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  • Schließfach 763 (TV, 1975)DatumGestern 16:20
    Thema von Ray im Forum Film- und Fernsehklass...

    Schließfach 763 (BRD 1975)

    Regie: Wolfgang Staudte

    Darsteller: Harry Meyen, Horst Frank, Judy Winter, Walter Kohut, Walter Jokisch, Edgar Bessen, Volker Eckstein u.a.



    Hinter der Fassade eines Reisebüros betreibt der Kaufmann Hoopen einen internationalen Goldschmugglerring. Konkurrenz und eigene wirtschaftliche Interessen der Schmuggler halten Hoopen stetig auf Trab. In richtige Bedrängnis gerät er, als einer der Schmuggler tot aufgefunden wird...

    Wolfgang Staudte inszenierte diesen Fernsehkrimi aus dem Jahre 1975 mit durchaus bemerkenswerter Besetzung. In die Rolle des Kaufmanns Hoopen schlüpft Harry Meyen, seinen Assistenten spielt Walter Kohut, und unter den Schmugglern befinden sich die (TV)-Krimi-Stammgäste Horst Frank und Judy Winter. Der Film besteht letztlich aus zwei Teilen: Im ersten lernt der Zuschauer die Organisation, ihre Arbeitsweise und ihre zentralen Köpfe kennen. Mit Auffinden der Leiche wird der von Walter Jokisch dargestellte Kommissar Böttcher zur Hauptfigur, der u.a. durch seinen von Edgar Bessen verkörperten Assistenten Unterstützung erfährt. Wenn man einmal davon absieht, dass die Exposition ein wenig lang ausfällt – es dauert rund 40 Minuten bis zum Auffinden der Leiche – bietet „Schließfach 763“ im Großen und Ganzen recht kurzweilige Krimi-Unterhaltung, die ein wenig vom üblichen „Schema F“ abweicht. Harry Meyen agiert souverän, Judy Winter strahlt mal wieder ihre ihr ganz eigene Grazie aus und Walter Jokisch gelingt es, dem Film in der zweiten Hälfte seinen Stempel aufzudrücken. Mit Edgar Bessen an seiner Seite wäre durchaus Potential für eine Serienfigur gewesen. Die Musik von Rolf Kühn untermalt das Geschehen recht geschickt.

    Das Bild der kürzlich bei Pidax erschienenen DVD geht in Ordnung. Schön, dass das Label weiterhin weitgehend unbekannte Krimiperlen veröffentlicht, die man sonst nur für ein Vielfaches beim Mitschnittdienst erwerben könnte.


    Interessanter 1970er-TV-Krimi Wolfgang Staudtes mit bemerkenswerter Besetzung. 4 von 5 Punkten.

  • Ein schöner Nebenaspekt an diesem Forum ist, dass es mitunter als eine Art "Ersatzgedächtnis" fungiert...

    Nachdem mir "Saarbrücken an einem Montag" sehr gut gefallen hatte, habe ich mir gleich den zweiten und letzten Liersdahl-Tatort "Das fehlende Gewicht" vorgenommen und muss konstatieren, dass Rolf von Sydow ein nahezu gleichwertiger Film gelungen ist. Der einzige Bereich, in dem der vorliegende hinter dem ersten Film zurücksteht, ist in der Tat die Besetzung - die ganz großen Gaststars sucht man vergebens. Dafür kommt "Das fehlende Gewicht" - wohl auch wegen einer Länge von nur knapp 75 Minuten - wesentlich kurzweiliger daher. Rolf von Sydow inszeniert mit einem guten Gespür für Tempo und Prägnanz. Insgesamt kann ich nur wiederholen, was ich schon im letzten Posting geschrieben habe: Schade, dass Dieter Eppler nicht mehr Einsätze vergönnt waren!

  • Der Tod eines Killers (The Killers, USA 1964)

    Regie: Don Siegel

    Darsteller: Lee Marvin, John Cassavetes, Angie Dickinson, Ronald Reagan, Clu Gulager u.a.



    Nachdem zwei Killer auftragsgemäß einen Mann namens Johnny North erschossen haben, fragt sich einer der Killer auf dem Rückweg, warum North sich wehrlos seinem Schicksal ergab. Nach eigenen Recherchen erfahren sie, dass North im Zuge eines Raubüberfalles eine Million Dollar erbeutet und mit dem Geld geflohen sein soll. Die beiden Killer beschließen, sich auf die Suche nach der Beute zu machen...

    „Der Tod eines Killers“ basiert wie der Noir-Klassiker „Die Killer“/"Rächer der Unterwelt" mit Burt Lancaster und Ava Gardner auf einer ebenfalls „Die Killer“ lautenden Kurzgeschichte Ernest Hemingways. Don Siegel („Dirty Harry“) übernahm die Regie, nachdem er schon für die erste Verfilmung vorgesehen war, dann aber kurzfristig durch den deutschen Exilregisseur Robert Siodmak ersetzt wurde. Das Remake übernimmt grob die inhaltliche Struktur des Siodmaks-Films, setzt aber auch durchaus neue Reize. So bewegt sich der am Anfang Ermordete nicht im Boxer-, sondern im Rennfahrer-Milieu. Den Lancaster-Part übernimmt im vorliegenden Film John Cassavetes, der sich selbst als Regisseur einen Namen machte und in Doppelfunktion als Regisseur/Hauptdarsteller etwa die besonders sehenswerte Columbo-Folge „Etüde in Schwarz“ hervorbrachte. Die Rolle der Femme Fatale bekleidet Angie Dickinson, die mal wieder durch ihre einmalige Ausstrahlung punktet und hier an der Seite von Lee Marvin zu sehen ist, mit dem sie nur wenige Jahre später den Neo Noir-Klassiker „Point Blank“ drehen sollte. Abgerundet wird der illustre Cast durch den späteren Präsidenten Ronald Reagan, der hier in seiner letzten Filmrolle agiert. Das Gesamtprodukt fällt inhaltlich absolut überzeugend aus. Wie die 1946er-Verfilmung erzählt „Der Tod eines Killers“ im Anschluss an die anfängliche Tötung von Johnny North, wie dieser Angie Dickinson kennen lernte und so, durch ihre Vermittlung an dem von Seiten der Reagan-Figur ausgearbeiteten Coup mitwirkte. Die Spannung bezieht sich in der Folge daraus, ob North die Beute tatsächlich hatte und wer sie am Ende des Films sein Eigen nennen wird. Die beiden Killer um die Lee Marvin-Figur? Die „Femme Fatale“ Angie Dickinson? Oder doch der abgebrühte Gangster Browning, gespielt von Ronald Reagan?

    Der Film wurde wie z.B. Steven Spielbergs „Duell“ zunächst in 4:3 fürs Fernsehen produziert, wurde dort jedoch wegen seiner zu damaliger Zeit zu gewalttätig eingestuften Handlung nicht gesendet und erlebte seine Premiere doch noch im Kino. Der Film ist jüngst bei Koch erschienen und das Label hat wieder einmal ganze Arbeit geleistet: Der in 4K restaurierte Film erscheint in einem Mediabook, das den Film als UHD und einfache Blu-Ray enthält. Dabei ist der Film jeweils in der fürs Fernsehen vorgesehenen 4:3- und der im Kino gezeigten 1,85:1-Fassung abspielbar. Die Bildqualität ist schon bei der einfachen Blu-Ray hervorragend. Als besonderes Extra gibt es das Original mit Burt Lancaster, das bei Koch schon innerhalb der inzwischen leider eingestellten Film Noir-Edition erschienen war, ebenfalls als Blu-Ray. Als weitere Extras gibt es ein lesenswertes Booklet sowie ein hoch interessantes Interview mit Regisseur Don Siegel aus dem Jahre 1984, in dem er u.a. erzählt, dass er die Art Filme, für die er bekannt wurde, gar nicht so mag und lieber romantische Komödien inszeniert hätte. Abgerundet wird das Set durch eine höchst umfangreiche Bildergalerie und einen Trailer. Besser geht’s kaum. Uneingeschränkt zu empfehlen.


    Don Siegels Verfilmung der Hemingway-Kurzgeschichte „Die Killer“ kommt zwar nicht ganz an die 1946er-Version Robert Siodmaks mit Burt Lancaster und Ava Gardner heran, bietet indes eine wunderbare Sixties-Atmosphäre und einen illustren Cast. 4,5 von 5 Punkten.

  • "Saarbrücken an einem Montag" hat mir tatsächlich sehr gut gefallen. Auch ich hatte mich gefragt, ob Eppler der Wandel vom "Schurken vom Dienst" zum Ermittler gelingen würde. Das ist er, sein Liersdahl ist dem Zuschauer auf Anhieb sympathisch, der Kontrast zum überkorrekten Kollegen wird schön herausgestellt. Dem Entstehungsjahr entsprechend gibt es zudem ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern: Horst Naumann, Erik Schumann, Wolfgang Lukschy, Eva-Maria Meineke und Arthur Brauss.

    Schade, dass Eppler abgsehen von Gastauftritten nur zwei Einsätze vergönnt waren!

  • TV-Termine im Februar 2021Datum25.02.2021 14:05
    Foren-Beitrag von Ray im Thema TV-Termine im Februar 2021

    Ab heute, 17:00 Uhr auf ONE

    "Hart aber herzlich" mit Robert Wagner und Stefanie Powers

  • TV-Termine im Februar 2021Datum23.02.2021 20:33
    Foren-Beitrag von Ray im Thema TV-Termine im Februar 2021

    Vielen Dank! Wollte schon lange mal Eppler als Ermittler sehen, kenne ihn bisher nur als "Gastkommissar". War mir in meiner TV-Zeitschrift durchgegangen. Wird geguckt.

    Später um 00:00 Uhr im HR: Ein Fischzug für 300 Millionen (I 1971)

    Italienischer Krimi mit Mario Adorf und Senta Berger

  • Im Dreck verreckt (Le Rapace, F/Mex/I 1968)

    Regie: José Giovanni

    Darsteller: Lino Ventura, Xavier Marc, Rosa Furman u.a.



    Ein Profikiller aus Frankreich wird angeheuert, den Präsidenten eines lateinamerikanischen Landes zu töten. Zur Seite gestellt wird ihm ein junger Mann, der im Erfolgsfall als Marionette die Führung übernehmen soll. Der Killer ahnt, dass er nach der Tat selbst zum Gejagten werden könnte…

    Genre-Spezialist José Giovanni inszenierte in Mexiko diesen Thriller um einen Profikiller. Die Aufnahmen von der nordamerikanischen Republik verleihen dem Film viel Atmosphäre. Wie so häufig in Giovannis Werken geht es auch im vorliegenden um ein (politisch) brisantes Thema. Die Rolle des einzelgängerischen Profikillers ist Lino Ventura wie auf den Leib geschnitten. Ventura, der von seiner Mimik und seinem Auftreten her bisweilen wie der Vater Robert De Niros erscheint, arbeitete in den kommenden Jahren noch mehrfach mit Giovanni zusammen („Der Rammbock“ u.a.). Der Film ist über weite Strecken ruhig erzählt, im letzten Drittel wird jedoch die Spannungs- und Actionschraube angezogen. Insgesamt besonders für Ventura-Fans ein netter Film für den Feierabend.

    Die kürzlich erschienene DVD von Pidax bietet ein gutes Bild. Extras Fehlanzeige.


    Atmosphärisch dichter Thriller um einen einsamen Profikiller mit einem gewohnt charismatischen Lino Ventura. 4 von 5 Punkten.

  • Kirmes (1960)Datum21.02.2021 22:42
    Foren-Beitrag von Ray im Thema Kirmes (1960)

    Klingt sehr interessant. Werde mir die DVD zulegen, am besten gleich zusammen mit "Nacht fiel über Gotenhafen". Der steht bei mir auch noch aus.

  • Zitat von Froschmaske im Beitrag #5286

    Pidax DVD Scharfe Küsse für Mike Foster

    Netter Krimi / Eurospy mit Mell, Lieven, Braun, Kurzauftritt von Maria Rohm, annehmbare Bildqualität der DVD.



    Ich persönlich war von "Scharfe Küsse für Mike Forster" doch schwer enttäuscht. Ziemlich fad inszeniert und weitgehdn spannungsarm. Die Kräfte aus dem deutschen Film haben eher kleine Auftritte, meiner Erinnerung nach zudem (überwiegend) fremdsynchronisiert. Da hat m.E. Towers deutlich besseres abgeliefert wie z.B. "Marrakesch"

  • Serenade für zwei Spione (1965)Datum20.02.2021 00:26
    Foren-Beitrag von Ray im Thema Serenade für zwei Spione (1965)

    Dass der Film hier nicht bei allen gut ankommt, wundert mich nicht. Ist eben kein "Opas Kino in Reinform". Die verspielte, leicht chaotische Inszenierung muss man halt mögen. Aber vom künstlerischen Standpunkt dürfte der Film eher zu den Höhepunkten in Langes Filmografie zu zählen sein.

  • Sammelthread "Film Noir"Datum20.02.2021 00:12
    Foren-Beitrag von Ray im Thema Sammelthread "Film Noir"

    Die Frau am Strand (The Woman on the Beach, USA 1947)

    Regie: Jean Renoir

    Darsteller: Joan Bennett, Robert Ryan, Charles Bickford u.a.



    Film Noir Nummer 140:

    Lieutenant Scott Burnett, Offizier der Küstenwache plagen Albträume, in denen er mit traumatischen Erlebnissen aus dem Krieg konfrontiert wird. Eines Tages lernt der verlobte Offizier am Strand die attraktive Peggy kennen, die mit ihrem erblindeten Ehemann Tod, einem vormals sehr erfolgreichen Maler, in einem Haus am Strand lebt. Während Tod sein Schicksal schwer zu schaffen machen, entwickelt Scott rasch tiefe Gefühle für Peggy, da er der Überzeugung ist, dass sie im Gegensatz zu seiner Verlobten Eve ihn und seine Ängste verstehen kann. Sein Drang zu Peggy geht so weit, dass er erwägt, Tod zu ermorden...

    Unter der Regie des großen Jean Renoir („Die große Illusion“) erzählt „Die Frau am Strand“ auf den ersten Blick eine für den Noir so typische Dreiecksgeschichte, wie sie etwa von prominenten Vertretern dieser Strömung wie „Im Netz der Leidenschaften“ oder „Frau ohne Gewissen“ dargestellt wurde. Allerdings nimmt die Story letztlich doch nicht den vorhersehbaren Verlauf, was dem Film neben dem wirklich gut aufspielenden Cast um Joan Bennett („Gefährliche Begegnung“), Robert Ryan und Charles Bickford definitiv zugutekommt. Allerdings ereilte Renoir ein vergleichbares Schicksal wie so oft Orson Welles: Nachdem der Film bei Previews ein negatives Echo erhalten hatte, sah sich der Regisseur zu erheblichen Kürzungen und Nachdrehs gezwungen und das merkt man dem Endprodukt, das mit einer Laufzeit von knapp 70 Minuten die typische Länge eines B-Noir aufweist, durchaus an. Die Paarung zwischen Scott und Peggy geht selbst für damalige Verhältnisse, in der kurze Expositionen durchaus an der Tagesordnung waren, ein bisschen sehr schnell. Auch im Übrigen kratzt der Film in vielen Bereichen, wie z.B. der seelischen Verfassung Scotts, nur an der Oberfläche. Für Cineasten und Noir-Liebhaber ist der Film aufgrund von Besetzung und Produktionsgeschichte gleichwohl sicher nicht uninteressant.

    „Die Frau am Strand“ ist in Deutschland nicht im Kino gelaufen und feierte wie so viele Filme dieser Gattung seine Premiere erst im Fernsehen. Eine DVD-Auswertung fehlt hierzulande bis heute.


    Jean Renoirs Ausflug in den amerikanischen Film Noir lässt zwar hier und da die Klasse des Regisseurs aufblitzen. Allerdings sieht man dem Film seine unruhige Produktionsgeschichte durchaus an. 3,5 von 5 Punkten.

  • Die Jerry-Cotton-FilmreiheDatum18.02.2021 08:33
    Foren-Beitrag von Ray im Thema Die Jerry-Cotton-Filmreihe

    Das finde ich auch. Wenn schon die BEW-Filme mit Fördermitteln abgetastet werden, müssetn doch die Cotton-Filme auch früher oder später dran kommen. Die dürften doch tendenziell kommerziell erfolgreicher gewesen sein. Un dim Zweifel sind sie auch "kulturell bedeutsamer". Denn in ihrer Art waren sie ja im Grunde echt einizigartig im bundesdeutschen Kino.

    Ist zwar ganz nett, wenn die Filme zumindest im richtigen Format kommen und auch noch die Soundtrack-CD dabei ist. Habe die Filme aber erst vor wenigen Monaten gesehen und hab daher vorerst eh keinen Bedarf. Und Filmjuwelen veröffentlicht ohnehin immer in hinreichend großer Auflage zu über Jahren stabilen Preisen. Da werde ich mich schön zurücklehnen und gucken, was passiert. Vielleicht tut sich ja in 3, 4, 5 Jahren doch noch etwas in Sachen Blu-Ray.

  • Zitat von palmi im Beitrag #109
    ich habe mir den Würger und das 7. Opfer angeschaut.
    Der Würger ist sehr gut umgesetzt. Schafes Bild, sehr gute Detailtreue. Einfach Perfekt.

    Das 7. Opfer hat mich dann doch noch einmal überrascht.
    Da ist ja noch ein gewaltiger Sprung zur DVD. Ich war richtig überrascht wie toll das Bild ist.
    Da haben sie sich aber richtig ins Zeug gelegt.




    Vielen Dank für die Rückmeldung, dann werde ich zeitnah zugreifen. Allerdings hat der frisch veröffentlichte Lino Ventura-Film "Im Dreck verreckt" erstmal Vorrang.

  • Podcast "Fernsehkunde"Datum16.02.2021 08:31
    Foren-Beitrag von Ray im Thema Podcast "Fernsehkunde"

    Das klingt nach einem schönen Konzept, Danke für den Hinweis. Ich muss allerdinsg gestehen, keine einzige Folge "Alf" gesehen zu haben. Lief das nicht Ende der 90er/Anfang der 2000er auf Sat.1? Meine mich dunkel erinnern zu können, dass da bei "ran" immer Vorschauen liefen. Bin eher der "Prinz von Bel-Air" oder "King of Queens"-Gucker. Aber grundsätzlich finde ich das Konzept wie gesagt sehr interessant. Vielleicht ist ja perspektivisch auch mal was mehr oder weniger forenrelevantes dabei?

  • Serenade für zwei Spione (1965)Datum15.02.2021 20:06
    Thema von Ray im Forum Film- und Fernsehklass...

    Serenade für zwei Spione (BRD 1965)

    Regie: Michael Pfleghar

    Darsteller: Hellmut Lange, Barbara Lass, Heidelinde Weis, Tony Kendall, Wolfgang Neuss u.a.



    Weil 007 unabkömmlich ist, wird Kollege 006 nach San Francisco geschickt, um den Prototyp eines Lasergewehrs sicherzustellen, der in die Hände einer internationalen Waffenschieberbande gefallen ist...

    Was zunächst nach einem 08/15-Eurospy klingt, entpuppt sich - für Kenner des ersten Pfleghar-Kinofilms "Die Tote von Beverly Hills" wenig überraschend - als wahre Wundertüte. Arbeitete sich der Regisseur im Erstling stilistisch am Film Noir und inhaltlich am American Way of Life ab, nimmt er in seinem zweiten Werk auf seine ganz eigene Weise den seinerzeit allgegenwärtigen Agentenfilm ein wenig aufs Korn. Der Film sprüht nur so vor inszenatorischen Einfällen. So wird das Ultrascope im wahrsten Sinne des Wortes in ganzer Breite ausgenutzt, wenn die Kamera sich rückwärts über die Straße bewegt und sich Hellmut Lange auf der linken und Barbara Lass auf der rechten Straßenseite gehend unterhalten. Wie schon "Die Tote von Beverly Hills" wurde "Serenade für zwei Spione" vor Ort an Originalschauplätzen gedreht, so dass auch für eine ordentliche Portion Schauwerte gesorgt ist. Hellmut Lange hat die Rolle des augenzwinkernden Spions sichtlich Freude bereitet, er legt durchweg großen Elan an den Tag und kann den Film ohne weiteres tragen. Wie im Vorhgänger ist Heidelinde Weis mit an Bord, wenngleich diesmal in einer eher kleineren Rolle als Zimmermädchen und Bond-Girl-Verschnitt. Dass spätestens ab der Hälfte mitunter auch ein wenig (inhaltliches) Chaos ausbricht, verzeiht man dem Film nur allzu gerne, weil er einfach enorm erfrischend ist. Mit der richtigen Erwartungshaltung ausgestattet kann "Serenade für zwei Spione" sehr großes Vergnügen bereiten.

    Der Film ist frisch restauriert worden. Leider wurde sich seitens des Labels UCM.One wie schon bei "Die Tote von Beverly Hills" dafür entschieden, den Film nur auf DVD zu veröffentlichen. Trotzdem ist die Qualität natürlich gut. Als Bonus gibt es einen Abdruck der Illustrierten Filmbühne und einen Trailer. Außerdem kommt der Film in einem ansprechend gestalteten Pappschuber daher. Preis-Leistungsverhältnis sind also im Ganzen völlig in Ordnung.


    Erfrischende Agentenfilmfarce mit einem spielfreudigen Hellmut Lange. 4,5 von 5 Punkten.

  • Kann vielleicht jemand was zur Qualität vom "Würger von Schloss von Blackmoor" und dem "7. Opfer" sagen? Die beiden hätten bei mir Priorität. Den "Henker" würde ich mir ggf. auch noch zulegen, beim Rest reicht mir eigentlich die DVD. Ist ja auch nicht so, als gäbe es nicht genug Filme, die man noch gar nicht in der Sammlung hat.

  • Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #25
    Da ich zusammen mit @patrick die Filme in der nächsten Zeit analog Wallace-/Holmes-Reihe noch einmal sorgfältig besprechen möchte, soll es das an dieser Stelle gewesen sein. Wäre schön, wenn sich der eine oder andere Forist entschließen könnte, im Dienste der guten Sache mitzumachen…


    Schöne Idee. Hatte die Tage noch überlegt, ob man anlässlich der Blu-Ray-Veröffentlichungen der Bryan Edgar Wallace-Filme nicht mal in Anlehnung an den seinerzeit durch Gubanov ins Leben gerufenen "Wallace der Woche" einen "Bryan Edgar Wallace der Woche" veranstalten könnte. Würde vielleicht auch nochmal den Absatz bei Pidax steigern. Allerdings kommen ja "Koffer" und "Phantom" vorerst eh nicht, weshalb man das auch nochmal verschieben könnte.

    Insofern könnte man das Ganze ja vielleicht als "Mabuse der Woche" aufziehen, d.h. jede Woche wird beginnend mit "1000 Augen" über einen Film diskutiert? Einen Film pro Woche zu sichten, sollte ja eigentlich zu schaffen sein, wäre ja auch alles komplett unverbindlich, jeder könnte bei Zeit/Interesse mitmachen/nicht mitmachen, mittendrin einsteigen/wieder aussteigen. Bei entsprechendem Vorlauf finden sich ja vielleicht ein paar Leute, die die alten DVDs rauskramen bzw. sich die neuen Blu-Rays zulegen.

  • Noch 2 Stunden in der Mediathek abrufbar...

    https://www.ardmediathek.de/ard/video/ta...XgvbzEyODQ2MDM/


    Tatort: Schöne Belinda

    Episode 54, 5. Fall für KK Eugen Lutz

    Regie: Theo Mezger

    Gaststars: Werner Bruhns, Monika Gabriiel, Volker Eckstein, Dieter Eppler



    Recht atmosphärischer Tatort aus den 1970ern. Der immer gern gesehene und leider früh verstorbene Werner Bruhns spielt den zentralen Gastpart und ist wieder einmal in einer zwielichtigen Rolle zu sehen. Monika Gabriel gibt die titelgebende schöne Belinda und hat dem Zeitgeist entsprechend einen Auftritt im Eva-Kostüm. Als Kommissar Liersdahl ist der einmalige Ermittler und Wallace-Veteran Dieter Eppler an Bord.

    Beitrag in bestehendes Thema integriert, neuen Thread gelöscht

  • TV-Termine im Februar 2021Datum11.02.2021 22:54
    Foren-Beitrag von Ray im Thema TV-Termine im Februar 2021

    Morgen, 12.02. um 13:50 Uhr auf Arte: Duell im Atlantik (USA 1957)

    mit Robert Mitchum und Curd Jürgens

  • Ich könnte mir vorstellen, dass der von Concorde kommt. Die arbeiten ja mit der Murnau-Stiftung zusammen und bringen die Filme in losem Abstand auf Blu-Ray heraus. "Schwarzer Kies" oder "Das Totenschiff" sind da auch schon erschienen.

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Ray
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