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  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Jan im Beitrag #13
    Zitat von patrick im Beitrag #10
    Zitat von Uli1972 im Beitrag #7
    "Der grüne Bogenschütze" ist für mich der schwächste Wallace der SW-Ära...

    Es folgen noch deutlich schwächere...

    Ja, zwei fallen mir da ein, nämlich "Zimmer 13" und "Das Rätsel der roten Orchidee".


    Was die schwächsten SW-Wallace betrifft kann ich dir da nur beipflichten. Natürlich darf man die gelbe Schlange nicht vergessen. Da sehe ich aber keinen Vergleich zum Bogenschützen, den ich sehr gerne mag.

  • Wallace & Blu-rayDatum09.12.2018 18:36
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Schattenspiel im Beitrag #675
    Hat denn noch keiner die 6. Box erhalten und begutachtet? (... oder gibt es evtl. eine Verspätung bei der Auslieferung?)


    Ich hab den Bogenschützen auf Blu Ray inzwischen geschaut. Das Bild ist phantastisch.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Uli1972 im Beitrag #7
    "Der grüne Bogenschütze" ist für mich der schwächste Wallace der SW-Ära...

    Es folgen noch deutlich schwächere...

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Der grüne Bogenschütze (1960/1961)




    Regie: Jürgen Roland

    Drehzeit: Oktober 1960 bis Jänner 1961


    Mit: Klausjürgen Wussow, Karin Dor, Gert Fröbe, Eddi Arent, Harry Wüstenhagen, Wolfgang Völz, Heinz Weiss, Stanislav Ledinek, Hans Epskamp, Georg Lehn, Edith Teichmann, Hela Gruel, Charles Palent, Helga Feddersen, Karl-Heinz Peters, Sigrid von Richthofen, Hans Ganswind, Henry Lorenzen, Robert Hore, Ruth Hausmeister


    Handlung:

    Der ungehobelte, aber dank seiner kriminellen Tüchtigkeit sehr reiche, Amerikaner Abel Bellamy hegt im geheimen Keller seines englischen Schlosses ein wohlbehütetes Geheimnis in Form seiner eingesperrten alten Liebe Elaine. Was ihn allerdings sehr nervös macht, ist das ständige Erscheinen eines angeblichen Geistes, nämlich des berüchtigten grünen Bogenschützen. Auch taucht nun Valerie Howett, die Tochter von Elaine, auf, die ahnt, dass ihre Mutter noch am Leben ist und Bellamy gerät inzwischen in den Fokus von Scotland Yard. Welche Rolle spielt aber das mordende grüne Phantom in der Geschichte...


    Anmerkungen:

    "Der grüne Bogenschütze" führt den durch "Rächer" und "Bande" so richtig losgetretenen Grusel-Wallace-Trend natlos weiter und beginnt schon mal mit einer sehr vielversprechenden Prätitelsequenz in einem "Old-Dark-House-Ambiente". Der Film entführt in ein wunderbares altes Gemäuer mit geheimen Gängen und tollem Dekor, was alles in imposantem Gothic-Stil ausgeschmückt ist. Käuzchenrufe und nächtliche Auftritte des grünen Bogenschützen bescheren schöne Grusel-Momente. Freilich hätte man aus dem Stoff durchaus noch mehr machen und das Phantom öfters im dunklen Schloss herumgeistern und dabei lange Schatten werfen lassen können. Da der Film Dank einer recht turbulenten und abwechslungsreichen Handlung aber nie langweilig wird, darf man mit dem Endprodukt trotzdem mehr als zufrieden sein. Jürgen Roland hat sich gegenüber dem "Roten Kreis" erfeulicherweise atmosphärisch deutlich gesteigert. Whudunit-Freaks dürfte der Film dennoch weniger gefallen, da die Dramaturgie nicht so sehr die Entlarvung der Titelfigur schmackhaft macht, als viel mehr auf den grobschlächtigen Abel Bellamy und seine schmutzigen Geheimnisse ausgerichtet ist. Bei der Erstsichtung ist die Story recht verwirrend und wird noch weiter dadurch verkompliziert, dass man am Schluss plötzlich mit zwei Bogenschützen beglückt wird. Im Grunde wohnt der Geschichte aber dennoch eine gewisse Logik inne.

    Karin Dor ist hier deutlich mehr auf Strahlkraft geschminkt als in der "Bande". Klausjürgen Wussow schindet als Ermittler keinen nennenswerten Eindruck und fällt hinter seine Performance im "Kreis" deutlich zurück, was nicht weiter stört, da der leibesfüllige und gewaltige Gert Fröbe und das tolle Ambiente die wahren Stars dieses Streifens sind. Der rothaarige Sachse spielt mit seiner potenten Präsenz den Rest der Darstellerriege mühelos an die Wand und steigert sich von einem cholerischen Anfall in den nächsten, was köstliche Unterhaltung bietet. Harry Wüstenhagen präsentiert sich als schlitzohriger und nicht allzu seriöser, aber im Grunde auch nicht unsympathischer, Zeitgenosse, den er später auch beim "Schwarzen Abt" ähnlich mimen sollte. Stanislav Ladinek als primatenhafter, aber von Gert Fröbe in Punkto Ungehobeltheit klar ausgestochener, Ganove ist eine weitere Figur, die im Gedächtnis bleibt.

    Fazit:

    Durch das dargebotene Verwirrspiel und die Doppelentlarvung mit dem "Schützen seines Herrn" fühlen sich zahlreiche Krimi-Freunde nicht ganz zu Unrecht hinter's Licht geführt. Ich möchte daher nicht in Abrede stellen, dass der Film seine Schwächen hat. Als Liebhaber alter Gemäuer und ur-typischer Wallace-Atmosphäre werde ich von Jürgen Rolands zweiten und (vor)letzten Wallace-Streich, der ausgesprochen kurzweilige Unterhaltung bietet, jedoch allerbestens bei Laune gehalten. Gerade dieser Film eignet sich ganz besonders gut für mehrfache Sichtungen, was durch die zahlreichen TV-Wiederholungen und den besonderen Stellenwert, den der "Bogenschütze" im Wallace-Universum innehat, bestätigt wird. Ich bin daher gerne bereit für diesen Streifen, der hier im Forum leider kein angemessenes Ansehen genießt, eine Lanze zu brechen und volle 5 von 5 Punkten springen zu lassen.

  • Eure DVDsDatum07.12.2018 19:57
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Na, das kam dann wohl zur rechten Zeit.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Optisch halte ich Alf Marholm für nicht sonderlich charakteristisch. Allerdings gehören die Szenen im dunklen Hotel genau zu jenen, die sich mir - ich war damals wohl auch ca.12 - als besonders Wallace-typisch und nachhaltig eingeprägt haben. Marholm hat mich mit seinem gestreiften Oberteil an einen Seemann oder Sträfling erinnert. Der Aufzugschacht, das Gadget im Telefon und der gestreifte Marholm gehören für mich zu den nachhaltigsten und schönsten Wallace-Erinnerungen aus der Zeit, als ich das Genre entdeckte und in Ermangelung von SAT-TV, Viedeorecorder, etc. immer lange warten musste, bis endlich wieder mal ein Wallace im Fernsehen kam. Das war dann immer wie Weihnachten und Ostern zugleich.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Marmstorfer im Beitrag #14
    Alf Marholm kommt vor dem Finale etwas zu kurz und fällt bis dahin nur durch seine theatralische "Ich bin ruiniert"-Tirade nach Monkfords Ermordung auf. Bei der allerersten Filmsichtung wusste ich bei seiner "Demaskierung" damals gar nicht, welche Rolle diese Person vorher im Film gespielt hatte.




    Meine erste Sichtung der Bande ist locker 35 Jahre her. Aber ich glaube mich zu erinnern, dass es mir damals genauso ging.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Die Bande des Schreckens (1960)



    Regie: Harald Reinl

    Drehzeit: 18.06.1960 bis 23.07.1960

    Mit: Joachim Fuchsberger, Karin Dor, Elisabeth Flickenschildt, Fritz Rasp, Dieter Eppler, Ulrich Beiger, Karin Kernke, Ernst Fritz Fürbringer, Eddi Arent, Karl Georg Saebisch, Alf Marholm, Günther Hauer, Otto Collin, Josef Dahmen, Klaas Akkermann, Karl-Heinz Peters, Werner Hedmann, Marga Maasberg, Mita von Ahlefeldt, Peter Frank, Siegfried Freese, Ludwig Meybert, Horst Krüger, Rudolf Möller, Marga Meybert, Alfons Seyler, Karl-Heinz Kreienbaum, Wilhelm Walter, Reinhold Nietschmann


    Handlung:

    Der berüchtigte Scheckfälscher Clay Shelton geht Scotland Yard in's Netz, was einen Beamten das Leben kostet und ihm selbst dafür den Galgen einhandeln sollte. Unmittelbar vor seinem Freitod durch Zyankali verflucht er alle, die irgendwie an seiner Ergreifung und geplanten Hinrichtung beteiligt waren, mit der drohenden Galgenhand. Tatsächlich sollte es nicht lange dauern, bis sich Sheltons Geist immer wieder zeigt und die Verfluchten einer nach dem anderen aus dem Leben scheiden. Inspektor Long, der Shelton gefasst hat, ist nun auf's Äußerste gefordert sowohl sein eigenes Leben als auch das seiner Schicksalsgenossen vor der Galgenhand zu bewahren...

    Anmerkungen:

    Dem vorliegenden Film ist erfreulicherweise unschwer anzusehen, dass Harald Reinl wieder das Ruder übernommen hat und dabei den Mut für recht vordergründige Grusel-Elemente aufbrachte, die sehr geschickt in die Krimihandlung eingeflochten wurden. "Die Bande des Schreckens" kommt sehr schnell zur Sache und zeichnet sich durch einen beachtlichen Body-Count aus. Zu Beginn wird man glatt an Hammers Grusel-Werkstatt erinnert, aus der das geisterhafte Erscheinen des Toten Verbrechers und die unheimlichen und stürmischen Nächte ohne Weiteres entstammen könnten. In der Mitte hat der Film dann einen leichten Durchhänger, der aber durch ein atmosphärisches und stimmungsvolles Finale wieder wettgemacht wird.

    Eddi Arent ist hier wesentlich klamaukafter als bei seinen Aufritten im "Frosch" und "Kreis" angelegt, was aber in der sonst sehr ernsten Geschichte nicht unbedingt als Störfaktur wahrgenommen wird. Erstmals spielt Miss Krimi, Harald Reinls Ehefrau Karin Dor, in einem Wallace-Film mit, nachdem sie beim "Frosch" noch ausgespart wurde. Die Chemie zwischen ihr und dem nun als Inspektor debütierenden Joachim Fuchsberger ist vom Fleck weg sehr natürlich und harmonisch. Begegnet sind die beiden sich, wie ich glaube, schon früher in irgend einer Heimat-Schnulze, die ich in Ermangelung einer Begeisterung für derartige Genres nur dunkel in Erinnerung habe. Schauspielerisch wird sie noch nicht sonderlich gefordert. Jugend und Attraktivität ermöglichten ihr aber einen Sympathie-Vorschuss, den sie auch gleich am Schopfe packte um sich nach und nach weiterzuentwickeln.

    Es wurden weitere Akzente gesetzt, die später die typische Wallace-Atmosphäre ausmachen sollten, was das Konkurrenz-Produkt "Der Rächer" aufgrund der viel sorfältigeren und professionelleren Inszenierung sehr rasch auf seine Plätze verwies. Das Reinl-Team zeigte eindrucksvoll vor, wie man die Kamera schwenkt und einen Wallace-Film richtig dreht, was Kurt Ulrich in schmerzvoller Einsicht dann wohl dazu bewogen haben dürfte, das Handtuch zu werfen. Gadgets, Maskierungen, Schauplätze, Grusel, überraschende Auflösung - Die Bande hat alles drin was einen "echten" Wallace ausmacht.

    Gewisse Logik-Mängel darf man in dieser liebevoll gepflegten Märchenkrimi-Welt ruhig tolerieren, tun sie dem Unterhaltungswert doch keinen Abbruch. Dass Ulrich Beigers Charakter zur Bande gehört, lässt sich relativ leicht ausmachen ohne dabei zu viel zu verraten, ist er doch durch seine bisherigen Auftritte schon sehr vorbelastet. Die Entlarvung des Shelton-Geistes lässt dann aber immer noch genügend Raum für einen wirkungsvollen Whodunit offen.

    Fazit:

    Typischer Vorzeige-Wallace, der die liebgewonnene "German-Grusel-Atmosphäre" besonders pflegt und eine spannende Auflösung bietet. Was will man mehr? Selbstverständliche 5 von 5 Punkten .

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Der Rächer (1960)



    Regie: Karl Anton

    Drehzeit: 31.05.1960 - 20.06.1960

    Mit: Heinz Drache, Ingrid van Bergen, Benno Sterzenbach, Ina Duscha, Ludwig Linkmann, Siegfried Schürenberg, Klaus Kinski, Rainer Brandt, Friedrich Schoenfelder, Al Hoosman, Maria Litto, Franz-Otto Krüger, Rainer Penkert, Albert Bessler, Asikin Nazir



    Handlung:


    Dem Sicherheitsbeamten Michael Brixan bereitet eine ebenso seltsame wie grausame Mordserie Kopfzerbrechen. Ein offensichtlich wahnsinniger Serienmörder, der sich auch noch "Wohltäter" nennt, trennt seinen Opfern, wie es scheint, mit nur einem Hieb fein säuberlich die Köpfe ab und verschickt diese in Schachteln gepackt. Seine Ermittlungen führen Brixan zu dem wenig seriösen und hormongesteuerten Forscher und Abenteurer Sir Gregory Penn und dessen monströsen Diener Bhag, der mehr an einen Affen als an einen Menschen erinnert und der unter dessen Kontrolle für unsaubere Handlangertätigkeiten eingesetzt wird. Außerdem rücken eine Filmgesellschaft und ein schrulliger Schlossherr in den Fokus der Ermittlungen, die sich auf immer unheimlicheres Terrain begeben...

    Anmerkungen:


    Nachdem sich "Der Frosch mit der Maske" und "Der Rote Kreis" als überraschende Erfolgsfilme der Rialto entpuppten zögerte der Produzent Kurt Ulrich (1905-1967) nicht lange und schickte anno 1960 seinen eigenen Konkurrenz-Edgar-Wallace "Der Rächer" in's Rennen. Dem Film ist anzusehen, wie sehr sich Regisseur Karl Anton (1898-1979) um eine wirklich stimmungsvolle und typische Wallace-Atmosphäre bemüht hat. Es mangelt nicht an Nachtaufnahmen, Nebel, alten Gemäuern, einem bedrohlichen Mordwerkzeug und nicht zuletzt einem monströsen Wilden, der geisterhaft durch die Dunkelheit tappt. Ausserdem wimmelt es regelrecht von Darstellern, die später das Bild der Rialto-Wallace-Filme maßgeblich prägen sollten. Bürgerschreck vom Dienst Klaus Kinski schlägt hier noch vergleichsweise leise Töne an, rückt aber aufgrund einiger betont arrogant ausgetragener Wortgefechte mit Heinz Drache, in denen die beiden ihre gegenseitig Antipathie köstlich zur Schau stellen, bereits deutlich in's Bewusstsein. Heinz Drache macht in seinem vielversprechenden Genre-Debut eine stattliche Figur und sicherte sich damit seine Position als Ermittler in späteren Rialto-Filmen. Besonders erfreulich ist Siegfried Schürenbergs Auftritt als ernstzunehmender und sympathischer Vorgesetzter und lässt bedauern, dass er später zur Witzfigur vom Dienst degradiert wurde. Nicht unbedingt im Gedächtnis verhaftet bleibt dagegen Ina Duscha (geb.1935), deren wenig charismatische Ausstrahlung beliebig austauschbar erscheint.

    Absolut störend und thematisch unpassend ist die nach Heimatfilm miefende Schnapsidee mit den Folklore-Einlagen des Films im Film, die wohl der Phantasie eines vom Teufel gerittenen Drehbuchautors entstammen könnte und einen Wallace-Film nicht im geringsten bereichert. Die sonst aber nicht unspannend erzählte Geschichte und deren düsterer Thriller-Charakter verdienen ihren Respekt. Trotzdem erscheint der Streifen billiger und atmosphärisch deutlich weniger potent als seine Rialto-Vorbilder, was wohl nicht zuletzt daran lag, dass man sich selbst unter erheblichen Zeitdruck setzte, um der "Bande" im Kino zuvorzukommen. Kameraführung, Licht-Schatten-Spiel und musikalische Untermalung liefern ein Zeugnis dafür ab, dass hier nicht unbedingt die erste Riege von Thriller-Experten am Werk war. Besonders von der Musik wird man jämmerlich im Stich gelassen. Das Agieren des entlarvten Täters am Schluss ist überzeichnet. Die Szene mit dem Malaien, der plötzlich mit dem Schwert in der Hand aus dem Nichts auftaucht, ist gar arg an den Haaren herbeigezogen und erscheint recht schwerfällig darum bemüht, Geisterbahn-Effekte einzubauen. Die im Rahmen der Weiterentwicklung der Rialto-Reihe immer deutlicher zutage tretenden Qualitätsunterschiede bewirkten, dass der "Rächer" in der Gunst der Wallace-Fans immer weiter nach unten rutschte und schließlich als ziemlich vergessener Streifen sein Dasein fristet. Der Affen-Mensch Bhag hingegen kann sich als hässlicher Unhold durchaus sehen lassen, hätte aber effektivere und bedrohlichere Auftritte verdient. Schließlich war man beim "Frosch" ja auch nicht gerade zimperlich. Den hier sehr plump wirkenden Benno Sterzenbach kann ich als zwielichtigen Zeitgenossen nicht so wirklich ernst nehmen. Ein besonderer Lapsus ist das betont deutsch ausgesprochene "Michaeeel" der bedrohten Maid, was auch einem Rückfall in die Blütezeiten des Heimatfilms gleichkommt, von dem sich das Wallace- Genre doch sonst so erfrischend abgrenzt. Hier schimmert leider eine gewisse Schlamperei durch, die nicht hätte sein dürfen.

    Fazit:

    Interessanter Trittbrett-Wallace, der zwar besser als sein Ruf ist, dem gut ausbalancierten Fingerspitzengefühlt des Rialto-Teams beim Zusammenspiel von Story, Musik und Kamera dann doch nicht die Stirn bieten kann. Trotzdem ein Achtungserfolg, der ohne Weiteres 3 von 5 Punkten verdient.

  • Bewertet: "Der rote Kreis" (1959/60, 2)Datum17.11.2018 14:32
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Der Rote Kreis (1959)





    Regie: Jürgen Roland

    Drehzeit: November - Dezember 1959

    Mit:Renate Ewert, Klausjürgen Wussow, Karl Georg Saebisch, Thomas Alder, Ernst Fritz Fürbringer, Erica Beer, Fritz Rasp, Eddi Arent, Edith Mill, Ulrich Beiger, Richard Lauffen, Heinz Klevenow, Alfred Schlageter, Albert Watson, Panos Papadopulos, Richard Gruppe, Karl-Heinz Peters, Alf Marholm, Günther Hauer, Jürgen Roland, Friedrich Schütter, Georg Philipp



    Handlung:


    Ein mörderischer Erpresser mit Hut und schwarzer Gesichtsmaske treibt im London der späten 50er-Jahre sein Unwesen. Er nennt sich "Der Rote Kreis" und konnte 8 Jahre zuvor in Frankreich aufgrund eines Missgeschicks des Henkers seinen Hals vor der bereits herabgleitenden Guillotine bewahren. Inspektor Parr, der nur wenige Tage vor seiner Pensionierung steht, wird auf den Verbrecher angesetzt und bekommt Unterstützung von dem jungen und smarten Privatdetektiv Derrick Yale. Allerdings ist dem Roten Kreis aufgrund seiner Gerissenheit nicht so leicht beizukommen und wer sich an die Polizei wendet hat sein Leben verwirkt, was durch ein eindrucksvolles Mord-Konto verdeutlicht wird...

    Anmerkungen:

    Die Rechte zur Verfilmung des Romans "Der Rote Kreis" wurden im Doppelpack zusammen mit dem "Frosch mit der Maske" erworben. Man wollte sich 1959 langsam vortasten und abklären, ob die Idee mit der Einführung dieses neuen Genres wirklich zündet. Tatsächlich ist der Film auch ganz ähnlich wie sein Vorgänger strukturiert und bietet sich dadurch ganz besonders für einen Vergleich an. Die Geschichte dreht sich hier ebenfalls um einen maskierten und sehr gewaltbereiten Schwerverbrecher, hinter dem eine Organisation steht und dessen Markenzeichen ein Symbol ist - auch werden Szenen mit stürmischen Nächten eingeblendet, die an jene im "Frosch" erinnern. Dennoch kann dieser Film seinem wunderbaren Vorgänger nicht das Wasser reichen. Die Atmosphäre ist trotz guter Ansätze im Endeffekt wesentlich eintöniger und trumpft auch zu wenig mit Wallace-Markenzeichen wie alten Gemäuern und unheimlichen Schauplätzen auf, was zugegebenermaßen daran lag, dass das Genre sich in dieser frühen Anfangsphase noch im Stilbildungsprozess befand. Auch ist der Film weniger Action-betont als Reinls Beitrag. Weiters ist die Figur des Kreises dem herausragend exzentrischen Bösewicht-Charisma des Frosches nicht ebenbürtig, was wohl mit ein Grund sein dürfte, dass er keinen wirklich nachhaltigen Klassiker-Status geniesst. Zwar ist die optisch an Zorro erinnernde und Dank Friedrich Schütter so boshaft lachende Titelfigur, die so gern als schwarzer Mann auf dem Rücksitz seine Opfer das Fürchten lehrt, recht interessant gestaltet, doch wird er im Endeffekt einfach zu wenig hervorgehoben. Störend wirkt die Begebenheit mit dem falschen Kreis, der im Revier des echten wildert, was nun wirklich einen hanebüchenen Unsinn darstellt. Jene Organisation, die hinter dem Kreis steht, ist viel zu wenig in den Film eingebunden, sodass man vielmehr den Eindruck gewinnt, er agiere als Einzelperson. Auch dies schmälert den dramaturgischen Effekt, den der Frosch vorlegte. Die Entlarvung ist allerdings klasse und auch die Prätitelsequenz beginnt vielversprechend. Leider bleibt der Film nicht ganz von Längen verschont, die beim Vorgänger an keiner Stelle spürbar waren. Hätte Reinl auch diesen Wallace gedreht, wäre vermutlich wesentlich mehr herausgeholt worden. Zugutehalten darf man dem Kreis auf jeden Fall, dass er eine sorgfältige und ernsthafte Krimiunterhaltung bietet. Jene übergroße Begeisterung wie beim "Frosch" stellt sich (bei mir) hier aber nicht ein.

    Die kecke Renate Ewert löst Eva Anthes als weiblichen Aufputz ab und hat zweifellos mehr Strahlkraft als ihre hausbackene Vorgängerin, die nichtsdestotrotz dennoch hervorragend in ihre Rolle passte. Ausserdem werden von Anfang an Fragen aufgeworfen, auf welcher Seite sie überhaupt steht, was zusätzlich zur Spannung beiträgt. Der junge Klausjürgen Wussow ist freilich kein Blacky, kann sich als Ermittler aber ungeniert sehen lassen. Das Verhältnis zwischen Lord Beardmore und seinem Neffen ist durch gegenseitige Verachtung gekennzeichnet, was besonders durch Jacks emotionslose Aussage unterstrichen wird, dass seine Stellung als Alleinerbe kein Grund zur Trauer über den Verblichenen sei. Das geringschätzige Urteil des alten Beardmore über seinen Neffen (faul, dumm und gefräßig) stimmt nicht wirklich mit dem Eindruck überein, den er selbst in der Geschichte vermittelt. Der zu alt und träge erscheinende Karl Georg Saebisch als erfahrener Senior-Ermittler will mir nicht so recht gefallen und ich hätte mir den wesentlich cooleren Siegfried Lowitz an seiner Stelle gewünscht.

    Fazit:

    Ein Wallace-Frühchen, das leider die hohe Qualität, die der Frosch vorlegte, einbremst und sowohl das Potential der Hauptfigur nicht genügend ausschöpft, als auch die Atmosphäre zu wenig akzentuiert. Irgendwie fehlen hier die Würze und das gewisse Etwas. Jürgen Roland ist eben kein Harald Reinl. Der Unterhaltungswert dieses leider noch nicht ganz ausgereiften Genre-Beitrags kann sich für mich mit 3,5 von 5 Punkten trotzdem knapp über dem Durchschnitt behaupten. Weder Top noch Flop, aber auf jeden Fall besser als fast alles, was uns in der Spätphase noch erwartet.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #33
    ...und Eva Anthes für mich eine schwerwiegende Fehlbesetzung bleibt....


    Eva Anthes hat sicher nicht die Ausstrahlung einer großen Filmdiva. Aber ich finde ihre hausbackene Darstellung trotzdem sehr glaubwürdig und würde mir keine andere Darstellerin in der Rolle wünschen. Der Frosch ist ein Film, bei dem mir zwar einiges auffällt, mich aber rein gar nichts stört.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #33
    . Schmunzeln musste ich zudem bei der Szene, in der "Old Ben" Ray in der Lolita Bar aufsucht. In dem Moment, in dem er das Wort erhebt - was er noch nicht einmal besonders laut tut - verstummen alle Personen im Lokal, egal ob sie sich unterhalten, laut lachen oder tanzen. Das ist schon sehr "inszeniert". .


    Genau dasselbe habe ich mir auch gedacht. Die Personen scheinen nicht besonders hingebungsvoll mit sich selbst beschäftigz zu sein.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von brutus im Beitrag #18


    Und Nummer 7 konnte auch ganz schön lange unentdeckt werkeln.





    Naja, mit der Logik darf man's hier ohnehinn nicht so genau nehmen. Dass der allein lebende Nr.7, der im Polizeidienst arbeitet, sich als Familienvater ausgibt ist eiegentlich ein starkes Stück, das einfach auffliegen muss. Der Dramaturgie ist das aber zuträglich und darauf kommts an.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von TV-1967 im Beitrag #11
    Kleine Anmerkung! Die Filmmusik war noch nicht von Heinz Funk, sondern von Willy Mattes und Karl Bette!


    Ah, okay - danke, @Gubanov bitte bessere mir das aus.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Der Frosch mit der Maske (1959)



    Regie: Harald Reinl

    Drehzeit: 24.04.1959 - 09.06.1959

    Mit: Joachim Fuchsberger, Eva Anthes, Siegfried Lowitz, Jochen Brockmann, Karl Lange, Dieter Eppler, Eva Pflug, Walter Wilz, Fritz Rasp, Erwin Strahl, Ernst Fritz Fürbringer, Eddi Arent, Ulrich Beiger, Reinhard Kolldehoff, Michel Hildesheim, Charlotte Scheier-Herold, Holger Munk, Werner Hedmann, Olaf Ussing, Carl Ottosen


    Handlung:

    Ein maskierter Kapitalverbrecher treibt in London sein Unwesen. Er führt eine große Organisation an und nennt sich "Der Frosch". Seine Identität ist unbekannt und sein Gesicht bleibt hinter einer merkwürdigen Maske verborgen, die an den titelgebenden Lurch erinnert. Sein Spezialgebiet sind Einbrüche und auch beim Morden wird nicht lange gefackelt. Sowohl Inspektor Elk als auch der Hobby-Detektiv Richard Gordon nehmen sich der Sache an. Was Letzterer noch nicht weis: Auf das Mädchen, das er liebt, hat auch der Frosch ein Glupsch-Auge geworfen, was ihn in ganz besondere Gefahr bringen sollte....

    Anmerkungen:

    Nachdem Fritz lang während der längst vergangenen Stummfilm-Ära einiges vorlegte, verlor der deutsche Film mit Einführung der "Talkies" international sehr rasch an Gewicht und man kann sich auf nicht wirklich viel Nachhaltiges zurückerinnern. Das Trauma der dunkelsten Phase deutscher Geschichte wurde in den 50er-Jahren durch zahlreiche farbenfrohe Heimatfilme, Lustspiele und Schlagerschnulzen abgemildert, wodurch der deutsche Film eine sehr eigentümliche Entwicklung vollzog und recht lange auf seichtem Wald-und Wiesen-Niveau dahintümpelte. Umso überraschender war, dass mutige Produzenten in Zusammenarbeit mit dem Dänen Preben Philipsen aus heiterm Himmel einen absolut professionell gemachten und eiskalten Hochspannungskrimi allererster Güte aus dem Hut zauberten. Dass man auf Edgar Wallace kam war eigentlich nicht weit hergeholt, ging der literarische Erfolg der Krimis des englischen Viel-Schreibers den Filmen doch schon lange voraus.

    Die Atmosphäre ist mit sehr viel Gespür auf britisch poliert und wird von einer hervorragenden Kameraführung unterstützt, die mit einem deutlich an den Stummfilm angelehnten Hell-Dunkel-Spiel ein wahres Thriller-Kunstwerk zu schaffen vermochte. In den bunten Spät-50ern mag schwarzweiß auf den ersten Blick vielleicht wenig kommerziell erscheinen, doch liegt gerade darin die Stärke dieses Meilensteins deutscher Filmgeschichte, denn dieser Streifen beeindruckt auf sämtlichen Ebenen. Neben der bereits angesprochenen herausragenden Atmosphäre und dem nie nachlassenden Spannungsbogen sind sämtliche Rollen stimmig besetzt. Siegfried Lowitz schliesst man als gelassenen und etwas zynischen Inspektor Elk gerne in's Herz. Blacky Fuchsberger hat als gutaussehender, smarter und energiegelandener Sonnyboy endlich seine Berufung gefunden, die ihm noch lange in diesem neugeborenen Genre seine filmische Heimat bescheren sollte. Weitere Darsteller wie Fritz Rasp, Dieter Eppler, Carl Lange, Ulrich Beiger und Ernst Fritz Fürbringer wurden sehr geschickt ihrem Typ entsprechend eingesetzt und blieben dem Genre ebenfalls eine Weile treu. Für die beiden Jung-Darsteller Eva Anthes und Wolfgang Wilz sollte der "Frosch" allerdings kein Karrieresprungbrett werden, da sie in späteren Jahren nicht mehr groß auffielen. Ach wenn sich beider Charisma in gewissen Grenzen hält, füllen sie doch ihre hausbackenen Rollen recht passend aus. Ein besonderes Markenzeichen sollte Eddi Arent werden, der hier den schrulligen britischen Butler wunderbar verkörpert, ohne in allzu seichten Humor abzudriften, was leider in späteren Jahren immer mehr die Qualität abschwächte. Bewundernswert war, wie der Tiroler Heimatfilmer Harald Reinl sich auf Anhieb darauf verstand im Krimi-und Thriller-Bereich auf höchstem Niveau Fuß zu fassen und internationale Klasse zu erreichen, wodurch er sich bald auch für Karl-May profilierte. Es nimmt somit keineswegs Wunder, dass der "Frosch" beim Publikum wie eine Rakete einschlug und nach weiteren Wallace-Filmen lechzen ließ, woraufhin ein neuer Markt wie ein Pilz aus dem Boden schoss. Es ist wohl im Besonderen diesem Film zu verdanken, dass germanische Filmschaffende neues Selbstvertrauen fassten und den Mut aufbrachten nun neue Wege zu gehen, was dazu führte, dass das folgende Jahrzehnt das schönste werden sollte, das der deutsche Film zu bieten hat.

    Trotz des skurrilen Titels und des bizarren Hauptverbrechers, den man sich vor dem geistigen Auge wohl als den grünen Kermit von den Muppets vorstellen könnte, handelt es sich hier keineswegs um eine Persiflage, sondern um einen knallharten und todernsten Thriller mit Gruselelementen und einem für die damalige Zeit zumindest stellenweise auffallend hohen Level an Brutalität, was natürlich dazu führte, dass einige Szenen damals der Schere zum Opfer fielen. Leider wurde die von mir hier so lobend hervorgehobene Ernsthaftigkeit im Laufe der Zeit mehr und mehr aufgeweicht. Die Designer des Frosch-Kostüms verstanden es geschickt, die drohende Lächerlichkeit zu vermeiden und das Auftreten des titelgebenden Schurken in stürmischen Nächten und im Zimmer seiner unfreiwilligen Angebeteten haben einen herrlich düsteren Grusel-Charakter. Die vielen falschen Fährten und zwielichtigen Charaktere funktionierten dramaturgisch wie am Schnürchen und sollten charakteristisch für die Wallace-Filme bleiben. Die Musik von Willy Mattes ist wesentlich schlichter als jene der beiden Größen Martin Böttcher und Peter Thomas, die später auf den Plan traten, passt aber sehr gut in's Geschehen. Ein besonders schöner und wohlklingender Ohrwurm ist der Schlager "Nacht im Nebel an der Themse", der durch eine passende Atmosphäre inner- und außerhalb der Lolita-Bar weiter bereichert wird. Dass sämtliche Autos links-gesteuert sind, darf man als Mangel in der Sorgfalt ankreiden, was aber dem Filmvergnügen selbst keinen Abbruch tut.

    Fazit:


    Aufgrund seiner extremen atmosphärischen Dichte, der exzellenten Kameraarbeit, der tollen Dramaturgie und nicht zuletzt der extravaganten Hauptfigur konnte dieser Wallace-Erstling später kaum mehr übertroffen werden. Wer, so wie ich, diesen Film der Reihe auch als ersten sah und dadurch mit dem Schema, das er einführte, noch nicht vertraut sein konnte, erlebt einfach nur pure Hochspannung und einen wunderbaren Whodunit. Der Frosch ist für mich nicht nur der persönliche Liebling der Reihe, sondern auch einer der besten Krimis überhaupt. Nicht zuletzt weil ich durch diesen Film um 1980 herum Wallace-Fan wurde, klare 5 von 5 Punkten.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Uuups, sorry. Bin unterwegs und hab auf dem Smartphone den Link angeklickt und versehentlich meinen Senf zu Prismas Besprechung von "The Fog" von 2013 abgegeben.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Jetzt bekomme ich glatt auch wieder Lust auf den Film. Einer der allerbesten Horror-Streifen der 70er/80 er-Jahre und einer meiner all-time-favourites. Leider gab's in den 2000ern ein unrühmliches Remake.
    Ich kann deiner Besprechung in allen Punkten beipflichten.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Staffel 5 - Episode 18: Death's Door (Der wahrgewordene Alptraum, 05.10.1967)



    Regie: Sidney Hayers

    Produktion: fertiggestellt am 07.06.1967

    Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, Clifford Evans, William Lucas, Allan Cuthbertson, Marne Maitland, Paul Dawkins, Michael Faure, Peter Thomas, William Lyon Brown, Terry Yorke, Terry Maidment



    Der ranghohe Politiker Sir Andrew wird vor einer wichtigen Konferenz von Angstvisionen geplagt, in denen er seinen Tod voraussieht, der später auch tatsächlich in der vorhergesehenen Weise eintritt. Lord Melford, der nun die Stelle des Toten bei der besagten Konferenz einnehmen sollte, erlebt schon nach kurzer Zeit dieselben Angstzustände, was sich als klarer Fall für Steed und Mrs.Peel entpuppt, die bald realisieren, dass jemand die Panikzustände von außen steuert...

    Die mysteriösen Vorkommnisse in dieser Folge erinnern etwas an die Episode "Too many Christmas Trees" von 1965, in der dem armen Steed im Schlafe übel mitgespielt wird. Natürlich wittern die beiden Spürnasen recht rasch, in welche Richtung sie ermitteln müssen und nehmen sich die angebliche Traum-Welt, die den hochrangigen Herren den Schlaf raubt, einmal zur Brust. Selbstverständlich dürfen sie auch weitere Proben ihrer Wehrhaftigkeit zum Besten geben. Der unbewaffnete Steed entwickelt im Angesicht des Todes eine unorthodoxe Methode ein Projektil abzufeuern. Die Entlarvung des Täters ist alles andere als überraschend, dafür turbulent und unterhaltsam. Schmunzeln darf man über den Zweck der Konferenz, in der es um ein vereintes Europa geht, was 1967 natürlich noch ein sehr unausgereiftes Thema war. Wallace-Freunde kennen vielleicht Allan Cuthbertson (1920-1988), der im "Geheimnis der weißen Nonne" frühzeitig in's Jenseits befördert wurde, hier allerdings sein deutlich längeres Leben nicht unbedingt genießen darf.

    Fazit:


    Wieder einmal wird bei einer schwarzweißen 1965er-Episode abgekupfert, ohne deren Atmosphäre zu erreichen. Auch Auflösung und Bösewichter waren schon besser. Trotzdem gelingt dieser, sich auf Psychothriller-Schiene bewegenden, Folge ein recht schöner Spannungsaufbau mit einem phantasievollen Eintauchen in manipulierte Alpträume.

  • Lex BarkerDatum15.10.2018 20:41
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Schön, dass es auch heute noch einige Barker-Fans gibt. Ich nehme das mal zum Anlass auf eine ausgesprochen interessante Blu-Ray-Fassung aufmerksam zu machen, die im November erscheinen wird. Es handelt sich sozusagen um den Testlauf für den späteren Old Shatterhand. Besonders interessant ist, dass als Bonus auch die originale Schnittfassung aus den USA dabei ist, die ja noch nie verfügbar war (außer auf Youtube in einer nicht berauschenden Qualität). Ich habe auf jeden Fall schon vorbestellt.


  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #139
    außerdem muss ich auch noch die zweite Hälfte der Tara King-Ära (erst-)sichten.


    Für mich wird vermutlich mit der letzten Emma-Peel-Folge Ende sein. Das Gespann Steed/Peel ist mir in dieser Serie einfach wichtig, sodass ich nicht mehr motiviert bin, mit Tara King weiterzumachen. Du darfst die weitere Staffel aber gerne besprechen, solltest du mal dazu kommen.

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