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  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Der schwarze Leib der Tarantel (1971)




    Regie: Paolo Cavara

    Produktion: Italien, 1971

    Mit: Giancarlo Giannini, Claudine Auger, Barbara Bouchet, Rossella Falk, Silvano Tranquilli, Annabella Incontrera, Ezio Marano, Barbara Bach, Stefania Sandrelli, Giancarlo Prete, Anna Saia, Eugene Walter


    Handlung:


    Ein psychopathischer Serienmörder begeht grausame Morde an jungen Frauen, indem er diese durch einen Stich in den Nacken mittels Akupunkturnadel paralysiert und anschließend mit einem Messer aufschlitzt. Die Opfer sind dabei bei vollem Bewusstsein. Die Mordmethode kopiert die Vorgehensweise einer Wespenart, die auf ähnliche Art Taranteln tötet. Der beruflich frustrierte Inspektor Tellini versucht eine Gemeinsamkeit oder Verbindung unter den Opfern zu finden, tappt dabei aber ziemlich im Dunkeln und hadert damit, seinen Job an den Nagel zu hängen. Er gerät allerdings selbst in das Blickfeld des Täters...

    Anmerkungen:

    Bei vorliegendem Film handelt es sich um einen typischen Giallo. Ein dunkel gekleideter Unhold mit Hut und Handschuhen begeht die üblichen sadistischen Morde, wobei hier als Verdächtigenkreis nur eine äußerst begrenzte Anzahl von Personen in Frage kommt. Die Aufdeckung ist wenig eindrucksvoll, um nicht zu sagen recht enttäuschend. Eine Gemeinsamkeit mit sehr vielen anderen Gialli ist, dass man mehr Billigfilm als großes Kino präsentiert bekommt. Wie bei vielen Werken der frühen 70er, sind die Farben sehr oft auf der eher blassen Seite und die Musik wird stellenweise von einer Frauenstimme mitgehaucht oder geträllert, was man mögen kann oder auch nicht. Ich tendiere deutlich zu Letzterem. Was ich auch immer wieder bei diesem Genre beobachte ist, dass der Einstieg recht spannend ist, danach aber immer wieder Längen auftauchen. Insgesamt zieht mich die Art der Inszenierung einfach zu wenig in ihren Bann. Leider wird lediglich eine Szene durch einen Vertreter der titelgebenden achtbeinigen Spezies bereichert. Diese ist allerdings sehr gut gelungen und zeigt eine originelle Art, Drogen zu tarnen, indem der "Schnee" als Sandboden für Spinnen herhalten muss, was wohl fast jeden vor einer genaueren Inspektion zurückschrecken lässt.

    Die drei ehemaligen bzw. künftigen Bondgirls hinterlassen leider einen sehr farblosen Eindruck. Besonders auffällig ist, wie sehr die Ex-Miss-World-France von 1958, Claudine Auger (geb.1941), welche Bondfans als Domino in „Feuerball“ von 1965 bestens in Erinnerung haben, hier verblasst ist.

    Allerdings hat der Film auch positive Aspekte. Die fiese Mordmethode ist grundsätzlich phantasievoll und es wird, trotz der gelegentlichen Längen, eine gewisse Grundspannung beibehalten. Obwohl man mit der Aufdeckung alles andere als verwöhnt wird, liefert sich der Inspektor mit dem Psychopathen ein durchaus nervenaufreibendes Finale, in dem es den Anschein hat, dass ein schwerer persönlicher Schicksalsschlag nicht mehr abzuwenden ist. Giancarol Giannini (geb.1942) spielt einen sehr sympathischen und menschlichen Ermittler, dessen warmherziges Verhältnis zu seiner nicht weniger sympathischen Frau den Zuseher durchaus vereinnahmt und mit ihnen mitfiebern lässt.

    Fazit:

    Ein kleiner, wenig herausragender Film, der im charakteristischen Serien-Dschungel dieses Genres nicht zu Unrecht eher untergeht. Aufgrund des durchaus fesselnden Finales und anderer kleiner Stärken 3 von 5. Die Schlussszene hätte man sich aber durchaus schenken können.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (1969)



    Regie: Dario Argento

    Produktion: Salvatore Argento, Artur Brauner/Italien, BRD August bis Oktober 1969

    Mit: Tony Musante, Suzy Kendall, Enrico Maria Salerno, Eva Renzi, Mario Adorf, Reggie Nalder, Umberto Raho, Renato Romano, Giuseppe Castellano, Werner Peters


    Handlung:

    Der in Italien lebende amerikanische Schriftsteller Sam Dalmas wird zufällig Zeuge, wie eine junge Frau in einer Kunstgallerie von einer schwarzgekleideten Gestalt niedergestochen wird. Da er durch eine Glaswand vom Geschehen getrennt ist, kann er nicht eingreifen und muss die Polizei rufen, welche ihn prompt verdächtigt. In der Vergangenheit haben sich bereits 3 brutale Morde an Frauen ereignet, bei denen es nicht bleiben sollte. Auf Sam werden ebenfalls Anschläge verübt und dabei auch das Leben seiner Freundin Julia bedroht. Der offenbar psychopathische Täter ruft erst anonym bei der Polizei an und dann bei Sam und legt ihm nahe, das Land zu verlassen, wovon er aber nichts wissen will. Er fährt mit seinen eigenen Recherchen fort und bringt damit sowohl sich selbst als auch Julia in allerhöchste Lebensgefahr. Der Schlüssel zur Auflösung scheint mit einem Gemälde zusammenzuhängen, das sich aus unerfindlichen Gründen in Sams Bewusstsein verankert hat...


    Anmerkungen:

    Dieser Film markiert einen Wendepunkt, oder besser gesagt eine völlig neue Phase, der BEW-Filme, da es sich nämlich stilistisch gar nicht mehr um einen solchen handelt und auch sonst keinerlei Bezüge mehr zur ursprünglichen Reihe und zu Wallace-Junior erkennbar sind. Der Name Wallace diente hier nur noch Werbezwecken und sämtliche typische Charakteristika der Reihe und damit deren Wiedererkennungsmerkmale sucht man vergeblich. Als deutsche Schauspieler treten lediglich Mario Adorf und Werner Peters in kleinen Nebenrollen in Erscheinung. Regisseur Dario Argento, der auch die Geschichte entwarf, verneinte selbst einmal in einem Interview jeglichen Bezug zur Wallace-Reihe. Vorliegender Streifen ist dagegen eindeutig dem Giallo zuzuordnen, einem Genre, dass Mario Bava noch in der ersten Hälfte der 60er-Jahre in’s Leben rief. Ich nehme mir daher die Freiheit, den Film abzukoppeln und nicht als Wallace-Beitrag zu besprechen.

    Der damals noch nicht 30-Jährige Regie-Debutant Dario Argento (geb.1940) wird von Fans gerne als italienischer Hitchcock bezeichnet. Ein Umstand, den ich als ziemlich vermessen betrachte. Auch gelten die "Handschuhe" unter den Giallo-Fans als Kultfilm. Nun, meine Sichtweise ist da etwas verhaltener. Zwar kann diesem Werk ein gewisser Spannungsbogen keinesfalls abgesprochen werden, doch schleichen sich, bedingt durch den gemächlichen Verlauf, durchaus auch Längen ein. An Tempo gewinnt der Streifen erst gegen Schluss hin. Sehr befremdlich wirkt die ungewohnt surreale, fast Traumsequenz-artige Inszenierung, welche mir ehrlich gesagt nicht sonderlich liegt. Persönlich gebe ich da den in späteren Jahren entstandenen lineareren Psychothrillern mit sorgfältigeren Personenzeichnungen und wirkungsvollerer Atmosphäre den Vorzug, aber auch vielen Werken Hitchcocks, welche mich allesamt mehr zu fesseln vermögen. Irgendwie vermittelt der Film aufgrund seines merkwürdigen, bemüht künstlerich wirkenden Stils das Gefühl, weit weg zu sein. Mit anderen Worten baut er eine Barriere oder Distanz auf, die mir nicht so recht ermöglich, mich in die Geschichte hineinzuversetzen. Ich fühle mich einfach zu wenig abgeholt. Fairerweise möchte ich aber betonen, dass sich dieser Effekt bei einer weiteren Sichtung abschwächte. Für einen modernen Thriller, was der Streifen offensichtlich bestrebt ist zu sein, erscheint mir das ganze darüber hinaus inszenatorisch einfach zu wenig ausgereift und wirkt auch eher billig. Zum Entstehungszeitpunkt waren Argentos "Handschuhe" sicherlich innovativ, doch blühte der "Neo-Thriller" erst in späteren Jahren richtig auf, was auf dieses Werk mittlerweile einen langen Schatten wirft. Die Kills sind grundsätzlich deutlich härter als in den SW-BEW’s, wobei aber bereits „Das Ungeheuer von London City“ in diese Richtung tendierte.

    An den Darstellern hab ich im Großen und Ganzen nicht sonderlich viel auszusetzen. Tony Musante (1936-2013) ist ziemlich glaubwürdig in der Rolle des flotten, jungen Amerikaners, welcher zu Beginn zwar ziemlich niedergedrückt wirkt, dann aber die Herausforderungen, vor welche ihn die Umstände stellen, mutig und nicht ohne Humor annimmt. Mario Adorfs sehr skurriler Auftritt als exzentrischer Maler, der Katzen im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gern hat, regt durchaus zum Lachen an. Die beiden Damen Suzy Kendall (geb.1944) und Eva Renzi (1944-2005) sind eher mittelmäßig. Erstere spielt die treuherzige und gutmütige, aber auch tempramentvolle Freundin des Hauptprotagonisten recht zufriedenstellend, Letztere ist in jeder Hinsicht austauschbar und gibt ihrer eigentlich sehr interessanten Rolle nicht den befriedigenden Tiefgang. Enrico Maria Salerno (1926-1994) füllt seine nicht sonderlich gewichtige Rolle als kühler, sachlicher und besonnener Inspektor stimmig aus. Auf Werner Peters lächerlichen Auftritt hätte man getrost verzichten dürfen.

    Die Auflösung und die Mordmotive wirken nicht unbedingt im Übermaß überzeugend. Die geisterhafte schwarze Mördergestalt gibt der Atmosphäre dagegen deutlichen Auftrieb.

    Fazit:


    In gewissem Ausmaß unterhaltsamer Durchschnitts-Thriller, den ich als Kultfilm jedoch nicht annehmen kann. Für ein Erstlingswerk sicherlich beeindruckend, im großen und weiten Psychothriller-Universum aber ein Film, den man schnell wieder vergisst. Mit zugedrücktem Wallace-Auge sichere 3 von 5.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #75
    Dann eben 6 von 11.


    Dann ist der Abt wohl eher nicht schwarz.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #73

    Patrick: 6 von 10
    Peter (2): 5 von 11


    @Gubanov Ich habe auch 11 Tipps vergeben. Der dunkel gekleidete Herr ganz links war bei mir der Abt. Der Kontrast ist nicht gut, drum kann man's nur schwer lesen.

  • Wallace & Blu-rayDatum18.04.2017 09:31
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von eastmancolor im Beitrag #413
    Habe nun alle drei Filme durch. Bei jedem Film kann man von einer Top Bildqualität sprechen.


    Am Meisten hat mich beeidruckt wie die beim "Fälscher" grobkörnig reinkopierte Pferderennbahn richtig glattgebügelt wurde.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Peter im Beitrag #71

    Ja, es bleibt schwierig. Das Profil von greaves ist noch nicht lange mit Geburtsdatum gepflegt, gleube ich, aber vielleicht kann man sich ja auch auf Brüder verständigen, dann bleibt mein Vorschlag im Rennen......



    Brüder kann natürlich sein, allerdings tippe ich nach dem neuesten Bild, wenn ich die Personen ganz hinten in Augenschein nehme, eher auf das von mir angesprochene Gespann.

    Tja, das Hobby-Deduziern macht wirklich Spaß, auch wenn man vielleicht völlig daneben liegt. Mal sehen, ob sich jemand von uns als Sherlock oder eher als Sir John entpuppt.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Nun, eine gewisse Ähnlichkeit kann man von diesem Foto zwar ableiten, aber du hast deine Hausaufgaben nicht gemacht, lieber Peter. Wer sagt denn, dass Greaves ein älteres Semester ist? Laut seinem Profil wird er demnächst 36 (wenn er nicht geschummelt hat). Du verwechselst seinen Avatar mit dem realen Foren-Greaves.

    Dass er einen Sohn dieses Alters hat, halte ich zwar nicht für unmöglich, aber doch eher weniger wahrscheinlich.

    Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass die Schweizer ihre Koffer auf dem Studiogelände herumschubsen, wer aber viel mitnimmt behängt sich meistens im Urlaub auch gern. Da die Personen mit sichtbaren Rucksäcken schon vergeben sind, bleibe ich bei meiner Vermutung.

    ....und solange wir Österreicher Muckis a 'la Arnold haben können wir auch schwere Koffer schleppen.

    Vielleicht erfahren wir ja noch, wer näher an der Wahrheit ist.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Nun ja, nachdem ich von Daniell nur weis, dass er im Computerbereich tätig ist, habe ich auf den Herrn mit Brille im Hintergrund getippt. Barnaby schreibt in seinem Profil, er wäre im Jahre des Hexers, also 1964, geboren. Da sprang mir der Herr neben Fr.Janine mit der Jacke über den Händen in's Auge der - die Bildqualität ist leider nicht so eindeutig - in Ehren ergraute Schläfen haben könnte (vielleicht ist er aber auch nur blond, bitte nicht Übel nehmen). Nachdem Greaves und Abt sich zu kennen scheinen, nahm ich mal an, sie stünden nebeneinander, weshalb mein Blick auf das Trio links fiel. Da sie den wohl weitesten Weg aus der Schweiz haben und daher Berlin eine schon etwas größere Reise darstellte, nehme ich mal an, sie haben etwas mehr Gepäck mitgebracht, weshalb meine Wahl auf die beiden Herren nebeneinander mit Taschen fällt. Greaves gibt im Profil sein Alter an, was zutreffen könnte. Über den Abt weis ich nichts Weiteres. Tilomagnet war nur so vom Gefühl her geraten. Dort habe ich am allerwenigsten Anhaltspunkte.

    Naja, Holmes Deduktionen funktionieren natürlich nur im Film immer so 100%ig...

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Naja, Sherlock würde sagen: "Elementary, my dear Watson." Vergleiche mit älteren Bildern und ein bisschen Deduktion lassen an deinem Ergebnis kaum Zweifel aufkommen. Wesentlich schwieriger wird es mit den restlichen Mit-Foristen. Dass weniger Personen auf dem Bild sind als auf der Liste (zumindest einer wird vielleicht fotografieren) macht die Sache nicht unbedingt leichter. Ich will's mal mit folgender Version probieren:

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Mark Paxton im Beitrag #62
    Interessant! Und gibt es noch die Auflösung, wer wer auf dem Foto ist?


    Nachdem, wie ich aus der Liste entnehme, nur eine Frau auf dem Treffen war, wäre diese Frage wohl geklärt. Beim Rest würde ich sagen "Rate mal mit Rosenthal."

  • Bewertet „Octopussy“ (13)Datum17.04.2017 13:32
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Jan im Beitrag #31
    Kann jemand hier sagen, ob der Zirkus in Deutschland stand oder in Pinewood gebaut wurde? Wenn letzteres, wäre es nämlich denkbar, dass Alfa sogar zwei Autos stellte. Hat jemand eine Idee, wie man den Verbleib des Autos herausfinden könnte? Kann natürlich sein, dass das Auto nach den Dreharbeiten an den Hersteller zurück gegangen ist. Dann ist das Ding sicher in der Presse gelandet.


    @Jan Der Zirkus stand auf der Royal Air Force Station Upper Heyford nordwestlich von London beim Örtchen Upper Heyford in der Grafschaft Oxforshire. Zum Verbleib des Autos kann ich leider nichts sagen. Ich würde vielleicht mal im James-Bond-Forum nachfragen.

  • Bewertet: "Das 7. Opfer" (1964, BEW 6)Datum16.04.2017 14:25
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Bryan Edgar Wallace: Das siebente Opfer (1964)




    Regie: Franz Josef Gottlieb

    Produktion: 10.08.1964 bis 11.09.1964

    Mit: Hansjörg Felmy, Ann Smyrner, Hans Nielsen, Wolfgang Lukschy, Heinz Engelmann, Helmuth Lohner, Walter Rilla, Harry Riebauer, Peter Vogel, Trude Herr, Alice Treff, Ann Savo, Friedrich G. Beckhaus, Edgar Wenzel, Rolf Eden, Werner Peters, Dieter Borsche, Rolf Zacher


    Handlung:

    Der alte Lord Mant und zahlreiche Personen aus seinem teilweise familiären Umfeld werden der Reihe nach von einem Unbekannten ermordet. Daneben ist der äußerst zwielichtige Ed Ranova bestrebt, das favorisierte Turnierpferd Satan, welches sich im Besitz der Mants befindet, gesundheitlich zu schwächen, um dessen fast sicheren Sieg im Derby zu verhindern. Er erpresst daher den dubiosen Tierarzt Trent, welcher eine dunkle Vergangenheit besitzt und später auch noch den jungen Gerald Mant. Allerdings ist der unbekannte Mörder auch hinter Ranova her, der 15 Jahre zuvor in ein Verbrechen verwickelt war und die Beweise so manipulierte, dass sein Komplize Falconetti deswegen gehängt wurde, während er selbst mit einem Freispruch davonkam. Lord Mant war damals Richter und verurteilte Falconetti zum Tode. Nun scheint er wieder auferstanden zu sein und fordert seine mörderische Rache...

    Anmerkungen:


    Nachdem auf den Höhenflug der BEW-Reihe hin bei "Das Ungeheuer von London-City" erste Schwächen erkennbar wurden, folgte nun der Totalabsturz. In diesem Film wird praktisch alles über Bord geworfen, was den besonderen Reiz und die Würze dieser alternativen Wallace-Filme ausmacht. Die mittlerweile gewohnte Grusel-Krimi-Atmosphäre weicht einer öden Pferderennbahn und die Inszenierung ist, trotz der zahlreichen Ereignisse und des relativ hohen Body-Counts, völlig lahm und reizlos. Hier kommt genau das auf, was einem Thriller am allerwenigsten zuträglich ist, nämlich gähnende Langeweile, was schließlich zur Folge hat, dass man an der Aufdeckung des Mörders mehr und mehr das Interesse verliert. Der Täter ist übrigens alles andere als schwer zu erraten, handelt es sich doch um einen geradezu typisch auffällig unauffälligen Zeitgenossen.

    Da es gerade der besonderen schwarzweissen "Schattenspiel-Atmosphäre" und der tollen Kameraführung zu verdanken ist, dass die Edgar-Wallace- und Bryan-Edgar-Wallace-Filme ihren Kult-Status bis heute behaupten können, nimmt es nicht Wunder, dass dieser Film beim Publikum durchfiel, lässt er doch genau jene "Assets" missen, welche die Filme zu kleinen Kunstwerken gemacht haben. Dieser liebgewonnenen und typischen Vorzüge beraubt, bleibt ein uninteressanter und fader alter Schwarzweiß-Schinken übrig, der kaum einen Grund liefert, ihn sich heute überhaupt noch anzusehen. Das Publikum blieb naturgemäß aus und die Reihe wurde zu Grabe getragen. Es sollte kein BEW-Krimi mehr folgen, sondern erst Jahre später lediglich das Etikett "Wallace Junior" missbrauch und einfach schamlos irgendwo draufgeklebt werden, wo es absolut nichts zu Suchen hat. Aber das ist dann wohl eine andere Geschichte...

    Hansjörg Felmy, der im "Henker" einen mehr als respektablen Auftritt hatte und auch im "Ungeheuer" ganz passabel agierte, wirkt hier ausgesprochen blass und bei Helmuth Lohner hat man den Eindruck, er habe sich in's falsche Genre verirrt. Harry Riebauer war als Ermittler im "Würger" zweifellos eine Fehlbesetzung. Der moralisch labile und nicht sonderlich gerissene Tierarzt Trent, den er hier verkörpert, entspricht dagegen sehr viel mehr seinem Typ. Eine ansehnliche Präsenz haben allenfalls Wolfgang Lukschy als verschlagener Bösewicht und Heinz Engelmann als zynischer Inspektor, den das Drehbuch jedoch etwas vernachlässigt. Ansonsten sorgt Ann Smyrner (1934-2016) für einen der wenigen Glanzpunkte in diesem recht glanzlosen Film. Peter Vogel schafft es, trotz seines auffälligen Overacting, tatsächlich recht witzig zu wirken. Leider mündet das Ganze dann in einen geradezu erschreckend dämlichen Schluss, der Fans der Reihe wohl die Haare zu Berg stehen und den Titel des Films praktisch zur Farce verkommen lässt. Spätestens hier wird überdeutlich, dass sich diese kleine Wallace-Nebenlinie praktisch selbst aus dem Verkehr gezogen hat und sogar ihren angenehm ernsthaften Thrilller-Charakter in die Mülltonne warf.

    Fazit:

    Atmosphäre, Musik, Inszenierung, Spannung.....es schwächelt hier praktisch an allen Ecken und Enden. Ein wirklich schockierend lahmer Krimi und damit der mit Abstand schwächste Schwarzweiß-BEW. Gähn! Ein stinklangweiliger und unwürdiger Abschluß dieser im Großen und Ganzen recht ordentlichen Reihe. 2 von 5.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Staffel 5 - Episode 8: The Hidden Tiger (Vorsicht, Raubkatzen, 03.03.1967)



    Regie: Sidney Hayers

    Produktion: Jänner 1967

    Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, Ronnie Barker, Lyndon Brook, Gabrielle Drake, John Phillips, Michael Forrest, Stanley Meadows, Jack Gwillim, Frederick Treves, Brian Haines, John Moore, Reg Prichard


    Mehrere Männer und sogar ein kräftiger Preisbulle werden allem Anschein nach von einer wilden Raubkatze zu Tode gekratzt. Seltsamerweise hinterlässt diese aber nicht die geringsten Spuren und scheint sowohl aus dem Nichts zu kommen als auch dorthin wieder zu verschwinden. Ausgelegte Fallen zeigen keinerlei Wirkung. Die mysteriösen Vorfälle gehen ungehindert weiter. Steed und Mrs.Peel wenden sich daraufhin an einen exzentrischen Großwildjäger, der das Untier anlockt und diesem mit geladener Flinte in einem schützenden Käfig sitzend auflauert. Er wird jedoch, trotz der Gitterstäbe, ebenfalls angefallen und getötet. Schließlich findet Steed heraus, dass sämtliche Opfer Mitglied einer Organisation von Katzenliebhabern namens "PURR" waren...


    Hier wird die subjektive Kamera aus der Perspektive eines tötenden Untiers eingesetzt und die panische Angst seiner Opfer deutlich gemacht. Es stellt sich natürlich die Frage, wie es für eine derart wilde und offensichtlich kräftige Kreatur möglich sein kann, sich praktisch in Luft aufzulösen und scheinbar auch noch zwischen Gitterstäben einfach hindurchzugehen. Nun, Steed und Mrs.Peel werden es nach langem Rätselraten natürlich aufdecken, indem sie mit den organisierten Katzenliebhabern auf Tuchfühlung gehen. Die Geschichte hat einen höchst interessanten Mystery-Charakter mit einigen Nacht-Aufnahmen, wenn auch nicht mehr die besonders ansprechende Atmosphäre der Vorgängerfolge. Eine ganz leise Anlehnung an Jaques Tourneurs "Katzenmenschen" von 1942 könnte mehr oder weniger beabsichtigt sein.

    Gabrielle Drake (geb.1944) trägt als hübsche aber zwielichtige Katzen-Enthusiastin den Namen Angora. Steed darf hier übrigens seine versteckten Gefühle gegenüber Mrs.Peel durchschimmern lassen. An einer Stelle anwortet er, nach dem Namen seiner Katze gefragt, mit "Emma". Am Schluss zeichnet er in Mrs.Peels Wohnung mit dem Pinsel ein von Amors Pfeil durchbohrtes Herz an die Wand, das er gleich wieder überstreicht, nachdem diese in seine Richtung blickt. Auch Mrs. Peel gibt sich als Katzenliebhaberin aus, die ihren "John" sucht.

    Wortwitz:

    Steed, nach dem Namen seiner Katze gefragt: "Emma". Darauf Mr.Cheshire: " What a joy for you it must be when she is curled up in your lap."

    Mrs. Peel, nach den Eigenheiten ihres Katers John befragt: "Well, he is very bad tempered first thing in the morning until he gets his first glass of champagne."

    Fazit:

    Spannende Mystery-Folge mit vielen witzigen Anspielungen, die atmosphärisch jedoch noch einige Luft nach oben offen lässt.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Staffel 5 - Episode 7: The Living Dead (Der Geist des Duke von Benedict, 24.02.1967)



    Regie: John Krish

    Produktion: Dezember 1966 bis Jänner 1967

    Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, Julian Glover, Pamela Ann Davy, Howard Marion Crawford, Jack Woolgar, Jack Watson, Edward Underdown, John Cater, Vernon Dobtcheff, Alister Williamson


    Hammer lässt Grüßen!

    Der Geist des im 17.Jahrhundert verstorbenen 6. Duke of Benedict entsteigt eines Nachts seinem Grabe und erschreckt den obdachlosen Trunkenbold "Kermit the Hermit" fast zu Tode. Daraufhin kommt ein skeptischer Wissenschaftler in das betroffene Dorf und möchte beweisen, dass es sich bei besagtem Spuk um Humbug handelt. Kurz darauf baumelt er, vom historischen Schwert des Duke durchbohrt, von der Decke einer Kapelle. Mrs.Peel versucht, in Begleitung der abergläubischen Mandy, ebenfalls der Sache auf den Grund zu gehen und verschwindet dabei spurlos. Sie wurde angeblich vom Geist entführt. Nach einem weiteren Mord an "Kermit the Hermit" erkennt Steed, dass mit der zugeschütteten Mine, in der der 15. Duke of Benedict vor 5 Jahren den Tod fand, etwas nicht stimmt...

    Die vorliegende Folge beginnt mit einer sehr schönen Grusel-Atmosphäre, die offensichtlich bei den pupulären Hammer-Filmen dieser Zeit abgekupfert ist. Nachdem der Spuk sich als vielmehr unterirdischen denn übernatürlichen Ursprungs entpuppt, verlagert sich die Szene im letzten Viertel an einen etwas zu öde und fad erscheinenden Ort. Was gegenüber früheren Episoden auffällt ist eine zumindest stellenweise zunehmende Härte. So hängt beispielsweise ein Mann von einem Schwert durchbohrt vom Glockenseil und Mrs.Peel macht mit einer Maschinenpistole gleich einem ganzen Erschießungskommando den Garaus. Nichtsdestotrotz bleibt die Inzenierung sauber und unblutig. Recht interessant ist, dass diese Geschichte auch die Besiedelung unterirdischer Städte zum Thema hat, was heute von Verschwörungstheoretikern (oder Aufdeckern?) immer wieder gern angesprochen wird. Sehr gut gespielt ist Steeds stoische Ruhe angesichts seiner drohenden Hinrichtung, wo er trotz offenkundiger Todesangst niemals den Humor verliert.

    Fazit:

    Atmosphärisch, spannend und humorvoll inszenierter Berührungspunkt mit dem Grusel-Genre. Die unterirdischen Schauplätze wirken jedoch viel zu schlicht und unattraktiv. Dort hätte es schon ein bisschen mehr sein dürfen. Im Großen und Ganzen aber trotzdem grünes Licht für eine deutlich überdurchschnittliche Folge.

  • Wallace & Blu-rayDatum10.04.2017 08:07
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Die Qualität der Edition 2 ist wirklich hervorragend und ganz deutlich besser.

    Ist allerdings der Unterschied beim Frosch und Hexer zu den DVD's wirklich nicht so groß oder ist's mir nur nicht aufgefallen? Dort hätte ich mir ehrlich gesagt mehr erwartet.

  • Wallace & Blu-rayDatum08.04.2017 20:32
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Habe die bisher erschienenen Wallace-Blu-Rays jüngst auf einem schönen großen Fernseher mit einer Diagonalen von 139 cm (55 Zoll) getestet. Ich habe dabei zuerst die ersten 5 bis 10 Minuten der DVD's laufen lassen und gleich anschließend dieselbe Sequenz auf Blu-Ray und bin mit meinem Laien-Auge zu folgendem Fazit gekommen:

    Der Frosch mit der Maske: Hier war für mich kein schlagender Unterschied ersichtlich.

    Der Hexer: Auch hier kein schlagender Unterschied.

    Der Hund von Blackwood Castle: Hier ist erfreulicherweise auf der Blu-Ray ein markant besseres Bild erkennbar.

    Der Fälscher von London: Bereits ab der allerersten Szene auf der Blu-Ray ein ganz klar und deutlich besseres Bild.

    Das Gasthaus an der Themse: Auch hier die Blu-Ray ganz eindeutig besser.

    Der Zinker: Ebenfalls ein eindeutig besseres Blu-Ray-Bild.

    Ich muss gestehen, dass ich über die für mich nicht wirklich erkennbaren Unterschiede beim Frosch und Hexer erst etwas enttäuscht war, möchte aber nochmal betonen, dass ich lediglich die ersten 5 bis 10 Minuten der Filme verglichen habe. Die Ergebnisse bei allen anderen Filmen sind eindeutig und veranlassen mich auch dazu, bei den weiteren künftig erscheinenden BDs zuzugreifen.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Staffel 5 - Episode 6: The Winged Avenger (Der geflügelte Rächer, 17.02.1967)

    Regie: Richard Harris

    Produktion: Dezember 1966

    Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, Nigel Green, Jack MacGowran, Neil Hallett, Colin Jeavons, Roy Patrick, John Garrie, Ronald Pickering, William Fox, A.J. Brown, Hilary Wontner, John Crocker, Ann Sydney




    Ausgesprochen skrupellose Geschäftsleute werden der Reihe nach von einem, nach dem Vorbild eines Comic-Helden namens "Winged Avenger" gekleideten, Unbekannten bestialisch ermordet. Der Täter trägt das Kostüm eines Riesenvogels und benutzt als Mordwerkzeuge seine eindrucksvollen messerscharfen Eisenklauen, mit deren Hilfe er auch Hochhauswände hinaufklettert, um anschließend seine Opfer brutal zu zerfetzen. Heisse Spuren führen Steed und Mrs.Peel sowohl zu einem Professor, der ganz besondere Stiefel entwickelt hat, mit denen man Wände hinaufmarschieren kann, als auch zu jenem Comic-Verlag, der die Abenteuer des geflügelten Rächers zeichnet und herausbringt...

    Die vorliegende Folge bietet eine typische Comic-Atmosphäre im Stile der Serie Batman, welche zur selben Zeit ebenfalls sehr populär war. Tatsächlich wird im Finale auch die Musik besagter Serie kurz eingespielt und wohlbekannte und charakteristische Laute daraus, wie "Pow","Splat" und "Bam", in Form von Zeichenboards, mit denen Steed gehörig hinlangen darf, in derselben Weise eingeblendet. Auch wird hier durchaus ein Whodunit geboten, wobei es selbst für Gelegenheits-Krimi-Konsumenten nicht sonderlich schwierig ist, die richtige Spur zu wittern, da die Verbrechen, noch bevor sie sich tatsächlich ereigenen, als Bildergeschichten gezeichnet werden, welche an einigen Stellen geschickt in die Real-Bilder übergehen. Vergnüglich anzusehen ist Mrs.Peels Zweikampf an der Decke, mit dem Kopf nach unten, gegen den Geflügelten Rächer.

    Im Großen und Ganzen ist diese besonders skurrile Episode unterhaltsam und ansprechend genug inszeniert, um Fans nicht zu enttäschen. Die Aufdeckung des völlig durchgeknallten Täters kommt allerdings, wie oben angedeutet, nicht unbedingt überraschend. Auch hält sich dessen Ausstrahlung und Wirkung ohne Maskerade in recht bescheidenen Grenzen. Der aus "Tanz der Vampire" als Professor Abronsius bekannte Jack MacGowran (1918-1973) bedient als Professor Poole den exzentrisch Part, der aber deutlich im Schatten originellerer Charaktere aus älteren Folgen steht.

    Wortwitz:

    Mrs.Peel zu Professor Poole, der mit Hilfe seiner Spezialstiefel an der Decke hängt: "My dear Professor, what you`re up to?"

    Steed über den Geflügelten Rächer, nachdem er ihn aus dem Fenster gestoßen hat: "He has really got his wings clipped."

    Fazit:

    Turbulente und durchaus spannende Folge im Comic-Book-Stil mit einer besonders charakteristischen Titel-Figur.

  • Wallace & Blu-rayDatum05.04.2017 14:13
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von eastmancolor im Beitrag #399
    Wenn dann in Zukunft eine schöne chronologische Box für überschaubares Geld erscheinen sollte, kaufe ich gern noch einmal, weil mir die Filme einfach viel zu wichtig sind um hier den Pfennigfuchser raushängen zu lassen.



    Mich stört das Durcheinander in der Reihenfolge nicht. Ich bleibe beim Chaos.

    Absolute Vollständigkeit ist mir auch nicht wichtig, da Wallace, wie jedes andere noch so geliebte Genre auch, seine Gurken hat.

  • "Der-Geburtstags-Thread"Datum02.04.2017 21:29
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Danke euch.

    Das coolste Geschenk:



    ...und mein Geschenk von mir an mich:



    Ich bin nicht mal eine ausgesprochene Anti-Gelbjacke. Ich verstehe nur bei Wallace keinen Spaß.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Auch von mir viel Spaß. Kann aus privaten Gründen nicht kommen.

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