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  • Eure FilmbücherDatum14.05.2018 20:46
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Das muss ich als Gothic-Fan wohl einfach haben:

  • Eure DVDsDatum14.05.2018 20:42
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Ein bisschen Nachschub:

  • 45. Todestag von Lex BarkerDatum12.05.2018 19:09
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Hier noch eine weitere Erinnerung an den leider schon viel zu vergessenen Schauspieler:

    https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr4...barker-100.html

  • 45. Todestag von Lex BarkerDatum11.05.2018 21:53
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Sehr schön!!! Danke für den Link.

  • Maria MarlowDatum30.04.2018 21:14
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Ich hab grade in Winnetou II und die Nibelungen noch mal reingeguckt und die Gesichter auf mich wirken lassen. Das sind mit Sicherheit zwei verschiedene Frauen, die sich auch nicht wirklich ähneln. Maria Marlow hat eine deutlich spitzigere und dünnere Nase als Susan Merril, außerdem auch ganz andere und wesentlich charakteristischere Gesichtszüge. Auch die Gesichtsformen stimmen nicht überein. Susan Merrils Gesicht ist runder. Dass es dieselbe Person sein sollte würde ich zu nahezu 100 Prozent ausschließen.

    Wäre gespannt, ob die Dame im zitierten 1959er-Film äußerlich mehr hinkommt. Sie müsste dort ja erst 16 Jahre alt gewesen sein. Da könnte sich natürlich schon noch eine deutliche Veränderung vollzogen haben. Von 1964 bis 1967 (21 bis 24) würde ich das eher ausschließen.

  • Maria MarlowDatum29.04.2018 21:51
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Ich hab mich das auch schon gefragt. Die Nibelungen bekamen immerhin die Goldene Leinwand und sie hat ihre Rolle dort eindrucksvoll gespielt. Trotzdem hat sich ihre Spur schon kurz darauf verloren. Man könnte fast meinen, sie wollte mit Absicht aus dem Rampenlicht raus. Sieht nicht danach aus, als ließe sich ihr weiterer Werdegang so leicht weiterverfolgen - es seid den eventuell durch private Verbindungspersonen. Wer weis, wie sie heute überhaupt heißt.

  • Das Gesicht im Dunkel (1924)Datum18.04.2018 10:19
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #1
    Eigentlich verwunderlich, eine so abstruse Geschichte wie "Das Gesicht im Dunkeln" mit einem Bösewicht, der eine scheußliche Wachsmaske trägt, als Geist erscheint und in einem gespenstischen Haus lebt, wäre doch für die auch und gerade für die Farbfilm-Ära durchaus eine Vorlage gewesen.

    Wenn ich mir die Inhaltsangabe des Romans so durchlese, gewinne ich den Eindruck einer verworrenen und langatmigen Geschichte. Mit Schwerpunkt auf den von mir gerade zitierten Grusel-Inhalten und einer etwas gestrafften und veränderten Handlung hätte man jedoch einen ganz wunderbaren Film machen können und zwar bevorzugt in der SW-Ära der Reihe. Was man da 1969 unter diesem Titel ablieferte spottet leider jeder Beschreibung.

  • Bewertet TV: "Wie ein Blitz" (1970, 9)Datum16.04.2018 15:14
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Georg im Beitrag #42
    Zum Thema Farbe: als das Farbfernsehen kam, wollten viele Produzenten ganz bunte Produktionen, um das neue Medium zu nutzen. Jürgen Goslar hat mir mal erzählt, dass ein Produzent bei einer Produktion immer ganz bunte, grelle Requisiten ins Bild stellen wollte. Daraufhin sagte er zum Produzenten verneinend: "Wir drehen keinen Buntfilm, wir drehen einen Farbfilm."
    Rolf von Sydow selbst hat sich zum Thema Farbe bei Durbridge einst durchaus zurückhaltend geäußert und gemeint, dass es durchaus ein Wagnis war, aus der schönen stimmigen Schwarz/Weiß-Krimiära in die farbige Krimiwelt zu gehen. Deshalb sind die Farben sicherlich auch zurückhaltender, wobei ich sie im Blitz eigentlich sehr gut finde. Eine knallig-bunte Farbgebung passt auch eher zur comicartigen, augenzwinkernden und poppigen Inszenierung von Schirm, Charme und Melone, als zum ernsten Krimireißer.


    Ich oute mich schon lange als Fan der starken Farben aus den 50er- und 60er-Jahren, was auch dazu beiträgt, dass mir die 70er nicht mehr so gefallen. Im Kino hielten sich die kräftigen Farben sehr lange und das in so ziemlich allen Genres, egal ob ernst oder comicartig. Hammer und Mario Bava habe ich ja schon erwähnt. Aber auch diverse Hitchcock-Filme, Western, Kostümfilme, Horror, Abenteuer, ja eigentlich überhaupt fast alles hat in den 50er- und 60er-Jahren eine wesentlich stärkere Farbgebung als in den 70ern, weshalb es mich auch schon immer optisch viel mehr in den Bann zog. Auch die heutigen, wesentlich realistischeren Farben gefallen mir deutlich besser als diese recht blassen. Das hat mein Auge einfach nie angesprochen.

  • Bewertet TV: "Wie ein Blitz" (1970, 9)Datum15.04.2018 20:57
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #40
    M.E. hätte eine zu knallige Farbgebung genau wie eine spektakuläre Inszenierung zu sehr vom Inhalt abgelenkt. Die von dir genannten Produktionen lebten ja andersherum nicht vom Inhalt, sondern eher von der Form, sprich der Inszenierung/Farbgebung. Sicherlich hätte man das bei Durbridge auch ein Stück weit mehr aufbrechen können, wie es ja im Grunde bei den späteren Mehrteilern schon mitunter der Fall war, aber im Grundsatz finde ich das so absolut stimmig.


    Dieses Argument hat in vielen Fällen sicher seine Daseinsberechtigung. Ich kenne die späteren Durbridge-Mehrteiler nicht, aber für mich besteht die Königsdisziplin darin, beides zu vereinen, Inhalt und Form. Irgendwie erinnert mich das an das Thema Frauen (oder aus der Sicht der Damenwelt von mir aus auch Männer). Da begegnet man mitunter manchmal außen hui, innen pfui, manchmal auch innen hui und außen...nicht ganz so hui, wer Glück hat erwischt beides.....Sorry für diese Abschweifung. Der Vergleich hat sich mir einfach aufgedrängt.

  • Bewertet TV: "Wie ein Blitz" (1970, 9)Datum14.04.2018 20:58
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #37
    So sehr ich auch die bunten Folgen von "Mit Schirm, Charme und Melone" schätze, weiß ich nicht, ob diese starke Farbgebung zu den Durbridge-Mehrteilern gepasst hätte.




    Die Hammerfilme und auch die Mario-Bava-Filme der 60er haben bewiesen, wie toll man mit starken Farbe Atmosphäre schaffen konnte. Warum hätte das bei Durbridge nicht funktionieren sollen?

    Inwiefern den Produzenten gewisse Möglichkeiten der Farbgebung nicht zugänglich waren, kann ich natürlich nicht beurteilen.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Literaturempfehlung: Wilder Westen made in Germany



    Ich muss gestehen, dass mein erster Gedanke war: "Schon wieder ein Karl-May-Film-Buch, da kann doch nicht mehr viel Neues kommen." Nachdem dann schließlich die Neugierde siegte und ich das Buch in Händen halte kann ich nur sagen, dass ich den Kauf nicht bereue. Zwar bin ich in den letzten Tagen nur zum Schmökern gekommen, doch reichte dies völlig aus, mit gutem Gewissen zu einem wohlwollenden Urteil zu gelangen. Der Band enthält sehr viele Informationen zu den Filmen und deren Entstehung und vergisst bei den zahlreichen Personenportraits auch die weniger bekannten Schauspieler dieses Genres nicht. Außerdem beinhaltet es diverse interessante Korrespondenzen. Das Buch ist angenehm aufbereitet und mit seinen gut 500 Seiten recht umfangreich. Der Schwerpunkt liegt natürlich bei den Karl-May-Filmen, allerdings werden auch jene Krautwestern erwähnt, die nicht mit dem sächsischen Kult-Autor in Zusammenhang stehen und eher ein Schattendasein fristen. Reiner Boller ist es einmal mehr gelungen, uns an seinem fundierten Wissen, welches auf eine intensive Beschäftigung mit den Filmen, Schauspielern und sonstigen Filmschaffenden des Genres schließen lässt, teilhaben zu lassen. Eine klare Kaufempfehlung meinerseits an Fans und jene, die es noch werden wollen und ein Dankeschön an Reiner Boller für den Luxus eines weiteren Lesevergnügens.

  • Eure FilmbücherDatum14.04.2018 19:40
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Wilder Westen made in Germany



    Ich muss gestehen, dass mein erster Gedanke war: "Schon wieder ein Karl-May-Film-Buch, da kann doch nicht mehr viel Neues kommen." Nachdem dann schließlich die Neugierde siegte und ich das Buch in Händen halte kann ich nur sagen, dass ich den Kauf nicht bereue. Zwar bin ich in den letzten Tagen nur zum Schmökern gekommen, doch reichte dies völlig aus, mit gutem Gewissen zu einem wohlwollenden Urteil zu gelangen. Der Band enthält sehr viele Informationen zu den Filmen und deren Entstehung und vergisst bei den zahlreichen Personenportraits auch die weniger bekannten Schauspieler dieses Genres nicht. Außerdem beinhaltet es diverse interessante Korrespondenzen. Das Buch ist angenehm aufbereitet und mit seinen gut 500 Seiten recht umfangreich. Der Schwerpunkt liegt natürlich bei den Karl-May-Filmen, allerdings werden auch jene Krautwestern erwähnt, die nicht mit dem sächsischen Kult-Autor in Zusammenhang stehen und eher ein Schattendasein fristen. Reiner Boller ist es einmal mehr gelungen, uns an seinem fundierten Wissen, welches auf eine intensive Beschäftigung mit den Filmen, Schauspielern und sonstigen Filmschaffenden des Genres schließen lässt, teilhaben zu lassen. Eine klare Kaufempfehlung meinerseits an Fans und jene, die es noch werden wollen und ein Dankeschön an Reiner Boller für den Luxus eines weiteren Lesevergnügens (auch wenn ich es mir zeitlich hart erkämpfen muss.)

  • Audrey Hepburn - ihre FilmeDatum12.04.2018 08:54
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    @Ray "Wait until dark" hab ich auf amazon.co.uk als BluRay erspäht. Werd ich mir wahrscheinlich im Mai schicken lassen und deine Besprechung erst lesen, wenn ich den Film selber wieder gesehen habe. Ich hab ihn vor zig Jahren als Kind mal geschaut und kann mich nur noch erinnern, dass ich ihn ziemlich spannend fand. Den Inhalt hab ich nicht mehr so im Kopf.

    @Giacco Danke für den Hinweis. Wie's der Zufall will, bin ich momentan in ziemlicher US-Indianer-Wester-Stimmung und schau mir diverse Klassiker nach und nach wieder an. "The Unforgiven" habe ich glaub ich noch nie gesehen und wenn doch, liegts weit zurück. Er kommt auf jeden Fall auch auf meine Order-Liste.

  • Bewertet TV: "Wie ein Blitz" (1970, 9)Datum09.04.2018 22:05
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Wie ein Blitz (1969/1970)



    Regie: Rolf von Sydow

    Produktion: Joachim Glaser, Fred Ilgner, WDR Köln, 1969/1970

    Mit: Ingmar Zeisberg, Peter Eschberg, Albert Lieven, Paul Hubschmid, Horst Bollmann, Eva Pflug, Karl-Heinz Vosgerau, Gisela Trowe, Christine Kaufmann, Grete Wurm, Fred Maire, Herbert Tiede, Gerhard Plantikow, Roswitha Dost, James Josef Curran, Bruce Wells, Elert Bode


    Handlung:

    Die attraktive Diana Stewart ist mit dem reichen und bedeutend älteren Unternehmer Gordon Stewart verheiratet und unterhält ein heimliches Verhältnis mit dessen rechten Hand Mark Paxton. Es kommt, wie es kommen muss; Gordon Stewart wird von Frau und Liebhaber durch einen Schuss mitten in's Gesicht ermordet und seine Leiche sollte abtransportiert werden. Aus völlig unerfindlichen Gründen verschwindet sie jedoch spurlos aus Paxtons Kofferrau und Diana erhält kurze Zeit später einen Anruf, bei dem sie die Stimme ihres Mannes vernimmt, der ihr eindringlich rät, die Leiche, die bald auftauchen wird, als die seine zu identifizieren. Tatsächlich wird ein Toter gefunden, der Stewarts Kleidung trägt. Doch wer ist er wirklich? Diane identifiziert ihren Mann, wie ihr geraten wurde, doch ist dies erst der Anfang einer Reihe merkwürdiger und nervenaufreibender Vorkommnisse, welche das Killer-Duo bald in Teufels Küche bringen sollten...

    Anmerkungen:

    "Wie ein Blitz" ist eine klassische Dreiecksgeschichte um ein geldgieriges Pärchen, das den wesentlich älteren Ehemann der Frau entsorgt, um an dessen Reichtümer zu gelangen. Das altbekannte Muster wird dabei aber um eine unbekannte dritte Person erweitert, die die Leiche einfach verschwinden lässt und das niederträchtige Gespann mit diesem unangenehmen Rätsel anständig in's Schwitzen bringt. Da es sich hier, wie Krimifreunde sofort vermuten werden, nicht um eine bloße Serviceleistung aus Gefälligkeit handelt, darf man gespannt sein, was der große Unbekannte im Schilde führt und hinter welcher Fassade er sich verbirgt. Dadurch wird sehr geschickt ein Whudunit-Element eingeflochten. Leider ist die Auflösung dieser Frage alles andere als überraschend. Ohne groß anzugeben, möchte ich erwähnen, dass ich den geheimnisvollen Mr.X schon ganz zu Beginn ausmachen konnte, als der Kreis der Verdächtigen mehr als überschaubar war und ich rein aus dem Bauchgefühl heraus einfach mal davon ausgegangen bin, dass dieser bereits vorstellig wurde. Trotzdem wird man durch die recht ereignisreiche Geschichte und die vielen Wendungen bei bester Krimi-Laune gehalten.

    Albert Lieven, der mittlerweile leider am Ende seines Lebensweges stand, hat als Mordopfer nur eine relativ kurze Rolle, die recht gut zu seinem Typus passt. Dass sich eine um mehrere Jahrzehnte jüngere, schöne Frau trotz Unkenntnis seines Reichtums unsterblich in ihn verliebt haben soll, ist allerdings etwas schwer zu verdauen, zumal er auch laut Aussage seiner Gattin kein liebenswürdiger Mensch war. Peter Eschberg verkörpert ganz passabel den geldgierigen und schleimigen Schönling, der niemandem gegenüber Loyalität kennt und dem seine maßlose Selbstüberschätzung und Arroganz schließlich zum Verhängnis werden sollten. Ein gutes Bild macht auch Ingmar Zeisberg als dessen Geliebte und Mordkomplizin. Bisher war sie mir lediglich aus ihren Schwarzweißkrimis der 60er-Jahre bekannt, von wo ich sie zwar nicht minder attraktiv, aber optisch völlig anders in Erinnerung habe. Sie wird durch die mysteriösen Vorkommnisse, mit denen der Unbekannte den Beiden in's Handwerk pfuscht, mehr und mehr überfordert und in einen nervösen Ausnahmezustand hineinmanövriert, von den hormongeladenen Herren der Schöpfung aber immer wieder aufgefangen - zumindest eine Zeit lang. Der Schluss bietet ein, für Fernsehfilme dieser Zeit noch völlig ungewohntes, betont actiongeladenes Finale mit einem entschlossenen, gewaltbereiten und ausgesprochenen zähen Haupttäter, für den ein Aufgeben nicht in Frage kommt. Horst Bollmann ist ein sehr unscheinbarer Inspektor und tritt seinem körperlich weit überlegenen Widersacher in einem ungleichen Zweikampf gegenüber, dessen Ausgang an Unglaubwürdigkeit kaum zu überbieten ist.

    Als Hauptkritikpunkt möchte ich die relativ blassen und reizlosen Farben anführen, die mir als krasser Gegensatz zu jenen in der schönen bunten TV-Welt der britischen "Avengers" in's Auge springen. Eine sattere Kolorierung oder eine schwarzweiße Atmosphäre hätten die Geschichte mit Sicherheit weiter aufgewertet.

    Fazit:


    Trotz des leicht zu lösenden Whodunit-Rätsels ist "Wie ein Blitz" ein spannender Durbridge-Dreiteiler mit den typischen Wendungen und hat im Großen und Ganzen stimmige Darsteller, wenn man von dem recht blassen Ermittler einmal absieht. Die Action-Szenen werden von jenem Darsteller bedient, dem man sie wohl am ehesten zutraut. Durch die eher fade Farbgebung wird leider einiges an atmosphärischem Potential verschenkt. 4 von 5 Punkten.

  • Wallace & Blu-rayDatum04.04.2018 08:35
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Ich sehe mir Wallace gern in englischer Tonspur an, sofern vorhanden. Passt ja gut zur Atmosphäre.

  • Audrey Hepburn - ihre FilmeDatum04.04.2018 06:43
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Als besonderen Film habe ich "Warte bis es dunkel ist" von Bond-Regisseur Terence Young in Erinnerung. Ich habe den Film seit meiner Kindheit nicht mehr gesehen. Er hat mich damals aber sehr beeindruckt. Das ruft nach Neu-Entdeckung. Werd ich wohl demnächst ordern müssen.

    Zur Sichtung des so hochgelobten "Frühstück bei Tiffany" hab ich mich mal hinreissen lassen. Blake Ewards und Henry Mancini werden von mir ja durchaus geschätzt. Leider konnte ich mit diesem Film nicht viel anfangen.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Bei der Beurteilung eines Films schwingt natürlich immer die Stimmung mit, in der man sich gerade befindet. Bei einer inner-mexikanischen Busreise hätte ich wohl auch eher meine Gedanken woanders, als beim Film.

    Ansonsten finde ich den Streifen mit einfachen Mitteln wirkungsvoll inszeniert. Natürlich hat man als Sporttaucher und Wasserratte vielleich auch einen anderen Bezug zu so einer Geschichte, als jemand mit anderen Interessen. Ich konnte jedenfalls gut mit der Protagonistin mitfiebern. Die Haiauftritte entbehren dann aber vor Allem am Schluß zu sehr jeglicher Glaubwürdigkeit. Mit dem guten alten "Jaws" kann der Film natürlich nicht mithalten, ist aber trotzdem spannend.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Hush...Hush, Sweet Charlotte (Wiegenlied für eine Leiche, 1964)



    Regie: Robert Aldrich

    Produktion: Robert Aldrich, Walter Blake, USA 1964

    Mit: Bette Davis, Olivia de Havilland, Joseph Cotten, Agnes Moorehead, Cecil Kellaway, Mary Astor, Victor Buono, Bruce Dern, Wesley Addy, Will Campbell, George Kennedy


    Handlung:


    Die Geschichte beginnt im Jahre 1927 in den amerikanischen Südstaaten. Charlotte Hollis hat ein Verhältnis mit dem verheirateten John Mayhew und plant, mit diesem durchzubrennen. Ihr Vater, der autoritäre Großgrundbesitzer Sam Hollis, kommt dahinter und droht John Mayhew eindringlich, sofort die Finger von seiner Tochter zu lassen. Kurz darauf wird der verheiratete Liebhaber grausam mit einem Beil ermordet. Das Verbrechen wird zwar niemals aufgeklärt, Charlotte jedoch für die Täterin gehalten, da John gezwungenermaßen die Beziehung beendete.

    Im Jahre 1964, 37 Jahre später, führt Charlotte das Leben einer alten Jungfer und bewohnt zusammen mit ihrer Bediensteten Velma noch immer das Hollis-Anwesen. Die Kinder der Umgebung erzählen sich Schauergeschichten über sie und hänseln sie immer wieder. Als eine Enteignung des Anwesens droht, um eine Brücke zu bauen, wendet Charlotte sich an ihre Cousine Miriam Deering, die in der Mordnacht von 1927 ebenfalls anwesend war, und die ihr nun in ihrer schwierigen Situation helfen sollte. Bald ereignen sich mysteriöse Vorkommnisse. Charlotte hört nächtens jenes Lied, dass John ihr einst gewidmet hatte, und sieht sogar abgehakte Körperteile am Boden liegen, was sie psychisch mehr und mehr in einen Ausnahmezustand manövriert...

    Anmerkungen:


    Der Streifen wird durch ein schockierendes Ereignis eingeleitet und nimmt nach einer relativ gemütlichen Stunde, in der man mit den Charakteren vertraut wird, mit einer Reihe gruseliger Vorkommnisse langsam Fahrt auf. Sehr ähnlich wie in den britischen Hammer-Thrillern der frühen 60er-Jahre, sollte auch hier aus Geldgier jemand in den Wahnsinn getrieben werden. Allerdings wird man als Zuseher relativ rasch darüber aufgeklärt, woher der Wind weht. Dennoch kann man der Dramaturgie nichts vorwerfen, da einige Twists eingebaut sind und das Whodunit-Element auf die Klärung des 37 Jahre zurück liegenden Verbrechens hinausläuft. Gruselige Szenen, Gewitternächte, etc. sind sehr gekonnt in schönem Schwarzweiß inszeniert.

    Ähnlich wie in dem, zwei Jahre zuvor auch von Robert Aldrich gedrehten, "Baby Jane" stemmt Bette Davis ihre Altersrolle wieder mit Bravour. Als mürrische alte Einsiedlerin, die nicht davor zurückschreckt ihr Anwesen mit Waffengewalt zu verteidigen, macht sie eine ebenso glaubhafte Figur wie als schlotterndes Nervenbündel, angesichts der Erschießung eines unheimlichen Besuchers. Ihre Filmpartnerin ist diesmal nicht mehr Joan Crawford, sondern die nur acht Jahre jüngere und mittlerweile über 100-jährige Olivia de Havilland (geb.1916), die man als zarte Maid aus den Errol-Flynn-Filmen der 30er- und frühen 40er-Jahre kennt. Sie hat sich über die Jahrzehnte eine bewundernswerte Frische bewahrt und tritt hier in einer ungewohnt verschlagenen Rolle auf. Ausgesprochen gelungen erscheint auch der damals erst 26-jährige, aber auf alt geschminkte, Victor Buono (1938-1982) als Familienpatriarch. Man kennt ihn bereits als konfliktbeladenen jungen Man in "Baby Jane".

    Fazit:

    Anständiger Psycho-Thriller, der die bewährten britischen Hammer-Filme zum Vorbild haben könnte, sich von diesen aber neben dem größeren Budget und der deutlich längeren Laufzeit auch durch einen gewissen amerikanischen Pathos unterscheidet, der immer wieder durchschimmert. Alles in allem sehr unterhaltsame 135 Film-Minuten. 4 von 5 Punkten.

  • Bewertet TV: "Die Schlüssel" (1965, 6)Datum31.03.2018 21:49
    Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Die Schlüssel (1964)



    Regie: Paul May

    Produktion: BRD, 1964

    Mit: Harald Leipnitz, Albert Lieven, Peter Thom, Hans Quest, Dagmar Altrichter, Friedrich Joloff, Helmut Peine, Ruth Scheerbarth, Anna Smolik, Christian Wolff, Benno Hoffmann, Herta Worell, Gerd Wiedenhofen, Annemarie Schlaebitz, Rudolf Kleinfeld-Keller, Bum Krüger, Magda Hennings, Reinhard Glemnitz, Henry van Lyck, Halo Lüönd, Beatrice Föhr-Waldeck, Doris Swoboda, Waltraut Habicht, Peter Herkenrath, Lilly Towska, Heinz Schacht



    Handlung:

    Der englische Modefotograf Eric Martin erwartet Besuch von seinem jüngeren Bruder Philip, der in Hamburg als Soldat stationiert ist und nun Urlaub macht. Zu Erics großer Enttäuschung muss Philip aber gleich weiter nach Dublin, da er die unangenehme Aufgabe übernommen hat, die Brieftasche eines tödlich verunglückten Kollegen dessen Witwe zu übergeben. Kurz nach seiner Abfahrt stirbt Philip in einem Hotel durch einen angeblich selbst beigebrachten Kopfschuss. Dies geschieht jedoch nicht im irischen Dublin, sondern im englischen Maidenhead, unweit von London. Die Ermittlungen der Polizei ergeben, dass Philips Geschichte von A bis Z erlogen war. Außerdem schien er im Hotel ungeduldig auf jemanden zu warten und blätterte wie ein Besessener in einem unauffälligen Gedichteband, der ganz und gar nicht seinen Lesegewohnheiten entsprach. Das Buch scheint jedoch eine besondere Bedeutung zu haben. Sein Bruder Eric setzt nun alles in Bewegung, Licht in den mysteriösen Todesfall zu bringen und begibt sich dabei selbst in akute Lebensgefahr, denn weitere Morde und Mordversuche lassen nicht lange auf sich warten und auch das Buch taucht immer wieder auf...


    Anmerkungen:

    Der vorliegende Dreiteiler hat eine ausgesprochen spannende und mysteriöse erste Folge um einen Mord, aus dem man sich absolut keinen Reim machen kann, und völlig undurchschaubaren Verhaltensweisen des Mordopfers und anderer Protagonisten. Bei den Teilen 2 und 3 schleichen sich dann ab und zu Längen ein, die den Spannungsbogen aber nicht ernsthaft gefährden. Nachdem in der letzten Folge der Blick auf die tatsächlichen Vorkommnisse langsam geklärt wird, ist die Auflösung nicht mehr sonderlich überraschend. Die Leiche mit dem verunstalteten Gesicht ist ein verfrühter und leider allzu deutlicher Fingerzeig um überhört zu werden.

    Harald Leipnitz fungiert als sehr ansprechender Hauptdarsteller, der mit der biederen, aber sympathischen, Ruth Scheerbarth ein angenehmes Gespann bildet. Auch wenn er mir als Bösewicht (Ölprinz, Gruft) mehr zusagt, gibt es an seiner Performance als Modefotograf Eric Martin, der mit bösen Strolchen ganz schön hässlich werden kann, nichts auszusetzen. In den Actionszenen bleibt er durchwegs glaubwürdig und versteht es, andere Saiten aufzuziehen. Peter Thom erscheint als Philip Martin trotz seiner damals immerhin schon 29 Jahren sehr jugendlich, was im Sinne der Rolle ist. Etwas gewöhnungsbedürftig ist Albert Lieven als Ermittler. Er kommt anfangs stocksteif und zugeknöpft daher und nützt nicht annähernd den Entfaltungsspielraum aus, der ihn in zwielichtigen Rollen so auszeichnet. Später taut er mit zunehmender Vertrautheit Eric Martin gegenüber allerdings etwas auf. Es ist dies gewiss nicht sein bester Auftritt, geht aber im Großen und Ganzen in Ordnung. Benno Hoffmann ist die perfekte Verkörperung einer Ganoven-Karikatur im Stile von Disneys Kater Karlo und wirkt etwas überzeichnet. Hans Quest spielt als wohlhabender Antiquitätenhändler mit tadellosen Umgangsformen, aber zwielichtigem Hintergrund, einen interessanten Part. Darstellerisch wird man hier also größtenteils auf durchaus hohem Niveau verwöhnt. Den faden Bum Krüger hätte man allerdings ruhig austauschen dürfen.

    Nachdem dies meine erste Bekanntschaft mit den Schlüsseln war, ließ ich sie rein unterhaltungstechnisch auf mich wirken und wurde dabei angenehm bei Laune gehalten. Die zahlreichen, teilweise verwirrenden, Begebenheiten habe ich dabei in Bezug auf Logik nicht sonderlich hinterfragt, sodass ich den weiter oben im Thread geäußerten Kritiken zu den Ungereimtheiten nicht wirklich viel entgegenhalten kann. Dass hier ein geheimnisvoller Code im Spiel ist, habe ich zwar sehr rasch erkannt, dessen Bedeutung aber auch nie so richtig verstanden. Ich habe dies vielmehr dem Umstand angelastet, nicht immer in der Lage zu sein alles im Auge zu haben, als dem Drehbuch selber. Ein genaueres Erforschen der Sinnhaftigkeit sämtlicher Vorkommnisse ist wohl eher ein Luxus, zu dem eine wiederholte Sichtung einlädt. Solange der Unterhaltungswert stimmt, bleibt bei mir trotzdem der sprichwörtliche Stein im Brett.

    Die Restaurierung ist auffallend hochwertig und das Bild sehr scharf. Der mysteriöse Grundton der Geschichte, aber auch der von manchen als "Doktor-Mabuse-ähnlich" eingestufte Mordanschlag mit der Maschinenpistole und der in Wallace-Manier geheimnisvoll und cool in Erscheinung tretende blinde Mann sind Elemente, welche das ganze für mich weiter aufwerten. Auch Peter Thomas Musik wird hier wesentlich intensiver und wirkungsvoller wahrgenommen als in Melissa, obwohl es eigentlich dieselbe ist.

    Fazit:


    Als mysteriöser, spannender und stellenweise recht turbulenter Krimi bieten die Schlüssel eine angenehme Unterhaltung mit recht guten Schauspielern, sodass man bei der teilweise etwas holprigen Logik und den gelegentlichen Längen durchaus ein Auge zudrücken darf. 4 von 5 Punkten.

  • Foren-Beitrag von patrick im Thema

    Ich habe versucht,"Die Puppe" auf YouTube zu schauen, sah mich aber nach gefühlten 180, tatsächlich aber nur 45 Minuten, gähnender Langeweile dazu gezwungen, das Trauerspiel zu beenden. Das wenige, was ich dazu schreiben kann, ist leider alles andere als schmeichelhaft, den es stimmte hier einfach rein gar nichts. Der Film kam nach einer tapfer durchgestandenen 3/4-Stunde nicht einmal ansatzweise in Fahrt. Als Draufgabe gibt's dann noch eine stinklangweilige Atmo mit unattraktiven blassen Farben und Darstellern, die man sofort wieder vergisst. Wenn jemand unter Schlafproblemen leidet, sei ihm dieser "Reißer" empfohlen, der nicht viel mehr Unterhaltungswert bietet, als dem Gras beim Wachsen zuzusehen, wobei auch dieser Vergleich hinkt, denn Letzteres hat wenigstens noch eine satte Farbe. Krimi-Freunden kann ich hier nur heftigst abraten.

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