamten in Palermo wird der General Chiesa als neuer Präfekt installiert. Chiesa steht im Ruf, vor der organisierten Kriminalität nicht zurückzuschrecken. Allerdings wird schnell klar, dass er bei seiner Mission mehr Feinde als Freunde hat…

    Im dokumentarischen Stil erzählt der Politthriller von Giuseppe Ferrara die Amtszeit des Präfekten Chiesa, welche von steter Mafia-Gewalt geprägt ist. Bereits in den ersten Sekunden des Films kommt es zu blutigen Tötungsszenen, die in ihrem Realismus an die Werke von Costa-Gavras („Z“) erinnern. Der Film vermittelt sofort ein ungemein bedrückendes Gefühl, das im Laufe des Films eher zunimmt als zurückgeht, je mehr man sich mit dem von Lino Ventura gespielten Präfekten identifiziert. Ventura agiert gewohnt gut, der Plot ist packend, die Inszenierung kann es jedoch nicht in jeder Hinsicht mit den Werken von Costa-Gavras aufnehmen. Für Liebhaber des Politthrillers ist die französisch-italienische Co-Produktion aber allemal einen Blick wert.

    Das Bild der kürzlich von Pidax veröffentlichten DVD ist gut.


    Sehenswerter Politthriller, in dem Lino Ventura als Präfekt sich der Mafia in Palermo in den Weg stellt. 4 von 5 Punkten.

  • Mordkommission 1974 mit Charles RegnierDatum07.04.2022 16:00
    Foren-Beitrag von Ray im Thema Mordkommission 1974 mit Charles Regnier

    Wie schon an anderer Stelle angekündigt wurde, erscheint auch diese Serie erstmals auf DVD. Die erste Staffel wird am 26.08. durch Pidax veröffentlicht:

    https://www.pidax-film.de/IN-KUeRZE-VERF...el-1::2406.html

  • Vorsicht, Mister Dodd (1964)Datum03.04.2022 14:36
    Foren-Beitrag von Ray im Thema Vorsicht, Mister Dodd (1964)

    Vorsicht Mister Dodd (BRD 1964)

    Regie: Günter Gräwert

    Darsteller: Heinz Rühmann, Maria Sebaldt, Ernst Fritz Fürbringer, Robert Graf, Anton Diffring, Mario Adorf, Harry Wüstenhagen, Horst Keitel u.a.


    Internatsdirektor Dr. Lancelot Dodd soll sich aufgrund seiner verblüffenden Ähnlichkeit mit einem gewissen Ivor Marmion, der brisante Dokumente an andere Länder verkauft, im Auftrag des britischen Geheimdienstes gegenüber einem Kaufinteressenten als Marmion ausgeben. Im Zuge dessen kommt es zu diversen Verwicklungen...

    Das Produzenten-Duo Claus Hardt/Utz Utermann, bereits für die Pater Brown-Filme mit Heinz Rühmann verantwortlich, steckt auch hinter dieser von Günter Gräwert inszenierten Krimikomödie mit beachtlicher Besetzung. Neben dem gewohnt sympathisch - und erneut als "Pauker" - agierenden Rühmann überzeugt vor allem Maria Sebaldt als patente Sekretärin des von Ernst Fritz Fürbringer mit sichtlicher Spielfreude verkörperten Geheimdienstleiters. Man hätte sich sie in dieser Form auch gut in einem Wallace-Film oder einem entsprechenden Konkurrenzprodukt vorstellen können. Robert Graf, Mario Adorf und Anton Diffring (die beiden Letzteren als Fieslinge) stehen ebenfalls für die enorme vertretene schaupielerische Kompentenz in diesem Film. Für weitere Auflockerung sorgen Horst Keitel in einer Eddi Arent-typischen Rolle und Harry Wüstenhagen. Der Film legt gut los, verliert dann im Mittelteil bisweilen etwas an Verve, bevor es im Finale wieder durchaus turbulent zugeht. Mehr Außenschauplätze hätten sicher nicht geschadet, in der dargebrachten Form erscheint "Mister Dodd" arg studiolastig. Auch die inszenatorische Rafinesse lässt mitunter zu wünschen übrig. Im Ganzen aber harmlos-sympathische Unterhaltung für den Sonntagnachmittag.

    Der Film ist kürzlich bei Filmjuwelen auf DVD erschienen. Mangels Restauration ist die Qualität des Bildes bestenfalls durchwachsen. Extras wie gewohnt (Booklet, Trailer).


    Harmlose, aber sympathische Krimikomödie mit bemerkenswerter Besetzung. Noch 4 von 5 Punkten.

  • OSS 117 - Pulverfass Bahia (1965)Datum30.03.2022 19:17
    Foren-Beitrag von Ray im Thema OSS 117 - Pulverfass Bahia (1965)

    OSS 117 - Pulverfass Bahia (Furia a Bahia pour OSS 117, F/I 1965)

    Regie: André Hunebelle

    Darsteller: Frederick Stafford, Mylene Demongeot, Raymond Pellegrin u.a.



    OSS 117 wird auf einen Fall um eine unbekannte Droge in Rio angesetzt, die Selbstmordattentäter zu Anschlägen auf bekannte Politiker veranlasst hat…

    Mit „Pulverfass Bahia“ wird der Staffelstab von Kerwin Mathews an Frederick Stafford übergeben, was insofern bemerkenswert ist, als Stafford mit dem vorliegenden Film seinen Einstand im Filmgeschäft feierte. Das merkt man dem Österreicher aber nicht an, mit seiner Erscheinung und seinem natürlichen Charisma scheint er wie gemacht für die Agentenwelle. Im Gegensatz zu Mathews bringt er auch die nötige Portion Kernigkeit mit. Man nimmt ihm ab, dass er sich auch mit der Faust zu Wehr setzen weiß und zur Not auch bereit ist, das Gegenüber zu töten. Mit Rio hat sich die Produktion einen immer wieder reizvollen Schauplatz ausgesucht und kostet dies voll aus. Von der Copacabana bis zum Dschungel und traumhaften Wasserfällen bekommt man beachtliche Schauwerte geboten. Auch die weiblichen Darsteller wissen mehr zu überzeugen als bisher, mit Mylène Demongeot hatte man einen Star aus dem kurz zuvor veröffentlichten „Fantomas“ mit an Bord. Als kleiner Minuspunkt ist zu vermerken, dass recht lange unklar bleibt, wer eigentlich der oder die Urheber der Gefahr sind, so dass weite Teile des Films eine etwas beliebige Abfolge an Scharmützeln mit Handlangern und netten Schauplätzen darstellt, was aber angesichts der Schauwerte und der guten Darstellung Staffords nur bedingt stört. Das dritte OSS 117-Abenteuer ist das bisher beste und bietet überdurchschnittliche Eurospy-Unterhaltung.

    Gelungener Einstand für Frederick Stafford als OSS 117 vor prächtigen Schauplätzen, mit dem er sich für weitere Eurospy-Aufträge empfiehlt. 4 von 5 Punkten.

  • Heiße Hölle Bangkok (1964)Datum27.03.2022 22:04
    Foren-Beitrag von Ray im Thema Heiße Hölle Bangkok (1964)

    Heiße Hölle Bangkok (Banco à Bangkok pour OSS 117, F/I 1964)

    Regie: André Hunebelle

    Darsteller: Kerwin Mathews, Robert Hossein, Pier Angeli u.a.



    Ein mysteriöser Fall um einen neuartigen Impfstoff führt OSS 117 nach Bangkok. Wie sich schnell herausstellt, ist eine Art Sekte für verschiedene Anschläge verantwortlich…

    Im Gegensatz zum ersten Film setzt „Heiße Hölle Bangkok“ genretypisch auf bunte Bilder. Zum zweiten und letzten Mal agiert Kerwin Mathews in der Rolle des französischen Agenten und schlägt sich sichtlich besser als im Erstling. Neben ihm ist u.a. der bekannte französische Darsteller Robert Hossein als Bösewicht zu sehen. Vor Kommissar X oder James Bond verschlägt es also bereits 1964 OSS 117 nach Bangkok und punktet durch entsprechende Schauwerte. Auch in Sachen Action hat man etwas draufgepackt, was sich u.a. an einer Verfolgungsjagd im Motorboot und einem standesgemäßen Showdown zeigt. Allerdings hat der Film durchaus Längen und die Vertreter des zarten Geschlechts bleiben eher blass.

    Bunte Bilder und etwas mehr Pep bietet der zweite Einsatz von OSS 117, für wirklich überdurchschnittliche Eurospy-Unterhaltung fehlt aber immer noch das gewisse etwas. 3,5 von 5 Punkten.

  • Edgar Wallace - Heute vor...Datum25.03.2022 21:34
    Foren-Beitrag von Ray im Thema Edgar Wallace - Heute vor...

    Wie schon in der aktuellen Rückblende-Episode angesprochen, wäre beinahe ein weiterer Auftritt für Haller hinzugekommen: Er war auch mal für den Part des Greaves vorgesehen.

  • I.O.B. - Spezialauftrag (1980/1981)Datum25.03.2022 17:06
    Foren-Beitrag von Ray im Thema I.O.B. - Spezialauftrag (1980/1981)

    Der ehemalige FBI-Agent Mike Jackson arbeitet nun für das Hamburger Detektiv-Büro „I.O.B“, das national wie international tätig ist und wird im Rahmen seiner Arbeit mit Fällen verschiedenster Art betraut…

    Als eine Art Quasi-Nachfolger zu „Percy Stuart“ lief Anfang der 1980er-Jahre diese Serie mit Hauptdarsteller Claus Wilcke. Von den zwei Staffeln wurde die vorliegende überwiegend in Hamburg und teilweise in Kopenhagen gedreht. Angesichts der berühmt-berüchtigten Laufzeit von 25 Minuten darf man inhaltlich nichts Großes erwarten, dafür gibt es Endsiebziger/Frühachtziger-Flair dank vieler Außenaufnahmen in Hamburg und Umgebung. Die Liste der Gastdarsteller ist zudem beachtlich, u.a. sind in den 13 Folgen mit von der Partie: Iris Berben, Reinhard Kolldehoff, Richard Haller (wenige Jahre vor seinem Tod und deutlich schlanker als zu Wallace-Zeiten), Günter Meisner, Kurd Pieritz, Kristina Nel, Helmut Förnbacher, Hubert Suschka, Horst Michael Neutze, Peter Kuiper.

    Insgesamt ganz nette Vorabendunterhaltung. Staffel 1 wurde nach der als Staffel 2 gesendeten Staffel gedreht. Die als Staffel 2 gesendete ist nach obigen Schilderungen (Auslanddrehs und daher v.a. ausländische Gastdarsteller) weniger interessant für mich, weshalb es vorerst bei der Betrachtung dieser Staffel bleibt. Kuriosum der Studio Hamburg-DVD: Das Wendecover enthält die Bezeichnung „Staffel 2“, also entsprechend der Produktionsreihenfolge. Das Bild der DVD ist für Entstehungszeit und TV "okay".

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Ray
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