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  • Zwei Supertypen räumen auf (1976)Datum04.08.2020 13:46
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    ZWEI SUPERTYPEN RÄUMEN AUF ( I PADRONI DELLA CITTA )
    Italien/Deutschland (1976) - R: Fernando di Leo - DE: 9.12.1977 - FSK 18 - V: Berolina/Nobis
    Darsteller: Jack Palance, Harry Baer, Al Cliver, Edmund Purdom, Vittorio Caprioli, Gisela Hahn, Enzo Pulcrano, Peter Berling, Mario Novelli, Salvatore Billa, Pietro Ceccarelli



    Tony arbeitet als Geldeintreiber für den Gangster Luigi. Der Job ödet ihn mittlerweile an und er träumt von einem sorgenfreien Leben in Brasilien. Gemeinsam mit seinem Kumpel Rick plant er, den großen Unterweltboss Manzari aufs Kreuz zu legen. Tatsächlich schafft er es mit einem Trick, diesen um 10 Mio. Lire zu erleichtern. Doch Manzari findet das gar nicht lustig und es kommt zum Bandenkrieg. Tony und Rick müssen untertauchen, doch mit der Hilfe des gewitzten, schon etwas älteren Gauners Napoli gelingt es ihnen, ihren Verfolgern zu entkommen.

    Dieser etwas unentschlossene Mix aus Action, Gewalt und Comedy ist zwar unterhaltsam, doch fehlt es ihm an Spannung und Tiefgang. Nicht einmal der große Showdown in einem alten Schlachthof, bei dem die drei cleveren Kleinkriminellen gegen den mächtigen Boss und seine Bande antreten, hebt den Film über den Durchschnitt. Fassbinder-Star Harry Baer wirkte in den 1970er Jahren in mehreren europäischen Co-Produktionen mit. Als Kleingangster Tony ist er hier sogar in einer Hauptrolle zu sehen. Wahrscheinlich musste der dafür körperlich hart trainieren, denn er hat zahlreiche Kampf- und Prügelszenen. Ansonsten bringt er einen gewissen jugendlichen Elan ins Spiel, während sein Kollege Al Cliver als wortkarger Rick ein wenig blass bleibt. Die Rollen der beiden konkurrierenden Gangsterbosse wurden mit internationalen Stars besetzt. Jack Palance hat als Manzari den größeren und interessanteren Part. Dagegen bekommt Edmund Purdom als Luigi kaum die Möglichkeit, sich darstellerisch besonders hervorzutun. Die Sympathie des Publikums dürfte vor allem Vittorio Caprioli gehören, denn als alter Fuchs Napoli ist er ein herrlich schräger Typ. Gisela Hahn schlängelt sich in attraktiver Verpackung durch ihre wenigen Szenen. Von Bedeutung ist ihre Rolle nicht.

    "Zwei kleine Gangster erledigen mit Tricks und Gewalt ihre großen Bosse. Genüssliche Aneinanderreihung von brutalen Schlägereien und Schießereien in einem müden deutsch-italienischen Möchtegern-Reißer. Dazwischen gibt es die gewohnten, unglaublich dämlichen Synchronsprüche." (Filmdienst)

  • Erfolgsrangliste 1964Datum02.08.2020 21:49
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema Erfolgsrangliste 1964

    Also Vorgaben gab es nicht und es gab sicher immer wieder Fälle, wo ein Film bei gleicher Besucherzahl in einem Kino mit einer 1 bewertet wurde,in einem anderen mit einer 3 oder so. Ob die Noten von einem großen oder von einem kleinen Kino abgegeben wurden spielte keine Rolle. Allerdings wurde die jeweilige Platzanzahl der Kinos bei den Meldungen angegeben, so dass man sie selbst besser einschätzen konnte. Aber berücksichtigt wurde das nicht und so bleibt am Ende - wie Du schon richtig sagst, nur ein grobes Bild. Das gilt besonders für die Filme im Mittelfeld. Aber je mehr Meldungen vorliegen, desto aussagekräftiger ist natürlich die jeweilige Note. 1973 wurde dann ja auch auf Index-Zahlen umgestellt. Die echten Besucherzahlen wurden dann erst in den 80er Jahren veröffentlicht.

  • Erfolgsrangliste 1964Datum02.08.2020 10:28
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    ERFOLGSRANGLISTE 1964
    Im Gegensatz zur offiziellen Rangliste des "Film-Echo" wurden auch die jeweiligen Laufzeiten berücksichtigt. Aufgeführt sind nur Filme mit mehr als 40 Meldungen.

    1964
    Das Schweigen (Schw): 1,5 (143)
    Winnetou (2.Teil): 1,6 (134) - Harald Reinl
    Das tosende Paradies (Dä): 1,6 (98)
    Old Shatterhand: 1,7 (110) - Hugo Fregonese
    Baronesse (Dä): 1,7 (83)
    My Fair Lady (US): 1,7 (73)
    Unter Geiern: 1,8 (138) - Alfred Vohrer
    Gestern, heute und morgen (I/F): 1,8 (125)
    Der Schut: 1,9 (115) - Robert Siodmak
    Polizeirevier Davidswache: 2.0 (163) - Jürgen Roland
    Die große Kür: 2,0 (119) - Franz Antel
    Eine zuviel im Bett (US): 2,0 (90)
    Angelique (F/I/D): 2,2 (164)
    Der Reigen (F/I): 2,3 (98)
    Mondo Nudo - nackte Welt (It): 2,3 (77)
    Liebesgrüße aus Moskau (GB): 2,4 (115)
    Der Hexer: 2,5 (107) - Alfred Vohrer
    Die Unersättlichen (US): 2,5 (98)
    Vier für Texas (US): 2,6 (81)
    491 (Schw): 2,6 (77)
    Lausbubengeschichten: 2,7 (92) - Helmut Käutner
    Der Kardinal (US): 2,7 (85)
    Eva und das nackte Paradies (GB): 2,7 (49)
    Zimmer 13: 2,8 (84) - Harald Reinl
    Der Untergang des Römischen Reiches (US): 2,8 (77)
    Die Verdammten der blauen Berge (GB): 2,8 (65)
    Kampfgeschwader 633 (US): 2,8 (58)
    Freddy und das Lied der Prärie: 2,9 (80) - Sobey Martin
    Sieben gegen Chicago (US): 2,9 (54)
    Mondo di Notte - Welt ohne Scham (It): 2,9 (45)
    Tom Jones - Zwischen Bett und Galgen (GB): 2,9 (42)

    Die Tote von Beverly Hills: 3,0 (95) - Michael Pfleghar
    Schick mir keine Blumen (US): 3,0 (76)
    Yeah! Yeah! Yeah! (GB): 3,0 (61)
    Der letzte Ritt nach Santa Cruz (D/Ö): 3,0 (54) - Rolf Olsen
    Die Strohpuppe (GB): 3,1 (76)
    Ein Sarg aus Hongkong (D/F): 3,1 (67) - Manfred R.Köhler
    Holiday in St.Tropez: 3,1 (67) - Ernst Hofbauer
    Die lustigen Weiber von Tirol: 3,1 (57) - Hans Billian
    Raubzug der Wikinger (GB): 3,1 (50)
    Abrechnung in Vera Cruz (I/Sp): 3,1 (49)
    Die Nackte (F/I): 3,1 (44)
    Eddie, wenn das deine Mutti wüsste(F/I): 3,1 (40)
    Monsieur (F/D): 3,2 (55)
    Der Stärkste unter der Sonne (It): 3,2 (45)
    Schweijks Flegeljahre (Ö): 3,3 (91) Wolfgang Liebeneiner
    Die Gruft mit dem Rätselschloss: 3,3 (68) - F.J.Gottlieb
    ...denn die Musik und die Liebe in Tirol: 3,3 (55) - Werner Jacobs
    Ein Goldfisch an der Leine (US): 3,3 (40)
    Rote Lippen soll man küssen (Ö): 3,4 (59) - Franz Antel
    Die schwarze Tulpe (F/I/Sp): 3,4 (52)
    Fanny Hill : 3,4 (51) Russ Meyer
    Heiße Hölle Bangkok (F/I): 3,4 (44)
    Das Wirtshaus von Dartmoor: 3,4 (42) - Rudolf Zehetgruber

    Liebesgrüße aus Tirol (Ö): 3,5 (60) - Franz Antel
    Das Geheimnis der chinesischen Nelke (D/F/I): 3,5 (54) - R:Zehetgruber
    Die Diamantenhölle am Mekong (D/F/I): 3,5 (54) - Gianfranco Parolini
    MacLintock (US): 3,5 (46)
    Das Verrätertor (D/GB): 3,5 (43) Freddie Francis
    Hilfe, meine Braut klaut (D/Ö): 3,6 (67) - Werner Jacobs
    Jetzt dreht die Welt sich nur um dich (Ö): 3,6 (61) - Wolfg. Liebeneiner
    Nebelmörder: 3,6 (51) - Eugen York
    Das Ungeheuer von London City: 3,6 (48) - Edwin Zbonek
    Immer mit einem anderen (US): 3,6 (47)
    Lana - Königin der Amazonen (D/F/Sp): 3,6 (45) - Geza v.Cziffra
    Die goldene Göttin vom Rio Beni (D/F/Sp): 3,6 (43) - Eugenio Martin
    Beim 7.Morgengrauen (US): 3,7 (54)
    Topkapi (US): 3,7 (52)
    Verdammt zur Sünde: 3,7 (52) - Alfred Weidenmann
    Blutige Seide (I/D): 3,7 (46)
    Der Preis (US): 3,7 (46)
    Wartezimmer zum Jenseits: 3,7 (43) - Alfred Vohrer
    Die Todesstrahlen des DR.Mabuse (D/F/I): 3,8 (62)
    Das hab ich von Papa gelernt (D/Ö): 3,8 (61) Axel v.Ambesser
    Das Phantom von Soho: 3,8 (50) - F.J.Gottlieb
    Die Verführerin (F/I): 3,8 (47)
    Unsere tollen Tanten in der Südsee (Ö): 3,9 (55) - Rolf Olsen
    Abenteuer in Rio (F/I): 3,9 (54)
    Küss mich, Dummkopf (US): 3,9 (46)
    Die Flucht der weißen Hengste (US): 4,1 (40)
    Die Goldsucher von Arkansas (D/F/I): 4,2 (60) - Paul Martin
    Circus Welt (US): 4,2 (55)
    Die letzten Zwei vom Rio Bravo (D/I/F): 4,2 (40) - Mario Caiano
    Freddy,Tiere,Sensationen: 4,3 (68) Karl Vibach
    Volles Herz und leere Taschen (D/I): 4,5 (47)
    Vorsicht Mister Dodd: 4,8 (41) - Günter Gräwert
    Heirate mich,Cherie: 5,1 (43) - Axel v.Ambesser

  • Die Rache der schwarzen Spinne (1958)Datum31.07.2020 13:10
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    DIE RACHE DER SCHWARZEN SPINNE (EARTH VS.THE SPIDER)
    USA 81958) - R: Bert I. Gordon - DE: 20.5.1960 - FSK 16 - V: Mercator
    Darsteller: Ed Kemmer, June Kenney, Gene Ross, Eugene Persson, Troy Petterson, Sally Fraser



    Weil ihr Vater, der tags zuvor nach Springdale gefahren war, um für sie ein Geburtstagsgeschenk zu besorgen, nicht zurückkehrte, ist Carol Flynn sehr beunruhigt. Gemeinsam mit ihrem Highschool-Freund Mike begibt sie sich auf die Suche. Sie fahren die Strecke nach Springdale ab und finden in einer abgelegenen Gegend seinen ramponierten Wagen, doch von ihm fehlt jede Spur. Ganz in der Nähe befindet sich der Eingang zu einer weit verzweigten Höhle. Als sie diese erkunden, entdecken sie, dass darin eine riesige Spinne haust, der sie gerade noch entkommen können. Der Sheriff ist mit seinen Leuten schnell zur Stelle und mit einer Tankwagen-Ladung DDT gelingt es, das Spinnenmonster außer Gefecht zu setzen. Man deponiert das scheinbar tote Tier zu Untersuchungs- und Ausstellungszwecken in der Turnhalle der Highschool. Als eine Gruppe junger Leute dort für einen Tanzwettbewerb probt, wird die Spinne wieder munter und befreit sich aus ihrem Gefängnis. In der Kleinstadt bricht Panik aus.

    Low-Budget-Regisseur Bert I.Gordon gilt als Fachmann für Horrortrashfilme, mit deren Produktion er bereits Mitte der 1950er Jahre begann. Er wusste mittlerweile genau, was das junge Publikum, das diese Filme überwiegend konsumierte, erwartete und so besitzt "Die Rache der schwarzen Spinne" all das, was einen gut funktionierenden Film dieser Sparte ausmacht. Im Hinblick auf das Entstehungsjahr sollte man in Sachen Tricktechnik keine großen Ansprüche stellen. So wurde hier beispielsweise die Spinne - eine Tarantel - in den Stadtszenen per Rückprojektion vergrößert in das Geschehen hineinkopiert. Auch die vielen Ungereimtheiten muss man einfach in Kauf nehmen. Immerhin schreitet die Handlung zügig voran und die Musik kommt an den passenden Stellen donnernd-dramatisch zu Einsatz. Die Darsteller stammen zwar alle aus der zweiten oder gar dritten Reihe, liefern jedoch einigermaßen ordentliche Leistungen ab. Außerdem gelang es den Machern, in den Höhlen-Sequenzen für eine unheimliche Gruselatmosphäre zu sorgen. Gerdreht wurde in den berühmten Carlsbad-Caverns in New Mexico. Der Film zählt sicher nicht zu den Klassikern des Genres, bietet Fans aber einen nostalgischen Horror-Spaß.

    "Hanebüchener, unfreiwillig komischer Billig-Gruselfilm, der mit trivialen Effekten der guten alten Rummelplatz-Geisterbahn arbeitet." (Filmdienst)

  • Dass ursprünglich auch Jan Hendriks als Darsteller vorgesehen war, geht offensichtlich nur aus dem entsprechenden Tagesbericht der CCC-Film hervor. In der ersten Film-Echo-Ankündigung wird nur Narziss Sokatscheff genannt. Allerdings erfolgte diese nach dem 9.September.

    Da hier noch die damalige Film-Echo-Kritik fehlt, möchte ich sie hiermit nachtragen:

    "In London arbeitet ein Privatgericht, das die in England noch immer gebräuchliche Todesstrafe gegen Verbrecher verhängt, die der staatlichen Justiz durch die Maschen schlüpfen konnten. Nachdem wir schließlich erfahren haben, wer der Initiator dieser mit profunden Rechtskenntnissen ausgestatteten Feme ist, kommt man sich wieder einmal leicht düpiert vor. Nicht etwa, dass der Ideenlieferant Bryan Edgar Wallace und der Drehbuchautor R.A.Stemmle plumper gearbeitet haben als die meisten ihrer Kollegen von der deutschen Krimi-Filmfront. Sie haben lediglich das bequeme Verfahren, sich einer einigermaßen plausiblen Erklärung mysteriöser Geschehnisse durch die Flucht in die Abblendung zu entziehen, noch einmal angewendet. Da bleibt dem gutmeinend-besorgten Kritiker nur die Frage übrig, ob es nicht allmählich an der Zeit wäre, der so erfreulichen Kriminalfilm-Konjunktur eine größere Dosis Logik und Sorgfalt zuzuführen.
    Der Regisseur Edwin Zbonek hat es an der wirksamen Herausarbeitung äußerlicher Gruseleffekte nicht fehlen lassen. Ein Leichenwagen wird zum Symbol nächtlicher Exekution, ein Skelett schreckt uns und den Mörder, ein Seziermesser blinkt in Großaufnahme an der Kehle der betäubten Maria Perschy. Wenig geschah jedoch, um die Unbeholfenheit vieler Dialoge zu überspielen. Wolfgang Preiss macht aus einem hohen Scotland-Yard-Beamten einen ungeduldig polternden Bürochef. Rudolf Forster muß recht bedeutungslosen Sätzen bedeutsame Betonung geben. Hansjörg Felmy erscheint rückschauend gesehen für sein Verhalten zu weichlich und energielos. Überhaupt nicht zuende gedacht ist die Rolle von Chris Howland. Die finanzielle Kalkulation scheint jedoch aufzugehen."

  • Zitat von Jan im Beitrag #161
    Ich musste erst einmal googeln, wer das überhaupt ist.

    Ging mir auch so.
    Irgendwie schon interessant, dass keiner von all den angekündigten Namen letztendlich am Film beteiligt war.

  • Ankündigung des PRISMA-Verleihs 1960/61:

    Edgar Wallace - wie ihn jeder liebt
    Die toten Augen von London

    mit Fritz Rasp, Karin Dor, Dieter Eppler, Wolfgang Büttner, Harald Maresch, Herbert Tiede
    Regie: Harald Reinl - Musik: Conny Schumann

  • Straße des Todes (1956)Datum26.07.2020 13:21
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    STRASSE DES TODES (CHECKPOINT)
    AT: IN LETZTER SEKUNDE (DDR)
    GB (1956) - R: Ralph Thomas - DE: 2.5.1957 - FSK 16 - V: Rank
    Darsteller: Stanley Baker, Anthony Steel, Odile Versois, James Robertson Justice, Maurice Denham, Paul Muller, Lee Patterson, Anne Heywood



    Warren Ingram, Chef einer britischen "Car Racing Company", beauftragt den zwielichtigen O`Donovan, Konstruktionspläne aus dem Tresor einer italienischen Konkurrenz-Firma zu entwenden. Zwar gelingt es O`Donovan bei einem nächtlichen Einbruch den Safe zu öffnen, doch damit löst er zugleich die Alarmanlage aus. Bei einer wilden Schießerei mit seinen Verfolgern kommt es zu einer schweren Explosion und es gibt mehrere Tote. O`Donovan findet Unterschlupf bei Petersen, einem Kontaktmann seines Auftraggebers. Um ihn außer Landes zu bringen, nutzt Ingram das bevorstehende Straßenrennen Florenz-Locarno, an dem sein Fahrer Bill Fraser teilnimmt. Er lässt dessen Co-Piloten durch ein Betäubungsmittel außer Gefecht setzen, so dass O`Donovan seinen Platz einnehmen kann, um so ohne Grenzkontrollen in die Schweiz zu gelangen. Für Komplikationen sorgt Bill Frasers Freundin Francesca, die zufällig Wind von der Sache bekommt.

    Trotz des grob zusammengebastelten Plots bietet dieser Action-Krimi akzeptable Unterhaltung. Lediglich eine im Mittelteil etwas breit ausgewalzte Liebesromanze stört den ansonsten zügigen Verlauf der Handlung. Neben ein paar rasanten Sequenzen des Straßenrennens verleihen auch die von der Farbkamera wunderbar eingefangenen italienischen Locations dem Film ein besonderes Flair. Solide Darstellerleistungen runden das Ganze ab.Stanley Baker ist als O`Donovan zwar gefährlich und unberechenbar, aber kein skrupelloser Killer. Er bittet den alten Nachtwächter, der sich ihm bei seiner Flucht entgegenstellt, den Weg freizugeben. Erst als der sich weigert und seine Waffe zieht, schießt er ihn nieder. Anthony Steel bleibt als Rennfahrer Bill Fraser ein wenig farblos, während die Französin Odile Versois als seine Freundin Francesca mehr Möglichkeiten erhält, sich dem Zuschauer einzuprägen. Die Rolle von O`Donovans Auftraggeber Ingram stellt an den immer wieder gern gesehenen James Robertson Justice keine besonderen Anforderungen und der Schweizer Schauspieler Paul Muller, ein gefragter Kandidat für dubiose Charaktere, ist als Petersen ein eher windiger Typ.

    "Werksabotage und Verbrecherjagd bei einem italienischen Autorennen. Passabler Actionfilm, dessen Rennszenen inzwischen technisch überholt wirken." (Filmdienst)

    Film-Echo-Note: 2,9 (20 Meldungen)
    Frankreich: 623.617 Besucher (Paris: 101.665)

  • John Saxon gestorbenDatum26.07.2020 10:21
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Der amerikanische Schauspieler John Saxon ist im Alter von 83 Jahren gestorben.
    Er war in ca. 200 Kino- und Fernsehrollen zu sehen und arbeitete mit vielen großen Regisseuren und namhaften Stars zusammen.

  • Dinah Hinz gestorbenDatum22.07.2020 11:16
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Dinah Hinz, die Halbschwester von Michael Hinz und Knut Hinz, starb am 14.Juli im Alter von 86 Jahren.
    Sie wurde von Fritz Kortner schon in jungen Jahren für die Bühne entdeckt. Später folgten Auftritte in Film und Fernsehen. So war sie u.a. in Serien wie "Kriminalmuseum", "Stahlnetz", "Pater Brown" oder "Schwarz Rot Gold" zu sehen. Als Synchronsprecherin lieh sie ihre Stimme z.B.Stars wie Elizabeth Taylor oder Caroll Baker und war außerdem an vielen Hörspielproduktionen beteiligt.

  • Rufmord (1963)Datum21.07.2020 12:36
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    RUFMORD (TWILIGHT OF HONOR)
    USA (1963) - R: Boris Sagal - DE: 6.2.1964 - FSK 16 - V: MGM
    Darsteller: Richard Chamberlain, Claude Rains, Nick Adams, Joan Blackman, James Gregory, Joey Heatherton, Pat Buttram, Jeanette Nolan, Linda Evans



    Der hochangesehene und einflussreiche Cole Clinton wurde nachts in einem Motel in New Mexico ermordet. Die Tat soll der labile Schwächling Ben Brown begangen haben, der die Nacht mit seiner Frau ebenfalls in diesem Motel verbrachte. Der junge Anwalt David Mitchell wird mit seiner Verteidigung beauftragt. Eine undankbare Aufgabe, denn niemand zweifelt an Ben Browns Schuld, zumal er bereits ein schriftliches Geständnis unterzeichnet hat. Doch Mitchell findet schnell heraus, dass bei den polizeilichen Ermittlungen einiges schief gelaufen ist und dass Freunde und Familie des Opfers offensichtlich etwas vertuschen wollen. Mitchells stärkster Gegner ist der Sonderstaatsanwalt Bixby, der alle Trümpfe in der Hand zu haben scheint. Doch Mitchell bleibt gelassen, denn der pensionierte Anwalt Art Harper, sein väterlicher Freund und Mentor, steht ihm als kompetenter Berater zur Seite.

    Der gutaussehende Richard Chamberlain spielte ab 1961 die Titelrolle in der erfolgreichen TV-Serie "Dr.Kildare" und wurde dadurch in den USA zum Herzensbrecher und Frauenschwarm. MGM wollte von seiner ungeheuren Popularität profitieren und ihn zum Filmstar aufbauen. In diesem konventionell inszenierten Gerichtsdrama spielt er seine erste Hauptrolle und man kann sagen, dass er sich hinter seinen teils namhaften Schauspielkollegen nicht verstecken muss. Als noch nicht so erfahrener Anwalt Mitchell stellt er fest, dass ihm von allen Seiten Ablehnung entgegenschlägt. Doch er lässt sich davon nicht einschüchtern und setzt sich couragiert und leidenschaftlich für seinen Mandanten ein. Claude Rains, bekannt vor allem aus dem Klassiker "Casablanca", absolviert hier seinen vorletzten Leinwandauftritt. Als Art Harper unterstützt er Mitchell dabei, gegen ein schon im Vorfeld feststehendes Urteil anzukämpfen. Der Schauspieler starb 1967. Den vermeintlichen Mörder spielt Nick Adams, seine Frau - ein billiges Flittchen - ist Joey Heatherton, die damit ihr Leinwanddebüt gibt. Als Staatsanwalt kann sich James Gregory eindrucksvoll in Szene setzen. In einer kleinen Nebenrolle ist Linda Evans als Tochter des Opfers zu sehen. Als Krystle Carrington in der Serie "Denver Clan" erlangte sie in den achtziger Jahren Starruhm.
    Bei uns erwies sich "Rufmord" damals als völliger Flop, was wohl auch daran lag, dass Richard Chamberlain hierzulande total unbekannt war, denn als "Assistenzarzt Dr.Kildare" durfte er sich erst ab 1968 auf den deutschen Bildschirmen um seine Patienten kümmern. Spätere Highlights seiner Karriere waren die Rolle des Pater Ralph in dem Mehrteiler "Die Dornenvögel" und die international erfolgreichen "Quatermain"-Filme.

    "Der Auftakt ist gut: Im Staate New Mexico ist ein weithin bekannter und beliebter Geschäftsmann von einem hergelaufenen Niemand ermordet und beraubt worden. Da der Verhaftete überdies ein Geständnis unterschrieben hat, erscheint der Prozess für den ehrgeizigen Staatsanwalt nur noch ein populäres Schauspiel auf dem Wege zum Gouverneurs-Posten. Für den jungen Anwalt, den man zum Pflichtverteidiger bestellte, hat er nur ein geringschätziges Lächeln übrig. Natürlich weiß jeder einigermaßen versierte Filmbesucher, dass der Schluss nur der Freispruch des Angeklagten sein kann. Aber dem Kampf gegen Voreingenommenheit, Lynch-Gelüste und skrupelloses politisches Strebertum fehlt es an Härte und dichterischer Gestaltungskraft. Vieles erscheint zu vordergründig oder wird durch bequeme Schwarzweiß-Zeichnung abgewertet." (Film-Echo)

    "Gerichtsdrama mit einem jungen Richard Chamberlaine in der Hauptrolle, der seine Figur facettenreich anlegt und dem Film einiges Interesse sichert." (Filmdienst)

  • Matthias Grimm gestorbenDatum20.07.2020 15:04
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Bereits am 15.März 2020 ist der Schauspieler und Synchronsprecher Matthias Grimm im Alter von 76 Jahren gestorben. Bekannt wurde er vor allem als "Padua" in der ZDF-Serie "Der Kurier der Kaiserin" (1971). Was die meisten nicht wissen: In "Das 7.Opfer" spielte er den Trompeter,der während der Party erschossen wird.
    Matthias Grimm war zuletzt als Sprecher, Autor und Regisseur für Hörspiel- und Filmsynchronisation erfolgreich tätig.

    Kinofilme:
    Lilli - ein Mädchen aus der Großstadt (1958)
    Das 7.Opfer (1964)
    Straßenbekanntschaften auf St.Pauli (1968)
    Das Wunder der Liebe (1968)
    Van de Velde: Das Leben zu zweit (1969)
    Klassenkeile (1969)
    Das haut den stärksten Zwilling um (1971)

  • Duell am Steuer (1957)Datum18.07.2020 11:36
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema Duell am Steuer (1957)
  • Der Italo-WesternDatum18.07.2020 11:31
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema Der Italo-Western

    Kurios ist, dass der Film unter 4 verschiedenen Titeln in den deutschen Kinos lief:

    DIE FÜNF GEFÜRCHTETEN
    DIE FÜNF GEFÜRCHTETEN & EIN HALLELUJA
    DER DAMPFHAMMER
    DICKER, LASS DIE FETZEN FLIEGEN (neu synchronisiert und gekürzt)

  • Duell am Steuer (1957)Datum17.07.2020 12:59
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    DUELL AM STEUER (HELL DRIVERS)
    GB (1957) - R: Cy Endfield - DE: 29.11.1957 - FSK 16 - V: Rank
    Darsteller: Stanley Baker, Herbert Lom, Patrick McGoohan, Peggy Cummins, Sean Connery, Gordon Jackson, David McCallum, Jill Ireland



    Nach einem Knastaufenthalt bewirbt sich Tom Yately bei einem Transportunternehmen als LKW-Fahrer. Die Firma stellt nur Männer ein, die am Tag mindestens 12 Fuhren vom Steinbruch zur Baustelle schaffen. Um das hinzukriegen, muss mit halsbrecherischer Geschwindigkeit gefahren werden. Doch die Route ist nicht ungefährlich und die Lastwagen sind in schlechtem Zustand. Von allen Kollegen hält der skrupellose Red mit 18 Fuhren pro Tag den Rekord und genießt dadurch eine Vorrangstellung. Schnell wird Tom vom Ehrgeiz gepackt und legt es darauf an, Red zu übertreffen. Doch der reagiert aggressiv und hetzt nicht nur die Fahrer gegen Tom auf, sondern manipuliert auch seinen Wagen. Als Tom dann auch noch von betrügerischen Machenschaften innerhalb der Firma erfährt, in die Red verwickelt ist, eskaliert die Rivalität ...



    Ein packendes Action-Drama mit einer Prise Sozialkritik - typisch für das britische Kino jener Zeit. Cy Endfields nüchterne, aber effektvolle Inszenierung beeindruckt durch eine realistische Milieuzeichnung. Ein Männerfilm, grau, trist und dreckig, der nicht zuletzt durch die überzeugenden Leistungen der Darsteller seine Wirkung erzielt. Einige davon, die damals noch nicht so bekannt waren, erlangten später internationale Berühmtheit.
    Hauptdarsteller Stanley Baker war zu dieser Zeit in Großbritannien bereits gut im Geschäft. Er spielte meist harte Burschen, wobei er bis dahin überwiegend unsympathische Kriminelle verkörperte. Auch Herbert Lom, dessen Karriere bereits in den 1940er Jahren begann, war als Schauspieler ziemlich bekannt und konnte sich später im internationalen Filmgeschäft etablieren. In "Duell am Steuer" spielt er den Italiener Gino, der ebenfalls Fahrer ist und Tom als treuer Freund zur Seite steht.
    Patrick McGoohan liefert als großspuriger und rücksichtsloser Red eine Super-Performance ab. Er wurde anschließend durch TV-Serien wie "Geheimauftrag für John Drake" oder "Nummer 6" (The Prisoner) populär, wirkte aber auch in vielen großen Filmproduktionen mit. Sean Connery, damals Mitte zwanzig, ist in einer Nebenrolle als Fahrer namens Johnny zu sehen. Weltberühmt sollte er später als "James Bond 007" werden. Für diese Rolle war auch Stanley Baker im Gespräch, der aber ablehnte. David MCallum spielt Toms jüngeren Bruder Jimmy, der nach einem Unfall auf Krücken angewiesen ist. Er schaffte bald darauf den Sprung nach Hollywood und wurde vor allem als "Illya Kuryakin" in der US-Agenten-Serie "Solo für O.N.K.E.L." bekannt. "Jill Ireland, die in einer kleineren Rolle als Kellnerin in dem Pub, in dem die Fahrer abends abhängen, zu sehen ist, heiratete zunächst David McCallum. Nach der Scheidung wurde sie 1968 die Frau von Charles Bronson und war in vielen seiner Filme mit dabei.

    "Ein unseriöses Transportunternehmen lässt seine Fahrer aus Profitgier von einem brutalen Vorarbeiter mit explosiver Ladung in lebensgefährliche Situationen hetzen, bis einer von ihnen sich entschließt, die Machenschaften aufzudecken. In seiner Kompromisslosigkeit bemerkenswerter Action-Reißer mit sozialkritischem Hintergrund" (Filmdienst)

  • Da Artur Brauner bekannt dafür war, die Drehbücher immer wieder umschreiben zu lassen, kann ich mir schon vorstellen, dass auch hier "viele Köche den Brei verdorben haben". Selbst der Titel wurde ja mehrfach geändert. Zunächst war "Ein Toter packt die Koffer", dann "Das Schloß des Grauens" vorgesehen.
    Vielen Dank auch für die Ehrenrettung des oft kritisierten Joachim Hansen, den ich durchaus mag und gerne sehe. An seiner darstellerischen Leistung gibt es hier rein gar nichts auszusetzen. Seinerzeit wurde der Film ohnehin nicht so negativ gesehen wie heute und auch das Publikum war mehr als zufrieden. Die Erstnote 2,7 kann mit den Wallace-Filmen der Rialto durchaus mithalten.

    "Ein Junior-Schriftsteller der Wallace-Dynastie lieferte die Motive für diesen Krimi, in dem ein mysteriöser und treffsicherer Messerwerfer seinen Opfern vor ihrem gewaltsamen Ende gepackte Koffer vor die Tür stellt. Verdächtige gibt es für den sympathischen Inspektor Joachim Hansen genug: einen blinden Bettler, den skurrilen Armenarzt, seine Lordschaft samt Kammerdiener und schizophrener Nichte. Ja, selbst die Dame seines Herzens und der mit den Hütern des Gesetzes verbündete Kriminalwissenschaftler könnten die Täter sein. Es geht um Rauschgift. Auf die Spur des Verbrechers kommt die Polizei durch das Bandgerät des Tonjägers Chris Howland, der auch für das Happy-end sorgt und dem ebenso gefesselten wie amüsierten Publikum zuzwinkert, Werner Klinglers an Spannungs-, Überraschungs- und Gruseleffekten reiche Story nicht allzu tragisch zu nehmen. Londoner Nebel, winklige Vorstadtstraßen und ein geheimnisvolles Schloss sorgen für Atmosphäre und einen milieugerechten Rahmen. Gesamtfazit: Ein zünftiger und gelungener Reißer der inzwischen bewährten deutschen Kriminalfilm-Serie." (Film-Echo)

  • Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    WER ZUERST SCHIESST, HAT MEHR VOM LEBEN (CA VA ETRE TA FÈTE)
    Frankreich/Italien (1960) - R: Pierre Montazel - DE: 22.12.1960 - FSK 12 - V: NF
    Darsteller: Eddie Constantin, Barbara Laage, Stephan Schnabel, Claude Cerval, Saro Urzi



    Geheimagent John Jarvis soll in Lissabon einen Kollegen namens Marc Lemoine ausfindig machen, der angeblich spurlos verschwunden ist. Dort angekommen stellt er schnell fest, dass er nicht der Einzige ist, der nach Lemoine sucht. Er trifft auch die reizvolle Journalistin Michele wieder, die er auf dem Flug von Paris nach Lissabon kennenlernte. Die beiden kommen sich ein wenig näher, doch sie werden schon bald von Unbekannten verfolgt und gejagt.

    Die FSK-Freigabe ab 12 Jahren deutet schon darauf hin, dass Eddie, zwar lässig wie immer, in Sachen Küsse und Schüsse etwas zurückhaltender ist. Seine Fäuste lässt er natürlich trotzdem sprechen. Ansonsten ist alles wie gehabt, wobei sich die Spannung eher in Grenzen hält. Dies war der erste Film der französischen Produzentin Vera Belmont, wobei sie sicher wusste, dass mit Eddie Constantine als Hauptdarsteller nicht viel schiefgehen konnte. Die Regie übernahm Pierre Montazel, der in erster Linie ein gefragter Kameramann war.
    Bei uns startete der Film zu Weihnachten 1960. Bereits einige Monate später musste der NF-Verleih Konkurs anmelden. Die weitere Kinoauswertung übernahm der neugegründete Nora-Verleih. Später erfolgte eine Wiederaufführung durch die Firma "Ceres". Wie üblich erhielt der Film zu diesem Zweck einen neuen Titel, der "Lemmy Caution schlägt zu" lautete. Von Lemmy Caution ist allerdings selbst in der Originalfassung keine Rede.

    "Es sei zugegeben, dass dieser Spionagefilm im Detail recht gut gemacht ist. Er enthält schöne Außenaufnahmen von Lissabon und Umgebung, forsch gefahrene Autojagden, fantasievoll ausstaffierte Gaunertypen, zünftige Prügeleien und auch hier und da etwas Humor. Aber wenn man sich rückblickend überlegt, worum es eigentlich ging, kommt man sich doch etwas genasführt vor. Immerhin, Eddie Constantine zeigt sich seinen Freunden wieder einmal von seiner draufgängerischen und unverwundbaren Seite." (Film-Echo)

    Film-Echo-Note: 3,2 (20 Meldungen)
    Frankreich: 1.958.258 Besucher (Paris: 400.705)

  • Operation "Kleiner Bruder" (1967)Datum11.07.2020 11:34
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema Operation "Kleiner Bruder" (1967)

    Zitat von Fabi88 im Beitrag #6

    Woher stammen deine Screenshots denn?

    Das sind Screenshots der englischsprachigen Fassung "Operation Kid Brother".

  • Operation "Kleiner Bruder" (1967)Datum08.07.2020 19:18
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema Operation "Kleiner Bruder" (1967)

    Wie der Link von "Joe Walker" belegt, wurde er nicht von GGH synchronisiert. Das wäre wohl auch des Guten zuviel gewesen.
    Der Film soll zuletzt bei "Premiere" gelaufen sein. Ist also schon einige Jahre her.

  • Operation "Kleiner Bruder" (1967)Datum08.07.2020 12:44
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    OPERATION "KLEINER BRUDER" (O.K. CONNERY)
    Italien (1967) - R: Alberto de Martino - DE: 26.4.1968 - FSK 16 - V: United Artists
    Darsteller: Neil Connery, Daniela Bianchi, Adolfo Celi, Bernard Lee, Lois Maxwell, Agata Flori, Anthony Dawson, Franco Giacobini, Guido Lollobrigida, Mirella Pamphili



    Das Gangstersyndikat "Thanatos" hat es auf die Goldreserven der reichsten Nationen der Welt abgesehen. Um diese durch Erpressung an sich zu bringen, lässt man in Marokko eine nukleare Magnetstrahlen-Waffe herstellen. Der britische Geheimdienst bekommt Wind von den Plänen und will die Organisation zerschlagen. Weil aber der Top-Agent, der als Spezialist für solche Einsätze gilt, gerade unabkömmlich ist, wendet man sich an dessen Bruder. Dieser ist von Beruf Chirurg, versteht sich aber auch auf Hypnose und Lippenlesen. Da er durch die Entführung einer Patientin in den Fall verwickelt ist, erklärt er sich notgedrungen zur Zusammenarbeit bereit. Derweil gibt es bei "Thanatos" Machtkämpfe in den eigenen Reihen um die Führungsposition.



    Sean Connerys jüngerer Bruder Neil, von Beruf Stukkateur, führte mit Frau und zwei Kindern ein ganz normales Leben im schottischen Edinburgh. Doch dann lud ihn der italienische Produzent Dario Sabatello zu Probeaufnahmen ein und bot ihm die Hauptrolle in einem Agentenfilm an. So entstand 1966 diese aufwändige und mit originellen Einfällen ausgestattete James-Bond-Persiflage, die als durchaus gelungen bezeichnet werden kann, da sie nie ins Absurde oder in Albernheiten abdriftet und neben Witz auch Spannung und Härte zu bieten hat.
    Natürlich kann Neil Connery seinem Bruder bzw. James Bond nicht das Wasser reichen. Zwar muss er seine Fäuste einsetzen, Handkantenschläge verteilen und von der Schusswaffen Gebrauch machen, doch obwohl ihm das überzeugend gelingt, wirkt er nie so richtig heldenhaft, sondern immer etwas unscheinbar, was ihn irgendwie aber auch sympathisch macht. Unter den weiteren Mitwirkenden findet man fünf Darsteller, die damals bereits Bond-Erfahrung besaßen: Bernard Lee und Lois Maxwell spielen als Geheimdienstchef und dessen Mitarbeiterin ähnliche Rollen wie in den 007-Filmen. Adolfo Celi und Anthony Dawson können als die zwei mächtigsten Männer bei "Thanatos" erneut zeigen, dass sie als Schurken und Bösewichte bestens einsetzbar sind. Auch Daniela Bianchi gehört zum Syndikat, wechselt aber rechtzeitig die Seiten und unterstützt den Agenten Connery tatkräftig im Kampf gegen das Böse. Den passenden musikalischen Klangteppich bastelten Ennio Morricone und Bruno Nicolai. Look, Ausstattung und Schauplätze des Films können sich ebenfalls sehen lassen.

    "James Bond erhielt einen Rivalen. Neil Connery tritt in die Fußstapfen seines berühmten Bruders! Agententhriller oder gepfefferte 007-Persiflage? Das ist bei dieser "Operation" mit Stars aus früheren Bond-Filmen die Frage ... (United Artists-Ankündigung)

    Ein Chirurg, der "kleine Bruder" von James Bond, in erfolgreichem Kampf gegen ein Verbrechersyndikat, das sich internationaler Goldvorräte bedienen will. Aufwändige, betont harte Agentenunterhaltung nach bekanntem Muster." (Filmdienst)

    Film-Echo-Note: 5,2 (22 Meldungen)
    Spanien: 916.811 Besucher

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