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  • Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Ich habe mir den Film gestern nach vielen Jahren wieder einmal angesehen und kann mich nur anschließen. Er ist weder besonders schlecht noch gut.Für mich ist das Werk im oberen Mittelfeld der Serie anzusiedeln.

    Was den Film trägt sind Ideen wie der Giftmord, die Gruft des Verbrechers oder die Idee einen verurteilten Mörder als Serienkiller einzusetzen. Gerade den letzten Einfall finde ich genial. Schauspielerisch gibt es einige gute Leistungen hervorzuheben wie die von Konrad Georg oder Siegfried Rauch. Fuchsberger und Schürenberg agieren routiniert aber eben auch nicht mehr.
    Die Musik ist solide kommt aber für mich nicht an die Melodien aus "Der Zinker", "Der Hexer" oder meinem heißgeliebten Titelmotiv aus "Der unheimliche Mönch" heran.

    Über Uschi Glas ist das Wichtigste gesagt worden. Sie agiert nicht schlecht, wirkt aber recht farblos. Es fehlt ihr und ihren Rollen im Gegensatz zu Kolleginnen wie Karin Baal oder Karin Hübner einfach an Tiefgang.

    Wofür ich rigoros Punkte abziehen muss, ist das Mordmotiv.

    Drei Mädchen müssen sterben,um die Aufmerksamkeit von einer vierten abzulenken. Mit Verlaub "Häää?". Das wirkt absolut unglaubwürdig. Es erscheint mir so, als ob hier jemand auf Biegen und Brechen eine Mordserie konstruieren wollte, da eine Tote zu wenig ist für 90 Minuten.

    Fazit: 3,5/5 Punkten.

  • Neue Temples?Datum06.05.2015 01:43
    Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #2
    Generell und nicht nur bei Durbridge geht mir der Zwang, klassische Krimis mit "Ironie" und "Augenzwinkern" würzen zu müssen, um sie für ein modernes Publikum akzeptabel zu halten, bisweilen gegen den Strich, weil die Originale trotz gewissen Humors durchaus ernst gemeint sind. Deshalb zweifle ich auch daran, dass es hierzulande nochmal richtig gute originalgetreue Neu-Temples geben wird. Wäre natürlich umso schöner, wenn ich falsch liegen würde.




    Dem ist nichts hinzuzufügen. Manchmal habe ich das Gefühl, hierzulande der Glauben herrscht, solche Geschichten hätten keinen Anspruch mehr ernst genommen zu werden.

    Was das Pastewka-Hörspiel angeht, es lohnt sich nicht. Nennt mich verknöchert oder konservativ, aber meiner Meinung nach muss man so einen Stoff mit vielen verschiedenen Sprechern aufwendig inszenieren. Es ist Kino für die Ohren und so muss man es gestalten.

  • Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Gerade das Austauschbarkeitsargument kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Das Gegenteil ist der Fall. In den neuen Filmen ist Bond nicht nur der zum Töten ausgebildete Ladies-Men , sonder auch ein Mensch. Ein Mensch mit all seinen Ecken und Kanten. Die grundlegenden Elemente, wie eine markanten Gegenspieler gibt es immer noch. Nur ist dieser eben nicht böse, um des Böse-Seins Willen, sondern hat einen bestimmen Grund dafür. Man hat es ja in "Die Another Day" das letze Mal mit einem Verrückten versucht, der die Welt zerstören will. Über das Ereignis hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens. Aber zurück zum Thema.

    Was es nach diesem Film gebraucht hätte wäre einen Nachfolger, der wieder einen Schritt zurück zu den Wurzeln macht. Das hätte durch den Londoner Nebel geschehen können, vielleicht etwas mehr Humor oder eine dubiose Verbrecherorganisation. WIE man soetwas neu interpretieren und umsetzen kann macht der Film, da bleibe ich dabei gut vor.(Soundtrack, Kameraführung, das Beleuchten von zwischenmenschlichen Beziehungen, etc.).

    Die Frage ist natürlich immer inwiefern soetwas vom Publikum gewollt ist.

  • Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Zu diesem Film eine kleine Geschichte: Es ist Samstagabend auf Kabel-1. Mein Bruder und ich dürfen extra länger aufbleiben, um ein noch unbekanntes Werk dieser Filmreihe zu genießen. *Das gibt's nur einmal, das kommt nicht wieder.* Im Gegensatz zu allen Vorgängern schaltete meine Mutter hier jedoch vor der Schlussszene den Fernseher aus. Die sei nun wirklich zu grausam für uns... Seit heute weiß ich: Sie hat daran gut getan.

    Soundtrack: Der Name Morricone war mir damals völlig unbekannt. Mein heutiges (wenig überraschendes) Urteil : "Hier ist ein Meister seines Fachs am Werk." Drei bis vier Motive werden konsequent eingesetzt um den gruselig-melancholischen Charakter des Films zu betonen. Ähnliches ist mir spontan nur vom unheimlichen Mönch in Erinnerung in dem dieses A-Moll Motiv ein halbes Dutzend mal geschickt variiert wird. Die Kritikpunkte hier sind eher meine persönliche Meinung. Mit diesem "jazzigen" Motiv, dass als Erkennungsmelodie für den Mörder dient will ich nicht so richtig warm werden . Elizabeths Lied auf der Platte ist glaube ich auch Geschmackssache. 4,5/5

    Story: Daran ist absolut nichts auszusetzen. Die Geschichte ist logisch und hat einige überraschende Wendungen parat. Ihr hätte nur hin und wieder etwas mehr Tempo gut getan. Der Film läuft gelegentlich Gefahr einfach so vor sich hinzudümpeln.Vielleicht hätte man so ein klein wenig früher den Fokus auf die Mädchenclique legen können. Vielleicht hätte gerade das auch die Spannung kaputt gemacht. 4,5/5.

    Schauspielerische Leistung: Besonders hervorzuheben ist hier Karin Baal, die mich mit ihren Facetten wirklich überrascht. Auf der einen Seite, die strenge, biedere, fast schon frigide Lehrerin, auf der anderen schimmert hin und wieder noch das unschuldige Mädchen aus "Die Toten Augen von London" duch. Auch die Beziehung zwischen ihr un ihrem Mann ist wirklich glaubhaft.Sie, weiß, dass sie betrogen wird und dennoch fühlt sie sich so sehr zu ihm hingezogen, dass sie glücklich ist mit ihrem Enrico von vorne anfangen zu können. Der hingegen scheint seine Geliebte damit nur so schnell wie möglich vergessen zu wollen und ist bestrebt den Skandal möglichst zu begrenzen. Fuchsberger hält sich dezent im Hintergrund, nimmt seine Rolle aber absolut ernst. An Günter Stoll gefällt mir, wie er mit nur wenigen Nuancen den gebrochenen Vater gibt. 5/5

    Stil und Umsetzung: Der Film ist ein Musterbeispiel dafür, was eine gute Kameraführung ausmachen kann. Die zahlreichen Ich-Perspektiven sind beklemmend und gruselig zu gleich. Was mir sehr gut gefällt ist, dass Vieles nur angedeutet wird. Die interessantesten Dinge sind im Film doch immer die, die man eben nicht (vollständig) sieht, auch wenn man weiß, dass sie da sind. Deswegen finde z.B. die erste Mordszene auch nicht zu brutal. Man weiß, wie bestialisch das Mädchen umkommt, aber wirklich sehen tut man es auf der Leinwand ja nicht, sondern nur vor seinem inneren Auge. Auch die nur ausschnittartige Darstellung des Mörders hat eine großartige Wirkung.
    Ansonsten nimmt der Film sich und seiner Charaktere zu jedem Zeitpunkt ernst. Ich habe einmal auf einer Internetseite gelesen, dass bei jedem Wallace zwischen Drehbeginn und Premiere nie mehr als zehn Wochen lagen. Wenn das auch auf "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" zutrifft, so ist das Werk der Beweis, dass man auch in recht kurzer Zeit nicht nur Trash produzieren kann.

    Wofür ich Punkte abziehen muss, ist der maßlos übertriebene Einsatz von nackter Haut. Er bringt den Film um keinen Millimeter voran. Auch bei dieser Thematik wäre weniger sicher mehr gewesen. Aber das ist wahrscheinlich dem Zeitgeist geschuldet. 3,5/5

    Das macht unterm Strich 17,5/20 Punkten.

    Ein wirklich guter Film, der mit den klassischen Wallace-Elementen jedoch nicht mehr viel gemein hat. In meinen Augen zeigt er aber, dass eine Modernisierung der Reihe, ähnlich wie bei den James-Bond-Filmen durchaus möglich gewesen wäre. War "Casino Royal" die notwendige Generalüberholung , so war "A Quantum of Solace" wieder ein Schritt zu auf die klassischen Merkmale der 007-Reihe. Das Gleiche hätte man mit einem Nachfolger hier auch tun können.

  • Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Ich habe mir den Film gestern einmal wieder angesehen.... und ich muss sagen, ich tue mich mit dem Urteil schwer.

    Soundtrack: Bissig und schrill, das ist Peter Thomas in seiner besten Form. 5/5

    Story: Eine solide Geschichte, die in meinen Augen weitesgehend vorhersehbar ist. Was mir wirklich gut gefällt ist der Einfall, dass unser Buckliger sich gegen seine Beseitigung wehrt. Die Auflösung kann ebenfalls einiges herausreißen. Ich habe da nur eine Frage. Als in der Schlussszene Inspektor Hopkins Lady Perkins fragt :" Wo ist er?" antwortet diese schuldbewusst "Im Keller." Wie viel weiß sie von den Machenschaften ihres Mannes?"
    Wofür ich kräftig Punkte abziehe ist, dass der Film sich nicht so recht entscheiden kann, was er sein will. Ein gruseliger Thriller? Eine Krimikomödie? Etwas anderes? Gerade dies Szenen mit Rechtsanwalt Stone sind weder lustig noch anderweitig passend.Auch scheint der Film sich oft nicht so richtig ernst zu nehmen.2 /5

    Darsteller: Allen voran bemerkenswert ist Eddy Arent als Bösewicht. Ich kann mich nicht erinnern ihn einmal in einer ähnlichen Rolle gesehen zu haben. Günther Stoll ist glaubwüridg als schnörkeloser, kühner Inspektor. Leider kann ich nur wenig Unterscheid erkennen zwischen dieser Figur und z.B. dem besorgten Ehemann in Durbridges "Melissa". Ich weiß nicht, ob es am Drehbuch oder dem Darsteller liegt, aber der Bucklige ist einfach nur eine Witzfigur. Soetwas darf man nicht einmal in einem Atemzug mit Addy Berber nennen.Ach ja, der Mann ist ein wegen mehrfachen Mordes gesuchter Verbrecher und man lässt ihn öffentlich im Nachtclub herumlaufen? 3,5 /5

    Das macht unter dem Strich 10, /15 Punkten . Ein mittelmäßiger Film. Der Film ist sicher besser als die ganz schwachen Werke wie "Die seltsame Gräfin" (Ich weiß nicht, weshalb der Film so beliebt ist.) oder noch schlimmer "Der Teufel kam aus Akasava", aber selbst an gute Farbfilme wie " Der Mann mit dem Glausauge" kommt er nicht ran. Von den schwarz-weiß Klassikern wie "Die Toten Augen von London" will ich gar nicht reden.

  • Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Ich kann dir fast beipflichten. An "Der Fälscher von London" kommt für er für mich auch nach all den Jahren nicht heran, aber das ist eine Geschmacksfrage, denke ich ;)

    Aber zum Film:

    Ich sehe ihn mir gerade wieder an und genieße es in voll Zügen.

    Besonders einmalig finde ich den Soundtrack. Wie Peter Thomas den gesamten Film mit 1-2 Motiven in den verschiedensten Variationen bestreitet, verdient allerhöchsten Respekt.

    Die Geschichte ist weitesgehend stimmig und stringent erzählt. Es gibt wohl auch wenige Filme, die durch eine derartig dichte Atmosphäre bestechen.

    An der Besetzung ist absolut nichts zu kritisieren.

    Siegfried Schürenberg als Sir John ist amüsant wie eh und jeh. "Was machen sie denn überhaupt hier, sie Intelligenztrottel?"
    Harald Leipnitz wirkt vielleicht etwas introvertierter als ein Joachim Fuchsberger, aber das tut der Qualität seiner Darstellung keinen Abbruch.

    Besonders hervorzuheben ist die Darstellung der Familie Gilmore, angefangen bei den Geldgierigen Brüdern über Mrs. Patricia samt Anhang bis hin zu Karin Dor in der weiblichen Hauptrolle. Die Charaktere sind präzise gezeichnet und lassen keine Fragen offen.
    Zuletzt wäre da natürlich noch Eddi Arent, der zwar wie so oft den tollpatschig-komischen Butler gibt, aber durchaus anzudeuten vermag, dass sein Können weiterreicht. ( Einen unübertroffenen Kontrast bildet natürlich sein Auftreten in "Der bucklige von Soho".)

  • Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Ich kann dir fast beipflichten. An "Der Fälscher von London" kommt für er für mich auch nach all den Jahren nicht heran, aber das ist eine Geschmacksfrage, denke ich ;)

    Aber zum Film:

    Ich sehe ihn mir gerade wieder an und genieße es in voll Zügen.

    Besonders einmalig finde ich den Soundtrack. Wie Peter Thomas den gesamten Film mit 1-2 Motiven in den verschiedensten Variationen bestreitet, verdient allerhöchsten Respekt.

    Die Geschichte ist weitesgehend stimmig und stringent erzählt. Es gibt wohl auch wenige Filme, die durch eine derartig dichte Atmosphäre bestechen.

    An der Besetzung ist absolut nichts zu kritisieren.

    Siegfried Schürenberg als Sir John ist amüsant wie eh und jeh. "Was machen sie denn überhaupt hier, sie Intelligenztrottel?"
    Harald Leipnitz wirkt vielleicht etwas introvertierter als ein Joachim Fuchsberger, aber das tut der Qualität seiner Darstellung keinen Abbruch.

    Besonders hervorzuheben ist die Darstellung der Familie Gilmore, angefangen bei den Geldgierigen Brüdern über Mrs. Patricia samt Anhang bis hin zu Karin Dor in der weiblichen Hauptrolle. Die Charaktere sind präzise gezeichnet und lassen keine Fragen offen.
    Zuletzt wäre da natürlich noch Eddi Arent, der zwar wie so oft den tollpatschig-komischen Butler gibt, aber durchaus anzudeuten vermag, dass sein Können weiterreicht. ( Einen unübertroffenen Kontrast bildet natürlich sein Auftreten in "Der bucklige von Soho".)

  • Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Dann will ich auch einmal meinen Senf dazugeben.

    Der Fall Curzon gehört in meinen Augen zu den stärkeren der Reihe. (Apropos, in einigen Werken wird mehrmals auf die "Curzonstreet" hingewiesen.)

    Elisabeth Scherer wirkt sicherlich nicht so reif wie Annemarie Cordes, aber ihre mädchenhafte, frische Art erscheint mir durchaus sympathisch. Auch wenn Paul mit ihr gerade seinen immerhin zehnten Hochzeitstag begeht.
    Die Handlung ist durch und durch stringent konzipiert und auf unterhaltsame Weise mit den typischen Elementen gespickt. Die Anzahl der Verdächtigen ist meiner Meinung nach auch nicht zu gering.
    Vor allem der Anruf zu beginn und die Entführung der Jungs halten den Spannungspegel hoch und danach geht es im Eiltempo voran.Die Logik bleibt eigentlich auch nie auf der Strecke und die Auflösung ist nachvollziehbar.

    Mein Fazit: Auch nach Jahren immer wieder hörenswert. 4/5 Punkten

  • Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Ich habe es 2004 oder 2005 im Radio gehört und noch auf Kassette aufgenommen. Aber ich bleibe dabei, der Fall gehört eher zu Durbridges schwächeren Werken und auch die Umsetzung kann nicht mit dem Pendant des WDR mithalten.

  • Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Ich habe mir die CDs in der letzten Woche gekauft und ich muss sagen, ich bin sehr positiv überrascht. Das Flair, das britische Englisch ( eigentlich mag ich diesen Akzent nicht) verstehen wirklich zu fesseln.

    Die Geschichte ist relativ einfach aus den typischen Durbridge-Elementen gestrickt, was aber einen gewissen Charme besitzt, da man nicht mit abenteuerlich konstruierten Wendungen und Handlungssträngen konfrontiert wird. Es gibt wie erwähnt den üblichen Besuch Sir Grahams, einen mysteriösen Unbekannten und natürlich dubiose Etablissements oder entsprechende Domizile auf dem Land.

    Die Auflösung ist sogar relativ nachvollziehbar nur die Entlarvung des Täters ist relativ plump geraten. Deswegen gibt es von mir nur vier von fünf Punkten.

  • Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Achtung Spoiler

    Dann will ich auch einmal meinen Senf dazugeben. Ich habe mir gerade den Film nach bestimmt 15 Jahren zum ersten Mal wieder angesehen und ich bin positiv überrascht. Hatte ich damals eine leichte Phobie gegen die Farbfilme ist dieser Film soeben deutlich in meinem Ansehen gestiegen.

    Die Handlung ist in sich stimmig und nachvollziehbar. Es gibt wie erwähnt einige kleine Unstimmigkeiten, die aber das Verständnis der Geschichte beeinträchtigen. Nun gut, die Idee mit dem Mädchenhandel ist nicht wirklich neu, die tiefere Umsetzung jedoch schon. Das Ende ist bei genauem Hinsehen tatsächlich nicht wirklich überraschend. Aber vielleicht geht es auch gar nicht darum, sondern um das Ende des Weges von Nora Wilson, ein Mädchen, das schon längtst innerlich zu Grunde gegangen ist. ("Bruce, es hat keinen Sinn." 4/5 Punkten

    Womit wir auch bei der Darstellung wären. Karin Hübner als Nora/Yvonne berührt mich auch jetzt noch, gerade ihre Bilder mit dem weißen Gesicht erzugen bei mir Gänsehaut.

    Über Horst Tappert als Inspektor Perkins lässt sich nichts Negatives sagen. Er verleiht der Rolle seine eigene pragmatische Note. Stefan Behrens als Anhängsel wirkt sicher durch seine deplatzierten Kalauer gelegentlich nervtötend, allerdings bin ich überzeugt, dass die Rolle so angelegt ist. Schauspielerisch ist nichts auszusetzen.

    Wirklich unnötig ist in meinen Augen durch seine Art das Gespann von Meyernick/Pagé. Um zu wissen, dass Sir Arthur jedem Rock nachläuft reichen drei bis vier gezielte, gut gesetzte Anspielungen aus. ^^

    Das restliche Ensemble ist gut zusammengestellt

    Mein letzter Kritikpunkt betrifft Friedel Schuster, irgendwie nehme ich ihr die innerlich hoch emotionale Lady nicht ganz ab. Aber vielleicht bietet das Drehbuch ihr einfach nicht diesen Raum. So quält mich nur die Frage,ob die Dame einen oder zwei Gesichtsausdrücke besitzt.

    3,5/5Punkten


    Peter Thomas schafft in seiner gewohnten Art eine einprägsame Melodie, die wie üblich variiert. Ein solides Werk, dass jedoch nicht an die Qualität der Zinkermelodie herankommt oder für mich einmaligen Musik vom unheimlichen Mönch.

    3,5/5 Punkten

    Gesamt: 11/15 Punkten

  • Bewertet: "Der schwarze Abt" (1963, 13)Datum21.05.2013 22:46
    Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Es geht mir nicht um die Genaugikeit der Adaption, die, soweit ich beim Lesen feststellen sichtbar vorhanden ist.

    Edgar Wallace hat für seine Romane oft nur drei bis vier Tage auf das Schreiben verwendet. Was zur Folge hat, dass die Bücher an manchen Stellen nicht richtig ausgearbeitet wirken oder das die inhaltliche Stringenz fehlt.
    Und genauso wirkt dieser Film auf mich.


    Was eure Wertschätzung für die Kamera angeht, kommen wir wohl nicht überein. Gegen Ende sind einige schöne Einstellungen vorhanden, aber gerade der Anfang wirkt auf mich einfach nur standardmäßig heruntergespult.

  • Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Ein Film, bei dem eigentlich alles stimmt.

    An der Besetzung ist nichts zu kritisieren. Vor allem hier zu nennen sind das Kriminalisten-Duo Arent/Fuchsberger, sowie der wandlungsfähige Dieter Borsche.

    In der Geschichte sind alle Elemente für einen guten Gruselkrimi vorhanden: Dubiose Gestalten in der Nacht, dunkle Nachtclubs, ein hübsches junges Fräulein, das beschützt werden muss. Und nicht zu vergessen eine üble Verbrecherorganisation, die London in Atem hält.

    Das Ganze ist gut durchdacht aufgebaut und die Auflösung gibt der Handlung ein würdiges, überraschendes Ende.

    Fazit: Immer wieder sehenswert. Den einzigen Punktabzug muss ich wegen der misslungenen Musik verteilen. Die kann einfach nicht mit Werken wie dem Zinker oder Hexer mithalten. Dafür fehlt es an prägnanten Melodien.

  • Bewertet TV: "Es ist soweit" (1960, 2)Datum20.05.2013 16:17
    Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. "Es ist soweit" ist ein Mehrteiler, mit einer packenden Story und wirklich gut teilweise sehr überraschenden Wendungen. Vor allem die letzten Szenen laden wirklich zum Mitfiebern ein. Beim Ende hätte ich mir etwas genauere Aufklärungsarbeit gewünscht, aber ansonsten gibt es für mich nichts auszusetzen.

  • Bewertet: "Der schwarze Abt" (1963, 13)Datum20.05.2013 15:58
    Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Den Roman konkret habe ich nach dem Film mal wieder hervorgekramt. Beim letzten Lesen war ich elf. (Das ist 17 Jahre her.)

    Seitenhieb würde ich nicht sagen, eher Bedauern. Ich ärgere mich einfach auch beim Lesen von seinen Romanen des Öfteren über Passagen, bei denen ich mir denke :"Gute Idee, nur leider nicht ganz schlüssig oder nicht ganz ausgarbeitet."

    Aber so war der gute Edgar nun mal. Irgendwie wirkt der Schwarze Abt auf mich auch so. Ich bin der Meinung, mit einer besseren Ausführung könnte der Film heute in einer Reihe mit dem Hexer stehen.

  • Bewertet: "Der schwarze Abt" (1963, 13)Datum20.05.2013 15:42
    Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Ich habe mir gestern den Film nach mindestens zehn Jahren zum ersten Mal wieder angesehen und ich glaube er ist wohl ober übel wie die echten Wallace-Werke. Wie wir wahrscheinlich alle wissen, nahm der Meister sich wenig Zeit für seine Romane. Er schriebt drei bis vier Tage, danach war er fertig. Nicht selten steckt viel Potential darin, dass jedoch nicht abgerufen werden kann.

    Genauso verhält es sich mit diesem Film. Das beginnt schon bei der Eröffnungsszene. Eigentlich sind alle guten Zutaten vorhanden. Eine dunkle Landschaft...ein Mann sucht etwas und trifft auf eine dunkle Gestalt. Durch die Umsetzung wikt das Ganze allerdings nur lieblos heruntergespult. Nicht zuletzt weil die Bilder viel zu trocken und langweilig wirken. Gerade in den ersten Szenen hätte man mit ein paar mehr Schnitten eine unglaubliche Qualitätssteigerung erreichen können.

    Der Soundtrack ist in den Anlagen auch sehr vielversprechend: Eine eingängige Melodie, die aber insgesamt zu glatt vorgetragen wird. Gerade mit einem Cembalo lässt sich viel mehr anstellen. Klänge das Ganze wie von einem Verrückten, der auf der Orgel spielt,Perfektion wäre erreicht.

    Zu Story wurde das Wichtigste schon gesagt. Eigentlich sind alle klassischen Elemente vorhanden, um einen wirklich exzellenten Gruselkrimi zu produzieren. Das Schauspielersensemble ist wirklich gut zusammengestellt. (Die Borsche zeigt als Lord Shelford seine ganze Klasse.)Die Ausführung ist allerdings an einige Stellen hochgradig schlampig und kompliziert. Die Nebenhandlung mit der verrückten Lady Shelford ist zum Beispiel völlig unnötig. Besser wäre es gewesen sein Augenmerk auf den Schatzen zu lenken nach dem jeder so verrückt ist.

  • Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Ich wollte mal fragen, wie es aussieht. Wer ist dabei?

  • Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Also ich kenne lediglich die BR-Version aus dem Jahr 1959.

    Mein Urteil darüber ist: Schlecht, schlechter, "der Fall Conrad."

    Bemerkenswert uninspiriert, schlimmer als jedes Lehrbuch leiert der Meister sein Standardrepertoire herunter. Allein die Anfangsszene, in der Paul Temple haarklein von der Polizei erklärt bekommt wer wie in was verwickelt ist , bringt jedem der ein Hauch von Gespür für gute Dramatik die letzte Mahlzeit hoch, direkt vor die Stereo-Anlage. Auch das obligatorische myteriöse Symbol wird derart "an den Haaren herbeigezogen" präsentiert, dass man zwanghaften Drang verspürt auszuschalten.

    Von den sprachlichen Mängeln das Rosemarie Fendel z.B. als Steve Ihren Gatten urdeutsch "Paul" nennt, will ich gar nicht erst anfangen.

    In meinen Augen lohnt sich dieser Fall...absolut nicht. 1/5 Punkte.

  • Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Inhaltlich der Fall Vandyke wohl eine der Hörspiele, die am meisten "an die Nieren" gehen. Unser Unbekannter ist rücksichtslos und ebenso brutal.Besonders ist mir noch die Fahrt mit Mrs. Desmond im Krankenwagen im Kopf. Die Geschichte schreitet meistens im Eiltempo voran und weiß durchaus mit einer paar neuen Wendungen aufzuwarten.

    In meinen Augen 4/5 Punkten.

  • Foren-Beitrag von Baal1985 im Thema

    Das mit dem langatmigen, oft sehr gemuetlichem Erzaehltempo kann ich im Nachhinein bestaetigen .Ich wuerde den Fil jedoch noch ein wenig hoeher ansiedeln, da er inhaltlich im Vergleich zu vielen anderen Konkurrenten sehr stimmig und dem Zuschauer nicht alles vorenthalten wird.
    Vor allem die Szene mit Lange in der Werkstatt ist wunderbar doppeldeutig. Und wenn man genau aufgepasst hat, kann man erhahnen, was er dort findet.
    Er gehoert definitiv zu den Filmen, die ich mir auch nach Jahren immer wieder gerne anschaue.

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