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  • Rendezvous der Killer (1965)DatumHeute 12:24
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    RENDEZVOUS DER KILLER - (PLEINS FEUX SUR STANISLAS)
    Frankreich/BRD (1965) - R: Jean Charles Dudrumet - DE: 17.12.1965 - FSK 16 - V: Constantin
    Deutscher Co-Produzent: Caro-Film GmbH, München
    Darsteller: Jean Marais, Nadja Tiller, Edward Meeks, Rudolf Forster, André Luguet, Nicole Maurey, Jacques Morel, Bernadette Lafont, Clement Harari, Alain Nobis



    Stanislas Dubois, Geheimagent im Ruhestand, hat seine Memoiren veröffentlicht und ist verärgert wegen einer spöttisch-negativen Rezension der Literaturkritikerin Benedikte. Als er sie dann persönlich kennenlernt, findet er sie allerdings sympathisch und ist einem Flirt nicht abgeneigt. Doch dann finden die beiden im Fahrstuhl einen schwer verletzten Mann, der kurz bevor er stirbt, noch ein paar unverständliche Andeutungen über eine "Liste" stammeln kann. Von nun an gerät das Paar von einer abenteuerlichen Situation in die nächste. Verfolgungen, Mordanschläge und Entführungen wechseln sich ab, denn sie sind ins Visier einer internationalen Spionagebande geraten, die davon ausgeht, dass sie von dem Toten, der ein Agent war, geheime Informationen erhalten haben.

    Und noch eine Parodie auf die damals erfolgreichen Agenten- und Spionagefilme. Für Jean Marais war es bereits der zweite Leinwandauftritt als Agent Stanislas. Er legt sich hier mächtig ins Zeug, darf sogar mal fechten wie in seinen früheren Kostümfilmen und beweist in den Action-Szenen, dass er trotz seiner mittlerweile 50 Jahre körperlich immer noch fit und durchtrainiert ist. Nadja Tiller zeigt als Benedikte komödiantisches Talent, wobei es dennoch gewöhnungsbedürftig ist, sie in einer solchen Rolle zu sehen. Marais und Tiller standen bereits 1958 in "Des Königs bester Mann" gemeinsam vor der Kamera. Edward Meeks, der einen britischen Spion spielt, kennt man vor allem aus populären TV-Serien wie "Die Globetrotter" oder "Der Seewolf". Grandseigneur Rudolf Forster ist als etwas schrulliger Vater von Benedikte auch noch mit von der Partie. Die Spielfreude der Akteure kann jedoch nicht die Schwächen des Drehbuchs ausgleichen. Immerhin kann der Film mit einem flotten Tempo punkten, so dass keine Langeweile aufkommt und man über ein paar abgestandene Gags wohlwollend hinwegschaut.

    "Ein Geheimagent wider Willen und eine Journalistin als Verfolger und Verfolgte in einer parodistisch angehauchten Spionage- und Kriminalkomödie, die teilweise recht flott unterhält." (Filmdienst)

    Eine Story voller Ungereimtheiten, bar jeder Logik. Aber darauf kommt es gar nicht an. Wichtig ist allein der Spaß, den die burlesk überdrehte Jagd bereitet. Und der ist in vollem Umfang gelungen. Jean Marais hat Dynamit in den Fäusten. Er wischt ganze Heerscharen heimtückischer Gegner von der Platte und schickt sie in choreographischer Anordnung in Ohnmacht. Parodie und Spannung halten sich genau die Waage. Ihm zur Seite steht Nadja Tiller, die zwar all ihre weiblichen Reize in die Handlung einbringt, geschickterweise aber nicht ins Fach der Sexbombe abrutscht. Sehr gelungen nutzt die Regie die Musik als dramaturgisches Stilmittel. Sie kommentiert oft sogar die Handlung. Wenn z.B. der Held Marais die eingekerkerte Dame seines Herzens aus einem Schloss befreit, sie wie zu Minnesängers Zeiten an einem Seil den Turm hinabgleiten lässt, erklingen historisch gestimmte Fanfarenstöße zur Begleitung. Leider weisen die Dialoge nicht immer den gleichen, der verrückten Story entsprechenden Witz auf." (Film-Echo)

    Film-Echo-Note: 4,5 (12 Meldungen)
    Frankreich: 1.125.104 Besucher
    Spanien: 366.405 Besucher

  • Suzanne RoquetteDatum27.11.2020 16:11
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema Suzanne Roquette



    Suzanne Roquette, geboren 1942, begann 1963 als Assistentin von Peter Frankenfeld in der TV-Show "Und Ihr Steckenpferd?" Nach kleineren Film- und Fernsehauftritten erhielt sie 1966 die weibliche Hauptrolle in Will Trempers Kinofilm "Sperrbezirk". Ihr Partner war Harald Leipnitz. In den 1970er Jahren ging sie nach Großbritannien, wo sie in zahlreichen Fernsehproduktionen mitwirkte.

    Kinofilme (Auswahl):

    Sperrbezirk (1966)
    Der Bucklige von Soho (1966)
    Die Rache des Dr.Fu Man Chu (1967)
    Der Mönch mit der Peitsche (1967)
    Der Arzt von St.Pauli (1968)

  • ICH WAR IHM HÖRIG
    BRD (1958) - R: Wolfgang Becker - DE: 4.4.1958 - FSK 18 - V: Deutsche Cosmopol
    Produktion: Carlton-Eichberg, München
    Darsteller: Barbara Rütting, Carlos Thompson, Wolfgang Preiss, Kai Fischer, Siegfried Lowitz, Lina Carstens, Corny Collins, Wolfgang Büttner, Lukas Ammann, Wolfgang Völz



    Anette Klinger, deren Leben sich nach dem Tod ihres Mannes nur noch um die Strickwarenfabrik dreht, die er ihr hinterlassen hat, interessiert sich nach längerer Zeit wieder für einen Mann. Es ist der gutaussehende Nikolei Stein, der an einer Autobahntankstelle arbeitet. Als er sie eines Tages bittet, ihn in die Stadt mitzunehmen, verursacht sie während der nächtlichen Fahrt einen Unfall und ist vor Entsetzen wie gelähmt. Stein, der aussteigt und sich vergewissert, dass nichts schlimmes passiert ist, nutzt den Vorfall zu seinen Gunsten. Er redet Anette ein, dass der Geschädigte tot ist und bringt sie dazu, Fahrerflucht zu begehen. Systematisch setzt er die völlig verunsicherte Frau, die ihm blind vertraut und an seine Liebe glaubt, psychisch unter Druck und inszeniert ein angebliches Erpressungs-Szenario, durch das er hohe Geldbeträge von ihr kassiert. Doch damit gibt er sich längst noch nicht zufrieden.

    Das Drehbuch zu diesem Krimi-Melodram beruht auf einem Tatsachenbericht in der Illustrierten "Revue". Die Musik stammt von Klaus Ogermann. Barbara Rütting verkörpert die zunächst selbstbewusste, am Ende aber völlig gebrochene Anette Klein. Carlos Thompson, der ja eigentlich mehr auf die Rolle des Sympathieträgers festgelegt war, kann hier mal als durchtriebener Schurke auftrumpfen. Siegfried Lowitz entpuppt sich als Komplize von Stein und unterstützt ihn bei der fingierten Erpressung. Wolfgang Preiss ist Anettes Geschäftspartner Dr.Leipold, der Gefühle für sie hegt und das infame Spiel, dass man mit ihr treibt, allmählich durchschaut. Kai Fischer tritt als Tänzerin und Sängerin in einer Bar auf und ist eine gute alte Bekannte von Nikolei Stein. Als sie am Ende jedoch erkennt, dass sie von ihm nur ausgenutzt wird, verrät sie ihn. Gedreht wurde im Münchener Carlton-Film-Atelier. Bei dem Haus, das Anette Klinger bewohnt, handelt es sich um die Gereut-Villa in Grünwald, die später durch Serien wie "Derrick", "Der Alte" u.a. bekannt wurde.

    "Eine verwitwete Fabrikantin verfällt einem internationalen Abenteurer, der sie psychisch und materiell unter Druck setzt, bis sie im Orient an den Rand des Selbstmords gerät. Sowohl in der psychologischen Motivation als auch in der Milieudarstellung ein unglaubhaftes Hintertreppendrama." (Filmdienst)

    Film-Echo-Note: 2,9 (50 Meldungen)

  • Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    BLONDE FRACHT UND SCHWARZE TEUFEL - (DES FEMMES DISPARAISSENT)
    Frankreich (1958) - R: Edouard Molinaro - DE: 25.9.1959 - FSK 18 - V: Prisma
    Darsteller: Robert Hossein, Estella Blain, Magali Noel, Philippe Clay, Jacques Dacqmine, Jane Markem, Robert Lombard, Pierre Collet, Dominique Boschero



    Pierre, ein einfacher Automechaniker, geht heimlich seiner Braut Beatrice nach, die gegen seinen Willen der Einladung zu einer geheimnisvollen Verabredung folgt. Als er vor dem Haus wartet, in dem sie verschwand, wird er von zwei Männern beobachtet. Es sind Tom und Nasol, die für den Gangster Victor arbeiten, der in Geschäfte mit Mädchenhandel und Prostitution verwickelt ist. In dieser Nacht muß Pierre einiges an Prügel einstecken und lebensgefährliche Situationen überstehen, um Beatrice zu retten und die Bande mit Hilfe der Polizei unschädlich zu machen.

    Die Stärken dieses in einer einzigen Nacht spielenden Films sind die ausgezeichnete Kamera-Arbeit und die ordentlichen Darstellerleistungen. Thematisch bleibt man an der Oberfläche, da die konstruierte Handlung überwiegend auf Action ausgerichtet ist. Das bleihaltige Finale, bei dem von Polizei und Gangstern wild in der Gegend herumgeballert wird, wirkt ziemlich unrealistisch. Abstrus ist auch der reißerische deutsche Titel, denn schwarze Teufel bekommt man nicht zu sehen. Für Robert Hossein, der es als Pierre mit einer ganzen Gangsterbande aufnimmt, ging es damals mit jedem Film ein Stück weiter voran auf der Karriereleiter und seine Darbietung ist auch hier durchaus eindrucksvoll. Estella Blain hat es da schon schwerer, denn die Rolle der Beatrice stellt keine großen Anforderungen. Da hat es Magali Noel etwas besser getroffen. Sie gehört - wohl mehr unfreiwillig - als eine Art Lockvogel zu Victors Bande, zögert aber nicht, Pierre und Beatrice zu helfen. Zur Strafe wird sie ausgepeitscht, was aber merkwürdigerweise keine sichtbaren Spuren hinterlässt. Jacques Dacmine als Bandenboss Victor und Philippe Clay als sein Handlanger Tom sind treffend besetzt und machen ihre Sache gut. Außerdem bekommt man einen der frühen Leinwandauftritte von Dominique Boschero geboten, die in einer kleinen Nebenrolle zu sehen ist.

    "Gangster treiben Handel mit unerfahrenen Mädchen, bis die Polizei das Verbrechernest ausheben und ein Blutbad veranstalten kann. Zynischer Routinefilm aus Frankreichs "Schwarzer Serie." (Filmdienst)

    Film-Echo-Note: 3,5 (12 Meldungen)
    Frankreich: 1.184.598 Besucher (Paris: 239.107)

  • IMMER WENN ES NACHT WIRD
    BRD (1961) - R: Hans Dieter Bove - DE: 1.12.1961 - FSK 18 - V: NFA - Neue Film Allianz
    Achtmann-Filmproduktion, München
    Darsteller: Jan Hendriks, Hannelore Elsner, Karin Kernke, Walter Wilz, Edith Mill, Elisabeth Volkmann, Gerhard Kittler, Almut Berg, Adelin Wagner, Kalle Gaffkus, Peter Parten, Hans Zander, Karl-Heinz Peters



    Die Story, dessen Autoren Christoph Baal und Klaus Peter Schulze sind, weicht in ihren Grundzügen vom bisher Herkömmlichen nicht ab: Vom vielbeschäftigten und natürlich wohlhabenden Vater vernachlässigt und enttäuscht, weiß Bobby Elkins (Jan Hendriks) mit seinen hochdotierten Monatswechseln nichts anderes anzufangen, als das Leben eines Playboys zu führen. Dass er geschlechtskrank ist, wird dabei nicht nur ihm selbst, sondern auch dem einzigen anständigen Mädchen, an das er gerät, zum Verhängnis. Hannelore Elsner verkörpert jenes bürgerliche Mädchen Elke, das ein Abenteuer mit Liebe verwechselt und zum Schluss aus dem Sumpf, in den man sie hineingezogen hat, nicht mehr herausfindet. Bobby, der am Ende sogar von seinen Freunden gemieden wird, rast mit seinem Cabrio in den Tod.
    Um dieses Paar herum sind die üblichen Personen gruppiert: der ergraute Chefarzt als Bobbys Vater, der strebsame Assistenzarzt (Walter Wilz), die flirtende junge Frau des Chefarztes (Edith Mill), die zuverlässige Freundin von Elke (Karin Kernke) und die vielen kleinen Girls in turbulenten Party-Entkleidungsszenen. Es rasen die teuren Sportwagen, es rauschen die Swimmingpools und zum Schluß predigt ein Pfarrer ins Leere. Die einfallsreiche Regie von Hans Dieter Bove, die von der Kamera wirkungsvoll eingefangenen Szenen und die intensiven Leistungen der genannten Hauptdarsteller wären einesd würdigeren Stoffes wert gewesen. (Film-Echo)

    Nach den Atelieraufnahmen in den Riva-Studios in Unterföhring folgten Außendrehs in München und Umgebung. Peter Parten gibt hier sein Leinwand-Debüt und für Hans Dieter Bove war es die erste Spielfilm-Regie. Klimbim-Star Elisabeth Volkmann hat als Starlet Kitty erstmals eine größere Rolle. Ursprünglich sollte der Film vom Adria-Verleih herausgebracht werden.

    Der meistumstrittene Film der letzten Monate" (NFA)

    Start-Ergebnis:
    Hamburg, Palast-Theater - In den ersten 3 Tagen 6.089 Besucher.

    "Ein atmosphärischer Sittenfilm mit intensiven Parallelmontagen, Film-Noir-inspirierter Straßenfotografie und der Musik des Jazzpianisten Wolfram Röhrig." (DFF)

    Das Deutsche Filminstitut Filmmuseum (DFF) widmete der verstorbenen Schauspielerin Hannelore Elsner 2019 eine ausführliche Hommage, bei der auch dieser Film gezeigt wurde.

  • MARSCHIER ODER KREPIER - (MARCIA O CREPA)
    D/I/Sp (1963) - R: Frank Wisbar - DE: 6.2.1963 - FSK 18 - V: NFA - Neue Film Allianz
    Deutscher Produzent: Monachia-Zeyn, München (Willy Zeyn)
    Darstller: Stewart Granger, Hans von Borsody, Peter Carsten, Dietmar Schönherr, Dorian Gray, Maurizio Arena, Leo Anchoriz, Fausto Tozzi, Riccardo Garrone, Carlos Casaravilla, Ivo Garrani, Alfredo Mayo



    Algerien 1961: Captain Leblanc von der Fremdenlegion erhält den Auftrag, den Rebellenführer Ben Bled gefangenzunehmen. Er stellt eine Truppe von Söldnern verschiedener Nationalitäten zusammen, die er von früheren Einsätzen kennt. Es gelingt den Männern, Ben Bled in ihre Gewalt zu bringen. Mit ihm und einer von den Aufständischen festgehaltenen Frau machen sie sich auf den Rückweg. Als der Hubschrauber naht, der sie aus dem Einsatzgebiet herausholen soll, wird er von den Rebellen, die die Verfolgung aufgenommen haben, abgeschossen. Bei dem Versuch, sich zufuß durchzuschlagen, finden sie Zuflucht in einer verlassenen Kirche. Aber dort sitzen sie in der Falle, denn draußen warten ihre Gegner, die Ben Bled befreien wollen.

    Die Dreharbeiten zu dem Film begannen im April 1962 in Spanien und fanden überwiegend in Almeria und Andalusien statt. Die anschließenden Atelier-Aufnahmen entstanden in Madrid. Angekündigt wurde er von der NFA zunächst als "Sprung in die Hölle". Frank Wisbar inszenierte den Film als spannendes Action-Abenteuer und hatte von vornherein klargestellt, dass er keinen politischen Film machen wolle. Einige Kritiker nahmen ihm das übel. Hauptdarsteller Stewart Granger überzeugt als erfahrener und souveräner Anführer, der seine Männer, deren Stärken und Schwächen er kennt, im Griff hat und auch in kritischen Situationen motiviert und zusammenhält. Die drei deutschen Schauspieler haben alle größere Rollen und fügen sich gut in das internationale Darsteller-Team ein. Hans von Borsody ist als Fritz der engste Vertraute des Captains, Peter Carsten spielt wie oft den verwegenen Draufgänger und Dietmar Schönherr wird neben seiner kämpferischen Leistung auch für seine Dienste als Funker geschätzt. Die Italienerin Dorian Gray, bürgerlich Maria Luisa Mangini, schließt sich als Nora den Söldnern an, um wieder frei zu sein. Die Schauspielerin arbeitete mit Regisseuren wie Fellini oder Antonioni zusammen und wirkte auch in dem Deutschen Film "Finden Sie, dass Constance sich richtig verhält?" mit. Den Soundtrack lieferte Francesco Lavagnini. Das Titelthema "Concerto Disperata" wurde in Italien durch den Trompeter Nini Rosso zum Hit. Als "The Legion´s Last Patrol" schaffte das Orchester Ken Thorne damit in UK ebenfalls einen Chart-Erfolg.

    "Wieder einmal wird der Krieg als gegeben hingenommen. Mit Politik, Gott behüte, will der Film nichts zu tun haben. Ihm geht es um soldatische Pflichterfüllung, Disziplin, Kameradschaft, menschliche Bewährung, Opferbereitschaft und was dergleichen mehr an Idealen zu zitieren ist. Wie diese Männer, Deutsche, Franzosen, Italiener und Spanier, überhaupt zur Legion gekommen sind, danach wird nicht gefragt. Es sind halt alles "harte, hundertmal bewährte Burschen, auf die man sich verlassen kann." Bewundernd wird gezeigt, wie sie ihr "Handwerk", das Drauflostöten, verstehen, ohne viel zu fragen. Davon abgesehen bleibt ein sehr spannender und realistisch gemachter, gut gespielter, geschickt fotografierter und musikalisch fast balladesk untermalter Film. Der Publikumszulauf wenige Tage nach der Münchener Premiere deutet auf ein gutes Geschäft hin." (film-Echo)

    Film-Echo-Note: 4,1 (24 Meldungen) / Erstnote: 3,7
    Frankreich: 834.131 Besucher
    Italien: Platz 96 der 100 erfolgreichsten Filme der Saison 1963/64

  • Affäre Nabob (1960)Datum16.11.2020 12:41
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    AFFÄRE NABOB - (AU VOLEUR)
    AT: HALTET DEN DIEB
    F/D (1960) - R: Ralph Habib - DE: 3.2.1961 - FSK 16 - V: Europa
    Deutscher Produzent: Neue Emelka, München (Rüdiger von Hirschberg)
    Darsteller: Paul Guers, O.E.Hasse, Perrette Pradier, Sonja Ziemann, Gerard Darrieu, George Alban, Bob Lerick



    Gentleman-Gauner Serge Duval soll für einen anonymen Auftraggeber einen kostbaren Diamanten, den Nabob, stehlen. Dieser befindet sich im Besitz eines schwerreichen Mannes, den man ehrfurchtsvoll als "Exzellenz" betitelt. Er residiert in einem Luxus-Hotel an der Cote d`Azur, wo er allabendlich das Schmuckstück im Dekollete seiner schönen Begleiterin Amenita als sichtbares Zeichen seines Milliarden-Vermögens zur Schau stellt. Serge Duval steigt im selben Hotel ab, wo er sich als Graf Fornari ausgibt. In der Tasche seines Jackets befindet sich eine perfekte Imitation des Nabob. Auf Anhieb gelingt es ihm, die Aufmerksamkeit Amenitas zu erlangen, doch er ahnt nicht, dass auch sie plant, sich den edlen Stein anzueignen. So kommt es, dass sowohl der echte Nabob als auch der unechte, diverse Male den Besitzer wechseln.

    Ralph Habibs stilsichere Inszenierung lässt immer wieder seine persönliche Handschrift durchschimmern, wobei ein wenig mehr Tempo vielleicht nicht geschadet hätte. Zu den Vorzügen des Films gehören die elegante Ausstattung, attraktive Schauplätze und eine gut ausgewählte Besetzung. Dominierender Star ist eindeutig O.E.Hasse, aber auch Paul Guers und Perrette Pradier überzeugen in ihren Rollen. Sonja Ziemann taucht als reiche Miss Barbara erst gegen Ende des Films auf. Da wird dann während eines Maskenballs an Bord einer Yacht in Anwesenheit des Kommissars der Fall aufgeklärt.
    Vom Europa-Verleih zunächst als "Haltet den Dieb" angekündigt, kam der Film bei uns als "Affäre Nabob" in die Kinos. Der österreichische Verleih "Jupiter" behielt allerdings den ursprünglichen Titel bei.

    "Gaunerkomödie, in der ein Edelstein wiederholt gestohlen und vertauscht wird, ehe er zwei Liebende zusammenführt. Der leichtgewichtige Film - im Originalstoff dem Nachlass von Sacha Guitry entstammend - ermüdet trotz passabler Darstellerleistungen durch spürbare Längen." (Filmdienst)

    "O.E.Hasse gibt sich als fürstliche Exzellenz blaublütig und augenzwinkernd zugleich und präsentiert sich in dieser Rolle als Grandseigneur aus Guitrys Geist. Neben ihm haben es die übrigen Schauspieler nicht leicht. Aber sie halten sich gut, sowohl Paul Guers als Dieb als auch Perette Pradier. Alles in allem: Zwar eine neuerliche Diebes-Komödie, aber eine mit der Handschrift Guitrys, d.h. brillante Dialoge, geistvoll, bissig, mit jenem Schuss Frivolität, der auch jenseits der gallischen Grenzen geschätzt wird." (Film-Echo)

    Start-Ergebnis im Mannheimer "Alhambra" (982 Plätze):
    "Die Besucher amüsieren sich. Der Film spricht breite Massen und auch das bessere Publikum an. Der Besuch litt allerdings unter den vielen Karnevals-Veranstaltungen und war daher nur mittelmäßig."

    Film-Echo-Note: 5,2 (36 Meldungen) / Erstnote: 4,9

  • Eine Handvoll Helden (1967)Datum14.11.2020 17:07
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema Eine Handvoll Helden (1967)

    Ein paar zusätzliche Informationen:

    EINE HANDVOLL HELDEN (AT: DIE LETZTE KOMPANIE)
    D/I (1967) - R: Fritz Umgelter - DE: 17.11.1967 - FSK 12 - V: Constantin
    Prod.: Rapid-Film, München (Wolf C.Hartwig) (70%)/ P.E.A., Rom (30%)
    weitere Darsteller: Volkert Kraeft, Rolf Becker, Franco Fantasia, Franz Rudnick, Karlheinz Fiege

    "... strenger Männerfilm, der ausgezeichnet fotografiert und besetzt ist. Horst Frank darf endlich einmal einen Helden spielen und seine übliche Verbrecherrolle ablegen. Er tut es mit fast preußischer Hingabe." (Film-Echo)

    Bei deutschen Kinopublikum fiel der Film damals durch. Er wurde dann umgetitelt in "Die letzte Kompanie", was aber auch nichts änderte. Beim Film-Echo gingen weniger als 10 Meldungen ein.

    Kinoplakat.

    https://www.cinematerial.com/movies/eine...1746/p/xa8ibxmy

  • Dass diese Filme tatsächlich verschollen sind, will ich gar nicht behaupten - daher auch das Fragezeichen. Scheinbar sind sie nach der Kinoauswertung von der Bildfläche verschwunden, liefen nicht im Fernsehen und es gab wohl auch keine Video-Auswertung. Möglicherweise lagern Kopien bei der Murnau-Stiftung, dem Deutschen Filminstitut & Filmmuseum oder sonstwo. Es kommt ja machmal auch vor, dass ein vermeintlich verschollener Film plötzlich wieder auftaucht.

  • MORD AM CANALE GRANDE (VOIR VENISE .. ET CREVER / LA SPIA CHE VENNE DALL`OVEST)
    F/I/D (1964) - R: André Versini - DE: 24.4.1964 - FSK 16 - V: Columbia-Bavaria
    Deutscher Produzent: Eichberg-Film, München
    Darsteller: Sean Flynn, Karin Baal, Hannes Messemer, Madeleine Robinson, Ettore Manni, Pierre Mondy, Jacques Dufilho, Daniel Emilfork, Roberto Messina, Jacques Monod



    Der Franco-Amerikaner Michel Nemours, ein wohlhabender junger Mann mit Sportwagen und eigenem Butler, erhält Besuch von Madame Tregard. Sie bittet ihn um Hilfe, denn ihr Ehemann Paul, der für den französischen Geheimdienst arbeitet, ist verschwunden. Sein letzter Aufenthaltsort war Venedig. Da der Gesuchte mit Michels verstorbenem Vater befreundet war, dem er sogar mal das Leben gerettet hat, entschließt sich Michel, Nachforschungen anzustellen. In der Lagunenstadt angekommen, gerät er gleich in gefahrvolle Situationen und wird in eine internationale Spionageaffäre verwickelt. Er findet heraus, dass Paul Tregard offensichtlich die Seiten gewechselt hat.

    Der Film basiert auf dem Roman "Mission to Venice" von James Hadley Chase und wurde an Originalschauplätzen in Venedig gedreht. Hauptdarsteller Sean Flynn ist der Sohn von Filmlegende Errol Flynn. Er war schon vorher in einer deutsch-französisch-italienischen Produktion zu sehen ("Verspätung in Marienborn", Regie: Rolf Hädrich). Wegen mangelnder Filmangebote wirkte Karin Baal damals überwiegend in TV-Produktionen mit. Erst 1966 sah man sie in "Ganovenehre" wieder auf der Leinwand. Zwei Jahre später folgte dann "Der Hund von Blackwood Castle".

    "Held der Geschichte ist ein junger Mann aus Paris: reich, sportlich, gut aussehend - mit einem Wort: Sean Flynn. In der Hauptrolle ist er bis zu jenem Grad erfolgreich, von dem an das Bubengesicht die Glaubwürdigkeit untergräbt. In einem kurzen Auftritt zu Beginn des Films wird Schauspielkunst geboten: von Madeleine Robinson. Die Regie konzentriert ihr Augenmerk auf Spannung, womit wohl der Hauptzweck des Films erfüllt sein mag. Da zudem Kameramann Michel Bouyer aus verfallenen Palazzi, engen Kanälen und venezianischen Hintertreppen eine spürbare Atmosphäre herauszuholen verstand, weiß der Film sein Publikum gut zu unterhalten." (Film-Echo)

    Film-Echo-Note: 5,1 (10 Meldungen)
    Frankreich: 547.730 Besucher (Paris: 83.155)

    Das Kinoplakat:

    https://www.filmposter-archiv.de/filmplakat.php?id=31627

  • SCHMUTZIGER ENGEL
    Deutschland (1958) - R: Alfred Vohrer - DE: 11.7.1958 - FSK 16 - V: Europa
    Prod.: Ultra-Film, Berlin
    Darsteller: Peter van Eyck, Corny Collins, Doris Kirchner, Hans Nielsen, Sabine Sinjen, Werner Peters, Ralf Wolter, Adelheid Seeck, Franz Schafheitlin, Ludwig Linkmann, Rex Gildo, Edith Hancke



    Die Schülerin Beate Schorlemmer, ein verwöhntes Mädchen aus reichem Haus, schwärmt für ihren Lehrer, den gutaussehenden und allseits beliebten Studienrat Dr.Agast. Doch alle Bemühungen, seine Aufmerksamkeit zu erringen, werden von ihm ignoriert. Auch der Versuch, über seinen Sohn an ihn heranzukommen, bringt nicht den erhofften Erfolg. Als sich der Lehrer seiner Kollegin Norma Berg zuwendet, die als neue Lehrkraft ans Gymnasium gekommen ist, erwacht in Beate Eifersucht, die bald in Hass umschlägt. Sie beschließt, sich an Agast zu rächen. Einen Besuch in seiner Wohnung benutzt sie dazu, den Lehrer in eine Situation zu bringen, die den Anschein erweckt, er habe sie sexuell bedrängt.

    Peter van Eyck: Dr.Agast, Studienrat
    Corny Collins: Beate
    Doris Kirchner: Norma Berg
    Sabine Sinjen: Ruth
    Hans Nielsen: Herr Schorlemmer, Beates Vater
    Franz Schafheitlin: Untersuchungsrichter
    Adelheid Seeck, Werner Peters & Ralf Wolter gehören zum Lehrer-Kollegium

    Alfred Vohrer arbeitete in den 1950er Jahren zunächst überwiegend als Synchron-Regisseur. Mit "Schmutziger Engel" inszenierte er seinen Kino-Erstling. Das Drehbuch von H.G.Petersson basiert auf dem Roman "Im Hauptfach: Liebe", der damals in einem Wochenblatt veröffentlicht wurde. Die Musik stammt von Martin Böttcher. Die Dreharbeiten fanden im Mai/Juni 1958 in Hamburg statt. Während Sabine Sinjen (Jahrgang 1942) das passende Alter für ihre Rolle besaß, hatten ihre "Mitschülerinnen" Corny Collins (Jahrgang 1933) und Edith Hancke (Jahrgang 1928) selbiges bereits überschritten.
    Unter dem Titel "Dem eigenen Triebe hörig" - Das gefährliche Spiel einer Frühreifen - wurde der Film bereits 1957 vom Panorama-Verleih angekündigt. Von den dabei genannten Darstellern blieb am Ende einzig und allein Hans Nielsen übrig.

    "Ein Lehrer wird von einer Schülerin auf infame Weise verleumdet. Routiniert gefilmte Kolportage-Unterhaltung; die Probleme der Jugendpsychologie, der Rechtsfindung und Rechtssprechung werden recht vereinfacht dargestellt."(Filmdienst)

    Film-Echo-Note: 2,9 (67 Meldungen)
    Frankreich: 304.763 Besucher

  • Ich habe den Film überhaupt noch nicht gesehen, kenne nur einen kurzen Ausschnitt aus der französischen Fassung, aus dem auch die Screen-Shots stammen. Es gab meines Wissens weder eine deutsche Fernsehausstrahlung noch eine VHS-VÖ.

  • DAS BRENNENDE GERICHT (LA CHAMBRE ARDENTE)
    F/D/I (1962) - R:Julien Duvivier - DE: 16.2.1962 - FSK 18 - V: Columbia-Bavaria
    Darsteller: Nadja Tiller, Jean-Claude Brialy, Perrette Pradier, Walter Giller, Edith Scob, Claude Rich, Helena Manson



    Seltsame Dinge geschehen im Schloß der Adelsfamilie Desgrez, wo die Brüder Marc und Stephan auf den Tod ihres greisen Onkels warten, um die Erbschaft antreten zu können. Neben Marcs Frau Lucy, der Krankenpflegerin Myra, einem Jugendfreund des Hausherrn und den Dienstboten, sind auch der Journalist und Historiker Michel Boissand, der sich für die Familienchronik interessiert, und seine Gattin Marie anwesend. Als der alte Desgrez dann stirbt, stellt sich heraus, das er vergiftet wurde.

    Ein einsames Schloß, ein Adelsgeschlecht, auf dem ein Fluch lastet, ein mysteriöser Todesfall, eine Leiche, die verschwindet, unheimliche Gemäuer, knarrende Türen und eine rätselhafte Frau in Weiß, die nachts durch die Gänge geistert. Dazu ein Schuß Okkultismus und eine Prise Mystik. Das klingt nicht uninteressant, doch ob der Film hält, was er verspricht, ist leider nicht bekannt.

    DAS"SPUKSCHLOSS" IM TAUNUS
    Gedreht wurde ab dem 15.8.1961 im Schloß Hohenbuchau bei Wiesbaden, das damals schon etwas heruntergekommen war. Regisseur Duvivier hatte vorher 25 Schlösser in Deutschland begutachtet. Weitere Aufnahmen fanden in der Umgebung von Wiesbaden, in Limburg und in Triberg/Schwarzwald statt. Zu den abschließenden Atelier-Drehs ging es dann nach Paris.

    "Julien Duvivier drehte diese kriminalistische Gaukelei mit deutlichem Blick auf den sogenannten Publikumsgeschmack. Hokuspokus und makabre Scherze reihen sich um eines Erbonkels Ableben. Die mystischen Beigaben - die ätherische Frau des Journalisten, Nebel und Legionen von Käuzchen - sind nicht viel mehr als eine Verbeugung vor der Freude des Publikums am Grusel. Auch Duvivier hat bekanntlich Spaß am zwielichtigen Schimmer und an Schemen. Leider beeinträchtigt das letzte Filmdrittel den Gesamteindruck. Gegen Ende wächst sich der amüsante Spuk zu einer dramatischen Mordgeschichte aus, die kein Schmunzeln mehr aufkommen lässt. Gespielt wird gut, doch nicht überragend. Nadja Tiller fiel als hintergründige Krankenschwester eine reizvolle Aufgabe zu, während sich Jean-Claude Brialy etwas mühsam in seine Rolle als Marc Desgrez hineinfindet. Perrette Pradier hält die verdächtige Ehefrau geschickt in der Schwebe, so dass auch ihr der Mord zuzutrauen wäre. Claude Rich, als Stephan trifft sehr sicher den Typ des filmbeliebten Sprosses der High Society, der sich geistreich über die Dekadenz seiner Vorfahren lustig macht. Walter Giller als Journalist - gedämpft drollig und betont nüchtern - ist ein wohltuendes Pendant zu Edith Scob, die außer ihrem blassen Teint und der hauchzarten Erscheinung nicht viel mitzubringen braucht." (Film-Echo)

    Film-Echo-Note: 5,0 (39 Meldungen) / Erstnote: 3,9
    Frankreich: 834.310 Besucher (Paris: 339.31

    Kinoplakat:
    https://www.postertreasures.com/New-Aqui...re-ardente.html

  • UND VERGIB MIR MEINE SCHULD - (ASCOLTAMI)
    AT: LIED VON NEAPEL
    Deutschland/Italien (1957) - R: Carlo Campogalliani - DE: 3.4.1958 - FSK 12 - V: ABC/City/Has/Krüger
    Produktion: Peter Bamberger, München / Diva, Rom
    Darsteller: Joachim Fuchsberger, Janet Vidor, Peter Carsten, Laya Raki, Franco Silva, Luciano Tajoli, Dante Maggio, Nerio Bernardi, Gundula Korte



    Hafenarbeiter Franco, der eine schöne, aber noch unausgebildete Stimme besitzt, erhält das Angebot, als Sänger im Nachclub "Mocambo" aufzutreten. Die Inhaber des Lokals, Herkules und Max, wollen ihn jedoch nur zu ihrem Werkzeug machen und seinen Job im Hafen für ihre Schmuggelgeschäfte ausnutzen. Derweil ist der Sänger Luciano, der in Amerika Karriere gemacht hat, in seine Heimat zurückgekehrt. Er erkennt Francos Gesangstalent und ermöglicht ihm ein Probesingen beim Rundfunk, das erfolgreich verläuft. Luciano, der damals bei Nacht und Nebel verschwand und Frau und Kind verlassen hatte, ahnt, dass Franco sein Sohn ist, gibt sich aus Scham aber nicht zu erkennen. Doch nun komplizieren sich die Dinge. Durch ein Mißverständnis zweifelt Franco an der Treue seiner Freundin Julia und lässt aus Enttäuschung sein öffentliches Rundfunk-Debüt platzen. Stattdessen lässt er sich für den geplanten großen Coup der beiden Nachtclubbesitzer einspannen, unterschätzt aber deren kriminelle Energie.

    Ein Melodram um Schuld und Vergebung, aufgepeppt mit kriminellen Machenschaften und gedreht in Cinema-Scope. Zur allgemeinen Überraschung erleben wir Blacky Fuchsberger, wie er im schicken Bühnen-Outfit mit Begleitband als Sänger in einem Nachtclub auftritt.
    Obwohl sich Fuchsberger mit der erfolgreichen "08/15"-Trilogie einen Namen gemacht hatte, gab es anschließend keine sonderlich interessanten Rollenangebote für ihn. Somit fiel es dem Münchener Produzenten Peter Bamberger - bekannt für seine Überzeugungskraft - sicher nicht schwer, ihm die Rolle des Franco in dieser deutsch-italienischen Coproduktion schmackhaft zu machen. Als zusätzliches Schmankerl wurde Fuchsbergers Ehefrau Gundel für einen kleinen Auftritt als Sekretärin eines Musikverlegers engagiert. Obendrein war auch Peter Carsten aus den "08/15"-Filmen mit von der Partie. Bamberger fand allerdings keinen großen Verleih für seine Produktion. In Italien soll der Film 202 Mio. Lire eingespielt haben, was aber auch nicht überdurchschnittlich ist.
    Luciano Tajoli, der den Vater spielt, war ein damals erfolgreicher italienischer Gesangsstar. Er gehörte 1961 mit dem Song "Al di la" zu den Siegern des San Remo-Festivals. Daraufhin brachte der ABC-Verleih den Film mit dem neuen Titel "Lied von Neapel" wieder in die Kinos.

  • Dietrich Adam gestorbenDatum04.11.2020 13:05
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Der Schauspieler Dietrich Adam ist am 2.November im Alter von 67 Jahren in Berlin gestorben. Bekannt wurde er 1982 durch die ZDF-Serie "Die Pawlaks". Danach folgte allerdings eine längere Fernsehpause. Erst in den 1990er Jahren startete er voll durch. Er trat auch in diversen Krimi-Serien wie "Die Männer vom K3", "Mordkommission", "Der Bulle von Tölz", "Tatort" oder "Großstadtrevier" auf und stand bis zuletzt vor der Kamera.

  • 36 Stunden (1964)Datum03.11.2020 14:54
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    36 Stunden - (36 Hours)
    USA 1964 - R: George Seaton - DE: 4.3.1965 - FSK 12 - V: MGM
    Darsteller: James Garner, Rod Taylor, Eva Marie Saint, Werner Peters, John Banner, Alan Napier



    1944: Mit einem raffinierten Täuschungsmanöver versucht die deutsche Abwehr, an Informationen über die bevorstehende Invasion der Alliierten zu kommen. Man betäubt den in Lissabon weilenden amerikanischen Geheimdienstoffizier Jefferson Pike und entführt ihn nach Süddeutschland. Als er wieder zu sich kommt, wird ihm vorgetäuscht, dass er sich in einem US-Militärhospital auf deutschem Boden befindet. Der Krieg sei längst vorbei, die Nazis besiegt und er selbst habe das Gedächtnis verloren. Um sein Erinnerungsvermögen wiederzuerlangen, müsse er sich die Geschehnisse rund um die Invasion vergegenwärtigen. Dass der freundliche Psychiater Dr. Gerber in Wahrheit ein NS-Arzt ist, ahnt Pike nicht und so erzählt er zunächst bereitwillig von den "damaligen" Plänen der Alliierten. Bis ihm ein kleines Indiz verrät, dass man ein falsches Spiel mit ihm treibt.

    Mit bewährten Darstellern wie James Garner, Rod Taylor und dem Deutschen Werner Peters wurde dieser Spionage-Thriller nach ebenso bewährten Mustern treffsicher in Szene gesetzt. Gedreht wurde in Schwarzweiß, was dem Film eine dokumentarische Note verleiht. Das Drehbuch entstand nach einem Roman von Roald Dahl und die Musik stammt von Dimitri Tiomkin. Das deutsche Kinopublikum zeigte allerdings nur wenig Interesse, so dass der Einstieg in die Erfolgsrangliste knapp verpasst wurde.

    Die ausgefallene Idee gibt Gelegenheit zu ansehnlicher Maskerade, wobei es dem amerikanischen Filmstab kaum schwer fiel, ein Hospital der "US Occupation Forces" hinzuzaubern - mit Rod Taylor und Eva Marie Saint, die auf Amerikaner mimen. Grotesk wird die Szene, wenn Rod Taylor in Anwesenheit des von Werner Peters gespielten Obergruppenführers fabuliert, was nach Kriegsende geschah: dass die Nazi-Größen aufgeknüpft und die SS-Männer an die Wand gestellt wurden. Insgesamt ist das Filmniveau auf der Ebene eines Routine-Thrillers. So hübsch und verwegen die Grundidee ist, sie riecht nach Spionage-Fantasie eines begabten Autors. Die schauspielerischen Leistungen bewegen sich in dem von der Inszenierung vorgestecktem Rahmen. James Garner, als US-Agent diesmal in einer dramatischen Rolle, und Rod Taylor als deutscher Arzt, bleiben auf der Linie prototypischer Männlichkeit aus Hollywood. Die vom KZ gezeichnete Frauengestalt findet in Eva Marie Saint eine subtile Interpretin. Werner Peters bemüht sich, im mimischen Ausdruck eine Position zwischen zynischem Klischée und Verharmlosung zu finden. Es empfiehlt sich, die Werbung für den Film auf den Thriller abzustimmen, dessen Interessentenkreis vermutlich zufriedengestellt wird."(Film-Echo)

    Frankreich: 438.007 Besucher
    Spanien: 919.231 Besucher
    Italien: Rang 91 der 100 erfolgreichsten Filme der Saison 1964/65

  • Sean Connery gestorbenDatum31.10.2020 19:30
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Sean Connery ist im Alter von 90 Jahren gestorben.
    Für mich war er der einzig wahre James Bond.

  • Thema von Giacco im Forum Off-Topic

    FÜR ZWEI GROSCHEN ZÄRTLICHKEIT
    BRD/Dänemark (1957) - R:Arthur Maria Rabenalt - DE:11.10.57 - FSK 18 - V: Constantin
    Produktion: Rialto/Preben Philipsen
    Drehbuch: Werner Hill (Nach einer Idee von Franz Geiger)
    Musik: Bert Grund - Kamera: Albert Benitz - Herstell.-Ltg.: Helmut Beck
    Darsteller: Claus Holm, Ingmar Zeisberg, Erwin Strahl, Kai Fischer, Paul Westermeier, Irene Mann, Heinz Klevenow, Gerhard Frickhöffer, Erwin Linder



    Als die in Ostdeutschland lebende Eva Bernhardt ihre Stellung verliert, erinnert sie sich an ihre einstige Freundin Marianne, die in Kopenhagen lebt. Sie überquert die Grenze in den Westen und gelangt mit der Hilfe des Fernfahrers Hendrik von Flensburg nach Kopenhagen. Dort findet sie Marianne, die sich jetzt Ria nennt, im Modeatelier von Luigi Moretti, wo sie als Mannequin arbeitet und ein schickes Apartment bewohnt. Da Eva ohne polizeiliche Anmeldung und ausreichende Papiere keine Arbeit findet, lässt sie sich dazu überreden, als Mannequin an der nächsten Modenschau in Morettis Salon teilzunehmen. Dabei stellt sie entsetzt fest, dass sie in einem Call-Girl-Etablissement gelandet ist. Als Moretti von ihr verlangt, dass sie für ihn arbeitet, weigert sie sich zunächst.

    Hendrik Pedersen: Claus Holm
    Eva Bernhardt: Ingmar Zeisberg
    Luigi Moretti: Erwin Strahl
    Ria : Kai Fischer

    Ein früher deutscher Sittenfilm, der nach der Kinoauswertung nicht mehr gezeigt wurde. Es gab weder eine TV-Ausstrahlung noch eine Video-Veröffentlichung. Seinerzeit konnte die Produktion in viele Länder exportiert werden. Auch in Frankreich lief sie mit bemerkenswertem Erfolg: 1.148.075 Besucher (davon allein in Paris 316.420)

    "Call-Girl-Reportage aus Kopenhagen. Im Mittelpunkt der unglaubhaften Ereignisse einmal mehr das arbeitslose verführte Mädchen, das gegen seinen Willen gezwungen wird, sich zu verkaufen. Die Regie macht den Zuschauer zum Voyeur, ohne die Story psychologisch oder sozialkritisch zu vertiefen." (Film-Dienst)

  • Fünf gegen Casablanca (1967)Datum26.10.2020 12:46
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    FÜNF GEGEN CASABLANCA - (ATTENTATO AI TRE GRANDI)
    I/D/F (1967) - R: Umberto Lenzi - DE: 15.3.1968 - FSK 12 - V: Constantin
    Prod.: PEA, Rom (60%) - Constantin, München (20%), Ege, Paris (20%)
    Darsteller: Ken Clark, Horst Frank, Carlo Hintermann, Renato Rossini, Hardy Reichelt, Jeanne Valerie, Fabienne Dali, Franco Fantasia, Gianni Rizzo, Tom Felleghi



    1943: Unter der Führung von Hauptmann Schoeller durchquert ein deutscher Kommandotrupp, getarnt als Engländer, die nordafrikanische Wüste. Ihr Ziel ist Casablanca, wo ein geheimes Treffen von Churchill, Roosevelt und Stalin, die eine Allianz gegen Hitler bilden wollen, stattfindet. Die drei Staatsmänner sollen liquidiert werden. Der Wüstenmarsch erweist sich als äußerst strapaziös, doch selbst sengende Hitze, Sandstürme, giftige Skorpione oder feindlich gesinnte Tuaregs können die fünf Männer nicht von ihrer Mission abhalten. Als sie endlich Casablanca erreichen, ahnen sie nicht, dass die feindliche Abwehr bereits über ihre Ankunft informiert worden ist.



    Die Handlung spielt zwar während des zweiten Weltkriegs, doch es handelt sich eher um einen Action- und Abenteuerfilm. Gedreht wurde an Originalschauplätzen und Lenzis Inszenierung überzeugt durch Sorgfalt und Einfallsreichtum und ist auch in den Details stimmig. Die Wüstenszenen wurden eindrucksvoll fotografiert, die Handlung hat viele überraschende Wendungen und ausreichend Spannung zu bieten. Abgerundet wird das alles durch gute schauspielerische Leistungen. Ken Clark ist als Anführer der Truppe ein überzeugter Vertreter des Hitler-Regimes. Horst Frank bildet als Leutnant Wolf, der in den USA geboren wurde und jüdische Freunde hatte, einen kritischen Gegenpol. Leider hat er sich hier nicht selbst synchronisiert. Zu den fünf Männern gehört auch der deutschstämmige Carlo Hintermann, der in einer größeren Rolle zu sehen ist, während Hardy Reichelt und Roberto Rossini (aka Howard Ross) in der zweiten Filmhälfte nicht mehr dabei sind, da sie den Marsch durch die Wüste nicht überleben. Zwei unterschiedliche Frauen müssen sich in diesem von Männern dominierten Film behaupten: Jeanne Valerie ist Faddja, ohne deren Hilfe die Truppe es wohl gar nicht erst bis Casablanca geschafft hätte. Einen ganz anderen Typ verkörpert Fabienne Dali, die als Simone im Nachclub-Milieu zuhause ist und mehr oder weniger unfreiwillig zur Komplizin der Deutschen wird.

    "Einen - an den geschichtlichen Tatsachen gemessen - utopischen Auftrag erhalten in dieser im 2. Weltkrieg spielenden Action-Story drei deutsche Offiziere und zwei Soldaten. Sie sollen die zu einer Geheimkonferenz in Casablanca versammelten Staatsmänner Churchill, Roosevelt und Stalin um die Ecke bringen. Die schwache Spannungsfrage, auf welche Weise nun dieses Himmelfahrtskommando abgewehrt wird, hat Regisseur Umberto Lenzi durch stellenweise intensive Schauspielerführung aufgewertet. Profil zeigt dabei vor allem Horst Frank in der Rolle eines zum Kriegsgegners sich wandelnden Offiziers."

    Film-Echo-Note: 4,2 (11 Meldungen)
    Start-Noten:
    Köln, City (503 Pl.): 7 Tg - gut
    Wiesbaden, Park (908 Pl): 7 Tg - gut
    München, Atlantik (632 PL): 11 Tg - gut
    Saarbrücken, Apollo (400 PL): 7 Tg - gut
    Braunschweig, City (638 Pl): 4 Tg - zufrieden)

    Frankreich: 482.839 Besucher

  • Das verräterische Auge (1965)Datum17.10.2020 14:19
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    DAS VERRÄTERISCHE AUGE - (BERLINO, APPUNTAMENTO PER LE SPIE)
    Italien (1965) - R: Vittorio Sala - DE: 23.6.1967 - FSK 16 - V: Rank
    Darsteller: Brett Halsey, Pier Angeli, Gastone Moschin, Dana Andrews, Tanya Beryl, Marco Guglielmi, Mario Valdemarin, Luciana Angiolillo, George Wang, Renato Baldini, Luciano Pigozzi, Massimo Righi



    Der ostdeutsche Wissenschaftler Krauss, der eine neuartige Laserwaffe entwickelt hat, kommt bei einem Fluchtversuch in den Westen ums Leben. Seine Tochter Paula soll gegen ihren Willen nach Moskau gebracht werden, da man davon ausgeht, dass sie die wichtige Formel zur Herstellung der Wunderwaffe kennt. Dem US-Agenten Bert Morris gelingt es jedoch in einer waghalsigen Aktion, sie aus dem Zug zu entführen und sicher über die Grenze zu bringen. Doch die Sowjets bleiben am Ball. Sie haben nämlich dem amerikanischen Abwehr-Chef Colonel Lancaster bei einer Augenoperation in der renommierten Van-Dongen-Klinik heimlich eine Mikrokamera in sein Sehorgan implantieren lassen. Dadurch wird Lancaster unwissentlich zum wertvollsten Informanten seiner Gegner, die so den Aufenthaltsort von Paula Krauss erfahren, hinter der mittlerweile auch die Chinesen her sind.

    Vittorio Sala ist es mit diesem Film leider nicht gelungen, mehr als einen durchschnittlichen Beitrag zum Eurospy-Genre abzuliefern. Das Ergebnis krankt vor allem am löchrigen und unausgereiften Script. Da nützen auch ein paar nette Einfälle (gekidnappte Personen werden in riesigen Zahncreme-Tuben transportiert, eine lebensgroße Napoleon-Bonaparte-Figur dient als Mordinstrument) nicht viel. Brett Halsey, der damals mit seiner Ehefrau, dem deutschen Gesangsstar Heidi Brühl, in Rom lebte, hatte noch einen weiteren Leinwand-Einsatz als Agent, kann mit seinem etwas gelackten Schönling-Charme aber nicht so recht als harter Bursche überzeugen. Die verfolgte Unschuld spielt Pier Angeli und als Bösewicht präsentiert sich Gastone Moschin. US-Star Dana Andrews ist als Colonel Lancaster der Mann mit dem Spion im Auge und Tanya Beryl gehört als blondes Gift zur Gangsterfraktion. Als Schauplätze dienen u.a. Berlin, Paris und Beirut.

    "Einziges Novum in diesem amerikanisch-russisch-chinesischem Agentenwettrennen nach der Formel einer Laser-Todesstrahlen-Waffe, ist der Gegenspionagetrick der Russen, die dem einäugigen US-Abwehrchef ins gläserne Auge eine Fernsehkamera einoperieren ließen. Den Klischée-Ablauf der Handlung kann das hübsch ausgedachte Konkurrenz-Schnippchen jedoch ebenso wenig hemmen wie den "Endsieg der Amerikaner", deren Repräsentant Brett Halsey schließlich außer der Formel auch noch das Herz der verfolgten Professorentochter zu gewinnen hat. Typisierungsversuche hat Regisseur Vittorio Sala - offenbar in der Annahme, dass flotte Schauplatzsprünge Abwechslung genug seien - erst gar nicht unternommen." (Film-Echo)

    Eine Film-Echo-Note liegt nicht vor, da nur 8 Meldungen eingingen.
    Frankreich: 507.383 Besucher
    Spanien: 745.808 Besucher

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