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  • DAS FREUDENHAUS
    BRD (1971) - R: Alfred Weidenmann - DE: 28.1.1971 - FSK 18 - V: Inter
    Prod.: Studio Film GmbH, Bendestorf
    D: Herbert Fleischmann, Karin Jacobsen, Gisela Trowe, Gisela Peltzer, Paul Edwin Roth, Astrid Frank, Christiane Maybach, Friedrich Georg Beckhaus Matthias Einert, Manfred Reddemann, Monika Kaufmann



    Die alternde Prostituierte Rosa sehnt sich nach Sicherheit und einem bürgerlichen Leben. Gemeinsam mit dem abgehalfterten Leopold, mit dem sie eine Zweck-Ehe eingeht, eröffnet sie ein Lokal, das aber nicht viel abwirft. Erst als sie daraus ein Bordell machen, läuft der Laden. "Doch ihre partnerschaftliche Verbindung zerbricht in einem Strudel aus Lüge, Habgier und Gemeinheit."

    Bei der Premiere in der Hamburger "Barke" war die Publikumsresonanz sehr positiv. Besonders wurde die "echte Atmosphäre" gelobt, was aus dem Munde von Hamburgern eine besondere Bedeutung erhält, da die Außenaufnahmen an den Elbbrücken auf der Veddel gedreht wurden. Die deutsche Filmkritik hingegen reagierte überwiegend mit Verrissen, wobei allerdings die darstellerischen Leistungen positiv bewertet wurden.

    Der Film erhielt folgende Auszeichnungen:
    Bundesfilmpreis 1971
    FBW-Prädikat: Besonders wertvoll
    "Gelbe Rose" der Hannoverschen Rundschau
    Ernst-Lubitsch-Preis für die schauspielerische Leistung von Herbert Fleischmann
    Filmband in Gold für die schauspielerische Leistung von Karin Jacobsen

    "Unterhaltungsfilm, der sich um die moralische Ehrenrettung des "Milieus" und anspruchsvolle Charakterstudien bemüht, es aber nur zu einer süßlich-tragischen Bordellromanze bringt" (Filmdienst)

    Film-Echo-Note: 3,8 (45 Meldungen) / Erstnote: 3,5
    Paris: In den ersten 2 Wochen 26.036 Besucher

  • Roger Fritz gestorbenDatum29.11.2021 18:44
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Der Schauspieler, Regisseur und Fotograf Roger Fritz ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Er inszenierte erfolgreiche Kinofilme wie "Mädchen, Mädchen" (1967) oder "Mädchen mit Gewalt", war auch Regisseur zahlreicher TV-Serien ( z.B."St.Pauli-Landungsbrücken", "Der Fall nebenan") und er wirkte als Darsteller in unterschiedlichen Filmen wie "Fabrik der Offiziere" (1960), "Jet Generation" (1968) oder "Steiner - Das Eiserne Kreuz" (1977) mit.

  • McGee, der Tiger (1970)Datum29.11.2021 12:46
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    McGEE, DER TIGER - (DARKER THAN AMBER)
    USA (1970) - R: Robert Clouse - DE: 8.1.1971 - FSK 18 - V: Centfox
    Darsteller: Rod Taylor, Suzy Kendall, Theodore Bikel, William Smith, Ahna Capri, Robert Philipps, Jane Russell, James Booth



    Privatdetektiv Travis McGee ist gerade beim Angeln, als von einer Brücke eine gefesselte Frau, beschwert mit einer Hantel, ins Wasser geworfen wird. Es gelingt ihm, sie in letzter Sekunde vor dem sicheren Tod zu bewahren. Vangie, so heißt die Unbekannte, will jedoch nicht die Polizei einschalten. Erst später erfährt McGee, dass sie zu einem Prostituierten-Ring gehörte. Terry Bartell, Kopf der Organisation, zwang die Frauen dazu, auf Kreuzfahrtschiffen reiche, alleinstehende Männer zu verführen, sie unter Drogen zu setzten und auszurauben. Er selbst warf die bewusstlosen Opfer dann über Bord. Weil Vangie sich aber weigerte, sollte sie beseitigt werden.
    McGee beginnt, besondere Gefühle für Vangie zu entwickeln. Doch Terry, der erfahren hat, dass sie noch lebt, bringt sie nun endgültig zum Schweigen. McGee beschließt, dem Gangster ein für allemal das Handwerk zu legen.

    Die Figur des Detektivs Travis McGee ist der Held einer Romanreihe aus der Feder von John D. MacDonald. Als Darsteller wurden zunächst Jack Lord ("Hawaii Fünf-Null") und Robert Culp ("Tennisschläger und Kanonen") angefragt. Der Autor selbst wollte Steve McQueen. Letztlich übernahm Rod Taylor die Rolle. Als McGee darf er hart und energisch sein, aber auch Humor und Gefühl zeigen. Dass er auch schon mal ziemlich zerknautscht aus der Wäsche schaut und nicht ständig wie aus dem Ei gepellt herumläuft, verleiht ihm eine gewisse Glaubwürdigkeit. Suzy Kendall als Vangie kommt zwar schon in der ersten Filmhälfte ums Leben, taucht dann aber als ihre eigene Doppelgängerin, die von McGee als Lockvogel eingesetzt wird, um Terry eine Falle zu stellen, noch mal auf. Starke Präsenz zeigt William Smith als Terry. Sein Beachboy-Look - gutgebaut mit blond gebleichten Haaren - steht im Kontrast zu der psychopathischen und bedrohlichen Figur, die er darstellt. Bis auf ein paar gewalttätige Kampfszenen, die damals für Aufsehen sorgten und teilweise durch Schnitte abgemildert wurden, kommt das Ganze über Fernsehfilm-Niveau kaum hinaus. Dafür sorgt Florida mit Palmen und Sonne, Meer und Yachten für einen reizvollen optischen Rahmen. Regisseur Robert Clouse drehte etwas später den legendären Bruce-Lee-Film "Der Mann mit der Todeskralle".

    "Ein Detektiv und Playboy stößt durch eine junge Frau auf die Spur einer Mörderbande. Im Luxusmilieu angesiedelter Krimi, der vergeblich versucht, seine verworrene Handlung psychologisch zu vertiefen. Modisch fotografiert, mit schnoddrigen Dialogen." (Filmdienst)

    "Der Tiger fährt seine Krallen aus und entwirft einen komplizierten Plan, um den Verbrecher in die Enge zu treiben. Hier werden an die Aufmerksamkeit des Publikums kompromißlose Anforderungen gestellt, weil die Einleitung und Durchführung der tödlichen Operation mittels eines Doubles der Toten viele Sentenzen erfordert. Das geht manchmal etwas in die Breite. Doch da die paradiesische Kulisse Floridas von der Kamera so herrlich eingefangen wird und so herzige Mädchen und harte Burschen ihre gefährlichen Spiele treiben, sinkt die Spannung nie auf den Nullpunkt. Dieser Tiger ist eine Paraderolle für Rod Taylor. Die Regie führt ihn ebenso sicher und wirkungsvoll wie die anderen Darsteller." (Film-Echo)


    Film-Echo-Note: 4,8 (15 Meldungen)
    Frankreich: 155.829 Besucher
    Spanien: 981.422 Besucher

  • WALLACE 1971

    Nachdem Rialto nach dem "Gesicht im Dunkeln" eine Wallace-Pause eingelegt hatte, ging es 1971 weiter mit:
    DIE TOTE AUS DER THEMSE - Kino-Start: 1.4.1971 - Verleih: Constantin

    Start-Ergebnisse:
    Mainz, Residenz (838): 11 Tage (ausgezeichnet)
    Saarbrücken, Passage (600): 7 Tg (ausgezeichnet)
    übernahme Scala (430): 3 Tg (ausgezeicnet)
    Hannover, Rivoli (900): 4 Tg (gut)

    Film-Echo-Note:3,5 (31 Meldungen) / Erstnote: 2,8


    Artur Brauner besaß die Rechte an einer Kurzgeschichte aus den Wallace-Afrika-Erzählungen: The Akasavas. Der darauf basierende Film kam noch kurz vor der Rialto-Produktion in die Kinos.

    DER TEUFEL KAM AUS AKASVA (BRD/Spanien) - Kino-Start: 5.3.1971 - V: Cinerama

    Start-Ergebnisse:
    München, Alhambra (600): 3 Tg (zufrieden)
    Mainz, Capitol (409): 7 Tg (gut)
    Mannheim, Alhambra (554): 7 Tg (gut)

    Film-Echo-Note: 4,2 (18 Meldungen) / Erstnote: 3,7
    Spanien: 184.256 Besucher


    Der Constantin-Verleih legte nach mit einem Bryan-Edgar-Wallace-Film, der als "Der neueste Super-Krimi nach Bryan Edgar Wallace" beworben wurde.
    DIE NEUNSCHWÄNZIGE KATZE (Italien/BRD/Frankreich) - Kino-Start: 15.7.1971 - V: Constantin

    Start-Ergebnisse:
    München, Mathäser (1.187): 4 Tg (sehr gut)
    Saarbrücken, Gloria (806): 7 Tg (gut)
    Übernahme Scala (130): 7 Tg (gut)

    Film-Echo-Note: 4,5 (26 Meldungen) / Erstnote: 3,9

    Während der Film bei uns eher mit bescheidenem Erfolg lief, erreichte er in Italien und Spanien ein Millionenpublikum.

  • OSS 117 - Teufelstanz in Tokio (1966)Datum23.11.2021 12:17
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    OSS 117 - TEUFELSTANZ IN TOKIO - (ATOUT COEUR A TOKYO POUR OSS 117)
    Frankreich/Italien (1966) - R: Michel Boisrond - DE: 23.12.1966 - FSK 16 - V: Rank
    Darsteller: Frederick Stafford, Marina Vlady, Jacques Legras, Jitsuko Yoshimura, Henri Serre, Valery Inkijinoff, Mario Pisu, Colin Drake



    Mit einer neuartigen Rakete, die vom Radar nicht entdeckt werden kann, wurde ein amerikanischer Pazifik-Stützpunkt in die Luft gejagt. Eine Geheimorganisation, die sich zu diesem Anschlag bekennt, verlangt vom US-Außenministerium 100 Mio. Dollar und droht damit, die Superwaffe andernfalls erneut einzusetzen. Um das zu verhindern, schickt man den Agenten OSS-117 nach Tokio. Er findet heraus, dass die Botschaftsmitarbeiterin Eva Wilson Informationen weitergegeben hat, weil sie erpresst wurde. Als Wiedergutmachung erklärt sie sich bereit, mit ihm zusammenzuarbeiten. Um an die Hintermänner heranzukommen, gibt er sich als Eva Wilsons Ehemann aus Doch kann er ihr wirklich vertrauen?

    Dies ist der vierte OSS-117-Film, der in den 1960er Jahren in Frankreich gedreht wurde. Andre Hunebelle, der die drei Vorgänger inszenierte, gab die Regie diesmal an Michel Boisrond ab. Frederick Stafford, der zum zweiten Mal den Agenten mit dem wohlklingenden Namen Hubert Bonisseur de la Bath spielt, kann sich als Bond-Ersatz durchaus sehen lassen. An seiner Seite Marina Vlady, die als Eva Wilson immer ein bißchen undurchsichtig bleibt. Außer mit ihr bändelt OSS-117 auch mit Jitsuko Yoshimura an, die als Barmädchen arbeitet, aber in Wahrheit für den Geheimdienst tätig ist.
    Der Film beginnt mit einer Bond-typischen Prätitelsequenz und kann optisch einigermaßen beeindrucken. Exotische Schauplätze, fernöstliche Kampfkunst, dazu Stunts und Action sorgen für Kurzweil, wobei ein markanter Superschurke dem Ganzen sicher noch etwas mehr Würze verliehen hätte. Insgesamt solide Durchschnittsware für Genre-Fans.

    "Mehr als das übliche Agentenversteckspiel, wobei für Amerika wieder einmal eine gefährliche Geheimwaffe zur Debatte steht, hat auch dieser "Teufelstanz" in Japan nicht zu bieten. Frederick Stafford als OSS 117 entledigt sich seiner Aufgabe, eine Terrororganisation im wahrsten Sinne des Wortes "hochgehen" zu lassen, mit sportlicher Eleganz. Dass die Handlung einen Schuss geheimnisumwitterter Spannung erhält, ist allein Marina Vlady zu danken. Ursprünglich nur "Drahtzieherin" wider Willen, spielt sie sich vom ersten Augenblick ihres Auftretens an in den Mittelpunkt.

    Film-Echo-Note: 3,6 (42 Meldungen) /Erstnote: 3,1
    Frankreich: 2.120.606 Besucher (Paris: 382.201)
    Spanien: 1.019.140 Besucher

  • Marie Versini gestorbenDatum23.11.2021 11:27
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Im Alter von 81 Jahren ist die französische Schauspielerin Marie Versini gestorben. Populär wurde sie vor allem durch die Rolle als Winnentous Schwester Nscho-tschi in den Karl-May-Filmen. Außerdem war sie in Erfolgsfilmen wie z.B. "Das schwarz-weiß-rote Himmelbett", "Brennt Paris?", "Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu" oder "Liebesnächte in der Taiga" zu sehen.

  • Volker Lechtenbrink gestorbenDatum23.11.2021 11:23
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Der Schauspieler Volker Lechtenbrink ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Sein Leinwand-Debüt gab er als Halbwüchsiger in Bernhard Wickis "Die Brücke". Seit den 1970er Jahren war er auch als Sänger erfolgreich. Außerdem wirkte er in fast allen TV-Krimi-Serien mit, war auch als Synchronsprecher tätig und ein großartiger Bühnendarsteller.

  • Ted Herold gestorbenDatum21.11.2021 12:59
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Der Sänger Ted Herold, der in den 1960er Jahren als Rock´n Roll-Idol und deutscher "Elvis" gefeiert wurde, ist bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommen. Er wurde 79 Jahre alt. Damals wirkte er auch in zahlreichen Schlager- und Musikfilmen mit.
    Ender der 70er Jahre gelang ihm ein Comeback. Er tourte anschließend mit Udo Lindenberg und trat in TV-Shows wie "Musikladen" oder "ZDF-Hitparade" auf.

  • VON HAUT ZU HAUT
    BRD (1969) - R: Hans Schott-Schöbinger - DE: 23.1.1970 - FSK 18 - V: Alpha
    Prod.: Film-Börse, München - Gesamtleitung: Harald A. Hoeller
    Darsteller: Dagmar Lassander, Sophia Kammara, Barbara Zimmermann, Wolf Parr, Rudolf Forster, Christian Ghera, Andras Fricsay, Richard Bohne



    Zwischen den eineiigen Zwillingsschwestern Nicki und Karen besteht ein enger telepathischer Kontakt. Obwohl Nicki mit ihrer Freundin Bonnie zusammen lebt und Karen kürzlich ihren Jerry geheiratet hat, erleben sie die sexuellen Erlebnisse des jeweils anderen Paares so intensiv wie ihre eigenen. Eines Tages hat Nicki eine seltsame Begegnung mit einem Unbekannten, der sie von nun an verfolgt.

    Formal und inhaltlich soll sich dieser "Erotik-Krimi" von den sonstigen deutschen Filmen dieser Art positiv abheben. Er entstand im Herbst 1968 unter dem Arbeitstitel "Nicki und Karen" in Passau. Die Handlung spielt zwar in der (damaligen) Gegenwart, als Drehort suchte man allerdings nach einer mittelalterlichen Stadt, die an E.T.A. Hoffmann und Edgar Allan Poe erinnert. Man entschied sich für Passau, weil sich die Altstadt als ideale Kulisse erwies. Ein weiterer Drehort war Schloss Seehof am Starnberger See. Für Rudolf Forster, der einen sonderlichen Antiquitätenhändler spielt, war es der letzte Leinwandauftritt. Er starb Ende Oktober 1968. Nach kurzer Auswertung in den Kinos verschwand der Film, der u.a. auch in Italien und Frankreich gezeigt wurde, von der Bildfläche. Später erschien eine leicht gekürzte Video-Fassung.

    "Erotik und Sex, Lust und Mord - raffiniert verbindet Regisseur Hans Schott-Schöbinger erotische Hochspannung mit der spannungsgeladenen Atmosphäre des Kriminalfilms. In seiner letzten Rolle: Rudolf Forster" (Verleih-Ankündigung)

    "Zwillinge haben es manchmal in sich. Geheimnisvoll sind sie in ihrem Tun, ihrem Erleben miteinander verbunden. Auch hier lieben und leiden zwei flotte Mädchen stets gemeinsam. Während die eine in den Armen ihres Mannes sexuelle Freuden genießt, wird die andere von heftigem Liebesverlangen geschüttelt. Doch dann kommt die Angst. Beide sind von schrecklichen Ahnungen geplagt. Sie fühlen sich verfolgt - und sind es auch. Freundin bzw. Ehemann sehen hilflos zu. Das Ende naht mit Schrecken. Ein durchaus interessantes Thema geriet hier leider in die falschen Hände. Allzu vordergründig verläuft das Geschehen und wurde Mittel zum Zweck. Auch der historische Aufhänger hilft da nicht viel. Die Darstellerinnen bemühen sich vergeblich um schauspielerisches Profil. Schade, dass Roman Polanski nicht Regisseur dieses Films sein konnte." (Film-Echo)

    Frankreich: 313.662 Besucher /

    Französisches Plakat-Motiv:
    https://rateyourmusic.com/film/von_haut_zu_haut/

  • Danke für die Rückmeldung. Die Infos stammen größtenteils aus der Fachzeitschrift "Film-Echo". Leider umfasst meine Sammlung nur die Jahrgänge bis einschließlich 1972. Insofern ist dann bald die Luft raus.
    Falls Du - was die Infos betrifft - bestimmte Interessensgebiete hast - könnte ich diese nach Möglichkeit vielleicht berücksichtigen.

  • Rififi bei den Frauen (1959)Datum14.11.2021 13:38
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    RIFIFI BEI DEN FRAUEN - (DU RIFIFI CHEZ LES FEMMES)
    Frankreich/Italien (1959) - R: Alex Joffé - DE: 28.5.1959 - FSK 16 - V: Prisma
    Darsteller: Nadja Tiller, Robert Hossein, Silvia Monfort, Roger Hanin, Jean Gaven, Eddie Constantine, Daniel Emilfork, Pierre Blanchar, George Rigaud, Michel Galabru, Francoise Rosay



    Bandenkrieg in der Brüsseler Unterwelt. Der Gangster Le Bug und seine Geliebte Yoko kämpfen mit allen Mitteln um die Vormachtstellung im lukrativen Nachtleben-Geschäft der belgischen Hauptstadt. Doch Vicki, die Besitzerin eines schwimmenden Amüsierclubs, lässt sich nicht einschüchtern und widersetzt sich ihnen. Nicht ohne Grund, denn ihr Lokal dient als Tarnung für einen geplanten Bankraub, dessen Vorbereitungen im Untergeschoss des Etablissements bereits auf Hochtouren laufen. Als Yoko mit ihrer Frauenbande eines Nachts bei Vicki auftaucht und den Laden auseinandernimmt, scheint der Einbruchsplan gefährdet. Deshalb einigt man sich zunächst auf einen Waffenstillstand. Gemeinsam mit ihrem Komplizen Marcel nutzt Vicki die Gelegenheit zur Durchführung des Coups. Le Bug bekommt jedoch Wind von der Sache.

    Routiniert inszenierte Gangster-Ballade, die vor allem von ihrer Star-Besetzung profitiert. Die Kamera sorgt für atmosphärische Bilder - ob neonbeleuchtete Nachtszenen mit schattig-dunklen Gassen oder elegant ausgestattete Vergnügungsstätten. Nadja Tiller, seit ihrer Rolle als "Mädchen Rosemarie" auch international gefragt, ist als Nachtclubbesitzerin Vicki, die aus Berlin stammt, ebenso attraktiv wie hart im Nehmen und darf auch ein Chanson vortragen. Robert Hossein liefert wie stets eine zuverlässige Leistung ab. Als Marcel ist er Vickis Partner und Komplize, der den Plan für den raffinierten Coup entwickelt hat. Roger Hanin bleibt als Le Bug etwas blass, was Silvia Monfort, die als seine Geliebte Yoko zu sehen ist, allein durch ihre besondere Ausstrahlung etwas ausgleichen kann. Le Bugs rechte Hand Luigi wird von Daniel Emilfork dargestellt, der mit der passenden Gangstervisage ausgestattet ist. Jean Gaven ist Vickis Bodyguard und Vertrauter und Eddie Constantine übernahm eine kleinere Gastrolle als amerikanischer Drogenpolizist.

    "Rüder Reißer, der durch seine verschwenderische Ausstattung mit Leichen und Bestialitäten einen ungewollten Heiterkeitserfolg erzielt." (Der Spiegel)

    "Die Wiederaufnahme des erfolgreichen "Rififi"-Motivs geriet nicht ganz so spannend wie das Original. Es geht um eine Milliarde, die durch den Fahrstuhlschacht der belgischen Nationalbank verschwindet. Doch macht der Neid der Rivalen einen dicken Strich durch die Rechnung. Verglichen mit dem Film von Dassin (1954) nur ein konventionelles Krimidrama ohne eigenen Stil." (Filmdienst)

    Film-Echo-Note: 3,5 (39 Meldungen)
    Frankreich: 1.196.171 Zuschauer (Paris: 308.243)

  • DIE TOTENINSEL
    BRD 1955 - R: Viktor Tourjanski - DE: 23.8.1955 - FSK 12 - V: NF
    Prod.: Unicorn, München (Herbert O. Horn)
    Darsteller: Willy Birgel, Inge Egger, Folke Sundquist, Charles Regnier, Alexander Kerst, Paul Esser, Petra Peters, Joseph Offenbach, Robert Meyn, Michael Cramer, Hilde Körber, Ingrid Stenn



    Von Amsterdam aus fährt das Schiff "Good Hope" einmal jährlich zur Südseeinsel Lampur. Sie beherbergt Menschen, die am Abgrund des Lebens stehen. Ausgestoßene, die an Lepra erkrankt sind und vom Rest der Menschheit ferngehalten werden sollen. Wenn das Schiff 5 Tage später wieder in See sticht, werden sich in dieser Zeit Dramen und Konflikte verschiedenster Art abgespielt haben.

    Der Film entstand nach dem Erfolgsroman von Hans Ulrich Horster. Gedreht wurde an Schauplätzen in Jugoslawien, die Atelieraufnahmen entstanden in München-Geiselgasteig. Der russische Stummfilm-Regisseur Viktor Tourjanski hatte unter dem Hitler-Regime einige NS-Propaganda-Filme gedreht, was man ihm später vorwarf.

    "Viktor Tourjanski bringt ein bewegendes Drama auf die Kinoleinwand. In "Die Toteninsel" wird an das Schicksal all derer erinnert, die unter der schrecklichen Krankheit Lepra leiden. Die Betroffenen werden aus der Gesellschaft ausgeschlossen und auf abgeschiedenen Inseln isoliert." (Film-Reporter)

    Film-Echo-Note: 3,2 (66 Meldungen)

  • Call Girls (1960)Datum08.11.2021 13:59
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    CALL GIRLS (I PIACERI DEL SABATO NOTTE)
    Italien (1960) - R: Daniele D´Anza - DE: 12.8. 1960 - FSK 18 - V: Pallas
    Darsteller: Jeanne Valerie, Maria Perschy, Elsa Martinelli, Scilla Gabel, Pierre Price, Andreina Pagnani, Romolo Valli, Roberto Risso, Maria Grazia Spina, Corrado Pani, Aldo Giuffre, Marilu Tolo



    Getarnt als Modesalon betreibt Madame Arabella in Mailand einen Call-Girl-Service. Sie vermittelt ihre Mannequins an zahlungskräftige Kavaliere. Als während eines Schäferstündchens mit der attraktiven Paola ein herzkranker Kunde das Zeitliche segnet, sorgt man dafür, dass die Leiche an einem neutralen Ort aufgefunden wird. Doch dann schaltet sich die Polizei ein und die Sache fliegt auf.

    Daniele D´Anzas einziger Film, der es in die deutschen Kinos schaffte, ist nicht zu Unrecht in Vergessenheit geraten. Die schlichte Inszenierung und die uninspirierte Fotografie sorgen dafür, dass sich die ohnehin dünne Story nur mühsam über die Runden schleppt. Die FSK-Freigabe ab 18 dürfte eher dem damals noch verruchten Thema geschuldet sein, denn es gab zu der Zeit schon Filme, die weitaus freizügiger waren. Immerhin sind einige bekannte Darsteller aus den 60ern zu sehen. Dazu gehört Jeanne Valerie, die die Paola spielt. Auch Maria Perschy, Elsa Martinelli und Scilla Gabel gehören zu den Callgirls, während ihre Chefin von Andreina Pagnani dargestellt wird. Als Paolas "anständige" Schwester ist Maria Grazia Spina zu sehen. Pierre Brice ist ein junger Anwalt namens Aldo, Corrado Pani versucht sich als Erpresser und Romolo Valli ermittelt als Kommissar.

    "Es war klar, dass sich der Film diesen pikanten Stoff mit seinem intimen Milieu nicht entgehen lassen würde. Leider haben nun nicht die in solchen Bettgeschichten erfahrenen und diskreten Franzosen, sondern die lärmliebenden Italiener dazu die Klappe fallen lassen. Sie produzierten denn auch einen marktschreierischen Streifen, dem jede leise und dezente Pikanterie fehlt und der mit seiner sentimentalen Moral bester Hintertreppenroman wurde. Der schlicht-schlechte Stoff eines modernen Gewerbes ist von einer Hülle und Fülle falscher Rührseligkeit umgeben. Das arme Mädchen Paola ist nämlich nur durch die häuslichen Verhältnisse auf das schlüpfrige Parkett gedrängt worden. Jeanne Valerie ersetzt schauspielerisches Vermögen durch diverse andere Reize, mit denen auch die übrigen Call Girls mit Maria Perschy an der Spitze keineswegs geizen. Titel und Thema werden - vor allem in den Großstädten - genug Liebhaber finden." (Film-Echo)

    "Sex, Erpressung und Selbstmord bilden das Hauptgerüst des spekulativen Films, dessen scheinmoralischer Kommentar in Elternhaus und Zeitumständen allein die Ursache der grob angerissenen Probleme zu finden versucht." (Filmdienst)

    Film-Echo-Note: 3,3 (24 Meldungen)

  • MENSCHEN IM NETZ
    BRD 1959 - R: Franz Peter Wirth - DE: 23.7.1959 - FSK 16 - V: Bavaria
    Prod.: Filmaufbau, München - Drehbuch: Herbert Reinecker - Musik: Hans Martin Majewski
    Darsteller: Hansjörg Felmy, Johanna von Koczian, Hannes Messemer, Ingeborg Schöner, Rosel Schäfer, Hanns Lothar, Max Mairich, Olga von Togni, Paul Verhoeven, Gernot Duda, Willy Semmelrogge

    https://oldthing.de/Filmprogramm-IFB-Nr-...irth-0040836131

    Klaus Martens, der unschuldig in DDR-Haft saß, wurde vorzeitig entlassen und ist froh, wieder daheim bei seiner Frau Gitta in München zu sein. Gitta arbeitet für ein Schreib- und Übersetzungsbüro und erhält oft kurzfristig - auch spätabends - Aufträge, über die sie aber nicht spricht. Klaus findet das seltsam und drängt seine Frau, den Job zu kündigen. Er ahnt nicht, dass Gitta für einen östlichen Geheimdienst arbeitet. Weil man ihr die Freilassung ihres Mannes in Aussicht stellte, hatte sie sich darauf eingelassen. Als sie nun aussteigen will, wird sie zu einer Gefahr für ihre Auftraggeber.

    "Mit "Menschen im Netz" wagte sich Franz Peter Wirth an ein Thema, das zu den heißen Eisen gezählt werden muss. Mit einer erstaunlichen Selbstsicherheit und mit einer im Filmschaffen nicht eben alltäglichen eisernen Konsequenz inszenierte der begabte Regisseur seinen Film, sorgsam darauf bedacht, den Boden der nüchternen Reportage nicht zu verlassen. Wer möchte ihm einen Vorwurf daraus machen, dass er sich trotzdem aller filmischen Adjektiva bedient, die geeignet sind, das Herz und die Nerven zu treffen. So geschieht es, dass das stetige, fast ruhige Voranschreiten der Handlung in einem seltsamen Gegensatz zur knisternden Spannung steht, dass das dunkel heranwogende Grundmotiv immer wieder von den gellenden Aufschreien vordergründiger Obertöne durchbrochen wird. Majewskis schwirrendes Gitarrenmotiv kann das durch seine dramaturgische Verwendung meisterhaft unterstützen. Wahrhaftig - dieser Film geht an die Nieren.
    Die schauspielerischen Leistungen zeugen nicht nur von Können, sondern auch von sicherer Führung. Kein Zweifel, das "Wunderkinder-Paar" Johanna von Koczian und Hansjörg Felmy wird mit diesem Film in der Gunst des Publikums erneut einige Stufen höher rangieren. Hannes Messemer liefert wiederum den Beweis für den hohen Rang, der ihm mittlerweile zukommt. Aber auch das übrige Ensemble ist von bestechender Lebensnähe und trägt wesentlich zur Faszination des Films bei. Außerdem ist er kongenial fotografiert und glänzend geschnitten. Solange wir solche Filme haben, braucht uns um die Zukunft des deutschen Films nicht bange zu sein und Franz Peter Wirth zeigt sich damit nach "..und nichts als die Wahrheit" und "Helden" als Fixstern."
    (Film-Echo)

    Eine andere Meinung vertrat - wie üblich - die Spiegel-Kritik:

    " Wirth stoppelte nach dem notdürftig aus Material einer Illustrierten getrimmten Drehbuch eine mühsame Groschen-Kolportage über west-östliches Agententreiben zusammen, die ausgesucht unglaubwürdig erscheint und allenfalls in der Musik von Hans Martin Majewski eigenwüchsige Töne findet. Das frühe Hinscheiden des großäugigen Publikumsschwarms Johanna v.Koczian ist die einzige Kühnheit, die Wirth sich erlaubt."(Der Spiegel)

    Film-Echo-Note: 3,3 (80 Meldungen)

  • Der Anderson-Clan (1971)Datum02.11.2021 19:03
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema Der Anderson-Clan (1971)

    Zitat von Ray im Beitrag #2


    Der Film bietet auf jeden Fall einen starken Kontrast zu der weiteren Lumet/Connery-Zusammenarbeit "Sein Leben in meiner Gewalt", die ja dann 1973 folgte.


    "Sein Leben in meiner Gewalt" kenne ich nicht. Trotz der guten Besetzung (Connery, Trevor Howard, Ian Bannen) wird das wohl auch so bleiben, da ich mich mit Filmen dieser Art etwas schwer tue.

  • Der Anderson-Clan (1971)Datum01.11.2021 10:39
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    DER ANDERSON-CLAN (THE ANDERSON TAPES)
    USA 1971 - R: Sidney Lumet - DE: 2.9.1971 - FSK 16 - V: Columbia
    Darsteller: Sean Connery, Dyan Cannon, Martin Balsam, Christopher Walken, Ralph Meeker, Alan King, Val Avery, Paul Benjamin, Scott Jacoby




    Safeknacker Duke Anderson saß 10 Jahre hinter Gittern. Nach seiner Entlassung besucht er seine frühere Freundin Ingrid. Sie bewohnt auf Kosten eines Geschätsmannes ein Luxusappartment in einem der vornehmsten Viertel von New York. Anderson, der noch einen letzten großen Coup landen möchte, wittert fette Beute und fasst den Plan, das gesamt Gebäude auf einen Schlag auszuräumen. Dafür stellt er eine Truppe krimineller Experten mit verschiedenen Fähigkeiten zusammen. Ein ihm wohlgesonnener Mafia-Gangster finanziert das Ganze. Was Anderson nicht ahnt ist, dass die Operation von installierten Kameras, Abhörgeräten und sonstigen Überwachungssystemen, die sowohl von Privatleuten als auch von Behörden genutzt werden, von Anfang an beobachtet wird. An einem verlängerten Wochenende ist es dann so weit. Die Gangster arbeiten sich von Stockwerk zu Stockwerk nach oben. Alles scheint glatt zu laufen.

    Heist-Movie nach dem gleichnamigen Bestseller von Lawrence Sanders. Regisseur Sidney Lumet machte aus dem Stoff nicht nur einen spannenden Thriller, sondern wollte damit auch auf die Allgegenwart der elektronischen Überwachung - ob privat oder behördlich - hinweisen. In der Hauptrolle sehen wir Sean Connery, der damals versuchte, von seinem Bond-Image loszukommen, sich anschließend aber doch zu einem weiteren 007-Auftritt überreden ließ. Mit Sidney Lumet hatte er bereits 1964/65 "Ein Haufen toller Hunde" ("The Hill") gedreht. Zu den weiteren Darstellern gehören Stars wie Martin Balsam, Ralph Meeker und Christopher Walken, für den es die erste große Leinwandrolle war. Er spielt Andersons ehemaligen Zellengenossen Kid. Die Musik stammt von Quincy Jones.

    "Der Raubüberfall ist von Sidney Lumet intelligent und mit großem szenischen Aufwand inszeniert. Dem Zuschauer wird klar gemacht - und damit bewegt man sich durchaus auf dem Boden der Tatsachen - wie gefährlich die Reichen in einer Stadt wie New York leben. Obwohl sie ihre Appartments wie Festungen absichern, gibt es doch immer wieder unerwünschten Besuch. Das Nebenher der Abhör-Affäre schafft eher Verwirrung als zusätzliche Spannung.
    Die Rolle von Sean Connery ist vom Drehbuch her so angelegt, dass man ihm bis zum ersten blutigen Zwischenfall eher die Daumen drückt, als auf das Misslingen seines Geniestreiches hofft. Aber von dem Moment an, da ihm die Aktion aus der Hand gleitet und die Reichen nicht nur bestohlen sondern auch mißhandelt werden, schlägt man sich auf die Seite des Gesetzes. Jedenfalls hält Sean Connery die Waage der Sympathie lange im Gleichgewicht. Ausgezeichnet auch Dyan Cannon als alternde Mätresse, die sich zwischen Gefühl und Wohlergehen zu entscheiden hat."
    (Film-Echo)

    Film-Echo-Note: 3,9 (25 Meldungen) /Erstnote: 3,0
    Spanien: 975.727 Besucher
    Italien: Platz 51 der 100 erfolgreichsten Filme der Saison 1971/72 ( mehr als 2 Mio.Besucher)

  • Agenten lassen bitten (1965)Datum28.10.2021 12:37
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    AGENTEN LASSEN BITTEN - (MASQUERADE)
    GB 1965 - R: Basil Dearden - DE: 31.8.1965 - FSK 16 - V: United Artists
    Darsteller: Cliff Robertson, Jack Hawkins, Marisa Mell, Michel Piccoli, Bill Fraser, Charles Gray, Jerold Wells



    Großbritannien befürchtet, dass im Nahost-Staat Ramaut ein Putsch bevorstehen könnte, der zur Folge hätte, dass die neuen Machthaber den Ölhahn zudrehen. Deshalb betraut das Außenministerium Colonel Drexel mit einer geheimen Sondermission. Er soll Prinz Jamil, den zukünftigen jungen König, entführen und bis zu seiner in 3 Wochen vorgesehenen Thronbesteigung an einem geheimen Ort unterbringen. Drexel stell die Bedingung, die Aktion gemeinsam mit dem Amerikaner David Frazer durchzuführen, den er von früheren Einsätzen kennt. Tatsächlich gelingt es, den Prinzen zu kidnappen. Drexel bringt ihn wie verabredet zu einer Villa in Spanien, wo inzwischen David Frazer eingetroffen ist, der für Jamils Sicherheit und Bewachung zuständig ist. Alles läuft zunächst nach Plan, doch dann ist der Prinz plötzlich verschwunden. Frazer ahnt, dass die verführerische Sophie, die er bei seiner Ankunft kennenlernte, ihre Finger im Spiel hat. Von nun an überschlagen sich die Ereignisse.

    Turbulente Agenten-Komödie veredelt mit typisch britischem Humor. Ein bißchen Bond-Feeling, eine Prise Indiana Jones, dazu prächtige Landschaftsaufnahmen und spielfreudige Darsteller garantieren Fans dieser Art von Filmen Kurzweil und Unterhaltung. Schon der Titelsong "Life Is A Masquerade" geht angenehm ins Ohr. Die Handlung überrascht mit immer neuen Wendungen, denn hier spielt fast jeder ein doppeltes Spiel und vermeintliche Gefährten stehen sich plötzlich als Gegner gegenüber.
    Als David Frazer, der in manche Fallen tappt und einiges einstecken muss, ist der Amerikaner Cliff Robertson zu sehen. Er spielte 1963 die Rolle des John F. Kennedy in "Patrouillenboot PT 109" und konnte ein Jahr später als Präsidentschaftskandidat in "The Best Man" reüssieren. Dem Colonel Dexter verleiht der rauhbeinige Jack Hawkins Glaubwürdigkeit und Profil. Als einzige weibliche Darstellerin präsentiert sich Marisa Mell als attraktiver Blickfang. Die Rolle der Sophie bietet ihr zudem die Möglichkeit, auch mal ihr komödiantisches Talent einzubringen. Zum internationalen Schauspieler-Ensemble gehören außerdem britische Stars wie Bill Fraser und Charles Gray sowie der Franzose Michel Piccoli. Die Dreharbeiten fanden im Sommer 1964 in den Pinewood-Studios statt. Die Außenaufnahmen entstanden in Spanien. Der damalige Arbeitstitel lautete "The Shabby Tiger".

    "Story und Inszenierung schöpfen aus den Quellen schäumender Phantasie. Trockene Ironie, die über dem Ganzen waltet, ist ein pikanter Gegensatz dazu und außerdem so gerecht verteilt, wie die Aktionsmomente einer verführerischen Frau. Sie wird mit allen Mitteln der Eva von Marisa Mell dargestellt. Cliff Robertson gibt mit heiterer Gelassenheit einen verhinderten James Bond. Gut gesehen und fotografiert betreibt dieser farbige Abenteuerfilm einen angenehmen Nervenkitzel." (Film Echo)

    Film-Echo-Note: 4,4 (24 Meldungen)
    Frankreich: 398.778 Besucher
    Spanien: 887.469 Besucher

  • Die Letzten werden die Ersten sein
    BRD (1957) - R: Rolf Hansen - DE: 27.6.1957 - FSK 16 - V: Constantin
    Prod.: CCC-Film (Artur Brauner)
    Darsteller: O.E.Hasse, Maximilian Schell, Ulla Jacobsson, Adelheid Seeck, Brigitte Grothum, Peter Mosbacher, Bruno Hübner, Hans Quest, Willy Krüger



    Dem Spätheimkehrer Lorenz Darrandt fällt es schwer, im Nachkriegsdeutschland Fuß zu fassen. Die langen Jahre in Kriegsgefangenschaft habe ihn zermürbt. Erst die Begegnung mit dem elternlosen Flüchtlingsmädchen Wanda gibt ihm wieder Hoffnung. Doch Wanda ist in die Prostitution abgerutscht und wird von ihrem Zuhälter drangsaliert und erniedrigt. Als Loren das mitbekommt, verliert er die Beherrschung. Im Affekt tötet er den Mann. Als er seinem älteren Bruder Ludwig, der ein erfolgreicher und angesehener Rechtsanwalt ist, gesteht, was er getan hat, befürchtet dieser insgeheim, dass die Sache seiner eigenen Karriere schaden könnte. Deshalb versucht er mit allen Mitteln zu verhindern, dass Lorenz im Gefängnis landet und fasst den perfiden Plan, die Tat einem Obdachlosen anzulasten, der als Verdächtiger ins Visier der Polizei geraten ist.

    Das düstere Krimi-Melodram erlebte seine Uraufführung als deutscher Wettbewerbsbeitrag der Internationalen Filmfestspiele in Berlin 1957.

    Kritik (1957):
    "Kostbar gemachte Kunstdruck-Illustrierte und deutsche Tiefsinnknotzelei" (Frankf. Allgemeine)
    "Gewissens-Schnulze" (Der Spiegel)

    Besetzung (In Klammern die ersten Besetzungsvorschläge):

    Ludwig Darrandt - O.E.Hasse (O.E.Hasse, Willy Birgel)
    Lorenz Darrandt - Maximilian Schell (Curd Jürgens, Bernhard Wicki, Ivan Desny)
    Wanda - Ulla Jacobsson ( Hildegard Knef, Naja Tiller, Eva Bartok, Marina Vlady)

    Film-Echo-Note: 3,5 (43 Meldungen)

  • Kugeln sind sein Autogramm (1968)Datum21.10.2021 12:30
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    KUGELN SIND SEIN AUTOGRAMM - (SOL MADRID)
    USA (1968) - R: Brian G. Hutton - DE: 5.7.1968 - FSK 16 - V: MGM
    Darsteller: David McCallum, Stella Stevens, Telly Savalas, Rip Torn, Pat Hingle, Ricardo Montalban, Paul Lukas, Michael Ansara, Michael Conrad



    Harry Mitchell hat der Mafia 500.000 Dollar geklaut und sich damit abgesetzt. Mit ihm verschwand auch Stacey, die Freundin des Mafia-Killers Dano Villanova. Agent Sol Madrid soll Mitchell finden und dazu bringen, dass er vor Gericht als Kronzeuge gegen die Mafia aussagt. Er stöbert zunächst Stacey auf und erfährt von ihr, dass sich Mitchell in Acapulco aufhält, wo er beim Drogenboss Emil Dietrich Unterschlupf gefunden hat. Getarnt als Drogendealer und in unfreiwilliger Begleitung von Stacey, deren Name ihm die Tür öffnen soll, taucht Sol Madrid bei Dietrich auf. Aber auch Villanova, ein eiskalter Hund, ist hinter seiner treulosen Freundin und hinter Mitchell her.

    Mafia und Drogen, mexikanisches Ambiente und der durch die TV-Serie "Solo für O.N.C.L.E." bekannte David McCallum als Agent Sol Madrid in einer Story, die von Brian G.Hutton zwar flott und ohne Längen inszeniert wurde, aber kaum neues zu bieten hat. Es sind in erster Linie die Darsteller, die dem Ganzen die nötige Substanz verleihen. McCallum gibt den knallharten Burschen. Als Sol Madrid hält er sich nicht an Regeln, weil er weiß, dass seine Gegner das auch nicht tun. Außerdem dabei sind Rip Torn als böser Mafia-Gangster Villanova, Telly Savalas als vornehmer Drogenbaron und Pat Hingle als Mitchell, der so dummdreist war, einen Mafiaboss zu bestehlen. Stella Stevens als Stacey ist wohl die einzige, die beim Zuschauer ein wenig Anteilnahme hervorrufen kann. Insgesamt solider Durchschnitt.
    Die amerikanische Agenten-Serie "Solo für O.N.C.L.E." wurde 1967/68 vom ZDF ausgestrahlt und lief bei uns mit großem Erfolg. David McCallum erhielt 1968 sogar den "Silbernen Otto" der Zeitschrift "Bravo" und erfreute sich beim deutschen Publikum einer beachtlichen Popularität.

    "Es geht um Rauschgift und Mafia. David McCallum als blonder amerikanischer Superagent darf mächtig auf den Putz hauen. Seine Polizistenmoral lautet dabei: erst schießen, dann fragen. Auf diese Weise sprengt er im Alleingang einen ganzen Drogen-Ring. Ein handwerklich ordentlich inszenierter Film, der wieder einmal die schon im Titel angekündigte Kino-Weisheit verbreitet, dass Schwierigkeiten am einfachsten mit dem Schießeisen aus dem Weg geräumt werden können." (Film-Echo)

    Film-Echo-Note: 4,4 (10 Meldungen)
    Spanien: 934.026 Besucher

  • DER GRAUSAME JOB - (PEAU D´ESPION)
    F/D/I (1967) - R: Edouard Molinaro - DE 19.1.1968 - FSK 16 - V: Nora
    Prod.: S.N.E. (Paris) - Eichberg-Film (München) - Franca (Rom)
    Darsteller: Louis Jourdan, Senta Berger, Bernard Blier, Edmond O´Brien, Maurice Garrel, Fabrizio Capucci, Blandine Ebinger, Gerhard Bormann, Gamil Ratib, Anna Gael, Paul Muller



    Charles Beaulieu hat seine Erlebnisse als Offizier im Algerienkrieg als Buchautor erfolgreich vermarktet. Von dem Geld, das er damit verdiente, ist kaum noch etwas übrig. Da er auf großem Fuß lebt und ein Verhältnis mit der Frau seines Verlegers hat, steht er vor finanziellen Problemen. Deshalb lässt er sich von Major Rhome, einem Chef der französischen Spionageabwehr, zu einer gefährlichen Mission überreden. Er soll die geplante Flucht des Atomwissenschaftlers Henri Banck nach Peking verhindern.

    "Dass Edouard Molinaro sein Regiehandwerk versteht, bestätigt auch dieser Film, der die Schönheiten Heidelbergs recht eindrucksvoll ins Bild bringt. Senta Berger bewegt sich reizvoll durch eine zwielichtige Rolle, Louis Jourdan darf bei der Charakterisierung eines verkrachten Exoffiziers die Chance zum Absprung wahren, Bernard Blier ist uns aus vielen Filmen zu sympathisch in Erinnerung, als dass man ihm den Mordstrategen so recht glauben kann." (Film-Echo)

    Da weniger als 10 Meldungen eingingen, liegt keine Film-Echo-Note vor.
    Frankreich: 611.237 Besucher (Paris: 108.632)

    Filmposter:

    https://www.filmportal.de/material/filmp...me-job-196667-0

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