Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Forum Edgar Wallace ,...



Sie können sich hier anmelden
Dieses Board hat 1.390 Mitglieder
166.467 Beiträge & 6.157 Themen
Beiträge der letzten Tage
Foren Suche
Suchoptionen
  • Wallace & Blu-rayDatum20.10.2017 17:21
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Darüber lässt sich schon sehr viel eher reden.

  • Rangliste der Bond-SongsDatum18.10.2017 11:22
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Lord Low im Beitrag #6
    "Writing's on the Wall" finde ich auch super. Leider ist er wohl der Bondsong, der am meisten unterschätzt wird.




    Da sind nur Text und Ikonographie interessant. Die Meldodie macht nicht viel her.

  • Wallace & Blu-rayDatum18.10.2017 11:14
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von brutus im Beitrag #437



    Wer nicht so lange warten will kann sich ja vorher noch mit der neunschwänzigen Katze trösten:

    http://www.bluray-disc.de/blu-ray-filme/...on-blu-ray-disc




    Ein schwacher Trost.

  • Wallace & Blu-rayDatum16.10.2017 07:53
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Lord Peter im Beitrag #433
    Jetzt ist für Dezember auch noch die "Edition 4" angekündigt:

    http://www.bluray-disc.de/blu-ray-filme/...-4-blu-ray-disc

    Mit Tuch, Orchidee und Bande. Ob Universum das packt - zwei Boxen auf einmal? Immerhin kann man die "Edition 3" inzwischen bei den Amazonen vorbestellen.


    Damit wäre Weihnachten gerettet.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Nur tote Zeugen schweigen (1962)



    Regie: Eugenio Martin

    Produktion: Alfons Carcasona, Deutschland/Spanien 1962


    Mit: Götz George, Heinz Drache, Jean Sorel, Mara Cruz, Werner Peters, Margot Trooger, Massimo Serato, Eleonora Rossi-Drago, Michael Cramer, Guido Celano, José María Caffarel




    Handlung:

    Der junge Boxer Chris Kronberger ist ein Underdog mit finanziellen Problemen und dadurch gezwungen, sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten. Er stellt daher regelmäßig Blumen zu, die für Magda, der Verlobten des Bauchredners Georg von Kramer, bestimmt sind. Das Pärchen arbeitet in einem Variete. Chris betritt Kramers Garderobe und entdeckt dessen Gage in einer Box. Er kann nicht widerstehen und entwendet das Geld, wird aber, nachdem er sich im Schrank versteckt, von Kramer entdeckt. Chris schlägt den Bauchredner kurzerhand k.o. und flüchtet, wird dabei aber von dessen Assistenten Erik Stein entdeckt, der unter seiner unerwiderten Liebe zu Magda leidet. Stein nutzt die Gelegenheit, den zu sich kommenden Kramer aus Eifersucht mit einem Stock zu erschlagen und die Tat Chris in die Schuhe zu schieben, der nun untertauchen und von der Polizei flüchten muss...

    Anmerkungen:

    "Nur Tote Zeugen Schweigen" ist eine völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratene Perle des deutschen Films. Obwohl man den Täter von Beginn an kennt, wird ein Spannungsbogen aufgebaut, der bis zum Schluss hin fesselt. Es entfaltet sich ein bemerkenswerter Psychothriller, der erfreulicherweise mit Gruselelementen und einem Hauch Parapsychologie angereichert ist. Der Film hat fast schon eine Verwandschaft zu den relativ zeitgleich entstandenen schwarzweißen Hammer-Thrillern. Nun ja, er ist vielleicht nicht ganz in deren Liga, aber auf jeden Fall im grünen Bereich. Eigentlich hätte man den Deutschen einen Film auf dieser Schiene gar nicht wirklich zugetraut.

    Heinz Drache mimt den Ermittler recht steif und farblos und ist wohl sicher auch nicht der Star des Streifens, sondern steht eindeutig im Schatten seiner Kollegen. Die auffallend hübsche Eleonora Rossi-Drago (1925-2007) macht als Verlobte des Mordopfers einen gleichzeitig niedergedrückten und gefassten Eindruck. Man weis irgendwie nicht so recht, was in ihr vorgeht. Jean Sorel (geb.1934) ist als Mörder ein charakterschwacher Schönling mit wenig Charisma, der es mehr dem Glück und der Skrupellosigkeit als seiner Gerissenheit zu verdanken hat, dass er erst nach 82 Filmminuten entlarvt wird. Er treibt unaufhaltsam sein schmutziges Spiel und muss mehr und mehr erkennen, dass er selbst zum Opfer eines noch ausgekochteren Spiels wird. Das Ende ist durchaus stimmig und doch so angelegt, dass man nicht zwangsläufig die Auflösung errät. Ein bisschen enttäuscht darf man über Margot Troogers Part sein. Als etwas unheimliche Katharina macht sie geheimnisvolle Andeutungen, die sich dann aber in Luft auflösen, genauso wie sie selber auch. Da hätte ruhig noch was kommen dürfen, den in Erscheinung tritt sie ja recht vielversprechend. Äußerst erfreulich finde ich die Mitwirkung von Götz George. Als sehr athletischer und ehrgeiziger Jung-Darsteller waren die meisten seiner Auftritte in den 60ern sehr agil und lebendig und mit vollem (Körper)Einsatz. Man erkennt, dass schon damals einiges in ihm steckte, auch wenn es noch bis in die 80er dauern sollte, bis er wirklich seinen Weg in's Bewusstsein der breiten Masse fand. Auf jeden Fall liefert er sich mit dem ebenfalls noch recht jungen Jean Sorel eine sehr sehenswerte Konfrontation, in der sich die beiden wirklich nichts schenken. Etwas farblos erscheint Mara Cruz (geb.1941). Werner Peters hat nur einen recht kurzen Auftritt.

    Das musikalische Titelthema ist wenig eindrucksvoll, dafür darf man sich umso mehr auf die Untermalung der düsteren Szenen mit einigermassen stimmigen Klängen freuen.

    Die Bauchrednerpuppe wirke ein bisschen wie ein Vorläufer von Chucky. Allerdings wird Ihre Bedeutung zur Steigerung der Dramaturgie etwas hochgespielt, denn obwohl der Film mit dem Übersinnlichen liebäugelt, bleibt er schlussendlich am Boden des Rationalen.

    Fazit:


    Als kurzweiliger und spannender Psychothriller mit passend eingesetzten Gruselelementen lässt der Streifen die Zeit wie im Flug vergehen. 4 von 5.

  • Bewertet: "Der Hexer" (1964, 17)Datum10.10.2017 15:47
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Lord Low im Beitrag #260
    Mich würde generell mal interessieren, ob jemand von euch bei der ersten Sichtung Wesby tatsächlich für den Hexer gehalten hat?


    Nein, der wurde viel zu offensichtlich präsentiert. Der Hexer war auch bei weitem nicht mein erster Wallace.

  • Rangliste der Bond-SongsDatum08.10.2017 20:50
    Foren-Beitrag von patrick im Thema


    Auch hier haben für mich die 60er klar die Nase vorn.


    1.You Only Live Twice (1966)

    Als Nummer 1 bei mir in Stein gemeißelt. Eine schön melodiöse uns sehr rund klingende Ballade mit Nancy Sinatras wunderbarer Stimme.

    2.Goldfinger (1964)

    Nach dem ersten mal Hören nie mehr aus dem Ohr bekommen. Das Wahrzeichen unter den Bond-Melodien aus Shirley Basseys herberer Kehle und etwas ruppiger als Nancy Sinatras Song.

    3. Thunderball (1965)


    Tom Jones' gemütlichen Beitrag würde ich nur ganz knapp hinter Goldfinger einordnen.

    4. From Russia With Love (1963)

    Sehr nostalgisch klingender Song, der eine angenehme Früh-60er-Atmosphäre heraufbeschwört.

    5.Underneath The Mungo Tree (1962)

    Frisch und fruchtig klingende Jamaica-Ballade

    6. Mr.Kiss Kiss Bang Bang (1965)

    Funktioniert am Besten, wenn man ihn sich als alternatives Titelthema beim Bonusmaterial von Thumderball mit dem entsprechenden Vorspann anhört.

    7.We Have All The Time In The World (1969)

    Später Louis-Armstrong-Klassiker, der sehr an "Wonderful World" erinnert.

    8. The Man With The Golden Gun (1974)

    Lulus sehr schmissiger Song ist der für mich beste aus den 70ern.

    9. Diamonds Are Forever (1971)

    Hier ist der Song ganz klar besser als der Film. Shirley Bassey versteht es, beim gefälligen und gut in's Ohr gehenden Goldfinger-Stil zu bleiben

    10. Live And Let Die (1973)

    Paul McCartney hat zwar durchaus bessere Lieder aber man hört ihn auch hier gern.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Kill, Baby, Kill (Originaltitel: Operazione Paura, 1966)



    Regie: Mario Bava

    Produktion: Nando Pisani, Luciano Catenacci, Italien 1966

    Mit: Giacomo Rossi-Stuart, Erika Blanc, Fabienne Dali, Giana Vivaldi, Micaela Esdra, Piero Lulli, Luciano Catenacci, Franca Dominici, Giuseppe Addobbati, Valerio Valeri


    Handlung:

    In einem karpatischen Dorf ereignen sich rätselhafte und blutige Selbstmorde, wobei die betroffenen nicht wirklich freiwillig aus dem Leben scheiden. Allen Opfern erscheint kurz vor ihrem Ableben der Geist eines toten Kindes, dessen Präsenz einen hypnotischen Zwang ausübt, der die Menschen in den Tod treibt. Der fremde Arzt Dr.Eswai sollte eine Autopsie durchführen und entdeckt dabei eine Münze im Herzen der Toten. Schließlich erfährt er, dass die Dorfbewohner glauben unter einem mörderischen Fluch zu stehen. Dr. Eswai hält alles für einen dummen Aberglaube, wird jedoch sehr bald eines besseren belehrt...

    Anmerkungen:

    "Kill, Baby, Kill" ist eine eindruchsvolle Schauer-Mär und erinnert sehr stark an die Hammer-Filme jener Zeit. Wüsste man es nicht besser, würde man den Streifen wohl auch ohne zu Zögern für einen solchen halten. Mario Bava verstand es aber aufgrund seines bemerkenswerten Gespürs für Atmosphäre und Bildersprache, seinen eigenen Stempel aufzudrücken und eine Qualität zu erreichen, welche den Top-Klassikern der britischen Filmschmide nicht nur ebenbürtig ist, sondern diese stellenweise sogar noch übertrifft. Der Streifen ist in sehr surrealen Farben gehalten und wirkt dadurch ziemlich unrealistisch. Doch lag gerade darin Bavas Stärke. Er verstand es, durch diese ungewohnte Farbgebung den ausgeprochen düsteren Grundton der Geschichte vorteilhaft zu verstärken und sehr gruselige Momente zu kreieren. Der Film wirkt für 1966 auffallend altmodisch, was sich aber keineswegs nachteilig auswirkt. Auch die Leistung der Darsteller ist konstant und überzeugend und verhindert ein Abgleiten in's Lächerliche, was einem ungelenken Team leicht hätte passieren können.

    Obwohl Bava erst 1960 in's Horror-Genre einstieg, schaffte er es auf Anhieb, mit "Black Sunday" ein schwarzweißes Meisterwerk zu schaffen und später auch in Farbe sein hohes Niveau einigermaßen zu halten. Schade, dass er sich in den 70er-Jahren zu sehr dem Zeitgeist anpasste und dadurch in die Bedeutungslosigkeit schlitterte.

    Der deutsche Titel "Die Toten Augen des Dr.Dracula" greift wieder einmal derart am Thema vorbei, dass man nicht umhin kommt, angewidert die Augen zu verdrehen. Offensichtlich meinte man damals, Bavas Filme unbedingt mit Dracula in Verbindung setzen zu müssen. Bei "Black Sunday" gab es auch keinen Dracula, aber wenigstens noch Vampire. Atmosphäre und Struktur der Handlung von "Kill, Baby, Kill" überschneiden sich zwar sehr deutlich mit Hammer's Dracula-Filmen, was nahelegt, dass auch dort abgekupfert wurde. Allerdings fehlt vom blaublütigen Fangzahn-Untoten und dessen Artgenossen jede Spur, da das bewährte Rezept in eine Geistergeschichte umfunktioniert wurde. Der hanebüchene und dämliche deutsche Titel entbehrt daher jeglicher Grundlage und jeglichen Sinnes. Man wird vielmehr dazu verleitet, eine Trash-Granate a'la Jess Franco zu erwarten. Zumindest mir ist es so ergangen, weshalb ich erst sehr spät auf den Film aufmerksam wurde.

    Fazit:

    Spannende, atmosphärische und gruselige Geister-Geschichte der alten Schule, die keinerlei Durchhänger zulässt. Bavas auffallend sorgfältige und ausgetüftelte Bildersprache und Kameraarbeit machen einmal mehr ungeheure Freude. 4,5 von 5.

  • Agatha Christie: Crooked House (2017)Datum28.09.2017 09:17
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat
    There was a crooked man, and he walked a crooked mile.
    He found a crooked sixpence against a crooked stile.
    He bought a crooked cat, which caught a crooked mouse,And they all lived together in a little crooked house.



    Christie schien Kinderrheime zu mögen. Ich glaube die Geschichte dürfte auch was für mich sein.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Was mich beim "Panther" besonders stört ist die viel zu oberflächliche Kameraarbeit in Bezug auf die Schauplätze. Auf sowas lege ich persönlich sehr viel Wert. Bei den Morden ist eigentlich nichts zu sehen, außer einmal eine völlig eindruckslose und schlecht kostümierte Gestalt, die man fast nur wie einen Schatten wahrnimmt. Das bricht einer anständigen Dramaturgie einfach das Genick. Der reißerische Titel nimmt den Mund da wirklich viel zu voll.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #9



    Qualitativ alles natürlich nicht das gelbe vom Ei, aufgrund der Darsteller und der Landschaftsbilder kann man sich diese Filme aber wie andere durchschnittliche Wallace-Epigonen m.E. durchaus mal antun. Gehören ja schließlich zur Erfolgsgeschichte des deutschen Kriminalfilms der 1960er im weiteren Sinne dazu.



    Ich würde die Filme auch nicht als schlecht, sondern eben nur mittelmäßig bezeichnen. Ich habe viele dieser Streifen früher einmal gesehen, dabei aber nicht unbedingt verschlungen. Für eine Einmal-Sichtung ok. Irgendwie neige ich einfach dazu, Vergleiche mit den Bond-Filme anzustellen, wo exotische Schauplätze einfach sehr viel besser und schöner eingefangen sind. Die Hartwig-Filme sind mir da einfach etwas zu klein und nicht unbedingt vorteilhaft gealtert.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Der Schwarze Panther von Ratana (1962/1963)



    Mit: Marianne Koch, Heinz Drache, Horst Frank, Brad Harris, Dorothee Parker, Luciana Gilli, Chris Howland, Carlo Tamberlani, Robert Klupp, Osman Ragheb

    Regie: Jürgen Roland

    Produktion: Wolf C.Hartwig, Deutschland/Italien, 1962

    Handlung:

    Der Ingenieur Richard Paddberg sollte ein Gutachten von einer Zinnmiene erstellen, die zum Verkauf ansteht. Um diese herum geschehen rätselhafte Todesfälle, die mit einem Panther in Zusammenhang zu stehen scheinen. Auch scheint es eine Verbindung mit dem Diebstahl eines wertvollen Edelsteins aus einem Tempel in Bangkok zu geben, der sich ein paar Jahre zuvor ereignet hat. Paddberg, der sich inzwischen in die hübsche junge Ärztin Marianne Keller verliebt hat, fängt an in der Sache auf eigene Faust zu ermitteln und gerät dabei in äußerste Lebensgefahr...


    Anmerkungen:


    Als der deutsche Film Anfang der 60er-Jahre nach den ungeheuren Erfolgen mit Edgar Wallace und Karl May neues Selbstvertrauen fasste, musste man auf weitere international inspirierte Produktionen selbstverständlich nicht lange warten. Leider ließen die meisten von ihnen nur allzu schmerzlich erkennen, dass es mit dem Budget nicht wirklich weit her war. "Der schwarze Panther von Ratana" bewegt sich zweifellos auf dieser cineastischen Schiene. Wer durch Bond-Filme und Abenteuerstreifen gehobener Qualität verwöhnt worden ist, wird hier wohl kaum einen Jubelgesang anstimmen.

    Die zahlreichen wohlbekannten Darsteller präsentieren vorwiegend ein nicht gerade übermotiviertes "low-budget-typcasting". Positiv fällt allerdings Horst Frank auf. Der von ihm dargestellte "Jack Roller" ist wortgewandt, arrogant und so gerissen, dass es wirklich Freude macht, bei seinem durchtriebenen Spiel zuzusehen. Muskelprotz und Vorzeige-Athlet Brad Harris deutet mit ein bisschen Feingefühl an, dass sein "Larry Finch" nicht ganz so böse ist, wie es zu Beginn den Anschein hat. Wirklichen Tiefgang sucht man dabei aber trotzdem vergeblich, was aber durchaus dem Charakter derartiger Verfilmungen entspricht. Bemerkenswert ist ferner, dass die hübsche Italienerin Luciana Gilli (geb.1944), sollte ihr Geburtsdatum korrekt sein, trotz ihrer recht erwachsenen Rolle bei den Dreharbeiten allerhöchstens 18 Jahre alt gewesen sein kann. Vielleicht konnte man sie aus diesem Grund mit einer überschaubaren Gage abspeisen, denn schauspielerisch gefordert wurde sie ja nicht wirklich. Als Ausgleich waren ihre weiblichen Reize aber nicht zu übersehen, was wohl so manch einen versöhnt. Heinz Drache als Held eines exotischen Abenteuerthrillers? Na ja, ich würde sagen Fehlbesetzung. Er mag als Ermittler in den Krimis jener Zeit gut funktioniert haben, aber im Abenteuergenre ist er einfach nicht zuhause. Zu steif und bürgerlich. Chris Howland bekleidet ein weiteres Mal eine Rolle, die nicht wirklich eine ist und gibt dabei einen Humor zum Besten, über den heute kaum mehr jemand lachen kann. Bei Marianne Koch reicht es wohl zu erwähnen, dass sie als sympathischer Aufputz dabei war.

    Die Auflösung überrascht wenig, da sich praktisch alle Darsteller dort einordnen, wo man sie auch erwarten würde.

    Den echten Panther bekommt man gar nicht mal erst zu sehen und den unechten auch nicht wirklich, was dem Streifen sehr viel dramaturgischen Wind aus dem Segel nimmt. Es handelt sich also um einen Panther-Film ohne Panther. Da hat man das "auf Sparflamme kochen" einfach zu sehr übertrieben, denn ein bisschen mehr hätte es wirklich sein dürfen. Wenn man sich enger an den Wallace-Filmen mit ihren phantasievollen und plakativeren Kostüm-Unholden orientiert hätte, wäre zweifellos einiges mehr drinnen gewesen. Auch das Potential der vielen schönen Schauplätze, die Thailand mit Sicherheit bietet, wurde zu wenig genutzt. Auch dies erweckt den Eindruck, dass der Film einfach mal rasch heruntergekurbelt wurde.

    Auch wenn dies alles sehr negativ klingt, möchte ich fairerweise nicht unter den Tisch kehren, dass der Streifen zumindest bei einer ersten Sichtung durchaus unterhält und auch nicht ohne Spannung ist. Gegen Schluss hin wird ein rasantes Tempo geboten. Als Freund der vielschichtigen Sixties-Unterhaltung nimmt man den "Panther" an einem verregneten Nachmittag gerne mal in sein Repertoire auf. Nachhaltigkeit ist dann aber freilich wieder zuviel verlangt und man wird sich nicht lange an den Film erinnern, womit sicherlich geklärt ist, warum er nach wie vor auf eine DVD-Veröffentlichung wartet. Es dürfte allem Anschein nach aber auch nicht die Ambition bestanden haben, hier ein großes Meisterwerk zu schaffen.

    Fazit:

    Kleines, etwas Comic-Strip-haftes Filmchen, von dem man sich nicht allzuviel erwarten sollte, das aber auf bescheidenerem Niveau einigermassen unterhält. Mit 3 von 5 dürfte er fair bewertet sein. Weiter oben in der Skala hat er auch bei bester Laune nichts mehr zu suchen - eine Gemeinsamkeit, die er mit seinen Artverwandten teilt.

  • Das Todesauge von Ceylon (1963)Datum23.09.2017 15:24
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Ich mag Barker als Schauspieler wirklich, nur funktionierte er einfach bessere in Karl-May, Lederstrumpf, Tarzan, etc.

  • Rating aller 24 Bond-FilmeDatum22.09.2017 11:29
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Sorry @Lord Low ich erlaube mir nur eine kleine konstruktive Kritik. Mit diesen Abkürzungen kann ich wenig anfangen. Es ist als Bond-Kenner zwar durchaus möglich aber doch etwas anstrengend das zu "dechiffrieren" und macht daher keinen Spaß zum lesen. Ich würde einen optisch attraktiveren und augenfälligeren eye-catcher bevorzugen. Nichts für ungut.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Markus im Beitrag #67
    Hab erst gestern mitbekommen, dass die BBC im Zuge dieser Neuadaptionen auch "Witness for the Prosecution"/"Zeugin der Anklage" neu verfilmt hat, mit u.a. Toby Jones und Kim Catrall.
    http://www.bbc.co.uk/programmes/b086z959

    Gibts inzwischen auch auf (englischer) DVD:
    https://www.amazon.co.uk/Witness-Prosecu...prosecution+dvd

    Gruß
    Markus



    Ein wertvoller Tip. Danke dafür.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #251

    Interessant: Ich habe mal probehalber alle deine Gruppenrunden-Wertungen herausgerechnet. Und es stimmt: Die "Handschuhe" wären ohne deine Stimmen auf Platz 1 gelandet (mit 4,40 Pkt. vor der "Spinne" mit 4,39 und den "1000 Augen" mit 4,30).


    Dann war meine Mission hier ja von Erfolg gekrönt....und die Giallo-Fans werden mich weiter lieben.

  • Rangliste aller Bond-DarstellerDatum17.09.2017 21:19
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    1. ganz klar Sean Connery.

    Er war der erste Bond, den ich kennen lernen durfte und durch den ich zum Fan wurde. Außerdem spielte er die Rolle mit dem nötigen Ernst und der nötigen Härte ohne unnötige Albernheiten. Auch optisch ist er für mich einfach der echte Bond. Natürlich sind auch seine Filme die besten.

    2.George Lazenby


    der zweifellos besser war als sein Ruf und der vom Typ her optisch ein bisschen in Richtung Connery ging. M.E spielte er die Rolle trotz fehlender Schauspielerfahrung sehr souverän.

    3. Der frühe Roger Moore

    Ich schreibe ganz bewusst der "frühe", da ich mit dem auch optisch deutlich zu alten Moore der 80er-Jahre nicht mehr viel anfangen kann. Leider brachte Moores Interpretation zu viele von den mir verhassten Albernheiten in's Spiel, weshalb ich ihn ein ganzes Stück weit hinter Connery und Lazenby liste.

    4.Daniel Craig.

    Rein optisch nach wie vor nicht so wirklich mein Fall. Wirkt ein bisschen wie Putin. Er profitiert deutlich von der gegenüber der Brosnan-Ära deutlich aufgewerteten Qualität der Reihe. Auch wen ich mit ihm nicht überglücklich bin, bringt er den notwendigen Ernst und die angemessene Härte ein, ist aber auch etwas grobklotzig.

    5.Pierce Brosnan

    Optisch zwar passend, wirkt aber als Darsteller zu Schaufenster-Puppen-haft. Von den großen Bonds da oben ist leider nicht mehr viel übrig.

    6.Timothy Dalton

    klare Fehlbesetzung. No further comment.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Vielen Dank auch von mir.

    Wenigstens sind Filme ganz oben gelandet, die wirklich Epigonen sind, auch wenn ich sie lieber gegen andere austauschen würde. Zumindest darf ich mir selber auf die Schulter klopfen, durch meine Abstimmung möglicherweise wesentlich beeinflusst zu haben, dass die Handschuhe nicht auf das Podest kamen. Bei "Blutspur im Park" konnte ich leider nicht mitstimmen. Mein Bauchgefühl sagt mir, das der wohl eher nix für mich ist.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Marmstorfer im Beitrag #220
    Es ist ja nicht so, dass "Henker" und "Würger" hier abgestraft worden sind. Man darf nicht vergessen, wie eng das Feld beisammen liegt. Da entscheiden, wie gut an den Plätzen 9-11 zu erkennen, Hundertstel Punkte über die Endplatzierungen. Und ich glaube nicht, dass die meisten Mitspieler hier einem ideologischen Dogmatismus folgen; du solltest nicht von dir auf andere schließen. Ich für meinen Teil mag "Würger", "Henker" und "Handschuhe" sehr gerne; gleichwohl habe ich dort Punkte abgezogen, wo es nötig war. Beim "Würger" beispielsweise konnte ich keine volle Punktzahl für Regie und Skript vergeben, da die Enttarnung des Täters ziemlich missglückt ist, bzw. dessen Figur nicht richtig ausgearbeitet wurde. Und so muss uns ein Komparse, während dem toten "Würger" die Maske vom Gesicht gerissen wird, erklären, wer das überhaupt ist ("Das ist doch der Reporter..."), ansonsten hätte man es als Zuschauer tatsächlich nicht unbedingt gewusst.

    Zitat von brutus im Beitrag #221
    Das einige der Klassiker diesmal etwas im Klassement abgerutscht sind, liegt sicherlich auch daran, das sich die Anzahl der Kategorien von 4 auf 7 erhöht hat.
    Damit geht der Epigonenfaktor eben nicht mehr mit einem Viertel sondern nur noch mit einem Siebtel in die Gesamtpunktzahl ein. Bei den engen Abständen, die wir hier im bisherigen Vorderfeld haben, machen ein paar Zehntelpunkte weniger schnell mal 5 Plätze aus (von den Top 10 in dieser Kategorie, sind 9 schon platziert, lediglich Platz 1 fehlt noch).

    Davon profitieren Filme die man eher weniger zu den Wallace-Epigonen zählen würde (z.B. Alibi, Mörderspiel, Öffentlichkeit, Blutspur, Seide), die aber jenseits dieser Zugehörigkeit einfach gute Filme sind.


    Natürlich schließe ich von mir auf andere. Wir haben uns ja bei den Spielen immer gegenseitig eingeschenkt. Aber ihr habt sicher teilweise Recht. Ich denke die Ursachen für das Absacken der Klassiker sind ein Sammelsurium aus allen genannten Gründen. Die Kritik an der Würger-Aufdeckung ist sicher nicht unberechtigt. Mir selbst ist das nur nicht so aufgefallen, weil's mich persönlich weniger gestört hat. Dass ein Unauffälliger aus dem Hintergrund der Täter ist, gibt's bei diesem Genre ja oft. Besonders beim "Frosch mit der Maske", den ich immer als Hochspannungskrimi empfand. Dafür ist die Aufdeckung des Henkers phänomenal.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #217
    So, das war es für mich, @patrick übernimmt hoffentlich gleich, für den kam es heute schließlich knüppeldick...



    Ich war heute so sehr in meine Alltags-Chosen eingebunden, dass ich am späteren Nachmittag nur einen kurzen Blick riskieren konnte. Meine wirklich schockierten ersten Gedanken waren das Lied vom lieben Augustin "Alles ist hin" und dass mehrere Foristen wohl beim Werten getrunken haben müssen. Jetzt ist praktisch alles weg, was ganz nach vorne gehört hätte. Nun gut, "Stahlnetz", "weisse Spinne" und "Alibi" sind sehr gute Filme, aber eben doch nicht die Mega-Highlights. Angesichts des Teilnehmerfeldes habe ich mir aber ehrlich gesagt keine großen Hoffnungen gemacht, dass die wirklich tollen Filme ganz oben landen. In den letzten Jahren hat sich die Kluft zwischen Giallisten und Traditionalisten deutlich verschärft, was mehr und mehr in die Richtung ausartet, dass die jeweiligen Filme der "Gegenfraktion" (wenn man's mal so nennen darf) besonders hart hergenommen werden. Da ist dann mal klar, dass "Henker" und "Würger"eine besondere Angriffsfläche bieten. Ich wusste sofort, dass die Handschuh-Freunde im gegebenen Teilnehmerfeld in der Überzahl sind. Bei mir persönlich hatte dieser surreale "Lieblings-Giallo" freilich wenig zu lachen, dafür hab ich "Würger" und "Henker" mit den vollen Punkten beschenkt und kann das auch in jeder Kategorie rechtfertigen. Nun ja, Logik ist so eine Sache, aber besagte Kategorie hieß ja Drehbuch-Logik und nicht nur Logik. Die Drehbücher sind einfach spitze, drum nahm ich mir die Freiheit dorthin den Schwerpunkt zu verlagern. Auch von Riebauer bin ich wirklich nicht begeistert, aber er bekam hervorragende Verstärkung von Eppler, Dor, Fernau und co, die ihn für mich einfach mal geschluckt haben. Es sind meine perfekten Epigonen und das wird wohl so bleiben. Es wäre schön, wenn mal 100 und mehr Teilnehmer bei so einem Spiel dabei wären (Mal davon abgesehen, dass dann Gubanov beim Auswerten wohl etwas in's Schwitzen kommen würde). Ich bin sicher das würde die verzerrte Linse etwas begradigen. Eines ist zumindest für mich jetzt mal geklärt. Mir ist nun schnuppe, wer auf dem Podest landet. Wie schon angedeutet, habe ich "Alibi", "weisse Spinne" und mit etwas mehr Abstrichen "Stahlnetz" bei der Bepunktung durchaus unterstützt. Aber in die Top 5 gehören sie nicht.

Inhalte des Mitglieds patrick
Beiträge: 2763
Ort: Feldkirch, Westösterreich
Geschlecht: männlich
Seite 1 von 50 « Seite 1 2 3 4 5 6 50 Seite »
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen