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  • Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    "Das ist wohl mit Abstand die beste Wallace-Verfilmung der bisherigen Serie. Herbert Reinecker durfte hier einmal die ganz spritzige Feder nehmen. Er schuf unter Hinzufügung eigener Phantasie einen Krimi, der sich neben dem Original durchaus sehen lassen kann. Er sparte weder mit amüsanten Gags noch mit Modernisierungen der Story, die er hier und da sogar zur Persiflage auflockerte.
    Der Inhalt ist bekannt - wenn nicht: umso besser bei einem Krimi. Die Besetzung ist noch bekannter. Als Partner und Konkurrenten fungieren die beiden erprobten Kriminalkommissare der deutschen Leinwand und des Bildschirms: Heinz Drache und Joachim Fuchsberger. Als Maurice Messer stampft der massige Jochen Brockmann durch die gespenstische Szenerie. Margot Trooger ist als Frau des Hexers eine Salonschlange par excellence - und den Sex in Blond und Schwarz apostrophieren in rassiger Formgebung Sophie Hardy und Ann Savo. Regisseur Alfred Vohrer und Kameramann Karl Löb können zufrieden auf diese Hexerei blicken - das Publikum tut es auch." (Film-Echo, Sept. 1964)

    Film-Echo-Note: 2,6 (89 Meldungen) / Erstnote: 2,1

    In Frankreich lief der Film am 28.4.1965 an. In Paris wurde er (incl. Außenbezirke) in 6 Kinos gezeigt und erreichte in 2 Wochen eine Besucherzahl von 60.722. Obwohl sie in Frankreich eher wenig bekannt war, wurde Sophie Hardy auf den französischen Plakaten besonders herausgestellt.
    Frankreich: 575.916 Besucher
    Spanien: 495.552 Besucher

  • Kein Engel ist so rein (1960)Datum14.03.2019 14:11

    Kein Engel ist so rein (1960) - Regie: Wolfgang Becker
    Prod.: CCC (Artur Brauner) - DE: 18.2.1960 - FSK 16 - Verleih: UFA FILM HANSA
    Darsteller: Hans Albers, Sabine Sinjen, Walter Giller, Horst Frank, Peter Kraus, Ingrid van Bergen, Gustav Knuth, Ludwig Linkmann, Fred Kraus



    Winkeladvokat Dr. Zilinsky hat mit seiner Gaunerbande einen raffinierten Plan für einen Banküberfall ausgetüftelt. Den Sohn des Bankdirektors, der wegen einer Lappalie im Gefängnis saß, bringt man durch ein Täuschungsmanöver dazu, sich an dem Coup zu beteiligen. Für die nötige Ablenkung soll das ahnungslose und gutgläubige Waisenmädchen Therese sorgen. Diese quartiert sich kurzerhand bei der Bande ein und bringt die Pläne der Ganoven ganz schön durcheinander.



    Diese harmlos-heitere Gaunerkomödie sollte nach den Vorstellungen der Macher auch das jugendliche Publikum ansprechen. Deshalb wurden mit Sabine Sinjen und Peter Kraus zwei damalige Jugend-Idole engagiert. Doch man hatte die Rechnung ohne die FSK gemacht. Sie befürchtete offensichtlich den Untergang des Abendlandes, denn ihr Vorwurf lautete: Blasphemie! Der Film verletze das religiöse Empfinden der breiten Masse.
    Und das nur, weil Drehbuchautor Eckart Hachfeld ein paar Bibelzitate und fromme Sprüche so in die Handlung eingeflochten hatte, dass sie als pfiffige Pointen zur allgemeinen Erheiterung beitrugen. Die FSK verstand jedoch in diesem Punkt keinen Spaß. Insgesamt mussten 10 Passagen gekürzt werden. Außerdem erhielt der Film eine Freigabe ab 18 Jahren. Regisseur Wolfgang Becker blieb aus diesem Grund der Premierenfeier fern, "um sich von der dort vorgeführten Fassung seines Lichtspiels zu distanzieren."

    Trotz all der Querelen war die Premiere am 18.2.1960 in Frankfurt ein Erfolg:
    "Aufgekratzte Stimmung im Gloria-Palast. Zahllose Lacher und häufiger Szenenapplaus. Sabine Sinjen brauchte sich über einen Mangel an Sympathien beim Frankfurter Publikum nicht beklagen und die Autogrammjäger drängten sich bis zum Schluß der letzten Vorstellung um "ihre Sabine."

    Da die Angelegenheit Staub aufwirbelte und die FSK-Entscheidungen überwiegend auf Unverständnis stießen, wurden vom Hauptausschuß der FSK in zweiter Instanz drei Schnittforderungen aufgehoben. Die Altersfreigabe wurde auf 16 Jahre herabgesetzt.
    Für Hans Albers war es der letzte Leinwandauftritt. Er starb im Juli 1960.

    "Obwohl man annehmen darf, dass die Story für Sabine Sinjen geschrieben wurde, ist das Gewicht der Rollen gleichmäßig verteilt. Ihr unbefangenes, im besten Sinne "naives" Spiel, gibt den Grundton des Films an. Unter den Männern muss Walter Giller an erster Stelle genannt werde: sein Micki Flunder mit Melone, weißen Handschuhen und Pressluftbohrer im Regenschirm ist eine herrliche Parodie auf alle Salonganoven seit Brechts Macky Messer, Dann: Horst Frank - seine Komik sitzt haarscharf und bekommt ihm großartig. Gustav Knuth fühlt sich in der Rolle des etwas tumben Hilfsganoven mit dem Kinderherzen offensichtlich wohl. Und Hans Albers zeichnet den in das Lager der Kriminellen abgewanderten Rechtsanwalts mit kräftigen Strichen. Peter Kraus bleibt erfreulich gedämpft. Auch die Nebenrollen sind mit Ingrid van Bergen als blonder Nachtfalter und Ludwig Linkmann ("Der Rächer) als Diakon gut besetzt.
    Wolfgang Becker zügelt die kleinen Frechheiten sehr geschickt und steuert dem witzigen Drehbuch von Eckart Hachfeld viele nette Gags bei, die ausnahmslos beim Publikum zünden. Auch scheint er die Schwächen seiner großen Darsteller genug zu kennen, um im rechten Augenblick die Bremse zu ziehen. Eine einfühlsame Kamera (Karl Löb) und die flotte Musik von Erwin Halletz runden die auch beim Stab zu beobachtende Team-Arbeit ab."
    (Film-Echo)

    Film-Echo-Note: 4,0 (60 Meldungen)

  • Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    "Auch dieser neueste Wallace-Film erfüllt auf bewährte Weise sein Grusel- und Spannungs-Soll. Die bis in die kleinsten Rollen repräsentative Besetzung sichert darüber hinaus sogar ein beträchtliches schauspielerisches Niveau. Vor allem für Harald Leipnitz scheint die Rolle eines Gentleman-Ganoven wie geschaffen. Trotzdem ist der endgültige Rückfall dieser Figur ins Verbrechertum zu wenig motiviert und enttäuscht deshalb das Publikum. Vor allem im letzten Drittel des Films wäre eine sorgfältigere Führung notwendig gewesen. Hervorzuheben ist Rudolf Forster. Eine glänzende Studie personifizierter Geldgier liefert auch Werner Peters. Doch was wäre ein Gruselfilm ohne Klaus Kinski: eine Gänsehaut ohne Frösteln. Die Szene, in der unter seiner technischen Aufsicht einer der Glücksritter sein Leben zwischen Mühlrädern aushaucht, wird denn auch besonders genüsslich ausgewalzt. Aber glücklicherweise gibt es ja noch Eddi Arent als fröhliches Pendant. Ihm gelingt immerhin die reizvolle Paradoxie, sich ständig zu wiederholen, ohne sich jemals zu wiederholen." (Film-Echo, 1964)

    Film-Echo-Note: 3,4 (62 Meldungen) / Erstnote: 3,8

    Kinostart in Frankreich: 16.12.1964 - 366.462 Besucher (Paris: in der Startwoche 22.545 Besucher)

  • Bewertet: "Zimmer 13" (1963/4, 15)Datum08.03.2019 12:48
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    Zitat von Count Villain im Beitrag #14
    War er zu der Zeit so bekannt/beliebt?

    Damals lief im deutschen Fernsehen mit großem Erfolg die amerikanische Krimi-Serie "77 Sunset Strip", in der Edward Byrnes, der in den USA durch die Serie zum Teenager-Idol wurde, den "Kookie" spielte. Er kam auch beim deutschen Publikum an und die BRAVO-Leser wählten ihn 1963 zum beliebtesten männlichen TV-Star.
    Synchronisiert wurde Byrnes mir kieksender Stimme von Hans Clarin, was diesem mehr Popularität einbrachte, als all seine bisherigen schauspielerischen Darbietungen. Er nahm 1963/64 sogar zwei Singles auf , trat in der legendären Schlagersendung "Musik aus Studio B" auf und Berichte über ihn gab es in allen Zeitungen. Klar, dass die Filmproduzenten hofften, von seinem damaligen "Ruhm" zu profitieren.

    http://krimiserien.heimat.eu/fernsehspie...kookieundco.htm

  • Der Bucklige von Rom (1960)Datum07.03.2019 13:18

    DER BUCKLIGE VON ROM (IL GOBBO DI ROMA) - Italien/Frankreich (1960)- R: Carlo Lizzani
    Deutsche Erstauff.: 22.6.1961 - FSK 18 - Prädikat: wertvoll - Verleih: Columbia
    Produktion: Dino de Laurentiis
    Darsteller: Gerard Blain, Anna Maria Ferrero, Bernard Blier, Ivo Garrani, Pier Paolo Pasolini, Nino Castelnuovo, Franco Balducci



    1943/44: Als Anführer einer Bande von antifaschistischen Freiheitskämpfern zettelt der junge Italiener Alvaro immer wieder Sabotageakte gegen die deutschen Besatzer an. Obwohl er als unverkennbares Merkmal einen Buckel hat, will es seinen Gegnern nicht gelingen, ihn zu fassen. Nach der Kapitulation Italiens übernehmen die Amerikaner das Kommando in Rom und Alvaro kann sich wieder frei bewegen. Doch als die Bewohner aufgefordert werden, ihre Waffen abzugeben, widersetzt er sich. Dabei erschießt er einen Soldaten und ist von nun an erneut auf der Flucht. Hinzu kommt, dass das Mädchen, das er liebt, nichts mehr von ihm wissen will und in die Prostitution abrutscht. So setzt Alvaro seinen Kampf gegen die Vertreter der Macht fort und sorgt mit brutalen Raubzügen und Morden für Schlagzeilen.



    Carlo Lizzanis Film, der zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist, zeigt die Wandlung eines Freiheitskämpfers zum Kriminellen. Die Rolle des Titelhelden Alvaro gibt Gerard Blain die Möglichkeit zu zeigen, dass er ein grandioser Schauspieler ist. Der Franzose wirkte 1962 neben John Wayne und Hardy Krüger in dem amerikanischen Abenteuerfilm "Hatari" mit und erhielt später die Hauptrolle in Klaus Lemkes "Negresco". Anna Maria Ferrero wurde für ihre Darstellung der Ninetta, Alvaros Geliebte, mit einer Auszeichnung geehrt. Sie gehörte in Italien den 1950er Jahren zu den großen Leinwandstars, war bei uns aber kaum bekannt. Erwähnung verdient auch Pier Paolo Pasolini, der einen Partisanen namens Monco spielt, dem man bei einem Verhör die Hand zerschmettert.

    "Ein wochenschauhaft, bisweilen plakativ grell inszenierter Film, der als sozialkritisches Zeitbild nur streckenweise zu interessieren vermag, da er ins Reißerische und Romantische abgleitet." (filmdienst)

    "Der Film hat seine Stärken: die bei den Italienern gewohnt ungeschminkte Inszenierung, eine blendende Fotografie und exzellente Darstellung. Anna Maria Ferrero spielt das Mädchen, Gerard Blain den Buckligen. In der Besetzung der Titelrolle darf man indessen auch Schwächen des Films suchen: Blain ist viel zu sympathisch, um einen Massenmörder abzugeben, der letztlich abschrecken soll. Blain wird - eine Schuld des Drehbuchs - zum Helden. Seine Leichen umweht kaum mehr Tragik als die toten Indianer in einem Western. Schließlich verlassen sich auch die Autoren zu sehr auf die Phantasie der Besucher, wenn sie den Buckligen nach dem Einzug der Amerikaner nur weitermorden lassen, weil er entwaffnet werden soll. Als Fazit bleibt der Eindruck eines ansehnlichen Films, der wegen seines ungenierten Verhaltens im politischen Porzellan-Laden Deutschlands und Italiens hoffentlich nicht mehr als ein zünftiger Reißer sein will" (Film-Echo 1961)

    Film-Echo-Note: 3,6 (27 Meldungen)/ Erstnote: 3,1
    Italien: Platz 14 der Erfolgsrangliste (ca. 5 Mio. Besucher)
    Frankreich: 628.881 Besucher

  • Bewertet: "Zimmer 13" (1963/4, 15)Datum03.03.2019 16:10
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    "Von einem Kriminalfilm der Wallace-Serie wird niemand künstlerische Offenbarungen verlangen. Gleichwohl ist es unbegreiflich, warum derartige Konfektion nicht handwerklich besser verarbeitet wird als hier. Bereits beim Zuschnitt des Stoffes hätte auffallen müssen, dass die beiden Handlungsstränge, also der Eisenbahnpostraub und die Mordaffäre, schlecht gegeneinander abgewogen sind. Auch erscheint die Exposition wenig geglückt. Es kostet zunächst einige Mühe, diesem Fall überhaupt Interesse entgegenzubringen. Später gibt es dann immerhin einige Spannung, wenn auch allzu oft auf Sparflamme. Am effektvollsten und atmosphärisch stärksten erweist sich die Regie in der Flucht- und Verfolgungssequenz des jungen Mädchens, das auf einem Dachboden angstvolle Minuten verbringt. Aber was ist zum Beispiel der Schluss, die Gangsterszene vor dem Schloß, für eine Lahme-Enten-Etüde! Die Darsteller wirken zum Teil seltsam starr und unsicher, einzig bei den karikaturistisch angelegten Figuren verzeichnet man einigen Elan, beim Clown Eddi Arent, auch beim Chefinspektor Schürenberg und dem dämonisch angehauchten Hans Clarin. Karin Dor bemüht sich anerkennenswert um die schwierige Aufgabe, abwechselnd lieblich, tapfer und psychopathisch zu wirken.
    Zweifellos wird der Film den Zuspruch des breiten Publikums und der vielen Wallace-Fans finden. Jedoch wäre für das Krimi-Genre, soll es weiter ertragreich bleiben, mehr Pflege notwendig." (Film-Echo 1964)

    Film-Echo Note: 2,9 (65 Meldungen) / Erstnote: 2,3

    In Frankreich startete der Film, an dessen Produktionskosten sich die Pariser SNC beteiligte, am 13.1.1965, also ein knappes Jahr später. Es existieren französische Filmplakate sowohl mit dem Titel "Chambre 13" als auch "L´attaque du Fourgon Postal". Besucherzahlen aus Frankreich liegen nicht vor.
    Spanien: 264.314 Besucher.

  • Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    "Old Shatterhand" löst Protestwelle aus"

    Die Ankündigung der geplanten Fernseh-Ausstrahlung des Karl-May-Films "Old Shatterhand" am Sonntag, den 22.6.1969, rief innerhalb der Filmwirtschaft Kritik und Empörung hervor. Der HDF (Hauptverband Deutscher Filmtheater) sandte ein Protest-Telegramm an CCC-Chef Artur Brauner, dessen Wortlaut im "Film-Echo" veröffentlicht wurde. Auch zahlreiche Kinobetreiber und WdF-Landesverbände gaben ihrer Bestürzung in Telegrammen und Briefen Ausdruck.
    Artur Brauner reagierte mit Unverständnis und versuchte, den Verkauf des Films an das Fernsehen zu rechtfertigen. Der HDF zerriss jedoch seine Argumente in der Luft und verwies auf Produzent Horst Wendlandt, der seine Karl-May-Filme nicht an das Fernsehen auslieferte.
    Ergebnis: Die TV-Austrahlung von "Old Shatterhand" wurde um ein Jahr verschoben. Stattdessen zeigte die ARD zum vorgesehenen Sendetermin den Film "Die Flusspiraten vom Mississippi".

  • Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    "Das indische Tuch" gehört zu den von mir nicht sonderlich geschätzten Wallace-Krimis. Spannungstechnisch hat der Film nicht viel zu bieten. Grusel und Nervenkitzel - Fehlanzeige! Stattdessen macht sich eher Langeweile breit. Hans Clarin vermag mich nicht zu überzeugen. Andere Darsteller wie Flickenschildt, Uhlen oder Berber konnten in anderen Filmen der Reihe mehr beeindrucken.
    Das Finale mit der Verfolgungsjagd durch den Hund ist einfach nur albern und die Schluss-Pointe gibt dem Film den Rest. Insgesamt eine Wallace-Verfilmung, auf die ich durchaus verzichten könnte.

  • Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    "Ein düsteres Schloss in Schottland, von der Umwelt abgeschnitten, und im Speisesaal eine erwartungsfrohe Erbengemeinde, einer dem anderen spinnefeind. Das ist die Ausgangssituation dieses gruselig-spannenden Krimis. Im Verein mit Kameramann Löb haben Autoren und Regisseur für Überraschungen jeder Art, Nervenkitzel und makabren Humor gesorgt. Außerdem stand ihnen ein für diesen Zweck prädestiniertes Ensemble zur Verfügung, darunter Klaus Kinski, Hans Clarin, Richard Häussler, Ady Berber und vor allem Elisabeth Flickenschildt. Für Krimifreunde eine erneutes Amüsement und daher gute geschäftliche Aussichten in den entsprechenden Theatern." (Film-Echo, September 1963)

    Film-Echo-Note: 2,6 (68) / Erstnote: 2,0

    In Frankreich kam "Das indische Tuch" erst am 20.10.1967 in die Kinos. Der Film lief dort aber nur im Elsass.
    In Spanien hatte er 290.801 Besucher.

  • Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    CANNES 1969

    Die deutsche Auswahlkommission schlug der Festivalleitung im Frühjahr folgende 3 Filme für die Teilnahme an den Filmfestspielen von Cannes vor:
    Eine Ehe (Strobel/Tichawsky)
    Scarabea (Hans Jürgen Syberberg)
    Michael Kohlhaas, der Rebell (Volker Schlöndorff)

    Zum Wettbewerb eingeladen wurde der Beitrag von Schlöndorff, dessen Filme "Der junge Törless" und "Mord und Totschlag" in den Jahren zuvor bereits am Festival teilgenommen hatten.

    Michael Kohlhaas, der Rebell
    Regie: Volker Schlöndorff - Prod.: Oceanic in Zusammenarbeit mit Rob Hower - DE: 11.4.1969 - V: Columbia
    Darsteller: David Warner, Anna Karina, Kurt Meisel, Anita Pallenberg, Anton Diffring, Thomas Holtzmann

    Vom Festivalpublikum wurde der Film beifällig aufgenommen und auch die französischen Pressestimmen waren überwiegend positiv. Bei der Preisverleihung ging er jedoch leer aus.
    Die "Goldene Palme" ging nicht - wie erwartet - an den brisanten französischen Beitrag "Z" von Costa-Gavras, sondern an Lindsay Andersons ebenso engagierten Film "If..." aus Großbritannien. Darin geht es um eine Schülerrevolte gegen die Zwänge in einem englischen Internat.

    Peter Fleischmanns Erstling "Jagdszenen aus Niederbayern" lief mit großem Erfolg in der "Woche der Kritik". Bei seinem späteren Start in Paris erreichte er in 12 Wochen mehr als 50.000 Zuschauer.
    "Michael Kohlhaas, der Rebell" erwies sich bereits bei seinem Kinostart in Deutschland als Flop. In Frankreich lief er nur regional, während er in Spanien immerhin 323.462 Besucher hatte.

    Film-Echo-Noten:
    "If..." : 3,0 (27)
    "Z": 3,3 (29)
    "Jagdszenen aus Niederbayern": 3,5 (35)

  • Gus Backus gestorbenDatum22.02.2019 17:42
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Der amerikanische Sänger Gus Backus gehörte in den Sechziger Jahren zu den populärsten Schlagerstars in Deutschland. Sein Leinwand-Debüt gab er 1959 in dem von Harald Reinl inszenierten Film "Paradies der Matrosen". Anschließend trat er in ca. 20 Schlagerfilmen auf. Später kehrte er in die USA zurück und lebte erst seit 2001 wieder in Deutschland. Nun ist er im Alter von 81 Jahren gestorben.
    Hier im Forum dürfte er einigen durch seinen Auftritt als Hotelpage in dem 1965er Krimi "Hotel der toten Gäste" bekannt sein.

  • Bewertet: "Der schwarze Abt" (1963, 13)Datum17.02.2019 10:06
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    "Ist es wirklich unmöglich, von Edgar Wallace nicht gefesselt zu sein? Der Anschein spricht dafür, wenn man wie in diesem Fall in München wochentags schon zur Mittagszeit das Filmtheater fast ausverkauft findet! Was hat dieser "Schwarze Abt" den Krimifreunden eigentlich zu bieten? Grusel-Spannung und Unterhaltung, effektvolle Fotografie und temperamentvolle Musik, schauspielerische Qualität in Maßen, ein paar Dialogspäße von Eddi Arent und die gehörige Anzahl Leichen. Der Zuschauer wird keineswegs gelangweilt - im Gegenteil. Er hat die Möglichkeit, sich an einer nicht alltäglichen Schatzsuche in einer verwirrenden Dekoration zu beteiligen. Er trifft einen sehr zahlreichen Personenkreis in dieser Dekoration an: alles mehr oder weniger schurkische, betrügerische, brutale, teilweise auch verrückte - auf jeden Fall aber undurchschaubare, vom Autor nur flüchtig entworfene Charaktere. Lediglich der Kommissar tut mit lässiger Arroganz so, als ob er alles und jeden haarscharf durchschaue. Und erst zum Schluß merkt man, dass auch er sich vom Strom der bewegten, aber konfusen Geschichte treiben ließ, bis endlich eine Kette von Zufällen alles aufklärt." (Film-Echo, Juli 1963)

    Film-Echo-Note: 2,4 (75) / Erstnote: 2,0

    In Frankreich kam der "Abt" am 8.7.1964 in die Kinos - also fast genau ein Jahr später. Dort wurden 187.481 Besucher verzeichnet, davon 20.639 in der Startwoche in Paris.

  • Bruno Ganz gestorbenDatum16.02.2019 12:41
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Der Schauspieler Bruno Ganz ist im Alter von 77 Jahren gestorben.

    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/s...t-16044461.html

  • Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    Zitat von schwarzseher im Beitrag #636


    In Folge 39 versucht man ja wohl so ganz nebenbei einen Hit/Star zu schaffen ?



    Kann man so nicht sagen, sonst wäre der Titel wohl sofort nach der Ausstrahlung in den Läden gewesen. Das verzögerte sich damals aber. Weil der Song speziell für diese Kommissar-Folge geschrieben wurde, war das ZDF nicht bereit, die Aufnahme zur VÖ freizugeben. Peter Thomas musste deshalb mit der Interpretin nochmals ins Studio, um das Lied neu einzuspielen. Und da die Zeit drängte, griff man für die B-Seite auf einen bereits vorhandenen Instrumental-Titel zurück. Die Plattenfirma brachte das Ganze dann als "Schnellschuss" auf den Markt. Immerhin wurde es ein Nummer-1-Hit.

  • Marisa Solinas gestorbenDatum15.02.2019 13:52
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Die italienische Schauspielerin und Sängerin Marisa Solinas ist gestorben. Ihr Geburtsjahr wird mal mit 1939, mal mit 1941 angegeben.
    1964 war sie die Partnerin von Freddy Quinn in dem von Ernst Viebach inszenierten Film "Freddy, Tiere, Sensationen". Der obige Schreenshot stammt aus dem Italowestern " Blindman, der Vollstrecker", der 1971 unter der Regie von Fernando Baldi entstand.

  • Aktuelle deutsche TV-FilmeDatum12.02.2019 12:40
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    Stimmt schon, es war eine Fließbandproduktion mit den üblichen Klischees. Wenn ich da aber an den von Rick Ostermann inszenierten ZDF-Krimi "Ostfriesensünde" mit einer nervenden Christiane Paul als Kommissarin, oder an die beiden "Prag-Krimis" (ARD) mit dem von mir ansonsten sehr geschätzten Roeland Wiesnekker in der Hauptrolle, denke, fand ich "Vermisst in Berlin" doch um einiges unterhaltsamer und erträglicher. Wobei ich sagen muss, dass meine Erwartungshaltung auch nicht sonderlich hoch war.

  • Bewertet: "Der Zinker" (1963, 12)Datum10.02.2019 11:19
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    "Auf diese zwölfte Wallace-Verfilmung passt der Slogan "Im Dutzend billiger" erfreulicherweise nicht, denn sie ist die beste der bisherigen Serie. Der Film-Zinker ist in einer Londoner Tierhandlung angesiedelt. Die Hauptrolle spielt ein böses, kleines Reptil: eine schwarze Mamba. Sie liefert den Giftstoff für die Todesspritze des Zinkers.
    Eine zuverlässige Besetzung erfüllt alle Regieanweisungen. Bis auf Klaus Kinski, als Tierpfleger und Helfer des Zinkers, überspielt niemand. Heinz Drache als Inspektor setzt die Pointen des knallharten Humors überlegen. Schauspielerisch zuverlässig ist Barbara Rütting als Krimi-Autorin, etwas verkrampft und larmoyant dagegen Inge Langen als leidende Geheim-Gattin. Für die forsche alte Dame von Agnes Windeck, die tapfer den Zinker zum Geständmis zwingt, standen wohl die "Ladykillers" Modell. Günther Pfitzmann ist befriedigend in der Titelrolle. Eddi Arent gelang die Parodie auf einen Reporter vortrefflich."

    Film-Echo-Note: 2,3 (75 Meldungen) / Erstnote: 1,6

    In Frankreich startete "Der Zinker" noch im selben Jahr (4.12.63). Französischer Coproduzent war diesmal Jacques Willemetz, der aber auch nur finanziell am Projekt beteiligt war.
    Frankreich: 487.595 Besucher (Paris: 42.520 in 2 Wochen)
    Spanien: 239.147 Besucher

  • Albert Finney gestorbenDatum08.02.2019 19:14
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic

    Der britische Schauspieler Albert Finney, der in der 1974er Verfilmung von "Mord im Orient-Express" den Hercule Poirot spielte, ist im Alter von 82 Jahren gestorben.

  • Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    Zitat von Jan im Beitrag #123

    ein Preisboxer hat dem Darsteller Frithjof Vierock in die Nase gebissen

    Interessant. Ich habe gelesen, ein Hund hätte ihn in die Nase gebissen.

  • Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    Vielen Dank für die Zusatz-Informationen. Ich werde mir die Strip-Szene von Hilde Brand noch mal anschauen, war sicher schwierig mit dem gebrochenen Arm.
    Dieser Armbruch, der Brand im Studio und die Sache mit Blacky Fuchsberger - die Dreharbeiten standen offensichtlich unter keinem guten Stern.

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