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  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Lust for a Vampire (Nur Vampire küssen blutig, 1970/1971)



    Regie: Jimmy Sangster

    Produktion: Hammer Film Productions, GB 06.07.1970 - 18.08.1970

    Mit: Michael Johnson, Yutte Stensgaard, Ralph Bates, Suzannah Leigh, Barbara Jefford, Mike Raven, Helen Christie, Harvey Hall, Pippa Steele, Judy Matheson, Kirsten Lindholm, Luan Peters


    Handlung:

    Der Grusel-Autor Richard Lestrange kommt in ein österreichisches Dorf, in dem sich die Bewohner panisch vor einer gewissen Familie Karnstein fürchten. Diese hat ihren Wohnsitz von alters her auf einem Schloss, wo es alle 40 Jahre zu grausamen Ereignissen kommt, da es sich bei der Familie um wiederkehrende Untote handelt. Nun ist die besagte Zeitspanne wieder abgelaufen und es werden reihenweise junge Frauen von einem Vampir getötet. Als Lestrange sich in den unheimlichen Gemäuern umsieht, lernt er die ansehnlichen Schülerinnen und die Belegschaft eines Mädchenpensionats kennen, das sich direkt daneben befindet. Er springt dort als Lehrer ein und verliebt sich in die bildschöne Mircalla, die in Wirklichkeit die wiedererweckte Vampirin Carmilla ist und hinter der Mordserie steckt...

    Anmerkungen:


    In den 70er-Jahren befand Hammer sich auf dem absteigenden Ast. Übersättigung hat sich eingestellt und die Qualität der Filme ließ nach, was aber diesem Streifen glücklicherweise noch nicht anzusehen ist. Es gibt zwar zweifellos bessere Vampirfilme, doch ist die Geschichte durchaus spannend und unterhaltsam erzählt und an gewissen Stellen auch wirklich atmosphärisch. Der Film kann mit den Beiträgen aus den 60er-Jahren noch durchaus mithalten, ohne als gähnender Abklatsch zu wirken. Auffallend gegenüber früheren Werken ist, dass mit nackter Haut deutlich freizügiger umgegangen wird, auch wenn die Umsetzung der Sex-Elemente aus heutiger Sicht noch eher verschämt und schüchtern erscheint. Die Geschichte ist recht gemächlich und ohne übermäßige Effekte erzählt, aber nie langweilig.

    Es handelt sich um den zweiten Film der Karnstein-Trilogie, welche mit "The Vampire Lovers" 1970 ihren Anfang nahm. Im Mittelpunkt steht die Vampirin Mircalla, welche nach dem Blut junger Mädchen dürstet, wodurch auch lesbische Tendenzen angedeutet werden. In der Hauptrolle ist die puppenhaft schöne, aber sehr steif wirkende, Yutte Stensgaard (geb.1946) zu bewundern, deren Filmkariere nie richtig in's Rollen kam. Michael Johnson (1939-2001) ist als Leading-Man zwar recht gutaussehend und auch einigermaßen charismatisch, allerdings bricht seine Figur dann im Liebesrausch irgendwie ein. Die ganz und gar nicht romantisch angelegten Helden früherer Filme, wie Peter Cushing, Andrew Keir oder Rupert Davies waren wesentlich ausdrucksstärker und nachhaltiger. Trotzdem wird der Film von der relativ frisch und unabgegriffen wirkenden Handlung ganz gut getragen.

    Lestrange schafft es, Mircalla zu verführen ohne gebissen zu werden und in ihr echte Gefühle zu wecken, was diese aber nicht vor ihrem tragischen Ende retten kann. Hammers 1957/1958 erstmals aus Vampir-Mündern glänzenden und zur Legende gewordenen Fangzähne werden hier nur in relativ wenigen Szenen gefletscht. Die Abwandlung auf einen weiblichen Dracula gibt dem auch damals schon ziemlich angestaubten Genre eine angenehme neue Richtung. Die Farbgebung ist sehr ansprechend, die Titelmelodie allerdings ziemlich fad.

    Der wütende Mob, welcher am Schluss das Vampir-Schloss stürmt, ist bereits seit Universal-Zeiten ein in klassischen Gruselfilmen immer wieder gern eingesetztes Finale, welches auch hier recht wirkungsvoll umgesetzt wurde. Eigentlich war Peter Cushing anstelle des uncharismatischen Ralph Bates für den Film vorgesehen, musste aber wegen der schweren Erkrankung seiner Frau, die leider auch zu deren Tod führte, absagen. Da Terence Fisher ebenfalle erkrankte, musste er als Regisseur durch Jimmy Sangster ersetzt werden. Sehr schade, da das Gespann Fisher/Cushing mit Sicherheit noch wesentlich mehr aus dem Film herausgeholt hätte.

    Fazit:

    Recht gemütlich erzählter, aber sehr unterhaltsamer kleiner Vampirfilm, dem die 70er-Jahre noch nicht so sehr anzusehen sind - von den nackten Brüsten einmal abgesehen. 3,5 von 5.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #130

    Sollte mein Player mal den Geist aufgeben, werde ich aber mal sehen, ob es sich dann eventuell lohnt, wenn der Preisunterschied überschaubar ist.


    Nun, wenn heute ein Player den Geist aufgibt, wirst du wohl eher zu einem Blu-Ray-Player greifen. Wie es da mit Code-Free aussieht weis ich leider nicht. Meine Code-Frees sind nur DVD-Player. Meine Blu-Ray-Player nehmen die US-codierten Scheiben leider nicht an. Man weis auch nicht unbedingt, welche Player code-free sind und die Verkäufer wissen das schon gar nicht. Das muss man ausprobieren. Ich hab damals, als ich durch Zufall drauf stieß, gleich 2 Geräte genommen. Es sind ganze Fernseher mit integriertem DVD-Deck. Einer wird als Zweitgerät benutzt, der andere ist noch verpackt und kommt erst zum Einsatz, wenn der erste sein Leben aushaucht. Ein anderes Gerät habe ich auch nur durch Zufall entdeckt. Vor einigen Jahren gab's nach dem Weihnachtsgeschäft ein recht passabel aussehendes DVD-Gerät um 24 anstatt 55 Euro und ich hab's einer Eingebung folgend spontan mitgenommen. Zu meiner großen Freude durfte ich zuhause feststellen, dass es code-free ist. Da hätte ich noch viel mehr bezahlt.

  • Wallace & Blu-rayDatum13.12.2017 11:34
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von lasher1965 im Beitrag #475
    Der Farbvorspann mit dem brennenden Auto kommt super rüber.


    Übrigens sieht man in der Prätitelsequenz zum U-Mönch nach dem Steinwurf, wenn das Auto anfängt zu brennen, vor dem Wagen eine Person, die sich duckt. @TV-1967 hat mich da drauf gebracht. Man sieht die Person auf der DVD auch, aber weniger deutlich.

    Das wär eine knifflige Frage für den Adventkalender.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Marmstorfer im Beitrag #46
    Bereits jetzt kann man feststellen, dass sich "Mord im Orient-Express" in den deutschen Kinos zu einem großen Erfolg entwickelt hat.


    Erfreuliche Aussichten. Dann kann man ja auf den "Tod auf dem Nil" hoffen.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Staffel 5 - Episode 13: A Funny Thing Happend On The Way To The Station (Diesmal mit Knalleffekt, 14.04.1967)



    Regie: John Krish

    Produktion: Fertiggestellt am 22.03.1967

    Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, James Hayter, John Laurie, Drewe Henley, Isla Blair, Tim Barrett, Richard Caldicot, Dyson Lovell, Peter J. Elliott, Michael Nightingale, Noel Davis

    Steed und Mrs.Peel wollen den Agenten Lucas bei einer Eisenbahnstation treffen. Dieser kann allerdings nicht erscheinen, da er an eine andere, stillgelegte, Station gelockt und dort ermordet wurde. Er war einer Bande auf der Spur, die im Sinn hat, durch eine Bombe im Zug den Premieminister zu ermorden. Nun sind Steed und Mrs.Peel gefordert, die geplante Tat zu verhindern, denn der Reisetermin des hochrangigen Politikers rückt immer näher...

    Die vorliegende Folge ist ganz auf die Bahn fokussiert und spielt sich fast ausschließlich in Zügen und auf Bahnstationen ab. Steed und Mrs.Peel haben dabei alle Hände voll zu tun, das Leben keines geringeren als des Premieministers zu schützen und müssen so manchen Wagon durchwandern. Dabei treffen sie auf einen gefährlichen und gerne lächelnden Killer-Bräutigam, mit dem nicht zu Spaßen ist. Dieser wird von Drewe Henley (1940-2016) gespielt und tarnt sich lediglich als Frischvermählter. Seine Lust am Töten und das sadistische Grinsen erinnern dabei etwas an Clive Colin-Bowler aus "The Bird Who Knew Too Much". Als schrulligen komödiantischen Side-Kick bekommen Steed und Mrs.Peel den schottischen Darsteller John Laurie (1897-1980), der auch in dem Hammer-Film "The Reptile" mitwirkte, zur Seite gestellt. Die Tatsache, dass als Haupttäter ein einfacher Schaffner fungiert, lässt ein Lächeln kaum verkneifen. Am Schluss öffnen Steed und Mrs.Peel dem Premieminister, der sich bedanken will, nicht die Türe, da sie überhaupt keine Lust darauf haben, für ihre Heldentat in den Adelsstand erhoben zu werden und sich dabei auch noch lange Reden anhören zu müssen. Außerdem geben sie zu verstehen, ihn schon gar nicht gewählt zu haben.

    Wortwitz:


    Mrs.Peel zu Steed, als sie in dessen Wohnung über die Leiche eines Gauners stolpert: "You really must have a word with that cleaning lady of yours."

    Der drahtziehende Schaffner des geplanten Mordanschlags zu Steed: "I'm going to blow your Prime Minister." Darauf Steed: "How do you know which way I voted."

    Fazit:

    Eher mittelmäßige Episode, die allerdings auf Eisenbahnenthusiasten einen gewissen Reiz ausüben dürfte.

  • Eure Louis-Weinert-Wilton-RanglisteDatum10.12.2017 15:17
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Für mich rangiert die Louis-Weinert-Wilton-Reihe deutlich hinter BEW und Mabuse. Lediglich die Spinne hat es in die Oberliga geschafft.


    1. Weiße Spinne (4/5)

    Sehr unterhaltsam und absolut auf Wallace-Nivau.

    2. Schwarze Witwe (3/5)

    Deutlich schwächer und billiger wirkend. Auch nicht im Übermaß spannend, aber noch auf durchschnittlichem Niveau einigermaßen unterhaltsam.

    3.Teppich des Grauens (2,5/5)


    Verworren und eher langweilig

    4.Chinesische Nelke (2,5/5)


    Langweilig und trashig. Für mich ein Und-Tschüss-Film, den ich schaue und wieder vergesse.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Louis Weinert-Wilton: Das Geheimnis der chinesischen Nelke (1964)




    Regie: Rudolf Zehetgruber

    Produktion: BRD, Frankreich, Italien, 1964

    Mit: Paul Dahlke, Olly Schoberova, Dietmar Schönherr, Horst Frank, Klaus Kinski, Dominique Boschero, Brad Harris, Maria Vincent, Corrado Annicelli, Pierre Richard, Siegfried Grönig, Jacques Bézard, Rudolf Zehetgruber



    Anmerkungen:


    Mit "Das Geheimnis der chinesischen Nelke" schlug die letzte Stunde der Louis-Weinert-Wilton-Reihe, was vermutlich kaum jemanden überraschen wird. Die recht einfältige und dürftige Story vermag in keinster Weise echte Spannung und Atmosphäre aufzubauen. Schaffte es "Die Weisse Spinne" noch, sich mit Wallace auf direkter Augenhöhe zu bewegen, brachen die beiden Folgefilme immer stärker ein. Den vorliegenden Epigonen darf man wohl vorbehaltlos jenen Billigproduktionen zuordnen, die sich qualitativ nicht einmal mehr in der Nähe der Edgar-Wallace-Filme bewegen.

    Kinski ist hier allerdings, im Gegensatz zur "schwarzen Witwe", wieder stimmig besetzt und auch Horst Frank agiert sehr frisch und überzeugend mit einer natürlich wirkenden Coolness. Das tschechische Sex-Symbol Olly Schoberova (geb.1943) ist dank ihrer optischen Reize sehr nett anzusehen, wenn auch rein schauspielerisch etwas limitiert und auch Dominique Boschero (geb.1934) ist durchaus ein Blickfang. Dennoch vermögen diese Vorzüge die Schwächen von Drehbuch und Inszenierung keinesfalls auszubügeln. Brad Harris (1933-2017) macht als steif wirkender Muskelprotz einen etwas verlorenen Eindruck. Jene Szene, in der er die Dame seines Herzens versohlt, bewegt sich auf Kasperltheater-Niveau. Auch einige Prügeleien sind nicht viel hochwertiger. Die immer wieder vorkommenden "coolen" Sprüche wirken platt und abgedroschen und es fehlt eine strahlende Heldenfigur, bei der man sich geborgen fühlt, da irgendwie jeder zumindest temporär in Verdacht gerät. Allerdings hätte genau das bei einer professionelleren Produktion durchaus als Spannung forcierender Vorteil genutzt werden können. Rudolf Zehetgruber war dazu aber leider nicht in der Lage. Als Regisseur hinterlässt er ein eher zweifelhaftes Oeuvre, wobei es auch hier Ausnahmen gibt, welche die Regel bestätigen - siehe seine beiden einigermaßen ansprechenden Kommissar-X-Filme.

    Die mit 4 Filmen relativ kurzlebige Louis-Weinert-Wilton-Reihe entpuppt sich schlussendlich als die schwächste Wallace-Epigonen-Serie im engeren Sinne, zumindest neben BEW und Dr.Mabuse. Gab es bei Letzteren doch einige Filme, die als Aushängeschild für die "German-Grusel-Wave" dienen, ist es hier nur ein einziger, nämlich die bereits erwähnte "Weiße Spinne". Co-Produktionen scheinen das qualitative Niveau verwässert zu haben. Natürlich darf man sich von den Nachahmern nicht immer die Originalität der Stamm-Reihe erwarten, wenn dann aber jene Charakteristika fehlen, welche dieser ihren Charme verliehen, bleibt leider nur mehr ein flauer, grauer und klitzekleiner Film übrig, für den sich heute kaum mehr jemand interessiert. Auch die Titelmelodie ist in jeder Hinsicht belanglos.

    Fazit:

    Diesen profillosen Streifen umgibt die Aura eines trashigen Gangsterfilms, der keinerlei Akzente setzt und den man wirklich nicht unbedingt gesehen haben muss. Aufgrund einiger recht guter Darstellungen, allen voran von Seiten des tapfer gegen die Schwächen des Drehbuchs ankämpfenden Horst Frank, gehen sich mit einigem Wohlwollen gerade noch 2,5 von 5 Punkten aus.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #127
    Da du ja eh letztens mal gesagt hast, dass du nicht so dazu kommst, Serien zu gucken, würde ich die Tara King-Episoden jetzt auch nicht als so wichtig erachten, dass du dafür "Sendeplätze", die du sonst für Filme wie "Du lebst noch 105 Minuten" hättest, räumen müsstest.

    Danke für die Tipps, habe die Titel notiert. Obwohl mich "The Snorkel" wegen van Eyck und der damit einhergehenden Verbindung zur deutschen Krimi-Welle natürlich besonders reizt. Hoffentlich erscheint der irgendwann mal hierzulande oder zumindest in Großbritannien.


    Ja, mit Serien muss ich sparsam umgehen, da lege ich mich nur auf ganz bewusst ausgesuchte fest. Etwas dumm ist nur, dass die letzte Emma-Peel-Folge mit der ersten Tara-King-Staffel zusammenfällt. Aber ich denke, ich werde da eine Lösung finden.

    Ich hab mir gestern Abend eine Weihnachts-Feier-Freie-Auszeit gegönnt und "Du lebst noch 105 Minuten" geschaut. Ein durchaus spannender Psychothriller - von Barbara Stanwyck sehr gut gespielt und mit einem dramatischen Schluss. Nachdem ich Thriller-mäßig meine geliebten 60er-Jahre so langsam abgegrast habe, werde ich wohl auch hin und wieder zu einem Noir greifen.

    Zurück zu "The Snorkel" - es gibt ja Code-Free-Player, die in der Regel überhaupt nicht teuer sind. Ich hab mehrere davon, 2 sogar in Fernseher integriert. Ich weis nicht, wie beschlagen du in Englisch bist, aber die Hammer-Filme sind sehr leicht verständlich. Außerdem ist es wirklich interessant, Peter van Eyck mit seiner Originalstimme englisch reden hören.

    Wenn ich schon am Empfehlungen aussprechen bin, möchte ich folgende Filme nicht unter den Tisch fallen lassen: "What ever happened to Baby Jane" und "Hush Hush sweet Charlotte" (Wiegenlied für eine Leiche). Das sind wirklich tolle Thriller.

  • Eure DVDsDatum09.12.2017 21:53
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Dann wünsche ich mir mal "a thrilling merry Christmas".

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Ich bin mit Tara King etwas vorsichtig und weis noch nicht, ob ich nach der 6.Staffel weitermachen soll. Diana Rigg würde mir mit Sicherheit fehlen.

    Dass es "The Snorkel" mit hiesigem Regionalcode nicht gibt, war mir gar nicht bewusst. Ich habe ja gleich mehrere Code-Free-Geräte, sodass ich das oft gar nicht merke. Aber du hast Recht. Den Film hab ich auf einer Hammer-Collection aus den USA.

    Wenn dir "Ein Toter spielt Klavier" gefallen hat, würde ich aber auch "Paranoiac", "Nightmare" und "Maniac" in's Auge fassen, sollten sie mit unserem Code verfügbar sein. Das sind astreine Thriller, die zu Schauen sich lohnt. Dracula und co. hätte ich dir auch nicht empfohlen, da ich dich ohnehin nicht als Horror-Fan eingeschätzt habe.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Georg im Beitrag #6
    Zitat von patrick im Beitrag #5
    Grusel-Klischees habe ich da ganz besonders gern. [...] Ich mag den typisch britischen Mysterie- Flair dieser besonderen Serie, die hier leider wenig Anklang findet, da sie nicht in's Deutsche synchronisiert wurde, was mir zwar egal ist, den meisten aber wohl nicht - sehr schade.


    Dann könnte für Dich ja auch THRILLER interessant sein! Eine meiner Lieblingsserien, von Brian Clemens, dem Erfinder von MIT SCHIRM, CHARME UND MELONE:
    THRILLER (Krimiserie von Brian Clemens, GB 1973-1976)

    Außerdem gibt es ja einige interessante Gruselserien aus GB:

    GEFRIERSCHOCKER - HAMMER HOUSE OF HORROR (bei Pidax schon erschienen, da spielt u. a. auch Peter Cushing mit)
    VORSICHT HOCHSPANNUNG - HAMMER HOUSE OF MYSTERY AND SUSPENSE (erscheint bei Pidax im Februar)
    MEINE SCHWARZE STUNDE - Moderiert von Carl Heinz Schroth (erscheint bei Pidax ebenfalls im Februar)





    Die Hammer-Houses habe ich schon lange im Visier. Ich möchte aber noch warten, bis ich in meinem Hammer-Thread das Wesentliche zu den Kinofilmen besprochen habe, bevor ich mich dem zuwende. Ich hab mal eine Folge auf Youtube angetestet und durchaus Gefallen daran gefunden.

    Über "Thriller" muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich als Kind nur eine einzige Folge gesehen habe. Leider hat sie mir nicht besonders gefallen und ich hab mich dann nicht mehr weiter dafür interessiert. Allerdings möchte ich das nicht überbewerten. Vielleich hab ich ja nur eine Gurke erwischt. Ich hab auf jeden Fall vor, auch diese Serie mal anzutesten, nachdem sie ja auch auf YouTube verfügbar ist. Wäre schön, wenn sie meinen Geschmack nun doch trifft...

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #123
    Sehe ich im Ergebnis genauso, wobei zumindest meine Blu-Rays ein wunderbar kontrastreiches SW auf den Bildschirm bringen. Die "Avengers" sind bildtechnisch das beste, was ich im TV-Bereich aus der Zeit besitze. Aber generell finde ich, dass bei den "Avengers" wie auch bei "Jerry Cotton" Farbe besser zur "bunten Welt", in der die Geschichten spielen, passt.


    @Ray Ich habe zwar nur die DVD's, bin aber mit der technischen Umsetzung und Bildschärfe auch auf dem großen Fernseher sehr zufrieden. Grundsätzlich habe ich SW, vor allem das 60er-Jahre-SW bei gruselig gemachten Krimis und Thrillern, sehr gerne. Allerdings geht's mir dann nicht nur um die Abwesenheit von Farbe, sondern um die gezielte Schaffung von Atmosphäre durch ein gekonntes Schattenspiel, wie man es bei unseren Wallace-Filmen so schön umgesetzt hat. Auch die Hammer-Thriller haben ein hervorragendes SW. Ich weis nicht, ob du diese kennst. Ich habe die wichtigsten ja zusammen mit Gubanov vor längerer Zeit besprochen. Sollte das für dich Neuland sein, spreche ich hier eine klare Empfehlung aus. Vor allem "Ein toter spielt Klavier" ist ein wahres Highlight, aber auch "Paranoiac", "Nightmare" oder "Maniac".

    Jerry Cotten gefiel mir auch in Farbe besser.

    Wie sind eigentlich die Avengers-Folgen mit Diana Riggs Nachfolgerin? Wir hatten das, glaube ich, schon einmal angeschnitten. Du hast damals nicht so über-enthusiastisch geklungen.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #121
    Zählt auch zu meinen Lieblings-Folgen, die Gründe hast du sehr gut umschrieben. Gerade die "Solo"-Folgen der beiden sind m.E. besonders gut gelungen. Wie siehst du generell bisher die Farb-Staffel im Vergleich zur SW-Staffel?


    Nun, was die Qualität der Geschichten selbst und deren Unterhaltungswert betrifft, sehe ich zwischen den SW-Folgen und den farbigen eigentlich keinen gravierenden Unterschied. Allerdings ist das TV-SW im vergleich zum wesentlich "künstlerischeren" SW damaliger Kinofilme, wie z.B. Wallace oder Hammer-Thrillern, deutlich fader. Farbe wirkt daher bei den Avengers auf mich optisch ansprechender.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Staffel 5 - Episode 12: The Superlative Seven (Fliegen Sie Mal Ohne, 07.04.1967)



    Regie: Sidney Hayres

    Produktion: Fertiggestellt am 13.03.1967

    Mit: Patrick Macnee, Diana Rigg, Charlotte Rampling, Brian Blessed, James Maxwell, Hugh Manning, Leon Greene, Gary Hope, Donald Sutherland, John Hollis, Margaret Neale, Terry Plummer


    Steed wird zusammen mit sechs weiteren Personen auf eine Masken-Party eingeladen, die ausgerechnet in einem Flugzeug stattfindet. Nachdem dieses abhebt, müssen die verdutzten Insassen feststellen, dass sich keine Crew an Bord befindet und die Steuerung per Autopilot erfolgt. Die Passagiere werden auf eine einsame Insel befördert. Dort angekommen, wird die Gruppe in einem alten verlassenen Haus über Lautsprecher von ihrem unbekannten Gastgeber darüber informiert, dass sich unter ihnen ein Killer befindet, vor dem sich die anderen sechs in Acht nehmen müssen, da er ihnen nach dem Leben trachtet. Ein Vertreter einer fremden Macht will dadurch die Überlegenheit eines seiner Leute demonstrieren...

    Agatha Christies „Zehn kleine Negerlein“ lassen grüßen!

    Die Story dürfte Krimi-Freunden wohl bestens Bekannt sein. Obwohl der Titel „The Superlative Seven“ sich an den Western „The Magnificent Seven“ anlehnt, orientiert die Geschichte selbst sich deutlich an dem Christie-Klassiker „Ten Little Indians“. Es handelt sich bei den Protagonisten allerdings nur um 7 Personen, die allesamt auf irgendeinem Gebiet ein herausragendes Talent besitzen. Der Treffpunkt ist ein Flugzeug, welches die Gäste unfreiwilligerweise ebenfalls zu einer abgelegenen Insel bringt. Dort scheidet dann in wohlbekannter Manier einer nach dem anderen aus dem Leben, wobei auch der Täter, wie bei Christie, nur zum Schein das Zeitliche segnet. Der Schluss ist natürlich abgewandelt, da Mrs. Peel als Verstärkung hinzutritt. Als Ausgleich zur deutlich auf sie fokussierten Folge 11, ist nun Steed mehr gefordert.

    Bedingt durch ihre inoffizielle Vorlage ist diese Episode natürlich besonders spannend und atmosphärisch und darf wohl als eine der Top-Folgen bezeichnet werden. Erwähnenswert ist auch, dass Donald Sutherland (geb.1935) und Charlotte Rampling (geb.1946) mit von der Partie sind. Letztere darf als Hanna ihre wirklich eindrucksvolle Schießkunst zur Schau stellen und den Haupt-Bösewicht etwas ungelenk erscheinen lassen. Der Mörder wird von Mrs.Peel wieder einmal anständig verprügelt. Steed darf eine weitere Demonstration seiner Fechtkunst zum Besten geben.

    Fazit:

    Agatha Christies Gruselfaktor macht diese sehr spannend und düster umgesetzte Geschichte zu einem der absoluten Highlights der Serie. Auch ist die Folge vergleichsweise ernster und das Ambiente besonders gut gelungen, obwohl fast nur im Studio gedreht wurde. Den Mörder zu erraten ist recht schwierig.

  • Wallace & Blu-rayDatum07.12.2017 14:31
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Josh im Beitrag #469
    Überraschenderweise ist heute auch schon Edition 4 bei mir eingetroffen.


    Streber

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Was mich betrifft, war ich immer ein großer Fan von Gruselfilmen, Psychothrillern und klassischen Krimistoffen. Bei letzteren mag ich vor allem Wallace, Christie, Sherlock Holmes und alles was sich auf dieser oder ähnlicher Linie bewegt. Grundsätzlich gilt für mich: Je gruseliger umso besser. Diese Neigung hat mich in's "Edgar-Wallace-Forum" geführt, da die Wallace-Filme genau meinen Nerv treffen. Allerdings gehöre ich nicht zu jenen, die sich mit den Filmen völlig übersättigen, sondern lasse recht viel Zeit verstreichen, bis ich sie mir wieder mal vornehme. Meine Lieblings-Wallace-Filme habe ich in einer Zeitspanne von ca. 37 jahren geschätzte 10 Mal gesehen, jene die ich nicht mag, teilweise sogar nur 1 oder 2 Mal. Mein Filmgeschmack umfasst auch andere Genres, die nicht sosehr hierher passen (Western, Abenteuer, Mittelalter,etc), weshalb ich auch nicht darüber schreibe. Auch ist das Ganze natürlich eine Zeitfrage.

    Mit den herkömmlichen deutschen Krimiserien kann ich eher weniger anfangen. Derrick, Der Alte, Fall für 2,etc. kenne ich aus den 70er-80er-Jahren, als ich noch ein Kind war und mit meinen Eltern schaute. Das hat mich nie infiziert - wirkte auf mich zu alltäglich. Ich hatte lieber die Krimi-Märchen mit viel Kunstnebel, Schwarzweiß oder satten Farben. Grusel-Klischees habe ich da ganz besonders gern. Etwas interessanter fand ich die SW-Serien, wie "Der Kommissar". Da hab ich einige Folgen gesehen und wurde gut unterhalten. Allerdings kann ich mich, angesichts vieler anderer Hobbies und Interessen, nicht dazu bewegen "in Serie zu gehen", da es mich zeitlich total überfordern würde. Es gab immer nur ganz wenige Serien, die ich dafür umso konsequenter verfolgte. Eine wahr Perle ist die britische Serie "Murder in Mind" auf die mich @Gubanov dankenswerterweise brachte und die ich vor ein paar Jahren mit ihm zusammen hier besprochen habe. Leider habe ich im Serien-Bereich bis heute nichts gefunden, was mir ähnliche Freude bereiten würde. Ich mag den typisch britischen Mysterie- Flair dieser besonderen Serie, die hier leider wenig Anklang findet, da sie nicht in's Deutsche synchronisiert wurde, was mir zwar egal ist, den meisten aber wohl nicht - sehr schade.

    Die Fernseh-Version von Cushings Baskerville-Verfilmung von 1968 hat mir leider nicht gefallen - zu kammerspielartig und zu wenig atmosphärisch. Ich nahm und nehme aber immer wieder wertvolle Tips aus diesem Forum dankbar entgegen. Gerade der von @Matze K. weiter oben erwähnte "Spuk im Morgengrauen" hat mein Interesse geweckt. Hab mich ein bisschen in die Inhaltsangabe gelesen, die sehr spannend klingt...Ab und zu bespreche ich Filme, die zumindest einigermaßen hierher passen, zu den meisten Serienprodukten kann ich aber eher nicht viel beitragen. Was den deutschen Film betrifft, sind für mich fast ausschließlich die 60er-Jahre interessant (die natürlich 1959 anfangen). Ansonsten bin ich eher international ausgerichtet.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Ja, hab mir heute einen faulen Urlaubstag ohne große Aktivitäten gegönnt. Die nächste Folge ist auch schon im Kasten.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Staffel 5 - Episode 11: Epic (Filmstar Emma Peel, 31.03.1967 )



    Regie: James Hill

    Produktion: Fertiggestellt am 27.02.1967

    Mit:
    Patrick Macnee, Diana Rigg, Peter Wyngarde, Isa Miranda, Kenneth J. Warren, David Lodge, Anthony Dawes

    Mrs.Peel wird im Auftrag des völlig verrückten Regisseurs Z.Z.von Schnerk auf ein verlassenes Studiogelände entführt und begegnet dort den inzwischen völlig aus der Mode gekommenen und abgetakelten 30er-Jahre-Stars Stewart Kirby und Damita Syn. Zweck des durchgeknallten Projekts ist, einen möglichst realistisch wirkenden Film zu drehen, in dem Mrs.Peel tatsächlich sterben sollte. Das lässt sich allerdings nicht so leicht umsetzen, da die fitte, smarte und amazonenhafte Karate-Emma den in den verschiedensten Kostümierungen auftretenden Kirby bei ihren diversen Konfrontationen gehörig in die Mangel nimmt. Dennoch drohen ihr am Schluss das "Pendel des Todes" und eine Kreissäge...

    "Epic" erinnert etwas an die SW-Episode "The House that Jack built", ist allerdings deutlich abgedrehter. Besonders austoben durfte sich jedoch Peter Wyngarde, der als Cowboy, Alexander der Große, Gangster, etc. in Erscheinung treten und schauspielerisch recht verspielt und unbeschwert agieren darf. Natürlich muss er von Seiten der agilen Mrs.Peel einige Tracht prügel einstecken. Die Episode ist ganz auf diese ausgerichtet und Steed darf sich ein bisschen Auszeit nehmen, bis er dann am Schluss als Retter in der Not fungiert. Zwar vermitteln die verschiedenen Szenen mit der unfreiwilligen Schauspielerin Mrs.Peel und dem kostümierten Peter Wyngarde durchaus Unterhaltungswert, doch ist die Story etwas zu absurd und an den Haaren herbeigezogen um noch als wirklich originell bezeichnet werden zu können. Auch zeigt sie einige surreale, psychedelisch wirkende Sequenzen, die sehr befremdlich erscheinen. Der Name des wahnsinnigen Produzenten Z.Z. Schnerk erinnert an das Hollywood der 20er- und 30er-Jahre, dem er auch zugeordnet ist. Er spricht im Originalton mit einem deutschen Akzent.

    Wortwitz:

    Ein Komparse erscheint während der Dreharbeiten zum todernsten Film und sagt zu Mr.Peel, als sie mit einer Leiche konfrontiert werden: "He's very good. I give him that. Spezialising in corpses, does he?" Darauf Mrs.Peel: "He can`t do anything else."

    Mrs. Peel, als sie vom "Pendel des Todes" und einer Kreissäge bedroht wird: " I think I'm in danger of becoming a split personality."

    Fazit:

    Recht skurrile und konfuse Episode, in der man allerdings von Peter Wyngardes multiplen Auftritten und dessen ständigem verprügelt-werden durchaus unterhalten wird.

  • Geheimnisse in goldenen Nylons (1967)Datum03.12.2017 20:48
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #10
    (@patrick: Vielleicht riskierst du mal einen Blick, Eurospys müssten doch sowieso was für dich sein.)


    Ah, danke für den Hinweis. Habe von dem Film noch nie was gehört. Grundsätzlich bin ich für Agenten-Thriller sehr offen, neige aber zum Vergleich mit Bond. D.h. ich bin da recht wählerisch. Gut gefallen hat mir "Der Mann mit den 1000 Masken" - zumindest damals. Ich sah den Film in den 80er-Jahren und seitdem nicht mehr.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Louis Weinert-Wilton: Das Geheimnis der schwarzen Witwe (1963)



    Regie: Franz Josef Gottlieb

    Produktion: BRD, Spanien, 1963

    Mit: O. W. Fischer, Karin Dor, Doris Kirchner, Werner Peters, Eddi Arent, Klaus Kinski, Claude Farell, Gabriel Llopart, José Maria Caffarel, Antonio Casas, Felix Dafauce, Fernando Sancho, Belina


    Handlung:

    Nach und nach werden mehrere Männer mit einem vergifteten Geschoss, das die Form einer Spinne hat, in's Jenseits befördert. Alle Opfer sind 15 Jahre zuvor Mitglieder einer Mexiko-Expedition gewesen, deren Zweck ein sagenumwobener Azteken-Schatz war. Der Expeditionsleiter kam bereits damals um's Leben. Es erhärtet sich der Verdacht, dass dessen Tochter als Racheengel fungiert und die noch lebenden Beteiligten werden aus verständlichen Gründen zusehends nervöser. Der Reporter Wellby, welcher sich in Clarisse, die vermeintliche Mörderin, verliebt hat, versucht hinter das Geheimnis der seltsamen Verbrechen zu kommen...


    Anmerkungen:


    In "Das Geheimnis der schwarzen Witwe" kommt grundsätzlich ein hochinteressantens Mordwerkzeug zum Einsatz. Per Luftdruck wird fieserweise eine mit Giftnadel versehene Gummispinne in's Gesicht der Opfer katapultiert, was einen sekundenschnellen Tod verursacht - Der Zinker lässt grüssen!!! Leider will sich in diesem Streifen die Spannung nicht so recht durchsetzen und auch atmosphärisch hätte es mehr sein dürfen. Ganz im Gegensatz zu Reinl's "Weisse Spinne" gewinnt man hier nicht den Eindruck, einen echten Wallace vor sich zu haben, sondern erkennt doch deutlich einen wesentlich kleineren Film, der aus dem Fahrwasser kommt.

    O.W.Fischer ist als Leading-Man ein klarer Reinfall. Sein gekünsteltes und aufgesetztes Gehabe wirkt in kaum einer Szene überzeugend, sondern völlig unnatürlich und lässt ihn in diesem Genre als unangenehmen Fremdkörper erscheinen, der viel zu sehr Richtung Parodie agiert. Genauso wenig kann er als "Love interest" der etwa halb so alten Karin Dor punkten. Eine weitere Fehlbesetzung ist Klaus Kinski in einer Rolle, die überhaupt nicht zu seinem Typ passt und sein Talent praktisch brachliegen lässt. Sein Entfaltungsspielraum wurde auf etwa Null reduziert.

    Die Handlung selbst ist recht linear und das Motiv nachvollziehbar. Regisseur F.J.Gottlieb hat es aber leider nicht verstanden, auch nur annähernd eine Atmosphäre wie bei seinem hervorragenden und im selben Jahr entstandenen "Schwarzen Abt" zu schaffen. Spannungstechnisch tümpelt die Geschichte eher dahin, bis sie sich im letzten Viertel etwas aufbäumt. So wirklich Eindruck vermag sie aber nicht zu wecken. Auch von Martin Böttcher wird man hier schmerzlich im Stich gelassen. Wo bleiben seine gewohnten tollen Ohrwürmer? Das Titelthema ist von der Grundmelodie her gar nicht mal übel. Leider wurde es grässlich abgehackt und entstellt und kommt dadurch furchtbar unrythmisch daher. Als Lied wird es von Belina (1925-2006) hölzern und statisch vorgetragen, hat aber im Zusammenwirken mit den, durch die Kamera geschickt eingefangenen, angespannten Blicken von Karin Dor und O.W.Fischer eine gewisse Wirkung. Böttcher, Kinski, Arent - irgendwie wird hier alles, was im Grunde Qualität verspricht, unter dem Wert verkauft. O.W.Fischer ist insofern "entschuldigt", dass er in dieses Genre wohl nur hineingestolpert ist. Vermutlich war sein (in ganz anderen Filmen) großer Name angesichts seiner im Sinken befindlichen Karriere kostengünstig genug zu haben. Die Prügelszenen wirken gegenüber den wirklich professionell umgesetzten Kämpfen in der weißen Spinne plump und gestellt und sind damit ein deutlicher Rückschritt, der nicht hätte sein müssen.

    Fazit:

    Aufgrund der erkennbaren Anlehnung an die Edgar-Wallace-Filme ist die "Schwarze Witwe" immer noch ein Film der einigermassen untehält, wenn auch auf deutlich bescheidenerem Niveau. Unter dem Strich ist der Streifen nicht mehr als ein Durchschnittskrimi, der wohl irgendwo im Mittelfeld der vielen Wallace-Nachahmer der 60er-Jahre zu finden ist. Nicht warm und nicht kalt, daher faire 3 von 5.

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